Das Leben ist gut

von Alex Capus 
3,6 Sterne bei61 Bewertungen
Das Leben ist gut
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (35):
vigs avatar

Vollgepackt mit Weisheiten, die nicht wie Weisheiten klingeln und zum Nachdenken anregen. Genial geschrieben!

Kritisch (9):
Volponas avatar

Machohaft, klischeeschwanger, provinziell und langweilig. Eine Hommage an das Landleben leider ohne Selbstironie.

Alle 61 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Leben ist gut"

Max ist seit fünfundzwanzig Jahren mit Tina verheiratet, sie ist die Liebe seines Lebens. Er betreibt eine kleine Bar, tagsüber bringt er das Altglas weg, repariert das Mobiliar – oder begibt sich auf die Suche nach einem ausgestopften Stierkopf, der unbedingt über dem Tresen hängen soll. Max liebt sein Leben, so wie es ist, seine Familie, seine Freunde. Das wird ihm einmal mehr bewusst, als Tina zum ersten Mal in ihrer gemeinsamen Ehe beruflich ohne ihn unterwegs ist. „Das Leben ist gut“ verteidigt mit scharfem und versöhnlichen Blick, das, was im Alltag schnell übersehen wird. Es ist ein Roman über das Menschsein – vor allem aber eine Hymne an die Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783446252677
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Hanser, Carl
Erscheinungsdatum:22.08.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 08.08.2016 bei Der Hörverlag erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne13
  • 4 Sterne22
  • 3 Sterne17
  • 2 Sterne7
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    W
    WinfriedStanzickvor 4 Monaten
    Ein hervorragender Erzähler


    In seinem Roman lässt der in der Schweiz lebende Schriftsteller Alex Capus seinen Ich-Erzähler einfach und in ruhiger Sprache erzählen, davon, wie es sich anfühlt mit sich und seinem Leben zufrieden, im Reinen zu sein. Eher ungewohnt in der ganzen Reihe der zeitgenössischen Romane, die oft Lebensschicksale beschreiben, die gestört oder unglücklich verlaufen. Vielleicht rühren daher auch die Verwunderung so manches Rezensenten und die oft benutzte Abwertung des Buches als belanglos.

    Alex Capus hat in seinen früheren Büchern bewiesen, dass er ein hervorragender Erzähler ist. Das stellt er in „Das Leben ist gut“ erneut unter Beweis. Sein Ich-Erzähler Max, dem er offenbar viele eigene Beobachtungen und Lebenseindrücke geschenkt hat, und der wie ein Alter Ego von Capus gelesen werden kann, hat vor einigen Jahren mit einem dicken Roman viel Geld verdient. Statt danach weiter zu schreiben, hat er von der Gemeinde, in der er wohnt, ein Haus gekauft, dessen bewegte Geschichte er eindrucksvoll beschreibt. Er richtet dort eine Bar ein, die vom späten Nachmittag an zum  Treffpunkt sehr unterschiedlicher Menschen wird, die er liebevoll beschreibt. Morgens sieht man ihn das Altglas entsorgen und in seiner Bar das eine oder andere reparieren.

    Er ist mit sich im Reinen und hat die außergewöhnliche Fähigkeit, alles das wahrzunehmen und auch engagiert zu verteidigen, was in der Hektik des Alltags gerne übersehen wird.

    Als seine Frau Tina zu einem Aufenthalt nach Paris aufbricht (sie hat dort eine Gastprofessur erhalten), schläft Max seit 25 Jahren zum ersten nicht mit seiner Frau in einem Bett. Die Tage, bis sie zum ersten Mal für ein Wochenende wieder nach Hause kommt, verbringt er damit, über sein Leben nachzudenken und zu erzählen davon, was ihm im Leben wirklich wichtig ist.

    Und obwohl er am Ende von einem Aufenthalt in der Everglades träumt, wo Tom Stark wohnt, den er in seiner Bar kennengelernt hat, möchte er doch nie woanders sein als in seiner Stadt, seiner Bar, mit seiner Frau und Familie und mit seinen vielen Freunden.

