Alex Beer Der zweite Reiter

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Inhaltsangabe zu „Der zweite Reiter“ von Alex Beer

Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr...

Ein besonderer Lesetipp, wo alles passt!

— Kaisu
Kaisu

Ein fesselnder Wien-Krimi aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Historische Krimi aus Wien, der sich super liest und die Zeit gut einfängt!

— Mira20
Mira20

Ich kann nur sagen - Chapeau! August Emmerich ist mir ans Herz gewachsen und ich hoffe der zweite Teil kommt bald.

— Literaturwerkstatt-kreativ
Literaturwerkstatt-kreativ

Überzeugender Kriminalroman mit einem Protagonisten mit Ecken und Kanten

— Matzbach
Matzbach

Eine großartige Mischung aus historisch und spannend mit sehr interessanten Charakteren.

— Wolfgang_Kunerth
Wolfgang_Kunerth

Kurzweiliger krimineller Abstrecher nach Wien ins Jahr 1919...

— widder1987
widder1987

Sehr angenehm zu lesen, gut recherchiert, Daumen hoch!

— Joeysbooks
Joeysbooks

Emmerichs erster Fall in Wien 1919, absolut überzeugender historischer Krimi

— Pucki60
Pucki60

Ein spannender, perfekter historischer Krimi!

— Larissa_Schira
Larissa_Schira

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  • LovelyBooks Challenge Buchpreise 2017

    Widerfahrnis
    Ginevra

    Ginevra

    Challenge Buchpreise Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker, lest auch Ihr gerne anspruchsvolle, womöglich sogar preisgekrönte Bücher? Interessiert Ihr Euch für die Long- und Shortlists diverser Buchpreise? Habt Ihr Lust, gemeinsam unterschiedliche Literatur- Preisträger kennenzulernen und sich hier darüber auszutauschen? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für Dich! Hier die Regeln: Es gelten Bücher, die mindestens einmal auf einer Long- oder Shortlist für einen renommierten Buchpreis aufgetaucht sind, oder diesen sogar gewonnen haben.  Bei Preisen für das Gesamtwerk eines Künstlers/ einer Künstlerin gilt jedes Buch aus dem Gesamtwerk, auch nach der Preisverleihung erschienene Werke. Ganz wichtig: das Erscheinungsjahr ist dabei egal!  Hier werden einige Buchpreise vorgeschlagen, aber da es beinahe unzählige gibt, wird es Unterrubriken nach Genre geben. Es ist dabei egal, wieviele Bücher pro Liste gelesen werden. Wichtig ist in erster Linie der Austausch – und der Spass! Du darfst Dir ein persönliches Ziel setzen: 5, 10, 15 oder 20 Bücher! Wie funktioniert es praktisch? 1. Melde dich bitte mit einem Sammelbeitrag unter der entsprechenden Rubrik an! Der Sammelbeitrag wird in der Teilnehmerliste verlinkt, so dass Du ihn schnell wiederfindest. 2. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. 3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und poste den link dazu in Deinem Sammelbeitrag. 4. Bitte beachten: Die Liste der Buchpreise erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für alle weiteren Buchpreise gibt es die Rubrik „Sonstige“. 5. Anregungen findest Du u. a. auf folgenden links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Literaturpreisen www.literaturpreisgewinner.de http://www.deutscher-buchpreis.de/ http://themanbookerprize.com/ http://academie-goncourt.fr/ http://www.norden.org/en/nordic-council/nordic-council-prizes/nordisk-raads-litteraturpris Hier noch ein interessanter link für verschiedene Krimipreise: http://www.das-syndikat.com/krimipreise.html Nimmst du die Herausforderung an?Ich freue mich auf viele Anmeldungen! TeilnehmerInnen (ist hier eigentlich auch ein Mann dabei??): Bellis-Perennisblack_horse Buchraettin Buecherwurm corsicana dia78 erinrosewell Ginevra Gruenente gst Gwendolina Harlequin Jary krimielse leselea lizzie123 marpije miss_mesmerized Orisha schokoloko29 Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi wandablue Wedma

