Alberto Torres Blandina Salvador und der Club der unerhörten Wünsche

(67)

Lovelybooks Bewertung

  • 69 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 35 Rezensionen
(26)
(19)
(13)
(7)
(2)

Inhaltsangabe zu „Salvador und der Club der unerhörten Wünsche“ von Alberto Torres Blandina

Das perfekte Geschenk für alle, die sich gern vom Leben überraschen lassen Salvador ist der gute Geist des Flughafens. Dreißig Jahre schon fegt er tagaus, tagein die Flughafenhalle, tröstet diejenigen, die nicht von ihren Liebsten abgeholt werden, macht Späße und vertreibt den Wartenden die Zeit mit Geschichten, die er gehört und gesehen hat. Geschichten, die das Leben schrieb, wie die vom Club der unerhörten Wünsche. Wer sich dort als Mitglied einschreibt, erhält als Beitrittsprämie einen Lebenspartner frei Haus. Oder die Geschichte von dem Mädchen, das sein Gedächtnis verloren hat und von einem plötzlich auftauchenden jungen Mann eine makellose Vergangenheit geschenkt bekommt. Ein liebenswürdiger Geschichtenerzähler ist Salvador, charmant und schalkhaft, und jedem schenkt er einen Augenblick des Glücks.

Ich hatte mehr erwartet, alles in allem war es aber ein glückliches Lesevergnügen.

— JessSoul
JessSoul

Süßes Lesevergüpgen, das zum Nachdenken anregt! Mir hat´s gefallen obwohl ich mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt hatte!

— wlatata
wlatata

Das Buch hat mich auf sonderbare Weise inspiriert, “beflügelt” und mir Freude geschenkt. "Wer es zur Hand nimmt wird glücklich sein" - Ja!

— Synapse11
Synapse11

Stöbern in Romane

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Ein spannend erzähltes Familiendrama, das mit einigen Überraschungen aufwarten kann und das mich von Anfang bis zum Ende gut unterhalten hat

tinstamp

Töte mich

Nothomb hat meine Erwartungen einmal mehr erfüllt mit ihrem gekonnten Nachspüren menschlichen Verhaltens in kuriosen Ausnahmesituationen!

elane_eodain

Manchmal musst du einfach leben

sehr emotionales Buch, regt zum Nachdenken an

Kiwi33

Der große Wahn

Anspruchsvoll, intensiv, entwickelt eine Art Sog beim Lesen

Buchraettin

Dann schlaf auch du

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

lillylena

Heimkehren

Eine imposante Familiengeschichte, die aufzeigt, wie wichtig die Beschäftigung mit Sklaverei & Kolonialismus auch heute noch ist!

veri_belleslettres

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Salvador

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 10:51

    Das Buch gliedert sich in 19 Kapitel und einen Epilog. Berichtet wird aus der Sicht des Ich-Erzählers Salvador, der sich jeweils mit einem imaginärem Gesprächspartner unterhält. Salvador arbeitet seit 20 Jahren am Flughafen und hat sich während dieser Zeit zu einem wahren Menschenkenner entwickelt. So erkennt er zum Beispiel auf Anhieb, wer in welches Land unterwegs ist und kann zudem nützliche Tipps für die Urlaubsreise geben. Das Buch ist ein einziger Monolog, allein die Adressaten wechseln von Kapitel zu Kapitel. Redepausen, die von Zeit zu Zeit entstehen, werden stilistisch durch drei Punkte am Satzende dargestellt. Es sind sehr kuriose Geschichten, die Salvador zu erzählen hat, doch sie lenken ab vom täglichen Dasein als Flughafenfeger. Und auch die Reisenden, denen Salvador seine Zeit widmet, können für kurze Zeit ihrem alltäglichen Leben entfliehen. Leider konnte mich der Autor mit diesem Buch jedoch nicht überzeugen. Gestört hat mich, dass das Buch eher eine Sammlung an Kurzgeschichten ist, als ein wirklicher Roman. Zwar begegnet uns Salvador in jedem Kapitel und stellt somit den roten Faden dar, der sich durch das Buch zieht. Aber für mich konnte dennoch kein wahrer Lesefluss aufkommen. Der Autor bemüht sich um einen ironischen, teil sarkastischen, und heiteren Schreibstil. Bei mir kamen diese Bemühungen aber nicht sonderlich erfolgreich an. Ich habe mich nicht gut unterhalten gefühlt und so hatte das Buch doch viel zu viele Längen. Sehr gelungen finde ich dagegen die Gestaltung des Buches: Farblich sind Schutzumschlag, Buchumschlag und Lesebändchen sehr gut aufeinander abgestimmt und vermitteln mit ihren sonnigen Gelb- und Orangetönen Urlaubsstimmung. Dazu finden sich witzige Zeichnungen, die die Erzählung abrunden und gelungen untermalen. Insgesamt würde ich dem Buch 2 von 5 Sternen geben. Es konnte mich leider nicht sonderlich gut unterhalten und hatte meiner Meinung nach auch zu viele Längen. Schade, denn die Grundidee fand ich doch sehr vielversprechend.

