Alex Berg Tochter der Angst

(41)

Lovelybooks Bewertung

  • 45 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 31 Rezensionen
(6)
(19)
(14)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tochter der Angst“ von Alex Berg

Als die Oberärztin Marion sich in Paris auf einen Auslandseinsatz bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorbereitet, lernt sie bei einer befreundeten Familie das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra kennen. Marion allein gelingt es, das Vertrauen des verstörten Kindes zu gewinnen, und bald schon schließt sie die Kleine in ihr Herz. Was sie nicht weiß: Es handelt sich um die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien, die ganz und gar nicht zufällig nach Frankreich gelangte, sondern Teil eines äußerst brisanten Deals ist. Ehe sichs Marion versieht, geraten sie und das Mädchen zwischen die Fronten und in Lebensgefahr.

Liebesroman mit kleinen Schwächen

— Langeweile
Langeweile

Spannend zu lesen, aber am Ende bleiben so viele offene Enden, dass man sich eine Fortsetzung wünscht!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Ruhige Spannung mit aktuellem Bezug - lesenswert!

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Die Geschichte war spannend und hat mir gut gefallen.

— buecherwurm1310
buecherwurm1310

Lesenswert - wenn mich auch das Ende nicht ganz zufrieden stellt

— Julitraum
Julitraum

Die Story war großartig, die Spannung wäre unaushaltbar gewesen, wenn da nicht der Schreibstil gewesen wäre.

— TanteGhost
TanteGhost

politischer Thriller mit dramatischer Entwicklung und unerwarteten Wendungen, trotz etwas schwierigen Schreibstil spannend und lesenswert

— Engel1974
Engel1974

Anders als erwartet, aber dennoch Begeisterungsströme auslösend, sobald man mit Personen und Handlung warm wurde.

— MelE
MelE

Ein gelungener Roman um ein aktuelles Thema, dem es nicht an Spannung mangelt.

— Astrid_91
Astrid_91

Nach dem Klappentext habe ich mir etwas anderes unter dem Buch vorgestellt und auch den Titel finde ich nicht ganz passen

— Tubby-1985
Tubby-1985

Stöbern in Krimi & Thriller

Oxen. Das erste Opfer

Der Start einer vielversprechenden Buchreihe.

SuuperMichi

Kein guter Ort (Arne Eriksen ermittelt)

Arne, Kari, eine über den Tod hinaus präsente Akka und das wunderschöne Norwegen begleiten diese spannende Geschichte

sabsisonne

Todesreigen

Wie immer: grandios!

Daniel_Allertseder

Die Grausamen

ein Buch das mich total gefangen genommen hat. Hoher Spannungsbogen bis man die Wahrheit kennt.

lucyca

Die gute Tochter

Eine starke Geschichte, sollte man unbedingt lesen!!!!

mesu

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tochter der Angst

    Tochter der Angst
    Kallisto92

    Kallisto92

    07. April 2017 um 14:46

    In dem Buch Tochter der Angst, geschrieben von Alex Berg geht es um Marion Sanders. Sie resit nach Paris um ihren Einsatz bei Ärzte ohne Grenzen anzutreten. Dort lernt sie ein syrische Flüchtlingsmädchen namens Zahra kennen. Marion ist die einzige die das Vertrauen des Kindes bekommt und beide haben ein sehr gutes Verhältnis miteinander. Was sie nicht weiß ist das Zahra die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien ist. Dadurch ist das Mädchen nicht zufällig in Frankreich und beide geraten in Lebensgefahr. Der Schreibstil erfodert höchste konzentration. Daher ist das Buch nichts wenn man einfach mal abschalten möchte. In die Geschichte kommt man erst nach der Zeit rein ,da die Autorin zwischen den einzelnen Kapiteln die Erzählperspektiven ändert. Leider gab es auchein offenes Ende was nicht so ganz mein Fall ist. Jedoch ist die Story sehr spannend geschrieben, auch wenn man nichts darüber erfährt warum Zahra flüchten musste und wie die Flucht verlief. Es handelt sich nicht wie zuerst angenommen über eine Erzählung zum Thema Ärzte ohne Grenzen,daher bin ich an die Themantik anders herangetreten und habe mir etwas mehr erwartet. Es ist jedoch ein sehr gut geschriebener Krimi.

