Alessandro D'Avenia Die Welt ist eine Muschel

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Inhaltsangabe zu „Die Welt ist eine Muschel“ von Alessandro D'Avenia

Der Geruch des Meeres, ein Sprung ins Ungewisse und der Sommer deines Lebens Der Geruch des Meeres, die Gischt der Wellen, das gleißende Licht, das sich zwischen Horizont und Himmel sammelt und Margheritas klare grüne Augen tränen lässt: Ihren 14. Geburtstag verbringt sie mit ihrem Vater auf einem Segelboot. Es ist das Ende des Sommers und der Beginn einer neuen Zeit, denn bald fängt für Margherita das Jahr an der Oberschule an. Sie hat Angst, aber der Vater beruhigt sie – alles wird gutgehen. Doch nach diesem Sommer ist für Margherita nichts mehr so, wie es einmal war. Der Vater verlässt die Familie ohne Erklärung und lässt seine Tochter mit dem unaussprechlichen Gefühl der Trauer zurück, das sie in sich einschließt wie die Perle in einer Muschel. Doch sie erfährt auch, wie es ist, wenn einen die Liebe wie ein Blitz trifft. Und sie lernt, dass man manchmal handeln muss, um das Glück festzuhalten …

Diese Buch verlangt nach Ruhe und Zeit. Man muss sich auf die Worte einlassen, sich von ihnen treiben lassen und sich ihnen hingeben.

— Alexandra_vom_Buecherkaffee
Alexandra_vom_Buecherkaffee

Sprachlich ein Genuss, weil anspruchsvoll. Inhaltlich durchaus interessant, allerdings manchmal mit Längen. Lesenswert für Wortverliebte!

— literaturELLE
literaturELLE

Ein Buch, für das man sich wirklich Zeit nehmen sollte.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Poetisches Feuerwerk

— passionelibro
passionelibro

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  • Muschel mit Perle

    Die Welt ist eine Muschel
    literaturELLE

    literaturELLE

    31. January 2014 um 23:55

    Die Welt ist eine Muschel - so weiß es Margherita von ihrem Vater, der sich plötzlich und unverhofft aus ihrem Leben stiehlt...Der Leser begleitet einen Teenager auf seiner Reise in eine neue Welt. Margherita droht an dem Verlust zu scheitern, zu zerbrechen. Einfühlsam und mit unendlich vielen Metaphern, Zitaten, Liedern, Gedichten gespickt, folgen wir einem vierzehnjährigen Mädchen und erfahren soviel von ihrer Gefühlswelt und den Gedanken der Menschen , mit denen sie lebt und denen sie begegnet - Eleonora, ihre Mutter, Andrea, ihre kleiner Bruder, Nonna, ihre Großmutter sizilianischer Herkunft, ihre neue Freundin Marta, deren Mutter, der Lehrer, den sie respektlos-anerkennend nur Prof nennt und natürlich Giulio... Insgesamt ist der Roman keine leichte Kost. Besonders der Einstieg ist ob der opulenten Sprache durchaus gewöhnungsbedürftig für Leser, die wie ich bisher keine Berührung mit dem italienischen Autor Alessandro D'Avenia hatten. Aus diesem Grund halte ich ihn nur bedingt geeignet für jugendliche, unerfahrene Leser. Die erste Hälfte des Romans las sich teilweise etwas zäh, hatte Längen. Doch die Qual wird durch die wunderbare Ausdrucksweise des Autors versüsst. Ich hatte nicht mehr wirklich erwartet, dass mich der Roman doch noch gefangen nehmen, derart heftige Emotionen auslösen würde. Alles, was mir lange in der Handlung fehlte, ist plötzlich im Überfluss da - Gefühle, Veränderungen, Liebe, Traurigkeit. Alle Protagonisten durchleben eine riesige Entwicklung und drehen sich dabei teilweise um 180°. ACHTUNG SPOILER! Das Schicksal der beiden jungen Verliebten erfährt eine jähe Wendung und wurde für mich nur schemenhaft erläutert. Eben sitzt Margherita noch mit dem alten, des Lebens müden, Pfeife rauchenden Mann am Feuer zu Füßen des Meeres und nur einen Absatz später liegt sie im Koma?! Echt krass - würden es Teenies vielleicht nennen. Ungewöhnlich, doch zugleich zart und einfühlsam werden Margheritas Wahrnehmungen ihres Unterbewußtseins geschildert. Vor allem interessant dabei sind die Auftritte aller Protagonisten am Krankenhaus-Bett beider Teenies. Sie alle verändern sich durch das Schicksal dieses jungen Mädchens und ihres Begleiters. Insgesamt wird dem Leser also ein packendes, fesselndes Finale geboten mit einem durchaus versöhnlichem Ende. Der Epilog tat gut, erdete nach dem Aufruhr der Gefühle. In meinen Augen ist der Roman eine Perle, die es zu finden, zu entdecken lohnt. Für den literarischen Gaumen ein Genuss, den man kosten sollte, auf den man sich jedoch auch mit Muße einlassen können muss. Dem ersten Teil gebe ich *** Sterne, der zweiten Hälfte ***** Sterne, macht als Gesamturteil ****Sterne. Mir hat sich der Autor mit diesem Werk auf jeden Fall für weitere aus seiner Feder empfohlen.

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  • ein wundervoll poetisch angehauchtes und sehr teifgründiges Werk

    Die Welt ist eine Muschel
    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    30. January 2014 um 10:56

