Aldous Huxley Brave New World

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Inhaltsangabe zu „Brave New World“ von Aldous Huxley

Aldous Huxley is rightly considered a prophetic genius and one of the most important literary and philosophical voices of the 20th Century, and Brave New World is his masterpiece. From the author of The Doors of Perception, Island, and countless other works of fiction, non-fiction, philosophy, and poetry, comes this powerful work of speculative fiction that has enthralled and terrified readers for generations. Brave New World remains absolutely relevant to this day as both a cautionary dystopian tale in the vein of the George Orwell classic 1984, and as thought-provoking, thoroughly satisfying entertainment.

Schockierend und faszinierend zugleich, ein Buch was mich sehr geprägt hat

— Marcus_S_Theis

Interessante Idee einer zukünftigen Welt, wirkt allerdings etwas irreal, die Geschichte zieht sich anfangs

— Leseratt

Gute Idee, aber teilweise langweilig.

— herzgespenster

Huxleys Brave New World ist ein faszinierendes Gedankenspiel. Insbesondere gefiel mir der sarkastische Unterton, der das Buch durchzieht.

— November

Ich liebe dieses Buch egal wie oft ich es lese

— Leila_James

All time favourite! You can see how the world could be...

— DTelschow

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  • Der König der Dystopien

    Brave New World

    Marcus_S_Theis

    19. November 2017 um 11:20

    Ja, ich kenne und liebe natürlich auch 1984 von George Orwell. Aber Brave New World von Aldous Huxley wird für mich immer die Dystopie schlechthin bleiben. Als Leser taucht man in eine komplette Welt ein, die bis ins letzte Detail durchdacht und ausgebildet wurde. Statt einen Aspekt intensiv zu bearbeiten, wie etwa den Überwachungsaspekt bei 1984, bringt Huxley fast schon beiläufig niederschmetternde Aspekte in seine Geschichte ein. Somit spricht er frühzeitig zahllose Entwicklungen an, die wir heute in vielen Gesellschaften sehen können. Er kombiniert Elemente eines extremen Kapitalismus, extremen Kommunismus und religiösen Fundamentalismus und kreiert daraus eine erschreckende Welt, die bei aller Fantasie trotzdem eine plausible bleibt. Auch wenn der Mittelteil sich etwas zieht, so ist der Anfang und das Ende derart überzeugend, dass ich jedem nur empfehlen kann dieses Buch einmal zu lesen!

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  • How beauteous mankind is!

    Brave New World

    Leseratt

    07. September 2017 um 20:09

    Ich habe mir eine englische Ausgabe mit Worthilfen geholt, was anfangs auch sehr hilfreich war. Wenn man erstmal im Text drin ist, geht es aber auch ohne.Zum Inhalt: Es ist eine sehr seltsame zukünftige Welt, die Aldous Huxley da entwirft. Manche Aspekte kann man sich tatsächlich vorstellen, andere wirken sehr irreal und daher etwas weit hergeholt. Es ist eine Welt, in der Kinder in Flaschen großgezogen und exakt auf den Arbeitsbereich getrimmt werden, in dem sie später arbeiten. So tun alle das, was sie am besten können, und durch die Einflüsterungen von frühester Kindheit an sind auch alle damit zufrieden. Gerechtigkeit und freie Entfaltung sehen anders aus, aber das fällt keinem auf. Doch was passiert mit denen, die sich nicht so gut konditionieren lassen, die nicht zufrieden sind?Zu Beginn wird diese Welt sehr genau beschrieben, sodass die eigentliche Geschichte nur langsam in Fahrt kommt. Auch generell zieht sie sich immer wieder, woran auch die vielen Shakespeare-Zitate schuld sind. Die Gedanken dahinter sind aber sehr interessant. Das Ende fand ich zwar etwas enttäuschend, trotzdem hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