    Max erzählt von Freundschaften und vom Leben, wie er es sich vorstellt. Er ist zufrieden mit seinem Alltag. Da passiert nichts Spektakuläres. Indem er jeden Tag vielen seiner Kunden zuhört, indem er mit seiner Bar Menschen die Gelegenheit zur Begegnung gibt, erfährt er Sinn. Und im Leben mit seiner geliebten Frau. Eng verbunden, lassen sich die beiden die Freiheit, die sie zum glücklichen Leben brauchen.

    Ich habe das unaufgeregte, viele kleine Alltagsbeobachtungen in den Mittelpunkt stellende Buch gerne gelesen.







    Kommentieren0
    4
    Teilen
    S
    Streifivor 5 Monaten
    Entschleunigung

    Das Leben ist gut ist ein kleines feines Buch, in dem es eigentlich um nichts geht außer um eine Woche in Max Leben. Das ungewöhnliche dieser Woche ist, dass seine Frau Tina beruflich in Paris weilt und Max so viel Zeit hat, sich über sein und das Leben andere ein wenig Gedanken zu machen.
    Mich hat das Buch gut unterhalten, gerade am Ende eines turbulenten Arbeitstages tat es gut, dem unaufgeregten Leben von Max zu folgen.
    Wer Action oder eine spannende oder aufregende Handlung erwartet wird sicher enttäuscht sein, wer sich gerne ein wenig in das Leben anderer Leute entführen lassen mag, ist hier genau richtig.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Hortensia13s avatar
    Hortensia13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Sammlung vieler Gedanken über den Alltag und diverser Begebenheiten aus der Vergangenheit eines Kneipenwirtes. Ruhig und philosophisch.
    Gedanken des Alltags

    Max führt eine kleine Bar, die früher spanischen Einwanderern gehört hatte. In seiner Alltagsroutine macht er sich über dies und jenes Gedanken. Besonders als seine geliebte Frau Tina kurz ohne ihn beruflich wegfährt. Er lässt seinen Gedanken über das Leben, seine Familie, seine Freunde und die Liebe freien Lauf.
    Alex Capus schrieb ein atmosphärisch ruhiges Buch, dass stellenweise sehr philoshophisch daher kommt. Den Leser erwartet hier nur ein Einblick in die Gedankenwelt von Max und keine weltbewegende Literatur. Trotzdem ist es eine Ansammlung von Anekdoten und Gegebenheiten, die alle zu einer Aussage führen: Das Leben ist gut.

    Kommentare: 1
    10
    Teilen
    buchjunkies avatar
    buchjunkievor 2 Jahren
    Ein Wohlfühlbuch über das wahre Leben

    Max und Tina schlafen zum ersten Mal seit 25 Jahren nicht gemeinsam im selben Bett. Tina nimmt für ein Jahr das Angebot einer Gastprofessur an der Pariser Sorbonne an. Max bleibt mit den drei Söhnen daheim in seiner Heimatstadt in der Schweiz, wo er eine Bar betreibt.
    Die Sevilla-Bar ist Treffpunkt für viele verschiedene Menschen und  Max erlebt und hört dort die unterschiedlichsten Geschichten.
    „In einem lebendigen Gemeinwesen, in einer funktionierenden Demokratie müssen die Menschen sich an einem physischen Ort frei begegnen können, man sollte seine Freunde nicht nur bei Facebook haben.“
    Max lässt uns teilhaben an den Schicksalen seiner Gäste. Da gibt es,Miguel, der in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist oder Max`einstiger Lehrer Toni und dessen amerikanischer Freund Tom, der schon mit Krokodilen in den Everglades gekämpft hat .
    Jedes Schicksal ist eine eigene Geschichte. Spannung gibt es kaum, dafür ein wenig Wehmut. Seit langem hängt am Garderobenständer eine Jacke, die niemand wegnimmt. Sie erinnert an einen schon verstorbenen Stammgast.

