Alessandro Baricco Smith & Wesson

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Inhaltsangabe zu „Smith & Wesson“ von Alessandro Baricco

Tom Smith und Jerry Wesson haben mit der Waffenfabrik nur die Nachnamen gemein. Echte Abenteurer brauchen keine Waffen. Die Habenichtse lernen sich bei den Niagarafällen kennen, wo sich der eine als Erfinder und Meteorologe, der andere als »Leichenfischer« verdingt. Und dann ist da noch die Journalistin Rachel, die der erste Mensch sein will, der einen Sturz von den Fällen überlebt. Zu dritt wollen sie der Welt eine unvergessliche Geschichte liefern und zu Helden werden.

Die Niagarafälle - spektakuläres Naturereignis, irdisches Paradies und mythischer Ort. Sie haben die Phantasie vieler Schriftsteller beflügelt, auch wenn Charles Dickens sagte, dass »jedes Wort über diesen wundervollen Ort nur reiner Unsinn sein könnte«. Als Tom, Jerry und Rachel sich begegnen, hat jeder seinen eigenen Vorteil im Sinn. Um Schlagzeilen zu schreiben, bedarf es einer tollkühnen Tat - und vertrauenswürdiger Helfer. Rachel will sich in einem Holzfass die Wasserfälle hinunterzustürzen und diesen Sturz als erster Mensch überleben. Doch ihr Plan geht nicht auf.

Witzig, spannend und einfallsreich!

— sofie

Großartig, kurzweilig und bewegend

— raven1711

Witzig und doch nachdenklich und traurig. Baricco schafft es, dies zu vereinen. Auf eine sehr intelligente Weise.

— TanyBee

Es ist eine Art Theaterstück. Die Dialoge sind der Knaller und ich habe mich mega mäßig unterhalten gefühlt ...

— 19angelika63

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  • ...die pure Ironie!

    Smith & Wesson

    Zwischen.den.Zeilen

    30. November 2016 um 14:17

    Zu Beginn muss ich gleich mal etwas loswerden: ICH LIEBE THEATERSTÜCKE!!! Egal ob sie lyrisch oder darstellerisch verarbeitet werden,...der Dialog ist und bleibt die ehrlichste/direkteste Ausdrucksform. Was wir bei "Smith & Wesson" vorfinden, ist ein - mehr oder weniger - klassisches Kammerspiel, wie es besser nicht hätte sein können: Man nehme zwei völlig konträre Protagonisten (...in diesem Fall 'männliche'), schanzt ihnen jeweils unterschiedliche Präferenzen zu und lässt sie dann aufeinander los. Anschließend mischt man - zu dieser ohnehin schon skurrilen Situationskomik - noch das mit Abstand gefährlichste Wesen bei: eine Frau. 😉 Ab diesem Zeitpunkt wird's tricky: Denn ab sofort gleichen die Dialoge einer einzigen humorististischen "Eskalation"! (So muss das sein!!!!!) Außerdem werden die Handlungen der Figuren waghalsiger (...durch kurze/knappe Regieanweisungen dargestellt.), die eigene Selbstüberschätzung höher und der Drang sich beweisen zu müssen, stärker. Perfekte Voraussetzung dafür, den Gesprächen eine kräftige Portion Zynismus und Ironie mitgeben zu können, ohne dabei aber an Glaubwürdigkeit, bzw. Ernsthaftigkeit zu verlieren. Ich würde sogar meinen, dass Alessandro Baricco einen verdammt starken Weg gefunden hat, durch konstante Balance, Humor und Seriosität unter einen Hut zu bringen. (Wohlgemerkt, dass er für sein "Vorhaben" lediglich 111 Buchseiten gebraucht hat!) Incredibile! Fazit: Die Geschichte eines erfolglosen, schuldenscheffelnden Meteorologen und eines selbstmordgefährdeten Leichenfischer, die um die Aufmerksamkeit (jeglicher Art) der jungen, geldlosen Journalistin buhlen, hat Alessandro Baricco phantastisch in Szene gesetzt. Die vielen ironischen Feinheiten im Dialog, die leichten Slapstickeinlagen und der permanente Zynismus, machen "Smith & Wesson" zu einem ganz besonderen Buch. Aber nicht nur die Tatsache, dass jeder Charakter einen Berg voller Probleme mit sich herumschleppt und diese - früher oder später - an die Oberfläche treten müssen, macht diese Story erzählenswert, auch die Abhängigkeit aller Personen voneinander, sorgt durch und durch für interessante an die Seiten fesselnde Furore. Und zum krönenden Abschluss, lässt Baricco all diese wunderbaren Absurditäten, diese humorvollen Elemente, qualvoll verenden und baut sie zum finalen Fiasko um. Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mich ganz einfach PERFEKT UNTERHALTEN gefühlt. Ich nenne es: Sprachliches Entertainment höchster Güte. Und wie kann es anders sein: GLASKLARE LESEEMPFEHLUNG!!!

