Alessandra Reß Liminale Personae

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Inhaltsangabe zu „Liminale Personae“ von Alessandra Reß

„Wir wollen eure Freiheit nicht!“ Jahrzehnte nach einer verheerenden Zombie-Epidemie. Die Zivilisation, wie wir sie kannten, ist zerstört, die wenigen Überlebenden haben sich in kleine Siedlungen zurückgezogen. Eine Gruppe junger Menschen stellt das vorherrschende Gesellschaftsmodell der „Stadt“ in Frage und wird verbannt. Unter ihnen auch Nihile, die vor die Wahl gestellt wird, in welcher Umgebung sie leben möchte – Wildnis, eine scheinbare Demokratie oder eine monarchistische Regierung? Wie individuell kann man sein, wo wird der Individualismus zu Egoismus? Und wie ideal darf man denken, wenn man überleben möchte? Ein Coming of Age-Roman mit phantastischem Hintergrund.

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  • Dystopische Coming of Age Story

    Liminale Personae

    Wuerfelheld

    10. September 2016 um 14:10

    Eine Epidemie, die Menschen in lebende Tote verwandelte, zwang die letzten Überlebenden sich auf eine einsame Insel zurückzuziehen. Dort versuchen sie in einer massiv abgeschotteten Stadt zu überleben Für Sicherheit und Ordnung sorgen die sogenannten „Gesichtslosen“, die als Rat herrschen, unterstützt von den ebenso schattenhaften Wächtern. Das sie Demonstrationen und Aufstände der jungen Generation nicht dulden bekommt Nihile mit einigen anderen schmerzhaft zu spüren, denn sie wird verhaftet und ohne Kleidung und Hilfsmittel in der Wildnis ausgesetzt. Dort muss sie versuchen zu überleben, es sei denn, sie will schon von Anfang an aufgeben und sterben. Hoffnung gibt ein Dorf, das von einer Königin beherrscht wird, aber ist das wirklich auf Dauer die richtige Zuflucht für Nihile und ihre Freundin, die erstmals mehr über die Vergangenheit erfahren? Meine Meinung: Der Verlag bezeichnet die Novelle als „Coming of Age“-Geschichte und das ist sie tatsächlich auch. Denn Nihile wird durch ihre Erfahrungen tatsächlich erwachsen und muss sich von den Träumen und Ideen der Jugend verabschieden, wenn sie das nicht verlieren will, was ihr wichtig ist. Das bleibt natürlich nicht ganz ohne Spuren, denn in der Wildnis bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Zähne zusammen zu beißen und sich durchzukämpfen, im Dorf werden ihre Vorstellungen erneut auf die Probe gestellt, denn ausgerechnet die Königin öffnet ihr zwar die Augen, zeigt ihr aber auch, dass andere Wege nicht immer die besseren sind. Dabei ist die Andeutung, dass die Menschheit durch einen Zombievirus ausgerottet wurde, eher nebensächlich, denn in der Geschichte kommt kein einziger lebender Toter vor, kein Monster, das es zu massakrieren gilt. Hat man diese Pille erst einmal geschluckt und akzeptiert das Szenario als solches, bekommt man eine Geschichte geboren, die durchaus zum Nachdenken anregt. Gerade die Heldin durchbricht das Schema, weil sie am Ende etwas tut, was man nicht unbedingt von ihr erwartet hat. Der Rest der Figuren bleibt dann doch eher blass. Sie dienen dazu, der Heldin vor Augen zu führen, dass das Leben in Freiheit nicht unbedingt eines ist, und man auch hier schmerzhafte Entscheidungen treffen muss. Trotz der Kürze erscheint die Geschichte rund und in sich geschlossen. Die Autorin besitzt einen flüssigen, lebhaften Stil, der weder stockt, noch Längen aufweist Alles in allem ist „Liminale Personae“ eine interessante Mischung aus Dystopie- und „Coming of Age“-Roman, der trotz seiner Kürze eine runde Geschichte erzählt und dabei interessante gesellschaftskritische Aspekte aufwirft.

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  • Eine andere Zombie-Geschichte

