Albert Camus Die Pest

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Inhaltsangabe zu „Die Pest“ von Albert Camus

Vorwort 1. Autor: Leben und Werk 1.1 Biografie 1.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund 1.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken 2. Textanalyse und -interpretation 2.1 Entstehung und Quellen 2.2 Inhaltsangabe 2.3 Aufbau 2.4 Personenkonstellation und Charakteristiken 2.5 Sachliche und sprachliche Erläuterungen 2.6 Stil und Sprache 2.7 Interpretationsansätze 3. Themen und Aufgaben 4. Rezeptionsgeschichte 5. Materialien Literatur

Anspruchsvoll, weise und beklemmend! Ein Roman, der einen so schnell nicht wieder los lässt.

— littleowl
littleowl

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  • eBook Kommentar zu Die Pest von Albert Camus

    Die Pest
    Dr. Peter igenbergs

    Dr. Peter igenbergs

    via eBook 'Die Pest'

    Es ist tief beeindruckend, man sieht sich selber

    • 2
  • ein sehr schöner, ernster und humaner Roman

    Die Pest
    jannis1967

    jannis1967

    20. August 2017 um 20:13

    Ein sehr schöner, ernster und  humaner Roman.

    Anspruchsvoll, aber nicht anstrengend.

    Besonders hervorhebend ist die philanthropische Seite der Geschichte.

    Sehr empfehlenswert.  

  • Ein intelligentes Buch, was bei mir Lust auf mehr Camus gemacht hat.

    Die Pest
    HelloB

    HelloB

    10. November 2016 um 12:58

    Im Jahr 194... hat eine schreckliche Plage die algerische Stadt Oran fest im Griff. Zuerst ist es nur eine, dann werden es immer mehr, die Ratten die aus ihren Schlupfwinkeln hervor kriechen und auf Straßen und in Hauseingängen sterben. Die sterbenden Ratten werden von den Bürgern zunächst mehr staunend als beunruhigt zu Kenntnis genommen. Bald darauf erkranken die Einwohner an der Pest. Immer mehr Menschen sterben. Die Stadt wird abgeriegelt, Liebespaare werden getrennt, die Versorgung wird schlechter, die Friedhöfe reichen nicht mehr aus, Besucher sitzen fest, Flucht wird unmöglich. Hilflos macht sich die Stadt langsam der Tatsache bewusst, dass sie machtlos gegenüber dieser Epidemie ist. Wie lebt man in solch einer Situation? Was fühlt man? Was bedeuten Liebe und Freundschaft und Solidarität in diesen Zeiten?Sei es die Sinnfrage der menschlichen Existenz, die Frage nach Glauben und Gerechtigkeit, nach dem was wichtig ist und dem, was wichtiger sein sollte. Alles wird mit fortlaufender und detaillierter Beschreibung der Entwicklungen der Pest ausgebreitet.Der Protagonist ist dabei der Arzt Dr. Rieux, welcher den Leser durch seine Erlebnisse jedem Schritt der Epidemie näher bringt. Insgesamt fand ich das Buch wirklich sehr gut, da man die verschiedenen Reaktionen von Menschen auf die Pest sehen kann. Manchmal war es sogar lustig ^_^Was mir intensiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Menschlichkeit des Arztes Rieux, das reine Mitgefühl mit dem Einzelnen, seine Liebe zu den Menschen und der leidenschaftliche Unwille so etwas als Schicksal oder gar, wie der Pater erklärt, als Strafe Gottes zu sehen, sondern es als schrecklichen sinnlosen Zufall anzunehmen.Ein intelligentes Buch, was bei mir Lust auf mehr Camus gemacht hat.

