Alberto Moravia Gefährliches Spiel

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Inhaltsangabe zu „Gefährliches Spiel“ von Alberto Moravia

Roman. 426 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.07.1974')
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  • Rezension zu "Gefährliches Spiel" von Alberto Moravia

    Gefährliches Spiel
    Cara_Elea

    Cara_Elea

    23. June 2011 um 19:13

    "Gefährliches Spiel" wurde 1935 mit dem Originaltitel "Le ambizioni sbagliate" veröffentlicht und ist einer der frühen Romane von Alberto Moravia. Und um das Ganze hier nicht unbedingt in die Länge zu ziehen, es geht um Intrigen, Geld, Macht, Sex, Liebe, Eifersucht, Hass und Eigenliebe. Das kann natürlich kein gutes Ende nehmen. Ich muss ehrlich zugeben, ich habe keine besonders positive Meinung von dem Buch. (Ich hätte es auch beinahe abgebrochen und nur weitergelesen, weil es mein Prinzip ist, kein Buch abzubrechen, immer in der Hoffnung, es könne ja noch besser werden). Alberto Moravia gilt laut Buchumschlag als 'Meister des psychologischen Romans' und hat auch in seinem Heimatland Italien mehrere Preise gewonnen. Meiner Meinung nach ist der Begriff 'Psychologischer Roman' aber zu sehr aufgebauscht. Die Handlung ist an vielen Stellen offensichtlich und Moravia scheint von der Schriftsteller-Regel "show don't tell" auch nicht besonders viel zu halten. Das Innenleben der Figuren wird endlos geschildert, während die äußere Romanwelt eher nur Bruchstückhaft besteht. Für den Leser ist deshalb schwierig, sich in das Buch hineinzufinden, da meiner Meinung nach gute Beschreibungen der Szenerie sehr zu Atmosphäre beitraten. Durch diese Struktur hat das Buch an einigen Stellen Längen und das Buch hätte seine 391 Seiten wahrscheinlich nicht gebraucht. Besonders, wenn man in Betracht zieht, dass der Buchdeckel verrät, dass ein Mord geschieht, dieser Mord im Roman aber erst auf Seite 366 (!!) geschieht. Dadurch geht Spannung verloren und das Ende des Romans ist abzusehen und etwas lasch. Positiv zu beurteilen ist dann aber doch die Figurenkonstellation und die Entwicklung der Figuren, die durch einen Perspektivwechsel zusätzlich an Farbe gewinnt. FAZIT: Die Figuren sind es, die maßgeblich zur Qualität dieses Romans beitragen, der Schreibstil ist es meiner Meinung nach nicht. (Vielleicht sollte ich noch einmal ein späteres Werk Moravias lesen, um das vergleichen zu können.) Warnen muss ich euch vor diesem Buch aber wahrscheinlich nicht, denn es ist nicht mehr auf dem aktuellen deutschen Buchmarkt erhältlich (ha, warum wohl?)

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