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  • Enttäuschend

    Brave New World

    HarIequin

    22. July 2017 um 23:25

    „‘Murder kills only the individual – and, after all, what is an individual?‘[…]‘We can make a new one with the greatest ease – as many as we like. Unorthodoxy threatens more than the life of a mere individual; it strikes at Society itself‘.“ (S.128) "Brave New World" zählt wohl sogar unter den Klassikern als Klassiker.  Obwohl Huxleys Buch seit jeher bejubelt wird, habe ich vorher rein gar nichts vom Inhalt gehört, auβer dass es eine Utopie bzw. Dystopie ist. Trotz meines Unwissens hatte ich die Erwartung, dass es mich umhauen und mitreiβen würde, ähnlich wie die zwei anderen groβen Dystopien „1984“ und „Fahrenheit 451“. Bin ich froh es endlich gelesen zu haben? Ja. Würde ich es noch einmal lesen und hat es Potential zum Lieblingsbuch? Nein. Leider blieb die schöne neue Welt stark unter meinen Erwartungen zurück. Es ist das Jahr 632 nach Ford (2540 nach unserer Zeitrechnung) und die Gesellschaft perfektioniert. Embryos werden maschinell hergestellt und gleich auf ihre jeweilige Kaste konditioniert; so macht das Arbeiten die unteren Kasten glücklich und die Alphas freuen sich ihrer hohen Position. Monogamie gibt es nicht mehr, Freizeitaktivitäten rund um die Uhr vertreiben die Einsamkeitund die Droge Soma sorgt für ständiges Glück.  Doch es gibt auch noch eine andere Welt nach altem Standard. In einem Reservoir auβerhalb leben die Menschen noch nach alten Maβstäben. Die Handlung beginnt mit ein paar allgemeinen Erklärungen zur schönen neuen Welt und führt durch eine „Embryo-Fabrik“ und ins Krankenhaus, in dem sie auf ihre jeweilige Kaste konditioniert werden. Was mich anfangs noch schocken konnte, störte ich schon nach kurzer Zeit. Das Schema von abwechselnd Erklärung und Handlung zieht sich durch das ganze Buch, wovon ich kein Fan wurde. Vor allem weil ich die wenige Handlung leider uninteressant und inkohärent fand. Für die rund 200 Seiten habe ich 2 Wochen gebraucht, weil  mich das Buch streckenweise gelangweilt hat. Die Charaktere konnten es leider auch nicht retten. Bis zum Ende war mir nicht klar, wer eigentlich Protagonist ist und wer nicht, da ständig jemand anderes im Fokus steht und dann wieder eine Weile nicht weiter thematisiert wird. Ich nehme mal das Beispiel von Bernard, der anfangs ein Auβenseiter ist und die Welt in Frage stellt. Er ist (Gott weiβ warum) in Lenina verliebt und nimmt sie mit ins Savage Reservoir. Danach ist er plötzlich bei allen beliebt und fügt sich der Norm, seine Liebe zu Lenina wird nie wieder erwähnt und dann taucht er 50 Seiten wieder nicht auf. Ebenso wird Lenina aufgegriffen und dann wieder fallen gelassen, um am Ende noch mal einen sinnlosen Auftritt zu bekommen. Man bekommt leider nur sehr kurz Einblick in ihr Innenleben du eine Identifikationsfigur fehlt für mich komplett. Durch das Reservoir hatte ich mir eine Parallele zu unserer Zeit (bzw. des 20. Jahrhunderts) erhofft, aber auch da Fehlanzeige. Die Sprache macht es auch nicht unbedingt leichter. Gerade der Anfang mit vielen technischen Wörtern war anstrengend zu lesen, auch wenn dies im Verlauf (zumindest gefühlmäβig) besser wurde. Für Englisch-Anfänger würde ich es definitiv nicht empfehlen. Ich möchte dem Buch gar nicht seine Wichtigkeit absprechen, vor allem in Anbetracht des Erscheinungsjahres 1932. Die Gefahren von Entindividualisierung, Industrie und Psychologie werden drastisch aufgezeigt. Trotzdem komme ich nicht umhin es mit den zwei anderen groβen Dystopien „1984“ und „Fahrenheit 451“ zu vergleichen und da schneidet „Brave New World“ für mich am schlechtesten ab. Die ersten zwei haben für mich die Gesellschaftskritik schlichtweg besser in eine Handlung umgesetzt und konnten mich durchgehend fesseln. "Brave New World" kann zwar mit fantastischen Zitaten und eines gruseligen Welt  auftrumpfen, konnte mich aber einfach nicht packen. Für das Konzept, Die Welt und einzelne spannende Passagen gebe ich 2,5 Sterne.