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  • Die Pest

    Die Pest
    littleowl

    littleowl

    15. October 2016 um 09:49

    Worum geht’s? Als der Arzt Rieux in seinem Hausflur eine tote Ratte findet, denkt er sich zunächst nichts weiter dabei. Doch als plötzlich immer mehr Rattenleichen auftauchen, geraten die Einwohner der französisch-algerischen Kleinstadt Oran allmählich in Panik. Dabei sind die toten Tiere nur ein Vorbote der wahren Katastrophe: Von heute auf morgen bricht in der Stadt die Pest aus, obwohl die Krankheit schon lange als ausgestorben gilt. Bald steht Oran unter strenger Quarantäne und ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten, der Alltag gerät völlig aus den Fugen. Während immer mehr Menschen an der Pest sterben, gehen die Bewohner ganz unterschiedlich mit der Ausnahmesituation um. Meine Meinung Camus‘ Romane, für die er 1957 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, gehören zweifellos zu den ganz großen Klassikern der Weltliteratur. Hinter seinen Werken steht eine ganze, komplexe Philosophie, über die ich persönlich aber nicht viel weiß. Wahrscheinlich ist „Die Pest“ eines dieser Bücher, bei denen man ein bisschen literaturtheoretisches und philosophisches Hintergrundwissen braucht, um sie wirklich wertschätzen zu können. Trotzdem hat es auch mich als Nicht-Literaturwissenschaftlerin bewegt und zum Nachdenken angeregt: Sehr eindringlich schreibt Camus im Grunde über die menschliche Natur insgesamt und das Verhalten einer modernen Gesellschaft im Katastrophenfall. Ich war mir nicht sicher, was mich bei diesem Buch erwartet, der Einstieg ist mir jedoch überraschend leicht gefallen. Die Geschichte beginnt spannend, allerdings ist mir schnell klar geworden, dass das hier nicht die Art von fesselndem Roman ist, die man in einem Rutsch durchliest. Ganz im Gegenteil, das Tempo der episodenhaft erzählten Handlung ist eher langsam, und das ist auch ganz gut so. Ich habe für meine Verhältnisse lange an diesem Buch gelesen, weil ich immer wieder Pausen gemacht habe, um besonders eindrückliche Passagen verarbeiten zu können. Camus‘ Schreibstil ist an sich eher schnörkellos, aber sehr ausdrucksstark und voll versteckter Symbolik. Beeindruckend fand ich, dass der Autor, gerade um tragische und hochemotionale Ereignisse zu beschreiben, die distanzierte, sachliche Sprache der Bürokratie wählt. Sehr geschickt spielt Camus mit unterschiedlichen Perspektiven und lässt den Erzähler aus „Aufzeichnungen“ von Augenzeugen zitieren, um dem Bericht einen Anschein von Objektivität zu geben. In diesem Roman steckt sicherlich das geballte Können eines genialen Autors, trotzdem bin ich mit dem Schreibstil nicht hundertprozentig zurechtgekommen. Die förmliche Sprache hat es mir etwas schwer gemacht, mich mit den Figuren zu identifizieren und mich ihnen nahe zu fühlen. Außerdem hatte ich beim Lesen nicht wirklich ein Bild der Kleinstadt vor Augen, dabei sind Schauplätze für mich sehr wichtig, um in einen Roman eintauchen zu können. Fazit Ein beeindruckender, vielschichtiger Roman über die menschliche Natur und die moderne Gesellschaft im Ausnahmezustand. „Die Pest“ gilt zurecht als Meisterwerk, allerdings lag mir persönlich Camus‘ Schreibstil nicht so ganz.

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  • Ein intelligentes Buch, was bei mir Lust auf mehr Camus gemacht hat.

