Alessandro Baricco Land aus Glas

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Inhaltsangabe zu „Land aus Glas“ von Alessandro Baricco

Es war einmal ein Mann, der fortging, durch die Welt reiste, und jedesmal wenn er zurückkehrte, kam vor ihm, in einem mit Samt ausgeschlagenen Kästchen, ein Juwel an. Die Frau, die auf ihn wartete, öffnete das Kästchen, sah den Juwel und wusste dann, dass ihr Mann bald wieder zu Hause war. Die Leute glaubten, der Stein sei ein Geschenk, ein kostbares Geschenk für jede Flucht. Dabei war er im Labyrinth der Welten das, was das Band ihrer Liebe bewahrte. In seinem ersten Roman "Land aus Glas", der seinen Ruhm in Italien begründet hat, erzählt Alessandro Barricco eine traumhafte Geschichte voller Poesie, Witz und Weisheit.

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  • Welche Bücher soll ich mir kaufen? Brauche Buchtipps!

    Daniliesing

    Hallo, ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese. Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!) Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben. Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben. Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen. Dankeschön! Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:

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  • Glas ist zerbrechlich...

    Land aus Glas

    Lesemanie

    19. March 2013 um 12:37

    Mr. Rail und seine bildschöne Frau Jun leben in der fiktiven Stadt Quinnipak irgendwo in Europa, Ende des 19. Jahrhunderts. Mr. Rail gehört eine Glasfabrik, doch seine eigentliche Leidenschaft gilt nicht so sehr dem Glas, sondern vielmehr dem Reisen. Und Elisabeth. Diese Eisenbahn bringt er nämlich eines Tages von einer seiner Reisen zurück, und stellt sie auf die Wiese neben seinem Haus. Von nun an ist er von dem Wunsch beseelt, Elisabeth auf Schienen zu setzen. Schnurgerade bis ans Meer sollen sie verlaufen, doch der Besuch eines Ingenieurs bringt Ernüchterung, denn obwohl die Geschäfte gut laufen, fehlen Mr. Rail die finanziellen Mittel um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, und die Idee wird zur Obsession des Mr. Rail.Derweil läuft das Leben in Quinnipak weiter. Während der Leser Mr. Rail und Jun nie wirklich kennenlernt, kommt er einigen anderen Menschen sehr viel näher. So zum Beispiel Pehnt und Pekisch. Pehnt, als Baby von der Witwe Abegg aufgefunden und aufgenommen, begegnet uns als Junge zum ersten Mal. Pekisch, Untermieter der Witwe, nimmt ihn unter seine Fittiche und fungiert als Vaterfigur. Pekisch liebt die Musik und ist Erfinder und Dirigent des Humanophons, das wie eine Orgel funktioniert, nur dass es aus Menschen besteht, und jeder Mensch, einer Orgelpfeife gleich, seinen eigenen Ton auf ein Zeichen von Pekisch hin singt.  Viele der Personen in diesem Buch haben eine große Leidenschaft, der sie zu guter letzt erliegen. Mr. Rail hat seine Eisenbahn, Pekisch die Musik, der Architekt Hector Horeau, der in der zweiten Hälfte des Buches auftaucht, das Glas. Und Jun? Die hütet ein Geheimnis, das mit der Stadt Morivar zu tun hat, und das sich erst sehr viel später auflösen wird. Baricco lässt ganz unterschiedliche Personen zu Wort kommen. So folgt die Geschichte vom Land aus Glas nicht einem stringenten, chronologischen Weg, sondern vermittelt Momentaufnahmen  und flüchtige Eindrücke, die manchmal nur wenige Minuten, und zum Teil Jahre auseinander liegen. Dabei jagen sich absurde, bisweilen urkomische, zeitweise tieftraurige, Ereignisse, bis der Leser am Ende zu dem Schluss kommt, dass Glas tatsächlich sehr zerbrechlich ist. Bevor es so weit ist, beglückt Baricco den Leser jedoch mit einer Vielzahl an philosophischen Gedanken zu allen möglichen Themen. So ist die Industrialisierung, verkörpert durch die Eisenbahn, „zu Eisen gewordene Zeit, auf zwei Schienen dahinrasende Zeit.“ Lesen, überlegt Baricco, mag nie etwas anderes gewesen sein, „als sich auf einen Punkt zu konzentrieren, um von dem unkontrollierbaren Fortgleiten der Welt nicht verführt, und nicht zerstört, zu werden.“ Auch das Leben an sich erklärt er, quasi nebenbei, in einem nicht einmal vollendeten Satz: „das Schicksal macht Feuer mit dem Holz, das gerade da ist“. Land aus Glas ist ein Feuerwerk an absurden Einfällen, tiefen Gedanken und wunderschönen sprachlichen Bildern. Mehr Rezensionen unter http://lesemanie.blogspot.de/

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  • Rezension zu "Land aus Glas" von Alessandro Baricco

