Alastair Reynolds Unendliche Stadt

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Inhaltsangabe zu „Unendliche Stadt“ von Alastair Reynolds

Das Überleben der Menschheit steht auf dem Spiel

Die Stadt Spearpoint ist die letzte Bastion der Menschheit auf einer unzivilisierten und lebensfeindlichen Welt, umgeben von halbautonomen Stadtstaaten unterschiedlichen technischen Standards. Der Engel Quillion lebt nach einer fehlgeschlagenen Mission inkognito in der Stadt, doch die Begegnung mit einem halbtoten Engel zwingt ihn, Spearpoint zu verlassen, denn seine ehemaligen Auftraggeber haben es auf ihn abgesehen. Mit der Schleuserin Meroka kann er aus Spearpoint entkommen, doch plötzlich steht nicht nur sein eigenes Leben auf dem Spiel, sondern das der ganzen menschlichen Zivilisation.

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  • Rezension zu "Unendliche Stadt" von Alastair Reynolds

    Unendliche Stadt

    emeraldeye

    28. July 2011 um 17:29

    Spearpoint ist eine Stadt, die sich wie ein gigantischer Sporn in den Himmel bohrt. Unterteilt ist sie in Zonen, die von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen bewohnt werden und höchst unterschiedliche Zivilisationsstandards aufweisen. Ganz oben leben die "Engel", flugfähige, kaum noch menschenähnliche Wesen, ganz unten Menschen, die auf niedrigstem Niveau ihr Leben fristen. Umgeben ist diese Stadt von einer sich endlos hinziehenden Einöde, die von nomadisch lebenden Aussteigern bevölkert und beherrscht wird. Das größte Problem dieser Welt sind die sich immer wieder plötzlich und ohne Vorwarnung veschiebenden Zonen, wodurch Krankheiten, ähnlich wie die Höhen-oder die Taucherkrankheit ausgelöst werden. Ohne entsprechende medikamentöse Behandlung sind die von diesem Phänomen betroffenen Lebewesen zum Tode verurteilt. Doch die lebenswichtigen Medikamente sind rar und teuer und deshalb immer wieder Gegenstand blutiger Auseinandersetzungen in und außerhalb Spearpoints. Quillon, ein gentechnisch veränderter Engel, ist nach Neon City geschickt worden, um herauszufinden, inwieweit das Überleben der Engel in niedrigeren Zonen möglich ist. Seit 9 Jahren arbeitet er unerkannt als Pathologe. Da seine Veränderungen nicht von Dauer sind, ist er auf die Hilfe eines Expolizisten angewiesen, der ihn mit den notwendigen Drogen versorgt und ihm die nachwachsenden Flügel stutzt. Eines Tages landet ein abgestürzter Engel auf Quillons Seziertisch, der ihn, bevor er stirbt, darüber informiert, dass er endgültig liqidiert werden soll. Quillon wendet sich an seinen Freund, der ihm zusammen mit Meroka, einer Söldnerin, die sich im Ödland auskennt, zur Flucht verhilft. Was nun folgt, ist die wirre und irgendwie unentschlossene Beschreibung dieser Flucht, die sich in Begegnungen mit "Totenköpfen", Vorgs, Maschinenwesen mit menschlichen Körperteilen, die sich von Gehirnen ernähren und dem "Schwarm", einer von Spearpoint abgespaltenen Menschengruppe, die ausschließlich in Luftschiffen lebt, erschöpft. Quillon und Meroka bleiben schließlich beim "Schwarm" und entgehen so einer besonders heftigen Zonenverschiebung, die in Spearpoint alle Lichter ausgehen läßt und unzählige Tote fordert. Die Luftschiffer bleiben fast alle am Leben, weil es ihnen gelungen ist, aus den Vorgs ein Serum zu extrahieren, dass die Zonenkrankheit lindert. Quillon entschließt sich, den Schwarm davon zu überzeugen, "Spearpoint" zu Hilfe zu eilen, um zu retten, was zu retten ist.... Ich habe mich glücklicherweise nicht dazu verleiten lassen, "Unendliche Stadt" zu kaufen, nur weil Alastair Reynolds der Autor ist. Schon das Lesen des Klappentextes hat mich abgeschreckt. Zu absurd erschien mir die Geschichte. Aus der Leihbibliothek habe ich es dann doch mitgenommen, in der Hoffnung, mich über den Inhalt getäuscht zu haben. Leider war dem nicht so! Einige Male war ich versucht, das Buch endgültig aus der Hand zu legen, weil ich es über weite Strecken so wirr und langweilig gefunden habe. Stattdessen habe ich dann z.B. die Passagen, in denen bis ins kleinste Detail die Kämpfe zwischen Totenköpfen und Luftschiffern geschildert wurden, einfach überblättert. Auch die "innenpolitischen" Machtkämpfe zwischen den Luftschiffern selbst schienen mir nur als Füllmateria zu dienenl. Ich konnte nicht herausfinden, inwiefern sie wichtig für die Spannung und den Fortgang der Geschichte waren. "Chasm City" war "mein" erster Roman von Alastair Reynolds. Ich fand ihn absolut hinreißend und überwältigend! Seitdem ist viel Zeit vergangen und Reynolds hat viel geschrieben, aber das Niveau von "Chasm City" hat er nie wieder erreicht. Eine seltsame, uneinheitliche Welt, die Alastair Reynolds in seinem neuen Roman erschafft. Eine Welt, die unentschlossen zwischen Zukunft und Vergangenheit hin und her schwankt. Vieles, das in "Unendliche Stadt" auftaucht, wirkt aufgewärmt und zusammengestoppelt. Statt Cyberpunk und visionärer Technik jetzt also Luftschiffe, Engel und Barbaren. Nicht gut! Gar nicht gut! Wie wäre es mit einer kleinen Schaffenspause für den SF-Großmeister Reynolds? Ich werde zur Not ewig auf eine neue alles andere in den Schatten stellende Story warten.... PS: Sorry, aber den Floppunkt kann ich einfach nicht geben!. Dazu hat Alastair Reynolds zu viel zum Erhalt des schwächelnden Genres Science Fiction beigetragen.

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