Chefvisite

von Albrecht Gralle 
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Chefvisite
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Jesus mal von einer anderen Seite

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Inhaltsangabe zu "Chefvisite"

Ist das wirklich möglich? In seinem Israelurlaub triftt der eher unscheinbare Oliver auf keinen geringeren als … Jesus. Der Auferstandene ist in aller Heimlichkeit für eine Chefvisite zurückgekhrt, um hier nach dem Rechten zu sehen und "ein paar wichtige Dinge anzustoßen". Bei seinem aktuellen Vorhaben soll Oliver ihm helfen. Nachdem der sich überzeugen lässt, folgt er Jesus und begibt sich auf eine wunderbare Reise mit dem Auferstandenen. Jesus verhält sich auch diesmal so völlig anders, als man es erwartet hätte: Er reißt eine Papst-Audienz an sich, stellt sich fundamentalistischen Demonstranten in den Weg oder sorgt mit Spontanheilungen beim Stadtbummel für reichlich Verwirrung. Und aus den unscheinbaren Begegnungen, die die beiden erleben, beginnen bald große Dinge zu entstehen. Nach dem Bestseller "Als Luther vom Kirschbaum fiel und in der Gegenwart landete" (6. Auflage) der neue Roman von Albrecht Gralle. Überraschend, witzig und mit viel Tiefgang.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783865069849
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:232 Seiten
Verlag:Brendow, J
Erscheinungsdatum:23.03.2018

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    Traeumerin109s avatar
    Traeumerin109vor 8 Monaten
    Modernes Evangelium

    In modernem Umfeld wird hier von der Wiederkunft des Erlösers berichtet. Er ist wieder da, um bestimmte Dinge anzuregen und Menschen Mut zu machen. Berichtet wird alles von einem Mann, der ihn begleiten und alles aufschreiben soll.

    Dies ist ein Buch, bei dem ich nicht so richtig weiß, was ich davon halten soll. Es endet damit, dass der Autor von einem Erlebnis erzählt – einer besonders eindrücklichen Predigt in einer Kirche – mit dem auch die Geschichte des Buches endet. Dann fordert er uns auf, selbst zu entscheiden, ob wir die Geschichte für wahr halten oder nicht. Dazu werde ich auch jetzt nichts weiter schreiben, denn das gehört nicht hierher, das muss wirklich jeder Leser selbst entscheiden.

    Zum Schreibstil: Man könnte sagen, der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, ich fand ihn extrem anstrengend. Es sind vor allem kurze, knappe Sätze, viele Unterhaltungen, wenige Erklärungen. Auch das Umfeld wird sehr spärlich beschrieben, es geht eher um die Personen und was sie sagen. Mir hat das Buch aus dieser Sicht überhaupt nicht zugesagt, da war nichts, was ich als besondere schriftstellerische Leistung wahrgenommen hätte. Um es kurz zu sagen: Das Buch hätte fast jeder schreiben können, wenn er die Geschichte vorliegen gehabt hätte. Unbeholfen wirkende Formulierungen und Gedankensprünge taten ihr Übriges, um diesen Eindruck zu verstärken. Für ein wirklich gutes Buch braucht es meiner Meinung nach aber auch einen gekonnten Umgang mit Sprache, und den habe ich größtenteils vermisst.

    Zur Geschichte: Viele der beschriebenen Ereignisse wirken sehr unplausibel im Verlauf der Handlung, das kann aber auch an dem erwähnten Schreibstil liegen. Da gibt es kaum Überleitungen zwischen den verschiedenen Abschnitten, sodass das meiste keinen rechten Zusammenhang zu haben scheint. Viele Beschreibungen sind sehr kindlich bzw. wirken irgendwie unvollständig, als würden hier und da Bruchstücke erzählt. Kleine Lichtblicke sind manchmal Dinge, die Jesus sagt, die teilweise an Stellen aus den Evangelien erinnern. Nur auf einen modernen Kontext umgedichtet.

    Fazit: Leider kein Buch für mich. Ich war froh, als ich damit fertig war. Dennoch möchte ich nicht ausschließen, dass es Leser gibt, denen es eher zusagt. Man sollte nur keinen ausgefeilten oder sprachlich herausragenden Roman erwarten. Als Idee einer modernen Version eines Evangeliums, in dem mit dem einen oder anderen Vorurteil aufgeräumt wird, kann man es vielleicht lesen. Von mir aber nur drei Sterne.

