Albert. Camus Die Pest.

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Inhaltsangabe zu „Die Pest.“ von Albert. Camus

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  • Ich bin so froh, dass ich heute lebe.

    Der Schwarze Tod und die Verwandlung Europas
    mistellor

    mistellor

    Der Schwarze Tod und die Verwandlung Europas David Herlihy war ein bekannter Historiker, der sich besonders mit dem Mittelalter befasst hat. Daher hat er sich auch mit der Pest und ihren Auswirkungen befasst. In seinem sehr interessanten Buch beschäftigt er sich vor allem um die ungelösten Fragen wie das endemische Auftreten der Pest, wie kam die Pest nach Europa, welche Formen der Pest gab es im Mittelalter, der Zusammenhang zwischen Religion und Pest, Reichtum und Pest, Gesellschaft und Pest, Wohlstand durch Pest, Verbreitungswege der Pest, Gesetzgebung und Pest und noch vieles mehr. David Herlihy nimmt nicht für sich in Anspruch diese Fragen beantworten zu können. Er stellt verschiedene Theorien vor, vergleicht und bewertet sie auf ihre Glaubwürdigkeit, berichtet sehr lebendig über das Leben mit dem Schreckgespenst Pest im Mittelalter, zeigt überraschende Auswirkungen der Pest und gibt dem Leser oft die Möglichkeit sich für eine mögliche Theorie zu erwärmen oder sie abzulehnen. Dieses hat mir an diesem Buch besonders gut gefallen. Jede Theorie bspw. über das plötzliche Auftreten der Pest wird anschaulich und ausführlich dargestellt, überprüft und auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht und doch bleibt es dem Leser überlassen, welcher Theorie er sich anschließen könnte. Mit am besten gefallen hat mir der philosophische Ansatz von Thomas von Aquin. “ Thomas von Aquin, der 1247 gestorbene große Dominikaner, hatte gelehrt, dass dem Universum eine verborgene Ordnung innewohne und dass es dem menschlichen Geist gegeben sei, wenigstens eine partielle Erkenntnis dieser Struktur zu erlangen. Seine spätmittelalterlichen Kritiker, ………behaupteten……….der menschliche Geist besitze nicht die Kraft, in die metaphysischen Strukturen des Universums einzudringen.“ Weiter hat mir sehr gut gefallen, dass David Herlihy ein gut fundiertes Bild über das Leben im Mittelalter vermittelt – was wirklich wenig mit den historischen Romanen zu tun hat, wie sie in jedem Buchladen stehen. Die Vorstellung, in dieser Zeit leben zu wollen ist nicht erstrebenswert. Es war ein hartes, grausames und wehrloses Leben, egal welcher Schicht man angehörte. “ Auch kurz vor dem Schwarzen Tod, in den Jahren 1346 und 1347, schlug der Hunger im Norden wie im Süden zu. Der Florentiner Giovanni Morelli schreibt die hohe Mortalität des Schwarzen Todes der Hungersnot im Jahr davor zu. Nicht mal zwanzig von hundert Menschen hatten Brot, wie er berichtet. Die übrigen lebten von Kräutern und widerlichen Pflanzen, wie Vieh grasend zogen sie auf dem Land umher.“ Ich kann es nur wiederholen – ich bin sehr dankbar, dass ich im 21. Jahrhundert leben darf.

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    mistellor

    mistellor

    15. March 2015 um 16:47
    Kopf-Kino schreibt Oh, da fällt mir sogleich Camus' "Die Pest" ein, welches ich wärmstens empfehlen möchte!

    Habe jetzt Camus nochmals gelesen. War mit dem Wissen, dass ich jetzt durch Herlihy ein ganz neues Lesevergnügen. Danke für den Vorschlag.