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  • Brave new world

    Brave New World

    GothicQueen

    25. May 2017 um 17:42

    "Brave new world" von Aldous Huxley ist ein Roman der Dystopie. Der Roman, der in der Zukunft spielt ist auf Englisch und daher haben wir ihn im Abitur im Englisch Grundkurs gelesen. Ich fand ihn damals echt spannend und daher hatte ich ihn während der Schulzeit schon zwei Mal gelesen. Er gibt einem sehr zu denken und man möchte immer gleich wissen wie es weitergeht. Man denkt sich: Das kann doch nicht wahr sein! Und: Das ist ja furchtbar! Soweit darf es mit unserer Welt niemals kommen! Aber welche Handhabe haben wir überhaupt noch darauf? Vermutlich ist dieser Roman gar nicht so unrealistisch. Empfehlen kann ich ihn jedem, der Spannung mag. Gerne auch auf Englisch. Verstanden habe ich das Buch mit meinem Schulenglisch ganz gut. Also braucht man keine deutsche Übersetzung, um ihn verstehen zu können. Ich würde den Roman jederzeit wieder lesen. 

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  • Die ideale Gesellschaft?

    Brave New World

    Tintenklecks98

    20. November 2016 um 16:09

    Zunächst einmal: Auch hierbei handelt es sich um Schullektüre, diesmal jedoch aus dem Englischunterricht. Seit einigen Jahren lese ich privat englische Lektüre und deshalb kann ich feststellen - bei Brave New World sind fortgeschrittene Englischkenntnisse wünschenswert. Für mich war es verständlich, aber auch bereichernd, v.a. im Wortfeld des hier vorherrschenden Themas: Genetik, Biologie, Entwicklung. Es geht um eine fiktive zukünftige Gesellschaft, scheinbar makellos: Alle sind zufrieden, hübsch, ausgeglichen, gesund und ewig jung. Dabei sorgt die Unterteilung in Kasten für ultimative Stabilität in der Gesellschaft, jeder wird nach seinen Fähigkeiten gebraucht. Nur in vereinzelten Reservaten kann die oberste Oberschicht noch das primitive, dreckige, einfache Leben aus alten Zeiten bestaunen - dort wird sich geschlechtlich fortgepflanzt, wie abscheulich! Oder faszinierend? Bernard Marx begibt sich auf Antwortensuche, Antworten, die der Regierung nicht gefallen dürften... Das Buch war für mich eine Mischung aus komplett widerstrebenden Gefühlen: Teils unglaublich, widerlich, beschämend, faszinierend, erschütternd und nachvollziehbar kam die Handlung daher. Die Idee scheint durchdacht und die biologischen Ansichten und Durchbrüche lassen einen erschaudern, gibt es doch schon heute die ständige Diskussion über verändertes Genmaterial und klonen. Brave New World treibt das Ganze auf die Spitze. Allerdings blieben die Figuren ziemlich flach und die Kerngeschichte setzt erst ab etwa der Hälfte ein. Zwischendurch verliert das Buch an Intensität und Glaubwürdigkeit, deshalb bleiben letztlich durchschnittliche 3 Sterne für diese Sci-Fi Story aus einer anderen Welt.

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  • Aldous Huxley - Brave New World

    Brave New World

    miss_mesmerized

    14. November 2015 um 06:45

    Oh wie schön könnte die Welt sein, wenn jeder eine Arbeit passend zu Interessen und Intellekt hätt, keiner mehr unglücklich ist, weil eine Wunderdroge sofort Linderung verschafft und auch keine komplizierten Zweierbeziehungen mehr zu Tränen führen. Doch nicht für alle ist die Welt perfekt, auch wenn Bernard als Alpha zur obersten Kaste gehört. Er träumt von einer anderen Welt, die er in einem der wenigen reservate findet. Von dort bringt er den jungen John mit in seine Welt und was dieser sich von dieser fortschrittlichen Zivilisation erhofft, endet in seinem persönlichen Alptraum. Aldous Huxley’s Roman ist einer der Klassiker der dystopischen Literatur und auch nach 80 Jahren kein Stück veraltet. Seine Weitsicht in Sachen technischem Fortschritt ist bewundernswert und sein Spiel mit Parallelwelten besticht und trifft den Leser ins Mark. Was gerade noch durchaus als interessante Variante der Moderne gesehen werden könnte, verwandelt sich gleich in ein Horrorszenario. Eine nicht ganz so schöne neue Welt, en détail durchdacht, als Reflexionsfläche auch der Welt des 21. Jahrhunderts immer noch geeignet, einmal innezuhalten und unseren Fortschritt zu überdenken.

