Alex Beer

 4.7 Sterne bei 151 Bewertungen
Autor von Der zweite Reiter, Die rote Frau und weiteren Büchern.
Autorenbild von Alex Beer (©Ian Ehm)

Lebenslauf von Alex Beer

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Der zweite Reiter ist der Auftakt zu einer spannenden Reihe um Polizeiagent August Emmerich.

Neue Bücher

Der dunkle Bote

 (15)
Neu erschienen am 27.05.2019 als Hardcover bei Limes.

Der dunkle Bote: August Emmerich 3

Neu erschienen am 27.05.2019 als Hörbuch bei Random House Audio, Deutschland.

Der dunkle Bote

 (1)
Neu erschienen am 27.05.2019 als Hörbuch bei Random House Audio.

Alle Bücher von Alex Beer

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Der zweite Reiter (ISBN:9783809026754)

Der zweite Reiter

 (78)
Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Die rote Frau (ISBN:9783809026761)

Die rote Frau

 (43)
Erschienen am 21.05.2018
Cover des Buches Der dunkle Bote (ISBN:9783809027034)

Der dunkle Bote

 (15)
Erschienen am 27.05.2019
Cover des Buches Unter Wölfen (ISBN:9783809027119)

Unter Wölfen

 (0)
Erscheint am 04.11.2019
Cover des Buches Der zweite Reiter (ISBN:9783837138047)

Der zweite Reiter

 (9)
Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Die rote Frau (ISBN:9783837141306)

Die rote Frau

 (4)
Erschienen am 21.05.2018
Cover des Buches Der dunkle Bote (ISBN:9783837145410)

Der dunkle Bote

 (1)
Erschienen am 27.05.2019
Cover des Buches Der zweite Reiter (August Emmerich 1) (ISBN:B06XNP6BVJ)

Der zweite Reiter (August Emmerich 1)

 (1)
Erschienen am 27.03.2017

Neue Rezensionen zu Alex Beer

Neu
M

Rezension zu "Der dunkle Bote" von Alex Beer

Emmerich und Winter ermitteln wieder
miriamBvor 15 Tagen

Der dritte Fall für August Emmerich und seinen Assistenten Ferdinand Winter. Diesmal werden sie mit mehreren grotesk inszenierten Leichen konfrontiert. Es gilt einen Serientäter zu stellen. Außerdem müssen sie  ihre Position innerhalb der Abteilung „Leib und Leben“ festigen und Emmerichs private Probleme warten auch noch auf eine Lösung, denn Luise und die Kinder sind nach wie vor in der Gewalt von Xaver Koch. Die Suche nach ihnen ist beschwerlich, aber Emmerich gibt natürlich nicht auf.

Alex Beer hat wieder einen großartig spannenden Krimi geschaffen. Sogar mehr als das! Sie zeichnet ein authentisches Bild des Lebens im Jahre 1920, wo Armut, Hunger herrschten, Bandenkriminalität und Schwarzmärkte den Alltag prägten. Politische Strömungen der Zeit werden ebenso thematisiert wie der steigende Hass gegen Juden.

In diesem düsteren und hoffnungslosen Wien lässt die Autorin die beiden Kommissare bekannt einfallsreich, unkonventionell und respektlos ermitteln. Überraschende Wendungen halten den Spannungsbogen hoch. Immer wenn ich dachte, den Täter identifiziert zu haben, musste ich erkennen, dass ich mich nur wieder auf eine falsche Spur habe locken lassen. Der Schluss ist überraschend, logisch und passend gelöst!

Besonders gut gefallen hat mir natürlich wieder die Sprache. Genau das richtige Maß an Dialektausdrücken lässt die Atmosphäre noch lebendiger werden, zeigt auch immer wieder den Wiener Schmäh, der in diesen schrecklichen Zeiten überlebensnotwendig war.

Fazit: ein starker Krimi – für mich sicher einer der besten der letzten Jahre! Glücklicherweise lässt das Ende auf eine Fortsetzung hoffen! Wirklich empfehlenswert!

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Der dunkle Bote" von Alex Beer

Bisher das beste Buch der Reihe
tinstampvor 20 Tagen

Kriminalinspektor August Emmerich und sein junger Kollege Ferdinand Winter ermitteln wieder. Es ist ein eiskalter November im 20iger Jahr des letzten Jahrhunderts. In Wien hungern und frieren die Menschen auch zwei Jahre nach Kriegsende immer noch. Hoffnungslosigkeit macht sich breit. Die Republik ist noch jung und alles andere als stabil. Banden, politische Gruppierungen und Verbrecher jeder Coleur machen die Stadt unsicher. Die Inflation ist enorm und Valutenschmuggler sind die gefragtesten Männer im Reich, während der Großteil der Menschen hungert und friert. Das Verbrechen hat Hochkonjunktur!