    Und selbstverständlich macht sich Max auch Gedanken über seine Frau Tina in Paris .
    „Natürlich wird Tina in Paris auch Männern begegnen.....Ich werde von Begegnungen dieser Art nichts wissen wollen. Tina braucht sie mir nicht unter die Nase zu reiben. Immerhin will ich aber doch hoffen, dass der Kerl Manieren hat .“

    Der Roman umfasst die Zeit von Tinas Abreise bis zu ihrem ersten Wochenendbesuch .


    Das ist ein Roman zum Geniessen. Mit seinem ruhigen, aber pointenreichen Schreibstil hat Alex Capus mich verzaubert. 
    Es ist ein wahres Wohlfühlbuch in diesen Zeiten der Schreckensmeldungen.
    Ein Buch über die einfache Schönheit des Alltag, über Freundschaften, Aufrichtigkeit und Heimat.


    Alex Capus betreibt selbst eine Bar, somit trägt dieser Roman starke autobiographische Züge, denn der Romanheld Max ist auch  noch Schriftsteller.


    Diesen Roman habe ich mit Genuss gelesen und kann ihn uneingeschränkt weiterempfehlen. Mit seiner Wortwahl, seiner fast blumigen und detailreichen Schilderungen überzeugte mich Capus wieder einmal.
    Ein ruhiges, aber nicht langweiliges Buch mit durchaus witzigen Episoden.
    Sehr empfehlenswert!


    Das Leben ist gut!

    Kommentare: 8
    32
    Teilen
    Schwaetzchens avatar
    Schwaetzchenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch ist gut.
    Lesenswert

    Dieses Buch ist lesenswert, wenn man keine großen Ansprüche hat, aber gut unterhalten werden will.

    Es sind Beschreibungen von Menschen, vom Alltag und im Grunde ist es eine fast schon poetische Liebeserklärung an seine Frau.  

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    sollhabens avatar
    sollhabenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dörfliches Leben liebevoll beobachtet und erzählt, von einem Mann, dem das wahre Schöne im Leben bewusst wird.
    Der gefühlvolle Barista

    Max lebt mir seiner Frau Tina und seinen drei Söhnen in einem kleinen Ort in der Schweiz. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich hauptsächlich als Schriftsteller, aber seine Bar "Sevilla" liegt ihm sehr an Herzen, deshalb liebt er es dort seine normalen Tage zu verbringen. Die tägliche Routine gefällt ihm und vor allem seine Gäste bereichern seinen Alltag.
    Als seine Frau aus beruflichen Gründen für längere Zeit ins Ausland muss, gibt ihm die Bar und da die körperliche Arbeit, seine Gäste und seine Freunde Halt in der ungewohnten Situation. Er erzählt liebevolle Geschichten, die sich in all den Jahren ereignet haben und er spinnt unruhige Gedanken zu neuen interessanten Stories weiter. 
    Immer wieder stellt er sich seine Frau in der fremden Stadt vor. Er weiß, dass sie auch mit anderen Männern zusammen arbeiten wird, die ihm auf keinen Fall das Wasser reichen können und vor allem werden diese Halunken niemals in ihrem Hotelzimmer die Glühbirnen wechseln.

    Wie hat es mir gefallen:
    Seit ich den Autor vor einigen Jahren bei einer Lesung kennen lernen durfte, bin ich ein Fan. Er liegt nicht nur an seiner amüsanten Art und Weise zu lesen und zu erzählen, sondern vor allem an seinen wundervollen Geschichten. "Leon und Louise" zähle ich zu meinen Lieblingsbüchern. 
    In seinem aktuellen Buch bleibt er seinem Erzählstil treu. Dieses Mal legt er sehr viel Augenmerk auf das Dorf und seine Einwohner mit all den Eigenheiten, seltsamen Ticks und deren Vergangenheit. Diese Menschen erscheinen schrullig, eigensinnig und manches Schicksal hat mich traurig gemacht. Max dagegen erkennt in seinem Leben das Wichtige. Besonders die Erinnerungen an seine Frau lassen ihn dankbar sein, dass sein Leben so verlaufen ist. 
    Natürlich legt der Autor sein Hauptaugenmerk auf seine Mitmenschen, die Geschichte punktet auch mit lokaler Zeitgeschichte. Ungewöhnliche Decken, versteckte Eichen-Parkett-Böden und ausgestopfte Tiere: Dinge, die sonst recht selten im Mittelpunkt stehen, bekommen hier einen wichtigen Stellenwert. 