    Mehr
  • Leichtes Lesevergnügen für Zwischendurch, das trotzdem zum Nachdenken anregt

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    wlatata

    wlatata

    05. August 2015 um 15:53

    Als ich die ersten beiden Kapitel gelesen hatte, war ich zunächst einmal enttäuscht. Das lag aber nicht am Schreibstil des Autors oder der Qualität der Kapitel, sondern einfach daran, dass ich mir auf Grund des Titels und des Klappentextes etwas ganz anderes vorgestellt hatte! Das wollte ich dem Autor aber nicht zur Last legen, da er ja nichts für diese zweifehafte Lektoratsleistung kann. Also hab ich meine Erwartungen korrigiert und von da an, hat mir das Buch sehr gut gefallen! Es geht um die Geschichten des Flughafenangestellte Salvador, der sich bei der Arbeit gerne etwas Zeit lässt, um mit den Reisenden aus aller Welt zu plaudern und dadurch allerhand kuriose Geschichten erfährt und erlebt, die er weitererzählen kann. Es geht um geheime Flughafencodes, resignierte Pazifisten und Wünsche.  Durch die Erzählperspektive und die Art der Geschichten sind die Grenzen zwischen Fiktion und Realität ständig am Verwischen, man weiß nicht, was an den Geschichten stimmt und was nicht und ob sie nicht wirklich so passiert sind. Aber jede der Geschichten regt zum Nachdenken an und lässt einen über seine eigenen Geschichten und Vorstellungen nachdenken. Mir gefällt die metafiktionale Ebene des Textes sehr gut und der charmante Erzählstil von Salvador hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Das Buch eignet sich super für zwischendurch oder auch um jeden Tag nur eines der kurzen Kapitel zu lesen, da sie mehr oder weniger in sich abgeschlossen sind. Der Geschichte gebe ich 5 Sterne, einen ziehe ich nur ab, wegen des meiner Meinung nach nicht sehr passenden Titels und verwirrenden Klappentextes, ansonsten aber klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Buchverlosung zu "Die Widerspenstigkeit des Glücks" von Gabrielle Zevin