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  • Ich liebe dieses Buch!

    Brave New World

    Paulina_

    27. August 2015 um 12:44

    Ich könnte "Brave New World" immer und immer wieder lesen. Es ist einfach eine großartige Gesellschaftskritik und erschreckend aktuell! EInes meiner Lieblingsbücher!

  • Nicht meine liebste Dystopie

    Brave New World

    Miserable

    31. March 2015 um 19:16

    Brave New World habe ich vor ein paar Jahren im Englisch-LK lesen müssen. Damals hat es mir nicht so gut gefallen, weswegen ich mich jetzt noch einmal herangewagt habe. Im Vergleich zu anderen Dystopien des 20. Jahrhundert (z.B. 1984, Fahrenheit 451) ist Brave New World nicht unbedingt die schwächste, aber doch diejenige, die mir am wenigsten gefällt. Das Spannende an dieser Beobachtung ist, dass dies wahrscheinlich sogar ein Stück weit gewollt ist. Die Figuren in Brave New World sind allesamt flat characters. Von Seite 1 bis zum Ende machen sie keinerlei Wandlung durch und wenn doch, dann verschwindend gering oder so, dass der Leser niemals den Ausgang wissen wird. Bernard Marx steht eigentlich an der Spitze der Gesellschaft. Sein Äußeres verrät aber, dass bei der Entwicklung seines Embyros etwas schiefgelaufen sein muss, denn er sieht eher aus wie ein Gamma denn ein Alpha. Bernard ist ein Einzelgänger, der nur wenig Gefallen an den Freizeitaktivitäten und Gruppentreffs findet. Auch hat er etwas gegen die Promiskuität, die im Weltstaat vor der Monogamie steht. Wenn er den Wilden John mit in den Weltstaat nimmt, findet er endlich Anschluss und scheint sich eine Zeit lang wohlzufühlen. Er suhlt sich im Ruhm und steht, als dieser Moment ganz plötzlich vorbei ist, wieder ganz alleine da. John der Wilde ist in einem Reservat aufgewachsen, in welchem Kinder geboren werden und es Religion gibt . Dementsprechend fehl am Platze fühlt sich John, als Bernard ihn mit in die "Zivilisation" nimmt. Er hat sein Leben lang Shakespeare gelesen und weiß sich nur, mit seinen Worten auszudrücken. Damit verwirrt er durchgängig die anderen Bewohner, die nichts mit tiefen Gefühlen anzufangen wissen. Vor allem diese beiden Figuren sind es, die deutlich machen, was alles verkehrt am Weltstaat ist. Die Bewohner der Brave New World sind so konditioniert, dass sie mit ihrem Leben zufrieden sind - und warum auch nicht? Sie können ja gar nicht anders, als so zu denken, wie sie denken, schließlich wurden sie schon als Kleinkinder mittels Hypnopaedia gesteuert, nur das zu denken, was auch der Weltstaat wünscht. Es gibt keine Probleme, keinen Schmerz in der Welt, kein Leid, keine Krankheiten. Doch die beiden Außenseiter zeigen auf, dass nicht alles, was glänzt, Gold ist. Beim Lesen hatte ich ein großes Problem mit der Handlungsstruktur. Für mich ist der Höhepunkt Bernards Besuch im Reservat und das anschließende Mitnehmen von John in die Zivilisation. Danach würde ich natürlich ein paar pikante Passagen erwarten, in denen John zeigt, wie schlecht er sich in die Gesellschaft eingliedert, doch dann sollte der Roman auch bald mal sein Ende finden. In der Realität ist es aber so, dass der Besuch im Reservat ungefähr in der Mitte stattfindet und danach noch ein ganzes Stück kommt. Deswegen finde ich, dass sich die zweite Hälfte immer unglaublich zieht. Es gibt keinen Blick darauf, wie das Buch enden könnte, und deswegen schleppt es sich unglaublich. Brave New World ist 1932 veröffentlich worden und zeigt eine Welt, die vom Kapitalismus beherrscht wird und in der der Mensch psychisch manipulierbar geworden ist. Bei Dystopien ist es natürlich immer spannend, inwiefern sie sich in der Zeit bewahrheiten/bewahrheitet haben. Schon 1958 hat Huxley einen Essay namens Brave New World Revisited verfasst, in dem er darauf eingeht, was sich in den 26 Jahren geändert hat. Heute wissen wir, dass der Kapitalismus so stark wie nie zuvor ist, und auch psychische Manipulation ist kein Albtraum, sondern finstere Realität.Wir können nur hoffen, dass diese Dystopie sowie alle anderen, die es auf dem Markt gibt, nicht zur blutigen Realtität werden.

