Albert Camus Hochzeit des Lichts Neu

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Inhaltsangabe zu „Hochzeit des Lichts Neu“ von Albert Camus

Albert Camus, der große Philosoph, Schriftsteller und Nobelpreisträger wäre im November 2013 hundert Jahre alt geworden. Die in diesem Band versammelten Essays Hochzeit des Lichts und Heimkehr nach Tipasa, sind zeitlose Liebeserklärungen an seine Heimat Algerien, Hymnen auf die Sonne, das Licht und den Himmel über dieser einzigartigen Landschaft am Mittelmeer. Nirgends fühlte Camus sich so wohl wie an dem Ort seiner Kindheit, uns so nehmen diese beiden "Impressionen am Rande der Wüste" in seinem umfangreichen Werk eine Ausnahmestellung ein, erkennbar als Ausgangspunkt seines späteren Schaffens.

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  • Es gilt aber zu leben

    Hochzeit des Lichts Neu

    Maldoror

    29. October 2015 um 16:10

    Die kleine Anthologie  mit dem Titel Hochzeit des Lichts beinhaltet die wohl sprachlich schönsten Essays und Betrachtungen Albert Camus,  Noces (1938, dt. Hochzeit des Lichts) und L’ete (1954, Heimkehr nach Tipasa). Die vier Essays die sich in der Hochzeit des Lichts versammeln, sind frühe Schöpfung en des jungen, gerade einmal Anfang 20- jährigen Camus. In ihnen pulsiert in poetischer und empathischer Sprache eine Vereinigung zwischen Individuum und Natur, zwischen Licht und Erde, Meer und Himmel, Wüste und Leben. In den Beschreibungen findet man die außerordentliche  Bedeutung und Liebe Camus zu seiner Heimat Algerien, des Lichtes, der Kraft der Sonne,  die Mächtigkeit und Klarheit des Himmels und Horizontes, der Weite und der Schönheit der kargen Natur. Es ist eine impressionistische Darstellung und Exkursion in das mediterrane Algerien, in dem sich im inneren Monolog des  Ich-Erzähler s ästhetische Sinneswahrnehmungen, Empfindungen, Erinnerungen und Beobachtungen verschmelzen. Die Texte sind durchdrungen  von einer letztendlich bedingungslosen Liebe zum Leben, ohne den schweren und mühsamen Weg des verzweifelten Nihilismus und den starken existenziellen Verlangen nach Sinn, Wahrheit und Gerechtigkeit zu bestreiten. Wann immer Camus später schwere Krisen und Enttäuschungen überfinden musste, und ihm Hoffnung und Kraft schwanden, besann er sich auf das unbeeinträchtigte, reine Glücksgefühl das ihm das mediterrane Mittelmeerklima Algeriens in seiner Jugend beschert hatte. Die Schönheit und Freuden des Lebens genießen, das Glück, wenn es sich denn zeigt, wahrzunehmen und jeden Augenblick davon bewusst zu genießen. Das absurde Da-sein und grüblerische Denken versuchen  in Sinnlichkeit, Erfüllung und Genuss zu  verwandeln. „Denn hoffen heißt zuletzt entsagen, wenn man auch das Gegenteil zu glauben pflegt. Und leben heißt: nicht entsagen.“ Die mehr als fünfzehn Jahre später veröffentlichen sieben Essays, welche unter dem Titel  „Heimkehr nach Tipasa“ , zeugen von den grundlegenden neuen Lebenserfahrungen, seiner  persönlichen Entwicklung  und  tragen noch deutlicher die Grundbegriffe und Motive aus seiner Philosophie  in sich. Das Individuum ist nicht mehr unbeschwert, hat oft jegliche jugendliche Unbeschwertheit und Freude oft verloren, und der Ton ist von Sentimentalität, melancholischer  Reflexion und einer  deutlich wahrnehmbaren inneren Zerrissenheit gezeichnet. Trotz aller  Bescheidenheit aller Dinge,  bleibt doch in der ambivalenten Lebenswirklichkeit ein gewisses Gleichgewicht: „ Es gibt einen Lebenswillen, der dem Leben nichts verweigert, und dies ist die Tugend, die ich am höchsten verehre auf dieser Welt. Ich wollte wahrlich, ich hätte sie selber von Zeit zu Zeit geübt. Da wenige Epochen wie die unsere vom Menschen verlangen, dass er sich sowohl dem Besten wie dem Schlechtesten gleichstelle, möchte ich nichts ablehnen und die Erinnerung an beides genau bewahren. Ja, es gibt Schönheit, und es gibt Erniedrigungen. Wie schwer es auch sei, ich möchte weder der einen noch den anderen untreu werden. „Es gilt aber zu leben“, dies könnte man als allüberlagernde unabänderliche,  und in gewisser Weise auch wahren, Weisheit und Grundethik am Ende stehen lassen. Trotz des Gefühls der Leere, des Überdrusses, des Grauen, des Ekels, der Fremdheit, der Einsamkeit (Stimmungen der Absurdität, Existenzialismus) und allen weiteren zahl- und namenlosen Schrecken, die auch Camus nur allzu bewusst von einer überschwänglichen, pathetischen und optimistischen Lebensbejahung  abhalten. Die Weite und die Stille lasten auf dem Herzen. Eine ungestüme Liebe, ein großes Werk eine entscheidende Tat, ein verklärender Gedanke, alle bewirken sie manchmal dieselbe unerträgliche Angst, gepaart mit einem unwiderstehlichen Reiz. Süße Bangigkeit des Seins, süße, aufreizende Nähe der Gefahr, deren Namen wir nicht kennen – ist Leben dann, sich ins Verderben stürzen? Von Neuem, ohne Aufschub, lasst uns ins Verderben stürzen.