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    LEXIs avatar
    LEXIvor einem Jahr
    Überraschende Begegnungen mit Jesus und seinen Engeln

    „Der auferstandene Christus spaziert durch das einundzwanzigste Jahrhundert und Oliver ist dabei!“

    Oliver Sanders glaubt, seinen Augen nicht zu trauen, als ein Mann namens Jeschua in seinem Auferstehungskörper vom Ölberg herab steigt und behauptet, aus dem Himmel zu kommen. „Es war mal wieder soweit, ich bin zurück“ meint das Kommunikationstalent mit direktem Draht zu Gott. Im Zuge seiner Erlebnisse mit Oliver Sanders und dessen Ehefrau Charlotte vermehrt er Brot, Hosen und Hemden, heilt Kranke, verhindert in einer Nebenhandlung gemeinsam mit Ansgar Kolnik und seiner Enkelin Frida eine dramatische Entwicklung und rückt letztendlich sogar dem Papst den Kopf zurecht. Jeschua sieht Missstände, regt Veränderungen an und vertraut darauf, dass seine Anregungen Kreise ziehen. Doch Jeschua ist nicht der einzige Gesandte des Himmels, es begleiten ihn zudem auch noch fünf missionierende Engel, die vorübergehend Unterkunft bei Oliver und Charlotte beziehen.

    Dieser Roman stellt in meinen Augen den amüsanten Versuch dar, einen „Inspektionsbesuch“ von Jesus auf Erden auf sehr fantasievolle Weise zu beschreiben. Die Person des Jeschua fungiert in diesem Roman als Freund aus Israel und Seelsorger mit unzerstörbarem Auferstehungskörper. In seiner Geschichte greift Albrecht Gralle einige interessante Fragen auf. Beispielsweise fragt sich Oliver, ob Gott ebenfalls Grenzen gesetzt sind, und zwar als Grenzen in Form der menschlichen Freiheit. Er regt dazu an, sich selber zu fragen, was Jeschua wohl in ganz bestimmten Situationen tun würde. Eine Menge der im Buch enthaltenen Beschreibungen würde ich jedoch als reines Fantasieprodukt des Autors betrachten, die mit den Inhalten der Bibel nur wenig gemein haben. Kaffeeähnliche Getränke im Himmel, der großzügige Umgang Jeschuas mit seiner unlimitierten Kreditkarte, das eingebaute himmlische Navigationssystem der Engel und deren Urlaubsvertretung im Himmel, die Beschreibung der Eigenschaften himmlischer Kleider, die Freude der Kinder im Himmel beim „Löwen-Reiten“ oder die Tatsache, dass Verstorbene anderer Galaxien als Engel auftreten… all dies soll womöglich eine kleine „Modernisierung“ bewirken, Schwung ins Buch bringen und den im Klappentext erwähnten Witz versinnbildlichen.

    Der Protagonist dieses Buches ist definitiv Jeschua, seiner Person und seinen Aktivitäten wird die meiste Aufmerksamkeit zuteil. Die anderen Figuren der Handlung spielen eine eher untergeordnete Rolle, wobei das Ehepaar Sanders für die Rahmenhandlung, und Ansgar Kolnik und Frida Drewers für einen weiteren Erzählstrang mit gewissem Spannungsfaktor einen verantwortlich zeichnen.

    „Eine Geschichte ist wahr, wenn sie hätte passieren können“ – dieses Zitat trifft für meine Person jedenfalls nicht auf „Chefvisite“ zu. Die Lektüre dieses Buches war für mich definitiv ein reiner Ausflug in die Fantasie des Autors beziehungsweise in jene von Oliver Sanders, der Albrecht Gralle die Idee zu diesem Roman lieferte.

    Fazit: eine fiktive Geschichte mit sehr viel Fantasie, einer kleinen Prise Humor und einem sehr ungewöhnlichen Auferstandenen, die mich leider nicht ganz überzeugen konnte.

