Alessandro Nonno

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Lebenslauf

Der Autor lebt abwechselnd in Italien und in Österreich. Seine spannenden Krimis voll Liebe, Tod, Leidenschaft und Eifersucht spielen größtenteils in Rom, aber auch in anderen Regionen sowohl Italiens, als auch Europas und in Übersee. Sein junger Commissario Celestino Carabello (CCC) und sein Questore, der schlaue Dottore Pizzo, der mit allen Wassern gewaschen ist, begeben sich auf große Abenteuer voller überraschender Wendungen. Dabei begleiten sie Liebe, Tod und Eifersucht, sowohl in ihren Fällen als auch privat. Bis Ende 2020 werden insgesamt 20 Rom-Krimis veröffentlicht. Die Romane sind an Spannung und in den Beschreibungen von Liebe und Leidenschaft nicht zu überbieten. Leicht zu lesen und doch große Literatur.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Alessandro Nonno

Cover des Buches Corona in San Marino (Corona-Krimi 2) (ISBN: B086ST2CR4)
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Rezension zu "Corona in San Marino (Corona-Krimi 2)" von Alessandro Nonno

Sexistisch und öde...
pardenvor einem Jahr

SEXISTISCH UND ÖDE...

Das Geburtstagsfest zum Neunzigsten des Conte Lunello war in vollem Gange. Die gesamte Familie war nach San Marino gekommen. Schließlich gab es viel zu erben, falls der Conte einmal sterben sollte. Am Vormittag war das Fest eröffnet worden. Am Nachmittag hat der Conte zu husten begonnen. Am Abend hat er Fieber gehabt. Am nächsten Tag war San Marino in Quarantäne. Die gesamte Familie, alle Festgäste waren für vierzehn Tage eingeschlossen im privaten Anwesen des Conte Lunello. Niemand durfte das Haus verlassen. Nur in den Garten durfte man, etwas frische Luft schnappen. Nach sieben Tagen wollte der Conte die Entscheidung über seine Nachfolge bekanntgeben. Das machte einige Mitglieder der Familie sehr nervös. Die Quarantäne begann also ihre Opfer fordern. Zu viele Erben auf zu engem Raum sind eben gefährlich. Jeden kann es treffen, jeden einzelnen. Von den vermeintlichen Haupterben bis zu den Randfiguren. Die letzten vier Tage der Quarantäne aber spitzte sich alles noch weiter zu. Da war es, als würde der Conte Lunello sein Leben aushauchen. Einige Festgäste aber wollten bis zu seinem letzten Atemzug an seiner Seite sein. (Klappentext)

Der Conte Lunello ist ein Tyrann. Ein Despot, dem seine Familie egal ist, der sich nimmt was er will, der Widerworte nicht duldet. Die einzige Gelegenheit, zu der er seine Familie sieht, sind seine Geburtstage. Und alle kommen, denn sonst ist die Enterbung gewiss. Alle hat er sie in der Hand, der Conte, und sichert sich durch einen Trick seit Jahrzehnten vor seiner Ermordung ab. Jedem der möglichen Erben hat er unter vier Augen versichert, dass er der Haupterbe sei - und damit der Hauptverdächtige, sollte ihm etwas zustoßen. Jeder ist deshalb sehr darum bemüht, das Leben des Conte zu schützen.

Doch nun, an seinem neunzigsten Geburtstag, fängt der Conte während der Feier an zu husten. Die Folge ist eine strenge Quarantäne: 14 Tage lang darf niemand das Anwesen verlassen, eingesperrt werden sie und hocken nun aufeinander. Die Lage spitzt sich zu. Was ist, wenn der Conte nun stirbt? Es gilt, sich in Position zu bringen. Jeder gegen jeden...

Was hier womöglich spannend klingt, erweist sich letztendlich als böses und sexistisches Sittenbild, das wenig Überraschungen bietet. Der Conte bleibt konsequent in seiner Despoten-Rolle, gibt die Fäden nicht aus der Hand, fühlt sich allen und allem gegenüber überlegen. Polizei und Justiz sind geschmiert, so dass seine Gewohnheit, Frauen notfalls auch ohne deren Einwilligung zu "nehmen", stets ohne Folgen bleibt. Überhaupt gelten Gesetze nicht für ihn, er hat seine eigenen und setzt diese auch ohne jede Rücksicht durch.

Ein Krimi ist dies jedenfalls nicht. Wikipedia schreibt hierzu: "Als Minimaldefinition kann gelten: Bei einem Krimi geht es um eine fiktionale Erzählung, die von der Aufklärung einer oder mehrerer Straftaten handelt, meist ein Mord." Hier geht es um Ränkeschmiederei, darum, ob der Conte letztendlich doch ausgetrickst werden kann und ob endlich jemand dem ruchlosen Treiben des Despoten ein Ende setzt. Aber Spannung? Fehlanzeige.

Die Erzählung berichtet nicht nur von den Geschehnissen vor Ort während der Quarantäne, sondern schildert auch einzelne Szenen aus der Vergangenheit, wodurch einige Personen stärker beleuchtet werden. Sympathisch oder auch nur charismatisch erscheint dabei keine einzige Figur - hätte Corona hier wie seinerzeit die Pest unter den Anwesenden gewütet, wäre dies durchaus von gesellschaftlichem Nutzen gewesen. 

Der Schreibstil ist einfach, oft schulaufsatzmäßig in kurzen Sätzen. Der Klappentext bietet da einen guten Einblick. Für Leser:innen, die Sachverhalte womöglich nicht beim ersten Mal auffassen können, werden hier ständige Wiederholungen eingebaut. Vollkommen unnötig in meinen Augen - Seitenfüllerei. Von den zahllosen übersehenen Fehlern rede ich gar nicht erst. Alles in allem eine für mein Empfinden öde Angelegenheit, die noch öder wird durch die angehängte Werbung für die anderen Bücher des Autors - fast 80 Seiten lang! 

Definitiv kein Must-Read - für mich ein eher abstoßendes Leseerlebnis... Schade!


© Parden

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