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  • Großartig, kurzweilig und bewegend

    Smith & Wesson

    raven1711

    18. November 2016 um 10:10

    Klappentext:Tom Smith und Jerry Wesson haben mit der Waffenfabrik nur die Nachnamen gemein. Echte Abenteurer brauchen keine Waffen. Die Habenichtse lernen sich bei den Niagarafällen kennen, wo sich der eine als Erfinder und Meteorologe, der andere als »Leichenfischer« verdingt. Und dann ist da noch die Journalistin Rachel, die der erste Mensch sein will, der einen Sturz von den Fällen überlebt. Zu dritt wollen sie der Welt eine unvergessliche Geschichte liefern und zu Helden werden.Meinung:An den Niagarafällen im Jahre 1902 sucht Tom Smith den Fischer Jerry Wesson auf, um diesen für seine Forschungen zu befragen. Den Smith betätigt sich als Wetterforscher, um Anhang von Wahrscheinlichkeiten das Wetter vorherzusagen. Kurze Zeit später werden sie von der Journalistin Rachel frequentiert, die gemeinsam mit den beiden ein großes Ereignis auf die Beine stellen will, um ihre Stelle als Journalistin zu festigen und zu erhalten. Ein abenteuerlicher Plan wird entworfen.Smith und Wesson haben mit den Waffenherstellern wenig gemeinsam. Der eine ist eher ein Betrüger und Erfinder, der sich mit einigen Tricksereien durchs Leben schummelt, der andere steht im Schatten seines Vaters. Und Rachel ist eine ehrgeizige junge Frau, die darunter leidet, dass man als Frau nicht als ebenbürtig angesehen wird. Trotz der Kürze des Stücks hat Baricco seine Figuren sehr dicht konstruiert.Smith & Wesson ist kein klassisches Buch, sondern ein Bühnenstück. Somit besteht die Lektüre aus Dialogen und Regieanweisungen. Und gerade das macht das Buch unglaublich unterhaltsam. Man kann sich die Szenen sehr gut vorstellen und erfährt in den Gesprächen unheimlich viel um die Umstände und über die Figuren. So manches Gespräch hat bei mir laute Lacher auslösen können und trotz der Tragik, die im Buch mitschwingt, ist das Buch sehr vergnüglich und selbstironisch geschrieben. Die einzelnen Akte sind kurz und übersichtlich gehalten, was dafür sorgt, dass man das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen hat und mit ein wenig Wehmut zuklappt. Man merkt dem Buch an, dass es richtig gut von Annette Kopetzki übersetzt wurde.Fazit:Smith & Wesson ist ein kurzweiliges Bühnenstück über eine abenteuerliche Geschichte an den Niagara-Fällen, die mit minimalem Aufwand große Wirkung erzielt und kurzweilig unterhalten kann. Die Handlung stimmt nachdenklich und bleibt in Erinnerung, der wunderbare Erzählstil tut sein Übriges.Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Hoffmann & Campe Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Habenichts und Taugenichts

