Alaya Dawn Johnson The Summer Prince

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Inhaltsangabe zu „The Summer Prince“ von Alaya Dawn Johnson

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    The Summer Prince
    anell

    anell

    06. March 2014 um 14:57

    Inhalt: A heart-stopping story of love, death, technology, and art set amid the tropics of a futuristic Brazil. The lush city of Palmares Tres shimmers with tech and tradition, with screaming gossip casters and practiced politicians. In the midst of this vibrant metropolis, June Costa creates art that's sure to make her legendary. But her dreams of fame become something more when she meets Enki, the bold new Summer King. The whole city falls in love with him (including June's best friend, Gil). But June sees more to Enki than amber eyes and a lethal samba. She sees a fellow artist. Together, June and Enki will stage explosive, dramatic projects that Palmares Tres will never forget. They will add fuel to a growing rebellion against the government's strict limits on new tech. And June will fall deeply, unfortunately in love with Enki. Because like all Summer Kings before him, Enki is destined to die. Ich werde es mir hier ganz einfach machen und einfach mal das Positive und das Negative an "the summer prince" auflisten. Das Gute: Das Cover: Wir sind uns alle einig, das Cover von "the summer prince" ist eine Wucht. In Echt ist es sogar noch viel schöner, mit Metallreflexen. Aber ... vorsicht. Dont judge a book by it's cover ... ;) Die Idee/das Setting: An sich ist die Idee des Buches wirklich bombastisch. Auch die Tatsache, dass es in Südamerika spielt, hat mich sofort für das Buch eingenommen. Es klang mal nach etwas komplett anderem. Nach exotischen Orten und Kulturen über die, zumindest ich, nicht so oft lese. Der Schreibstil: Ich kann der Autorin vieles vorwerfen, aber ich kann nicht behaupten, dass sie nicht schreiben kann. Ja, sie hat in diesem Buch viele "Fehler" gemacht, aber es lies sich an sich leicht und flüssig lesen. Die Story: Bevor ich zu meinen Kritikpunkten kommen, und der Begründung warum "the summer prince" nur ** bekommen hat, kurz etwas zum Inhalt. The summer prince ist eine klassische Dystopie. Davon gibt es ja zur Zeit unheimlich viele am Mark. Wie üblich ist die Welt wie wir sie kannten untergegangen. Naturkatastrophen, Atombomben und ein nicht näher ausgeführte Y-Virus das einen Großteil der männlichen Erdbevölkerung dahingerafft hat, sind dafür verantwortlich, dass der Nordteil der Erde ... zerstört ist. New York liegt unter einer meterdicken Eiskruste, von Europa gar nicht anzufangen. Der Rest der Erdbevölkerung lebt südlich des Äquators in pyramidenartigen Städten. Palmaras Tres ist eine solche Stadt, dort wohn June unsere Protagonistin. In Palmares Tres ist es brauch, dass jedes Jahr ein Sommerkönig gewählt wird, den man am Ende des Sommers umbringt. Dieses Jahr ist es Enki, ein Junge aus den Slums. June die sich gerne mal als "größte Künstlerin von Palmares Tres" bezeichnet versucht währenddessen den "Königinnenkontest" zu gewinnen, mit Enkis Hilfe. Dabei geraten sie ein bisschen in die Rebellion. Ja so unterm Strich könnte man das so zusammenfassen. Was mich gleich dazu führt, was mir an diesem Buch nicht gefällt. Es wird nichts erklärt: Das größte Problem von the summer prince ist, dass die Autorin einem total im Regen stehen lässt. Denn Erklärungen? Fehlanzeige. Warum wird der Sommerkönig geopfert? Was ist der Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahren? Warum opfert man den Mondjahreskönig auch, obwohl dieser keine politische Macht hat? Warum melden sich die jungen Männer freiwillig, obwohl sie wissen, dass sie am Ende sterben müssen? Das große WARUM bleibt leider unerkärt. Die Autorin verlässt sich da etwas zu sehr auf die Akzeptanz des Lesers. Das er einfach mit den Schultern zuckt und sagt: Joa ... ist halt so. Ich hatte auch große Probleme mir vorzustellen, wie Palmaras Tres aufgebaut ist. Sowohl als "Umgebung" als auch