    Eine wundervoll locker leichte Geschichte, die vielleicht oder vielleicht auch nicht (laut Herrn Capus) teilweise autobiographisch ist. Manchen Lesern mag das Buch zu wenig Handlung aufweisen, das kann ich nicht von der Hand weisen. Es ist ein kurzer Einblick in ein recht normales Leben, welches eigentlich jeder von uns führt. Aber darin besteht der Reiz des Buches. Keine Dramen, keine Highlights nur das Leben selbst und das Leben ist gut.

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Feinfühligen Beobachtungen und Beschreibungen und witzigen Anekdoten haben mich begeistert. Aber dann gab es auch unzusammenhängende Aneina
    Das Besondere im Alltäglichen erkennen

    Zur Handlung
    Dieses Buch hat eigentlich keine richtige Handlung in dem Sinne. Der Protagonist Max plaudert ein wenig aus seinem Leben und seine Erzählungen plätschern so dahin. Er erzählt uns von seinem Alltag, seinem Eheleben, seiner Arbeit in der Bar und deren Gästen. Er gibt Anekdoten zum Besten und erzählt von seinen Freunden, seiner Jugend. Max hat schon immer in der selben kleinen Stadt gelebt. Er liebt seine Familie, seine Frau und seine Söhne. Und er liebt seine Arbeit in der Bar. Sein Leben ist eigentlich ganz gewöhnlich -und Max ist sehr zufrieden damit. Denn sein Leben ist gut.

    Meine Meinung
    Ich habe vor einiger Zeit Léon und Louise von Alex Capus gelesen und was von dem Buch sehr begeistert. Als ich dann von diesem neuen Buch von ihm gehört habe, war klar, dass ich es haben muss. 

    
Die Geschichte hat bei mir sehr gemischte Gefühle ausgelöst.
    Teilweise bietet uns Capus hier sehr genaue Beobachtungen und feinfühlige Beschreibungen, die leicht überspitzt dargestellt sind, so dass einem bestimmte Eigenarten erst richtig auffallen und einen zum Schmunzeln bringen. Solche Beschreibungen von sozialer Interaktion und bestimmten Typen Menschen sind ein wahrer Genuss. In seiner Bar lernen wir extravagante Charaktere kennen, die herrlich schillernd und bunt beschrieben werden. Aber auch ganz normale 0-8-15 Typen, wie wir sie alle kennen. Und gerade deren ehrliche und trockene, humorvolle Beschreibungen sind es, die einen zum Lachen bringen. Wenn er zum Beispiel zwei Frauen beschreibt, die in seine Bar kommen, beide nur einen Fürchtetee bestellen, aber stundenlang an einem Tisch sitzen, ununterbrochen reden und sich dabei immer abwechselnd gegenseitig über den Arm streicheln. Einfach herrlich. Da hat jeder sofort eigene Bilder im Kopf. Und Capus spitze Bemerkungen und feinen Beobachtungen bringen eben andere Aspekte viel mehr in den Vordergrund oder lassen uns das Komische in solchen Alltagssituationen erst erkennen.
    
Auf der anderen Seite gibt es dazwischen aber auch lange Beschreibungen von Banalitäten, aneinander Reihungen von unzusammenhängenden Anekdoten die teilweise echte Längen entstehen lassen. Da plätschert die Geschichte dann so vor sich hin und da besteht die Gefahr, dass man in Gedanken abschweift und erst nach ein paar Minuten merkt, dass man gar nicht mehr richtig aufgepasst hat. Aber irgendwie hat man dann auch nichts verpasst.
    Das ist wirklich schade, denn von früheren Lektüren weiß ich, das Alex Capus das eigentlich besser kann. Und auch in diesem Buch gibt es ja viele Stellen, wo er sein schriftstellerisches Können grandios unter Beweis stellt.