    Die Widerspenstigkeit des Glücks
    Diana_Verlag

    Diana_Verlag

    Liebe LB-Leserinnen und -Leser, Fans von Gabrielle Zevin (!) und alle, die den Erscheinungstermin des gefeierten NY Times-Bestsellers „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ (jetzt, d.h. ab dem 11. Mai 2015 auf Deutsch!) kaum noch erwarten können:  ‚Kein Mensch ist eine Insel; jedes Buch ist eine Welt.‘ Der New York Times-Bestseller „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ überrascht mit Literatur am Ende der Welt (nämlich auf einer ziemlich einsamen Insel)! Gabrielle Zevin (geb.1977) schreibt, seit sie 14 Jahre ist: Dies ist ihr großer Durchbruch! Ihr Roman wird gerade in 25 Sprachen übersetzt. Und darum geht’s: Amelia Loman ist Verlagsvertreterin. Bei einem ihrer Besuche lernt sie den eigenwilligen Buchhändler A.J. Fikry kennen, den Besitzer von Island Books, der etwas verstaubten Buchhandlung auf der abgelegenen Ostküsteninsel Alice Island. Also eigentlich am Ende der Welt. In seinem Herzen haben nur turmhohe Bücherstapel Platz. Bis er einen ungebetenen Gast entdeckt: Eines Morgens sitzt die zweijährige Maya in der Kinderbuchecke seiner Buchhandlung. Gegen seinen Willen nimmt sich der schrullige A.J. des kleinen aufgeweckten Mädchens an (denn es stellt sich heraus, dass ihre Mutter sie ausgesetzt hat), das einen festen Platz an seiner Seite findet. Und auch Amelia wird er nicht so schnell vergessen. Diese Geschichte ist eine Entdeckung! Island Books bildet die Bühne, auf der sich die eigenwilligsten Charaktere auf einer unbedeutenden Insel zusammenfinden, um über das Leben im Allgemeinen und die Literatur im Besonderen (bzw. den Einfluss des Gelesenen auf sich selbst) zu sprechen. Die junge Autorin überzeugt mit Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und einer überraschenden Wendung nach der anderen, so dass man sich nie sicher sein kann, wie es auf der nächsten Seite weitergehen wird. Immer anders! Und das bis zur wunderbaren Schlusspointe! Liebesgeschichte inklusive. So bleibt mit dem Motto von Island Books nur noch zu sagen: ‚Kein Mensch ist eine Insel; jedes Buch ist eine Welt.‘. Hier gibt es eine Leseprobe und einen stimmungsvollen Buchtrailer Wenn Ihr diesen wirklich ganz außergewöhnlichen Roman, der 2014 in den USA erschienen ist und seitdem (!) auf der New York Times-Bestsellerliste steht, gewinnen möchtet, dann bewerbt Euch hier bis einschließlich den 25.05.2015  für eines der zwanzig Buchexemplare. Mögt Ihr uns dazu vielleicht noch eine Frage beantworten? Welcher Roman hat Euch bisher so richtig ein Glücksgefühl erleben lassen?  Euer begeistertes Diana Verlags-Team.  

    Mehr
    • 555
  • Small-Talk am Flughafen

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    jenvo82

    jenvo82

    Ein wunderschöner, heiterer Roman, unterhaltsam und voller Lebensweisheiten. So unglaublich und fantastisch die  Episoden aus den Erzählungen von Salvador auch sein mögen, so nah sind sie doch an der Realität. Denn irgendwer, kennt immer irgendwen, dem irgendetwas passiert ist. Die hohe Form des Small-Talks beherrscht der Flughafenangestellte aufs Beste – mehr noch, es gelingt ihm die wartenden Passagiere mit seinen Geschichten regelrecht zu fesseln. Genau wie die aufmerksamen Leser.

    Mehr
    • 2
  • Von Putzmännern und anderen Menschen

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    walli007

    walli007

    27. February 2014 um 21:32

    Salvador ist Putzmann im Flughafen, seine Frau ist vor einigen Jahren gestorben. Nun ist sein letzter Arbeitsmonat angebrochen. Noch unterhält er die Reisenden und auch seine Kollegen mit Geschichten, die sich ums Reisen drehen, ums Leben und überhaupt. Da gibt es die Geschichte von der verlorenen Identität oder von Eduardo, der in und mit der Welt nicht klarkommt und zerbricht. Oder vom Club der unerhörten Wünsche und das es auch manchmal gar nicht so einfach ist, Wünsche erfüllt zu bekommen. Salvador ist die gute Seele des Flughafens. Er sieht Kollegen kommen und gehen. Manche Reisende erinnern sich sogar nach längerer Zeit noch an ihn und seine Geschichten. Und seine Putztätigkeit erledigt er gerne. Er scheint mit seinem Leben zufrieden.  Während des Lesens des Buches habe ich mich gefragt, ob es sich eher um Kurzgeschichten handelt, die durch den Erzähler Salvador locker zusammen gehalten werden oder doch um eine zusammenhängende Geschichte. Ich habe für mich die Antwort gefunden. Doch auf die Suche muss sich jeder Leser selber machen. Oder vielleicht stellt sich die Frage für die Leser auch gar nicht.  Ich kann dem Autor nur zustimmen, einige Geschichten gefallen mir super, einige weniger. So würde ich gerne mal eine Reise ins nicht existierende Japan antreten. Ob ich das Leben eines anderen leben möchte, eher nicht. Doch insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Die Idee, die der Autor umsetzt, hat etwas Schönes. Ich habe die letzte Seite mit einem melancholischen Lächeln umgeschlagen und fand es schade, dass die Geschichte schon zu Ende war.  Einen Salvador könnte ich mir für jeden Flughafen oder auch Bahnhof vorstellen, der die Reisenden mit Geschichten und Anekdoten unterhält und ihnen die Wartezeit etwas verkürzt.