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    MaschaHvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Jesus mal von einer anderen Seite
    Jesus mal von einer anderen Seite

    Jesus mal von einer anderer Seite - als Mensch unserer Zeit - mitten unter uns. So lässt sich diese Geschichte wohl am besten zusammenfassen. Mit viel Wortwitz und Ironie, mit einem lockeren und modernen Schreibstil wird hier von der Wiederkunft Jesu Christie erzählt. Dabei ist er nicht ganz so der Jesus wie wir ihn aus der Bibel kenne. Er hat sich unserer Zeit abgepasst, trägt Tshirt und Jeans und ist in den modernen Medien unterwegs. Als Christ darf man hier das Ganze nicht so eng sehen, die eigene Religion wird schon mal kritisiert und auf die Schippe genommen. Obwohl manche Dinge vielleicht etwas kritsch zu sehen sind, so wird z.B. die Aufhebung des Zölibats mal eben in einer viertel Sunde besprochen, sorgt die ganze Geschichte für unterhaltsame Stunden zum Thema Jesus und Religion im allgemeinen.  Wenn man das Ganze mit einem gesunden Augenzwinkern und nicht alles so ernst nimmt, kann man sich bei diesem Buch sehr gut unterhalten.

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    SiColliers avatar
    SiColliervor einem Jahr
    Diese Visite konnte mich nicht überzeugen

    Wenn Gott sich jedes Mal vor der Sünde zurückgezogen hätte, wäre die Welt gottlos geworden und schon längst untergegangen. (Seite 23)
    „Bei Gott“, sagte Jeschua, „sind alle Dinge möglich. Aber manchmal sind die Umwege zu ihm gewaltig und langwierig.“ (S. 194)

    Meine Meinung

    Es ist ein paar Tage her, daß ich das Buch beendet habe, und noch immer bin ich mir unsicher, welche Meinung ich dazu habe. Also, daß ich es beendet habe, darüber bin ich durchaus froh, diese Meinung ist eindeutig. Nur was ich von dem Inhalt halten soll, dessen bin ich mir immer noch unsicher.

    Zweifellos ist, daß der Autor einen flüssig und flott lesbaren Stil schreibt, für die Thematik angemessen. Das Buch liest sich also „schnell weg“ - ob ein solches wiederum so gut ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Seit ich vor einiger Zeit mit einem Autor eine Diskussion um ausgefeilten Sprachstil geführt habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher, daß ein schnelles Lesen und Verstehen eines Textes unbedingt ein Zeichen von Qualität ist.

    Die Idee des Romans ist durchaus originell und hat mich gereizt, denn die Frage, wie Jesus wohl reagieren würde, käme er heute, habe ich mir selbst schon oft gestellt. Jesus hat zu seiner Zeit weder Tabus beachtet noch sich an die Regeln gehalten, wieso sollte das bei einer erneuten Ankunft auf der Erde heute anders sein? Insofern kann ich dem Autor folgen. Genau genommen, würde ich so ein Verhalten Jesu sogar erwarten. Aber würde er vieles, was er damals gelehrt hat, wirklich so radikal über den Haufen werfen, wie in diesem Buch dargestellt?

    So heißt es z. B. in Matthäus 5,18: „Amen, ich sage euch: bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.“, auch in weiteren Stellen im NT bekräftigt Jesus die Gültigkeit der Heiligen Schrift. Wie der Autor dann zu der Schlußfolgerung „Die Bibel ist kein Wahrheitslexikon, sondern ein seelsorgliches Buch.“ (vgl. S. 193, im Buchzusammenhang sinngemäß gemeint, man kann die Bibel so verstehen, wie man es gerade braucht), entzieht sich meinem Verständnis.

    Mehr als seltsam fand ich auch den Besuch beim Papst - obwohl, ich bin mir nicht ganz sicher, ob Autor und Verlag (beide evangelisch) bewußt ist, was sie mit der Darstellung im Buch implizieren: es wird nämlich der Primat des Papstes sowie indirekt seine Stellung als Stellvertreter Christi (und damit die Röm.-Kath. Kirche als die Kirche) dargestellt. Insofern stimme ich mit dem Autor allerdings überein.

    Und ein drittes sei noch erwähnt: Jesus tritt im Buch auf, sagt (sinngemäß) „Ich bin der Auferstandene Jesus, der gekommen ist, um nach dem Rechten zu sehen“ - und jeder glaubt das sofort ohne irgend einen Zweifel oder gar Rückfrage. Wenn zu mir jemand mit diesem Anspruch käme, würde ich schon etwas mehr als einen so nebenbei hingeworfenen Satz benötigen, um dem Glauben zu schenken. Mag sein, daß der wiedergekommene Jesus eine Ausstrahlung hatte, daß man ihm das sofort abnahm - nur hat der Autor mir das nicht nahe bringen können, ich mußte mir das als Erklärung selbst zusammen reimen. Auch hatte ich das Gefühl, immer wenn es ernst wird, blendet der Autor aus, als ob er nicht wüßte, wie er das schreiben bzw. beschreiben soll.