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  • Rezension zu "Hochzeit des Lichts" von Albert Camus

    Hochzeit des Lichts Neu

    Clari

    22. June 2010 um 11:07

    Poetische Einsichten. Albert Camus, 1913 in Algerien geboren und 1960 in Frankreich tödlich verunglückt, wurde bekannt als einer der Vordenker des Existenzialismus in Frankreich, der ihn für kurze Zeit mit J. P. Sartre zusammengeführt hat. Seine bekanntesten Werke „ Die Pest“ und „Der Fremde“ zeigen ihn in seinem Denken von einer deutlich düsteren und nihilistischen Seite. Der vorliegende Band mit essayistischen Studien bietet hingegen das Bild eines Mannes von Mitte zwanzig, der in Gefühl und Ausdruck tief durchdrungen ist vom Glück des Seins. Sprache und Empfinden bilden eine Einheit, die von reicher und überschäumender poetischer Kraft ist. Sinnlich tief durchdrungen von der Wärme, dem Licht, den Farben und den Düften seiner Heimat Algerien meint man, die Lebenskraft des jungen Mannes und sein Glück in der innigen Verbundenheit mit der Natur zu spüren. Aus dem Hymnus an Demeter zitiert er: „Glücklich der Sterbliche auf Erden, der diese Dinge sah“. Und weiter „ es ist keine Schande, glücklich zu sein“. In seiner philosophischen Gedankenwelt befasst sich der Autor mit der Eigenwahrnehmung, die ihm umgeben von Naturschönheiten am besten gelingt. Der erste Teil des Buches „ Hochzeit des Lichts “ ist von einzigartiger Schönheit in der Wiedergabe der ihn umspielenden Empfindungen und Glücksmomente. Ein mit „ Die Wüste“ überschriebenes weiteres Kapitel befasst sich mit den Künstlern und der Landschaft in Italien. Sätze wie diese: “Lebenslust, Hass und Liebe kommen aus der Tiefe des Menschen und formen das Antlitz seines Schicksals“ werden in Beziehung gesetzt zu einem Bild der Grablegung des Renaissancemalers Giottino und rühren in seiner Erkenntnis der urmenschlichen Bedürfnisse an unser Innerstes. Wer die Toskana kennt und ihre Künstler liebt, dem wird das Herz aufgehen bei der Beschreibung, mit der Camus Land und Leute in ihren Gleichnissen einfängt. Das Glück zu erkennen und sich dessen bewusst zu werden ist eine der Botschaften, die einen mit diesen Essays erreichen. Tief, scharf und empfindsam schreibt hier einer über Gott und die Welt, und er bietet Einblicke in sein philosophisches Denken. Man möchte dieses kleine Werk jedem empfehlen, der Sinn und Verstand für den Klang von echter Poesie hat! Er wird ein Kleinod finden! 1936 und 1938 erstmals veröffentlich ist die Niederschrift nun in der ausgezeichneten Übersetzung von Peter Gran und Monique Lang im Arche Verlag wieder aufgelegt worden. 1957 erhielt Albert Camus für sein Gesamtwerk den Nobelpreis für Literatur.

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