Alasdair Gray

 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen

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Arme Dinger

Arme Dinger

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Erschienen am 01.12.1995
Why Scots Should Rule Scotland

Why Scots Should Rule Scotland

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Erschienen am 01.08.2000
Lanark: A Life in Four Books (Canons)

Lanark: A Life in Four Books (Canons)

 (1)
Erschienen am 31.05.2007
Lederhaut

Lederhaut

 (1)
Erschienen am 01.07.1996
A History Maker

A History Maker

 (0)
Erschienen am 01.05.1996
1982, Janine

1982, Janine

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Erschienen am 01.07.2003

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Lanark: A Life in Four Books (Canons)" von Alasdair Gray

Alasdair Gray - Lanark: A Life in Four Books
miss_mesmerizedvor 3 Jahren

Ein junger Mann geht täglich in ein Café über einem Kino. Dort hat er das Bedürfnis, sich auf den Balkon zu stellen und zu sehen, ob jemals wieder Tageslicht erscheint. In einem Zugwaggon wacht ein Mann auf, der sich nicht daran erinnern kann, wie er heißt und wo er herkommt. In Unthank lernt er eine Gruppe junger Menschen kennen, doch als sein Arm sich in einen Drachenarm verwandelt, wird er von der Erde verschluckt, wonach er in einem Krankenhaus wieder erwacht. Sein Leben zuvor war von der Unfähigkeit, Beziehungen zu führen und sich durch Kunst auszudrücken geprägt, beides führte mehr zu Frust als Erfüllung, weshalb er den Freitod wählte. Die Apokalypse führt letztlich ganz Unthank ins Verderben.

So seltsam diese Zusammenfassung des Inhalts ist, so chaotisch war auch das Buch. Die vier Bände sind nicht wirklich nachvollziehbar angeordnet und die Vermischung von real möglichen Ereignissen mit fantastischen Elementen und einem dystopischen Setting, verwirren einem als Leser ungemein. Permanent stellt man sich die Frage: ist das grandioser Unfug oder versteht man es nur einfach nicht? Gray gibt selbst an, von Kafka beeinflusst worden zu sein, zumindest für die Episode mit dem Autor mag dies zutreffen und auch sehr überzeugend umgesetzt worden sein. Betrachtet man das Gesamtwerk, ist die postmoderne Apokalypse jedoch irgendwie absurd.

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Rezension zu "Lanark. Ein Leben in vier Büchern" von Alasdair Gray

Gray – LANARK
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren


Knapp achthundert Seiten in fünfzig Tagen? Das ist nicht gerade rekordverdächtig. Allerdings ist LANARK auch kein Pageturner. Es verlangt dem Leser so einiges an Durchhaltevermögen ab, belohnt ihn aber auch mit einem genialen Ende ... Aber der Reihe nach.

Der Plot, ganz grob umrissen: Erzählt werden die Geschichten zweier Männer (Duncan Thaw und Lanark), die nacheinander zwei Hälften eines Lebens leben. Duncan wächst in unserer Welt in Schottland als Künstler auf und beendet seine Zeit (im Angesicht einer schweren psychischen Krankheit) als junger Mann. Lanark taucht ohne Erinnerung in einer finsteren Stadt ohne Sonne, Wärme und Liebe auf, in der die Leute an üblen Mutationen erkranken und nach einer Weile auf mysteriöse Weise einfach verschwinden. Um in dieser trostlosen, hassenswerten Zukunft(?) ein halbwegs ehrenhaftes Leben zu führen, geht Lanark durch die Hölle.

Zu dieser Mischung aus Entwicklungs- und SciFi-Roman gesellt sich der einfallsreiche Aufbau des Buches. Die einzelnen Teile werden nicht chronologisch erzählt, die Anfangsseiten eines jeden Teils sind (vom Autor selbst) reich verziert, der Prolog beginnt erst nach einem Viertel der Lektüre, der Epilog endet schon hundert Seiten vor Schluss. Alasdair Gray hat vorsichtshalber ein umfangreiches Plagiatsregister eingebaut, mit dem er etwaigen Vorwürfen den Wind aus den Segeln nehmen kann, und (der grandioseste Auftritt des ganzen Buches) er erscheint selbst als Schöpfer vor seinem Titelheld, entschuldigt sich für das bisherige Leid, das er ihm bisher zufügen musste und verhandelt ein Happy-End.

Ein ganzer Haufen postmoderner Spielereien also – genau wie ich's mag. Auch die Legenden, die sich um die Entstehung des Buches ranken, sind interessant: Angeblich hat Gray über dreißig Jahre an LANARK geschrieben, weitere zehn Jahre hat es bis zur Veröffentlichung gebraucht und erst 1992 konnte eine deutsche Übersetzung vorgelegt werden. Ich denke, wäre LANARK schon in den 60ern veröffentlicht worden, würde es heute in einem Atemzug mit DIE ENDEN DER PARABEL oder DIE FÄLSCHUNG DER WELT genannt werden. So aber kam es über einen gewissen Kultstatus in Schottland leider nicht hinaus.

Fazit: Zum Teil recht anstrengend, auf jeden Fall aber empfehlenswert – 5 Sterne!

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