    Was mich am Buch aber wirklich gestört hat, ist die Nachbemerkung. Die ist nämlich keine Nachbemerkung, sondern Teil des Romans. Der Ist mitnichten mit dem Wort „Ende“ zu Ende, sondern erst mit der Nachbemerkung. Bei so etwas fühle ich mich vom Autor immer auf den Arm genommen, und das schätze ich nicht. Matheson hat das in seinem Roman „Das Ende ist nur der Anfang“ zwar sehr ähnlich gehandhabt, aber dort ist das als „Epilog“ gekennzeichnet - und damit eindeutig Teil der Romanhandlung. Hier wird der Eindruck erweckt, daß der Roman zu Ende sei und der Autor noch ein (sachliches) Nachwort gibt - was nicht stimmt.

    Inhaltlich gefallen - auch das gab es - haben mir die Aussagen Jesu über die Schöpfung und Entwicklung derselben sowie die Ansicht, daß die Erde nicht der einzige bewohnte Planet im Universum ist. Der Astrophysiker Sebastian von Hoerner hat in seinem Buch „Sind wir allein? SETI und das Leben im All“ die Wahrscheinlichkeit, daß es auf anderen Welten Leben gibt, ausgerechnet. Diese ist in Promille zwar extrem gering, bezogen auf die Größe des Universums jedoch in tatsächlicher Anzahl wiederum relativ hoch.

    Insgesamt habe ich „Chefvisite“ als ein gut und locker zu lesendes Buch empfunden, das die Möglichkeit eines erneuten Besuches Jesu auf der Erde durchspielt. Der Roman vermag einige, darunter durchaus positive, Denkanstöße zu vermitteln; jedoch hatte ich über weite Strecken das Gefühl, daß der Autor dem Jesus des Buches vor allem sein eigenes Wunschdenken in den Mund gelegt hat. Vieles davon mag dem heutigen Zeitgeist entsprechen, nur ob es auch dem Geist Jesu entspricht?


    Mein Fazit

    Jesus zurück auf der Erde, um nach dem Rechten zu sehen. Locker und flüssig geschrieben, ist der Autor für meine Begriffe zu sehr dem Zeitgeist verhaftet und verfolgt zu sehr sein eigenes Wunschdenken.

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Jesus came down from heaven to earth - um ein paar Dinge zu klären. Für mich hat es mehr Fragen aufgeworfen als Klarheit gebracht!
    Nach über 2000 Jahren mal wieder nach dem Rechten schauen

    auf Erden - das tut Jeschua, der sich Oliver und dessen Frau Charlotte während ihres Israel-Urlaubs als Gottes Sohn outet und sich kurz darauf als Gast im heimischen Hannover einstellt. Nachdem er ein paar grundsätzliche Details geklärt hat, glauben ihm Oliver und Charlotte, um alsbald in diverse Aktivitäten einbezogen zu werden. Mal kurz nach New York, um einen radikalen Taxifahrer zu bekehren, dann nach Rom, um den Papst auf einen guten Weg zu bringen (seien sie mal gespannt, ob das klappt) - Jeschua hat so einiges vor.

    Aber auch für die Nöte seiner neuen Freunde hat Jeschua ein Ohr. Als nämlich die Tochter einer ehemaligen Schulkameradin von Charlotte verschwindet, ist er gleich dabei, um die Suche und vor allem die Rückkehr des Kindes zu unterstützen. Unterstützen - das heißt bei Jeschua, die Dinge zu regeln und so wundern sich Oliver und Charlotte nur (noch) wenig, als sie aufgefordert werden, Weihnachten nach Kanada zu reisen, wo sie neben Jeschua auf weitere himmlische Wesen treffen.

    Albrecht Gralle kennt als Pfarrer sein Metier und bezieht locker-flockig Unübliches, ja Unkonventionelles mit ein und so bekommen wir es gar mit Außerirdischen zu tun.

    Am Ende war es mir trotz des angenehmen Schreibstils und der orignellen Einfälle etwas zu viel des Guten!

