Alberto Vázquez-Figueroa

 3.9 Sterne bei 128 Bewertungen
Autor von Tuareg, Aziza muss sterben und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alberto Vázquez-Figueroa

Alberto Vázquez-Figueroa wurde am 10.11.1936 geboren in Santa Cruz de Tenerife. Kindheit und Jugend verbrachte er in der marokkanischen Wüste. Sein Vater wurde verurteilt 1936 während des spanischen Bürgerkrieges und aus poltischen Gründen wurde seine Familie deportiert. Viele seine Romane wurden verfilmt. Alberto Vázquez-Figueroa reiste als Journalist und Auslandskorresponden von 1965 bis Ende der 70 er Jahre durch Afrika. Erster Roman war "Ébano".

Alle Bücher von Alberto Vázquez-Figueroa

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Der Leguan

Der Leguan

 (10)
Erschienen am 30.03.2005
Die Augen der Tuareg

Die Augen der Tuareg

 (8)
Erschienen am 01.12.2004
Ikarus

Ikarus

 (5)
Erschienen am 01.10.2004
Ebano

Ebano

 (4)
Erschienen am 01.01.1990
Sohn der Sonne

Sohn der Sonne

 (1)
Erschienen am 30.05.2007
Meer in Flammen

Meer in Flammen

 (0)
Erschienen am 06.07.2018

Neue Rezensionen zu Alberto Vázquez-Figueroa

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Rezension zu "Der Leguan" von Alberto Vázquez-Figueroa

Irre spannendes, wie verstörendes Buch mit dem größt vorstellbaren Antihelden.
AlwaysSeverusSnapevor 9 Monaten

Tolles Buch, kaum aus der Hand zu legen! Man kämpft mit seinen Gefühlen zum teuflischen Leguan Oberlus, hin und her schwankend zwischen Abscheu und heimlicher Sympathie. Macht es einen selbst zum Monster, wenn man mit dem grausamen Mörder mitfiebert? 

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MrPolicemans avatar

Rezension zu "Aziza muss sterben" von Alberto Vázquez-Figueroa

Klischeehaft
MrPolicemanvor einem Jahr

Inhalt:


In dem Roman ,,Aziza muss sterben'' von Alberto Vázquez-Figueroa geht es um die wie schon im Titel genannte Aziza, eine Frau die in einem kleinen Dorf in Nigeria lebt und eigentlich ein vollkommenes Leben führte mit ihrem Ehemann und ihrer gemeinsamen Tochter. Nachdem ihr Mann allerdings verstorben ist und Aziza zur Witwe wird, zieht sie mit ihrer Tochter bei ihrer Schwester und dessen Mann ein. Der Mann und ein weiterer Trupp Männer vergewaltigt Aziza, wobei diese schwanger wird und Mutter eines kleinen Sohnes wird. Aufgrund der Tatsache, dass sie außerehelichen Geschlechtsverkehr hatte, wird Aziza zum Tod per Steinigung verurteilt laut der Scharia. Sie soll gesteinigt werden, sobald sie ihren kleinen Sohn nicht mehr stillen muss.

Die Geschichte von der zum Tode per Steinigung verurteilten Aziza wird im Radio gebracht, wo sie ausgerechnet der schwerreiche  Oskar Schneeweiss Gorriticoecheamitbekommt. Obwohl dieser sich alles leisten kann, ist er von der Geschichte so überwältigt, dass er sich entschließt Aziza vor ihrem schicksalhaften Tod zu bewahren und sie zu retten.

Doch Oskar merkt schnell, dass es nicht so einfach ist, wie er es sich vorgestellt hat und so bleibt es ihm und seinen wenigen Helfern nicht erspart, dass Aziza vor ihrem Tod flüchtet und sich aus dem Dorf absetzt. So beginnt eine Flucht die in der Hochzeit von Aziza und dem mittlerweile schwer erkrankten  Oskar Schneeweiss Gorriticoechea endet. Zwischenzeitlich wurde auch Azizas Tochter in Sicherheit geflogen und ihr Sohn von Menschenhändlern entführt.


Schreibstil und Fazit:

Anfangs wird dem Leser der Eindruck vermittelt, dass es sich hier um eine wahre Begebenheit und nicht um eine fiktive Geschichte handelt. Durch das Radio Interview zu Beginn des Buches wird der Leser von der Geschichte gefesselt ob er es will oder nicht. Im weiteren Verlaufen allerdings merkt der Leser mehr und mehr, dass es sich schwerlich um eine wahre Begebenheit handeln kann, da es einfach wie ein Drehbuch, leider wie ein schlechtes, wirkt.


Des Weiteren hat man den Eindruck, dass der Autor die Religion, hier genauer den Islam, sehr stark kritisiert oder vielmehr seine Praktiken. Er weist unaufhörlich auf dessen veralteten  Methoden und Ansichten hin, was den Leser teilweise schon auf die Nerven geht. Diese Aussagen über den Islam werden erst auf den letzten Seiten widerlegt, wo die eigentlichen Werte des Islam hervorgehoben werden.