    Die Pest
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2016 um 19:32

    Im Jahr 194... hat eine schreckliche Plage die algerische Stadt Oran fest im Griff. Zuerst ist es nur eine, dann werden es immer mehr, die Ratten die aus ihren Schlupfwinkeln hervor kriechen und auf Straßen und in Hauseingängen sterben. Die sterbenden Ratten werden von den Bürgern zunächst mehr staunend als beunruhigt zu Kenntnis genommen. Bald darauf erkranken die Einwohner an der Pest. Immer mehr Menschen sterben. Die Stadt wird abgeriegelt, Liebespaare werden getrennt, die Versorgung wird schlechter, die Friedhöfe reichen nicht mehr aus, Besucher sitzen fest, Flucht wird unmöglich. Hilflos macht sich die Stadt langsam der Tatsache bewusst, dass sie machtlos gegenüber dieser Epidemie ist. Wie lebt man in solch einer Situation? Was fühlt man? Was bedeuten Liebe und Freundschaft und Solidarität in diesen Zeiten?Sei es die Sinnfrage der menschlichen Existenz, die Frage nach Glauben und Gerechtigkeit, nach dem was wichtig ist und dem, was wichtiger sein sollte. Alles wird mit fortlaufender und detaillierter Beschreibung der Entwicklungen der Pest ausgebreitet.Der Protagonist ist dabei der Arzt Dr. Rieux, welcher den Leser durch seine Erlebnisse jedem Schritt der Epidemie näher bringt. Insgesamt fand ich das Buch wirklich sehr gut, da man die verschiedenen Reaktionen von Menschen auf die Pest sehen kann. Manchmal war es sogar lustig ^_^Was mir intensiv in Erinnerung geblieben ist, ist die Menschlichkeit des Arztes Rieux, das reine Mitgefühl mit dem Einzelnen, seine Liebe zu den Menschen und der leidenschaftliche Unwille so etwas als Schicksal oder gar, wie der Pater erklärt, als Strafe Gottes zu sehen, sondern es als schrecklichen sinnlosen Zufall anzunehmen.Ein intelligentes Buch, was bei mir Lust auf mehr Camus gemacht hat.

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  • [Rezension] "Die Pest" - ein philosophischer Klassiker

    Die Pest
    SicaUee

    SicaUee

    Da zeigt es sich mal wieder, dass man nicht über einen Autor urteilen sollte, wenn man nur ein Buch von ihm gelesen hat. Letztes Jahr hatte ich „Der Fremde“ von Albert Camus gelesen und fand es furchtbar, es war eins meiner Flops. Daher zögerte ich die Lektüre von „Die Pest“ hinaus, zu Unrecht, wie sich nun zeigt. Allerdings habe ich inzwischen auch „Der Fall“ gelesen und fand das nur mittelmäßig, also ist das Kapitel Camus damit für mich erst einmal abgeschlossen.Aber zur „Pest“. Nur mal so nebenbei: ich finde es wirklich lustig, über dieses Buch zu reden: 'als nächstes nehme ich mir die Pest vor' oder 'ich habe die Pest durch', ja, so bin ich. Über solche Dinge kann ich mich stundenlang amüsieren...Kommen wir zum Inhalt. In den 1940er Jahren bricht in Oran, einer algerischen Stadt, damals französische Kolonie, die Pest aus, die gesamte Stadt wird unter Quarantäne gestellt und während der folgenden Monate, in denen die Pest wütet, begleiten wir mehrere Figuren, die sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen. Wichtig sind unter anderem der Arzt Rieux, der Journalist Rambert, der in der Anfangszeit alle Energie in einen Fluchtversuch investiert, weil in Paris seine Frau auf ihn wartet und Tarrou, ein junger Mann, der sich stark engagiert und eine Schutzgruppe aufbaut. Interessant fand ich auch die Figur des Angestellten Grand, der einen Roman schreiben will, aber nie über den ersten Satz hinauskommt, den er aber immer wieder verbessert – auch sehr amüsant.Eins fand ich seltsam: Am Anfang des Romans wimmelt die Stadt plötzlich vor Ratten, die aus ihren Löchern gekrochen kommen und sterben. Ich würde ja meinen, dass man da anfangen würde, sich etwas dabei zu denken, zumal die Geschichte im 20. Jahrhundert spielt. Aber selbst als die Ersten erkranken und eindeutig Symptome der Pest zeigen, wird das zunächst verdrängt und nur sehr zögernd gesteht man sich schließlich ein, dass es tatsächlich die Pest ist.Alles in allem fand ich „Die Pest“ wirklich gut, es ist für mich das stärkste Werk von Camus, zumindest von den dreien, die ich gelesen habe. Zwar gibt es auch in „Der Pest“ einen eher distanzierten Erzähler, wie auch in „Der Fremde“, aber während Letzterer mir dadurch sehr fremd vorkam, weil ich seine Geschichte nicht nachvollziehen konnte und er so für mich unverständlich blieb. In „Die Pest“ passt dieser Erzählstil, der im Stil eines reflektierten Berichts gehalten ist, mit Einschüben aus verschiedenen anderen Aufzeichnungen, aber sehr gut. Wenn ihr euch also für Camus interessiert, dann würde ich euch „Die Pest“ empfehlen (ja, Wortwitz, wie gesagt, ich finde so etwas lustig), ich finde die Geschichte sehr interessant (Tipp: auch der Werkhintergrund ist sehr interessant) und sie versöhnt mich ein wenig mit Camus, auch wenn es das einzige Werk ist, das mir von ihm wirklich zusagt...