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  • Serienauftakt

    Der zweite Reiter
    Kaisu

    Kaisu

    16. July 2017 um 13:00

    „Niemand durchschaut Emmerich. Daran kannst du dich gleich gewöhnen.“ (S.24) Nachkriegszeit. Man hangelt sich von Tag zu Tag. Hofft, dass man morgen genügend zu Nahrung findet, sich nicht den Arsch abfriert und die nächsten Tage in der Hundskälte überlebt. Mittendrin sterben Menschen. Was nicht sonderlich überraschend ist. Wer unterernährt ist oder keinen Sinn mehr in seinem Dasein sieht, beendet es eben. Gern auch mit Nachdruck. Doch nicht alle wollen sterben. Sondern müssen es. Und genau so einen Fall hat Polizeiagent August Emmerich auf dem Tisch liegen. Selbstmord. Was sollte es sonst sein. Mach einen Haken an die Sache, die ist es nicht wert. Aber Emmerich ist skeptisch. Also recherchiert er und geht den letzten Spuren des Verstorbenem nach. Wohlbetucht hat er nicht gelebt. Kein Wunder, dass der ehemalige Soldat als traumatisches Opfer deklariert wird. Immer mit an seiner Seite – mehr oder weniger freiwillig – der Neuling Ferdinand Winter. Das komplette Gegenteil von ihm: Aus gutem Haus. Lebt bei seiner Mutter. Noch grün hinter den Ohren. Wie soll DER mit ihm mithalten? Der hat doch keine Ahnung! Aber wie sagt man so schön, was nicht ist, kann ja noch werden. Die beiden entdecken nämlich schnell wo ihre Stärken und Schwächen liegen und wie sie sich perfekt ergänzen können. „Chef, da sind Sie ja.“ Winter hatte von dem ganzen Wirbel rote Wangen und glänzende Augen bekommen.“Das war vielleicht aufregend heute, oder?“ Emmerich zuckte mit den Schultern und verkniff sich einen Vergleich mit der Dramatik von Grabenkämpfen und Gasangriffen. „Kümmerst du dich später um den Papierkram?“ bat er seinen Assistenten stattdessen. (S.153) Eigentlich ist es „nur“ ein Fall, der einem Inspektoren mit feinfühligem Instinkt auffällt und dennoch ist das Buch super spannend und interessant geschrieben. Besonders das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren und deren Umgebung ziehen einen in den Bann. Lassen einen schmunzeln und zusammenzucken. Man fühlt sich ihnen nah, auch wenn man diese Epoche nicht miterlebt hat. Zeitgleich kommt man dem gesuchten Mörder immer näher. Diesem passt es überhaupt nicht, dass da jemand seine Taktik scheinbar durchschaut und setzt zum Gegenangriff an. Diese sind nicht sonderlich zögerlich und beide Polizisten bekommen den Hass deutlich zu spüren und neue Leichen präsentiert. Ein Teufelskreis. Der nicht aufhören will. „Kommt no mehr. Kommt no mehr Unglick.“ (S.241) Irgendwann ahnte ich, wer hinter allem steckt, aber richtige Hinweise bekam man nie präsentiert. Erst kurz bevor Emmerich es selbst herausbekommt, konnte mich sich zu 100prozent sicher sein. So etwas mag ich bei Krimis. Denn die Spannung ist dadurch immer vorhanden, genauso wie der Wille vor dem Ermittler aus dem Buch auf die Lösung zu kommen. Was für einen wunderbaren Leseeifer sorgt. Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen. Der zynisch denkende (und aussprechende) Emmerich, kombiniert mit dem zarten Jüngling Winter, geben ein sympathisches Team ab. Zudem haben beide ihr Leben, was Schatten und Licht bereit hält. Was, sie auch noch äußerst menschlich wirken lässt. Desweiteren schafft die Autorin es, einem die damalige triste, trübe und traumatische Stimmung perfekt darzustellen. Da bleibe ich gerne am Ball!

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  • Kriegszitterer

    Der zweite Reiter
    walli007

    walli007

    02. July 2017 um 11:55

    Obwohl der Krieg schon seit einem Jahr um hat das Zittern noch nicht aufgehört. Dietrich Jost ist nicht als Kriegsgeschädigter anerkannt und fristet sein Leben auf den Straßen Wiens. Im Jahr 1919 herrschen in der ganzen Stadt Armut und Hunger. Jost sieht jedoch einen Silberstreif am Horizont, er träumt von Brasilien. Von den Polizisten August Emmerich und Ferdinand Winter, die eigentlich einen Schmuggler verfolgen, wird Dietrich Jost im Stadtwald erschossen aufgefunden. Sein Traum wird sich nicht erfüllen. Auch der Polizist Emmerich hat einen Traum, er will zur Abteilung „Leib und Leben“. Und als nach Josts Tod dessen Bekannter Harald Zeiner tot aus der Donau gefischt wird, kann Emmerich nicht an einen Zufall glauben. Polizeiagent August Emmerich versucht seine eigene Kriegsverletzung zu verstecken. Er befürchtet, in den Innendienst versetzt zu werden, wenn er auffliegt. Nicht einmal sein Assistent Wagner, den er für ein verweichlichtes und verwöhntes Jüngelchen hält, darf davon wissen. Obwohl Winter ihm treu zur Seite steht, kocht Emmerich zunächst sein eigenes Süppchen. Schnell merkt er allerdings, dass er sich doch gut auf Winter verlassen kann. Gemeinsam suchen die beiden nach einem Zusammenhang zwischen den Todesfällen. Trotzdem auch die Beamten von den Nachwirkungen des Krieges nicht verschont sind und sie Not und Elend erfahren haben und immer noch erfahren, sind sie bestrebt für Gerechtigkeit zu sorgen. Auch wenn sie es dabei mit dem Gesetz nicht so genau nehmen können. In die schwere Zeit nach dem ersten Weltkrieg hineingeschrieben schafft die Autorin einen packenden Plot. An allen Ecken lauern Hunger, Krankheit und Tod. Die Menschen hausen in unsäglichen Wohnungen, die diesen Namen kaum verdienen. Eine Sicherheit, dass es für den nächsten Tag reichen wird, gibt es nur für Wenige. Auch die Staatsdiener bleiben nicht verschont. Vielleicht ein wenig besser gestellt, kann es auch für sie schnell vorbei sein mit ihrem bisschen Komfort. Doch gibt es auch Bars, Cafés und andere Vergnügungsstätten und der Schwarzhandel floriert. Man stellt sich diese Zeit häufig in schwarz-weiß vor, weil es kaum Farbbilder gibt. Doch gerade dieses schwarz-weiß mit seinen grauen Zwischentönen gibt die Stimmung gut wieder. In dieser Szenerie agieren Emmerich und Winter, die sich erst zusammenraufen müssen, mit Hartnäckigkeit und Scharfsinn. Durch ihren Wagemut bringen sie sich manchmal in Gefahr und kommen auf die Spur eines Verbrechen, dessen Geheimnis sich lange nicht erschließt.  August Emmerich, der ehemalige Waisenjunge, und Ferdinand Winter, der aus guten Elternhaus stammende, bilden ein gegensätzliches Ermittler-Duo, dessen Geschichte genug Ansätze bietet, um sicher und mit Interesse weiterverfolgt zu werden. 4,5 Sterne

