Alex Berg Die Marionette

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Inhaltsangabe zu „Die Marionette“ von Alex Berg

Valerie Weymann soll einen deutschen Rüstungskonzern, der des illegalen Waffenhandels beschuldigt wird, aus den Schlagzeilen bringen. Kein Geringerer als BND-Agent Eric Mayer führt die offiziellen Untersuchungen von Regierungsseite. Auf ein Wiedersehen mit dem Agenten, der Valerie einst verhaften ließ, ist die toughe Anwältin nicht vorbereitet. Zur selben Zeit kehrt die junge Soldatin Katja Rittmer schwer traumatisiert von ihrem Einsatz in Afghanistan zurück. Ihr Konvoi war in einen Hinterhalt geraten, und ihre Kameraden wurden mit deutscher Munition erschossen. Wie konnte das passieren? Doch in der Heimat will niemand ihre brisanten Fragen beantworten. Ein unerträglicher Zustand, der Katja Rittmer in eine tickende Zeitbombe verwandelt und weitere Menschenleben kostet ...

Netter Kontakt auf der Verlagsparty mit der Autorin. Ich bin gespannt...bisher recht überzeugend.

— MichaelSterzik
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  • Die Marionette

    Die Marionette
    Luc

    Luc

    22. November 2013 um 16:52

    Inhalt: Katja Rittmer, deutsche Elitesoldatin, gerät mit ihrer Einheit in einen Hinterhalt und überlebt verletzt. Ihren Kamerden ergeht es schlechter. Nichts Ungewöhnliches im staubigen Afghanistan der fundamentalistischen Selbstmordattentäter, der allzeit präsenten Taliban Krieger und marodierenden Stammesfürsten, die gegen Bargeld jeden Fremden, jeden Menschen außerhalb ihrer Familie verkaufen würden, wie ein Stück Vieh. Als wären diese fremdländischen Sitten nicht schon schlimm genug, findet Katja Rittmer den Feind im eigenen Land. Die deutsche Rüstungsindustrie und ihr herausragendster Protagonist. Wer sonst sollte den Feind mit derart überlegenen Waffentechnik ausgestattet haben? Eric Mayer, ein inzwischen für den BND arbeitender ehemaliger Mitstreiter der Rittmer, versucht Licht ins Dunkel zu bringen und stößt dabei auf Valerie Weymann. Die Anwältin, bekannt für ihren Gerechtigkeitssinn, beginnt misstrauisch geworden Nachforschungen bei ihrem neuen Auftraggeber anzustellen. Morde geschehen. Schon bald befinden sich Eric und Valerie im Fadenkreuz von Politik und Wirtschaft. Während Katja, von vielen grässlichen Kriegserlebnissen traumatisiert, nur noch eines will: Rache, indem sie den Krieg, der jeden Tag in ihr tobt, in die Heimat trägt. Meinung: Der Roman „Die Marionette“ hat die Durchschlagskraft eines Stahlmantelgeschosses. Ein sehr handlungsorientiertes Lesevergnügen mit einem erstaunlichem Informationsgehalt, der nachwirkt. Traumatisierte Soldaten, einst von staatlicher Seite losgeschickt, um die Freiheit Deutschlands am Hindukusch zu verteidigen, werden die jungen Männer und Frauen von den verantwortlichen Politikern allein mit Leid und Risiken gelassen. Der Krieg in Afghanistan, inzwischen längst zu einem Treppenwitz in der Geschichte verkommen, weil ungewinnbar und trotz aller Beteuerungen sinnlos, wird bestenfalls in geschäftlicher Hinsicht zu einem Erfolg, dessen Währungen Blut und Gewalt sind. Welche von Marionetten zu erbringen sind, die von Wirtschaftsführern und politisch Verantwortlichen ins Nirwana kaputter Seelen geführt und verbrannt werden. Der Roman ist ein blendend herausgearbeiteter Polit-Thriller, sprachlich prägnant, rasant und spannend erzählt, mit fein ausgearbeiteten Figuren, die niemals in ein Gut-Böse Schema gepresst werden, ein wahres Lesevergnügen für Genre Junkies, wobei auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Hervorzuheben ist die Fähigkeit von Alex Berg gesellschaftliche Probleme im Spannungsfeld von Politik und Wirtschaft in ein Unterhaltungsbuch zu gießen und einen überdurchschnittlichen Pageturner zu kreieren, der Menschen bewegt und zum Nachdenken anregt.

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  • Aktuell, spannend, mitreissend

    Die Marionette
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. April 2013 um 15:37