    Fazit
    Eine Geschichte mit Längen. Aber ich finde, es ist trotzdem lesenswert. Denn dazwischen findet man echte Juwelen an genauen Beobachtungen und spitzen Beschreibungen. Die sind ein echter Genuss und man ist geneigt, über das eigene Leben zu philosophieren. Eine "Hymne auf die große Liebe" ist es finde ich nicht. Eher eine Hymne an das alltägliche Leben und an die kleinen Dinge, die es so besonders machen.

    Kommentieren0
    59
    Teilen
    Flocke86s avatar
    Flocke86vor 2 Jahren
    Rezension zu Alex Capus ~ Das Leben ist gut


    Klappentext:
    Zum ersten Mal seit fünfundzwanzig Jahren Ehe schlafen Max und TIna nicht im selben Bett: Tina ist beruflich in Paris und Max bleibt in seiner Heimatstadt, wo er eine Bar betreibt.  Durch die Abwesenheit seiner Frau wird ihm bewusst, was ihm im Leben wirklich wichtig ist.

    Meinung:
    Der Start des Buches war gut, der Autor erzählt aus einem Leben, in dem ein Schriftsteller über sein bisheriges Leben philosophiert. Es sind Autobiographische Züge drin vorhanden, da der Hauptprotagonist tatsächlich Änlichkeiten mit dem Autor aufweist. Auch der Autor dieses Buches besitzt eine Bar und schreibt nebenher. Die Figurenbeschreibung im Buch an sich bliebt ziemlich Oberflächig, genau wie die Thresengespräche.  Es ist an manchen Stellen etwas zäh zu lesen. Hier und da gibt es witzige Vergleiche aber der Schreibstil sagt mir persönlich jetzt leider so gar nicht zu. Ich muss mich leider regelrecht dazu motivieren, weiter zu lesen. Dabei hat sich das Buch für mich am Anfang echt schön angehört, als Capus es in der Livestreamlesung vorgestellt hatte. Ich habe es dennoch zu Ende gelesen. Auch wenn es zum Ende hin etwas besser wurde, hat es mich nicht sonderlich überzeugen können. Sicher, es waren einige gute Stellen in diesem Buch dabei, zwischenzeitlich aber auch recht langatmig und eintönig.
    Es war mein erstes Buch des Autors. Viellecht gebe ich ihm mit einem Anderen Buch noch mal eine Chance.

    Fazit:
    Es war schwierig... Ich würde es wohl leider nicht noch einmal lesen wollen. Sorry.
    Dennoch gebe ich dem Autor noch mal eine Chance und werde mir bei zeiten ein weiteres Buch von ihm kaufen, was mir dann vielleicht mehr zusagen wird.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    W
    WinfriedStanzickvor 2 Jahren
    Ich habe das viele kleine Alltagsbeobachtungen in den Mittelpunkt stellende Buch gerne gelesen



    In seinem neuen Roman lässt der in der Schweiz lebende Schriftsteller Alex Capus seinen Ich-Erzähler einfach und in ruhiger Sprache erzählen, davon, wie es sich anfühlt mit sich und seinem Leben zufrieden, im Reinen zu sein. Eher ungewohnt in der ganzen Reihe der zeitgenössischen Romane, die oft Lebensschicksale beschreiben, die gestört oder unglücklich verlaufen. Vielleicht rühren daher auch die Verwunderung so manches Rezensenten und die oft benutzte Abwertung des Buches als belanglos.

    Alex Capus hat in seinen früheren Büchern bewiesen, dass er ein hervorragender Erzähler ist. Das stellt er in „Das Leben ist gut“ erneut unter Beweis. Sein Ich-Erzähler Max, dem er offenbar viele eigene Beobachtungen und Lebenseindrücke geschenkt hat, und der wie ein Alter Ego von Capus gelesen werden kann, hat vor einigen Jahren mit einem dicken Roman viel Geld verdient. Statt danach weiter zu schreiben, hat er von der Gemeinde, in der er wohnt, ein Haus gekauft, dessen bewegte Geschichte er eindrucksvoll beschreibt. Er richtet dort eine Bar ein, die vom späten Nachmittag an zum  Treffpunkt sehr unterschiedlicher Menschen wird, die er liebevoll beschreibt. Morgens sieht man ihn das Altglas entsorgen und in seiner Bar das eine oder andere reparieren.

    Er ist mit sich im Reinen und hat die außergewöhnliche Fähigkeit, alles das wahrzunehmen und auch engagiert zu verteidigen, was in der Hektik des Alltags gerne übersehen wird.

    Als seine Frau Tina zu einem Aufenthalt nach Paris aufbricht (sie hat dort eine Gastprofessur erhalten), schläft Max seit 25 Jahren zum ersten nicht mit seiner Frau in einem Bett. Die Tage, bis sie zum ersten Mal für ein Wochenende wieder nach Hause kommt, verbringt er damit, über sein Leben nachzudenken und zu erzählen davon, was ihm im Leben wirklich wichtig ist.

    Und obwohl er am Ende von einem Aufenthalt in der Everglades träumt, wo Tom Stark wohnt, den er in seiner Bar kennengelernt hat, möchte er doch nie woanders sein als in seiner Stadt, seiner Bar, mit seiner Frau und Familie und mit seinen vielen Freunden.

    Max erzählt von Freundschaften und vom Leben, wie er es sich vorstellt. Er ist zufrieden mit seinem Alltag. Da passiert nichts Spektakuläres. Indem er jeden Tag vielen seiner Kunden zuhört, indem er mit seiner Bar Menschen die Gelegenheit zur Begegnung gibt, erfährt er Sinn. Und im Leben mit seiner geliebten Frau. Eng verbunden, lassen sich die beiden die Freiheit, die sie zum glücklichen Leben brauchen.

    Ich habe das unaufgeregte, viele kleine Alltagsbeobachtungen in den Mittelpunkt stellende Buch gerne gelesen.





    Kommentieren0
    10
    Teilen
    AngiFs avatar
    AngiFvor 2 Jahren
    Was macht uns glücklich?

    Max, ein Barbesitzer in einem schweizerischen Städtchen ist Strohwitwer und das für ein ganzes Jahr, da seine Frau, mit der er bereits seit 25 Jahren glücklich zusammen ist, eine Gastprofessur in Paris angenommen hat. Sie, die als junge Frau in den Ort kam und blieb – der Liebe zu ihm wegen, musste einfach mal wieder raus aus dem Trott, hinein in die Großstadt. Schon am Morgen nach der Abreise bereut Max seinen Entschluss, seine Frau nicht begleitet zu haben. Nicht, dass er es nicht aushalten könnte in dem kleinen Städtchen, er kennt es ja schon sein ganzes Leben lang, nein, er vermisst sie bereits jetzt. Nun ist Max allein mit seinen drei Jungen und bezwingt den Alltag ohne seine Liebe.


    Der Autor Alex Capus beschreibt in seinem neuesten Werk „Das Leben ist gut“ das Leben des Strohwitwers Max, seinen Beruf als Barbesitzer und seine Aufgaben als Vater der drei Söhne. Dies tut er in einer wunderbaren Sprache und einem herrlichen Schreibstil. Alex Capus bedient sich dabei eines hervorragenden feinsinnigen Humors abgeschmeckt mit einem Spritzer Ironie. Alle Charaktere sind dem Autoren außerordentlich geglückt. Da ich bereits die Livelesung des Autors bei Lovelybooks verfolgt hatte, habe ich noch immer seine Stimme und seinen herrlichen Akzent im Ohr, so dass ich das Buch nicht nur gelesen habe, sondern sich in meinem Kopf auch die Stimme Alex Capus' fand. Der Autor wies übrigens bei eben dieser Lesung auch darauf hin, dass es sich in seinem Buch um eine fiktive Geschichte handele und keine Biografie sei. Irritiert sei er darüber, dass er bei seinen früheren Werken immer betont habe, die Geschichten seien genauso passiert und dass man ihm weder bei den anderen Büchern noch jetzt Glauben schenken würde.