    Der Geruch des Meeres, ein Sprung ins Ungewisse und der Sommer deines Lebens Meine Gedanken zu dem Buch: "Für Alte und Kinder dienen Worte nicht der Erklärung, Rechtfertigung, Beurteilung; sie sind wie Knoten in einem Faden, die ihnen versichern, dass die Welt noch in Ordnung ist. Cu' nun fa lu gruppu a la gugliata, perdi lu cuntu cchiù di na vota, pflegte die Großmutter zu sagen [...]: Wer keine Knoten macht, verliert den Faden. Auch im Leben." - Seite 19 Nach seinem Erfolgsroman "Weiß wie Milch, rot wie Blut" legt Alessandro D'Avenia nun mit "Die Welt ist eine Muschel" ein Werk nach, das Seinesgleichen sucht. Ich muss zugeben, dass ich zuerst etwas gehemmt war aufgrund des Covers. Die Gestaltung ist wunderschön, keine Frage, aber auf den ersten Blick würde ich hierzu eine Art leichten, gefühlvollen Liebesroman erwarten. Doch als ich einen Blick auf den Klappentext geworfen hatte, wusste ich, zwischen diesen Seiten steckt mehr. Und so ist es auch! Schon nach den ersten Seite merkte ich, dass ich eine wahre Perle in den Händen halte. Unglaublich einfühlsam und mit einer gewaltigen poetischen Sprache widmet sich der Autor seinen drei Hauptprotagonisten. Er haucht ihnen auf so liebevolle und eindringliche Weise Leben ein, was in mir eine wahre Lesefreude hervorrief. Für die vierzehnjährigen Margherita, die wie jedes Mädchen in ihrem Alter mit den typischen Problemen und Sorgen zu kämpfen hat, ist ihr Vater ihr ganz persönlicher Held. Ihm vertraut sie und sie weiß, dass sie sich auf ihn verlassen kann. Er ist ihr Fels in der Brandung. Doch plötzlich ist er nicht mehr da. Er verlässt die Familie heimlich. Ohne sich zu verabschieden, ohne Erklärung. Für Margherita bricht eine Welt zusammen. Sie fühlt sich ohnmächtig, fühlt sich, als ob ihr die Haut abgezogen würde und fast augenblicklich verschließt sich sich, verschließt ihr Innerstes, lässt nichts und niemanden an sich heran. Sie, die Perle ... Sie gibt ihrer Mutter die Schuld und redet nicht mit ihr. Nur ihrer Nonna vertraut sie noch und mit ihr sucht sie gerne das Gespräch. Denn ihre Lebenserfahrung, ihre Weisheiten, ihre beständigen Kochrituale in der Küche beruhigen sie etwas. Sie hört ihr zu, lauscht ihren Geschichten von Sizilien und von ihrem Großvater und in ihr tobt der sehnlichste Wunsch, ihren Vater zu finden. "Sie lachten, lachten und lachten auf die einfache Weise, die das Leben bereithält, wenn es aufhört, sich allzu ernst zu nehmen." - Seite 75 Die Literatur spielt im allgemeinen eine große Rolle, denn diese wird im wahrsten Sinne des Wortes von Margheritas Lehrer gelebt. Er geht auf in seiner Welt der Bücher, er zieht aus ihnen seine Lebensenergie. Er findet Rat und Weisheit zwischen den Zeilen, er denkt in Zitaten und die Buchstaben scheinen ihn wie einen Kokon zu umgeben. Seine Leidenschaft ist seine Passion. Doch wann wird die Passion zum Zwang? Wenn man die Bücher nicht mehr nur zur Beflügelung des Geistes verwendet, sonder diese eher als Schutzschild dienen? Als Schutzschild vor der Realität, davor, sich Entscheidungen im Leben zu stellen, dem Leben selbst zu stellen? Der Lehrer scheint sich zu verlieren und ich als Leser hätte ihn zu gerne des Öfteren wachgerüttelt. Ich war gespannt, wer diese Aufgabe übernehmen würde und in welcher Form. "Er glaubte an Bücher wie an eine Religion und entdeckte mehr Wirklichkeit zwischen den gedruckten Zeilen als auf der Straße, oder vielleicht fürchtete er sich, unmittelbar und ohne Schutzschild eines Buches mit ihr in Berührung zu kommen." - Seite 29 Giulio und Margheritas Wege kreuzen sich am ersten Schultag auf dem Gymnasium. Nur ein kurzer Blick, der so viel sagt. Und schon ist der Moment vorüber. Doch dieser Blick ging tief. Es schien, als könnten sich die beiden bis auf die Seele blicken. Da ist etwas, wie ein unsichtbares Band. Ganz zart... Alle drei Hauptprotagonisten sind auf der Suche. Auf der Suche nach sich selbst, nach ihrem Leben, nach Antworten auf ihre viele Fragen, nach Mut, nach Vertrauen, nach Liebe, nach dem Vater. Ihre Wege kreuzen sich und ihre Handlungen verknüpfen sich, passen sich ein wie Puzzleteile. Margherita lässt sich vom literarischen Enthusiasmus ihres Lehrers anstecken und sucht Antworten in der aktuellen Schullektüre "Odyssee". Und plötzlich kristallisiert sich eine ganz klare Antwort für sie hervor. Sie weiß, sie muss handeln und daher lässt sie sich auf ein Abenteuer ein, ein Abenteuer ins Ungewisse. "Und leise senkte sich die Nacht auf diese Leben wie ein Klebstoff, der heimlich alles eint und verbindet. Weit versprengte Puzzleteile bildeten ein einziges großes Bild, das eine Hand bedacht zusammenfügte, bis alles sich mit einer Schönheit füllte, die noch unsichtbar, weil unvollkommen war. Oder verwundet." - Seite 241 Alessandro D'Avenias' Art zu erzählen, begeistert ungemein. Sein poetischer, anmutiger Schreibstil erscheint wunderschön und ich kam nicht umhin, manche Satzgebilde regelrecht zu bestaunen und mein Marker schien nie stillzuliegen. Gedichte, Weisheiten und ganze Textpassagen großer Literatur durchziehen diesen Roman und machen ihn zu etwas ganz Besonderem. Nicht nur die Hauptprotagonisten Margherita, Giulio und der Lehrer bekamen facettenreiches leben eingehaucht. Der Autor hat es auch. Ihr versäumt, sich um seine Nebenprotagonisten zu kümmern. Andrea, der kleine Bruder, der seine Gefühle und Emotionen in Bildern ausdrückt. Nonna Teresa, die ihr ganz persönliches Schicksal verarbeiten muss und Stella, die dem Leber gerne näher kommen würde als es diesem lieb ist. Und natürlich Margheritas neue Freundin Marta und deren Familie, die mich zum schmunzeln brachte. Kurz & gut - mein persönliches Fazit Dieses Buch bescherte mir ein wundervolles und tiefgründiges Lesevergnügen. Ich bin sehr glücklich, auf diese wahre Buchperle aufmerksam geworden zu sein und habe jede einzelne Seite mit einem Hochgenuss verschlungen, der mich so und auf diese Weise selten packt. Diese Buch verlangt nach Ruhe und Zeit. Man muss sich auf die Worte einlassen, sich von ihnen treiben lassen und sich ihnen hingeben und verzaubern lassen. Für mich ein ganz klares Lese-Highlight! © Rezension: 2014, Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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  • Mit Metaphern geschmücktes Buch, das zum Nachdenken anregt