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  • Schöne neue Welt, die sich niemand erträumt

    Brave New World

    suse9

    Wie schön muss eine Welt sein, in der alle Menschen glücklich sind! Niemand ist unzufrieden, mit dem, was er besitzt oder mit seiner Arbeit. Es gibt keinen Liebeskummer, keinen Neid und keinen Streit. Eigentlich ist es doch erstrebenswert, so leben zu dürfen. Aber das Szenario, das Aldous Huxley in seinem Roman „Brave New World“ zeichnet, ist weit davon entfernt. Denn die Schattenseite dieser Idealwelt ist die Aufgabe des freien Willens. Es gibt keine Gefühle und keine Leidenschaft. Bereits bei der Geburt – oder besser gesagt, bei dem, was an ihre Stelle getreten ist, denn eine richtige Geburt in diesem Sinne gibt es nicht mehr – werden die Embryonen in Kategorien eingeteilt. Entsprechend werden sie versorgt sowohl mit „Zusatzstoffen“, die sie auf ihr vorbestimmtes Leben einstellen, als auch mit Einflüsterungen, welche Dinge sie lieben und welche ablehnen werden. Allerdings unterlaufen auch dieser perfekten Welt Fehler, die dazu führen, dass sich jemand, in unserem Roman ist es Bernhard Marx, nicht linientreu verhält. Was geschieht, wenn Zweifel zur Rebellion wird und wahre Liebe auf leidenschaftslose Begierde trifft, erfährt der Leser in „Brave New World“.   Um ehrlich zu sein, fiel es mir nicht leicht, diesen Roman zu genießen und das lag nicht an der Geschichte selbst. Sie ist stimmig, interessant und spannend geschrieben. Ich konnte mich in die Charaktere und fremde Welt leicht hineindenken. Zwar machten es einige Erläuterungen zu Beginn des Buches nicht leicht, den Einstieg zu finden, aber im weiteren Verlauf fiel es nicht mehr schwer, der Handlung zu folgen.   Was mir zu schaffen machte, war die Realitätsnähe zu unserer heutigen Welt. Viele Dinge, die zu Huxleys Zeit lediglich als verschwommene Gefahr zu erahnen waren, zählen heute zur Normalität. Ein beklemmendes Gefühl verlor sich während der ganzen Lesezeit zu keinem Augenblick. Huxley weiß nichts über das Leben, das wir heute führen und doch kommt er ihm zum Teil erschreckend nahe. Ich bin nur froh, dass wir unseren freien Willen und unsere Leidenschaften nicht gänzlich verloren haben, dass soziales Miteinander auch heute noch wichtig ist. Noch. Solange wir nicht alles vergessen und verlernt haben, sollten wir unser Handeln mehr hinterfragen und auf den Prüfstand stellen. Das nehme ich aus diesem Roman mit, der aktueller ist denn je.

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    • 2
  • Spannender Zukunftsroman

    Brave New World

    WildRose

    22. June 2014 um 10:07

    Aldous Huxley beschreibt eine Zukunft, die auf den ersten Blick vielleicht ganz schön wirken mag, denn ernsthafte Probleme hat niemand, jeder kennt seine Rolle in der Gesellschaft, um glücklich zu sein, muss man nur eine bestimmte Substanz schlucken, die an die Bevölkerung verteilt wird, um Stabilität zu gewährleisten. Was sich zunächst angenehm anhört, ist jedoch ein wahrer Albtraum, denn für Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstfindung ist in dieser Zukunft kein Platz mehr. Nur die Gemeinschaft zählt, die Bedürfnisse des Einzelnen sind bedeutungslos. Wer sich nicht anpasst, wird als Gefahr gesehen, welche die Stabilität bedroht. Das Buch ist gelegentlich ein wenig anspruchsvoll zu lesen, da es bereits vor einigen Jahrzehnten geschrieben wurde, weshalb das Englisch ein wenig geschraubt und altmodisch wirkt. Die Thematik allerdings ist äußerst fesselnd und das Buch eignet sich auch gut als Schullektüre für höhere Klassenstufen.

