Albert Camus Der Mythos des Sisyphos

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Inhaltsangabe zu „Der Mythos des Sisyphos“ von Albert Camus

"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen." Albert Camus’ berühmtes Werk kreist um die zentrale Frage, "ob das Leben die Mühe, gelebt zu werden, lohnt oder nicht".

Eines der wichtigsten Werke der modernen Philosophiegeschichte.

— LeveretPale
LeveretPale

Der permanente Gipfelsturm als Glücksbringer des absurden Menschen. Ich habe das jetzt verstanden, hoffe ich.

— Charly117
Charly117

Muss man nicht unbedingt ganz gelesen haben. Nichtsdestotrotz sind ein paar Stellen durchaus lesenswert, z.B. der erste und der letzte Satz.

— melvil
melvil

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  • Rezension zu "Der Mythos des Sisyphos" von Albert Camus

    Der Mythos des Sisyphos
    Sokrates

    Sokrates

    04. August 2011 um 22:09

    Es gibt selten Bücher, die einen nachhaltig prägen. Mit dem ‚Mythos von Sisyphos‘ war es jedoch so. Zwar ist dieses Buch bisher – neben ‚Dem Fremden‘ – in Albert Camus’ Werk eine Ausnahme geblieben, aber allein der Satz, bei dem er den Russen Schestow zitiert, hat nachhaltig etwas in mir verändert: „(...) Hier ist Gott: auf ihn können wir bauen, wenn er auch keiner unserer Verstandeskategorien entspricht“. Schestow jedoch setzt die Absurdität mit Gotteserkenntnis gleich und nimmt seiner eigent-lich nivellierenden Einsicht ein wenig die Radikalität ihrer Aussage. Camus schreibt weiter, dass „(...) dieser Gott (...) vielleicht gehässig und hassenswert (sei), unbegreiflich und widerspruchsvoll, (er) offenbare aber gerade da, wo sein Antlitz am scheußlichsten ist, am deutlichsten seine Macht.“ (S. 49) Gottes Größe läge gerade eben in seiner Inkonsequenz; letzte Konsequenz ist nach Camus deshalb, dass man ‚in ihn hineinspringen‘ müsse und sich freimachen soll (S. 49). Zwar zitiert Camus hier einen Dritten, doch bringt Schestow die Philosophie der Existenzialisten bereits recht gut auf einen Punkt und dokumentiert gleichfalls die Genialität der Philosophie Camus‘, der diese Grundthese für das 20. Jahrhundert neu formuliert hat. Camus ist schwere Kost. Sein Resümee – der Selbstmord als sinnstiftendes Element – ist radikal und sicher nicht jedermanns Lösung für Probleme des persönlichen Sein. Der ‚Mythos des Sisyphos‘ ist jedoch eines der Bücher, die das Sinngefühl des 20. Jh. – und vielleicht der heutigen Zeit – sehr gut in Worte fassen können.

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  • Rezension zu "Der Mythos des Sisyphos" von Albert Camus

    Der Mythos des Sisyphos
    Erinnye

    Erinnye

    08. February 2011 um 14:18

    Der Mythos des Sisyphos besteht darin, die schwere Bürde des Felsens jedesmal aufs neue wieder den Berg hinaufarbeiten - nur um dann zu sehen, wie er wieder nach unten rollt. Dies vergleicht Camus mit dem Menschen und dem Leben. Wenn Menschen sich der Absurdität des Lebens bewusst werden, dürfen sie sich dem nicht entziehen, sondern sollen dies bewusst ertragen und den vielfältigen Sinneseindrücken und Erfahrungen im Gegenteil noch umso aufgeschlossener gegenüberstehen um deren so viele als nur möglich zu erleben. So spricht sich Camus ausdrücklich gegen Suizid aus, bestätigt aber, dass das Leben absurd ist, d.h. sinnentleert und grotesk und das man als Mensch den Sinn darin suchen soll, soviele Erfahrungen als nur möglich zu machen. Ich hoffe natürlich, dass ich Camus' Gedankengänge in meinem platten normaldeutsch korrekt wiedergegeben habe. Falls jemand inhaltliche Fehler findet - bitte melden, ich bin gerne bereit über diese Sache nachzudenken. Dieses Werk Camus' stellt eines meiner absoluten Lieblingsbücher dar. Es hilft - zumindest mir - auch in schweren Situationen mit dem Leben klarzukommen und untersützt mich darin, den Sinn in allem (und nichts) zu erkennen. Ein wertvoller Ratgeber und äußerst kluges Stück Weltansicht also. Jedoch sollte man mit aufgeschlossenem Geist und einem gewissen Maß an Konzentration an die Lektüre dieses Werkes herangehen. Es ist in Essay-Form gehalten und daher nicht so flüssig und gut zu lesen wie ein Roman. Fazit: ein zeitloser Klassiker. Wird ewig einer meiner absoluten Favoriten bleiben.