    Die Welt ist eine Muschel
    Deengla

    Deengla

    27. January 2014 um 15:17

    Kurzmeinung Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden, aber dann war es ein Buch, das durchaus Eindruck hinterlassen hat. Inhalt An ihrem 14. Geburtstag geht Margherita mit ihrem Vater segeln. Sie ahnt nicht, dass sich ihr Leben bald massiv ändern wird. Nicht nur kommt sie aufs Gymnasium, sondern ihr Vater verlässt ohne eine Erklärung ihre Mutter und sie. Damit muss sie klar kommen, genauso wie mit den üblichen Fragen und Problemen des Erwachsenwerdens. Und dann verliebt sie sich auch noch... Meine ausführlichere Meinung Wer ein einfaches Jugendbuch nach dem üblichen Strickmuster erwartet, wird hier sicherlich überrascht werden. Denn wie schon der Klappentext zeigt, ist die Sprache sehr bildreich und poetisch. Das ist zum einen recht schön und es gibt viele Stellen, die einem zum Nachdenken anregen oder die man sich direkt unterstreichen möchte. Andererseits bremst es jedoch auch deutlich den Lesefluss und nimmt zumindest für mich dem Buch das realistische Element - die ganze Geschichte selbst bleibt für mich künstlich und eine Metapher. Übrigens, die Metaphern. Die waren für mich doch etwas zuviel des Guten und leider von unterschiedlicher Qualität. Manches Mal wirken sie doch sehr unpassend und schief; dies kann jedoch durchaus erst durch die Übersetzung aus dem Italienischen passiert, da mag ich mir kein endgültiges Urteil über den Schreibstil des Autors erlauben. Etwas weniger Bild- und Symbolhaftigkeit hätte dem Buch meiner Meinung nach gut getan. Nicht alles steht immer für etwas anderes oder hat eine tiefere Bedeutung! (Und ich rede hier noch nicht mal von den zahlreichen sprechenden Namen, wie etwa Margherita, deren Name "Perle" bedeutet, die ihre Trauer wie eine Muschel in sich einschließt und schließlich natürlich auch im Buchtitel zum Tragen kommt.) Geschildert wird das Buch aus Sicht von Margherita, Guilio (einem Jungen, dem Margherita sehr zugetan ist) und einem Lehrer. Diese drei Figuren tragen auch die Geschichte zum großen Teil. Die Charaktere sind gut und detailliert ausgearbeitet, auch wenn sie für mich manches Mal doch etwas zu überzeichnet bzw. unrealistisch wirken, was meiner Meinung nach jedoch dem poetisch-künstlerischen Anspruches des Textes geschuldet ist. Auch in die eigentliche Handlung selbst bin ich erst nach einer Weile reingekommen. Ich rechne jedoch dem Buch hoch an, dass es zwar die ganze Zeit von einer deutlichen Melancholie geprägt ist, aber gleichzeitig doch auch zeigt, dass es Hoffnung gibt und wie wichtig es ist, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und wahrzunehmen. Es hat mich oft emotional sehr berühren können, weswegen ich ihm die Stellen, die für mich unpassend erschienen oder die etwas unverständlich waren, sodass man sie zweimal lesen musste, gerne verzeihe. Aber einen Stern Punkteabzug gibt es dafür trotzdem. Und die Liebesgeschichte war mir auch eine Spur zu kitschig. Fazit Klare Leseempfehlung, es sei jedoch vor verqueren Metaphern und einigen Stellen, die den Lese- und Handlungsfluss stören, gewarnt.

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  • alles in allem wirklich sehr gut

    Die Welt ist eine Muschel
    Manja82

    Manja82

    21. January 2014 um 14:58

    Kurzbeschreibung: Der Geruch des Meeres, ein Sprung ins Ungewisse und der Sommer deines Lebens Der Geruch des Meeres, die Gischt der Wellen, das gleißende Licht, das sich zwischen Horizont und Himmel sammelt und Margheritas klare grüne Augen tränen lässt: Ihren 14. Geburtstag verbringt sie mit ihrem Vater auf einem Segelboot. Es ist das Ende des Sommers und der Beginn einer neuen Zeit, denn bald fängt für Margherita das Jahr an der Oberschule an. Sie hat Angst, aber der Vater beruhigt sie – alles wird gutgehen. Doch nach diesem Sommer ist für Margherita nichts mehr so, wie es einmal war. Der Vater verlässt die Familie ohne Erklärung und lässt seine Tochter mit dem unaussprechlichen Gefühl der Trauer zurück, das sie in sich einschließt wie die Perle in einer Muschel. Doch sie erfährt auch, wie es ist, wenn einen die Liebe wie ein Blitz trifft. Und sie lernt, dass man manchmal handeln muss, um das Glück festzuhalten … (Quelle: btb Verlag) Meine Meinung: Margherita ist 14 Jahre alt und verbringt die Ferien mit ihrem Vater am Meer. Alles ist sehr harmonisch, sie reden viel miteinander, vor allem über Margheritas neue Schule, die sie nach den Ferien besuchen wird. Doch kurz darauf ist die Harmonie dahin. Der Vater verlässt sie Familie aus heiterem Himmel, ohne jegliche Erklärungen. Zurückbleibt Margherita, die traurig ist und viele Fragen hat. An ihrer neuen Schule findet Margherita eine neue Freundin, die ihr Halt gibt. Auch ihr Lehrer versucht ihr behilflich zu sein. Und dann ist da ja noch Giulio, der geheimnisvolle Junge, der Margherita fasziniert und zu dem sie sich hingezogen fühlt. Er gibt ihr das was sie sucht, Geborgenheit und Sicherheit. Kann Margherita das Schicksal akzeptieren? Wird der Vater eventuell zur Familie zurückkehren? Der Roman „Die Welt ist eine Muschel“ stammt aus der Feder des Autors Alessandro D'Avenia. Es ist das zweite Buch des Autors, für mich war es der erste Roman von ihm. Die Charaktere sind alle samt gut dargestellt. Margherita ist 14 Jahre alt und zu Beginn ist alles harmonisch. Für sie beginnt nach den Ferien ein neuer Abschnitt, die wird fortan die Oberstufe besuchen. Alles könnte so schön sein, da verlässt der Vater die Familie. Für Margherita bricht eine Welt zusammen, sie ist fortan traurig und frustriert. Ihre neue Freundin Marta gibt ihr den nötigen Halt und auch ihr Lehrer versucht Margherita zu helfen. Giulio zieht Margherita magisch an, sie lernt durch ihn die erste Liebe kennen. Durch ihre Schullektüre wird sie animiert alles zu versuchen ihren Vater zurückzugewinnen. Giulio machte auf mich auch einen ziemlich traurigen Eindruck. Er hatte eine schwierige Kindheit. Er gibt Margherita die Geborgenheit und Sicherheit, die sie nach dem Verlust des Vaters so dringend braucht. Im Handlungsverlauf wandelt er sich zunehmend. Margheritas Lehrer liebt Literatur. Doch dadurch vergisst er sein eigenes Leben, hat es dadurch schwer. Auch er wirkt frustriert, macht aber im Verlauf eine Wandlung durch. Die anderen Charaktere, wie beispielsweise die Großmutter Nonna oder auch der Vater, sind dem Autor auch gelungen. Mit dem Schreibstil hatte ich zu Beginn so meine Schwierigkeiten. Er ist sehr poetisch und blumig. Detailliert und bildhaft beschreibt er die Szenen, Man muss sich aber wirklich Zeit nehmen fürs Lesen, denn sonst überfordert der Stil auch recht schnell. Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven, unter anderem gibt es die von Margherita. Man bekommt so einen guten Überblick über das Gesamtgeschehen. Die Handlung selber machte mir, neben dem Stil, zu Beginn auch zu schaffen. Ich hatte Probleme wirklich reinzukommen. Sie ist nicht immer einfach, man muss sich darauf einlassen und sich Zeit nehmen. Ein Buch für zwischendurch ist diese hier ganz gewiss nicht. Es gibt viele Methapern und die Stimmung ist allgemein recht melancholisch. Allerdings wirkt sie nicht deprimierend, eher anregend Dinge endlich anzupacken und Mut machend. Außerdem spricht der Autor Themen wie Freundschaft und erste Liebe in seinem Buch an. Fazit: „Die Welt ist eine Muschel“ von Alessandro D'Avenia ist alles in allem ein wirklich sehr guter Roman. Der blumige detaillierte Stil, gut gezeichnete Charaktere und eine Handlung, die zu Beginn eher schwierig ist, dann aber Mut macht, konnten mich doch unterhalten. Durchaus lesenswert!

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  • „Die Welt ist eine Muschel“ ist eine Perle in der großen Welt der Bücher.

    Die Welt ist eine Muschel
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    18. January 2014 um 12:23

    Non multa sed multum! (Zitat S. 169) Das Ende des Sommers, der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt der 14-jährigen Margherita. Sie wird nunmehr die Oberschule besuchen und der Vater versucht auf einer Bootsfahrt, die beide allein unternehmen, ihr die Ängste davor zu nehmen. Was sie nicht weiß, dass er nach diesem Sommer die Familie verlassen wird – ohne Vorwarnung.  Für die Familie bricht nun eine Welt zusammen. Dass sich dies auf Margheritas schulische Leistungen auswirkt, liegt auf der Hand. Sie kapselt sich ab, ist verstört und verletzt. Nur langsam lässt sie Nähe zu, öffnet ihre Schale. Etwas Stabilität gibt ihr die neue Freundin. Aber da ist auch noch dieser fremde Junge Giulio. Es geht von ihm etwas ganz Besonderes aus, heilende unsichtbare Fäden, die beide verbinden. Eine junge Liebe, deren zarte Knospen nur langsam aufgehen, sich entfalten, sehr berührend geschrieben. Das Margherita nicht völlig außen vor im Schulleben steht, verdankt sie auch dem Lehrer. Im Grunde genommen kann man sagen, dass das Buch von drei Charaktere getragen wird, Margherita, Giulio und auch dem Lehrer. Doch die anderen Nebencharaktere, wie z. B. die Großmutter Nonna, aber auch der Vater, tragen ihr übriges zu dieser ganz besonderen Geschichte bei. Zitat S. 257 „Die Dunkelheit tötet die Sehnsucht. Und die Träume hole ich mir bei den Sternen: Sie sind die Freiheit und Schönheit, die ich mir erlauben kann  ... „ Der Autor Alessandro D’Avenia beeindruckt durch eine Schreibweise, seinen Aufbau und dem Ablauf der Handlung, die zeitweise nicht ganz einfach ist. Vor allem braucht es  Ruhe beim Lesen, denn nicht nur eine gewisse Konzentration wird abverlangt. Margherita, der Name bedeutet Perle. „Die Welt ist eine Muschel“ ist eine Perle in der großen Welt der Bücher. Wer es einmal für sich entdeckt hat, weiß um den wahren Schatz, der sich hinter dem Titel verbirgt. Zitat S. 44 „Doch ursprünglich bezog sich der Name auf die Perle, die sich in der Auster bildet ...  So ist die Schönheit: Sie birgt Geschichten, die oft schmerzvoll sind. Doch nur Geschichten machen die Dinge interessant ...“

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  • Die Welt ist eine Muschel

    Die Welt ist eine Muschel
    dingsbaer

    dingsbaer

    05. January 2014 um 15:27

    Bis zu ihrem 14. Geburtstag ist Margherita sehr glücklich, doch ihr Leben wird aus dem Gleichgewicht geworfen, als der Vater ohne Vorzeichen die Familie verlässt. Für Margherita bricht ihre heile Welt zusammen und sie gibt ihrer Mutter Eleonora die Schuld daran. Diese kommt nicht wirklich an ihre Tochter heran und auch Nonna Teresa, Margheritas Oma kann das Mädchen nicht wirklich trösten, obwohl sie versucht mit ihren Lebensweisheiten Trost zu spenden. Doch Margherita schließt ihre Trauer wie eine Muschel eine Perle in sich ein. Zu allem Überfluss beginnt für Margherita nun auch ein neuer Lebensabschnitt, sie wechselt auf die Oberschule. Als sie sich dort mit der witzigen und quirligen Marta anfreundet gibt es wieder ein wenig Hoffnung für sie. Außerdem ist da noch dieser ältere Junge, der ihr auffällt: Guilio. In diesen verliebt sie sich und auch er hat Gefallen an Margherita gefunden. Zusammen mit ihm macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, um diesen zu überzeugen, wieder nach Hause zu kommen. Daher begibt sie sich mit Guilio auf eine Reise, die ihr Leben verändert soll. Anhand des Klappentextes bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt, wurde aber auf den ersten Seiten bereits eines besseren belehrt. Bei diesem Roman von D’Avenia handelt es sich um ein doch recht anspruchsvolles Werk. Wer aber gerne Bücher liest, deren Schreibstil sehr tiefsinnig und poetisch ist, wird an diesem Buch seine Freude haben. Vielleicht war es für mich und dieses Buch einfach nicht der richtige Zeitpunkt, denn ich habe mich stellenweise schon durchkämpfen müssen. Die Atmosphäre wechselt von schwermütig und melancholisch zu reiner Lebensfreude. Die Charaktere des Buches sind sehr unterschiedlich gewesen. Alle haben ihre eigenen Probleme und Margherita kann so sehen, dass sie damit nicht alleine ist. Am besten hat mir noch Nonna Teresa gefallen, die immer eine Lebensweisheit parat hatte. Aber auch Marta ist ein klasse Typ, die man gerne zur Freundin hätte.

