Alberto Vázquez-Figueroa Die Augen der Tuareg

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Inhaltsangabe zu „Die Augen der Tuareg“ von Alberto Vázquez-Figueroa

Die Familie des Targi Gacel Sayah lebt in der Wüste, in Frieden mit sich und der Natur. Die Idylle der Tuareg wird jäh zerstört, als ihre Oase zur Station einer Wüsten-Ralley wird. Doch sie empfangen die ersten Wagen mit der üblichen Gastfreundschaft. Als die Fahrer das kostbare Wasser benutzen, um ihre Windschutzscheiben zu säubern, verweigern die Entbehrungen gewohnten Wüstenbewohner den nachkommenden Ralley-Teilnehmern den Zugang zur Oase. Der Konflikt eskaliert, und der Überlebenskampf der Tuareg beginnt. Mit diesem ebenso sinnlich wie spannend erzählten Abenteuerroman setzt Alberto Vázquez-Figueroa seinen bislang erfolgreichsten Roman Tuareg fort.

Phänomenal!

— wandablue
wandablue

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  • Alte Gesetze

    Die Augen der Tuareg
    wandablue

    wandablue

    Alte Gesetze In der Ténéré, der Wüste der Wüsten des nördlichen Nigeria, gelten die Gesetze der Tuareg, alte Gesetze, älter als der Koran, doch eng damit verwoben. Gacel Sayah tritt die Nachfolge seines Vaters Gacel Sayah sen. an, des berühmtesten amahar unter den imohar, der im Kampf um seine Ehre „den einzigen Mann erschossen hatte, der dem Land hätte Frieden und Freiheit bringen können“, den Präsidenten Abdul-el-Kebir. Es war ein Versehen, ein furchtbares Missverständnis, denn der todesmutige Gacel Sayah hatte diesen Mann einst aus der Hand seiner Feinde befreit, durch die Wüste geschleppt und in Sicherheit gebracht und dabei einer Armee getrotzt und sie besiegt. Denn Abdul-el-Kebir stand unter seinem Schutz, dem Schutz seiner Gastfreundschaft. Und die Gastfreundschaft ist dem tel-tagelmust, dem Volk des Schleiers, heilig. Gacel Sayah junior, seine Brüder Ahamuk und Suleiman, die Schwester Aischa und die Mutter Leila entziehen sich politischer Verfolgung, indem sie sich noch tiefer in die Ténéré zurückziehen, in die unwirtlichste, verlassenste und ödeste Stelle der Welt. Hier können nur Tuareg überleben. Doch nicht einmal sie vermögen dort auszuharren ohne Wasser. Wochenlang graben sie danach, beinahe mit blossen Händen. Die Wurzeln einer Palme zeigen ihnen den Wasserweg, in mehr als 30 Meter Tiefe muss eine kleine Wasserader sein. Wie man einen Brunnen baut ist uraltes Wissen. Dennoch geschieht ein Unglück, Amahuk wird unter dem nachrieselnden Sand in dem engen Schacht lebendig begraben, jede Hilfe ist vergeblich, Gacel hält ihm die Hand bis er erstickt ist. Nach der alten Weise, nach der ein Brunnen den Namen desjenigen bekommt, der als erster bei seinem Bau umkommt, trägt der Brunnen der Sayah von nun an den Namen Amahuk. Als die Route für eine Autoralley festgelegt wird, überfliegt ein Sportflugzeug für die Erstellung einer präzisen Karte den Brunnen und hält den Brunnen Amahuk irrtümlich für den Brunnen Sidi-Kaufa, eine öffentliche Wasserstelle ein paar Kilometer Luftlinie entfernt. Dieser Irrtum ist eine Katastrophe für die tel-tagelmust, denn nun kommt die Ralley an ihren Brunnen und nicht nach Sidi-Kaufa und die Besucher sind nicht alle höflich. Ihr Brunnen wird vergiftet und Gacel fordert Gerechtigkeit. Er will den Täter ausgeliefert bekommen und ihm die Hand abschlagen, denn das ist die Strafe dafür nach den alten Gesetzen. Die Spannung des zweiten Bandes der Geschichte der Tuareg lebt nicht nur von dem ungleichen Kampf zwischen Gacel Sayah jr. und der übermächtigen Maschinerie einer skrupellosen Organisation, die sich mit allem zur Verfügung Stehenden gegen die Beeinträchtigung ihrer finanziellen Interessen wehrt und dabei bereit ist über Leichen zu gehen, sondern auch von dem ethischen Konflikt, in den sämtliche Beteiligten gestürzt werden, ebenso von der Gesellschaftskritik, die der Autor sensibel vermittelt. Der 1936 in Santa Cruz de Tenerife geborene Autor Alberto Vásquez-Figueroa, der einen Großteil seiner Kindheit unter Tuareg verbrachte, schreibt mit Liebe, Verständnis und Insiderwissen über die großartigen Menschen des Volkes der Tuareg und sagt über den Vorgängerroman „Tuareg“: „Wenn Sie mich fragen, ist es das einzige Werk aus meiner Feder, das Aufmerksamkeit verdient und mit etwas Glück nach meinem Tod fortleben wird“. Fazit: Der Roman „Die Augen der Tuareg“ ist ein so phantastischer Ausflug in die Gedankenwelt eines fernen Volkes, ein so würdiger Nachfolger von „Tuareg“, dass wohl beide das Zeug zum zeitlosen Klassiker haben.

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  • Rezension zu "Die Augen der Tuareg" von Alberto Vázquez-Figueroa

    Die Augen der Tuareg
    Windflug

    Windflug

    23. September 2009 um 22:19

    Ich hatte vor längerer Zeit schon mal "Tuareg" gelesen und war etwas skeptisch, weil zweite Teile leider oft mehr wie Neuaufgüsse eines erfolgreichen Buches/Filmes sind - aber "Die Augen der Tuareg" ist wirklich klasse, ich konnte es nicht aus der Hand legen, und es macht einmal mehr nachdenklich über die "Segnungen" der modernen Zivilisation und die Arroganz, mit der wir Europäer Geld für eigentlich völlig sinnlose Dinge ausgeben, während anderswo (in dieser Geschichte sogar direkt nebenan) Menschen ums nackte Überleben kämpfen... Gut fand ich auch, dass selbst die Gegenspieler nicht als von Grund auf böse dargestellt wurden, und dass wieder mal nicht alles absolut glücklich endet. Aber auch nicht das dramatisch-tragische Ende von "Tuareg" wiederholt wurde. Also - wer die Bücher noch nicht kennt und etwas über die "Söhne des Windes" erfahren will: Vázquez-Figueroa ist bei ihnen aufgewachsen, also meines Erachtens eine verlässliche Quelle. Und spannend ist es wie gesagt allemal!

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