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    • 4
  • Ich bin so froh, dass ich heute lebe.

    Der Schwarze Tod und die Verwandlung Europas
    mistellor

    mistellor

    Der Schwarze Tod und die Verwandlung Europas David Herlihy war ein bekannter Historiker, der sich besonders mit dem Mittelalter befasst hat. Daher hat er sich auch mit der Pest und ihren Auswirkungen befasst. In seinem sehr interessanten Buch beschäftigt er sich vor allem um die ungelösten Fragen wie das endemische Auftreten der Pest, wie kam die Pest nach Europa, welche Formen der Pest gab es im Mittelalter, der Zusammenhang zwischen Religion und Pest, Reichtum und Pest, Gesellschaft und Pest, Wohlstand durch Pest, Verbreitungswege der Pest, Gesetzgebung und Pest und noch vieles mehr. David Herlihy nimmt nicht für sich in Anspruch diese Fragen beantworten zu können. Er stellt verschiedene Theorien vor, vergleicht und bewertet sie auf ihre Glaubwürdigkeit, berichtet sehr lebendig über das Leben mit dem Schreckgespenst Pest im Mittelalter, zeigt überraschende Auswirkungen der Pest und gibt dem Leser oft die Möglichkeit sich für eine mögliche Theorie zu erwärmen oder sie abzulehnen. Dieses hat mir an diesem Buch besonders gut gefallen. Jede Theorie bspw. über das plötzliche Auftreten der Pest wird anschaulich und ausführlich dargestellt, überprüft und auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht und doch bleibt es dem Leser überlassen, welcher Theorie er sich anschließen könnte. Mit am besten gefallen hat mir der philosophische Ansatz von Thomas von Aquin. “ Thomas von Aquin, der 1247 gestorbene große Dominikaner, hatte gelehrt, dass dem Universum eine verborgene Ordnung innewohne und dass es dem menschlichen Geist gegeben sei, wenigstens eine partielle Erkenntnis dieser Struktur zu erlangen. Seine spätmittelalterlichen Kritiker, ………behaupteten……….der menschliche Geist besitze nicht die Kraft, in die metaphysischen Strukturen des Universums einzudringen.“ Weiter hat mir sehr gut gefallen, dass David Herlihy ein gut fundiertes Bild über das Leben im Mittelalter vermittelt – was wirklich wenig mit den historischen Romanen zu tun hat, wie sie in jedem Buchladen stehen. Die Vorstellung, in dieser Zeit leben zu wollen ist nicht erstrebenswert. Es war ein hartes, grausames und wehrloses Leben, egal welcher Schicht man angehörte. “ Auch kurz vor dem Schwarzen Tod, in den Jahren 1346 und 1347, schlug der Hunger im Norden wie im Süden zu. Der Florentiner Giovanni Morelli schreibt die hohe Mortalität des Schwarzen Todes der Hungersnot im Jahr davor zu. Nicht mal zwanzig von hundert Menschen hatten Brot, wie er berichtet. Die übrigen lebten von Kräutern und widerlichen Pflanzen, wie Vieh grasend zogen sie auf dem Land umher.“ Ich kann es nur wiederholen – ich bin sehr dankbar, dass ich im 21. Jahrhundert leben darf.