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  • Für mich leider eher Utopie den Dystopie

    Brave New World

    sabisteb

    15. August 2013 um 22:41

    London 632 A.F. (2540 n. Chr). Es gibt nur noch einen großen Weltenstaat, die von einem Rat von Weltkontrolleuren aus Alpha-Plus-Plus Menschen regiert wird. Es herrscht ein strenges Kastensystem (von Alpha bis Epsilon, die sich auch in der Farbe ihrer Kleidung unterscheiden), in dem jeder Mensch, von Zeugung an, seinen festen Platz hat, denn Menschen werden nicht mehr geboren, sie werden in Flaschen gezüchtet und entsprechend ihres späteren Platzes in der Gesellschaftsordnung konditioniert. Insgesamt herrscht sozialistische Panmixie. Alpha-Mann Bernard Marx ist jedoch anders. Er eckt an. Er fühlt sich in dieser Gesellschaft unwohl und will durch seine teils exzentrische und zurückgezogene Art provozieren. Sein Freund der Alpha Helmholtz Watson teilt teilweise seine Ansichten. Er spürt, dass es da mehr geben muss, dass er etwas Besonderes schaffen will. Die beiden Männer klagen sich regelmäßig ihr Leid. Als Bernard Marx mit Lenina einem Urlaub in einem Reservat in New Mexico unternimmt, macht er eine erstaunliche Entdeckung. Unter den Wilden leben zwei zivilisierte Menschen, einer dieser Menschen ist die Ex-Freundin von Bernads Chef, die (Schande über Schande) einen Sohn auf natürliche Art geboren hat. Bernard nimmt die beiden zurück in die schöne neue Welt.   Schöne neue Welt erschien 1932 und wurde somit teilweise von der Wissenschaft eingeholt, aber in einer Art, die soweit konsistent ist mit dem, was Huxley in seiner Vision prognostizierte. Klonen nennt sich hier Bokanovskifikation und wird in diesem Buch durch Strahlung erzeugt, statt einfach den Embryo zu teilen, da ist der Autor ein wenig komplizierter als nötig. Einiges ist schlichtweg falsch, wie die Immunisierung der Embryonen in der Flasche, aber damals wusste man noch nicht, dass das adaptive Immunsystem sich erst um den 9. Lebensmonat ausbildet. Noch kann man Menschen nicht in Flaschen züchten, aber einige der Dinge, die er beschreibt, wurden einige Jahrzehnte später tatsächlich ausprobiert, wie Lernen oder Konditionieren im Schlaf.   Allgemein nennt man den Roman dystopisch, etwas, was ich schon als Teenager und auch heute, wo ich das Buch erneut gelesen habe, nicht nachvollziehen konnte und kann. Ja, es gibt dystopische Aspekte, letztendlich finde ich den Roman (vielleicht erschreckender Weise) Großteils utopisch. Selbst diese Welt, die 1932 erschreckend war, ist humanistischer und humaner als das, was heute die Realität ist. „For particulars, as every one knows, make for virture and happiness; generalities are intellectually necessary evils. Not philosophers but fretsawyers and stamp collectors compose the backbone of society.” – Heute steht man leider auf Fachidiotie, Generalisten haben es schwer. Fachidioten sind einfacher zu kontrollieren. "Stability," said the Controller, "stability. No civilization without social stability. No social stability without individual stability." – Davon kann man heute nur träumen. Individuelle Stabilität ist ein Auslaufmodell und Unsicherheit die Norm. “All conditioning aims at that: making people like their unescapable social destiny.” – Wenn man das mag und liebt, was man tut, ist es doch OK. Lasst doch den Akademiker Akademiker sein und den Arbeiter Arbeiter. Warum zwingt man Akademiker in niedere Tätigkeiten, von denen Huxley bereits in brave new World sagt, dass das nicht gut geht. Und warum zwingt man Kinder, die gute Handwerker wären in die Uni? "Every man, woman and child compelled to consume so much a year. In the interests of industry. The sole result …" – Wie sagte Ford so schön “Autos kaufen keine Autos”. Davon könnten unsere Politiker