    Mehr
  • Oberflächlich und viel zu unpolitisch

    Tochter der Angst
    Nijura

    Nijura

    05. November 2016 um 23:05

    Die Oberärztin Marion ist mit ihrer Ehe und ihrem Leben unzufrieden, sie fühlt sich nicht gebraucht und will deshalb zu „Ärzte ohne Grenzen“. Dafür muss sie nach Paris reisen, dort kommt sie bei einer befreundeten Familie unter und lernt dort Zahra kennen, ein Flüchtlingsmädchen, das dort untergebracht wurde. Den ersten Eindruck, den ich aus dem Klappentext und der Leseprobe gewinnen konnte war, dass das  Buch von Flüchtlingen handelt, ein sehr aktuelles und brisantes Thema, das mich sehr interessiert. Leider konnte mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen. Erstens wurde nirgends richtig darauf eingegangen, wie Marion die Zuneigung von Zahra gewinnen konnte, das war alles sehr oberflächlich und ich konnte auch keine echte Empathie zu Marion oder Zahra gewinnen. Über die politischen Hintergründe erfährt man viel zu wenig, als dass man sich ein Bild machen könnte. Da sind halt die Bösen und die Guten und das wars… Von den Problemen, die Flüchtlinge zu bewältigen haben, kommt im ganzen Buch nichts vor. Plötzlich tauchen Verwandte auf und es gibt mir ein paar zu viele Zufälle, die sehr zweifelhaft sind. Dazu  ist der Plot auch nur mäßig spannend und der „Showdown“ ist dermaßen unglaubwürdig und hat mich nicht berührt. Das Ende bleibt offen, das fand ich unbefriedigend. Fazit: Das eigentliche Thema wurde meiner Meinung nach deutlich verfehlt. Zu unpolitisch, verwirrend und undurchdacht. Lediglich der Schreibstil war ordentlich.

    Mehr
  • Geheimnisvolle Vergangenheit

    Tochter der Angst
    Langeweile

    Langeweile

    01. April 2016 um 11:02

    Die Oberärztin Marion Sander hat den Entschluss gefasst ,ihrem Leben eine neue Wendung zu geben.Sie ist 48 Jahre , ihre Kinder sind erwachsen und ihre Ehe befindet sich in einer Krise.Sie bewirbt sich bei der Organisation "Ärzte ohne Grenzen " für einen Auslandseinsatz.Die Vorbereitung soll in Paris stattfinden,wo sie bei der befreundeten Familie Bonnier wohnt.Gleich nach ihrer Ankunft trifft sie dort auf Jean Morel ,den Neffen der Familie.In seiner Begleitung befindet sich Zahra ,ein syrisches Flüchtlingskind. Das kleine Mädchen ist wegen ihrer Traumatisierung verstummt. Nach und nach gelingt es Marion das Mädchen aus ihrer Erstarrung zu befreien. Schon bald erkennt sie ,dass es bei Louise und Greg Bonnier Geheimnisse gibt,welche sie nicht mit ihr teilen wollen.Dann überschlagen sich die Ereignisse,Jean verschwindet , die Polizei ermittelt und Marion wird bei einem Museumsbesuch mit einer ihr unbekannten Vergangenheit konfrontiert. Es entwickelt sich eine brisante Geschichte, die bis in die höchsten Regierungskreise reicht. Das Ende bleibt offen,sodass es vielleicht eine Fortsetzung gibt. Im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin konnte dieser Roman meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Es blieben zu viele Fragen offen,eine klare Struktur fehlte.deshalb leider nur drei Sterne. Buchtitel: Tochter der Angst

    Mehr
  • Zu viele offene Fragen am Ende ...

    Tochter der Angst
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    23. January 2016 um 01:18

    Die Geschichte: Die 48-jährige Ärztin Marion will sich auf ein großes Abenteuer begeben: sie verlässt Hamburg, um im Kongo für “Ärzte ohne Grenzen” zu arbeiten. In ihrer Ehe kriselt es seit Längerem und ihre beiden Töchter sind bereits erwachsen, also kann sie endlich ihre eigenen Träume verwirklichen. Zunächst führt sie ihr Weg allerdings nach Paris, denn dort soll sie auf ihre künftige Aufgabe vorbereitet werden. Sie wohnt bei alten Freunden (Louise und Greg), bei denen sie schon während ihrer Kindheit oft Urlaub gemacht hat. Bald taucht ein weiterer Besucher auf: Louises Neffe Jean verbringt einige Tage in Paris und bringt das kleine syrische Flüchtlingsmädchen Zahra mit in die Familie. Das Kind ist sehr traumatisiert und spricht kein Wort, doch in Marions Gesellschaft taut sie zusehends auf und fasst Vertrauen. Jean verschwindet indes spurlos und taucht erst Tage später in Südfrankreich wieder auf. Was hat er mit einem Attentat auf den Innenminister zu tun? Er hat sich mit den falschen Leuten angelegt und schwebt in größter Gefahr. Und alle Menschen, die ihm helfen, sind ebenfalls nicht mehr sicher … Meine Meinung: Alex Berg liegen aktuelle Themen sehr am Herzen und so hat sie in “Tochter der Angst” das Schicksal von Flüchtlingen in den Mittelpunkt gestellt. Was bedeutet der Verlust der Heimat für Betroffene, wer verdient am Leid der Vertriebenen, wo finden sie wirklich Hilfe? Dies und noch viel mehr hat die Autorin in eine spannende Story verpackt. Dazu kommen noch Verstrickungen von einflussreichen Organisationen, Politik und Geheimdienst, so dass am Ende viele Parteien involviert sind. Hauptpersonen sind die Ärztin Marion und die kleine Zahra. Genau wie auch die anderen Figuren wirken sie sehr authentisch und glaubwürdig. Es war schön zu lesen, wie sich die beiden annähern und Vertrauen zueinander fassen. Zahra leidet unter der Trennung von ihrer Mutter und ist ganz alleine in der Ferne. Marion sorgt sich um die Kleine und wird nebenbei noch mit einem großen Familiengeheimnis konfrontiert, das ihr ganzes Leben ändert. Marion war mir durchaus sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert und mich über jeden Fortschritt gefreut, den sie mit Zahra gemacht hat. Sehr gut beschrieben werden auch die Schauplätze, die Autorin schafft eine tolle Atmosphäre, die vor allem Frankreichfans wie mir gefallen dürfte. Dabei geht es von der Bretagne bis in den Süden nach Marseille praktisch durch das ganze Land. Die Geschichte wird spannend erzählt und birgt viele Geheimnisse und auch so manche Überraschung. Manches ist früh durchschaubar, anderes hingegen bleibt sogar am Ende noch weitgehend ungeklärt. Der Schluss ist dann leider auch der Grund für einen Punktabzug, denn hier ging mir alles etwas zu schnell und es wirkte ein bisschen, als sollte noch eine Fortsetzung folgen angesichts der vielen offen Fragen. Fazit: Eine spannende, abwechslungsreiche Story, die allerdings am Ende zu viele offene Fragen hinterlässt.