    Mehr
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

    Mehr
    • 37
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Synapse11

    Synapse11

    27. August 2012 um 20:01

    Mehr als nur Geschichten Inhalt: Salvador wird von vielen als “der Gute Geist des Flughafens” bezeichnet. Seit dreißig Jahren fegt er nicht nur die Flughafenhalle, sondern hat oft ein gutes Wort für die Passanten. Leicht kommt er mit seinen Mitmenschen ins Gespräch und scheint genau zu wissen, was jeder Einzelne gerade braucht. Salvador unterhält, tröstet und ermutigt. Jeder, der ihm eine Weile zugehört hat, ist hinterher glücklicher als zuvor. Meine Meinung: Dieses Buch gehört zu den wenigen Exemplaren, die ich trotz der großen Auswahl auf dem Buchmarkt gern ein zweites Mal lesen würde. Über dem Klappentext steht: “Wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird glücklich sein. (WDR)” Das klingt irgendwie ironisch, aber ich kann es bestätigen. Alberto Torres Blandina erzählt die Geschichten auf so einzigartige und lockere Weise, dass es einfach Freude macht, sie zu lesen. Die Geschichten scheinen aus dem Alltag gegriffen und sind doch phantastisch. Denn wo hat heutzutage das Reinigungspersonal auf einem Flughafen (oder sonstwo) soviel Zeit, um ein paar Schwätzchen mit den Passanten zu halten?! Manchmal hat man den Eindruck, Salvador “textet” seine Mitmenschen mit viel “Wortgeschwader” zu. Seine Menschenkenntnis hilft ihm jedoch, dass er immer genau den Punkt trifft, der seine Zuhörer betrifft und sie ihm verwundert weiter zuhören. “Club der unerhörten Wünsche“ klingt dann schon eher nach Fantasie, oder? Lassen Sie sich überraschen! Meine Lieblingstextstelle: “Geschriebene Worte sind nur Worte. Man muss über oder unter der Tinte suchen. Das Unsichtbare finden, das Verborgene, ... “ (S.124) Fazit: Ein Buch, das auf sonderbare Weise inspiriert, “beflügelt” und Freude schenkt.

    Mehr
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    bokworm

    bokworm

    25. August 2012 um 14:49

    Don Salvador ist nicht nur für die Sauberkeit des Flughafens verantwortlich, sondern tröstet und unterhält Reisende, Passanten und die Frau vom Kiosk. Er erzählt ihnen so einige Geschichten: über das Leben, die Liebe, das Glück - vor allem vom Club der unerhörten Wünsche. Der Club macht seinem Namen alle Ehre: Wer ihm beitritt, bekommt eine Beitrittsprämie: einen Lebenspartner frei Haus. Mit seinen schmackhaften und teils utopischen Geschichten, schleicht sich der alte Salvador in das Herz der Leser ein. Mit einer gewissen Banalität, als ob jeder den guten Geist des Flughafens kennt, ruft Alberto Torres Blandina die Gestalt Salvadors in den Köpfen der Leser hervor. Man ist gefesselt von den unglaublichen Erzählungen und Salvadors Art, den Menschen Trost zu spenden und ihre Reiseziele zu erraten. Ein Roman, dass einem so utopisch und unwirklich vorkommt, dass es schon wieder real scheint. Auf alle Fälle lesenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Prinzessin_Brambilla