    Ein Politthriller, der spannend zu lesen ist und wie der Vorgänger "Machtllos" auch ein leider immer wieder und immer noch aktuelles Thema aufgreift. Ich bin hin und her gerissen, ob die Ereignisse ein etwas zu zynisches Weltbild widerspiegeln, eine traurige Ausnahmen sind – oder ob Alex Berg einfach nur in deutlichen Worten die schlimme Realität wiedergibt, wie sie genau so tatsächlich passieren kann und ungesehen von den Augen der Öffentlichkeit immer wieder passiert. Da werden rücksichtslos wirtschaftliche Interessen vertreten, loyale Personen zu Bauernopfern gemacht, politische Intrigen gesponnen, alte Verbindungen ausgenutzt, Weggefährten erpresst – und in all dem Sumpf kämpfen die Anwältin Valerie Weymann und der BND-Agent Eric Mayer um die Wahrheit, um ihren Ruf und teilweise sogar um ihr Leben. Auslöser für dieses Drama ist ein Unfall, bei dem auch die Soldatin Katja Rittmer verletzt wird. Der Fokus der Erzählung liegt nicht auf der ausführlichen Betrachtung der seelischen Nöte von Katja, die ihre schlimmen Kriegstraumata nicht verarbeiten kann. Als Motivation für ihr Handeln recht das allemal und mehr Seelenleben Katjas hätte sicher auch die Spannung gedämpft, aber dadurch ist sie als Person mir fremd geblieben und ich habe ihr Leid zwar gesehen, aber nicht geteilt. Gefreut hat mich, dass auch der undurchsichtige CIA-Agent Martinez wieder seinen Auftritt hatte, denn auch wenn man ihn noch lange nicht durchschaut hat und er meist ziemlich kompromisslos rüberkommt, zeigt er auch eine menschliche Seite. Eine interessante Figur. Es gibt unauffällige Andeutungen, die auf Ärger in der Zukunft hindeuten, aber mit der Story selbst nicht viel zu tun haben, so dass man das Gefühl bekommt, da steckt noch mehr Potential für künftige Bände drin. Wir haben aber zum Glück keinen wirklicher Cliffhanger. Am Ende ist alles aufgeklärt und diese Episode abgeschlossen, es bleibt aber eine gewisse Neugier, wie es in Valeries und Erics Leben weiter geht und welche Abenteuer sie noch erleben werden. Auch wenn dieser Band 2 mir sehr gut gefallen hat und ich ihn in kürzester Zeit verschlungen habe, hat er mich (vielleicht zum Glück) nicht so aufgewühlt wie der Vorgängerband "Machtlos". Den muss man zwar nicht zwingend vorher gelesen haben, ich würde aber trotzdem empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten, denn dann versteht man die persönlichen Beziehungen zwischen Weymann, Mayer und Martinez viel besser.

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    parden

    parden

    22. December 2012 um 22:19

    BEDRÜCKEND... Die Anwältin Valerie Weymann soll einen deutschen Rüstungskonzern, der des illegalen Waffenhandels beschuldigt wird, aus den Schlagzeilen bringen. Kein Geringerer als BND-Agent Eric Mayer führt die offiziellen Untersuchungen von Regierungsseite. Auf ein Wiedersehen mit dem Agenten, der Valerie einst verhaften ließ, ist die toughe Anwältin nicht vorbereitet. Zur selben Zeit kehrt die junge Soldatin Katja Rittmer schwer traumatisiert von ihrem Einsatz in Afghanistan zurück. Ihr Konvoi war in einen Hinterhalt geraten, und ihre Kameraden wurden mit deutscher Munition erschossen. Wie konnte das passieren? Doch in der Heimat will niemand ihre brisanten Fragen beantworten. Ein unerträglicher Zustand, der Katja Rittmer in eine tickende Zeitbombe verwandelt und weitere Menschenleben kostet... Auch in ihren zweiten Thriller greift Alex Berg ein politisches Tabuthema auf und verarbeitet es zu einem spannenden Sachverhalt. Die Traumatisierung von Soldaten durch Kriegserlebnisse bzw. Einsätze in Krisenherden ist ein trauriges, hierzulande totgeschwiegenes Thema. Als Aufhänger für den Thriller macht es diesen recht anspruchsvoll, doch wird einem die politische Botschaft dankenswerterweise nicht ständig eingebläut, sondern ergibt sich einfach aus der Handlung selbst. Das allein ist schon bedrückend genug... Ohne dirket anzuprangern oder sich in Klischees zu verwickeln, erzählt Alex Berg geschickt von Interessen, die gewahrt werden wollen, egal ob es sich nun um hochrangige Regierungsmitglieder handelt oder um mächtige Großkonzerne, die mit ihren Kontakten und Geschäften ein nicht ungefährliches Spiel inszenieren. Dabei kennen politische Interessen einzelner Länder nur wenig bis gar keine Grenzen, und so spielen auch die Geheimdienste eine ernstzunehmende und wesentliche Rolle in dem vorliegenden Roman. Darüber hinaus gibt es ein Wiedersehen mit Valerie Weymann und Eric Mayer, die sich hier zwar näher kommen, dabei aber zu keiner Zeit ihre Rolle(n) aus den Augen verlieren. Beide sind sehr glaubhaft dargestellt, und der Zwiespalt, in dem mal der eine, mal der andere steckt, ist fast körperlich spürbar. Doch auch die Autorin selbst verriet in einem Interview, dass sie in einem solchen Zwiespalt steckt: "Mich mit den brisanten und aktuellen Themen des Weltgeschehens auseinanderzusetzen und sie in Form eines Thrillers spannend literarisch zu verpacken, macht einen großen Teil meines Lebens aus, auf den ich nicht verzichten möchte. Ich liebe meinen Beruf. Dennoch wünsche ich mir, dass Romane zu diesen Themen nicht nötig wären." Ein topaktueller Thriller, der zweite aus der Feder der Autorin, und sicherlich nicht mein letzter! Empfehlenswert...

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    santina

    santina

    16. August 2012 um 19:00

    Kurzbeschreibung Eine erfolgreiche Anwältin, die einen Rüstungskonzern aus den negativen Schlagzeilen holen soll, eine traumatisierte Soldatin, die aus Afghanistan zurückkehrt und die Mörder ihrer toten Kameraden sucht, und ein tougher Agent, der einen illegalen Waffenhandel aufdecken soll, treffen in Hamburg aufeinander. Eine explosive Begegnung, die eine Spur der Verwüstung durch Deutschland zieht. Zum Inhalt Katja Rittmer, Christian Frank und Eric Mayer waren vor Jahren zusammen beim KSK, während Eric nun beim BND ist, sind Katja und Christian in Afghanistan stationiert. Sie begleiten am gleichen Tag jeweils einen Konvoi und auf beide Konvois wird ein Anschlag verübt. Während Katja nur angeschossen wird, verliert Chris beide Beine. Im Krankenhaus überreicht der behandelnde Arzt Katja die beiden Projektile aus ihrer Schulter und damit den Beweis, dass die Larenz-Werke in Hamburg die Terroristen mit Waffen versorgen. Bei seinem Besuch im Krankenhaus informiert Katja Eric und nun ist es an der Bundesregierung, aufzudecken, wie die deutschen Waffen in die falschen Hände gelangen konnten. Der Chef der Larenz-Werke, Gerwin Bender, bittet seinen Freund, den Rechtsanwalt Kurt Meisenberger um Unterstützung und der zieht seine Partnerin, Valerie Weymann hinzu. Zur gleichen Zeit wird Eric damit beauftragt, Nachforschungen in den Larenz-Werken anzustellen und trifft dort auf Valerie. Während Eric nach Afghanistan fliegt (und dort vor den US-Behörden flüchten muss) und Valerie in Hamburg recherchiert, will Katja die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Zwei weitere Tote im Zusammenhang mit der Rüstungsaffäre verschlimmern ihre posttraumatische Belastungsstörungen und Katja startet ihre privaten Rache-Feldzug. Mein Fazit Eigentlich müsste die Inhaltsangabe viel länger sein, um Euch überhaupt einen Überblick darüber zu geben, was alles passiert und wie es zusammen hängt, aber dann verrate ich vielleicht zu viel. Nach Machtlos ist Alex Berg mit diesem Buch wieder ein spannender Polit-Thriller gelungen, der beispielsweise deshalb so authentisch ist, weil es kein Happyend gibt. Der Leser ist von der ersten Seite an mitten im Geschehen und erlebt mit, wie Katjas Leben durch einen Anschlag zerstört wird. Trotz aller Politik und “Eine Hand wäscht die andere” liegt der Schwerpunkt der Geschichte bei der traumatisierten Soldatin. Schon im Vorwort schreibt Alex Berg über die Traumata, ihre Folgen, die Behandlung – wobei man ganz klar abgrenzen muss, dass nicht jeder traumatisierte Soldat zur Zeitbombe wird, wenn er nach Deutschland zurück kehrt. Auf der Homepage von Alex Berg ist etwas zu lesen, was meiner Meinung nach auch keiner weitere Wort bedarf: Ich lebe in einem Zwiespalt. Mich mit den brisanten und aktuellen Themen des Weltgeschehens auseinanderzusetzen und sie in Form eines Thrillers spannend literarisch zu verpacken, macht einen großen Teil meines Lebens aus, auf den ich nicht verzichten möchte. Ich liebe meinen Beruf. Dennoch wünsche ich mir, dass Romane zu diesen Themen nicht nötig wären. Alex Berg Zum Schluss noch eine Anmerkung: Sowohl “Machtlos”, als auch “Die Marionette” sind eigenständige Geschichten, aber um die Beziehung zwischen Valerie und Eric richtig einordnen zu können, empfehle ich, “Machtlos” zuerst zu lesen. Ich vergebe fünf von fünf Sternen für eine absolut lesenswerten Polit-Thriller und ich freue mich sehr, dass Alex Berg schon wieder an einer neuen Geschichte mit Valerie Weymann schreibt.

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    Crazy

    Crazy

    19. February 2012 um 13:20

    Nachdem ich von "Machtlos" total begeistert war, musste ich natürlich auch "Die Marionette" lesen. Anfangs habe ich mich mit den vielen Personen, die zum Teil aus dem ersten Teil bereits bekannt waren, schwer getan. Das legte sich aber mit der Zeit. Valeri Weymann wird im zweiten Teil der Reihe wieder einmal in eine Situation gebracht, die sie selbst in Gefahr bringt. Ihr Geschäftspartner Meisenberg bittet sie, die Verteidigung für einen Rüstungskonzern zu unternehmen, der angeblich Waffen heimlich nach Afghanistan eingeführt hat. Gleichzeitig möchte sich eine ehemalige Soldatin, die in Afghanistan gekämpft hat, für den Tod ihres Freundes rächen. Da sie beim KSK ausgebildet wurde, kennt sie alle Kniffe um die Beamten der Regierung, die auf sie angesetzt wurden, auszutricksen. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin unangenehme Wahrheiten offen ausspricht und den Leser dadurch zum Nachdenken anregt. Sehr interessant fand ich auch, wie der BND oder die CIA vorgehen und welche Nachrichten an die Menschen weitergegeben werden und was wirklich dahinter steckt. Ich kann nur hoffen, dass es bald einen dritten Teil der Reihe gibt.

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    zbaubf

    zbaubf

    22. January 2012 um 12:45

    einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Spannend bis zum Schluss, doch macht der Inhalt sehr nachdenklich, über traumatisiere Soldaten wird nie berichtet.

  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    abendsternchen

    abendsternchen

    25. December 2011 um 00:31

    Ich fand das ganze Buch spannend und hab die letzen 150 Seiten in einen Rutsch gelesen. Ein heikles Thema über welches man doch nicht viel hört und welches mehr oder weniger tot geschwiegen wird. Ich fands gut umgesetzt und der Leser wird zum nachdenken angeregt. Die Personen wurden meiner Meinung nach gut beschrieben, so das ich keine Probleme hatte. Ich kenne das Vorgängerband bisher nicht. Es ließ sich leicht und wirklich flüssig lesen.

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    Sky

    Sky

    13. December 2011 um 20:12

    Meine Meinung Katja Rittmer ist Soldatin einer Eliteeinheit in Afghanistan und gehört zu den wenigen Frauen dieser Sondereinheit. Als sie mit ihrer Truppe in einen Hinterhalt der Taliban gerät und dabei die einzige Überlebende bleibt, schlägt ihr die komplette grausame Fratze des Krieges entgegen. Während sie Glück hatte, hat ihr Verlobter Chris beide Beine in einem anderen Einsatz verloren und sie selbst wird mit Vorwürfen überschüttet. Die Kugel, die in ihr gesteckt hatte stammte dabei aus deutscher Produktion vom größten Rüstungskonzerns Deutschlands: den Larenz-Werken. Woher haben die Taliban die deutschen Waffen? Wie kommen sie an die Munition heran? Die Fragen stellt sich auch Eric Mayer, ein Bundesnachrichtendienst-Agent, der zur Aufklärung dieses Dilemmas ins Epizentrum der Katastrophe geschickt wurde und früher selbst in den höheren Rängen der Bundeswehr für Deutschland gekämpft hat, wie auch die Anwältin Valerie Weymann , die mit ihrer Kanzlei die Larenz-Werken in diesem Krisenfall vertritt. Aufgrund der Geschehnisse wird Katja zurück nach Deutschland geschickt und sie versucht hinter das Netz aus Intrigen und Korruption zu blicken um die Wahrheit ans Licht zu bringen, warum ihre Kameraden gefallen sind und scheut nicht davor zurück unkonventionelle Mittel einzusetzen, die ihr zur Verfügung stehen. Doch die Spinnen, die in diesem Netzwerk sitzen, spinnen ihre Fäden durch Wirtschaft und Politik und bringen Valerie und Eric ins Frontfeuer zwischen Wahn und erschreckender Wirklichkeit. Mit einem Ruck wird man schon zu Beginn nach Afghanistan verschleppt und schmeckt dem Staub auf der Zunge. Plötzlich sieht man sich als Leser konfrontiert mit dem Afghanistan-Einsatz, direkt vor Ort, konfrontiert, vor dem man oft die Augen verschließt und verdrängt. Das Grauen, was dieser unausgesprochene Krieg hervorbringt lässt einen schlucken. Man wird sich erstmalig bewusst, mit was sich ein Soldat dort täglich auseinandersetzen muss. Als dann Politik und Wirtschaft in den Thriller verwebt wird, ist man in der Welt von Korruption, Intrigen und dem eigenen Vorteil angelangt. Wie manche diesen Konflikt zu einer monetären Anlage mache und skrupellos handeln, ohne zu Bedenken welche Auswirkungen ihr Handeln hat. Fassungslosigkeit macht sich in einen breit und treibt einen durch den spannungsgeladenen Thriller. Es sind Dinge, die nur, wenn überhaupt, unter vorgehaltener Hand besprochen werden, die Alex Berg hier aufgreift: Afghanistan-Einsatz und die Folgen für die Soldaten, die dort kämpfen müssen. Ergreifend schildert sie das Leben eines Soldaten in Afghanistan, kritisiert die intentionierte Blindheit der Menschen gegenüber dem Blutvergießen und scheut nicht vor Politik und Wirtschaft zurück. Dabei besitzt dieser Politthriller eine Authentizität, die einen aufhorchen lässt und an mediale Ereignisse zurückdenken lässt. Sie beschreibt die Ausläufer einer Krankheit, die aufgrund der Unterversorgung in der Bundeswehr nicht behandelt wird. Die Posttraumatische Belastungsstörung, ausgelöst durch die stetige Konfrontation mit der Waffe und dem Töten zwischen Bomben und Körperflüssigkeiten, die Soldaten zu Wracks machen und sie nicht mehr in ein normales Leben zurückkehren lässt. Zu lange sind sie schon im Krieg und können damit nicht mehr umgehen, nicht mehr Angst haben zu müssen vor den nächsten Angriff, sie nicht kämpfen müssen. Aus diesen ganzen Komponenten spinnt Alex Berg einen atemberaubenden Thriller, der sich kritisch mit dem Afghanistan-Einsatz auseinandersetzt und Dinge in den Fokus rückt, die sonst gänzlich unberührt in der Bevölkerung sind. Plastisch und spannend erzählt sie dadurch eine Geschichte, die realitätsnäher fast nicht sein kann. Fiktion und Wirklichkeit gehen Hand in Hand und man merkt dem Buch an, was für eine Recherchearbeit dahintergesteckt haben muss. Nichts wirkt aufgesetzt, aufgezogen und überzogen, sondern glaubwürdig von den Charakteren zu den politischen und wirtschaftlichen Vorgängen bis hin zu den Gefühlen und der Psyche der jeweiligen Charaktere. Der Thriller arbeitet dabei mit vielen Orts- und Perspektivenwechseln um alle Seiten beleuchten zu können und hinterlässt einen Gesamteindruck wie es nur wenige Politthriller hinterlassen. Von Afghanistan, Politik und Wirtschaft zu Soldaten und dem inneren Krieg wird ein Bogen gespannt, der tief trifft und den Leser nachdenklich stimmt. Fazit Ein kritischer und atemberaubender Thriller zum Thema Afghanistan-Einsatz, der zum Nachdenken animiert und Bereiche betritt, die sonst unbeleuchtet in Medien wie Bevölkerung bleiben. Ein Pageturner und Politthriller wie er sein sollte. Absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    sanja