    Land aus Glas

    Mr. Rail

    25. February 2009 um 17:06

    Wer erfahren möchte, warum Mr. Rail versucht eine schnurgerade Eisenbahnstrecke zu bauen, was seine Frau Jun damit zu tun hat und was von der alten Lokomotive Elisabeth erwartet wird, der sollte sich auf diese Geschichte einlassen. Eingesponnen wird man von dem Autor, in eine so unwirkliche Welt, eine so phantastische Welt, die man zuerst ablehnen muß, weil man sie nicht verstehen kann. Aber dann wird man immer weiter hineingezogen in dieses Glashaus, dem man anfangs so mißtraut hat, und man merkt, daß es drinnen schön und warm ist. Und alles schließt sich um einen wie ein Kokon. Und man ist so geschützt und will nicht mehr hinaus. Und in diesem Moment läßt der Autor dieses Glashaus über dem Leser einstürzen, wobei dieser unter einem Haufen von Traum- und Phantasiesplittern begraben wird und, sobald er sich davon befreit hat, wieder der kalten Wirklichkeit ausgesetzt ist. Das Buch ist wirklich nicht angenehm und man neigt hinterher dazu es zu verdammen, weil man sich vom Autor verraten und in eine Falle gelockt fühlt. Aber zu einer Verführung gehört auch immer jemand, der verführt werden will. Wer sich nach einem solchen Glashaus sehnt, der weiß nun, daß es wirklich existieren kann, man muß es nur selber bauen und seine Schwächen kennen, es notfalls verlassen, bevor es einstürzt. Dieses Buch ist in vielen Punkten wirklich gut, aber die ganzen Stilmittel und "Spinnereien" dienen nur dem größeren Ziel, den Leser zu verändern. Zu lehren. Und das macht dieses Buch brilliant. "Nur noch dreimal ...... bis Amerika" - unvergesslich...

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  • Rezension zu "Land aus Glas" von Alessandro Baricco

    Land aus Glas

    Eltragalibros

    04. October 2008 um 15:42

    Land aus Glas war mein erstes Buch von Baricco. Es hinterlässt den Leser am Ende mit einem Moment, den man nich beschreiben kann. Man sitzt da und findet keinen Vergleich mit anderen Büchern.

  • Rezension zu "Land aus Glas" von Alessandro Baricco

    Land aus Glas

    AiHua

    20. August 2008 um 16:47

    Alessandro Baricco kennt in Italien jeder und in Deutschland eigentlich auch, nicht nur weil sein Buch Seide mit Knightley verfilmt wurde, sondern weil er ein nicht zu vergessener Autor ist. Schlagworte wie „märchenhaft“ und „surreal“ fallen immer wieder in den Rezensionen und Bewertungen. Sicherlich durchaus treffend. Land aus Glas, welcher im Original Castelli di rabbia (also wohl Burg aus Wut) heißt, ist eigentlich sein Debütroman, welcher hier aber erst als drittes Buch herauskam. Der deutsche Titel ist treffend und gut, denn immer wieder greift man den Faden des Titels wieder auf, versteht den Hintergrund und die wechselnde Metaphorik dahinter. Der italienische Titel ist sicherlich genauso vielschichtig, allerdings ist der Faden nicht so leicht aufzunehmen. Denn Wut und Gewalt schwelt zwar immer wieder zwischen den Zeilen, ist in der Geschichte verschlungen, tritt aber selten klar und deutlich vor einen. Dann allerdings mit voller Wucht. Das ist es auch, was es so märchenhaft macht. Baricco erschafft eine Welt, die extrem fiktional ist und dann immer wieder Anleihen aus der Realgeschichte nimmt, dass es einem genauso umhaut wie seine Schilderungen voller Liebe von Menschen, dass sie auch nicht davor Halt machen zu schildern, wie Menschen auch in ihren tiefsten Momenten sind. Wenn sie beispielsweise einen anderen den Schädel einschlagen und ihn vergewaltigen. Und das genau auch mit der Sprache, die in einem Märchen schildert, wie eine Frau dadurch bestraft wird, dass sie an einem doch so glücklichen Tag wie dem einer Hochzeit rotglühenden Schuhe anziehen und vor der Hochzeitgesellschaft tanzen muss. Es ist die Sprache, die einfach schildert, dass geschieht was geschehen muss (heimlich hoffe ich immer wieder, dass es nur das Gesetz des Märchens ist, nicht das des Lebens). Barrico beschreibt anschaulich, ein weiterer Aspekt des Märchens. Schwierige, nicht fassbare Gedanken werden anschaulich beschrieben, abgearbeitet, untersucht. Eine Jacke kann für das Erwachsenwerden stehen, so wie ein Genius in der bildenden Kunst für einen abstrakten Gedanken dastehen kann. Baricco greift drastisch zu Stilmitteln, so dass er eine poesievolle Sprache erschafft, manch einem geht sie mächtig auf die Nerven. Mich hat sie allerdings von Anfang an eingefangen. Er schafft wundervolle Figuren, die mit einfachen Mitteln zeigen, wie verschachtelt, eigen jeder Mensch ist. Und es ist auf jeder Seite voller Witz und abstruser, genialer Einfälle. Sei es die Schilderung der Wahrnehmung des autistisch wirkenden Mormys, Mr. Rails Vorstellung von Geschwindigkeit, die physischen Untersuchungen Pekischs im Bereich der Akustik oder die Versuche Pehnts die Welt zu begreifen, indem er jeden Tag eine Erkenntnis aufschreibt. Damit versucht er dem „zuviel Welt“ [1] entgegenzutreten. Und als erstes steht da „1. Die Dinge – sie aufschreiben um sie nicht zu vergessen.“[2] Land aus Glas erscheint mir da auch wie ein wundervolles Memo an den Leser. Es ist nicht nur das Einzelne, es ist das Ganze. „Pehnt ist wunderlich“, sagten die Leute. „Das Leben ist wunderlich“, sagte Pekisch.[3] ______________ [1] Baricco, Alessandro: Land aus Glas, aus dem Italienischen von Karin Krieger. München: dtv 2006, S. 46. [2] Baricco 2006 : 47. [3] Baricco 2006 : 47.

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