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  • Sehr poetisch und sprachvirtuos

    Die Welt ist eine Muschel
    kornmuhme

    kornmuhme

    04. January 2014 um 16:08

    Dies ist tatsächlich mein erster Roman aus Italien gewesen, also, von einem italienischen Autor geschrieben. Zugegeben, so richtig leicht und flüssig war es nicht zu lesen, ich hatte meine Schwierigkeiten, aber es gab auch wiederum so viele emotionale, intensiv beschriebene Szenen, dass mir ganz warm ums Herz wurde! Inhalt: In diesem Sommer stehen für die 14jährige Margherita große Veränderungen an. Sie kommt auf die weiterführende Schule, wo sie niemanden kennt und wo neue Herausforderungen auf sie warten (besonders von der Leistung her). Doch von heute auf morgen steht sie einer ganz anderen Herausforderung gegenüber, einer, der ihr den Boden unter den Füßen wegzieht: Der Vater verlässt überraschend die Familie, er hinterlässt lediglich eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter - den ausgerechnet Margherita abhört. Das junge Mädchen ist total verstört, zieht sich zurück, kapselt sich ab, lässt niemanden an sich heran. Und doch beginnt die Schule, sie kommt in eine Klasse mit wildfremden Jugendlichen und muss sich dort irgendwie durchkämpfen ... Meinung: Wie oben schon kurz gesagt, das Buch ist keine leichte Kost. Wer hier einen typischen Jugendroman übers Erwachsenwerden erwartet - wie es auch der Klappentext irgendwie suggeriert - wird überrascht. Ob positiv oder negativ sei dahingestellt :-). Die Sprache ist einfach unglaublich poetisch und metaphernreich! Farben, Formen, Gedanken, Gefühle, ja, einfach alles wird umschrieben, verglichen und mit Bildern versehen. Das ist nicht immer leicht zu lesen, ja, manchmal waren mir einige Passagen sogar regelrecht sperrig, und auch nach zweimaligem Lesen bin ich nicht schlauer geworden ... Der Lesefluss ist bisweilen also etwas holprig, doch wenn man sich auf diesen außergewöhnlichen Sprachstil einlässt und sich Zeit nimmt, bekommt man ein schönes und besonderes Stück Literatur! Die Figuren sind allesamt sehr detailliert gezeichnet, man bekommt einen intensiven Blick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Auch die vielen Dialoge geben einiges über die Charaktere preis. Überhaupt sind die Dialoge sehr fein geschliffen und exakt, da gibt es keine überflüssigen Worte! Margehrita und ihr Umgang mit der familiären Katastrophe stehen im Zentrum des Geschehens. Ich konnte mich sehr gut in Margehrita hineinversetzen, vor allem auch, was ihre Schulsituation angeht. Auch ihr Coming-of-Age Kampf, ihre widerstreitenden Gefühle, ihre Abkapselung - das alles ist sehr gefühlvoll und exakt dargestellt. Auch die Nebenfiguren haben mir durch die Bank weg gut gefallen, besonders Nonna Teresa mit ihren großmütterlichen Weisheiten, aber auch ihrer Traurigkeit. Ein Stern Abzug gibt es für die manchmal etwas anstrengende Sprache und die in meinen Augen etwas zu kurz und zu glatt vonstatten gegangene Auflösung der Geschichte um Margheritas Vater. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten :-). Fazit: "Die Welt ist eine Muschel" ist kein Buch zum Mal-Eben-Weglesen! Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss und soll. Die Sprache ist metaphernreich und blumig, bisweilen sogar abstrakt. Doch kann man sich darauf einlassen, entfaltet sich ein wunderbares Porträt eines jungen Mädchens, das vor großen Umbrüchen steht und darum kämpft, wieder ein Gleichgewicht in ihrem Leben herzustellen. Es ist zudem ein Roman über die Liebe - und darin kennen sich die Italiener ja bekanntlich bestens aus :-). 4 von 5 Sternen

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  • Ein einziges himmlisches Gedicht

    Die Welt ist eine Muschel
    Wonder_

    Wonder_

    02. January 2014 um 17:58

    Tiefsinnig und schwermütig ist die Stimmung in diesem zauberhaften Roman. Die Geschichte der 14-jährigen Margherita geht unter die Haut und berührt die Seele. Das schönste an dem Buch ist jedoch der wunderbar poetische Schreibstil des Autors, dessen Worte einem auch beim Lesen auf der Zunge zergehen und die ein oder andere Gänsehaut bescheren. Ein toller Titel, ein tolles Cover, harmonisch, schön und träumerisch! Einziges Manko: An der Seite hat das Buch die grüne Farbe, in der auch der Autorenname gedruckt wurde, das beißt sich leider etwas. Die Charaktere sind schon ein Kunstwerk für sich! Geschickt kombiniert der Autor die verschiedensten Charakterzüge und bastelt daraus eine handvoll Figuren, die es wirklich in sich haben. Authentisch, real und greifbar geben sie dem Leser direkt das Gefühl, sie zu kennen. Schon nach wenigen Sätzen kann man zu ihnen allen eine Verbindung aufbauen. Unterstützt wird dies durch einige weitere Perspektiven, außer der Margheritas. So bekommt man beispielsweise einen Einblick in das Leben ihres neuen Lehrers, in ihren Bruder, ihre Mutter, Großmutter und ihre erste große Liebe. Dies verdeutlicht, wie die unterschiedlichen Leben der Figuren doch miteinander verknüpft sind, welche große Auswirkungen die noch so kleine Tat eines Einzelnen auf alle anderen hat. Das Zusammenspiel der Figuren ist so ausgefeilt und wirkt dennoch so natürlich, dass ich nur eines sagen kann: Ich bin begeistert! Magherita hat mit den typischen Teenager-Problemen zu kämpfen. Als ihr Vater überraschend die Familie verlässt erlebt man ihren emotionalen Zusammenbruch hautnah mit, leidet, hofft und bangt mit ihr. Auch das Leiden ihrer Mutter und ihres Bruders bleiben dem Leser nicht verborgen und rufen eine sehr melancholische Stimmung hervor. Ebenso großartig gelungen sind die weiteren Figuren, wie die herzliche Großmutter, der liebesscheue Lehrer und die etwas verrückte Freundin. Sie alle begeistern durchweg und bleiben noch lange in Erinnerung.   Margherita steht kurz vor einem großen und aufregenden Lebensabschnitt: Nach den Ferien kommt sie in die Oberstufe. Ängste und Zweifel packen sie und nur ihr Vater gibt ihr etwas Selbstvertrauen. Doch dann verlässt er völlig überraschend und ohne Erklärung seine Familie und Margheritas heile Welt bricht zusammen. Das wirkt sich auch auf die Schule aus, sie zieht sich zurück, hat Angst vor den Mitschülern, ist innerlich vollkommen zerbrochen. Erst als sie eine Freundin findet, bekommt sie wieder einen gewissen Halt. Völlig verzaubert trifft sie in der Schule auf einen Jungen, der sie magisch anzieht. Margherita erfährt in dieser schweren Situation den Zauber der ersten Liebe, doch der Verlust ihres Vaters überschattet alles. Durch die Schullektüre fühlt Margherita sich gedrängt, ihren Vater zurückzubringen. Sie macht sich auf, um ihn zurückzuholen. Eine verhängnisvolle Entscheidung, die alles verändern wird... Die Geschichte geht so dermaßen unter die Haut, es lässt sich kaum in Worte in fassen. Die Stimmung ist so magisch und greifbar, als würde man das alles selbst erleben. Handlungsverlauf genial, Spannungsbogen super, Romantik, Drama, ein Sturm der Gefühle, alles vorhanden... Ein wahres Meisterwerk und hiermit von mir persönlich zum Must-Read ernannt! Normalerweise schrecke ich wirklich davor zurück, ein Buch in irgendeiner Weise zu besudeln, einzuknicken oder sonstige Dinge mit ihm anzustellen, aber hier konnte ich einfach nicht widerstehen und habe einen Textmarker zur Hand genommen. Manche Stellen sind so unheimlich schön und sprechen mir einfach aus der Seele, dass ich sie markieren musste. Viele Sätze liest man zweimal, weil sie einfach so sehr berühren, dass man sie wieder und wieder und wieder lesen möchte. Das ganze Buch ist unheimlich poetisch und bildhaft geschrieben (ich würde sagen, man merkt eindeutig, dass der Autor Italiener ist), dass der Roman wie ein einziges himmlisches Gedicht wirkt. Ja, ich bin verliebt ;)

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  • Keine Perle gleicht der anderen...

    Die Welt ist eine Muschel
    nicigirl85

    nicigirl85

    01. January 2014 um 22:16

    Margherita hat gerade ihren 14. Geburtstag gefeiert und die Zeit des Erwachsenwerdens geht los, denn sie wechselt auf eine andere Schule und befindet sich mitten in der Pubertät. Doch dann bringt ein Ereignis ihr gesamtes Leben aus dem Gleichgewicht, denn ihr über alles geliebter Vater verlässt ohne ein Wort die Familie. Wo ist er? Wird er zur Familie zurückkehren? Der Roman, bei dem es sich um ein kunstvolles Wortgeflecht handelt, berichtet von dreierlei Leben. Wir begleiten das Mädchen Margherita, verfolgen das Leben des Waisenjungen Giulio und erfahren etwas über den Lehrer, dessen Leben nur aus Büchern zu bestehen scheint. Alle drei sind auf der Suche und nur gemeinsam können sie den richtigen Weg einschlagen. Der Einstieg in das Buch fiel mir recht schwer, denn ich hatte ein Jugendbuch erwartet, aber ein kostbares Kleinod voller zauberhafte Sprüche und Ratschlägen bekommen. Um dieses Buch genießen zu können und alles zu verstehen, braucht man absolute Ruhe und sollte nicht abgelenkt werden, denn ganz einfach ist die Schreibe des Autors nicht. D'Avenia hat eine Sprache, die den Leser in seinen Bann schlägt und hat man sich erst einmal daran gewöhnt, lässt einen diese nicht mehr los. Fazit: Dieses Buch ist ein kostbarer Schatz, denn man genießen sollte, gern auch in kleinen Dosen. Ich habe es gern gelesen und empfehle es uneingeschränkt weiter. Ich bin immer noch völlig verzaubert...

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  • Die Welt ist eine Muschel