    Prinzessin_Brambilla

    "Würden Sie mal kurz die Füße heben, damit ich hier kehren kann?" Selten hat mich bereits der erste Satz von der Qualität eines gesamten Buches überzeugt. Es kitzelt in den Zehen, man möchte die Beine tatsächlich in die Luft strecken - und befindet sich sogleich mitten in der Geschichte, auf einem Flughafen, wo wildes Treiben herrscht, ein ständiges Kommen und Gehen. In diesem Gewühl und Getummel trifft man auf die einzige Konstante, den Ruhepol des Flughafens: Salvador Fuensanta. Salvador ist ein Erzähler, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Den Leser erwartet ein einziger Dialog in wörtlicher Rede, von dem aber nur die Worte des alten Putzmannes verfolgt werden können. Dies mag anfangs etwas ungewohnt sein, jedoch schlüpft man schnell in die Rolle der wartenden Fluggäste, die sich von Salvadors Geschichten verzaubern lassen, die so fesselnd und faszinierend sind, dass man sie am liebsten glauben würde. Dabei entpuppt sich die Reinigungskraft als eine sehr kluge und belesene Figur, die für die Reisenden oft wertvolle Ratschäge und kleine Weisheiten parat hat ("Auszeiten sind wichtig im Leben, zum Nachdenken, Lesen, oder um mit fremden Leuten über das Wetter zu reden. Vor lauter Stress vergessen wir, ein paar Minuten dem Nichtstun zu widmen. Es wäre schon eigenartig, wenn man in seinen Kalender schriebe Dienstag 15 bis 16 Uhr: nichts tun."). Salvador hat Freude an seinem Beruf und strahlt, obwohl er schon einige Verluste in seinem Leben verbüßen musste, einen unermüdlichen Optimismus aus. Je mehr man von seinen Geschichten liest, desto wahrscheinlicher kommt es einem vor, dass die Welt genau so ist, wie er sie sieht. Plötzlich erscheint es auch seltsam, dass sich in anderen Büchern die Seitenzahlen unten befinden - gehören sie doch wie bei "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" an die Seitenränder. Das Romandebüt von Alberto Torres Balndina ist ein wahrer literarischer Leckerbissen. Man kann ihn verschlingen, oder in kleinen Häppchen zu sich nehmen. In jedem Fall ist es ein wahrer Genuss!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Bini1005

    Bini1005

    KLEINE GESCHICHTEN, DIE DAS LEBEN VERSÜSSEN Man muss ihn schon mögen, den Schreibstil von Alberto Torres Blandina, und ich gebe zu, ich mag ihn! Der kauzige Putzmann Salvador hat etwas herzerfrischend sympathisches an sich, und seine Geschichten sind ein bunter Strauß von Vielfalt, mal zum Schmunzeln, mal zum nachdenken. Leicht und locker kommt es daher, dieses Buch voller kleiner Geschichten. Aber wer sich die Mühe macht, zwischen den Zeilen zu lesen wird schnell feststellen, dass dieses Buch auf den Zweiten Blick sehr viel Tiefgang hat. Dieses Buch ist ein kleiner Schatz in jedem Bücherregal!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Salvador ist ein älterer Herr, der kurz vor der Pensionierung steht und als Reinigungskraft in einem spanischen Flughafen arbeitet. Er erledigt seine Arbeit meist sehr gründlich, doch seine Stärke sind die Pausen. In denen erzählt er den Fluggästen und den anderen Flughafenangestellten Geschichten, die er angeblich erlebt hat oder von anderen Durchreisenden gehört hat. Die Geschichten erstrecken sich meist über ein Kapitel. Sie werde in einigen Fällen in anderen Kapiteln fortgesetzt oder erhalten eine Verbindung zu einer anderen Geschichte. Das Buch ist in einer sehr klaren und liebevollen Sprache geschrieben. Es ist humorvolle ohne so nervig wie ein angestrengter Comedian zu sein. Und obwohl die kleinen Anekdoten keine spektakulären Ereignisse beschreiben, ist man häufig gespannt wie es weitergeht. Alberto Torres Blendina hat meiner Meinung nach mit den Geschichten von Slavador ein wunderbares Buch geschrieben, das zum Träumen einlädt, an längst vergessene Gefühle erinnert und ein wunderschönes Ende hat. Fazit: Absolut empfehlenswert für die kleine Lektüre zwischendurch.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Januschka

    Januschka

    Ein Gutelaune-Buch, das einem die Angst vor dem Fliegen nimmt. Salvador, die gute Seele des Flughafens, seines Zeichens Putzkraft, erheitert Reisende und das Flughafenpersonal mit kleinen Geschichten, die das Leben (oder er selbst) so schreibt. Man möchte mehr erfahren, Fragen stellen oder einfach nur gebannt zuhören, viel zu oft wird man durch die lästige Abreise des "Zuhörenden" oder durch das Auftauchen des Chefs unterbrochen. Fast kann man die samtene, großväterliche Stimme Salvadors hören, wie er die lustigen, traurigen oder auch absurden Geschichten zum Besten gibt. Ein mitreißendes Buch, das einen Sog entwickelt und leider viel zu schnell zu einem doch originellen Ende findet. Für alle die noch ein Urlaubsbuch suchen oder nicht wissen was sie schenken sollen... sehr empfehlenswert.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Sarlascht