Alex Beer hat diese düstere und hoffnungslose Stimmung wieder hervorragend eingefangen. Von der ersten Seite an war ich mit August Emmerich und Ferdinand Winter sofort wieder im historischen Wien. Die Beiden haben es diesmal mit einem brutalen Mordfall zu tun. Dem Opfer wurde die Zunge entfernt und anschließend wurde es mit Wasser übergossem. Durch die tiefen Temperaturen hat sich eine dünne Eisschicht über den Toten gebildet. Die abgeschnittene Zunge taucht kurze Zeit später bei der Journalistin Alma Lehner auf. In einem Belgeitschreiben steht: "Lassen Sie die Welt wissen, dass ich mir seine Seele geholt habe". Die unkonventionelle Frauenaktivistin, die mit ihren Artikel über Missstände den Frauen gegenüber aufrütteln will, kommt dieser Aufforderung nach. Bald wird eine weitere Leiche mit abgeschnittener Zunge gefunden, die jedoch auf eine andere Art ermordet wurde. Trotzdem weisen einige Merkmale, wie ein Zettel mit einer römischen Ziffer, auf einen Serienmörder hin. Die Zeit drängt und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Telefonnistinnen und Sekretärinnen im Büro, etwas spöttisch und trotzdem liebevoll von Emmerich "Die Hühnerarmee" genannt, sind den beiden Ermittlern eine große Hilfe. Gemeinsam versuchen sie die Zusammenhänge zwischen den Mordfällen herauszufinden. Wer ist der von Alma Lehner genannte "dunkle Bote", der Rache zu nehmen scheint?

Neben den Ermittlungen führt Emmerich noch einen privaten Kampf mit Xaver Koch, dem Ehemann von Luise, August's großer Liebe. Koch galt als gefallen, als er plötzlich wieder auftaucht. Der Krieg hat ihn gewalttätig und zu einem Mann gemacht, der vor nichts zurückstreckt. Er ist politisch aktiv und privat sind Luise und die Kinder, die er entführt hat, seinem Jähzorn vollkommen ausgeliefert. August Emmerich schwört sie zu finden und zu "retten". Er wendet sich an einen alten Bekannten, Veit Kolja, der ihm ebenfalls vor Koch warnt. Ob sich Emmerich wieder auf einen gefährlichen Handel einlässt?

Das müsst ihr schon selbst herausfinden! Der Spannungsbogen bleibt im Laufe des Krimis konstant und zieht zum Schluss hin nochmals rasant an. Das Ende bleibt sicherlich jedem Leser in Erinnerung, denn es ist sehr emotional.

Schreibstil:
Alex Beer schreibt so wunderbar atmosphärisch, dass man sich immer wieder mitten im historischen Wien fühlt. Man hungert und friert mit den Menschen mit, man spürt die Hoffnungslosigkeit förmlich durch die Zeilen und trotzdem versteht es die Autorin dem Leser damit nicht hinabzuziehen, sondern mit Emmerich und Winter mitzuermitteln und der Zeit zu trotzden.
Die Charaktere sind wieder sehr lebendig beschrieben und Ferdinand Winter entwickelt sich neben Emmerich langsam zum ebenbürtigen Ermittler.

Fazit:
Für mich war "Der dunkle Bote" das bisher beste Buch der Reihe! Spannend, düster und atmosphärisch. Wer Alex Beer noch nicht kennt, dem kann ich ihre historischen Wien-Krimis wirklich sehr empfehlen!

Kommentare: 1
45
Teilen

Rezension zu "Der dunkle Bote" von Alex Beer

Atmosphärisch dicht und spannend
SusanDvor 22 Tagen

Wien, im November 1920:
Die einst so schillernde Hauptstadt des österreichischen Kaiserreiches versinkt nach dem Ersten Weltkrieg im Chaos. Viele Männer sind getötet worden oder als Krüppel zurück gekommen, der eisige Winter sorgt für Heizmittelknappheit, Hungersnöte und schwere Krankheiten fordern ihren Tribut. Als eine brutal ermordete Leiche, mit Eis überzogen aufgefunden wird, beginnt Kriminalinspektor August Emmerich mit seinem Assistenten Ferdinand Winter zu ermitteln – und bald taucht die abgeschnittene Zunge mit einem Bekennerschreiben auf: Satan habe die Seele geholt. Und es bleibt nicht bei einem bizarren Todesfall…
Doch der Kriminalkommissar hat noch weitere Sorgen, denn er sucht nach seiner Lebensgefährtin Luise und deren Kindern, die von ihrem totgeglaubten Mann entführt wurden, der sich als gefährlicher Gegner erweist.