    Die Welt ist eine Muschel
    -sabine-

    -sabine-

    31. December 2013 um 09:38

    Zum Inhalt Ihren 14. Geburtstag verbringt Margherita noch mit ihrem Vater auf dem Segelboot, nicht ahnend, dass es erst mal das letzte gemeinsame Erlebnis ist. Denn ihr Vater verlässt kurz darauf ohne Erklärung die Familie und lässt seine kleine Tochter mit einem unaussprechlichen Gefühl der Trauer und vielen Fragen zurück. Dass sie zudem eine neue Schule besucht, hilft ihr zunächst auch nicht weiter. Und doch findet Margherita hier Verbündete. Sie lernt Guilio, einen geheimnisvollen jungen Mann, kennen, der sie fasziniert und der trotz seiner Traurigkeit ihr Wärme und Sicherheit spendet. Und ihren Lehrer, der vor lauter Literatur und Büchern sein richtiges Leben nicht zu leben weiß. Jeder von ihnen hadert auf seine Weise mit dem Schicksal, doch Margherita will sich nicht geschlagen geben und macht sich auf die Suche. Meine Meinung Ein wundervolles Buch, dass ich gar nicht beenden wollte, so fasziniert war ich von der Geschichte und fast noch mehr von dem mich berührenden Schreibstil. Es ist kein Buch, das man mal eben weg liest, vielmehr eines, für das man sich Zeit nehmen sollte, um die ganzen großen und kleinen Weisheiten zu überdenken und die vielen Metaphern zu verstehen. Die Muschel zum Beispiel zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch, mal mit größerer, mal mit kleinerer Bedeutung. Auch das Buch „Die Odyssee“ spielt eine wichtige Rolle und mir hat diese Verknüpfung zur Geschichte Margheritas sehr gut gefallen. Die blumige Sprache mit ihren vielen Bildern und Metaphern hat mich sehr beeindruckt und bestimmt werde ich noch häufiger zu dem Buch greifen, um einzelne markierte Stellen nochmal zu lesen. Die Charaktere sind alle sehr gut gezeichnet, gerade Margherita, Guilio und der Lehrer haben mir sehr gut gefallen. Vielleicht wirken alle drei Figuren und jede auf ihre Art traurig und frustriert, dennoch mochte ich sie gerade wegen ihrer reflektierenden Art und der Verzweiflung, die das Leben in ihnen auslöst. Dabei zeigen gerade Guilio und der Lehrer eine tolle Entwicklung, die mich zufrieden das Buch beenden lässt. Aber auch andere Charaktere sind einfach nur rührend. Der kleine Andrea, der Dinge so einfach und verständlich erklärt, dass es berührt und manchmal auch traurig stimmt, oder die Großmutter Nonna mit ihren sizilianischen Weisheiten, die oft den Nagel auf den Kopf trifft. Und noch erwähnen möchte ich Stella, die mit ihrem Liebesbrief an den Lehrer auch in mir etwas bewegt hat und mich damit tief berührte. Die Stimmung im Buch ist fast durchweg melancholisch und dennoch ist es kein Buch, das herunterzieht, sondern Mut macht, Dinge anzugehen und dass es lohnt, auch ein Wagnis einzugehen. Ein Buch über die Freundschaft und die Liebe, über das Wagnis und den Schmerz und nicht zuletzt auch über die Hoffnung, die man niemals aufgeben sollte. Mein Fazit Ich bin wirklich froh, dieses Buch gefunden zu haben, denn es hat mir sehr bewegende Lesestunden beschert. Wundervolle Charaktere, eine berührende Geschichte und ein Schreibstil zum Eintauchen und mit vielen Möglichkeiten zum Nach- und Überdenken. Ein Buchschatz, den ich nicht mehr missen möchte!

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  • Dramatisch, packend und wunderschön!

    Die Welt ist eine Muschel
    Goldstueck90

    Goldstueck90

    18. December 2013 um 13:42

    Für die 14-Jährige Margeritha bricht die Welt zusammen. Ihr geliebter Vater verlässt die Familie - einfach so. Das junge Mädchen vermag den Schmerz kaum zu ertragen und verschließt sich allem. Doch da gibt es diesen neuen Lehrer an der Schule, der es vermag ihr Hoffung zu geben, auch wenn er sein eigenes Leben kaum auf die Reihe bringen kann. Und auch der 17-Jährige verwegene Giulio mit sehr pessimistischen Lebensansichten vermag es in ihr Herz vorzudringen. Eine packende, dramatische und wunderschöne Suche beginnt, nach dem Vater, der Liebe, der Schöhneit, dem Leben und dem eigenen Glück. Ein unglaubliches Lesevergnügen! Sprachlich hat es mir einfach nur so unglaublich gut gefallen, ich habe noch nie etwas Vergleichbares gelesen. Die Metaphern konnten mich einfach nicht kalt lassen - es war toll. Und auch die Protagonisten, vor allem Marta, der Lehrer und Giulio, haben mir unglaublich gut gefallen und sind mir sehr ans Herz gewachsen. Es fällt etwas schwer dieses Buch in Worte zu fassen, ich kann wirklich nur sagen: Lest es, es lohnt sich, stimmt nachdenklich und ist zauberhaft. Einziger der zweite Teil war etwas langatmig. Ansosnten einfach nur ein tolles Buch!!! *Alessandro D´Avenia: Die Welt ist eine Muschel. btb Verlag 2014. 415 S. 12,99€*

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  • Alles geht gut

    Die Welt ist eine Muschel
    uli123

    uli123

    18. December 2013 um 10:27

    Bald nach ihrem 14. Geburtstag verlässt der Vater von Margherita ohne Erklärung seine Familie. Margherita empfindet tiefen Schmerz hierüber. Angst macht ihr auch ihr erstes Jahr auf dem Gymnasium. Ihre ebenso vom Schmerz erfüllte Mutter ist ihr in dieser Situation keine Stütze. Trost erfährt sie allenfalls noch von der geliebten Großmutter, die selbst ein lange gehütetes Geheimnis birgt. Zum Glück findet sie in Marta eine neue Freundin und erlebt mit dem elternlos aufgewachsenen Giulio ihre erste Liebe. Als beide in dem der Mutter entwendeten Auto ohne Führerschein von Mailand nach Sestri fahren, um den Vater zurückzuholen, erleiden sie einen Verkehrsunfall, bei dem Margherita schwer verletzt wird. Scheitert ihre Liebe hieran? Wird der Vater zur Familie zurückkehren?   Das Buch stammt aus der Feder des italienischen Autors D’Avenia, dessen erster Roman „Weiß wie Milch, rot wie Blut“ ein Bestseller war. Charakteristikum für die Bücher zeitgenössischer italienischer Autoren ist, dass ihre Lektüre recht anspruchsvoll ist. Das bewahrheitet sich auch vorliegend und wird an verschiedenen stilistischen Mitteln sichtbar: Es wird mit vielen Metaphern gearbeitet, z.B. der der Muschel, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte spinnt. Margheritas Großmutter gibt eine Reihe von (original) sizilianischen Weisheiten von sich, die zum Nachdenken anregen. Vor allem aber wird immer wieder auf Homers Odyssee eingegangen, die für Margheritas Geschichte so symbolträchtig ist. Dadurch gelangt viel Poesie in das Buch.   Lesenswert wird das Buch dadurch, dass es die Liebe auf verschiedenen Ebenen thematisiert, und zwar in der Beziehung von Margheritas Eltern, ihrer Großeltern, ihres Lehrers und ihrer eigenen zu Giulio. Darauf ist auch der formale Aufbau des Buches ausgerichtet. Es besteht aus zwei Teilen sowie Prolog und Epilog. Die Teile wiederum sind in Kapitel gegliedert. In ihnen wird in kurzen Abschnitten abwechselnd auf die verschiedenen Romanfiguren eingegangen.   Wer sich einer literarischen Herausforderung stellen und keinen Null-Acht-Fünfzehn-Roman lesen will, wird sie in diesem Buch gewiss finden.