    Jesus came down from heaven to earth - um ein paar Dinge zu klären. Im Endeffekt hat es für mich mehr Fragen aufgeworfen als Klarheit gebracht! Aber ich kann gut verstehen, dass jemand, der den ganzen Tag an nichts anderes denkt - um es mal überspitzt auszudrücken - ein Pfarrer in seinem Job also - Lust bekommt, mal mit dem Thema zu spielen. Ein wagemutiger Versuch, der mit Sicherheit polarisieren wird! Für Leser, die den Glauben mal aus einer völlig anderen, sehr lässigen Perspektive erleben wollen, zumindest eine neue und originelle Perspektive!

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    Martinchens avatar
    Martinchenvor einem Jahr
    Chefvisite

    "Ist das wirklich möglich? In seinem Israelurlaub trifft der eher unscheinbare Oliver auf keinen Geringeren als … Jesus. Der Auferstandene ist in aller Heimlichkeit für eine Chefvisite zurückgekehrt, um hier nach dem Rechten zu sehen und „ein paar wichtige Dinge anzustoßen". Dabei soll Oliver ihm helfen. Der folgt Jesus, und zusammen begeben sie sich auf eine verrückte Reise.

    Jesus verhält sich auch diesmal so völlig anders, als man es erwartet hätte: reißt eine Papst-Audienz an sich, stellt sich fundamentalistischen Demonstranten in den Weg oder sorgt mit Spontanheilungen beim Stadtbummel für reichlich Verwirrung. Und aus den unscheinbaren Begegnungen, die die beiden erleben, beginnen bald große Dinge zu entstehen." - soweit der Klappentext.

    Albrecht Gralle, geboren in Stuttgart, hat evangelische Theologie studiert und als Pastor und Dozent gearbeitet. Seit 1976 schreibt er Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Er wohnt mit seiner Familie in Northeim. (Quelle: Klappentext)

    Das Cover zeigt einen mit Jeans, Pulli und Turnschuhen bekleideten Mann mit Wundmalen an den Handgelenken, der über Wasser geht. Der Hintergrund ist in Licht getaucht, das sich im Wasser spiegelt. Es passt zum Inhalt.

    Albrecht Gralle schreibt einen flotten, flüssigen und gut lesbaren Stil, dem auch nicht der Humor fehlt. Das Buch ist in vier Abschnitte und zwei Handlungsstränge unterteilt. Die beiden Handlungsstränge scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben, kreuzen sich im Lauf der Geschichte und werden aufgelöst.

    Eine Nachbemerkung des Autors rundet den Roman ab.

    Die Idee, das Jesus zurückkommt, um hier ein "paar wichtige Dinge" anzustoßen, ist meiner Meinung nach gut umgesetzt, auch wenn vielleicht die eine oder andere Stelle etwas sehr konstruiert sein mag.

    Fazit: Albrecht Gralle zeigt, dass jeder an seinem Platz etwas tun kann, um die Welt ein klein wenig besser zu machen. Und genau aus diesem Grund wünsche ich diesem Roman viele Leser, die dadurch zum Nachdenken über ihr Tun und Handeln angeregt werden.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Totaler Käse!
    Sehr suspekt!


    »Chefvisite« wurde mit Absicht als Roman deklariert, obwohl er - dem Nachwort zufolge - tatsächlich so stattgefunden haben soll. Den Protagonist Oliver gibt es nämlich wirklich und dieser hat dem Autoren Albrecht Gralle diese Begebenheit erzählt. Nun weiß der Autor nicht genau, ob sie tatsächlich stattgefunden hat (deshalb ein Roman), aber Oliver klang wohl sehr plausibel und so schrieb Albrecht Gralle dessen Erlebnisse mit Jesus auf...

    Angeblich war Jesus auf unserer Erde, undercover sozusagen. Oliver durfte ihn eine Weile begleiten. Warum ist Jesus vor kurzem schon zu uns gekommen? Er hatte verschiedene Missionen: Mit einigen Menschen rund um den Globus seelsorgerliche Gespräche führen. Gespräche auch mit Oliver, der ihn natürlich mit Fragen löchert über den Himmel und das Sterben. Zwischendurch - so viel sei erwähnt - gibt es noch einen Handlungsstrang mit einem älteren Herrn und seiner Enkelin, die seltsame Vorgänge in Hannover beobachten. Was hat das mit Jeschua (oder Joshua) zu tun...? Das war noch halbwegs spannend zu lesen.

