Alessandra Reß Spielende Götter

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Inhaltsangabe zu „Spielende Götter“ von Alessandra Reß

… Lade Interface … … Willkommen in Holus … Username: _ Passwort: _ Das Leben ist ein Spiel. Zumindest in Lucies Freizeit. Die junge Frau sieht sich in ihrem Schulalltag mit Mobbing konfrontiert. Doch wie alle anderen Jugendlichen, deren gesellschaftlicher Stand es erlaubt, entflieht sie der Grausamkeit der Realität mit dem regelmäßigen Einloggen in die Simulation Holus. Virtuelle Menschen kämpfen hier in blutigen Kriegen. Götter verheeren Landstriche aus kunstvoll angeordneten Pixeln. Die Spieler aus der Primärrealität schwingen sich zu Herrschern auf. Doch wo endet die Wirklichkeit und an welcher Stelle beginnt das Spiel? Gibt es DIE Wirklichkeit überhaupt? Und wird Lucie Antworten auf diese Fragen finden?

Zwei Fantasy- Geschichten ineinander geschachtelt, dabei so sozialkritisch, spannend und überraschend, dieses Buch kann ich nur empfehlen!

— Bücherwurm
Bücherwurm

Ein spannendes Buch mit dystopischer Story zwischen einer virtuellen und einer realen Welt!

— Sabriiina_K
Sabriiina_K

Virtuelle Realität und echte Morde, Ethik und einige Überraschungen.

— ValkyrieTina
ValkyrieTina

Mal was anderes: Lucie wird in der Realität gemobbt und versucht sich im Computerspiel zu rächen.

— beyond_redemption
beyond_redemption

Ein absolut lesenswerter Roman, der mich sehr gefesselt hat. Ein zweiter Teil wäre toll!

— Avalee
Avalee

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  • Dystopie mit interessanten Ansätzen zu Moral, Ethik und der Beschaffenheit der Welt

    Spielende Götter
    Melanie_Vogltanz

    Melanie_Vogltanz

    04. December 2016 um 22:28

    Der Grundgedanke hinter "Spielende Götter" ist im Grunde nicht neu: Eine virtuelle Welt, die parallel zur Realität, hier "Primärrealität", existiert und Einfluss auf das Leben der Spieler nimmt, in sozialer wie in finanzieller Hinsicht. Allerdings setzt Alessandra Reß sich mit einer Frage auseinander, die mir auf diese Weise und in dieser Ausprägung noch nie untergekommen ist, nämlich die Frage nach der "Virtuellen Ethik" - was ist mit den virtuellen Existenzen, die von den Spielern für ihre Zwecke gelenkt und teils missbraucht werden? Unterscheiden sie sich denn tatsächlich so sehr von den Menschen der "Primärrealität"? Haben sie ein tieferes Bewusstsein, eine Daseinsberechtigung, vielleicht sogar so etwas wie eine Seele? Und wenn dem so ist, wie kann man dann rechtfertigen, sie als spielende Götter aufs Geratewohl in sinnlose Kriege und Schlachten zu schicken, um die eigenen Launen zu befriedigen?Mit diesen Fragen fühlt sich Protagonistin Lucie konfrontiert, als sie in der Spielewelt, genannt "Homos Lundens", kurz "Holus", Intrigen gegen ihre Klassenkameraden spinnt, die sie im realen Leben mobben. Was als bloße, aus Frust erwachsene Idee anfängt, verselbstständigt sich bald und wächs Lucie über den Kopf. Plötzlich sind nicht nur die Virtuellen in Gefahr, die sie durch ihre vermeintlich göttliche Kraft auf ihre Seite gezogen hat und die sie bald als Begleiter und Freunde wertzuschätzen lernt, sondern auch Menschen in ihrem realen Umfeld.Mindestens so spannend wie der Aufbau der Holus-Welt und die damit verbundenen ethischen Fragen ist die Primärrealität mit einem Dreiklassensystem, das an Science Fiction-Klassiker wie "Brave New World" erinnert. Während Alpha- und Beta-Ludens überwiegend mit dem Spiel beschäftigt sind, werden die Laborans in den Arbeiterstand hineingeboren, haben praktisch keine Rechte und bilden so den Bodensatz der Gesellschaft. Wie groß die Schere zwischen den Klassen klafft, merkt man, gemeinsam mit Lucie, die als Beta-Ludens in der Hierarchie die goldene Mitte erwischt hat, erst nach und nach.Dass diese sozial-ethischen und philosopischen Aspekte der Dystopie mir am besten gefallen haben, bedeutet allerdings nicht, dass "Spielende Götter" nicht auch mit handfester Spannung, blutigen Schlachten und überraschenden Wendungen aufwarten könnte. Vor allem im letzten Drittel des Romans überschlagen sich die Ereignisse geradezu, und mir fiel bei der einen oder anderen unerwarteten Entwicklung die Kinnlade herunter.Wer in das Taschenbuch investiert, wird zusätzlich mit der für den Verlag typischen liebevollen Innengestaltung belohnt, die mit ihren kunstvollen Illustrationen das Buch zu einem echten Hingucker macht.Alles in allem kann ich "Spielende Götter" nur empfehlen. Vor allem Liebhaber sozialkritischer Dystopien (Stichwort: Ian Banks) kommen hier auf ihre Kosten und sollten unbedingt zugreifen.

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  • Leserunde zu "Spielende Götter" von Alessandra Reß

    Spielende Götter
    verlagohneohren

    verlagohneohren

    Hallo ihr Lieben, dieses Mal gibt es einen dystopischen Roman mit Cyberpunk-Anteilen zu gewinnen. Es handelt sich um "Spielende Götter" von Autorin Alessandra Reß. Der Klappentext: … Lade Interface … … Willkommen in Holus … Username: _ Passwort: _ Das Leben ist ein Spiel. Zumindest in Lucies Freizeit. Die junge Frau sieht sich in ihrem Schulalltag mit Mobbing konfrontiert. Doch wie alle anderen Jugendlichen, deren gesellschaftlicher Stand es erlaubt, entflieht sie der Grausamkeit der Realität mit dem regelmäßigen Einloggen in die Simulation Holus. Virtuelle Menschen kämpfen hier in blutigen Kriegen. Götter verheeren Landstriche aus kunstvoll angeordneten Pixeln. Die Spieler aus der Primärrealität schwingen sich zu Herrschern auf. Doch wo endet die Wirklichkeit und an welcher Stelle beginnt das Spiel? Gibt es DIE Wirklichkeit überhaupt? Und wird Lucie Antworten auf diese Fragen finden? Die Leseprobe gibt es hier! Zu gewinnen gibt es 15 E-Books, wunschweise MOBI oder EPUB (bitte angeben). Zusätzlich verlosen wir unter allen Gewinnern noch ein E-Book aus unserem Programm nach Wahl (völlig egal, was; Programm findet sich unter www.ohneohren.com). Aufgrund des Weihnachtsgeschäfts und zugunsten eines relativ synchronen Lesebeginns aller gibt es dieses Mal ausschließlich Dateien per Mail. Wir freuen uns schon sehr auf eine lebendige Leserunde und eure Gedanken zum Roman. Für die Teilnahme wollen wir von euch wissen: Warum glaubt ihr, dass "Spielende Götter" euch begeistern wird? Viel Freude beim Mitmachen und viel Glück!

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  • ein Highlight

    Spielende Götter
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    03. April 2016 um 01:57

    "Spielende Götter" von Alessandra Reß ist jetzt schon das zweite Buch der Autorin, das mich so voll und ganz fesselte!Sie versteht es, wie kaum ein anderer Autor, schwere Themen fast unbemerkt in spannende und überraschende Geschichten zu verpacken.Egal, was ich hier jetzt schreibe, es kann dem Buch niemals gerecht werden, da es so vielschichtig, so intensiv und in alle Richtungen so beladen ist mit Themen, die man wahrnehmen oder übersehen kann. im Falle des Übersehens ist dieser Roman eine komplexe Fantasy Geschichte, die fesselt und bestens unterhält.Lucie ist eine Schülerin, die von einer aggressiven Bande von Jungen bedroht und gemobbt wird. Sie ist nicht die einzige, die unter diesen Jungen leidet. In der schule wird lange und ausführlich das Thema "Ethik" diskutiert, denn in dieser Zukunft ist es üblich, dass jeder Internetrollenspiele spielt. Wie weit darf man sich virtuellen Figuren bedienen, wie untertan und wertlos sind diese Figuren?Vielleicht ist es der Unterricht, der Lucie auf die Idee bringt, dem Führer der Bande nicht im realen Leben gegenüber zu treten, vielleicht ist es auch die Einsicht, dass sie dazu nicht mächtig genug ist, sie beschließt, sich im Spiel zu rächen.Welche Auswirkung dies auf ihr gesamtes Umfeld hat, nicht nur im virtuellen Spiel, welche Figuren und Menschen zu leiden haben und wie die Situation erst entgleist, dann eskaliert, das kann sie anfangs nicht übersehen.Als es ihr klar wird ist bereits alles zu spät.Bis zum letzten Satz war ich gefesselt, immer wieder überrascht! Mich hat dieses Buch sehr bewegt, nicht nur weil die Ehtik-Problematik immer und derzeit besonders aktuell ist, sondern weil ich so völlig in die Geschichte gezogen wurde. Ich spiele selbst sehr gerne und konnte die Gefühle, die Ängste, die beschriebenen Situationen so gut nachvollziehen, bis hin zur Überlegung, was eigentlich wirklich real ist, worauf wir bauen, was wir wert sind, was die Pflichten, die Moral, die Rechte eines jeden Einzelnen sind.Schade, dass dieses Buch nicht Pflichlektüre an Schulen ist.

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  • Wenn sich Wirklichkeit und Spiel vermischen…

    Spielende Götter
    Sabriiina_K

    Sabriiina_K

    Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und musste mir das Cover etwas länger anschauen, weil es ziemlich abstrakt wirkt. Ein Kopf, der weder Mensch noch Maschine ist und aus zwei verschiedenen Hälften besteht schaut einem vom entgegen. Mich hat das sehr neugierig gemacht und mein Interesse geweckt. Bei dem Buch handelt es sich um eine Dystopie, in der die aktuell bestehende Gesellschaft in drei Klassen unterteilt ist und in der eine virtuelle Realität namens Holus existiert, in der Streitereien geschlichtet werden sollen. Die Spieler können sich da quasi drin auslassen und müssen keine Konflikte in der Realität führen. Im Buch ist dies so umgesetzt, dass man als Leser zu Beginn Lucie kennenlernt, die in der Realität gemobbt wird und sich im Spiel an ihren Mobbern rächen will. Das Buch ist gut verständlich und flüssig geschrieben, sodass man gut in die Geschichte rein findet und schnell voran kommt. Durch Handlungswechsel zwischen der realen und der virtuellen Welt wird das Buch spannend, und man bekommt einen ziemlich guten Eindruck von beiden Welten. Was für mich zunächst kompliziert war, dass jeder Spieler einen Avatar besitzt, der einen anderen Namen trägt als der Spieler. Es waren so zunächst am Anfang viele Namen, die man zuordnen und sich merken musste. Die einzelnen Charaktere fand ich allesamt interessant und spannend gestaltet. Die Hauptfigur Lucie fand ich leider zur Mitte des Buches hin nicht mehr ganz so realistisch, weil ich manche ihrer Gedanken und Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte. Orphelia war der krasse Gegenpart zu ihr und eine richtig „gute“ Bösewichtin mit einem kalten Herz. Meine Lieblingsfigur in diesem Buch ist Siard gewesen, denn er war mir von Anfang an richtig sympathisch und ich fand ihn sehr authentisch. Besonders gut hat mir das Buch ab der zweiten Hälfte gefallen. Es wurde richtig spannend und es gab einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Sowas mag ich bei Büchern ja immer sehr gerne. Das Ende war noch einmal ein kleiner Höhepunkt, bei dem ich noch einmal so richtig mitgefiebert habe. Was mir persönlich leider nicht ganz so gut gefallen hat war das Ende, das doch sehr offen gehalten war. Mein persönliches Fazit: Eine gut geschriebene Dystopie mit einer tollen Storyidee, auf die man sich als Leser aber zu Beginn wirklich erst einmal einlassen muss. Abzüge gibt es, weil mir einige Handlungen einfach zu unrealistisch waren und das Ende für meinen Geschmack einfach zu offen war. 

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    • 2
  • Atemberaubend mitreißende Fantasy Dystopie mit mittelalterlichem Flair

    Spielende Götter
    Kendra

    Kendra

    23. January 2016 um 20:41

    „Spielende Götter“ von Alessandra Reß ist ein fantastisches Dystopien Abenteuer mit einer virtuellen Nebenwelt, die neben der Realität sein ganz eigenes Leben zu haben scheint. Wirklich ein faszinierendes Setting, dass hier die Autorin erschaffen hat und uns in ein ganz besonderes Dystopisches Lebensmodell entführt, dass seine ganz eigenen Tücken besitzt. In der realen Welt gibt es ein ganz besonderes Klassensystem indenen die sogenannten Alpha Ludens an der Spitze stehen, gefolgt von den Beta Ludens zu denen auch unsere Hauptfigur Lucie gehört, ganz unten in der Reihenfolge stehen die Laboran, die meistens den Ludens dienen und nicht wirklich viel in der Gesellschaft zu sagen haben. Neben dieser Primärrealität, wie es so schön heißt , die uns Auszüge aus dem alltäglichen Leben von Lucie erzählt, werden wir immer wieder in die Spielwelt von Holus gezogen, der virtuellen Spielwelt der Ludens! Dabei scheinen die Figuren in Holus sehr menschlich zu agieren und wir bekommen im Laufe der Geschichte mit, dass auch diese Charaktere auf ihre ganz eigene Art und Weise lebendig sind, und ihre ganz eigene Existenz zu besitzen scheinen. Während Lucie in ihrem Leben von anderen Mitschülern aus der Schule gemobbt wird, die zu den Alphas gehören und als sogar ihr bester Freund Siard, der ein Laboran ist von den Unruhestiftern verprügelt wird, beschließt sie auf eine ganz raffinierte und intelligente Weise sich an ihnen ,mithilfe der Spielwelt von Holus zu rächen. Ihr Plan der Anfangs noch auf recht wackligen Beinen steht entwickelt sich ,nachdem sie mit Ophelia eine starke Alpha Ludens als Partnerin dazu gefunden hat, die ihr bei der Umsetzung ihrer Rache zur Seite steht... In Holus beginnt Lucie das fehlende Vertrauen in die Götter beim mutigen Kriegers Anpharis aus der armseligen virtuellen Stadt Fargisheim, mithilfe des Göttermodus zurückzugewinnen. Hier setzt sie erstmals den Samen ihrer Lüge in diese Welt. Diese Unterfangen verstärkt sie , nachdem sie persönlich mit ihrem Avatar Neriel auftritt und dabei die Gesandte der Lichtgöttin Liafeiy spielt, die Anpharis den Auftrag verkündet, gegen den bösen Fürsten Zian kämpfen zu müssen, der scheinbar auf der Seite der Dämonen steht. Mit an Bord kommt auch Anpharis Bruder Xelic, ein Dieb, der sich ebenfalls diesem Himmelfahrtskommando anschließt. Zusammen werden sie bald schon zu einem tollen Trio ,das bald schon mit der Figur von Ophelia erweitert wird, die mit dem selbstbewussten und manchmal ziemlich kaltherzig wirkenden Avatar Taryantas die Gruppe vervollständigt. Zusammen müssen sie einige Gefahren überstehen, dies schweißt sie nicht nur zusammen sondern Lucie beginnt schon bald Zweifel und Skrupel dabei zu haben, die mittlerweile liebgewonnenen Freunde aus Holus für ihre Rache zu benutzen und dabei deren Leben aufs Spiel zu setzen. Denn für die beiden Brüder ist Holus nicht nur eine Methode für die reichen Ludens, um deren Aggressionen im Spiel auszulassen, sondern ihr wirkliches Leben und ein Versagen kann ihren Tod bedeuten.... Atemberaubend mitreißend und auch sehr spannungsgeladen ist dieses Buch, dass mit tollen Charakteren begeistern kann und mit einer einzigartigen und neuen Idee für einen Lesegenuss sorgt. Nicht nur die wirkliche Realität der Ludens wurde wunderbar gestaltet, sondern auch die mittelalterliche Holus Welt kann begeistern. Ein Buch, dass dem Leser aufzeigt, dass es zu schrecklichen Konsequenzen führen kann, wenn man versucht selbst Gott zu spielen und Mitmenschen aufgrund eigener Interessen zu lenken versucht.

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  • Spieler, Bullies und eine grandiose Bösewichtin

    Spielende Götter
    ValkyrieTina

    ValkyrieTina

    16. January 2016 um 22:53

    Lucie ist ein ganz normales Mädchen ihrer Gesellschaft: eine Beta-Ludens, und somit Teil der mittleren Kaste. Über ihr stehen die Alpha-Ludens, die Elite, unter ihr die Laborans, die Arbeiter. Große Teile ihrer Freizeit verbringt Lucie, wie alle Alpha und Beta-Ludens, im Holus, einer virtuellen Realität ähnlich eines Online-Rollenspiels. Aber in einem unterscheidet sich Lucie von ihren Mitschülern: sie kann ihre große Klappe nicht halten. Das macht sie zum beliebten Ziel ihrer Mitschüler, vor allem von Cyrillian und seinen Kumpels, den Klassenbullies. Als Teil einer mächtigen Alpha-Familie genießt Cyrillian quasi Narrenfreiheit, und Lucie bezieht regelmäßig Prügel. Als Siard, der Familienchauffeur und Lucies Freund, von der Bande krankenhausreif geschlagen wird, hat Lucie genug. Cyrillian muss aufgehalten werden, und auch wenn er im wirklichen Leben quasi unangreifbar ist, dann nimmt sich Lucie eben seinen Avatar im Holus vor! Im Holus ist Cyrillian ein mächtiger Statthalter, und Lucie braucht Hilfe. Die findet sie in den Virtuellen (Computergenerierte Figuren) Anpharis und seinem Bruder, denen sie vorlügt, dass die Götter über Cyrillian (bzw. dessen Avatar Zian) erbost seien und sie quasi im göttlichen Auftrag einen Aufstand führen müssten. Weiterhin bekommt sie Hilfe von der Alphs-Ludens Ophelia, die nach Zians Ableben die Herrschaft in der Stadt übernehmen soll. Zunächst läuft alles nach Plan, doch schon sehr schnell eskaliert die Situation, on- und offline. Die Figuren des Holus sind weitaus mehr als seelenlose computergesteuerte Wesen, und für Lucie stellt sich die Frage, ob sie (oder überhaupt einer der Ludens) das Recht hat, sie aufeinander zu hetzen... Und ob sie die von ihr in Gang gesetzten Taten überhaupt aufhalten könnte, wenn sie es wollte. Spielende Götter ist ein rundum gelungenes Debüt. Beide Welten und alle Akteure werden wortgewaltig eingeführt, und ich hatte keine Probleme, mir den desillusionierten aber immer noch idealistischen Krieger Anpharis, seinen diebischen Bruder oder den machtbewusten Zian vorzustellen. Allein mit Lucie hatte ich Probleme. Sie wirkt mir oft wenig zielstrebig und passiv, und die wichtigen Fragen des Buchs („Sind die Bewohner des Holus lebendig? Hab ich das Recht, sie gegeneinander aufzustacheln“) werden zwar von ihr gestellt, aber selten komplett durchdacht. Der heimliche Hauptcharakter des Buchs ist aber für mich sowieso nicht Lucie, sondern Ophelia. Sie ist eine der grandiosesten Antiheldinnen (Oder doch Bösewichtin?), die ich je gelesen hab, ruchlos und für ihre Ziele über Leichen gehend in einer Konsequenz, die ich nur bewundern kann (auch wenn ich ihr nie begegnen möchte). Auch wenn man nicht so wild auf Dystopien ist- Allein für Effi lohnt sich, das Buch zu lesen!

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  • Freundschaft und Intrigen in der virtuellen Realität

    Spielende Götter
    beyond_redemption

    beyond_redemption

    10. January 2016 um 20:06

    Die Gesellschaft ist in drei Klassen geteilt: Alphas, Betas und Laborans. Lucie (Beta) wird in der Schule von einigen Alphas gemobbt und will sich an ihnen in der virtuellen Realität Holus rächen, die extra dafür erschaffen wurde, um Streitereien "spielerisch" zu schlichten. Das Buch spielt abwechselnd in der Realität und in der virtuellen Realität, die man sich wie ein Fantasy-Mittelalter vorstellen kann. Die Idee hinter dem Buch finde ich toll und die meisten Charaktere wachsen einem während des Lesens ans Herz. Besonders schön finde ich, dass z.B. auch virtuelle Ethik thematisiert wird und vor allem Lucie eine sehr enge Beziehung zu den virtuellen Charakteren eingeht. Obwohl das Buch eigentlich sehr flüssig geschrieben ist, fiel mir das Lesen etwas schwerer, weil die Charaktere jeweils einen Namen in der Realität und einen anderen Namen in der virtuellen Realität haben, die dazu auch noch meistens sehr ausgefallen sind, was es für mich nicht unbedingt leichter machte. Am Anfang hat es mich etwas gestört, dass man überhaupt keine Hintergrundinformationen bekommt, wie es z.B. dazu gekommen ist, dass die Gesellschaft in drei Klassen unterteilt ist und wieso fast alle nur noch "Computerspielen" und ihr Handeln nicht hinterfragen. Darauf muss man sich also einlassen können beim Lesen, sonst ist das Buch vermutlich nichts für einen. Ich hatte deswegen auch zuerst etwas Startschwierigkeiten, aber mit der Zeit konnte ich mich mehr auf dieses Gedankenexperiment einlassen und dann war das Buch auch sehr spannend. Aufgrund dieser Dinge, die mir das Lesen zuerst erschwert haben und da ich nicht immer alle Handlungen der (reellen) Figuren nachvollziehen konnte, würde ich dem Buch nur 3 Punkte geben. Da es aber zum Ende hin spannender wurde und ich die Idee hinter dem Buch sehr toll finde, gebe ich ihm doch noch 4 von 5 Punkten.

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  • Spannende „2-Welten“ Dystopie

    Spielende Götter
    Avalee

    Avalee

    05. January 2016 um 22:50

    Spiele nie mit dem Leben anderer – du wirst es bereuen Lucie ist eine Beta-Ludens und somit in der Mittelklasse ihrer Gesellschaft angesiedelt. Laborans arbeiten für sie, Alpha-Ludens stehen über ihr. Von einer Gruppe Alphas und einem mit ihnen befreundeten Beta wird sie in der Schule schon seit längerem gemobbt und auch wenn sie Angst vor ihnen hat, lässt sie sich nicht den Mund von ihnen verbieten. Als diese dann aber ihrem Chauffeur und Freund Siard ins Krankenhaus befördern, heckt sie einen Plan aus, wie sie es zumindest Cyrillian, dem Anführer dieser Gruppe (und damit vielleicht auch den anderen), heimzahlen kann. So loggt sie sich ins Spiel Homo Ludens (Holus) ein und schafft es den Virtuellen und Krieger Anpharis, der seinen Sinn im Leben verloren zu haben glaubt, zu vermitteln, dass ihr Avatar Neriel die Gesandte der Lichtgöttin Liafeiy ist und auf göttliches Geheiß gegen den Fürsten Zian Amaintear vorgehen möchte, da dieser mit Dämonen im Bunde ist und diesen sogar Menschen opfert. Er und sein Bruder schließen sich folglich Neriel an, um ihr zu helfen. Zian ist der Avatar Cyrillians und es würde seinen Ruf massiv schädigen, wenn Lucie es mit Neriel gelingt, Zian zu stürzen und ihm seiner Stadt zu berauben. Außerdem erreicht Lucie es, die Alpha Ophelia auf ihre Seite zu ziehen, die ihr noch einen Gefallen schuldet. Ihr männlicher Avatar Taryantas unterstützt Neriel und außerdem soll ihr/ihm bei gelingen des Plans das Herrschaftsgebiet Zians zugesprochen werden. Doch wird Lucie erfolgreich sein? Ist ihr Plan ausgefeilt genug? Ist Ophelia wirklich auf ihrer Seite? Am Anfang stürmen recht viele Informationen auf einen ein, daher ist es sehr hilfreich, dass es am Ende des Buches ein Glossar gibt. Die Figuren haben doch recht spezielle Namen, was ich persönlich sehr liebe, aber ich weiß, dass das den Lesefluss stören kann. Für mich war das aber nicht weiter schlimm. Die meisten Figuren sind mir darüber hinaus recht schnell ans Herz gewachsen (selbst der ruppige Taryantas). Teilweise gibt es recht schockierende Momente in der Story, die meinen Lesespaß und die Spannung erhöht haben. Außerdem fand ich es realistisch, dass nicht immer alles so glatt lief, wie die Protagonistin es sich erhofft hat und man fiebert in solchen Momenten mit ihr mit. Dass die Virtuellen in Holus doch sehr menschlich sind und daher die Frage im Raum steht, ob sie dann nicht auch wie Menschen und nicht wie bloße Figuren behandelt werden sollten, ist, meiner Meinung nach, eine sehr interessante Sichtweise. Das macht die Spielenden tatsächlich zu einer Form von Göttern, da sie über Wesen mit Emotionen bestimmen können. Zusammenfassend ein absolut lesenswerter Roman. Ein zweiter Teil wäre toll!

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