Aleksa Riley Greyscale: unerkannt

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Inhaltsangabe zu „Greyscale: unerkannt“ von Aleksa Riley

Gay Military Thriller „In der Welt da draußen herrscht Krieg. Aber wenn ich nach Hause komme, will ich nicht länger kämpfen müssen. Ich will einfach nur ich selbst sein.“ Für KSK-Soldat Gerrit deBoer bricht in den paar Stunden, die ihm zwischen einer Übung und einem Einsatz bleiben, eine Welt zusammen, als sein Freund mit ihm Schluss macht und ihn kurzerhand vor die Tür setzt. Er war sein Ruhepol, sein Anker in der Normalität. Für Liebeskummer bleibt ihm allerdings keine Zeit, der Auftrag führt ihn und sein Team nach Kunduz. Dort bereiten sie sich auf eine Mission vor, die alles andere als normal ist. Als ob das nicht genug wäre, entwickelt sich die ganze Operation allmählich zu einem Albtraum ...
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  • Emotional eindringlich und top erzählt

    Greyscale: unerkannt
    BarbaraDrucker

    BarbaraDrucker

    23. March 2017 um 22:07

    Gerrit de Boer ist Truppführer eines fünfköpfigen KSK-Teams. Vom Cover her hätte ich ihn mir extrem jung vorgestellt, doch er dürfte schon einiges in seinem Leben durchgemacht haben. Gleich zu Beginn scheitert wieder einmal eine Beziehung, weil auch der aktuelle Lover nicht mit Gerrits Beruf als Kommandosoldat klarkommt.Gerade Gerrits Verletzlichkeit macht die Erzählung für mich so interessant. Einerseits ist er der verantwortungsbewusste Anführer, der mit seinem Team auf Augenhöhe operiert, andererseits der von Sehnsüchten geplagte junge Mann, der von eben diesem Team aufgefangen wird und Rückhalt erfährt. Er ist keine abgeklärte, souveräne Kampfmaschine in den oberen Offiziersrängen, sondern ein liebenswürdiger Mann, der aufpassen muss, dass ihm in emotionalen Situationen nicht die Sicherungen durchbrennen.Der Einsatz selbst spielt eher eine untergeordnete Rolle, er dient als Kulisse für Gerrits emotionale Achterbahnfahrt. Auf knapp 100 Seiten kann man sich keine allzu gefinkelten Plottwists erwarten und natürlich hat man Verdachtsmomente hinsichtlich der Charaktere und Wendungen (die sich alle bestätigt haben, ohne die Erzählung deshalb vorhersehbar zu machen). Dennoch ist die Geschichte schlüssig und ohne Längen erzählt.Vom ersten Absatz an war ich ganz nah bei Gerrit. Ich kann ihn in seiner ganzen Komplexität spüren und hierin liegt auch die besondere Stärke der Autorin. Sie macht Figuren plastisch und nachvollziehbar und lässt den Leser die Schwierigkeiten des Soldatenberufs nicht nur auf einer intellektuellen Ebene erfassen, sondern macht sie erlebbar. Die Verständnislosigkeit noch so gut meinender Zivilisten, die Kameraderie in der Einheit. Die strenge Fürsorglichkeit von Vorgesetzten. Man fühlt, dass Gerrit die nächste Enttäuschung bevorsteht, will ihn unbedingt davor beschützen und muss doch ohnmächtig zusehen, wie er den nächsten Schlag hinnehmen muss.Emotionale und dennoch kitschfreie Erzählweise, Erotik, die sinnlich wahrnehmbar ist und nie ins Schmuddelige abdriftet, und ein zuverlässiges Korrektorat, das man so manchem Verlagsbuch wünschen würde, runden das Lektüreerlebnis ab. Die Fortsetzungen werde ich definitiv lesen.

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