    Mehr
  • Marion

    Tochter der Angst
    Insel56

    Insel56

    14. December 2015 um 10:11

    Marion ist Ende 40, Oberärztin, und hat beschlossen für ein Jahr Deutschland zu verlassen, um im Ausland für Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten. Einen Zwischenstopp legt sie in Paris ein, wo sie auf diesen Einsatz vorbereitet werden soll. Dort lebt sie bei Freunden ihres Vaters, bei denen sie schon als Kind häufiger gewesen ist. Hier trifft sie auf Jean, den sie aus Kindertagen kennt und der Zahra bei seiner Tante unterbringen möchte. Zahra, so erfährt man im Laufe der Geschichte ist ein Mädchen aus Syrien. Was es mit Zahra und Jean auf sich hat und wie Marion in die Geschichte verwickelt ist, dass möchte ich nicht vorher verraten. Mir hat das Buch vom Schreibstil gut gefallen, jedoch hätte ich gerne mehr über die politschen Hintergründe in Syrien erfahren. Manches hätte im Buch genauer beleuchtet werden können, ebenso wie die Geschichte von Marion selber. Mir war es häufig zu oberflächlich und so bin ich mit den Menschen nicht so "warm" geworden.

    Mehr
  • Tochter der Angst

    Tochter der Angst
    Themistokeles

    Themistokeles

    30. September 2015 um 09:53

    Interessant, dass ich mit diesem Buch, ohne es im ersten Augenblick zu wissen, einen Krimi bzw. Thriller zu lesen begann, der doch ein in den Medien sehr präsentes Thema aufgreift, denn in gewissem Maß geht es auch in diesem Roman um die “Flüchtlingskrise”. Er greift das Thema zwar nicht direkt auf, jedoch handelt es sich bei Zahra um ein Flüchtlingskind aus Syrien, welches genau auch, unter anderem aus dem Grund das Land verlassen musste, aus dem es heute noch so viele Menschen tun. Ebenso handelt es sich bei ihr um einen Flüchtling, der durch Schleuser nach Frankreich gelangt ist, auch wenn es eher Schleuser für den obersten Vermögensbereich sind. Gerade durch diese Thematik im Hintergrund der Handlung und die aktuelle Situation ist das Buch natürlich glatt noch ein bisschen spannender, als es an sich schon wäre. Sehr gelungen finde ich es dabei, wie schön Zahra doch auch charakterisiert ist, da man ihr einfach sofort anmerkt, dass sie durch die Situation, so klein von ihren Eltern getrennt zu sein doch sehr mauert. Ein solches Verhalten, nicht direkt Vertrauen zu fassen, finde ich einfach extrem glaubwürdig und passt daher meines erachtens nach zu diesem Mädchen. Vor allem auch, wie sie sich eher auf Frauen einlassen kann, als Männer. Ebenso merkt man bei ihr auch einfach sehr schön, wie sie sich teils langsam etwas öffnet und diese Szenen sind auch richtig gut beschrieben und nie zu viel. Marion als zweite Protagonistin ist auch ein Charakter, der mir durchaus sympathisch ist, vor allem, wie sie sich um die Kleine bemüht, dabei und auch im Allgemeinen versucht das Richtige zu tun und dabei aber keinem zu schaden, bei dem sie sich sicher ist, dass es sich lohnt. Sie ist für mich eine Person, die einfach sehr glaubwürdig und häufig rational handelt, teils auch emotional, aber nie wirklich Aktionen vollführt, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte, wie ich es bei anderen Büchern schon häufiger hatte. Bei den beiden Ermittlern in diesem Roman viel es mir da deutlich schwerer mit ihnen warm zu werden, wobei ich Claude Baptiste irgendwann doch auch sehr mochte, sein Kollege hingegen blieb mir irgendwie fremd und suspekt. Spannend waren auch noch zusätzlich die gesamten Verstrickungen, die sich nach und nach ergaben, die sich sehr gekonnt in den Roman integrierten udn wenn auch vielleicht insgesamt ziemlich heftig, nicht vollkommen absurd und aus der Luft gegriffen bzw. konstruiert wirkten. Allgemein muss ich sagen, dass ich dieses Buch zwar weniger als Thriller oder Krimi sehen kann, da er viele der für mich sehr typischen Aspekte eher nur am Rande streift, es aber ein sehr spannender Roman ist, der vielleicht auch ein wenig von einem Familiendrama hat, sich aber nicht wirklich in ein Genre richtig hineinpressen lässt. Spannend ist er aber auf jeden Fall und vor allen Dingen auch in seinem Thema sehr aktuell.

    Mehr
  • Kein einmaliges Phänomen: Tochter der Angst - Alex Berg

    Tochter der Angst
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    Mit Alex Bergs neustem Werk habe ich mal wieder in den Randgebieten des Genres gewildert, denn sowohl die Autorin als auch ich würden das Buch als Spannungsroman bezeichnen. Das Thema hätte sich durchaus auch für einen waschechten Krimi/Thriller geeignet, doch die vorliegende Umsetzung kann da durchaus sehr gut mithalten und bietet auch noch ein brandaktuelles Thema: Flüchtlinge. Marion, eine Ärztin in der Mitte ihres Lebens, in einer festgefahrenen Ehe und mit einem Job, der keine Herausforderungen mehr bringt, beschließt einen Einsatz mit „Ärzte ohne Grenzen“ zu wagen. Ein Jahr in einem Krisengebiet, ohne Mann, ohne Kinder, ohne sicheren Job, aber mit jeder Menge Herausforderungen. Als sie zur Vorbereitung nach Paris fährt und dort bei alten Freunden übernachtet, trifft sie auf das Flüchtlingskind Zahra. Zahra spricht nicht, doch nach und nach öffnet sie sich Marion. Gleichzeitig sind noch zwei Ermittler, ein Menschenschmuggler, einige Unbekannte, eine herrisch-freundliche Dame und ein Mann mit Beziehungen beteiligt, die sich gegenüberstehen und Marion und Zahra in Bedrängnis bringen… Im Gegensatz zu meiner sonstigen Lektüre wird hier nicht gleich mit der Tür ins Haus gefallen und der Fokus liegt auf den Charakteren, allen voran natürlich Marion. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrem alten und neuen Leben, versucht ihre Ehe zu kitten und gleichzeitig den Verlockungen zu widerstehen, die Pariser Freundschaften so mit sich bringen. Mitunter wirkt sie unsicher und überhaupt ist sie eher eine vorsichtige Person, der eine solche Entscheidung fast nicht zuzutrauen ist. Ihr Vater ist ihre einzige Stütze und ab und an blitzt auf, dass ihre Töchter wohl nicht sehr viel von ihr halten – wobei das auch meine Spekulation sein könnte, doch so wirkte es auf mich. Als Zahra immer mehr auftaut und die beiden Ermittler Baptiste und Leroux in Marions Leben auftauchen, gerät der neue Job ein wenig ins Hintertreffen und wird von den aktuellen Ereignissen verdrängt. Hierzu zählt auch ein altes Foto, welches Marion in einer Ausstellung im Museum zum Thema Flüchtlinge findet, dass eine Frau zeigt, welche ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Nachforschungen schiebt sie ein wenig vor sich her, doch letztendlich kann sie dem Sog dieses Geheimnisses nicht widerstehen. Der aktuelle Bezug um das Thema Flüchtlinge und auch der Verweis, dass Flüchtlinge an sich nicht plötzlich aufgetaucht sind, sondern es ständig und immer wieder Flüchtlinge gibt, gab und geben wird ist geschickt in die Geschichte eingewoben und erinnert einen daran, dass die Flüchtlinge, die im Moment da sind, kein einzigartiges Phänomen sind. Erst wenn die Geschichte der Menschheit keine Kriege, keine Gewalt und keine unterdrückendenden Staatsformen mehr hervorbringt, wird es keine Flüchtlinge mehr geben. Bis dahin sind Flüchtlinge ein Teil unserer Gesellschaft – und waren es auch immer. Nun wird die Geschichte ja aus Marions Sicht beschrieben, doch da hätten wir ja noch die beiden Ermittler und den Menschenschmuggler Jean, der auch Zahra nach Frankreich gebracht hat. Als Krimi-Fan hätte ich mir den Fokus mehr auf diesen beiden Erzählsträngen gewünscht, doch fand ich es erfrischend auch mal von der anderen Seite hinein zu sehen, von einer unbeteiligt reinrutschenden und gar nicht ermittelnden Seite. Wobei natürlich auch die Perspektiven von Jean und den Ermittlern Baptiste und Leroux nicht zu kurz kommen und die Geschichte in einem brisanten und brenzligen Finale enden lässt. Fazit: Ein Roman, der mit einer ruhigen, aber beständigen Spannung und einer hin und hergerissenen Hauptfigur punkten kann. Der aktuelle Bezug macht die Sache noch interessanter und komplettiert das Leseerlebnis. Für mich ein gelungener Ausflug aus meiner Komfortzone.

    Mehr
    • 3
  • Verfolgt

    Tochter der Angst
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    29. August 2015 um 18:20

    In der Ehe von Marion und ihrem Mann läuft es nicht mehr richtig, daher entschließt sich Marion ein Jahr lang Abstand zu nehmen und sich bei "Ärzte ohne Grenzen" zu engagieren. Die Vorbereitungen sollen in Paris stattfinden, so dass sie bei Freunden, Louise und Greg Bonnier, wohnen kann, die sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Louises Neffe Jean Morel bringt überraschend ein kleines Mädchen , um das sich Louise kümmern soll. Die kleine Zahra ist traumatisiert und redet nicht. Bei einem Ausstellungsbesuch entdeckt Marion das Bild einer Frau, die ihr überraschend ähnlich sieht. Das lässt ihr keine Ruhe und sie forscht nach. Wer ist diese Frau? Die Geschichte wird uns aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt. So lernen wir Marions Sichtweise kennen, aber auch die von Jean und Baptiste. Der Schreibstil ist schnörkellos und lässt sich gut und flüssig lesen. Jean hat Zahra auf Wunsch der Mutter Elaine aus Syrien gebracht. Doch welche Mutter lässt ein so kleines Kind alleine? Er will Elaine nachholen. Doch dann sind ihm irgendwelche Leute auf den Fersen und er gerät in Gefahr. Aber wer ist hinter ihm her? Claude Baptiste und sein Kollege Lecroux wollen einen Mord aufklären und sie stoßen bei ihren Ermittlungen auf Jean. Der ist aber nicht aufzutreiben, um eine Aussage zu machen. Als Baptiste Zahra bei den Bonniers sieht, kommt ihm das merkwürdig vor. Louise Bonnier ist ziemlich verschlossen. Marion ist eine sympathische Frau, die ihr festgefahrenes Leben nicht so weiterführen möchte. Bei ihrem Einsatz für "Ärzte ohne Grenzen" will sie herausfinden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Mit Geduld und Einfühlung gelingt es ihr, Zahra zu Sprechen zu bringen. Baptiste hat einiges hinter sich, dass er noch nicht verarbeitet hat. Es treibt ihn an. Bei seinen Ermittlungen verlässt er sich auch auf sein Bauchgefühl. Er ist fasziniert von Marion. Die unterschiedlichen Stränge kommen nach und nach zusammen und zeigen eine Geschichte, die ich so nicht erwartet hatte. Die politischen Aspekte im Bürgerkriegsland Syrien wurden nicht vertieft. Am Ende bleibt einiges offen. Die Geschichte war spannend und hat mir gut gefallen.

    Mehr
  • Super Story, aber...