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  • Rezension zu "Der Mythos des Sisyphos" von Albert Camus

    Der Mythos des Sisyphos
    BertieWooster

    BertieWooster

    06. March 2009 um 23:19

    Mir hat das Buch wahrscheinlich deshalb so gut gefallen, weil es Camus gelingt zu Beginn die scheinbare Sinnlosigkeit des Lebens zu skizzieren. Wenn man jeden Werktag aus dem Zug steigt und wie eine Arbeiterameise in einer Reihe mit anderen Arbeiterameisen zu seiner Arbeit geht, worin liegt da der Sinn? Aber Camus zeigt, dass im Leben selbst der Sinn liegt. Denn unabhängig von irgendeinem Glauben ist gewiss, dass man nur während des Lebens Erfahrungen sammeln kann. Dies ist der Sinn, gute oder schlechte Erfahrungen zu sammeln. Darum muss man bemüht sein, möglichst lange zu leben. Es ist schon Ironie, wenn man bedenkt, dass Camus relativ jung bei einem sinnlosen Autounfall starb.

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  • Rezension zu "Der Mythos des Sisyphos" von Albert Camus

    Der Mythos des Sisyphos
    Witti

    Witti

    11. December 2008 um 16:06

    was man bei "Der Fremde" nur erahnen konnte, wird hier nun auf den Punkt gebracht...

  • Rezension zu "Der Mythos des Sisyphos" von Albert Camus

    Der Mythos des Sisyphos
    Kaivai

    Kaivai

    23. March 2007 um 21:41

    ">Liebe Seele, trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus < Pindar,Dritte Phytische Ode" ist die Einleitung zu Camus wichtigstem philosophischem Werk. Mit Mitte Zwanzig hab ich es gelesen und es war neben "Der Fall" der Grund dafür, daß Camus an der Seite von Rilke in meinem literarischen Götterhimmel ganz oben stand. Das Exemplar, das ich damals voll Wissensgier beackert hab, ist mit Bleistiftmarkierungen vollgekliert. Es gibt den Strich am Rand, das Rechteck, das mit Querstrichen ausgefüllte Rechteck und das mit gekreuzten Querstrichen, das extrem wichtige Sätze anzeigte. Zum Beispiel: "Männlich nennen wir nämlich die klaren Köpfe, und wir wollen keine Kraft ohne klaren Blick". Das blieb haften. Oder auch mit Blick auf die liebe Seele: "Wenn Gott nicht existiert hängt alles von uns ab. Für Kirilow wie für Nietzsche heißt Gott töten: selber Gott werden - das heißt: schon auf Erden das ewige Leben verwirklichen, von dem das Evangelium spricht." und "Dostojewskijs Antwort an Kirilow, läßt sich in der Tat so zusammenfassen: die Existenz ist trügerisch, und sie ist ewig." Es ging um fundamentale Fragen. Um die absurde Situation, zu leben, begrenzt, den täglichen Tod vor Augen und doch eine Sehnsucht und eine Leidenschaft zu spüren, daß die Freude und die Lust am Leben niemals vergehen darf. Und dazu noch diese unersättliche Neugier auf die Welt. Wie kann das sein das irgendwann ein dunkler schwarzer Vorhang fällt. Camus "Der Mensch in der Revolte" wird von einem Hölderlin-Gedicht eingeleitet: " ...und offen gab mein Herz, wie du, der ernsten Erde sich, der leidenden, und oft in heilger Nacht gelobt ichs dir, bis in den Tod die Schicksalsvolle furchtlos treu zu lieben und ihrer Rätsel keines zu verschmähn. So knüpft ich meinen Todesbund mit ihr." Camus erlag seinem Todesbund bei einem Autounfall am 4.Januar 1960 im Alter von nur 46 Jahren.

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