Albrecht Kaul Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens

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Inhaltsangabe zu „Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens“ von Albrecht Kaul

Vom Freund an die Stasi verraten. Mit 19 zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Als Schülerin zum Staatsfeind gestempelt, aber schließlich Fachärztin im erträumten Beruf. Die 14 Christen wurden in der DDR wegen ihres konsequenten Glaubens unter Druck gesetzt, bespitzelt oder eingesperrt. Aber sie erfuhren auch Gottes Hilfe: Theo Lehmann, Harald Bretschneider („Schwerter zu Pflugscharen“), Christian Führer (Montagsgebete) und andere. Hier ihr spannender und bewegender Weg. Gekürzt: Vom Freund an die Stasi verraten. Mit 19 zur Zwangsarbeit nach Sibirien. Als Schülerin zum Staatsfeind gestempelt, aber schließlich doch Fachärztin. Die 14 Christen wurden in der DDR wegen ihres konsequenten Glaubens unter Druck gesetzt, bespitzelt oder eingesperrt. Aber sie erfuhren auch Gottes Hilfe: Theo Lehmann, Harald Bretschneider, Christian Führer u.a.

"Bewegende Schicksale", die mich nicht bewegen, noch berühren konnten, sondern oft ratlos zurückliessen.

— Bücherwurm
Bücherwurm
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    Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    30. March 2014 um 22:14

    Das Buch "Wegen Gefährdung des sozalistischen Friedens, Bewegende Schicksale von Christen in der DDR" wurde von Albrecht Kaul geschrieben, veröffentlicht im Brunnen Verlag. Albert Kaul schreibt im Buch auch über sein eigenes Schicksal. Ich bin etwas irritiert und ratlos. Die vorgestellten ehemaligen DDR Bürger werden hier, mit dem Namen voran, vorgestellt mit einer Lebensgeschichte, die sich von Nicht-Christen nicht wirklich unterscheidet. Während ich las hatte ich immer wieder die gleichen Gedanken: Muss ich diese Menschen kennen, deren Namen mir so gar nichts sagen? War das Leben zur gleichen Zeit in der damaligen BRD wirklich so viel "besser"? Warum werden Gesetzesvergehen, die zugegeben völlig überzogen geahndet wurden, die aber nicht wirklich mit dem "Christ-Sein" zu tun haben, hier so einseitig dargestellt werden? Auf der einen Seite schwer lesbar, da ich mich mit all den Organisationen und Rechtsgebungen im totalitären Staat nicht auskenne, lese ich hier andererseits von Lebensdramen, die keine Einzelschicksale darstellen. Die Beobachtungen und Bespitzelungen gab es doch überall, die gibt es -vielleicht etwas feinfühliger- auch im Westen! Verschleppung nach Sibirien und Zwangsarbeit, das sind doch keine Bestrafung ausschliesslich für Christen! Abgesehen davon wurden die genannten Personen nicht für ihren Glauben bestraft, sondern für ihre illegal und verbotenen Propaganda-Aktionen! Und mir ist auch neu, dass Gott, Dank vieler Gebete, die Mauern zum Einsturz brachte, aber gut, ich lasse mich immer gerne belehren. Insgesamt bin ich ratlos, warum das Buch in dieser Form, nüchtern, ohne Vor- oder Nachwort, ohne Erklärung der Situation, schliesslich stammen die Geschichten aus den 50igern bis wenige Wochen vor Sturz der Mauer, so erscheint. Ich bin völlig ratlos, wem ich dieses Buch ans Herz legen soll, da ich selbst nicht wirklich schlauer wurde. Ab und zu überkam mich sogar der Gedanke, ein vergleichbares Buch über die Situation der Christen im Westen zu schreiben, aber das wäre ebenso unsinnig. Schade. Ich wünschte mir, der Autor hätte ein Buch über die Entwicklung der Kirche in der ehemaligen DDR geschrieben, mit Einfügen der Gechichten der hier dargestellten Personen. So stelle ich es leider weg und habe in kürzester Zeit vergessen, was ich gelesen habe. Ratlos bin ich auch, weil ich als junger Mensch in Berlin den Mauerfall live erleben durfte und mich leider noch zu gut an die Anspruchshaltung der DDR Bürger erinnern kann und die Rufe nach Wiederaufbau der Mauer über Jahre. Das ist mir angesichts eines solchen Buches wirklich nicht verständlich!