    Liminale Personae

    inflagrantibooks

    01. September 2016 um 12:59

    Meinung„Liminale Personae“ ist mit 114 Seiten eine angenehme Novelle für zwischendurch. So dachte ich jedenfalls. Ich lese gerne Novellen, weil man diese eben auch mal „schnell“ an einem Abend lesen oder in ein anderes Genre zum Gedanken abschalten eintauchen kann. Diese hier ist anders. Wie? Na, ich werde mal versuchen, es euch zu sagen, ohne etwas zu verraten…  Zu allererst: Wer auf Zombies hofft, sollte die Finger von der Geschichte lassen. Auch ich las „Zombie-Epidemie“ und war Feuer und Flamme! Ich ächzte wie ein Zombie, nagte an irgendwas, bis das Buch kam und sabberte es dann sofort voll. Schnell merkte ich jedoch, dass die Untoten nicht im Fokus stehen, fand es aber nicht schlimm, denn es geht um das, was nach der Epidemie ist. Wie lebt man nach den Zombies? Gibt es ein „nach den Zombies“ überhaupt? Und ja… das Wort „Zombies“ könnte man in dem Fall tatsächlich gegen jede andere Endzeit-Variation eintauschen. Viren. Bakterien. Laborversuche. Episches Unwetter. Vollkommen irrelevant, warum die Zivilisation zerstört wurde, wichtig ist nur, dass sie es ist!  Und da fängt die eigentliche Geschichte an. Die Protagonistin ist Nihile (echt geiler Name!!!). Sie wohnt in einer ummauerten Stadt, geschützt vor den bösen Zombies. Sie lebt nach Regeln, die sie kaum versteht. Sie ist unzufrieden, zufrieden, will nicht auffallen, fällt auf… Nihile ist schwankend, unklar, nicht im reinen mit sich selbst. Sie möchte gerne etwas Anderes machen, als auf Kinder aufzupassen, aber die große Auswahl hatte sie nicht. Aber sie hatte eine Wahl. Ist das nun gut oder schlecht?  Das klingt jetzt vielleicht etwas wirr, aber so ist sie am Anfang. Unentschlossen, unsicher und irgendwann bricht es aus ihr heraus. Sie stellt die Stadt, die Regeln, die Regierung und ihr Leben öffentlich infrage! Die Folge: Verbannung! Alles, was danach passiert, möchte ich eigentlich gar nicht sagen, denn wie gesagt: es ist eine Novelle und jedes Wort könnte schon ein Wort zu viel sein. Aber ich kann folgendes sagen: nachdem ich „Coming of Age“ gegoogelt hab, hat die Geschichte für mich mehr Sinn gemacht. Es geht alles sehr schnell (aufgrund der Kürze) und manche Handlungen erschlossen sich für mich nicht sofort. Ich habe nach dem Lesen tatsächlich eine Weile über die Story nachdenken müssen und hab sie im meinem Kopf umhergewälzt. Noch immer ist mir nicht alles klar, aber einiges habe ich für mich selbst geschlussfolgert.  Der Leser sollte auf jeden Fall offen für Neues sein und sich von altbekannten Klischees freimachen. Nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick scheint und manchmal reicht ein Blick, um zu wissen, was man will oder eben nicht. Nihile lernt zusammen mit dem Leser, dass nicht jeder Individualismus gut bzw schlecht ist, und dass man Individualität in einigen Bereichen auch eingrenzen muss. Hat man seinen Fleck im Leben gefunden, kann man in seinem eigenen Bereich durchaus Individuell sein. Man muss sich aber darauf einlassen können.  Ich glaaaauuuuube… dass vielleicht ein bisschen mehr Raum der Geschichte an einigen Stellen gutgetan hätte. Nicht übermäßig viel, keine Romanlänge, aber es gab einige Figuren, die sehr interessant waren, aber ratzfatz wieder verschwanden / verschwinden mussten.  Außerdem habe ich das Gefühl, dass zwischen den Zeilen einiges seinen Anfang fand, aber nie die Chance hatte, sich auszubreiten. Es ist nur ein Gefühl, ich kann da nicht genau den Finger drauflegen, aber ja… auch bei Novellen, gerade wenn sie so tiefgreifend und moralistisch sind wie diese, ist weniger nicht immer mehr.  (So, nachdem ich den Titel jetzt auch gegoogelt hab… interessant, was das bedeutet. In Verbindung mit der Erklärung und der Geschichte frage ich mich, ob wir nicht alle irgendwie Teil einer Gesellschaft sind, selbst wenn man sich gegen diese entscheidet.)Fazit„Liminale Personae“ regt auf jeden Fall zum Nachdenken an! Zusammen mit dem einzigartigen Schreibstil der Autorin, welcher mich die meiste Zeit durch die Geschichte getragen und den Figuren ihre ganz eigene Persönlichkeit verliehen hat, ist das Thema auf jeden Fall dauerhaft aktuell. Zombies sucht man vergebens, aber das ist auch nicht schlimm.  Ich würde sagen, „Liminale Personae“ ist ein etwas anderer, kürzerer Jugendroman, der recht offen aufzeigt, worum es beim Erwachsen werden geht und das Entscheidungen eben getroffen werden müssen, egal ob alle diese gutheißen werden oder nicht. Eine Gesellschaft kann nur existieren, wenn man in der Lage ist, seine Individualität auch zurückzustellen um auf den richtigen Zeitpunkt dafür zu warten.Bewertung „Liminale Personae“ bekommt von mir ganz knappe 4 von 5 Marken. Es hat wirklich gedauert, bis die Geschichte in mir soweit gesunken war, dass ich sie verarbeiten konnte. Ich denke gerne mal beim Lesen nach, aber wenn ich tagelang grübeln muss, ist das auch nicht unbedingt schön. ^^

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