    Sarlascht

    24. December 2011 um 20:24

    Salvador gehört zum Flughafen, seit es diesem gibt. Viele Jahre kümmert es sich dort schon um die Sauberkeit, aber auch um die großen und kleinen Nöte der Reisenden. Um ihnen die Wartezeit zu verkürzen, erzählt er schon mal abenteuerliche Geschichten, wie zum Beispiel die vom Club der unerhörten Wünsche, oder die des Mädchens ohne Gedächtnis, der kurzerhand einfach eine neue Vergangenheit angefertigt wird. Mit Salvador erlebt man Abenteuer, die man so auf einen Flughafen nie vermutet hätte. . Meine Meinung: Das Buch wurde damit angepriesen, dass es voller kluger Lebensweisen sein sollte, was für mich auch der Grund war, es zu lesen. Leider wurde das Versprechen jedoch nicht gehalten, zumindest nicht im versprochenen Rahmen. Das Alltagsleben am Flughafen, erzählt von Salvador, ist zwar ganz nett, doch mehr auch nicht. In meinen Augen erscheint Salvador auch ziemlich altklug. Er interessiert sich nicht sonderlich für die Meinungen von anderen, lieber hört er sich selbst beim Reden zu. Vermutlich gibt es deswegen auch keine Art von Dialog im Buch, die Reisenden kommen fast nie zu Wort, wobei ich gerade diesen Austausch interessant gefunden hätte. Zugegeben, der Ideenreichtum des Autors ist nicht zu leugnen, doch egal wie phantasievoll eine jede Geschichte ist, berührt sie einen nicht, bleiben es nur leere Worte. Was fehlt, ist der Tiefgang. Beim „Salvador und der Club der unerhörten Wünsche“ handelt sich nicht wirklich um einen Roman, sondern um kleine Geschichten in einer großen Geschichte. Sie lassen sich meist unabhängig voneinander lesen, da selten Zusammenhänge bestehen, oder solche, die nebensächlich sind. . Fazit: Ein Buch für zwischendurch, wenn man gerade kein anderes zur Hand hat.

    Mehr
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    Toschi3

    Toschi3

    14. September 2011 um 10:44

    Geschichten aus dem wahren (?) Leben Tag ein, Tag aus, ist Salvador auf dem Flughafen anzutreffen. Er arbeitet für die Reinigungsfirma. Seinen Job macht er ordentlich, aber noch lieber unterhält der die Fluggäste oder das Flughafenpersonal mit seinen Anekdoten, die er im Laufe seiner Berufsjahre in seinen Erinnerungen angesammelt hat. Und da erfährt man schon mal vom Club der unerhörten Wünsche, oder dass es Japan in Wirklichkeit far nicht gibt. Mal kurzweilig, mal als Fortsetzungsgeschichte begegnen uns die unterschiedlichsten Menschen und ihre Erlebnisse. Der Autor legt hier tolle Geschichten in seinem Episodenroman vor. Manche sind sehr kurz, einige tauchen als Fortsetzung wieder auf, manche ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Der Schreibstil des Autors ist sehr eigenwillig. Zum Teil liest sich das Buch sehr flüssig, aber wenn Salvador bei seinen Erzählungen ins Poetische, fast schon ins Philosophische abgleitet, dann hatte ich manchmal Schwierigkeiten, der Geschichte noch zu folgen. Hier ist es leider manchmal zu viel des Guten. Ansonsten sind die Geschichten sehr spannend. Eigentlich ist das Buch dazu geeignet, an einem Stück gelesen zu werden. Aber ich habe festgestellt, dass es noch mehr Spaß macht, nach jedem Kapitel eine kleine Pause einzulegen. So hat man wirklich das Gefühl, dass jede Geschichte von einer anderen Person erzählt wird. Fazit: ein nettes, unterhaltsames Buch, dass man am besten beim Warten auf dem Flughafen (wahlweise auch auf dem Bahnhof) liest.