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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  • „Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe.“

    Der zweite Reiter
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    23. May 2017 um 15:57

    Alex Beer nimmt uns Leser in eine Zeit des Umbruchs mit, in der nichts mehr so ist, wie es war: nämlich nach 1919. Die Habsburger-Monarchie ist Geschichte. Die Menschen hungern und frieren. Viele der Unterernährten sind an der Spanischen Grippe gestorben. Hoffnungslosigkeit herrscht, wohin man schaut. Nutznießer dieses Elends sind skrupellose Verbrecher, die auf dem Schwarzmarkt alles feilbieten, das benötigt wird, aber kaum einer bezahlen kann.In genau diesem Umfeld muss der Wiener Polizist August Emmerich nun ermitteln. An seiner Seite Ferdinand Winter, ein gutbürgerlicher Jüngling, der im anfangs eher eine Bürde als Hilfe ist.Eigentlich sollten die beiden einen Schwarzhändlerring dingfest machen, als sie unversehens über eine Leiche stolpern. Mord oder doch Selbstmord? Eine Selbsttötung ist angesichts der tristen Lage keine Seltenheit. Selbst der Pathologe ist sich nicht ganz sicher. Doch Emmerich gibt nicht auf. Der Tote war ein sogenannter „Kriegszitterer“, eines jener bedauernswerten Opfer der Kriegsgräuel, denen Giftgas die körperliche Unversehrtheit und auch den Verstand raubte . Wie sollte ein solcher Versehrter eine Waffe halten können und abdrücken, wenn er nicht einmal den Löffel zum Mund führen konnte? Trotz anders lautender Befehle ermittelt Emmerich weiter und kommt dem Mörder ziemlich nahe und der nächste Tote wartet schon. Selbst als Emmerich persönlich in Verdacht und Lebensgefahr gerät, lässt er nicht locker. Denn Emmerichs Credo lautet: „Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe.“.Schreibstil/Spannung/Charaktere:Alex Beers Schreibstil ist eindringlich, elegant und geht unter die Haut. Stellenweise flicht die Autorin Wiener Schmäh und Dialekt in die Handlung ein. Schön ist die politische Lage wiedergegeben. Das Elend und der tägliche Kampf der Menschen ums Überleben sind ganz starke Elemente dieses Krimis, die allein schon für Dramatik sorgen. Die Spannung ist zeitweise kaum auszuhalten. Der Täter ist Emmerich und Winter immer einen kleinen Schritt voraus. Die Charaktere Emmerich und Winter haben Ecken und Kanten. Emmerich, der im Waisenhaus aufgewachsen ist, verschweigt einen Granatsplitter in seinem Bein, um seiner geliebten Tätigkeit als Ermittler weiter nachgehen zu können. Sein großer Traum ist, dem Dezernat „Leib und Leben“ anzugehören.Auch in seinem Privatleben ist nicht alles eitel Wonne. Seit Jahren wohnt er mit einer Kriegerwitwe und deren drei Kindern zusammen, als der Totgeglaubte unvermutet und schwer versehrt wieder auftaucht. Emmerich flüchtet sich in die Arbeit. Doch auch Ferdinand Winter, das bürgerliche Söhnchen hat sein Schicksal zutragen. Er lebt allein mit seiner Großmutter, die im Gestern lebt und überall Verschwörer wittert, in einer riesigen Villa im sogenannten Cottage-Viertel von Wien. Interessante Nebenfiguren wie die lungenkranke Minna, die Schwarzhändler und auch die doch-nicht Witwe bilden eine perfekt Umrahmung für die beiden, die beinahe Vater und Sohn sein könnten.Meine Meinung:Alex Beer ist es vortrefflich gelungen, den großen politischen und gesellschaftlichen Umbruch nach dem verlorenen Krieg spannend zu erzählen. Viele historische Details sind penibel recherchiert und präzise in die Geschichte eingeflochten.Als Wienerin kann ich natürlich den beiden Polizisten auf ihren Wegen durch die Stadt mühelos folgen, auch wenn die eine oder andere Straße heute anders benannt ist. Fazit:Ein gelungener Serienauftakt, sprachlich und dramaturgisch perfekt ausgearbeitet. Gerne vergebe ich 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    • 6
  • Atmosphärischer historischer Krimi

    Der zweite Reiter
    Mira20

    Mira20

    10. May 2017 um 11:51

    Dieser atmosphärische historische Krimi entführt den Leser nach Wien ins Jahr 1919. August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter kämpfen gegen Windmühlen, denn sie sollen einen Schmugglerring auffliegen lassen, der einen grossen Teil der Wiener Bevölkerung auf dem Schwarzmarkt beliefert. Doch statt Beweise finden sie eine Leiche. Offensichtlich soll das Opfer Suizid begangen haben, was bei der verzweifelten Situation durchaus wahrscheinlich wäre. Doch wie soll ein Kriegszitterer eine Waffe auf sich selber richten, wenn er kaum in der Lage ist, selbständig zu essen?Mit dem Eintauchen in die historische Welt tat ich mich zu Beginn etwas schwer. Auch wurde ich mit Emmerich nicht so schnell warm. Sein Assistent fand ich von Anfang an interessant. Emmerich dagegen ist sehr verschlossen und verunsichert. Der Krieg hat auch bei ihm innere und äussere Verletzungen zurückgelassen. Mit zunehmendem Tempo des Buches aber, lernt man eine ganz andere Seite Emmerichs kennen. Das hat mich positiv überrascht. Aufbau und Ablauf sind eher einfach gehalten. Chronologisch geht der Roman voran und wir bleiben fast immer an Emmerichs Seite. Hier hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht.Das Buch liest sich flüssig und ist lebendig geschrieben. Die historischen Details sind gut recherchiert und die Menschen glaubhaft dargestellt. Ein Wien, das wir so überhaupt nicht kennen, wo sich die Menschen arbeitslos und hungrig nach Ende des Krieges wiederfanden, wo auch ein Dach über dem Kopf keine Selbstverständlichkeit war. Dieses Debüt konnte mich im grossen und ganzen überzeugen, vor allem gegen Ende hin fand ich es sehr spannend und auch abwechslungsreich. Ich würde mich auf jeden Fall auf eine Fortsetzung freuen!

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    • 2
  • Ich kann nur sagen - Chapeau !!!

    Der zweite Reiter
    Literaturwerkstatt-kreativ

    Literaturwerkstatt-kreativ

    09. May 2017 um 12:25

    „Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert "Der Zweite Reiter" von Alex Beer Wir schreiben das Jahr 1919. Der erste Weltkrieg ist für Österreich verloren gegangen. Die Menschen kämpfen ums nackte Überleben. Es gab kaum etwas zu Essen, Hunger und Elend sind überall sichtbar. Im Gegensatz dazu gibt es die Kriegsgewinnler und Schwarzhändler die in kürzester Zeit sehr reich geworden sind. Zu dieser Zeit lebt und arbeitet Rayonsinspektor August Emmerich in Wien. Er ist selber Kriegsveteran und hat einen Granatsplitter im Bein, der ihm immer wieder große Schmerzen bereitet. Dies verheimlicht er aber, da er sonst im Innendienst der Polizei arbeiten müsste. Er lebt mit seiner Freundin und deren drei kleinen Kinder zusammen. Der Mann seiner Freundin ist im Krieg gefallen. Dieser Totgeglaubte kehrt aber plötzlich zurück und stellt Emmerichs Leben und das seiner Freundin auf den Kopf. Beruflich ist Emmerichs Hauptaufgabe den Schwarzhändlern von Wien das Handwerk zu legen und sie zu verhaften. Dabei soll ihm der junge Ferdinand Winter helfen. August Emmerich passt dies so gar nicht in den Kram, denn er sieht in dem unerfahrenen Winter eher eine Belastung, als eine Hilfe. Bei der Beschattung eines Schwarzhändlers finden sie durch Zufall eine Leiche. Für die Gerichtsmedizin handelt es sich um Selbstmord. Da es sich bei dem Toten aber um einen „Kriegszitterer“ handelt, kommen Emmerich Zweifel ob dieser sich selbst mit einem Kopfschuss hätte erschießen können. Er beginnt zu ermitteln. Obwohl sein Vorgesetzter ihm verbietet weiter an dem Mordall zu arbeiten, lässt Emmerich nicht locker. Durch seine Hartnäckigkeit kommt Emmerich dem Mörder immer näher und wird selbst zum Gejagten. Die Umstände führen dazu, dass Emmerich vom Zorn gepackt den Spieß umdreht. „August Emmerich war auf der Jagd“Fazit: Bei diesem Roman kann ich nur sagen - Chapeau !!! Alles richtig gemacht. Das Buch wird auf jeden Fall einer meiner Highlights in diesem Jahr sein. Ich habe gelesen, gelesen und konnte nicht mehr aufhören. Daniela Larcher, die unter dem Pseudonym Alex Beer schreibt, hat einen sehr fesselnden und eindringlichen Kriminalroman geschrieben. Die Autorin führt uns durch ein düsteres Wien der Nachzeitigkeit und schafft es, mir einen guten Einblick in diese Zeit zu vermitteln. Auch wurde mir sehr deutlich, wie selbstverständlich für uns heute Technik, Medikamente und manche andere – heute für uns banale - Gegenstände sind: „Du hast eine eigene Badewanne? Emmerich, der sich wie alle Menschen, die er kannte, mit einem Schwamm und Wasser von der Bassena ( öffentliche Wasserstelle am Gang eines Mietshauses) säuberte hatte noch nie eine private Wanne gesehen“. Besonderes gut hat mir auch gefallen, dass die Autorin an manchen Stellen den Wiener Dialekt - Wiener Schmäh eingeflochten hat. Dadurch wirkte der Roman auf mich noch authentischer. Alex Beer hat zudem noch wunderbare Protagonisten geschaffen. An erster Stelle natürlich August Emmerich mit seinen Ecken und Kanten. Aufgewachsen in einem Waisenheus, weil seine Mutter ihn als Baby ausgesetzt hat. Aber gerade das harte Leben im Waisenhaus und der Krieg haben ihn genau zu dem Menschen gemacht, den wir nun im Roman kennenlernen. Vor allem sein Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt: „Recht und Gerechtigkeit sind zwei Paar Schuhe“.Der andere Protagonist Ferdinand Winter ist das genaue Gegenteil. Er stammt aus gutbürgerlichem Haus, war nicht im Krieg und hat noch nie eine Leiche gesehen, macht sich nicht gerne schmutzig und hat eine völlig andere Sicht auf die Dinge. Aber auch er musste schon einschneidende Schicksalsschläge hinnehmen. Seine Eltern und Geschwister sind alle an der Spanischen Grippe gestoben. Er lebt bei seiner, - doch sehr schwierigen - Großmutter in ihrer Villa. Aber auch Ferdinand Winter hat das Herz am rechten Fleck und wächst mit seinen Aufgaben. Gut gewählt ist auch das schwarz, weiße Cover. Es passt hervorragend zu der düsteren Wiener Nachkriegszeit. Ich hoffe auf weitere Fälle von August Emmerich und Ferdinand Winter. Für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung !!! Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Kriegszitterer oder Selbstmörder?

    Der zweite Reiter
    BettinaR87

    BettinaR87

    04. May 2017 um 20:21

    Wien nach dem Ersten Weltkrieg: Die Polizei hat alle Hände voll zu tun, denn die Armut und das Elend begünstigen die Kriminalität. Ganz zu schweigen von den zurückgekehrten Soldaten, die reihenweise zum Selbstmord neigen. So auch Dietrich Jost, dessen Leiche im Wald gefunden wurde?August Emmerich ist kürzlich aus dem Krieg zurückgekehrt und arbeitet als Rayoninspektor in Wien. Sein Ziel ist es, trotz Kriegsverletzung in die Abteilung "Leib und Leben" aufgenommen zu werden - denn er will Mörder fassen. Die besten Fälle wandern aber in genau diese Abteilung ab. Da kommt es gar nicht so ungeschickt, dass die Leiche eines Mannes gefunden wurde, der als Kriegszitterer bekannt war. Sein unkontrollierbares Zucken macht es aus Emmerichs Sicht sehr unwahrscheinlich, dass er wirklich Selbstmorg begangen haben soll. Er beginnt zu ermitteln, ziemlich genervt von seinem jungen Kollegen Winter, der nicht im Krieg war, es mit Leichen sowieso nicht so hat und sehr unerfahren ist. Schnell stoßen die beiden auf Harald Zeiner, der Jost näher gekannt haben soll. Er ist als männliche Prostituierte tättig und verschwindet nach dem ersten Gespräch mit der Polizei mit einer tödlichen Kopfwunde auf den Boden der Donau. Jetzt ist Emmerichs Neugier und Misstrauen erst recht geweckt - und bringt sich und Winter damit in das Visier eines ganz anderen Jägers, der Emmerich sogar als Täter ins Spiel bringt ...Die KritikEs ist ein ganz klassischer Krimi: Zwei ungleiche Ermittler, einer unschuldig, einer ein erfahrener Haudegen. Das vorliegende Verbrechen ist nicht total abgefahren, sondern einfach unübersichtlich, das Motiv liegt im Dunkeln - kurzum: Es ergibt einfach keinen Sinn. Das weckt nicht nur bei der Hauptperson, sondern auch im Leser die Neugier, worum es bei dem Delikt wirklich geht. Damit entspricht das Buch nicht dem gegenwärtigen Trend, dass alles immer super psycho sein muss - jeder Fall muss brutaler sein als der vorhergehende. Insofern ist das Setting eine absolute Wohltat und der Fall in seiner Einfachheit absolut elektrisierend.Der Hintergrund der Geschichte spielt ausschließlich in Wien, ganz kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Das ist eine sehr spannende Zeit, denn oftmals wird vergessen, dass das offizielle Ende eines Krieges noch lange nicht zu einem Ende in den Köpfen führt. Die Konsequenzen dauern noch wesentlich länger und wirken sich nicht nur auf die allgemeine wirtschaftliche Situation eines Landes aus, sondern natürlich auch auf der Mikro-Ebene. In Zeiten der Konflikte in Syrien und der Flüchtlingsthematik ist das ein ganz wesentlicher Punkt, den so mancher Wohlstandsbürger nicht auf dem Schirm haben dürfte. In die Erzählung sind Dialekt und einschlägige Begriffe werden ganz nebenbei eingewebt und ergänzt eine spannende Story zu einer echt authentischen Erzählung, in der auch die damaligen gesellschaftlichen Umstände mit eingearbeitet werden. Final ergibt sich daraus ein vielschichtiger, äußerst interessanter Krimi, der mich sehr positiv überrascht hat. So lässt sich der Leser nicht nur charmant unterhalten lassen, sondern kann auch noch etwas dazulernen. Der Schreibstil ist gerade richtig - es liest sich nicht kompliziert, aber auch nicht zu simpel.Da das Buch der Auftakt zu einer Reihe werden soll, wird die Fortsetzung definitiv mit größter Spannung erwartet! Absolute Leseempfehlung für alle Liebhaber eines klassischen Krimis.

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  • Leserunde zu "Der zweite Reiter" von Alex Beer

    Der zweite Reiter
    AlexBeer

    AlexBeer

    Liebe Krimi-Community,in wenigen Tagen wird es ernst - dann erscheint mein Buch "Der zweite Reiter" (Gebundene Ausgabe (HC) 384 Seiten). Die wichtigsten Menschen für jeden Autor sind ohne Frage die Leser, und darum würde ich gerne eure Meinung darüber hören.Was eignet sich dafür besser als eine gemeinsame Leserunde?Ich würde mich sehr freuen, wenn viele von euch dabei mitmachen würden und verspreche, so oft wie möglich reinzuschauen, um Fragen zu beantworten, sowie die Handlung, Themen und Charaktere zu diskutieren.Beim zweiten Reiter handelt es sich um einen historischen Krimi, der im Wien des Jahres 1919 angesiedelt ist.Mein Verlag war so nett und hat 25 Exemplare des Romans zur Verfügung gestellt. Diese werden unter all jenen verlost, die sich bis zum 25. März hier anmelden (ich freue mich natürlich, wenn auch noch weitere Teilnehmer mit ihren gekauften Büchern dazukommen und mit mir über den Inhalt diskutieren - je mehr, desto besser). Worum es geht? Hier eine kurze Zusammenfassung:Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen, doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse ein ...Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs: Der Glanz der ehemaligen Weltmetropole ist Vergangenheit, die Stadt versinkt in Hunger und Elend. Polizeiagent August Emmerich, den ein Granatsplitter zum Invaliden gemacht hat, entdeckt die Leiche eines angeblichen Selbstmörders. Als erfahrener Ermittler traut er der Sache nicht über den Weg. Da er keine Beweise vorlegen kann und sein Vorgesetzter nicht an einen Mord glaubt, stellen er und sein junger Assistent selbst Nachforschungen an. Eine packende Jagd durch ein düsteres, von Nachkriegswehen geplagtes Wien beginnt, und bald schwebt Emmerich selbst in tödlicher Gefahr ...Ich hoffe, wir lesen uns ganz bald (bzw. sehe ich vielleicht einige von euch in Leipzig auf der Buchmesse).Alex Beer

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    • 349
  • Serienmorde im Wien des Jahres 1919

    Der zweite Reiter
    Matzbach

    Matzbach

    03. May 2017 um 19:44

    Wien 1919. Bei der Verfolgung eines Lebensmittelschiebers entdecken der Rayonsinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter die Leiche eines Veteranen. Da dieser noch die Waffe in der Hand hält, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Stutzig macht den Inspektor allerdings die Tatsache, dass der Tote ein"Kriegszitterer" war, also kaum in der Lage gewesen sein dürfte, sich selbst zu erschießen. Gegen den Widerstand seines Vorgesetzen ermittelt Emmerich, dessen Ziel es ist, in die Abteilung "Leib und Leben" aufgenommen zu werden, weiter in diesem Fall, der sich dann als Auftakt einer Mordserie an Kriegsveteranen erweist. Je tiefer er sich diesem Fall, dessen Ursprünge noch in die Vorkriegszeit zurückreichen,  widmet, desto gefährlicher wird es für ihn, am Ende wird er gar selbst des Mordes verdächtigt. "Der zweite Reiter" ist (hoffentlich) der Auftakt einer Reihe der Autorin Alex Beer, die bereits unter einem anderen Namen eine mir sehr gefallende (zeitgenössische) Krimireihe geschrieben hat. Obwohl der Fall in sich geschlossen ist, gibt es durchaus Möglichkeiten, aus der Anlage der Figuren heraus weitere Romane zu spinnen. Die historischen Hintergründe, konkret der Niedergang Wien von der Metropole der k.u.k Monarchie zur Hauptstadt des wirtschaftlich kaum lebensfähigen Alpenstaates und die zahlreichen Spätfolgen des Ersten Weltkriegs sind überzeugend beschrieben und bieten nicht nur die Staffage für einen historischen Krimi. Gern würde ich mehr von dem Gespann Emmerich/Winter lesen.  

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  • Gelungener Auftakt eines vielschichtigen Ermittlers

    Der zweite Reiter
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    02. May 2017 um 15:12

    Gelungener Auftakt eines vielschichtigen ErmittlersVon Beginn an bestens getroffen ist zunächst die besondere Atmosphäre der Zeit und der damaligen Umstände in der Stadt.1919 in Wien, der erste Weltkrieg verloren, der Kaiser nicht mehr da, es mangelt an allem, von Lebensmitteln bis zum Brennholz, Tausende noch Gefangenschaft.Und auch August Emmerich, Rayoninspektor in Wien. Mit Ehrgeiz, irgendwann nach „ganz oben“ zu gelangen, zu den „Stars“ der Mordkommission. Aber auf diesem Weg nun in den Niederungen der Polizeiarbeit noch gefangen und immer darauf bedacht, dass seine schmerzhafte Kriegsverletzung keinem näher auffällt, denn das wäre das K.O. Kriterium für alle weiteren Karrierepläne.Einer, der viel gesehen hat. Dem Leichen nichts mehr ausmachen, Der sich aber einen tiefen Kern an Gerechtigkeitsempfinden bewahrt hat. Der ihm wichtiger ist, als so manche Dienstvorschrift.Sei es, dass er einen Schwarzhändler versucht, zu stellen (ein Fall, bei dem einiges an Überraschungen noch auf ihn warten wird), sei es, dass ihm zwei vermeintliche Selbstmorde kurz hintereinander keine Ruhe lassen. Und auch das verbindenden Glied beider Fälle hat mit der konkreten Zeit zu tun, denn was da in den Mund genommen wurde, ist seit Jahrzehnten mittlerweile (zum Glück) nicht mehr geläufig, gar nicht mehr bekannt.Und auch ein weiteres Moment nimmt die Atmosphäre der Zeit bestens auf, das Privatleben des Inspektors. Sowohl, was die Liebe angeht, wird etwas dazwischentreten, was es wohl in dieser Form nur kurz nach Kriegszeiten je gab, als auch seine nächste Wohngelegenheit (bei seinem Auszubildenden), spiegelt hervorragend die Verhältnisse jener Tage, den „Weltenumbruch“, wie viele Kleinigkeiten bestens recherchiert dem Verlauf der Ereignisse eine sehr authentische Note geben. Wobei auch der Fall, eigentlich ja die Fälle, an sich anregend, spannend und genügend komplex zu lesen sind, um den Leser Seite für Seite bei der Stange zu halten.Denn wie kann ein „Kriegszitterer“ sich eine Waffe an den Kopf halten? Wie kann einer im Kino fast gemeuchelt werden, nur um dann im Krankenhaus, auf dem Weg der Besserung, noch lange nicht aus dem Schneider zu sein?Wobei der Leser bei all dem zudem noch mit Besorgnis registrieren muss, das das Schmerzmittel, welches der Inspektor in der Klinik entwendet, eine Reihe von, damals nicht bekannten, Nebenwirkungen nach sich ziehen kann?Ein Kriminalroman, der in der angesiedelten Zeit bestens funktioniert, bei dem zwar Fingerabdrücke schon genutzt werden, aber alle anderen „modernen“ Methoden noch weit in der Zukunft liegen und reine „Handarbeit“ daher gefragt ist.Mitsamt engstirnigen Vorgesetzten, faulen Kollegen und kühlen,, aber sehr kompetenten Gerichtsmedizinern (in deren Gegenwart der Leser übrigens doch gute Nerven haben sollte, denn sehr direkt und klar schaut Beer bei solchen Momenten auch gerne mal in harmlos wirkende Zinkbadewannen.Beste Unterhaltung ist damit garantiert.

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  • mitreissend, spannend, historisch fundiert

    Der zweite Reiter
    Wolfgang_Kunerth

    Wolfgang_Kunerth

    02. May 2017 um 14:38

    "Der zweite Reiter" von Alex Beer ist ein durch und durch gelungener Krimi, der einerseits von Anfang bis Ende ungemein spannungsgeladen ist und gleichzeitig perfekt die damaligen Lebensumstände schildert. Die handlungsträger, allen voran die Hauptperson August Emmerich, passen mit ihren Ecken und Kanten und gleichzeitig einer grantigen Liebenswürdigkeit perfekt zur Geschichte. Bis ins kleinste Detail genau recherchiert wird die damalige Zeit bildhaft geschildert und verstärkt noch die spannende Handlung. Alex Beer's "Der zweite Reiter" legt man bis zur letzten überraschenden Wendung am Ende des Buches nur widerwillig aus der Hand. Mit August Emmerich ist ein neuer Ermittler geboren, auf den man hoffentlich Jahr für Jahr voller Ungeduld warten wird können.

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  • Mehr davon!

