Aldous Huxley Kontrapunkt des Lebens

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Inhaltsangabe zu „Kontrapunkt des Lebens“ von Aldous Huxley

Roman. 509 S. (Quelle:'Fester Einband/01.04.1979')

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  • Eine kleine Perle im literarischen Meer

    Kontrapunkt des Lebens
    Makollatur

    Makollatur

    06. October 2015 um 15:11

    Huxleys im Jahre 1928 erschienener Roman "Kontrapunkt des Lebens" beinhaltet zweierlei Dinge: zum einen eine Art Familiensaga, in welcher die Sippen der Tantamounts, Bidlakes und Quarles in ihren verwinkelten Beziehungen zueinander und voneinander abgegrenzt dargstellt werden. Zum anderen mit Hilfe von zahlreichen Nebenfiguren und häufigen Dialogen eine detaillierte und komplexe Weltsicht einer satten und gelangweilten Oberschicht im England des frühen 20. Jahrhunderts: Es gibt den weltfremden Wissenschaftler, den eigenbrötlerischen Intellektuellen, den müßigen und innerlich leeren Dandy, dazu eine Reihe von weiblichen Charakteren, die von Gottesfurcht über Wirtschaftsgenie bis hin zu Leichtlebigkeit alle Eigenschaften des Menschen abdecken. Umrandet wird diese Menge von Figuren durch einzelne Vertreter gesellschaftlicher Strömungen jener Zeit, wie dem Kommunismus oder dem Nationalismus. Das Beziehungsgeflecht in "Kontrapunkt des Lebens" ist stark ausgeprägt und immer charakterisiert durch die Suche entweder eines Abenteuers, des idealen Partners oder nach dem sittlich richtigen Weg des menschlichen Lebens in der Welt. Vielleicht wirken die Handlungsorte und auch die Personen an einigen Stellen museal oder theatralisch antiquiert, dennoch drücken sie in ihrem Wesen die gleiche Sehnsucht nach innerer Harmonie aus, wie sie heute so zahlreich anzutreffen ist. Die dargestellte Welt der Reichen, die in finanzieller Sicherheit leben und sich aus purer Langeweile dem Intellektuellentum oder der Koketterie hingeben, wird kontrapunktiert durch die vom Überlebenskampf geprägte Welt politischer Ideologen. Dazu tritt immer wieder der Konflikt der Generationen auf, ebenso wie der zwischen Treue und Treulosigkeit. Huxley gelingt es, entweder durch lange erzählerische Einschübe oder durch den Wechsel in die Ich-Perspektive, ein genaues und ausführliches Bild der Menschen jener Zeit zu geben. Menschen wohlgemerkt, die sich weit oberhalb des Prekariats oder einfachen Bürgertums befinden. Die aber die gleichen fundamentalen Probleme haben wie die unteren Schichten und letztlich trotz aller Absicherung genauso verletztlich sind und scheitern können wie jeder andere auch. "Kontrapunkt des Lebens" ist ein absolut lesenswertes Buch, auch wenn die Charaktere und die Rahmenbedingungen für heutige Verhältnisse ein wenig aus der Zeit gefallen zu sein scheinen. Gleichzeitig erzählt der Text aber etwas von Huxleys Arbeit vor seinem bekanntesten Werk "Schöne neue Welt". Für Interessierte deshalb ein unbedingtes Muss.

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