    Tochter der Angst
    TanteGhost

    TanteGhost

    28. August 2015 um 09:04

    Die Story war großartig, die Spannung wäre unaushaltbar gewesen, wenn da nicht der Schreibstil gewesen wäre. Inhalt: Marion ist Oberärztin. Sie gibt ie Stelle aber auf, um ein Jahr bei „Ärzte ohne Grenzen“ mitzuarbeiten. Das Vorbereitungsseminar ist in Paris, wo sie bei langjährignen Bekannten wohnt. Außerdem wohnt da auch Zahra. Ein sehr verstörtes syrisches Flüchtlingsmädchen. - Marion ist die Einzige, die Zugang zu dem Kind findet. Außerdem findet Marion in einer Fotoausstellung ihre Vergangenheit. Ihre Eltern sind nicht ihre Eltern, aber Marion muss sich um Zahra kümmern. Ihre Nichte ist Geheimnisträgerin und viele Leute sind hinter diesem Geheimnis her. Der erste Satz: „Wassertropfen perlten vor dem Fenster, während die Maschine der Air France auf der Landebahn ausrollte und ihre Parkposition ansteuerte.“ Der letzte Satz: „Und es war mehr als nur ein Job.“ Fazit: Keine Ahnung, was ich von diesem Buch halten soll. Meine Spaltung zwischen gut und Schlecht war ganz schön extrem. - Um es kurz zu machen: Die Story war von der Handlung her richtig gut. Das Flüchtlingsproblem mit einem Familiendrama so zu verknüpfen, war schon nicht schlecht. - Aber der große Gegensatz war der Schreibstil von Frau Berg. Ich bin zu keinem Zeitpunkt richtig in die Handlung rein gekommen. Ich war nie wirklich komplett gefesselt. Immer hatte ich meine Umwelt noch auf der Uhr. Das passiert mir normalerweise nie. - Dazu kamen noch die französischen Namen für Orte und Personen. Jemand, der der französischen Sprache nicht mächtig ist, wie ich, bekommt da schon mächtige Probleme. Die 344 Seiten waren trotz allem schnell gelesen. - Das Buch, ein Taschenbuch, lag sehr angenehm in der Hand und die Bindung wirkte recht stabil. Das war seit Ewigkeiten das erste Buch aus Papier, was ich gelesen habe... Ein Fan von Alex Berg werde ich sicherlich nie werden. Dazu ist mir ihr Schreibstil einfach zu hart. - Aber vielleicht gibt es ja Leute, die mit ihrem Schreibstil zurecht kommen...

    Mehr
  • Lesenswert - wenn mich auch das Ende nicht ganz zufrieden stellt

    Tochter der Angst
    Julitraum

    Julitraum

    24. July 2015 um 18:44

    Die Hamburger Ärztin Marion Sanders ist nicht mehr zufrieden mit ihrem Leben. Ihre Ehe steckt in einer Krise und irgenwie sucht sie nach einer neue Aufgabe, da sie auch die Arbeit im Krankenhaus nicht mehr ausfüllt. So entschließt sie sich an einem Auslandseinsatz für "Ärzte ohne Grenzen" teilzunehmen. Zunächst muß Marion jedoch nach Paris reisen, um dort an einer Einführungsveranstaltung der Hilfsorganisation teilzunnehmen. Bei dieser Gelegenheit wohnt Marion bei dem befreundeten älteren Ehepaar Bonnier, das sie schon seit Kindertagen kennt. Louise Bonnier ist praktisch wie eine Mutter zu ihr gewesen. Die Bonniers erhalten ebenfalls Besuch von Jean, dem Neffen, den auch Marion noch von früher kennt. Jean bringt das Flüchtlingsmädchen Zahra aus Syrien mit. Zahra ist schwer traumatisiert und Jean hofft, daß Zahra sich bei den Bonniers vielleicht erholen und öffnen kann. Doch Jean erzäht nicht alles, zudem interessiert sich auch noch der Geheimdienst und dessen Mitarbeiter Claude für Jean. Zu Claude fühlt sich Marion sogar hingezogen. Doch dies sind noch längst nicht alle Verwicklungen. Auf einer Ausstellung entdeckt Marion das Foto einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Marion läßt dies keine Ruhe und sie beginnt in ihrer Vergangenheit nachzuforschen... Wie gehabt versteht es Ellen Berg den Leser mit ihrem mitreißenden und emotionsgeladenen Schreibstil zu fesseln. Bei diesem Roman gibt es zahlreiche Handlungsstränge, die immer mal wieder geschickt unterbrochen werden, un die Spannung steigern. Als Leser ist man schon ein wenig verwirrt, aber dennoch äußerst interessiert wie alles zusammenhängt. Am Ende löst sich einiges auf, jedoch blieben für mich auch noch einige Fragen offen, was mir leider nicht so gut gefallen hat, dennoch kann ich aber wohlverdiente 4 Sterne vergeben.

    Mehr
  • Tochter der Angst

    Tochter der Angst
    Goch9

    Goch9

    09. July 2015 um 10:25

    Die Hamburger Oberärztin Marion Sanders fühlt sich beruflich und privat in einer Sackgasse angekommen. Kurzer Hand bewirbt sie sich bei „Ärzte ohne Grenzen“. Das Vorbereitungsseminar für ihren Auslandseinsatz besucht sie in Paris, wo sie bei alten Freunden, Louise und Greg Bonnier, wohnen kann. Gleichzeitig mit ihr kommt auch Louises Neffe Jean Morel mit einem syrischen Flüchtlingskind an. Zahra, das Mädchen aus Syrien wirkt traumatisiert, isst und spricht nicht, soll von Louise aufgenommen werden und erst einmal Ruhe finden. Marion hat selbst während ihrer Kindheit viel Zeit bei Louise verbracht und fühlte sich als mutterloses Kind bei Louise wohl. Als sie in ihrer wenigen Freizeit durch eine Ausstellung über Flüchtlinge schlendert, entdeckt sie auf einem Foto eine Frau, die ihr sehr ähnlich sieht und weiter hinten ihren Vater mit einem Kind auf dem Arm. Diese Entdeckung lässt ihr keine Ruhe und sie beginnt über ihre Herkunft zu forschen. Nach der Leseprobe hatte ich eigentlich eine Art Selbstfindungsroman mit Anlehnung an die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen. Stattdessen erlebe ich einen Politthriller, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Marion, die unpolitische Ärztin, die bei Ärzte ohne Grenzen helfen will und einen neuen Weg für ihr zukünftiges Leben, gerät in ein grausames Nachrichtendienst und Spionagegeflecht, das sie in Lebensgefahr bringt und auch ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt. Viele Verbindungen und Beziehungen der Geheimdienste werden nur angerissen, auch so die Bedeutung des Syrers Yamir Massoud, der wahrscheinlich nur stellvertretend für reale Konflikte dient, aber mehr würde den Rahmen des Romans auch sprengen. Mir hat das Buch, insbesondere das offene Ende sehr gut gefallen. Zeigt sich doch anhand dieser Geschichte wie übergreifend und eng verzahnt und vor allem ohne Wissen der Bürger, die Geheimdienste ihre Arbeit machen.

    Mehr
  • Tochter der Angst

    Tochter der Angst
    Engel1974

    Engel1974

    08. June 2015 um 11:27

    "Tochter der Angst" ist ein Thriller aus der Feder der Autorin Alex Berg Inhalt: "Als die Oberärztin Marion sich in Paris auf einen Auslandseinsatz bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorbereitet, lernt sie bei einer befreundeten Familie das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra kennen. Marion allein gelingt es, das Vertrauen des verstörten Kindes zu gewinnen, und bald schon schließt sie die Kleine in ihr Herz. Was sie nicht weiß: Es handelt sich um die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien, die ganz und gar nicht zufällig nach Frankreich gelangte, sondern Teil eines äußerst brisanten Deals ist. Ehe sichs Marion versieht, geraten sie und das Mädchen zwischen die Fronten und in Lebensgefahr." (Zitat: Klapptext) Der Schreibstil ist zwar nicht einfach zu lesen und ermöglicht somit kein flüssiges und schnelles Lesen, aber darüber kann man hinweg sehen. Denn es gibt eine dramatische Entwicklung und unerwartete Wendungen und so zieht der Thriller den Leser von der ersten Seite an in den Bann. Fazit: politischer Thriller mit dramatischer Entwicklung und unerwarteten Wendungen, trotz etwas schwierigen Schreibstil spannend und lesenswert

    Mehr
  • Wer ist die Frau auf dem Foto?

    Tochter der Angst
    misswinniepooh

    misswinniepooh

    25. May 2015 um 20:51

    Wer ist die Frau auf dem Foto? Die Hamburger Oberärztin Marion Sanders ist auf dem Weg zu ihrem Vorbereitungskurs für ihren Einsatz in Afrika für Ärzte ohne Grenzen nach Paris. Dort wird Sie bei Louise und Greg Bonnier, alten Freunden bereits aus ihren Kindertagen wohnen. Kurz nach Marions Ankunft gibt Jean Moral Louise Neffe das traumatisierte syrische Flüchtlingsmädchen Zahra in die Obhut von Louise. Wer ist dieses Mädchen? Das zwar perfekt französische Kinderlieder singt, sonst aber kein Wort spricht? Als Zahit Aylan ein syrischer Freund von Jean ermordet wird, geraten Jean und Zahra ins Visier des französischen militärischen Auslandsnachrichtendienstes in Person von Claude Baptiste und seines Kollegen Leroux. Welches Geheimnis hüten Jean und Zahra? Als weitere Mordanschläge verübt werden, wird Jean klar, das er sich mit einem sehr gefährlichen Gegner angelegt hat, dessen Arme aus dem Nahen Osten auch weit bis nach Europa reichen. Da Marion zunehmend das Vertrauen von Zahra gewinnt, geraten Sie alle zwischen die Fronten nicht nur eines Geheimdienstes. Als wäre das nicht schon gefährlich genug, gerät Marions bisheriges Leben durch die Offenlegung eines lange gehüteten Familiengeheimnisses komplett aus den Fugen. Die Autorin entwickelt in drei zunächst völlig von einander unabhängigen Handlungssträngen mit schnörkelloser Sprache, unverstelltem Blick und erzählerischer Klarheit ein komplexes Szenario. Die Personen sind stimmig gezeichnet, könnten aber im Laufe der Geschichte noch etwas mehr Profil bekommen. Aber nichts desto trotz bleibt der Spannungsbogen durch den flüssigen, zurückhaltenden und ruhigen Erzählton erhalten. Da das Ende offen bleibt, darf man auf eine Fortsetzung mit Marion, Zahra und Claude hoffen.

    Mehr
  • ein emotionsgeladener Thriller

    Tochter der Angst
    mrs-lucky

    mrs-lucky

    25. May 2015 um 20:08

    "Tochter der Angst" ist bereits der zweite Roman, den ich von der Autorin Alex Berg gelesen habe und hat mich ebenso wie "Dein totes Mädchen" von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Bei vielen Autoren gibt es wiederkehrende Hauptcharaktere oder Schauplätze, bei Alex Berg ist dies nicht so. Es hat mich fasziniert, wie unterschiedlich die Geschichten sind, und dennoch bleibt die Autoren ihrem Stil treu. Auch bei "Tochter der Angst" steht wieder eine Frau mittleren Alters im Mittelpunkt, und ein düsteres Familiengeheimnis trägt am Ende zur Auflösung der Geschichte bei. Diesmal ist einer der Hauptcharaktere die Hamburger Oberärztin Marion Sanders, die nach Paris reist, um sich auf einen Auslandseinsatz bei Ärzte ohne Grenzen vorzubereiten. Sie wohnt bei der Familie Bonnier, die sie seit ihrer Kindheit kennt. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter war Louise Bonnier für Marion eine wichtige Bezugsperson. Ein weitere Verwandter, Jean Morel, hat bei den Bonniers gerade das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra untergebracht. Zahra ist verstört und traumatisiert, findet jedoch allein zu Marion Vertrauen. Diese ist gerade selbst durcheinander, weil sie auf einige Ungereimtheiten in ihrer Familiengeschichte gestoßen ist, nimmt sich jedoch des Mädchens an, ohne zu ahnen, dass diese ein Spielball in internationalen Verwicklungen ist. Die Geschichte überzeugt unter anderem durch ihre emotionale und bildhafte Sprache. Die Charaktere wirken glaubhaft und authentisch. Dazu kommt ein komplexer Aufbau der Geschichte mit unerwarteten Wendungen und dramatischen Entwicklungen. Neben dem Handlungsstrang um Marion Sanders spielen sowohl Jean Morel als auch ein Ermittler des auswärtigen Amtes namens Claude Baptiste in der Geschichte eine wichtige Rolle. Während ich "Dein totes Mädchen" eher als Psychodrama oder Spannungsroman ein geordnet habe, findet man bei "Tochter der Angst" deutlich mehr Elemente eines politischen Thrillers. Mir gefällt die Komplexität der Bücher Alex Bergs sehr, ebenso wie die überzeugende Art, mit der sie die innere Zerrissenheit darstellt, die einigen ihrer Charaktere inne wohnt. Dies wird bestimmt nicht der letzte Roman gewesen sein, den ich von dieser Autorin lesen werde.

    Mehr
  • Tochter der Angst

    Tochter der Angst
    Crazy

    Crazy

    25. May 2015 um 15:25

    Spätestens nachdem ich "Machtlos" von Alex Berg verschlungen habe, wurde mir klar, dass dies eine Autorin sein wird, von der ich jedes neu erschienene Buch lesen werde. Marion ist mit ihrem Leben in Hamburg unzufrieden. Sie ist Oberärztin, ihre Kinder sind aus dem Haus und ihr Mann und sie haben sich auseinander gelebt. Dann bietet sich ihr die Chance für ein Jahr bei "Ärzte ohne Grenzen" ins Ausland zu gehen. Sie kommt bei einer Familie in Paris unter, die sie schon seit ihrer frühesten Kindheit kennt. Dort möchte sie sich auf den Auslandseinsatz vorbereiten und trifft auf Zahra, ein kleines Mädchen, dass geradewegs aus Aleppo kommt und in Paris erst einmal aufgenommen wird. Und hier beginnt die Geschichte um Macht, Intrigen und Hass, die dieses Buch zu einem spannenden Thriller machen. Alex Berg schreibt Thriller, die nicht gerade einfach weg zu lesen sind. Dort gibt es Verwirrungen und politische Begebenheiten, die an den Leser so leicht heran getragen werden, dass man zwar etwas langsamer lesen muss als man es bei anderen Thrillern tun würde, der Geschichte aber jederzeit folgen kann. Hier geht es um Syrien und um einen der wichtigsten wirtschaftlichen Machthaber in diesem Land. Marion Sanders gerät nur langsam in diesen Strudel und weiß anfangs gar nicht, wie ihr geschieht. Da geht es ihr wie dem Leser, der aufgrund der Perspektive des Ermittlers ab und an einen minimalen Wissensvorsprung hat. Diesen Ermittler, Claude Baptiste, habe ich im Laufe des Buches sehr in mein Herz geschlossen und würde mir sehr wünschen, dass es noch ein Buch mit ihm als handelnde Person gibt. Die anderen Figuren des Buches sind mir nicht sehr nahe gekommen, was aber wohl daran liegt, dass die Kapitel relativ kurz sind und jedes Mal aus Sicht einer anderen Person geschrieben ist. Das hat aber dem Sog des Buches gar nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Ich kann das Buch reinen Gewissens an alle Thrillerliebhaber weiter empfehlen. 

    Mehr
  • weitere