    Mehr
  • Rezension zu "Salvador und der Club der unerhörten Wünsche" von Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche
    rumble-bee

    rumble-bee

    Salvador und der Club der unerfüllten Leserwünsche Lieber dtv-Verlag, warum nur haben Sie dieses Buch auf dem Umschlag als "Roman" bezeichnet? Damit es möglichst viele Menschen kaufen? Damit man es, aus verkaufstechnischen Gründen, in eine bequeme Schublade stecken kann? Weil "Romane" eben immer noch am besten laufen? Ich denke jedenfalls, das war eine reichlich unglückliche Entscheidung. Für mich ist dies auf gar keinen Fall ein "Roman" im klassischen Sinne. Und ich denke auch, dass daher die doch recht zahlreichen leicht enttäuschten Leserstimmen stammen. Man erwartet als deutscher Leser einfach etwas anderes, wenn man einen "Roman" kauft. Ich persönlich würde dieses Buch als "Buch gewordene Seifenblase" bezeichnen. Denn Seifenblasen sind schön, sie schillern, sie erfreuen - und irgendwann platzen sie einfach, sie verschwinden. Zurück bleibt nur ein vager Eindruck. Klingt das negativ? So ist es nicht gemeint. Es ist nur mein persönlicher Versuch, sich diesem doch so ungewöhnlichen Buch zu nähern. Was hat dieses Buch dem Leser eigentlich zu bieten? Auf jeden Fall eine liebenswerte Hauptfigur, Salvador. Er ist schon seit 30 Jahren Putzkraft auf einem spanischen Flughafen, der jedoch nicht näher benannt wird. Doch eigentlich ist Salvador viel mehr: er ist der "gute Geist" dieses Ortes. Er hat sogar schon so etwas wie eine gewisse Bekanntheit erlangt. Man kennt ihn, und weiß, dass er mit Vorliebe alle möglichen Menschen in ein Gespräch verwickelt - seien es nun Passagiere oder Angestellte, wie die Dame vom Kiosk, oder von der Cafeteria. Diese Gespräche sind eigentlich gar keine. Denn Salvador spielt darin doch die Hauptrolle. Er will die Menschen unterhalten und verblüffen - indem er sie teils analysiert, und ihnen teils haarsträubende Geschichten über ihre Reiseziele erzählt.Diese Geschichten sind nur teilweise durch einen logischen Erzählfaden verbunden - und zwar immer nur dann, wenn er das Gespräch unvorhergesehen unterbrechen muss, um es später fortzuführen. Sei es, der Reisende wird aufgerufen, sei es, Salvador wird abgelenkt. Das kommt im ganzen Buch zwei oder drei Mal vor. Der größere Teil dieser Gespräche/Erzählungen/Geshichten ist also eher unzusammenhängend und episodisch aufgereiht. Inhaltlich möchte ich diese Geschichten gar nicht näher beschreiben, weil man damit das Buch nur zerreden würde. Und weil es oft durchaus fraglich ist, wie ernst Salvador das Erzählte eigentlich meint. Das, was er den Menschen da unterbreitet, bewegt sich haarscharf auf der Grenze zwischen Realität und Fiktion, zwischen Wahrscheinlichkeit und Märchen, zwischen Poesie und Albtraum. Und das spricht aus meiner Sicht noch mehr dagegen, das Ganze als "Roman" zu bezeichnen! Aber schön ist es. Eben wie eine Seifenblase - es schillert in allen möglichen Schattierungen. Nur sollte man, genauso wenig wie bei einer Seifenblase, nach dem größeren "Sinn" suchen. Auch das Ende des Buches erhärtet meiner Meinung nach noch mehr den Vergleich mit der Seifenblase. Denn das Ende ist ein wenig surreal, sehr überraschend, und man fragt sich danach noch mehr, was man von dem Ganzen nur halten soll. Ja, man fragt sich sogar, ob es diesen Salvador wirklich gegeben hat - oder war auch er nur eine Spiegelung? Ich muss wirklich sagen, dass dies eine nicht unerhebliche Faszination auf mich ausübte. Und erst im Rückblick konnte ich dann auch die Erwartungen an einen "Roman" fallen lassen. Eigentlich müsste man das Buch gleich noch einmal lesen - beim zweiten Mal wesentlich entspannter, und ohne "Sinnsuche". Aber fünf Sterne mag ich nun doch nicht vergeben. Weil mir einfach zu wenig deutlich wird, was der Autor mit diesem Buch bezweckt hat. Das hätte man konsequenter ausarbeiten können. Entweder noch surrealer, oder realistischer. So aber ist es immerhin ein "erfrischend anderes" Buch, das ich guten Gewissens allen Lesern empfehle, die sich einmal zwischen bunt schillernden Erzählungen treiben lassen wollen.

    Mehr
    • 2
  • weitere