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  • Leserunde zu "Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens" von Albrecht Kaul

    Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Brunnen-Verlag stellt drei Leseexemplare des Buches "Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens-Bewegende Schicksale von Christen in der DDR“ von Albrecht Kaul  zur Verfügung.  Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde! „Vom Freund an die Stasi verraten. Mit 19 zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt. Erst Rädelsführer - dann Ehrenbürger. Schon als Schülerin zum Staatsfeind gestempelt, aber schließlich doch als Fachärztin in den erträumten Beruf ... So unterschiedlich wie das Leben sind die Schicksale der 14 Christen, die Albrecht Kaul hier porträtiert. Sie wurden in der DDR wegen ihres konsequenten Glaubens unter Druck gesetzt oder bedroht. Sie wurden bespitzelt oder eingesperrt. Aber sie erfuhren auch Gottes Hilfe, ja manchmal sogar Wunder. Darunter sind bekannte wie unbekannte Männer und Frauen: Theo Lehmann (Karl-Marx-Stadt), Harald Bretschneider („Schwerter zu Pflugscharen“, Dresden), Thomas Küttler (Plauen), Christian Führer (Montagsgebete, Leipzig), Gerda Dietze (Stendal) und andere. Das Buch schildert spannend und bewegend die Wege dieser Menschen, ihrer Hoffnung, ihrer Angst und Unsicherheit, ihrer mutigen Entscheidungen.“                           Bitte bewerbt euch bis zum 21. Februar 24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, ob ihr heute noch einen Unterschied zwischen dem östlichen und westlichen Teil von Deutschland erkennen könnt.   Bitte beachtet, dass Arwen10 die Bücher selber verschickt. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 1,60 Euro Portokosten zu überweisen. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (Verlagshomepage, bücher.de…) veröffentlicht. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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  • Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens

    Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens
    Blaustern

    Blaustern

    26. March 2014 um 20:39

    Albert Kaul stellt in dem Buch „Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens“ fünfzehn wahre Geschichten von Christen in der ehemaligen DDR vor. Dabei ist er selbst mit seiner eigenen dabei. Außerdem weitere bekannte ehemalige DDR-Bürger wie Harald Bretschneider, Theo Lehmann, Christian Führer, Ulf Liedke etc., die für den sozialistischen Staat als große Bedrohung angesehen wurden, weil sie sich nicht an das Regime anpassen wollten, weiterhin ihren Glauben lebten und sich teils auch gegen die Machenschaften der Regierung auflehnten. Das wurde als Tücke gegen den Weltfrieden ausgelegt. So wurden einige sogar von ihren besten Freunden verraten und verkauft, in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit verschleppt, die berufliche Laufbahn ruiniert oder ins Gefängnis wegen Friedensseminaren gesteckt. Die Geschichten reichen von der frühesten DDR-Zeit bis hin zur Wende, und einige darunter sind wirklich sehr ergreifend und unfassbar, wie mit den Leuten umgegangen wurde, sodass sie sehr nachdenklich stimmen. Allerdings hätte dem eher sachlichen Schreibstil etwas mehr Farbe verliehen werden können. So sind diese Geschichten aber doch ein Stück der deutschen Geschichte und machen deutlich, dass ein starker Wille und Glaube an das Übermächtige alle Mauern einreißen kann.