lernen. Da jeder in brave new World kaufen muss, kann man wohl von einer fairen Entlohnung ausgehen. Selbst Huxley wusste besser, wie Kapitalismus funktioniert, als die heutigen Politiker, traurig, traurig. “Every one works for every one else. We can't do without any one. Even Epsilons are useful. We couldn't do without Epsilons.” – Davon können heutige Hauptschüler nur träumen, die gleich auf’s Hartz IV Abstellgleis gestellt werden. “Our Ford himself did a great deal to shift the emphasis from truth and beauty to comfort and happiness. Mass production demanded the shift.“ – Fordlandia. Nettes Experiment, das aber scheiterte.   Andere Aspekte, finden sich heute tatsächlich in ähnlicher Form in unserer Gesellschaft: “Didn't need and didn't get it. But though the Epsilon mind was mature at ten, the Epsilon body was not fit to work till eighteen. Long years of superfluous and wasted immaturity.“ – Das nennt sich optimale Ausnutzung der Lebensarbeitszeit: Verkürzte Schulzeit (G8), verkürzte Uni, späteres Renteneintrittsalter. “now we proceed to rub in the lesson with a mild electric shock." – Im Sommer 2013 erschien ein Paper, be idem Wissenschaftler auf diese Art in Mäusen falsche Erinnerungen erzeugt haben.   Warum finde ich diese Vision utopisch? Was ist so schlimm daran, dass Menschen mit dem zufrieden sind, was ihren Fähigkeiten entspricht und nicht nach mehr streben? In Brave new World sind selbst die Führer dieser Gesellschaft nach deren Normen konditioniert und halten sich somit an die Regeln, die für alle gelten (davon kann heute in unserer Welt kaum die Rede sein). Wer dennoch aneckt und unglücklich ist, der wird mit Gleichgesinnten auf Inseln umgesiedelt und kann dort seinen unkonventionellen Ideen ungestört nachgehen (wohin können wir flüchten? Wo sind unsere Inseln des Querdenkens geblieben?)   Es macht nachdenklich, dass Aldous Huxley eine Gesellschaft, in der Bequemlichkeit, Jugend und Wohlstand bis zum Ende, als schrecklich empfand. Die Begründung dafür findet man in „Brave new World revisited“. Er fürchtet eine Jugend, die sich mit Spielen und Belustigungen ein bequemes Leben macht, unpolitisch wird und die herrschenden Eliten einfach mal machen lässt. Er fürchtet das Ende der Demokratie. Aber auch hier muss ich sagen, solange es der Mehrheit gut geht, ist das doch OK. Schlimm ist es, wenn es der Mehrheit schlecht geht, trotz angeblicher Demokratie, das was heute eben der Fall ist. Demokratie ist kein Garant für ein gutes Leben der Mehrheit ganz im Gegenteil. Ich bleibe auch 20 Jahre, nachdem ich das Buch das erste Mal gelesen habe dabei, es ist eine Utopie und keine Dystopie. Ich muss aber auch sagen, in Sachen Handlung passiert in diesem Buch nicht wirklich viel. Es geht eher um die Beschreibung einer Gesellschaft und weniger um eine spannende Geschichte, die Protagonisten sind farblos und leblos. Teilweise zieht es sich mit den vielen Beschreibungen schon ein wenig dröge. Insgesamt jedoch, für ein Sci-Fi Buch aus dem 1930ern immer noch sehr frisch, und das liegt daran, dass der Autor sich mit der damals aktuellen Wissenschaft befasst hat. Er hat die aktuellen Paper gelesen und aufgrund der neusten Erkenntnisse Prognosen erstellt, in etwa so, wie später z. Bps. das Basler Prognos Institut. DAS macht gute Sci-Fi aus: Solides naturwissenschaftliches Grundwissen und die breite Bildung zu erkennen, welche Folgen diese Erkenntnisse in anderen Lebensbereichen haben werden. DAS unterscheidet die zeitlosen Sci-Fi Klassiker von dem Murks der heute oft verlegt wird. Den fehlt heutigen Autoren fehlt die meist die naturwissenschaftliche Grundbildung, da sind die Bücher oft so voller Fehler, obwohl man dafür wirklich nur ein Lehrbuch aufschlagen würde, dass man gar keine Lust mehr hat, weiterzulesen.