    sanja

    27. November 2011 um 12:36

    Katja Rittmer, als Soldatin in Afghanistan, gerät in einen Hinterhalt und wird beschossen. Viele Ihrer Kollegen aus dem gesamten Konvoi lassen ihr Leben. An sich nichts Besonderes, denkt man. Doch als der Arzt, der Katja operiert, ihr zwei Patronenhülsen gibt, die aus deutscher Produktion stammen, macht sich Katja traumatisiert auf den Weg nach Deutschland, um dort der Lösung auf die Spur zu kommen. Währenddessen wird Valerie Weymann damit beauftragt einen Rüstungskonzern, der in negative Schlagzeilen geraten ist, anwaltlich zu beraten. Bei einem ersten Meeting, trifft sie auf Eric Mayer, dem sie bereits in dem ersten Thriller “Machtlos” begegnet ist und mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit hat. Als dann kurz darauf eines der Vorstandsmitglieder des Rüstungskonzerns bei einem Autounfall stirbt und niemand anderes als Katja Rittmer bei ihm war, kommt die Sache ins Rollen. Die Ereignisse überschlagen sich, als Katja Rittmer einen einsamen Rachefeldzug beginnt… Das Buch fesselte mich vom ersten Augenblick. Es beginnt im wahrsten Sinne des Wortes bombastisch und die Geschichte nimmt im Verlaufe der Handlung immer mehr an Geschwindigkeit auf. Die Figuren sind glaubwürdig und haben doch ihre ganz eigenen Päckchen zu tragen, von denen so manches im Laufe der Handlung ans Licht kommt. Aus dem ersten Teil tauchen ebenfalls einige weitere bekannte Personen auf, so z.B. Don Martinez, Agent der CIA. Obwohl oder gerade weil jeden Tag neue Nachrichten aus Afghanistan eintreffen, hat mich dieses Thema bisher unberührt gelassen. Alles war so weit weg. Nicht hier. Ich kenne niemanden, der Berufsoldat ist oder anderweitig in diesem Umfeld tätig ist. Doch durch Alex Berg’s Thriller ist das Thema ein bißchen näher gerrückt. Hierhin in meine Mitte. Seitdem gehe ich mit offeneren Augen durch die Welt. Und ja, vielleicht ist gerade so ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und einen das Thema Afghanistan-Politik hinterfragen läßt, genau der richtige Weg, um die Menschen zu erreichen. Tief drin, in ihrem Herzen. Vielleicht ist das der Anfang, den es braucht, um den nötigen Wind in eine Richtung zu wehen, damit der Kurs sich ändern kann. Von mir gibt es unumstössliche 5 von 5 Punkten!

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    24. November 2011 um 12:35

    Unsere Nation ist nicht nur berühmt und berüchtigt in der Vergangenheit etwas kriegerisch unterwegs gewesen zu sein, auch haben deutsche Rüstungskonzerne mit ihren Waffenproduktionen längst schon einen hohen Stellenwert bei befreundeten Nationen. Unser Ruf in dieser Richtung ist also auch aktuell kein schlechter. "Die Händler des Todes" haben aber mit Sicherheit nicht immer eine weiße Weste. Bei so viel Geld, das die Konten wechselt, sind eventuell ideologische und ethische Beweggründe sekundär und wenig von Interesse. Viel mehr Interesse liegt hier schon bei den Geheimdiensten. Deren Wissen mag nicht immer synchronisiert mit der Regierung sein. Schauen wir uns die aktuellen Nachrichten der letzten Wochen oder Monate an, so kann man dieser Presse doch den einen oder anderen kritischen Kommentar entnehmen. Ebenso ein aktuelles Thema in unserem Land ist die militärische Beteiligung an einigen Brandpunkten, bei der man kaum oder nur sehr wenig von Entspannung reden kann. Afghanistan, Irak, Südafrika - hier kämpfen und sterben deutsche Soldaten in ihrem humanitären Einsatz. Doch welchen psychologischen und physischen Druck die jungen Männer und auch Frauen ausgesetzt sind, kann man wohl nur realistisch nachvollziehen, wenn man einer von ihnen selbst gewesen ist. Nicht wenige Soldaten haben Schwierigkeiten, das Erlebte aufzuarbeiten und sich in unserer "friedlichen" Gesellschaft wieder einzugliedern. Zu tief sitzen die Bilder des Grauens in ihren Köpfen fest, zu wenig Vertrauen in unserer Akzeptanz und Verständnis. In ihrem neuesten Roman "Die Marionette" erzählt die Autorin von Waffengeschäften, verlorenen Idealen und zerstörten Träumen, von Kriegseinsätzen, die traumatische Störungen hervorrufen, und Menschen, die wie ein Stück Papier zerreißen. Inhalt In Afghanistan wird eine Bundeswehr-Patrouille zum Ziel eines Guerilla-Angriffes der Taliban. Ihr Konvoi wird aufgerieben und die Soldaten bis auf wenige, darunter eine Frau, lassen in diesem Hinterhalt ihr Leben. Schwer verletzt und in ihrer Heimat zurück, stellt die überlebende Soldatin Katja Rittmer kritische Fragen, auf die sie zunächst keine Antwort enthält. Warum wurde sie durch deutsche Munition verletzt und ihre Kameraden getötet? Wie gelangen diese hochmodernen und tödlichen Waffen in die Hände ihrer Feinde? Als ein deutscher Rüstungskonzern beschuldigt wird, illegale Verhandlungen und Lieferungen von deutschen Waffen vorzunehmen, werden von Seiten der Regierung Untersuchungen gestartet. Eric Mayer, ein BND-Agent und früherer Soldat einer deutschen Eliteeinheit, der KSK, führt die offiziellen Ermittlungen durch. Der Rüstungskonzern reagiert prompt und übergibt der jungen und erfolgreichen Rechtsanwältin Valerie Weymann die Aufgabe, die Interessen der Firma zu schützen und zu vertreten. Eric Mayer und Valerie Weymann kennen sich und ihr Verhältnis wird zunehmend schwieriger, da beide Seiten den Druck enorm steigern und Ergebnisse sehen wollen. Nicht zuletzt die Geheimdienste möchten diese prekäre Situation entschärfen. Auch Katja Rittmer, die die Mörder ihrer Kameraden und ihres Verlobten zur Rechenschaft ziehen will. Und diese "Mörder" sind nicht die Taliban, sondern die Verantwortlichen des Waffenhandels - diese werden von Katja Rittmer erbarmungslos gejagt - und die Elite-Soldatin hinterlässt eine Schneise der Verwüstung und der Angst ... Kritik Schon in ihrem ersten Roman "Machtlos" in denen ebenso die Hauptrollen von der Juristin Valerie Weymann und dem Top-Agenten des BND, Eric Mayer, grandios besetzt wurden, war die Spannung solide und fesselnd. Alex Berg setzt nun diese Reihe fort und hat das Tempo um einige Stufen erhöhen können. Die Autorin bedient sich dabei aktuellen und brisanten Themen, die durch die Medien immer wieder an die Öffentlichkeit getragen werden. Doch leider werden diese zu wenig objektiv betrachtet und ins richtige Licht gerückt. "Die Marionette" von Alex Berg ist ein Politthriller, der sensationell authentisch recherchiert wurde. Ohne wirklich anzuprangern oder sich in Klischees zu verwickeln, erzählt Alex Berg geschickt von Interessen, die gewahrt werden wollen, egal ob es sich nun um die engsten Regierungsmitglieder handelt oder um mächtige Großkonzerne, die mit ihren Kontakten und Geschäften ein nicht ungefährliches Spiel inszenieren. Doch politische Interessen kennen nur wenig bis gar keine Grenzen und so spielen die Geheimdienste eine ernstzunehmende und wesentliche Rolle in dem vorliegenden Roman. Neben der Spannung präsentiert die Autorin dem Leser noch solide Action und viel sehr gut recherchiertes Hintergrundmaterial, welches zum Nachdenken anregt. Durch die zwischenmenschlichen Komplikationen ihrer beiden Charaktere Eric Mayer und Valerie Weymann wirft die Autorin noch das Grundelement "Liebe" aufs Spielfeld. Doch diese Nebenschauplätze sind eher im Hintergrund angesiedelt und haben wenig Einfluss auf den Hauptpart ihrer Erzählung. Beide Charaktere sind sich ähnlich und stoßen und ziehen sich in einem immer wiederkehrenden Rhythmus an oder auch ab. Beide sind auf ihre Art Einzelgänger und scheuen sich davor, sich selbst und ihr Verhalten vor anderen zu reflektieren. Ihre Charaktere werden hier aufbauend auf die Erlebnisse in "Machtlos" weiterentwickelt. Besonders realistisch und eindringlich lässt uns die Autorin einen Blick in das Opfer und zugleich die Täterin Katja Rittmer werfen. Ihre physischen Verletzungen sind eher kleinere Schrammen im Verhältnis zu ihren traumatischen Erlebnissen und Verlusten, die sie niemals wieder ablegen kann. Katja Rittmer fühlt sich in Stich gelassen, unverstanden, isoliert und abgeschoben und ihre idealistischen Träume haben sich als brutale, unauslöschliche Erinnerungen offenbart. Sie ist nicht anderes als eine Marionette, deren Fäden immer mal wieder von einem anderen Puppenspieler gezogen werden. Andere Puppenspieler sind hier zum Beispiel der Vorstandsvorsitzender des Waffenkonzerns oder ein amerikanischer Senator mit guten Kontakten zum CIA. Sicherlich gibt es hier Verwandtschaften zu realen Personen und manchmal eröffnet sich ein erzählerisches Klischee, aber gemessen an der Kernbotschaft des Themas und der Spannung ist das nicht weiter der Rede wert. Damit kommen wir zur eigentlichen Hauptrolle - dem Thema: humanitäre Einsätze, die dann faktisch doch Kampfeinsätze sind, in denen getötet und gestorben wird. Das sich Deutschland an diesem Krieg aktiv beteiligt, ist nicht mehr wegzudiskutieren. Ebenso auch die Verwicklungen unserer Geheimdienste in militärische Interventionen und Aktionen, die, man muss es doch offen aussprechen, eine wichtige und maßgebliche Rolle spielen. Das leider in unsere Welt Themen wie diese eher stiefmütterlich behandelt werden, ist der Macht der Medien zu verdanken oder vielleicht doch den Interessen von Regierungen und Geheimdiensten!? Das Szenario, dass deutsche Waffen einen Bundeswehrkonvoi vernichten, ist überhaupt nicht undenkbar oder unrealistisch. Über die Waffenlieferungen Dritter, über Geheimdienste und Kontakten in gewissen Schurkenstaaten oder Mitglieder der Achse des Bösen mal abgesehen, ist das allzu real. Dafür muss man nicht gleich an die Irak-Iran-Kriege denken, es reicht schon, sich mit den aktuellen Krisenherden zu beschäftigen. Beim Lesen des Romans "Die Marionette" ist die menschliche Tragödie, die sich dort zeigt, die intensivste. Mit viel Sensibilität und Blick über den Tellerrand hinaus, erzählt die Autorin von Dramen, die sich tagtäglich in Familien abspielen, ohne dass wir es wissen wollen oder wir uns einfach ins Tagesgeschäft flüchten. Die Seelenlandschaft der Katja Rittmer ist ein emotionales Minenfeld, in der jeder Schritt über kurz oder lang vernichtende und verletzliche Spuren hinterlässt. Fazit "Die Marionette" ist ein großartiger Politthriller. Mit aktuellen Themen gestützt, deren Brisanz uns leider in der Realität noch nicht klargeworden ist. Doch "Die Marionette" ist nicht nur ein Zurücklehnen und Genießen von Spannungsmomenten - nein, sie bringt uns die Erlebnisse und die posttraumatischen Erlebnisse unserer Söhne, Töchter, Brüder und Väter wieder näher und damit einer Verantwortung, der wir uns stellen müssen. Stefanie Baumm oder auch ihr Pseudonym, Alex Berg, hat hier einen sensationell guten Thriller geschrieben und sich damit freigeschwommen. "Die Marionette" ist nicht nur zu empfehlen, weil er einfach spannend, sondern auch weil er komplex und wieder eine Steigerung ihres Könnens ist. Ich bin gespannt auf ein Wiedersehen mit Eric Mayer und Valerie Weymann und noch gespannter, welches aktuellen Themas sich die Autorin nun bedient. Autorin Alex Berg, geboren 1963, hat viele Jahre für norddeutsche Tageszeitungen als freie Journalistin geschrieben, bevor sie ihre ersten Spannungsromane verfasste. Mit ihrem Thriller "Machtlos" gelang Alex Berg ein hoch spannender und brisanter Auftakt zu der Reihe um die Hamburger Staatsanwältin Valerie Weymann und den BND-Agenten Eric Mayer. Hinter dem Pseudonym Alex Berg verbirgt sich die Autorin Stefanie Baumm. Mehr Informationen unter www.alexberg.de Taschenbuch: 384 Seiten ISBN-13: 978-3426508992 www.droemer-knaur.de Michael Sterzik

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. November 2011 um 15:37

    Nach „Machtlos“ schließt Alex Berg nahtlos mit einem weiteren brisanten und spannenden Thema in ihrem neuen Buch „Die Marionette“ an. In Afghanistan überlebt die deutsche Elitesoldatin Katja Rittmer einen Anschlag nur schwer, viele Kollegen sterben und so kehrt sie traumatisiert nach Deutschland zurück. Doch etwas stimmte nicht bei diesem Anschlag, denn dabei wurde deutsche Munition verwendet. So begibt sie sich auf eine gefährliche Spurensuche und ein Rüstungskonzern gerät dabei ins Kreuzfeuer. Valerie Weymann, Anwältin, soll dem Larenz Konzern helfen, weil er durch diesen Vorfall in die negativen Schlagzeilen rutscht. Dabei lernt sie Katja und ihre Geschichte kennen, will ihr helfen, was sich alles andere als einfach erweist. Verbindungen zum BND hat sie durch ihren alten Bekannten Eric Mayer, mit dem sie mehr als nur berufliches Interesse verbindet. Der Fall zieht weite Kreise, in der internen Politik, sowie weit über die Landesgrenze hinaus und ein Machtspiel mit Intrigen und Korruption nimmt seinen Lauf. Alex Berg fasst ein heißes Eisen an, welches aktueller nicht sein könnte. Dabei scheut Sie sich nicht die Spielregeln der Politik und deren Auswirkungen, die Opfer gekonnt aufzuzeigen und darzustellen. Dieses Buch überzeugt durch eine hervorragende Schreibweise, die ganz unverschnörkelt und überzeugend ein fiktives Szenario mit einem rasanten Tempo darstellt, was realistischer nicht sein könnte. Geschickt führt sie durch kurze Kapitel mit wechselnden Schauplätzen wie durch ein Puzzle, spielt mit den Wendungen, Enthüllungen und der Gefühlswelt der einzelnen Protagonisten, gibt Einblicke in die privaten Hintergründe ohne jedoch dabei die Handlung und Dramatik aus den Augen zu verlieren. Themen wie Krieg, traumatisierte Soldaten, Verwicklungen und Machenschaften auf politischer Bühne zeigt sie dabei mit dem richtigen Maß an Wichtigkeit und sachlicher Darstellung auf, überlässt es dem Leser hier ein eigenes Urteil zu fällen. Die Fülle an Informationen und Personen, erfordert die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, der nach ein paar Seiten einmal eingetaucht, dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Autorin braucht den internationalen Vergleich mit Schriftstellern aus der Thriller Szene in keinem Fall scheuen. Ich habe selten ein Buch mit so einer Wucht und Spannung im Bereich Wirtschaft und Politik Thematik, verbunden mit überzeugenden Charakteren in der Hand gehabt. Ein großes Kompliment an Alex Berg der es wieder einmal gelungen ist, ein so komplex durchdachtes und spannendes Werk abzuliefern, ich freue mich auf Nachfolger aus ihrer Feder.

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    robbylesegern

    robbylesegern

    16. November 2011 um 22:40

    Weiter so Frau Berg Alex Berg hat mich schon mit ihrem Debüt"Machtlos" in ihren Bann geschlagen.Ihr Folgeroman "Die Marionette" ist der 2. Treffer dieser Autorin, die es nicht scheut brisante Themen anzusprechen,was sie mir äußerst sympatisch macht.In diesem Buch geht es um illegalen Waffenhandel in Krisengebieten und die vielfältige Kritik am Afganistaneinsatz. Valerie Weymann, Rechtanwätin, die uns schon aus dem Vorgängerband "Atemlos" bekannt ist, wird mit der Rechtsvertretung eines führenden Rüstungskonzernes beauftragt, der in die Schlagzeilen gekommen ist.Dort trifft sie auch auf den BND-Agenten Eric Mayer,der die offizielle Untersuchung von der Regierungsseite führt.Valerie und Eric verbindet eine gemeinsame Vergangenheit,die der Geschichte einen knisternden Unterton gibt.Aber auch die CIA ist involviert und hat ein großes Intersse daran, dass einiges verschwiegen wird.Bei ihren Untersuchungen treffen Valerie und Eric auf die Soldatin Katja Rittmer, die als Verantwortliche bei einem Einsatz in Afganistan mit ansehen musste, wie ihr Konvoi in einen Hinterhalt geriet und die meisten ihrer Kameraden sterben mussten. Sie selbst wurde durch eine Kugel an der Schulter verletzt, dessen Herkunft eindeutig deutschen Ursprungs ist.Katja Rittmer ist seit diesem Ergebnis von der Idee besessen, die Verantwortlichen büßen zu lassen.Sie wird nicht nur für eine Seite eine tickende Zeitbombe. Wie schon in ihrem ersten Buch, versteht es die Autorin durch einen interessanten Plot und durch fundiertes Wissen, ihre Leser zu fesseln. Die Kritik an Einsätzen in Afganisten kommt immer wieder auf, wenn deutsche Soldaten im Kriserherd ihr Leben lassen.Dass diese Soldaten mit der Vorstellung einer Friedenssicherung in diese Gebiete geflogen werden und sich dann plötzlich mitten in einem Krieg befinden,der lebenslange Narben zurückläßt, scheint vielen Soladaten nicht bewusst zu sein. Dass dann in ihrem Heimatland die psychologische Nachbetreuung zu wünschen übrigläßt, läßt einige zu tickenden Zeitboben werden, wie in diesem Buch beschrieben.Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen, diese traumatische Erfahrung rüberzubringen.Sie beschreibt mit der Soldatin Katja Rittmer eine Person, die im normalen Leben nicht mehr klar kommt.Hinter jeder Ecke vermutet sie einen Hinterhalt, jedes Geräusch läßt sie zusammenfahren, da ihre Warnehmung noch auf Krieg eingestellt ist.Aber auch die Ignoranz der Umwelt gegenüber den Soldaten, die sich nicht vorstellen können, was so ein Kriegseinsatz für die Psyche eines Menschen bedeutet und die häufig mit Unverständnis auf Reaktionen solcher Traumapatienten reagieren, wird kurz gezeichnet. Dasss dieser Roman dann noch durch das Thema "illegaler Waffenhandel in Krisengebiete" kombiniert ist, rundet die Sache meiner Meinung nach ab. Das deutsche Waffen immer wieder in Kriegsgebieten zu finden sind, ist schon lage kein Geheimns mehr.Die Moral fällt dem Geld zum Opfer und scheint diesen Menschen, die dafür verantwortlich sind, abhanden gekommen zu sein. Dass solche Personen dann häufig in hohen Regierungskreisen zu Gast sind und durch ihre Machtstellung ein großes Mitspracherecht in der Politik haben, macht die Sache doppelt unmoralisch. Alex Berg hat diese Themen meiner Meinung nach gut in ihre Geschichte integriert,ohne dabei auf Effekthascherei zu setzen.Ihr Schreibstil ist schnörkellos und sachlich was die brisanten Themen betrifft und superspannend was die Umsetzung als Roman angeht. Dass das Leser dieses Buches von starken Emotionen begleitet war brauche ich glaube ich nicht zu erwähnen.Ich fände es allerdings auch nicht normal, wenn es nicht so gewesen wäre. PS: Ich habe neulich mit einer Gruppe Bundeswehrsoldaten, die sich für lange Zeit verpflichtet hatten , eine Stadtführung durch Osnabrück gemacht.Zwischendurch habe ich sie gefragt, ob sie ihre Entscheidung unter den heutgen Bedingungen noch einmal so treffen würden.Zum großen Teil haben sie mit Nein geantwortet. Kommentar Kommentar | Kommentar als Link

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  • Rezension zu "Die Marionette" von Alex Berg

    Die Marionette
    Buecherbaer

    Buecherbaer

    10. November 2011 um 14:12

    Vorneweg muss ich sagen, dass ich den Vorgängerroman „Machtlos“ (noch) nicht gelesen habe. Für die Handlung selbst spielt das auch keine Rolle – jedoch ist es auf jeden Fall hilfreich um die Zusammenhänge und Beziehungen zwischen den Hauptpersonen verstehen und nachvollziehen zu können. Ich war von der ersten Seite an von der Geschichte begeistert. Alex Berg versteht es ihre Leser in den Bann zu ziehen. Sie verpackt hier eine Menge wichtige und aktuelle Themen: die Bundeswehreinsätze in Afghanistan, illegaler Waffenhandel und posttraumatische Störungen der Soldaten. Vor allem dieses Thema beinhaltet den Kern der Handlung: Es geht um die Soldatin Katja, die ihre Einheit bei einem Angriff der Taliban verloren hat. Der Angriff erfolgte mit deutschen Waffen! Da sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, beginnt sie sich zu rächen.. Alex Berg hat ein Buch geschrieben, welches alles hat was einen guten Thriller ausmacht: glaubwürdige Personen, realistische und aktuelle Themen, alles ziemlich spannend geschrieben und sehr gut recherchiert. Die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe sind teilweise etwas verstrickt. Doch Alex Berg hat diese allgemein verständlich erzählt und schlüssig aufgelöst. Doch auf jeden Fall ist ein aufmerksames Lesen erforderlich. Ich habe nur einen kleinen Kritikpunk: Es wurden etwas zu viele unterschiedliche Themen auf zu wenig Seiten verarbeitet. So kamen mir die Personen teilweise etwas zu kurz. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Fazit: Spannender, rasanter Thriller – einmal angefangen kann man ihn nicht mehr aus der Hand legen. Für alle, die gerne Politthriller lesen und sich mit dem behandelten Thema gerne auseinandersetzen. Ich vergebe die volle Punktzahl.

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