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    • 6
  • Wenn die Pest um sich greift...

    Die Pest
    dominona

    dominona

    19. October 2014 um 21:53

    Erstaunlich plastisch wird das Aufkommen der Pest geschildert. Der Leser begleitet einen Arzt und nimmt so Anteil an vielen Schicksalen von denen sich die meisten gleichen. Angesichts der Pest kommt es hier und da zu tiefsinnigen Gesprächen über Religion und es existiert sogar ein Charakter, der von der Seuche profitiert. Allerdings überlässt der Protagonist die Meinungsbildung zu einzelnen Entwicklungen lieber dem Leser - meiner Meinung nach ein Pluspunkt. Besonders der Beginn hat mir gefallen, man meint, die Ratten vor sich sehen zu können, wie sie zu Hunderten auf die Straße stürzen - eine ganz spezielle Atmosphäre entsteht.

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  • Der menschliche Teil der Pest

    Die Pest
    Bibliomania

    Bibliomania

    20. July 2014 um 22:40

    Oran mitte des 20. Jahrhunderts. Die Stadt wird von der Pest heimgesucht, obwohl diese doch als überwunden galt. Zunächst häufen sich nur die Rattenleichen, doch als diese ausbleiben sterben hunderte, tausende Menschen, sodass die Stadt abgeriegelt wird. Niemand kann hinein oder heraus, alle müssen mit der Isolation, der Gefangenschaft leben. Doktor Rieux gibt mit ein paar Kollegen alles, um die Seuche in den Griff zu kriegen. Doch was in diesem Roman im Vordergrund steht, sind die Menschen, die nicht aus der Stadt herauskommen. Was passiert mit ihnen? Wie verhalten sie sich? Nicht alle sind unglücklich über die Situation...

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  • Es ist das Leben, sonst nichts.

    Die Pest
    NiWa

    NiWa

    In der französich-algerischen Stadt Oran sorgt ein unverständliches Rattensterben für Unruhe. Die toten Nager finden sich in Hauseingängen, auf Straßen und sogar in den Wohnhäusern selbst. Während man anfangs noch Lausbubenstreiche dafür verantwortlich macht, hat es die Stadtverwaltung rasch mit der Entsorgung einer massiven Anzahl an Kadavern zutun. Doch die bloße Verwunderung bleibt nicht lange allein und weicht schnell dem allgemeinen Entsetzen. Die elenden Ratten waren die Boten der Pest, die sich über die Stadt an der Küste und ihre Bürger ausbreitet. In Camus’ Klassiker „Die Pest“ geht es nicht nur um den Ausbruch und Eindämmungsversuche dieser furchteinflößenden Krankheit, sondern vor allem um gesellschaftliche und zwischenmenschliche Entwicklungen, die durch die Quarantäne einer ganzen Stadt ausgelöst werden. Straftäter werden zu beflissentlichen Bürgern, die aufgrund erkrankter oder verstorbener Angestellter eine Aufgabe in der Stadtverwaltung und damit einen Lebenssinn erhalten haben, Prediger sehen die Strafe Gottes, die über einen Sündenpfuhl fegt und ehrliche Bürger, erkennen einen Weg, sich durch das Schmuggeln von Waren aller Art ihren Lebensunterhalt aufzubessern. Camus bleibt aber nicht bei Einzelschicksalen, sondern beschreibt die Gesellschaft einer Stadt, die sich zuerst vor dem Entsetzlichen verbirgt, sich daraufhin einer unbändigen Lebenslust hingibt und dann doch zur teilnahmslosen Lethargie übergeht. Ich muss gestehen, all diese Aspekte haben mich weniger interessiert und ich hatte mir hier doch dem Titel entsprechend die Beschreibung einer Pestepidemie erwartet, gerade weil sogar ein Arzt als Protagonist gehandelt wird. Camus’ wartet hier hingegen mit einer trockenen Gesellschaftsstudie auf, die durch die Worte des Autors nicht besser beschrieben werden könnte: „Es ist das Leben, sonst nichts“ (S. 316)