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  • Rezension zu "Cornelsen Senior English Library - Fiction / Ab 11. Schuljahr - Brave New World" von Aldous Huxley

    Brave New World

    Cuddister

    07. February 2013 um 15:24

    Ich habe mich mit diesem Buch wirklich schwer getan und habe es lange aufgeschoben und der Grund war sicherlich nicht, dass es "Pflichtlektüre" für die Schule war. Huxley beschreibt in seinem Zukunftsroman eine Welt, in der die Menschen in einer streng gegliederten Klassengesellschaft leben und mithilfe diverser Mittelchen sich das Leben "verschönern". Menschen werden nicht mehr auf herkömmlichen Wege geboren, sondern im Labor erzeugt und von Klein auf konditioniert. Die englische Sprache war für mich nicht das Problem, sondern die Distanz und Gefühlslosigkeit, mit welcher der Autor die Geschichte rüberbringen will. Auch wenn dies elementärer Bestandteil des Buches war, hätte man das sicherlich anders beschreiben können. Nach anfänglicher Unlust habe ich mich wirklich durch das Buch gequält, einfach weil diese Unlust nicht abflaute. Als Schullektüre in Ordnung aber privat würde ich es nicht nochmal lesen.

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  • Rezension zu "Brave New World" von Aldous Huxley

    Brave New World

    Nabura

    16. November 2012 um 19:29

    Dystopischer Klassiker Wir schreiben das Jahr A.F. 632, also 632 Jahre nach der Geburt von Henry Ford. Die Welt ist eine andere geworden: Kinder werden nicht mehr geboren, sondern wachsen in Brut- und Konditionszentren auf. Die Menschen sind so immun gegen sämtliche Krankheiten geworden, haben Angst vor dem Alleinsein und wechseln ständig ihre Partner. Durch Manipulationen im Embryostatus gibt es fünf Kasten, von den unterdurchschnittlich intelligenten Epsilons bis zu den Alpha-Führungskräften. Vor diesem Hintergrund lernt man Bernhard und Helmholtz kennen, zwei Alpahs, die mit dem System unzufrieden sind, Lenina, eine Beta-Frau, welche die Visionen des Weltstaates verinnerlicht hat, und den „wilden“ John, der im Reservat ohne Staatseinfluss aufgewachsen ist. Wie sehen sie die „schöne neue Welt“? Die dystopische Idee des Weltstaates, in denen das Leben der Menschen gänzlich kontrolliert wird, war faszinierend. Huxley hat diese Welt detailliert und komplex ausgestaltet. Durch die Figuren wird der Leser zur Reflexion der Verhältnisse angeregt, entdeckt Vor- und Nachteile des Systems und steht vor der Frage, wie er sich in so einer Welt wohl zurechtfinden würde. Die Handlung steht in diesem Buch im Hintergrund und war in meinen Augen meist eher Mittel zum Zweck, um die verschiedenen Bereiche der Welt zeigen zu können. Trotzdem hätte ich von ihr etwas mehr erwartet. Die Ausgestaltung des Weltstaates sowie seine Reflexion in kritischen Gesprächen zwischen den Charakteren war jedoch schriftstellerisch auf höchstem Niveau und kann den Status des Buches als Klassiker rechtfertigen!

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  • Rezension zu "Brave New World" von Aldous Huxley

    Brave New World

    jujamon

    03. April 2012 um 21:32

    Schullektüre, was denkt man da wohl? Ein Einblick in eine Welt, wie sie in der Zukunft sein soll. Hört sich spannend an. Ist es auch, ab und zu. Meiner Meinung nach ist es eine der Besten Schullektüren die man momentan zu lesen bekommt, leider ist es, wie ich finde, durch die vielen unbekannten Vokabeln für Schüler der 12. Klasse (Zeitpunkt der Lektüre in NRW) ziemlich schwer zu lesen. Trotzdem ist das Thema und die dargestellen Beziehungen und Probleme der neuen Welt, ein Anreiz das Buch eventuell auf Deutsch zu lesen. Auch für Menschen, die eigentlich nicht die großen Fans von "Zukunftskram" sind, ist das Buch ganz interessant.

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  • Rezension zu "Brave New World" von Aldous Huxley

    Brave New World

    Sibella

    24. March 2011 um 13:51

    Die Geschichte spielt in unserer Zeit, verrückt, was man früher vom 21. Jahrhundert gedacht hat bzw. sich vorgestellt hat!

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