  • Leserunde zu "Die GoldenenÄpfel der Hesperiden" von Thomas Vogel

    Die GoldenenÄpfel der Hesperiden
    ThomasVogel

    ThomasVogel

    Ein Roman über Freundschaft, Liebe, Sehnsucht und Verheißung. Zusammen mit dem Klöpfer&Meyer Verlag möchten wir Euch zu einer Leserunde zu Thomas Vogels neuem Roman "Die goldenen Äpfel der Hesperiden" einladen, der ein Loblied auf Übermut und Tatendrang ist. Eine Absage an ewige Wahrheiten. Ein literarisches Exempel über die Fügung und den Zufall, die beide unverhofft Türen öffnen. Der Autor wird die Leserunde begleiten und unter dem Unterthema "Fragen an den Autor" gerne Eure Fragen beantworten. Mehr zum Inhalt: »Was man verspricht, muss man halten.« Auch wenn seit dem Versprechen Jahrzehnte schon vorübergegangen sind: versprochen ist versprochen. Das gilt auch für Strafarbeiten. Charlie sitzt im Flieger nach Teneriffa. Nach über 25 Jahren Schuldienst fühlt er sich reif für die Insel, reif für eine Auszeit. Zum Luftholen, zum Durchatmen. Zum Zusichkommen. Und um endlich eine Wette einzulösen, eine alte Zusage wahrzumachen. Das glaubt er sich und seinem verstorbenen Freund Simon schuldig zu sein. Sie hatten versprochen als Wiedergutmachung für einen handfesten Betrug einen Roman zu schreiben. So hatte es jedenfalls die Deutschlehrerin verlangt, und so hatten sie es ihr hoch und heilig versprochen. Freilich, um was genau es in diesem Roman gehen sollte, wusste Charlie längst nicht mehr. Lediglich der vielversprechende Titel stand fest und hat sich so in seinem Gedächtnis festgesetzt: »Die Goldenen Äpfel der Hesperiden«. Und eben diese Goldenen Äpfel, diese Sehnsuchtsfrüchte, liegen, dem antiken Mythos zufolge, auf den Kanarischen Inseln. Den Inseln der Glückseligen. Die Hesperiden, Gärtnerinnen in mythischen Zeiten, hüteten auf den Kanarischen Inseln in einem wunderschönen Garten goldene Äpfel, die an Bäumen hingen. Herakles aber, der sagenhafte griechische Held, musste als eine der ihm auferlegten zwölf Taten eben diese von einem feuerspuckend-furchterregenden Drachen bewachten Früchte rauben. Was ihm auch gelang und wodurch er seine Unsterblichkeit erlangte. Doch Athene, die Göttin der Weisheit, hat diese Goldenen Äpfel wieder zurückgebracht. So sind sie geblieben, was sie immer schon waren und immer noch sind: Symbol der Sehnsucht und Verheißung. Du möchtest bei dieser Leserunde dabei sein, Dich auf diese Geschichte von Freundschaft, Liebe und Sehnsucht einlassen und Dich mit den anderen Lesern darüber austauschen? Dann bewirb Dich* ab sofort für die Teilnahme an der Leserunde zu "Die goldenen Äpfel der Hesperiden" und verrate uns bis zum 24. August, warum Du dabei sein möchtest und was für Dich heute "Sehnsuchtsfrüchte", Sehnsüchte und Verheißungen, sind. * Im Gewinnfall verpflichtest du dich zur zeitnahen Teilnahme am Austausch

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  • Rezension zu "Die Pest." von Albert. Camus

    Die Pest.
    Jok

    Jok

    23. October 2012 um 06:39

    Camus erzählt die Geschichte einer Stadt, in der die Pest ausbricht und die daraufhin ntürlich von der Aussenwelt abgeriegelt wird. Die Bewohner müssen alleine zurechtkommen, natürlich auch diejenigen, die nur zufällig in der Stadt waren und nun nicht mehr weg können. Der Erzähler ist ein Arzt, der pflichtbewusstnseine Arbeit tut und sachlich, als neutraler Beobachter, von den Ereignissen berichtet. Dabei stellt er besonders einige Personen in den Mittelpunkt, die mit ihm zusammenarbeiten. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn es im Mittelteil ab und zu ein wenig "durchhängt". Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und interessant zu verfolgen. Camus versucht zu zeigen, wienverschieden die Menschen mit einem solchen Schicksal umgehen, und was alles in dieser Situation passieren kann. Schöne Sprache mit vielen tollen Formulieren und Sätzen, dienmir beim Lesen aufgefallen sind. Von mir eine klare Leseempfehlung und vier von fünf Sternen.

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