Strukturell. Das System der regierenden Klasse der "Aunties" wird zwar immer mal wieder kurz tangiert, aber auch nicht weiter ausgeführt. Die Umgebung wird nun ja, eher rudimentär beschrieben, sodass in meinem Kopf kein richtiges Bild entstehen konnte. Wie kann June durch mehrere Schichten von Palmares Tres sehen? Wie? Da wohnen doch Leute ... und wie wohnen die? Wie sieht das alles aus? Das allergrößte Problem ist aber, dass die Autorin Fremdwörter benutzt. Vielleicht Portugiesisch? Ich weiß es nicht. Diese Worte werden im Text oft benutzt, sie sind wichtig. Die Figuren benutzen sie andauernd, aber eine richtige Erklärung gibt es nicht, oder man muss sie mühsam aus dem Kontext zusammensuchen, was mit der Zeit extrem frustrierend wird. Das ein/eine Waka ein Jugendlicher (unter dreißig?) ist hab ich mir erst in der Mitte des Buches zusammenreimen können. Während des Lesens hatte ich das Gefühl immer MEHR zu wollen. Mehr Hintergrundinfos, mehr Umgebungsbeschreibungen, mehr Erklärungen und es ist frustrierend, weil die Autorin genau das nicht liefert. Die Figuren: Kommen wir zu den Figuren. Ich mag streitbare Charaktere. Von mir aus können sie auch "die Bösen" sein, oder fies, oder hinterlistig. Aber June Costa zu mögen war für mich irgendwann ein Ding der Unmöglichkeit. Sie ist verwöhnt, arrogant und mitunter konnte ich sie einfach nicht ausstehen. Andauernd gibt sie sich als "größte Künstlerin von Palmares Tres" aus, aber unterm Strich kann man die meiste ihrer "Werke" als Sachbeschädigung und Vandalismus auslegen. Sie gibt ihrer Mutter die Schuld am Tod ihres geliebten Vaters, und rastet in regelmäßigen Abständen aus. Ich mochte sie nicht. Und Enki? Der Sommerkönig der alles und jeden bespringt der nicht bei drei auf dem Baum ist. Ich konnte Enkis Motivation und seine Beweggründe besser verstehen, als die von June (sofern sie denn welche hatte)aber mögen? Ich weiß nicht. Wenn ich jemand mochte, dann war es wohl Gill Junes besten Freund. Er war der einzige bei dem ich sowas wie Empathie empfand. Die Protagonisten des Buches waren also für mich eher eine Enttäuschung, denn June machte es mir wirklich schwer sie zu mögen. Sie war mir einfach zu eingebildet und irgendwann habe ich eine gewisser Aversion gegen sie entwickelt. Deshalb war das Buch auch irgendwie ein Absturz in Raten für mich. ich hatte große Erwartungen, denn die Inhaltsangabe las sich wirklich fantastisch und der erste Absatz war Bombe, was es nur noch zu einer größeren Enttäuschung gemacht hat. Sexuelle Freizügigkeiten: Diesen Punkt werte ICH nicht als Manko, deshalb kommt er ganz zum Schluss. Das Buch ist als YA also für jugendliche Leser ausgezeichnet. Viele Rezis, vorallem im amerikansichen Raum, bemängeln die doch lockere Sexualmoral in diesem Buch. Es sei angemerkt, dass scheinbar alle Figuren in diesem Buch pansexuelle Tendenzen haben. Also nicht zwischen Mann und Frau unterscheiden, wenn es um die Wahl der Sexualpartner geht. Ich finde es persönlich nicht weiter schlimm, aber es könnte natürlich Leute geben die sich daran stören, wenn es so plötzlich kommt. Junes Mutter heiratet nach dem Tod ihres Mannes eine Frau. June hatte mit ihrem BFF Sex (oder wie sie es nannte "sie hat sich um dieses Jungfrauenproblem gekümmert" sic.) später hat Gill dann mit Enki Sex, bevor June ... naja auch mit Enki (kein großer Spoiler hier, glaubt mir) Eifersucht ist etwas das mit der "alten Welt" eingefroren und zu Grunde gegangen ist. Fazit: Das Buch startet bombastisch und ich hatte große Erwartungen dass ich eine packende Story geliefert bekomme. Leider hat die Autorin zu wenig Zeit in ihre Welt investiert und versagt auf ganzer Linie dem Leser die Geschichte wirklich näher zu bringen. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und die vielen unerklärten Worte (ein Glossar gibt es auch nicht) frustrieren auf Dauer. Wenig liebenswerte Protagonisten runden die Sache dann noch ab. The Summer Prince war leider eine Enttäuschung für mich :( 2/5 Sterne

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