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  • Christen in der DDR

    Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens
    Kirschbluetensommer

    Kirschbluetensommer

    15. March 2014 um 12:53

    Was haben Theo Lehmann, Christian Schulz, Gerda Dietze und Ulf Liedke gemeinsam? Sie alle waren Christen in der ehemaligen DDR und haben so ihre Erfahrungen mit dem damaligen Regime gemacht. Albrecht Kaul hat nun ihre Geschichten zusammengefasst und ein Buch daraus gemacht. Darunter sind sehr ergreifende Geschichten über Verrat von Freunden, Feindesliebe, einem starken Gottvertrauen und von Gebeten, die letzten Endes eine Mauer niederreißen und zum Frieden führen. Das waren Geschichten, die mich tief berührt haben und auch jetzt noch zum Nachdenken anregen. Allerdings gab es dann auch wieder einige Stories (und das waren nicht wenige) die mich eher kalt ließen und wo ich mich fragte, was die Aussage der Begebenheiten ist. Hier hätte ich mir eine größere Sorgfalt vom Autor in der Auswahl gewünscht. Ein Vorwort hätte beispielsweise den Leser verstehen lassen unter welchen Gesichtspunkten der Autor die Geschichten ausgesucht hat.  So scheint es teilweise so als ob noch Lückenfüller gewählt wurden, damit das Buch nicht noch dünner wird. Der Schreibstil ist zudem etwas gewöhnungsbedürftig. Albrecht Kaul schreibt sehr sachlich - fast schon wie ein Bericht. Eine malerischere Sprache hätte dem Buch sicherlich gut getan. Damit könnte sich der Leser besser in die Protagonisten hineinversetzen und mitfühlen. Dies ist dem Autor leider nur ansatzweise gelungen. Aber gerade weil ich auch sehr viele bewegende Schicksale in dem Buch kennen gelernt habe, die mich tief berührt haben und zum Nachdenken anregen, gebe ich dem Buch drei Sterne.

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  • "Wir wollen Königsboten sein des Herren Jesus Christ"

    Wegen Gefährdung des sozialistischen Friedens
    TochterAlice

    TochterAlice

    15. March 2014 um 08:37

    So im Lied der "Jungen Christen" (S. 15), das Eberhard Schulze verbotenerweise in der DDR sang - er und viele andere mussten für ihren Glauben leiden. In diesem Buch stellt der Autor Menschen vor, die als Gefahr bzw. als Bedrohung für den sozialistischen Frieden angesehen wurden, weil sie ihren Glauben lebten: als Christen, als Angehörige einer Glaubensgemeinschaft. Insgesamt fünfzehn Einzelschicksale, Episoden aus dem Leben von zehn Männern, drei Frauen und zwei Paaren, stellt der Autor hier vor, aus unterschiedlichen Epochen: aus den frühen Jahren der DDR genauso wie aus der Zeit kurz vor dem Umbruch, der Wende, die der Autor Albrecht Kaul, dessen eigenes Schicksal ebenfalls in einer der Geschichten niedergelegt ist, stets als friedliche Revolution bezeichnet. Ein eindrucksvolles Buch? Schon, weil die Lebenswege dieser mutigen Menschen berühren. Ein kraftvolles Buch? Ganz sicher nicht - für mich jedenfalls nicht, dazu ist die Darstellung der Schicksale zu farb- und zu kraftlos. Um es auf den Punkt zu bringen: aus meiner Sicht kann der Autor einfach nicht besonders gut schreiben, wodurch die Botschaft, die er als Christ mit langem Leidensweg zweifelsfrei rüberbringen wollte und die aus meiner Sicht auch sehr wichtig ist, mehrfach im Sande verläuft. Wenig berührend, wenig aussagekräftig sind seine Schilderungen - mit vereinzelten Ausnahmen: die Schicksale des Wehrdienstverweigerers Hansjörg Weigel und des Pfarrers Christian Führer zum Beispiel sprechen so sehr für sich, dass selbst die mangelnde Sprachgewalt ihre Wirkung nicht mindern kann. Dagegen hat der Erzählstil bei anderen Episoden, allen voran der ersten, in der es um Eberhard Schulze geht, der in den frühen Jahren der DDR sogar in die Sowjetunion verschleppt wurde, die entgegensetzte Wirkung: diese Geschichte macht trotz ihrer Unfassbarkeit einen so geringen Eindruck, dass ich sie bald vergessen haben werde. Leider betrifft dies das Gros der Geschichten - schade! Es zeigt, wie wichtig Farbigkeit und Eindringlichkeit ist - sonst kommen Botschaften leider oft nicht so an, wie sie gedacht sind - wofür dieses Buch ein deutliches Beispiel ist.

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