    Anfangs erinnerte mich das Buch ein wenig an »Die Hütte«; die Dialoge bspw. über die Vergebung fand ich recht gelungen.  Jedoch die Erklärungen, die Jeshua/Jesus danach von sich gibt, haben mir schier die Schuhe ausgezogen. Dass wir Menschen "Unausgereiftes" (Altlasten?) mit in den Himmel bringen, dass wir nach unserem Tod (alle!) Engel werden, dass es in der Hölle lediglich »trist« ist und dass die Menschen dort theoretisch noch die Möglichkeit haben umzukehren - was sie i.d.R. nicht wollen. Usw. Das habe ich in der Bibel noch nie gelesen!

    Jeshua verhält sich übrigens äußerst verschwenderisch in Geldbelangen und umgibt sich mit hübschen Engelfrauen aus anderen Galaxien. Für mich war das kein Jesus, wie ich ihn aus der Bibel kenne, auch wenn er sich heute vielleicht ein wenig anders verhalten würde als vor 2000 Jahren. Aber weshalb sollte er der Bibel auf einmal widersprechen?!  


    Man könnte an dieser Stelle meinen, es handele sich um eine Persiflage. Nein, ist es nicht. Dieses Buch ist einfach nur abstrus und irreführend. Für den Autor tut es mir leid, dass er so viel Zeit darin investiert hat. Ich bewerte ungern Bücher mit weniger als 3 Sternen, da ich weiß, wie viel Aufwand hinter dem Schreiben liegt. Diesmal kann ich leider nicht anders.


    Matth. 24, 23-27 (NL): "Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht! Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auferstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus! Siehe, in den Kammern!, so glaubt es nicht! Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein."

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    lieberlesen21s avatar
    lieberlesen21vor einem Jahr
    Chefvisite

    „Chefvisite - Die unerwartete Rückkehr des Auferstandenen“ ist ein Roman von Albrecht Gralle. ******************************************************************* Es ist eine fiktive Geschichte: Jesus = Jeschua kommt auf die Erde und kommt mit Oliver und Charlotte, einem ganz normalen Ehepaar, in Kontakt. Zusammen mit ihnen erklärt Jeschua an vielen Alltagssituationen, was die Bibelworte bedeuten. Dabei sieht man als Leser im Inneren die Geschichte bzw die Bibelstellen vor sich. Mir hat das gut gefallen, wenn so anschaulich erklärt wird. ******************************************************************** Zunächst wird in 2 Handlungssträngen erzählt, die erstmal nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Etwa nach der Hälfte kreuzen sich dann die Geschichten und Jeschua greift ein, denn er möchte die Richtung korrigieren. Besonders das Ende hat mich sehr berührt und durch das Nachwort des Autors gab es einen runden Schluss. ********************************************************************* Sowohl vom Schreibstil her als auch von der Aufmachung und Gestaltung der Buchseiten lässt sich der Roman sehr gut und zügig lesen. ********************************************************************** Ein Buch, das sehr zum Nachdenken über Glauben und Religion anregt und das ich jedem ans Herz legen möchte und vergebe auch 5 Sterne.

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    Arwen10s avatar
    Arwen10vor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Diese Leserunde findet mit feststehenden Lesern statt. Ich danke dem Brendow Verlag für die Unterstützung der Leserunde.

    Chefvisite von Albrecht Gralle







    Zum Inhalt:


    Ist das wirklich möglich? In seinem Israelurlaub trifft der eher unscheinbare Oliver auf keinen Geringeren als … Jesus. Der Auferstandene ist in aller Heimlichkeit für eine Chefvisite zurückgekehrt, um hier nach dem Rechten zu sehen und „ein paar wichtige Dinge anzustoßen“. Dabei soll Oliver ihm helfen. Der folgt Jesus, und zusammen begeben sie sich auf eine verrückte Reise.

    Jesus verhält sich auch diesmal so völlig anders, als man es erwartet hätte: reißt eine Papst-Audienz an sich, stellt sich fundamentalistischen Demonstranten in den Weg oder sorgt mit Spontanheilungen beim Stadtbummel für reichlich Verwirrung. Und aus den unscheinbaren Begegnungen, die die beiden erleben, beginnen bald große Dinge zu entstehen.

    Jesus kommt für einen Kurzbesuch auf die Erde. Überraschend, witzig und mit viel Tiefgang. Der neue Roman von Albrecht Gralle.




    Leserundenstart: ca 15.September
    LEXIs avatar
    Letzter Beitrag von  LEXIvor einem Jahr
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