    Der zweite Reiter
    dubh

    dubh

    30. April 2017 um 20:53

    Kaum sind die österreichischen Soldaten mehr oder weniger dem Grauen des Großen Krieges entkommen, versinkt ihre Heimatstadt, die ehemals schillernde Metropole und Weltstadt Wien, im nächsten Elend: Hunger und Kälte sind drängendste Probleme.Rayonsinspektor August Emmerich war selbst im Krieg und hat seitdem mit einem steifen Bein zu kämpfen. Die Verwundung, durch einen Granatsplitter verursacht, versucht er so gut es eben geht zu verbergen - will er doch auf keinen Fall in den Innendienst versetzt werden, sondern am liebsten baldmöglichst Fälle der Abteilung "Leib und Leben" bearbeiten.In der Zwischenzeit beschäftigt er sich vor allem mit den Gaunereien, die in Nachkriegszeiten Blüte tragen, und bekommt zu allem Unglück nun einen jungen Assistenten Ferdinand Winter zugeteilt, der mit seiner unerfahrenen Aufgeregtheit mehr Klotz am Bein als Hilfe ist.Der Erste Weltkrieg beeinflusst nach seinem Ende jedoch nicht nur die Psyche und den Alltag vieler Menschen - jetzt betrifft es auch noch einen Fall, den Emmerich zu gerne bearbeiten würde: bei der Verfolgung eines Ganoven stolpern der erfahrene Gendarm und der Neuling über eine Leiche. Schnell scheint klar zu sein, dass es sich um einen Selbstmörder handelt - doch Emmerich traut dieser allzu offensichtlichen Annahme nicht. Da er seinen Vorgesetzten, einen hochdekorierten Offizier der K.-u.-k-Armee, der von Polizeiarbeit nicht allzu viel versteht, nicht vom Gegenteil überzeugen kann, beginnt er gemeinsam mit seinem Assistenten eigene Nachforschungen anzustellen. Doch schon bald zeigt sich, dass diese eigenmächtigen Ermittlungen brisant sind - bis sogar Emmerich selbst in größter Gefahr schwebt...Hinter dem Pseudonym Alex Beer steckt Daniela Larcher, eine österreichische Autorin, die mit "Der zweite Reiter" den Auftakt einer Krimireihe um den im 22. Bezirk Wiens tätigen Ermittler August Emmerich vorgelegt hat.Mich hat von der ersten Seite an die Atmosphäre einer in den Nachwehen des Ersten Weltkriegs liegenden Stadt Wien gepackt. Wie kann man als heimgekehrter Soldat nach all den traumatischen Ereignissen weiter existieren? Wie kann man zum Alltag übergehen, nachdem man den Schock des Erlebten im Grunde nie überwunden hat? Doch was passiert, wenn man es nicht schafft? Und wie geht es den Menschen, die war nicht im Krieg waren, aber dennoch von all dem beeinflusst sind? Die schauen müssen, wie sie sich - und möglicherweise ihre Kinder - halbwegs über die Runden zu bringen?Vor allem am Beispiel der Hauptfigur August Emmerich gelingt es der Autorin perfekt, all diese inneren Kämpfe und die schwierigen Alltagssituationen darzustellen. Aber auch ihre anderen Figuren sind durchweg glaubhaft. Ich denke, dass Alex Beer für diesen Krimi eine enorme Recherchearbeit geleistet hat, die das entbehrungsreiche Leben in dieser Zeit sehr gut einfangen konnte - und trotzdem ist der Roman an keiner Stelle überfrachtet. Nicht häufig habe ich einen solch in sich stimmigen historischen Krimi gelesen, der dazu dermaßen viel Freude beim Lesen macht.Auf mich wirkt es so, als wäre ein Stück Wiener Geschichte lebendig gemacht worden - alleine dieses Können hat mich schon überzeugt. Dass die Autorin es zusätzlich geschafft hat, die historischen Fakten mit sehr realistischen Figuren, einer gekonnten Atmosphäre und vor allem einer super spannenden Krimihandlung zu verknüpfen, lässt mich eigentlich nur eines rufen: Mehr davon!Fazit: Vielleicht hat Alex Beer in meinen Augen einen kleinen Vertrauensvorschuss erhalten, da mich diese Zeit und der Ort einfach grundsätzlich interessiert - aber nach wenigen Seiten war klar: Hier beherrscht jemand seine Erzählkunst vollends!Unbedingt lesen!

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  • Düstere Zeiten

    Der zweite Reiter
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    30. April 2017 um 14:41

    Hunger und Not sind in Wien kurz nach dem Ersten Weltkrieg überall gegenwärtig. Der Schleichhandel blüht und Polizeiagent August Emmerich soll diesen Leuten, allen voran Kolja, ihr Handwerk legen. Aber dann wird ein Toter gefunden und Emmerich ist im Gegensatz zu seinen Kollegen nicht davon überzeugt, dass es sich um Selbstmord handelt. Er macht sich mit seinen Assistenten Winter an die Ermittlungen und bald schon gibt es weitere Tote. Die Sache lässt Emmerich keine Ruhe und er gerät selbst in Gefahr. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Autorin schafft es, die düstere Atmosphäre im damaligen Wien gut und sehr authentisch darzustellen. Es gibt wenige Menschen, die weiterhin im Luxus leben, den meisten fehlt das Nötigste zum Leben. Gute Zeiten für Schwarzhändler, welche die Gunst der Stunde nutzen und ihre Waren zu Wucherpreisen an den Mann bringen. August Emmerich ist ein Kriegsinvalide, aber er versucht mit allen Mitteln, seine Behinderung zu verstecken, denn er möchte nicht in den Innendienst abgeschoben werden. Am liebsten würde er in der Abteilung Leib und Leben arbeiten, aber dafür müsste er erst einmal Erfolge vorweisen können. Da er aber seine Ermittlertätigkeiten im Fall Kolja vernachlässigt, sieht es mit den Aufstiegschancen nicht gut aus. Emmerich hat ganz bestimmte Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit und die vertritt er auch nach außen. Er geht sehr pragmatisch bei seinen Ermittlungen vor. Wenn man was erfahren will, dann muss man auch unangenehme Wege gehen. Damit hat Winter, der aus einer ganz anderen Gesellschaftsschicht stammt, anfangs so seine Probleme. Emmerich hält zunächst nicht viel von dem Frischling Winter, aber unter Emmerichs Anleitung entwickelt der sich zu einem sehr fähigen Assistenten, der seinen Vorgesetzen bereitwillig unterstützt. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Emmerich durch seine Eigenmächtigkeiten Ärger mit seinem Vorgesetzen Sander bekommt. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe von Charakteren, die individuell und sehr authentisch gestaltet sind. Zum Verlauf der Geschichte will ich nichts weiter verraten, aber es ist vom Anfang bis zum Ende spannend. Zum Schluss gibt es dann überraschende Wendungen, die ich so wirklich nicht erwartet habe. Ich bin begeistert von diesem historischen Krimi.

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