Aleksander Melli

 2.4 Sterne bei 9 Bewertungen

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Aleksander MelliDas Inselexperiment
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Das Inselexperiment
Das Inselexperiment
 (9)
Erschienen am 01.07.2010
Aleksander MelliSchutzengel in der Nacht
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Schutzengel in der Nacht

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j125s avatar

Rezension zu "Das Inselexperiment" von Aleksander Melli

Kinder an die Macht
j125vor 2 Jahren

Inhalt:
Der 12-jährige Nachrichten-Nerd Max erhält eine ungewöhnliche Einladung zu einer Reality-Show: Zusammen mit zwanzig Kindern darf er den Sommer auf einer Insel im Oslofjord verbringen, wo eine Kinderregierung Antworten auf die brisanten Fragen unserer Zeit finden muss. Dabei werden sie rund um die Uhr von 1000 Kameras gefilmt. Ein spannendes Experiment, findet Max. Doch schon bald eskaliert die Situation auf der Insel, denn unter den Kindern entwickelt sich ein psychologisches Machtspiel, mit dem Max nicht gerechnet hat. (Buchrückseite)

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Big Brother mit politisch interessierten und engagierten Kindern, klingt doch nach einem sehr spannenden Buch.

Zu Beginn hat mir noch alles gut gefallen. Es war interessant Max kennen zu lernen, der auf der einen Seite ganz normale Probleme hat (eine rosarote Schwester und ständig streitende Eltern), auf der anderen Seite aber auch besonders ist, denn welcher 12-jährige interessiert sich für Weltpolitik und liest mehrere internationale Zeitungen? Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen und da ich die Idee durchweg gut find, war ich neugierig auf alles andere. Besonders die Zeit auf der Insel und das „psychologische Machtspiel“ habe ich mit Spannung erwartet.

Leider gab es zuerst nur die üblichen Streitereien unter Kindern und später als dann das kam, was wohl das psychologische Machtspiel darstellen sollte, wurde es total abstrus. Ich hab am Ende wirklich nicht mehr verstanden, wer gut und wer böse ist, welches Verhalten echt ist und welches für die Kameras inszeniert wurde, wer wurde für was bezahlt oder nicht bezahlt? Ja und das Ende…. Da wird es zum einen richtig ekelig (aber nicht blutig-ekelig) und ich frage mich, kann man das in einem Jugendroman so schreiben, selbst wenn man dann wieder zurückrudert, und zum anderen wird es dann so verwirrend (jedenfalls ging es mir so), dass man nun überhaupt nicht mehr weiß was jetzt Sache ist. Außerdem lässt gerade das Ende das Buch für mich wie einen ersten Teil einer Reihe erscheinen. Falls ihr die Maze-Runner Trilogie kennt: Stellt euch das Ende in etwa vor wie das nach dem ersten Band. Eigentlich ist die Geschichte abgeschlossen, aber in einem Satz merkt man, da steckt noch mehr hinter, als man dachte.

Die Erzählweise war interessant und deshalb möchte ich darauf gesondert eingehen. Zunächst mal waren die Kapitel sehr lang. Das mag ich nicht gern, auch wenn es hier Sinn hat, da während der Zeit auf der Insel ein Kapitel (mindestens) einen Tag behandelt. Dann wurde tatsächlich im Buch gespoilert, was ich recht seltsam fand. Es war jetzt nicht so, dass dem Ende vorgegriffen wurde, aber wenn es am Anfang heißt, dass die Zeit auf der Insel maximal 50 Tage beträgt, will ich eigentlich nicht vorher wissen, dass Max nicht so lang dort sein wird. Ein bisschen neugierig bin ich auf den Erzähler, der die Leser direkt anspricht. Gegen Ende gibt es kleine Hinweise auf seine Person, aus denen ich aber nicht rauslesen konnte, wer der Erzähler ist. Ich hoffe, das war so gewollt und ich hab es nicht nur einfach nicht verstanden.

Fazit:
Es hat so gut angefangen und die Idee finde ich immer noch wirklich toll. Die Umsetzung war mir aber leider zu verwirrend und teilweise zu unrealistisch.

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V

Rezension zu "Das Inselexperiment" von Aleksander Melli

Rezension zu "Das Inselexperiment" von Aleksander Melli
Vesper_Goldvor 6 Jahren

Diesen einen Stern hat sich das Buch nur dadurch verdient, weil es immerhin einige Stellen gab, die flüssig voran gehen und man während dessen nicht ständig das Gefühl hat, entweder das Buch gegen seinen Kopf oder den Kopf gegen die Wand zu schlagen.

Auch die Idee hinter der Handlung ist an sich interessant und hätte auch viel Stoff zum Nachdenken und - für die Altersgruppe ab 12 Jahren - darüber Diskutieren hergegeben, Medienkritik ist hier ebenso vorhanden, wie der Versuch, politisches Interesse zu wecken.

Das alles scheitert aber an der langatmigen Beredtsamkeit von Autor Melli. Kürzungen hätten dem Ablauf ganz gut getan.

Alles in allem wenig empfehlenswert.

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