Auch muss man zugeben, dass der Autor einigen Passagen einbaut, in denen er winzige Details, die für manchen Leser schlichtweg uninteressant scheinen, sehr ausführlich umschreibt, wie zum Beispiel die Wüstenlandschaft.


So muss man abschließend zugeben, dass der Schreibstil wenig hat, was beim Leser für Spannung sorgt, da man sich zumeist beim Lesen fragt, was das für ein Drehbuch ist und wie unlogisch einige Dinge einfach wirken, wie zum Beispiel die Goldbarren in den Stoßstangen von  Oskar Schneeweiss Gorriticoechea Hummer.

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wandablues avatar

Rezension zu "Die Augen der Tuareg" von Alberto Vázquez-Figueroa

Alte Gesetze
wandabluevor 4 Jahren

Alte Gesetze
In der Ténéré, der Wüste der Wüsten des nördlichen Nigeria, gelten die Gesetze der Tuareg,  alte Gesetze, älter als der Koran, doch eng damit verwoben.

Gacel Sayah tritt die Nachfolge seines Vaters Gacel Sayah sen. an, des berühmtesten amahar unter den imohar, der im Kampf um seine Ehre „den einzigen Mann erschossen hatte, der dem Land hätte Frieden und Freiheit bringen können“, den Präsidenten Abdul-el-Kebir. Es war ein Versehen, ein furchtbares Missverständnis, denn der todesmutige Gacel Sayah hatte diesen Mann einst aus der Hand seiner Feinde befreit, durch die Wüste geschleppt und in Sicherheit gebracht und dabei einer Armee getrotzt und sie besiegt. Denn Abdul-el-Kebir stand unter seinem Schutz, dem Schutz seiner Gastfreundschaft. Und die Gastfreundschaft ist dem tel-tagelmust, dem Volk des Schleiers, heilig.

Gacel Sayah junior, seine Brüder Ahamuk und Suleiman, die Schwester Aischa und die Mutter Leila entziehen sich politischer Verfolgung, indem sie sich noch tiefer in die Ténéré zurückziehen, in die unwirtlichste, verlassenste und ödeste Stelle der Welt. Hier können nur Tuareg überleben. Doch nicht einmal sie vermögen dort auszuharren ohne Wasser. Wochenlang graben sie danach, beinahe mit blossen Händen. Die Wurzeln einer Palme zeigen ihnen den Wasserweg, in mehr als 30 Meter Tiefe muss eine kleine Wasserader sein. Wie man einen Brunnen baut ist uraltes Wissen. Dennoch geschieht ein Unglück, Amahuk wird unter dem nachrieselnden Sand in dem engen Schacht lebendig begraben, jede Hilfe ist vergeblich, Gacel hält ihm die Hand bis er erstickt ist. Nach der alten Weise, nach der ein Brunnen den Namen desjenigen bekommt, der als erster bei seinem Bau umkommt, trägt der Brunnen der Sayah von nun an den Namen Amahuk.

Als die Route für eine Autoralley festgelegt wird, überfliegt ein Sportflugzeug für die Erstellung einer präzisen Karte den Brunnen und hält den Brunnen Amahuk irrtümlich für den Brunnen Sidi-Kaufa, eine öffentliche Wasserstelle ein paar Kilometer Luftlinie entfernt. Dieser Irrtum ist eine Katastrophe für die tel-tagelmust, denn nun kommt die Ralley an ihren Brunnen und nicht nach Sidi-Kaufa und die Besucher sind nicht alle höflich. Ihr Brunnen wird vergiftet und Gacel fordert Gerechtigkeit. Er will den Täter ausgeliefert bekommen und ihm die Hand abschlagen, denn das ist die Strafe dafür nach den alten Gesetzen.

Die Spannung des zweiten Bandes der Geschichte der Tuareg lebt nicht nur von dem ungleichen Kampf zwischen Gacel Sayah jr. und der übermächtigen Maschinerie einer skrupellosen Organisation, die sich mit allem zur Verfügung Stehenden gegen die Beeinträchtigung ihrer finanziellen Interessen wehrt und dabei bereit ist über Leichen zu gehen, sondern auch von dem ethischen Konflikt, in den sämtliche Beteiligten gestürzt werden, ebenso von der Gesellschaftskritik, die der Autor sensibel vermittelt.

Der 1936 in Santa Cruz de Tenerife geborene Autor Alberto Vásquez-Figueroa, der einen Großteil seiner Kindheit unter Tuareg verbrachte, schreibt mit Liebe, Verständnis und Insiderwissen über die großartigen Menschen des Volkes der Tuareg und sagt über den Vorgängerroman  „Tuareg“: „Wenn Sie mich fragen, ist es das einzige Werk aus meiner Feder, das Aufmerksamkeit verdient und mit etwas Glück nach meinem Tod fortleben wird“.

Fazit: Der Roman „Die Augen der Tuareg“ ist ein so phantastischer Ausflug in die Gedankenwelt eines fernen Volkes, ein so würdiger Nachfolger von „Tuareg“, dass wohl beide das Zeug zum zeitlosen Klassiker haben.

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Alberto Vázquez-Figueroa wurde am 10. November 1936 in Santa Cruz de Tenerife (Spanien) geboren.

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