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  • "A vita é nu filu" Das Leben ist ein Faden (Zitat von Seite 11)

    Die Welt ist eine Muschel
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    17. December 2013 um 12:38

    Zum Inhalt: Ort: Mailand, Italien Margherita, 14 Jahre, kommt auf das Gymnasium. Aber sie hat Angst! Angst vor den Mitschülern, Angst vor den Lehrern! Eigentlich - Angst vor dem Neuen! Auch Angst vor dem eigenen Ich! Dann plötzlich verlässt sie ihr Vater. Margherita ist fassungslos. War alles was er gesagt hat, eine Lüge? Warum lässt er sie allein?   Meine Meinung: Bedingt durch eine sehr schöne, feine Sprache (z.B. "Das Meer spritzt Konfetti aus Licht und Wasser an ihre nackten Füße" Seite 10) zeigt sich dem Leser schnell, dass es ein Genuss-Buch ist.  Genuss, weil man sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren muss und nicht so mal eben nebenbei lesen kann. Eine Geschichte von 416 Seiten, die bewegt, zum nachdenken anregt und lesen zu einem Erlebnis werden lässt.

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    17. December 2013 um 01:52

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Wundervolle Geschichte in lyrischem Schreibstil

    Die Welt ist eine Muschel
    FlipFlopLady007

    FlipFlopLady007

    Ersteinmal vorweg: Ich muss sagen, dass Buch hat sehr überrascht. Ich hatte aufgrund der inhaltlichen Beschreibung etwas ganz andere erwartet, als es hinterher wirklich war. Aber dazu später. Ich fange zunächst einmal mit dem Inhalt des Buches an: Die Hauptperson in diesem Buch ist die 14-Jährige Margherita. Sie hatte bisher eigentlich ein glückliches Leben und in diesem Sommer wird sie auf eine weiterführende Schule kommen. Doch in den Sommerferien verlässt der Vater die Familie und Margherita fällt in ein tiefes Loch. Sie weiß nicht, wie sie mit ihrem Schmerz umgehen soll und fühlt sich außerdem von ihrer Mutter im Stich gelassen, die selbst mit ihrem eigenen Schmerz zu kämpfen hat. Die einzige, die sich wirklich um Margherita kümmert ist, ist ihre Nonna, die versucht Margherita mit der ein oder anderen italienischen Weisheit aufzubauen. Auch in der Schule findet Margherita sehr schwer Anschluss und fällt noch weiter in ihr Loch. Als sie sich wieder einmal sehr allein fühlt, sieht sie auf dem Schulflur ein Paar Augen, die sie nicht mehr vergessen können. Auch bei Guilio, dem die schönen Augen gehören, hat diese Begegnung etwas ausgelöst. Margherita und Guilio sind jedoch nicht die einzigen, die in diesem Buch mit etwas zu kämpfen haben. Auch Margheritas Lehrer spielt in diesem Buch eine Rolle, denn auch er hat gewisse Schwierigkeiten in seinem Leben. Das Buch besteht insgesamt aus zwei Teilen, die jeweils in einzelne kleine Kapitel unterteilt sind. In den Kapiteln wechselt die Handlung zwischen den 3 wichtigsten Personen (dem Lehrer, Margherita und Guilio) hin und her. Die Szenenwechsel sind jedoch gut zu erkennen, sodass ich an keiner Stelle Schwierigkeiten hatte mich zu orientieren. So viel zunächst zum formalen Aufbau. Der Schreibstil des Autors ist etwas Besonderes. Er erzählt die Geschichte um Margherita in einer sehr blumigen Sprache, die sich vielen Metaphern und Vergleichen bedient. Die Sprache des Buches ist recht anspruchsvoll, sodass man den einen oder anderen Satz ein zweites Mal lesen muss, um ihn vollständig zu verstehen. Dennoch finde ich diesen Schreibstil keinesfalls störend, denn er macht das Buch zu etwas besonderem. Durch die beinahe lyrische Sprache wirkt das Buch noch geheimnisvoller als es sowieso schon ist und das erzählte wirkt einfach wunderschön. Wenn die Großmutter beispielsweise Dinge aus ihrer Heimat beschreibt, so kann man sich aufgrund der sehr bildlichen Sprache sehr gut vorstellen, wie es an diesen Orten aussieht. Auch Margheritas Gefühlswelt wird durch die besondere Sprache noch besser dargestellt. Aufgrund des Schreibstils würde ich allerdings nicht sagen, dass es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt, wie ich anfangs annahm. Natürlich mag es viele Jugendliche geben, die sich mit diesem Buch und seiner Sprache auseinander setzen wollen, jedoch ist es wirklich nicht sehr einfach zu verstehen und erinnert teilweise an klassische Lektüre, wie man sie im Deutschunterricht liest. Die Figuren im Roman sind sehr liebenswert gestaltet und besonders Margherita habe ich sofort ins Herz geschlossen. Aber auch der Lehrer und Guilio und alle anderen handelnden Personen sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Sie alle haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und kämpfen mit ihren eigenen Sorgen und Nöten. Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen. Es strömt eine gewisse Wärme aus, die zum Handlungsort (Italien) passt. Außerdem finde ich das Mädchen mit der Muschel (Margherita) sehr passend. Die Muschel passt zum Meeresthema, dass sich durch das gesamte Buch zieht. Auch wirkt das Cover in gewisser Weise geheimnisvoll. Dies passt zum einen zum Inhalt des Buches (es gibt doch einige Geheimnisse), aber auch zum außergewöhnlichen Schreibstil des Autors. Alles in allem finde ich das Buch sehr gelungen. Auch wenn ich ein Jugendbuch erwartet habe, war ich positiv überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass mir ein so anspruchsvolles Buch Spaß machen würde, doch so war es. Ich war ab der ersten Seite gefesselt und konnte kaum noch aufhören zu lesen, da es einfach so wundervoll geschrieben ist. Ich kann also nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen und sich nicht vom Schreibstil abschrecken zu lassen.

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