    Von Herzen gerne vergebe ich diesem zauberhaften und amüsanten Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Gerade im aufkommenden Herbst kann man mit dem Buch entspannende und vergnügliche Lesestunden auf dem Sofa verbringen. Leser mit einer Vorliebe für humoristische Erzählungen werden das Buch lieben und verschlingen.

    http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/10/das-leben-ist-gut-von-alex-capus.html

    Kommentieren0
    44
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Bestsellerautor Alex Capus über das Menschsein, Vertrauen, Freundschaften und über die Liebe.

    "Capus formuliert mit herzlicher Gelassenheit, mit Nachsicht, feiner Selbstironie und mit der Gabe, der vielleicht banalen Vergänglichkeit Schönheit einzuhauchen." Ulrich Seidler, Frankfurter Rundschau, 18.10.16
    "Es bleibt das Verdienst des Autors, ein in der Literatur ganz seltenes Phänomen zu schildern: einen Menschen, der mit dem zufrieden ist, was er hat." Sandra Kerschbaumer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.16
    "Was ganz wichtig ist: Mit welcher Leichtigkeit Capus mit diesen Portraits und mit diesen Dialogen vom Zeitgeist zu erzählen weiß. Ganz nebenbei beweist er, wie spannend das Leben ist." Gerwig Epkes, SWR2 "Forum Buch", 11.09.16
    "Wie immer zeichnet er die Figuren mit ganz wenigen Strichen, aber man spürt bei ihm – und das macht die Figuren so lebendig – immer die großen Biografien, die dahinterstecken. Ganz am Schluss möchte man eigentlich einfach ein bisschen in der Sprache von Alex Capus weiterträumen." Patrick Tschan, SWR2 "Forum Buch", 11.09.16
    "Eine Liebeserklärung ans Leben." SRF "Glanz und Gloria", 07.09.16
    „Alex Capus stattet diesen seinen Geistesbruder mit so viel Witz, Geradlinigkeit und Imaginationskraft aus, dass man ihn einfach mögen muss und ihm gerne auf jenen Fährten folgt, die der unsentimentale und pointenreiche Text auslegt. … Man lasse sich von der Vitalität dieses Buches anstecken. Gleich lebt es sich besser.“ Beatrice Eichmann-Leutenegger, Neue Zürcher Zeitung, 24.08.16
    „„Mit Max – wie mit Alex – würde man mühelos einen ganzen Abend durchquatschen. Als Leser darf man ihm wenigstens einen ganzen Roman lang zuhören. … ‚Das Leben ist gut‘ ist ein Wohlfühlbuch. Viele Leser werden sich darin wohlfühlen.“ Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 23.08.16
    „Prall gefüllt mit aberwitzigen, anrührenden und erschütternden Geschichten. … Dass der Autor nicht in ferne Länder und Zeiten schweift wie in etlichen seiner früheren Bücher, bedauern wir keinen Augenblick. Zumal er es am Ende doch noch tut: in einer Traumsequenz, die zum Schönsten gehört, was Capus je geschrieben hat. Keiner kann so spannende, witzige und sinnige Geschichten erzählen wie er.“ Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 21.08.16
    „Da ist er, dieser unverkennbare, atmosphärische Capus-Ton. Wegen solcher Sätze, solcher pointierten, atmosphärischen Beschreibungen liebt man seine Bücher. In denen er sich ganz nah herantastet an die Figuren und sie zu Menschen macht, die man gerne treffen möchte.“ Katja Weise, NDR Kultur „Neue Bücher“, 22.08.16
    "Ein optimistischer und heiterer Roman, der gute Laune macht." Barbara Geschwinde, WDR5 Bücher, 20.08.16
    "Ein Roman über das Menschsein, über das Vertrauen in sich selbst, gute Freundschaften und über das Leben - vor allem aber eine Hymne auf die Liebe." emotion, Juli 2016
    "Auch erfahren wir so einiges über die Mentalität in einer Kleinstadt (.) helvetische Aperçus finden sich in diesem Buch zuhauf. Und an der nüchternen aber präzisen Art, wie Capus das Lädelisterben, die Profitgier und die Fragilität von Männerfreundschaften auf den Punkt bringt, erkennen wir den sensiblen Beobachter und talentierten Erzähler.“ Luzia Stettler, SRF 2 Kultur kompakt, 05.09.16

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks