Alessandro Baricco Die junge Braut

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Inhaltsangabe zu „Die junge Braut“ von Alessandro Baricco

Eine anarchische Hymne auf das Schreiben, das Leben und die Liebe

Eine Familie in einem alten Gutshaus: Da ist der Vater, der gar nicht der Vater ist. Da ist die bizarr schöne Mutter. Der Onkel, der ununterbrochen schläft. Die hinkende Tochter. Und eines Tages steht die junge Braut in der Tür, die sich dem Sohn versprochen hat – der unauffindbar ist.
Sie bleibt bei der Familie und lernt, was es heißt, das eigene Schicksal zu bestimmen. Als sie genau darin die Katastrophe erkennt, rettet sie sich in die Liebe zu dem abwesenden Sohn und in das stoische Warten auf ihn. Doch eines Tages muss sie einsehen, dass sie nicht mehr warten kann.
Alessandro Baricco führt uns in eine Welt, die zusammengesetzt ist aus Schicksalen, Geheimnissen, Erwartungen. Es ist ein Experiment: Was, wenn alles immer nur ein und dieselbe Geschichte ist, aus wechselnden Perspektiven erzählt, von verschiedenen Sehnsüchten geprägt, von unterschiedlichen Menschen gelebt?

Herrlich! Eine gute Geschichte, poetisch aber auch locker erzählt, skurrile Figuren, ein wunderbares Leseerlebnis.

— Alanda_Vera

2000 Eindrücke auf 200 Seiten - ein starkes Buch mit einigen erotischen Zügen. Literarisch, unvorhersehbar und vielseitig überraschend.

— Binea_Literatwo

Inhalt und Verpackung bilden leider keine Einheit.

— seschat

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    Die junge Braut

    raven1711

    10. November 2017 um 13:52

    Rezension Alessandro Baricco - Die junge Braut Klappentext:Eine anarchische Hymne auf das Schreiben, das Leben und die Liebe Eine Familie in einem alten Gutshaus: Da ist der Vater, der gar nicht der Vater ist. Da ist die bizarr schöne Mutter. Der Onkel, der ununterbrochen schläft. Die hinkende Tochter. Und eines Tages steht die junge Braut in der Tür, die sich dem Sohn versprochen hat – der unauffindbar ist. Sie bleibt bei der Familie und lernt, was es heißt, das eigene Schicksal zu bestimmen. Als sie genau darin die Katastrophe erkennt, rettet sie sich in die Liebe zu dem abwesenden Sohn und in das stoische Warten auf ihn. Doch eines Tages muss sie einsehen, dass sie nicht mehr warten kann. Alessandro Baricco führt uns in eine Welt, die zusammengesetzt ist aus Schicksalen, Geheimnissen, Erwartungen. Es ist ein Experiment: Was, wenn alles immer nur ein und dieselbe Geschichte ist, aus wechselnden Perspektiven erzählt, von verschiedenen Sehnsüchten geprägt, von unterschiedlichen Menschen gelebt?Meinung:Halte ich Bücher von Alessandro Baricco in der Hand, erwarte ich etwas Besonderes, Unerwartetes in seinen Romanen zu finden. Dementsprechend groß war meine Erwartungshaltung, als ich an seinen neuen Roman Die junge Braut heranging.Diesmal wird die Geschichte einer Familie erzählt, die auf den ersten Blick sehr wunderlich erscheint. Diese steht nie auf, bevor nicht die Sonne ihre Licht durch die Fenster wirft, hält ewig lange Frühstück, geht über den Tag verschiedenen Pflichten nach, um dann für die Nacht sich in die jeweiligen Schlafräume zurückzuziehen und darauf zu warten, das die Nacht vorbei geht. Doch als eines Tages die junge Braut vor der Tür steht, wird die Familie aus ihrer Routine gerissen. Denn zum einen fehlt der Bräutigam noch, der Sohn der Familie, zum anderen setzt die Ankunft der Braut Ereignisse in Gang, die das Leben der Familie verändern wird.Wie ich es von Alessandro Baricco erwartet hatte, wirkt die Sprache im ersten Moment ein wenig sperrig, sehr verspielt und verschachtelt. Doch schnell fand ich meinen Rhythmus und konnte mich an seinen doch so schönen poetischen Worten erfreuen.Weniger erfreuen konnte mich aber die Geschichte selber, die zwar einige unerwartete Wendungen und Geheimnisse mit sich brachte, mir insgesamt aber zu sehr ins erotische ging und meinem persönlichen Lesegeschmack nicht ganz traf. Baricco findet zwar sehr viele schöne Worte für seine Handlung, wirklich angesprochen fühlte ich mich dadurch leider nicht.Und so sank recht schnell die Motivation für dieses Buch, die Hintergründe der Figuren berührte mich immer weniger und die eigentlich wenigen Seiten von etwas über 200 zogen sich streckenweise sehr immens, so dass ich am Ende doch erleichtert war, den Roman beenden zu können. Fazit:Scheinbar hatte ich andere Vorstellungen von der jungen Braut, denn meine Erwartungen wurden hier nicht erfüllt. Zu erotisch und etwas verworren erzählt, das sorgte dafür, dass mein Interesse am Roman zu schnell abflaute. Schade, beim nächsten Baricco wird es bestimmt wieder besser für mich.Von mir gibt es 2 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Hoffmann & Campe Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Anders als erwartet

    Die junge Braut

    seschat

    02. September 2017 um 16:41

    Das minimalistisch gestaltete Buchcover und der spannende Klappentext haben mich zu Alessandro Bariccos neuestem Roman greifen lassen. Doch im Laufe der Handlung hatte die Geschichte schnell alles Magische und Geheimnisvolle abgestreift und offenbarte nichts als unpassende bis skurrile Wendungen und Geschehnisse. Das Warten auf den Verlobten, der auf unbestimmte Zeit in England weilt, wird für die junge Braut und den Leser gleichermaßen zur Geduldsprobe. Zudem ist die ach so heile Familienbande alles außer normal - ein Konstrukt aus Neurosen und Lügen. Erst gegen Ende des Plots zeigt sich die Fragilität dieser Familie, die nichts anderes als eine Zweckgemeinschaft darstellt, in der man nebenher statt miteinander lebt. Allein das ist schon traurig und stimmt nachdenklich. Aber es kommt noch besser, die Braut wird ein Teil dieser Familie und wohnt im Schloss der Schwiegereltern in Argentinien. Mit den Figuren konnte ich nur bedingt etwas anfangen, weil alle irgendwie psychische Krankheiten bzw. Störungen besaßen. Da ist zum einen die ungemein schöne wie eigenwillige Mutter und zum anderen ein stiller, einsilbiger Vater; von der hinkenden Tochter und dem ständig schlafenden Onkel einmal abgesehen. Kurzum, diese Familie ist speziell und dadurch auf den ersten Blick auch spannend. Aber mit jeder Buchseite ebbte die Spannung ab und wandelte sich in Zähheit und Ödnis. Nach dem verlorenen Sohn, dem Verlobten der jungen Braut, wird gar nicht erst gesucht. Einsam und selbstbezogen scheint jede Figur sein (Lebens-)Schicksal hinzunehmen. Dass sich die Frauen der Familie auf besondere Weise der jungen Braut annahmen, machte die Lektüre dann noch schwerer, so dass ich einige Male das Buch fast schon abbrechen wollte.Der Handlungsort, der Familiensitz in Argentinien, nutzte sich mit der Zeit wie die Figuren ab. Hier hätte ich mir mehr Abwechselung, also Ortswechsel, gewünscht.Alessandro Bariccos abgehackter und monotoner Erzählstil konnte mich absolut nicht überzeugen. Es fehlte an Emotionen, Witz und Realität. Die Story plätscherte vor sich und als Leser war man froh, als man die letzte Seite mit dem hier unpassenden Happyend hinter sich gebracht hatte.FAZITInhalt und Verpackung bilden leider keine Einheit. Wer auf eine spannende Handlung spekuliert hat, wird von dem monotonen bis schwachen Roman enttäuscht sein. 

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