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    • 7
  • Rezension zu "Die Pest" von Albert Camus

    Die Pest
    Dubhe

    Dubhe

    16. September 2011 um 22:23

    Dieses Buch habe ich auf der Suche nach Material für ein Shculprojekt entdeckt. Das war in der Stadtbibliothek und die Ausgabe stammte aus den 80ern. Am Anfang hat es wie ein kleines Sachbuch ausgesehen, doch später entpuppte es sich als Roman. Noch dazu einer, wo die älteren Leute sagen, der sei nichts für mich. Wie das so bei uns jungen Leuten ist, habe ich begonnen zu lesen, aus Neugierde und teilweise aus Trotz. Doch das Buch ist wirklich nichts für mich. In ein paar Jahren werde ich es wahrscheinlich dann wieder hervorkramen. Auf gut Glück!

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  • Rezension zu "Die Pest" von Albert Camus

    Die Pest
    Sokrates

    Sokrates

    02. April 2011 um 09:38

    Mein mittlerweile zweiter Anlauf, die "Pest" zu lesen; und wieder bin ich gescheitert. Nachdem der Roman recht flott und interessant begann, bin ich spätestens ab Seite 30 ins Stocken geraten. Die Spannung verschwand, der Esprit irgendwie auch. Langweile kam auf. Nein, "Der Fremde" war wesentlich besser, hat einem emotional berührt, einen mitgezogen. Die "Pest" arbeitet mir zu viel mit philosophischen Anspielungen, gesellschaftlicher Kritik. Dass bei einer guten Geschichte mit gelungener Umsetzung beim Leser der gleiche Effekt erreicht wird, wie mit einer so anspruchsvoll-philosophischen Knöchernheit hat Camus hier irgendwie nicht beachtet. Vielleicht lese ich das Buch in zehn Jahren noch einmal; vielleicht wird's dann besser...

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  • Rezension zu "Die Pest" von Albert Camus

    Die Pest
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Zuerst ist es eine Ratte, dann werden es immer mehr, die der Concierge des Arztes Rieux vor und im Haus findet. Schließlich wird er das erste Opfer dessen, was sich als Pest herausstellen wird. Im Jahr 194... hat diese schreckliche Plage die algerische Stadt Oran fest im Griff. Immer mehr Menschen sterben. Die Stadt wird abgeriegelt, Liebespaare werden getrennt, die Versorgung wird schlechter, die Friedhöfe reichen nicht mehr aus, Besucher sitzen fest, Flucht wird unmöglich. Wie verhält sich der Mensch angesichts der Katastrophe? Was tut er, was kann er überhaupt tun? Sind im Angesicht des herumgehenden Todes wirklich alle gleich? Was bedeuten Liebe und Freundschaft und Solidarität in diesen Zeiten? Camus' Hauptfiguren gehen unterschiedlich mit der Gefahr der Pest um (Rieux, der Arzt, der Widerstand leistet; Paneloux, der Priester, der sich der Theodizee-Problematik nähert; Rambert, der zuerst nur fliehen will, dann aber das Exil annimmt; ...). Der Erzähler im Roman bleibt bis kurz vorm Ende unbekannt, seine Offenbarung ist dann aber nicht mehr überraschend. Aber beeindruckend sind sie schon, die letzten Sätze, denn Camus' "Pest" ist keineswegs 'nur' eine philosophische Annäherung an die Wesensart der Menschen, sondern durchaus auch als Allegorie auf von Menschen verursachte Plagen zu verstehen. Ein intelligentes Buch, was bei mir Lust auf mehr Camus gemacht hat.

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    • 2
  • Rezension zu "Die Pest" von Albert Camus

    Die Pest
    Angizia

    Angizia

    Was lange währt.. oder wie man auch immer zu sagen pflegt. - Angefangen zu lesen habe ich das Buch auf englisch - das war vor ca. einem Jahr. Warum die lange Zeit? Ich kann es gar nicht mehr so genau sagen.. Es gab ständig Pausen, in denen ich andere Bücher anfing, und es waren viele Bücher, und es wurden viele Pausen. Dann habe ich das Buch auf deutsch gesehen und einen Blick drauf geworfen (da war ich ca. bei der Hälfte der englischen Ausgabe)... Festgestellt habe ich, das es viele Sätze gab, die im englischen einfach ihrer Wirkung beraubt wurden (für mich, der ja dann doch nicht 100prozentig der Sprache mächtig ist). Bei anderen Büchern mag das nicht so schlimm sein, hier jedoch schien es mir so.. - Schlussendlich landete nun die deutsche Ausgabe in meinem Regal, und es gab wieder viele Bücher, und es gab wieder viele Pausen. Warum kann ich immer noch nicht sagen. Ich las nochmal schrittweise, bis ich an den Punkt kam, an dem ich im englischen gekommen bin. Danach ging alles schneller, zumindest setzte ich mich selbst unter Druck und die nächsten 100 Seiten verflogen innerhalb von 3 Tagen, trotz anderer Bücher.. und trotz Pausen. - - Was aber nun zum Inhalt des Buches? - Das Buch handelt von der Stadt Oran, einer Küstenstadt in Algerien. Wie der Titel des Buches verrät geht es um die Pest, jene, wie man sie noch aus mitteralterlichen Erzählungen her zu kennen glaubt. - Albert Camus setzt die Szenerie neu um, diesmal allerdings nicht in einer mittelalterlichen Erzählung, sondern in unsere Zeit - und seine Heimat: Algerien. Langsam und schleichend setzt die Seuche sich in der Stadt Oran fest und führt die Stadt in die Abgeschiedenheit und die Isolation eines riesigen Gefängnisses, dessen Tore in die Außenwelt sich für jeden Insassen verschließen. Hilflos und vom plötzlichen Überfall der Krankheit noch völlig betäubt macht sich die Stadt langsam der Tatsache bewusst, das sie machtlos ist gegenüber dieser Epidemie. Es wird der Mensch in seiner vollkommenen und wehrlosen Auslieferung gegenüber einem Feind beschrieben, den er nicht besiegen kann. - Wie lebt man in solch einer Situation? Was fühlt man? Automatisch werden dem Leser Fragen vor Augen geführt, dessen Bedeutung man erst in dieser Isolation zu kennen glaubt, dessen Antwort man sich aber nie bewusst wird. Sei es die Sinnfrage der menschlichen Existenz, die Frage nach Glauben und Gerechtigkeit, nach dem was wichtig ist und dem, was wichtiger sein sollte. Alles wird mit fortlaufender und detaillierter Beschreibung der Entwicklungen der Pest ausgebreitet. Hauptprotagonist ist dabei der Arzt Dr.Rieux, welcher den Leser durch seine Erlebnisse jedem Schritt der Epidemie näher bringt. - - Fazit: - Es gibt viele Schlussgedanken, die man dem Werk entnehmen kann. Aber alle Philosophien, die man daraus ziehen kann, sind wohl vom Leser abhängig - und das ist ein Pluspunkt des Buches. Es drängt einem keine Haltung auf, da man mit der Haltung vieler konfrontiert wird, welche jeweils sehr unterschiedlich ausfallen. Mit wem man sich identifiziert, und ob überhaupt, sei jedem selbst überlassen. Ich jedenfalls habe in manchen Sätzen mehr gelesen, als in manchen Büchern geschrieben steht - und das ist ein gutes Zeichen. Ich würde es nicht unter meinen absoluten Favoriten aufzählen, und ich würde auch keinen für eine geringere Bewertung als meine diffamieren. Ich sage lediglich, es ist seine 5 Punkte wert - und das ich mir mit dem Lesen Zeit gelassen habe, sagt nichts über die Qualität des Buches aus.

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    • 2
  • Rezension zu "Die Pest" von Albert Camus

    Die Pest
    Denise93

    Denise93

    25. February 2011 um 15:59

    Lese ich im vierten Semester für Deutsch. Wir müssen eine Präsentation über einen Roman der Weltliteratur halten.

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