    Smith & Wesson

    19angelika63

    KlappentextTom Smith und Jerry Wesson haben mit der Waffenfabrik mur den Nachnamen gemein. Echte Abenteurer brauchen keine Waffen. Die Habenichts lernen sich am Rande der Niagarafälle kennen, wo sich der eine als Erfinder und Meteorologe, der andere als "Leichenfischer" verdingt. Zusammen mit der Journalistin Rachel planen sie den ganz großen Coup. Sie wollen der Welt eine unvergessliche Geschichte liefern und zu Helden werden."Und jetzt fasse ich zusammen: Wir hatten große Erwartungen an das Leben, und wir haben nichts zustande gebracht, wir sind dabei, ins Nichts abzurutschen, und das tun wir am Arsch der Welt, in einem miesen Loch, wo ein herrlicher Wasserfall uns jeden Tag daran erinnert, dass die Erbärmlichkeit eine Erfindung des Menschen ist und die Großartigkeit der normale Lauf der Welt." (Seite 37)Nachdem ich "Mr Gwyn" in einer Nacht verschlungen habe, war ich auf das neue Buch von Baricco sehr gespannt. Als ich es dann in der Hand hielt war ich erst einmal sehr verwundert, denn dieses Buch war dann doch eher ein Büchlein mit 111 Seiten. Dann schlage ich das Büchlein auf und es erwartet mich eine zweite Überraschung. Die Geschichte ist wie ein Theaterstück aufgebaut. Es gibt zwei Akte und diese sind in mehrere Sätze eingeteilt. Zu Anfang eines jeden Satzes erfahre ich in kurzen Sätzen wo ich mich als Leserin befinde, wie die Stimmung  und die "Geschwindigkeit" des Satzes sind.  Dann wird mir noch angezeigt wer was sagt.Bevor ich angefangen habe zu lesen, war ich mir nicht ganz sicher, ob dieses Buch etwas für mich ist. Doch ehrlich gesagt, war ich schneller in der Geschichte drin, als ich erwartet habe. Schnell sind die voran stehenden Namen nicht mehr nötig. Ich weiß automatisch wer was sagt. Komischerweise habe ich die Texte automatisch in der vorgegebenen "Geschwindigkeit" gelesen. :-) "Ich hätte ihr sagen können, dass viele auf die gleiche Weise vor ihrem Leben davonspringen, über sich selbst hinaus, indem sie alles riskieren, um sich wirklich lebendig zu fühlen." (Seite 100)Der Inhalt der Geschichte ist schnell erzählt ... zwei Männer Tom und Jerry (ob Baricco dabei beim Schreiben an die Katze und die Maus gedacht hat?) treffen an den Niagarafällen aufeinander. Keiner von den beiden ist wirklich erfolgreich. Dann gesellt sich Rachel eine erfolglose Journalistin zu ihnen und alle drei planen zusammen etwas Spektakuläres. Ein Ritt auf den Niagarafällen .. ein Ritt auf dem Wasser, der zu einem Ritt des Lebens wird. "Dieses Mal hatten wir sorgfältig gesät; wir alle hatten Phantasie, Verrücktheit und Talent gesät. Und geerntet haben wir eine zweideutige Frucht: das schöne Licht einer Erinnerung und das Privileg einer Erschütterung, die uns für immer stolz und geheimnisvoll machen wird." (Seite 101)Ich habe dieses Büchlein in einer schlaflosen Nacht gelesen und mich hervorragend unterhalten gefühlt. An vielen Stellen habe ich mir die Nase zugehalten um nicht laut loszulachen und meinen Mann damit geweckt hätte. Die Dialoge sind der Knaller ... kurz und pointiert, kein großes Tamtam. Es gibt zwischendrin aber auch leise und nachdenkliche Töne. Eine Geschichte über Taugenichts und Habenichts, die einmal im Leben den großen Coup landen wollen, um sich damit ein Denkmal zu setzen. Ich hätte noch ewig weiter lesen können ... unbedingt lesen!

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