Auch, wenn „Der dunkle Bote“ bereits der dritte Fall um das Ermittlerteam Emmerich/Winter ist, hatte ich keine Probleme, in die Reihe einzusteigen, da es ausreichend Informationen über das Geschehene gab.


Alex Beer gelingt es in diesem Buch, zwei Genres perfekt zu bedienen:
Zum einen erhält der Leser einen spannend erzählten, überaus fesselnden Kriminalroman. Ohne Gewaltszenen, aber mit viel Raffinesse führt die Autorin durch detailgenaue Entdeckungen, legt falsche Fährten und kommt schließlich zu einem überraschenden, aber logischen Ende.
Auf der anderen Seite besitzt der historische korrekte Roman eine atmosphärische Dichte, die mich begeistert hat. Genauestens lässt sich die kranke, teils hoffnungslose, verzweifelte, gewaltbereite Stimmung im verwundeten Wien zwischen den Kriegen nachvollziehen und erspüren, Der aufkommende Judenhass, die Rivalität nicht nur zwischen den politischen Parteien, sondern auch den unterschiedlichen Gesellschaftssystemen kommt nachhaltig zum Ausdruck. Zahlreiche historische Begebenheiten sind genauestens recherchiert und vermitteln dem Leser einen authentischen Eindruck.


Die Protagonisten des historischen Krimis sind sehr empathisch beschrieben und ergänzen sich auf wunderbare Art: Der unbequeme Kommissar mit einer zweifelhaftem Vergangenheit wird perfekt ergänzt vom Assistenten aus adligem Hause, die Kollegen sind teils überaus hilfreich, teils konträr und alles wird ergänzt durch die kämpferische Journalistin Alma Lehner, die ich sofort ins Herz geschlossen habe.


Überaus gekonnt verwebt die Autorin verschiedene Erzählstränge, die nahtlos ineinanderfließen und die Geschichte voran treiben. Der flüssige Schreibstil, die tiefgründigen Gedanken und der immer wieder aufblitzende Humor („die Hühnerarmee“) machen das Buch zum höchsten Lesegenuss.


Mein Fazit:
Für mich einer der besten Kommissar-Folgen überhaupt, unbedingt lesen! Selbst der etwas überhastete Schluss, der mich etwas zu schnell wieder in die Gegenwart zurückgeholt hat, schränkt meine Begeisterung nicht ein. Und ganz nebenbei habe ich echte Geschichte er-lesen!

Kommentieren0
27
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Liebe Krimi-Community,

in wenigen Tagen wird es ernst - dann erscheint mein Buch "Der zweite Reiter" (Gebundene Ausgabe (HC) 384 Seiten). Die wichtigsten Menschen für jeden Autor sind ohne Frage die Leser, und darum würde ich gerne eure Meinung darüber hören.

Was eignet sich dafür besser als eine gemeinsame Leserunde?
Ich würde mich sehr freuen, wenn viele von euch dabei mitmachen würden und verspreche, so oft wie möglich reinzuschauen, um Fragen zu beantworten, sowie die Handlung, Themen und Charaktere zu diskutieren.

Beim zweiten Reiter handelt es sich um einen historischen Krimi, der im Wien des Jahres 1919 angesiedelt ist.

Mein Verlag war so nett und hat 25 Exemplare des Romans zur Verfügung gestellt. Diese werden unter all jenen verlost, die sich bis zum 25. März hier anmelden (ich freue mich natürlich, wenn auch noch weitere Teilnehmer mit ihren gekauften Büchern dazukommen und mit mir über den Inhalt diskutieren - je mehr, desto besser). 

Worum es geht? Hier eine kurze Zusammenfassung:

Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen, doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse ein ...

Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr ...

Ich hoffe, wir lesen uns ganz bald (bzw. sehe ich vielleicht einige von euch in Leipzig auf der Buchmesse).

Alex Beer
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alex Beer im Netz:

Community-Statistik

in 161 Bibliotheken

auf 53 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 7 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks