Alex Capus Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

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Inhaltsangabe zu „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ von Alex Capus

Der neue Bestseller von Alex Capus - jetzt im Taschenbuch

Nur einmal können die drei einander begegnet sein: Im November 1924 am Hauptbahnhof in Zürich, wo die Geschichte einsetzt. Danach führen ihre Wege auseinander und bleiben doch auf eigentümliche Weise miteinander verbunden.

Der pazifistische Jüngling Felix Bloch studiert Atomphysik bei Heisenberg in Leipzig, flüchtet 1933 in die USA und gerät nach Los Alamos, wo er Robert Oppenheimer beim Bau der Atombombe helfen soll. Die rebellische Musikantentochter Laura d’Oriano versucht sich als Sängerin, doch da ihr das große Talent fehlt, lässt sie sich als Spionin rekrutieren. Der Kunststudent Emile Gilliéron folgt Schliemann nach Troja, zeichnet Vasen und restauriert Fresken, fertigt auf Wunsch auch Reproduktionen an – und muss bald einsehen, dass es von der Kopie bis zur Fälschung nur ein kleiner Schritt ist.

Ich liebe die Art, mit der Capus Leben in Figuren haucht! Dieses Buch macht Physik, Archäologie und ein einsames Leben in Frankreich spannend

— HamsterHerkules

Nicht Fisch und nicht Fleisch - schade um die guten Ideen

— Beust

Ein toller Roman über das Leben dreier realer Menschen, deren Leben ganz anders verlaufen ist, als sie es sich vorgestellt haben.

— Ofelia

War ganz nett.

— agent13357

Ein besonderes Buch, das mich von der ersten Seite an in seinen Bann geschlagen hatte. Capus ist ein toller Geschichtenerzähler.

— Darcy

Ein mit sehr viel Zuneigung für die Figuren geschriebener Roman mit interessanten Einzelschicksalen. Im Endeffekt konnte mich jedoch der Plo

— queenbee_1611

Drei biographische Romane erhalten auf dem Bahnhof in Zürich einen fiktiven Schnittpunkt.

— Waschbaerin

Faszinierende Geschichten verschiedener Personen, es hat mich jedoch irritiert, dass diese am Ende nicht so richtig zusammengeführt wurden.

— once-upon-a-time

Drei spannende und interessante Lebensgeschichten. Aber leider einige Längen.

— PrinzessinAurora

Sehr spannendes, historisch gut recherchiertes Buch mit ein paar Längen.

— forever-books

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    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Beust

    16. August 2017 um 00:06

    Da hat sich Alex Capus aber viel Mühe gegeben, die  Lebensläufe dreier Menschen zusammenzumontieren, indem sie alle zur selben Zeit am selben Ort waren: im November 1924 am Züricher Hauptbahnhof. Und was ist der Witz? Dass das wahrscheinlich wirklich die einzige Gemeinsamkeit der drei ist - und die ist auch noch mit grobem Werkzeug zurechtgezimmert. Wer sind die drei? Der „Fälscher“ Emile Gilliéron, die „Spionin“ Laura d’Oriano und der „Bombenbauer“ Felix Bloch. Ihrer drei Leben werden versetzt zueinander in kurzen Abschnitten erzählt, ausgehend von jenem Moment am Züricher Hauptbahnhof. Capus greift in die Jugend der drei voraus und erzählt, woher sie kommen, um dann nachzuzeichnen, wohin sie gehen. Felix Bloch entstammt kleinen schweizerischen Verhältnissen, studiert theoretische Physik in Zürich und in Leipzig bei Heisenberg, um vor den Nazis nach Stanford in den USA zu fliehen. Dort sammelt Robert Oppenheimer seine Pappenheimer, also die Spezialisten der Teilchenphysik, die er noch aus seiner Göttinger Zeit kennt, und alle anderen, die sich aus gutem Grund gegen Nazideutschland zusammentun, um die schrecklichste Waffe der Menschheitsgeschichte zu bauen: die Atombombe. Also auch Bloch, der nach dem Krieg den Physik-Nobelpreis für die Entdeckung der Kerninduktion erhält. Blochs Leben ist gut dokumentiert, weshalb Capus aus dem Vollen schöpfen kann. Er verlegt den Schwerpunkt des Bloch-Erzählungsstrangs auf die Motivation des Schweizers, sich für die theoretische Physik zu entscheiden, auf die Gedankenwelt eines jungen Mannes im Konflikt mit den handfesten Vorstellungen seines Vaters und der eigenen Neigung zum Maschinenbau. Ein zweiter erzählerischer Schwerpunkt entsteht im Austausch mit Oppenheimer und der Frage, ob man die Bombe bauen kann und soll. Hier hätte man sich noch ein wenig mehr Reflexion des Pazifisten Bloch gewünscht, aber zum Thema fehlender Reflexion unten mehr. Laura d’Oriano wird in eine kosmopolitische Künstlerfamilie geboren, die im nördlichen mediterranen Raum zu Hause ist. Sie hat das Gesangstalent ihrer Mutter geerbt, scheitert aber in Paris in ihrer professionellen Ausbildung. Sie strandet in Marseille, verdient ihren Lebensunterhalt als Verkäuferin in einer Musikalienhandlung und tritt immer wieder auf. Ihre Verwandlungskunst aus der Bühne ist eine Facette ihres künstlerischen Erbes, das ihr auch beim verkaufen zugute kommt - und als Spionin. Ehe sie aber im faschistischen Italien im Zweiten Weltkrieg als Spionin gefangen genommen und als einzige Frau in der Geschichte des Landes hingerichtet wird, lernt sie den Vater ihrer beiden Töchter können, einen windigen und weichen Bauernsohn, an dessen Seite Laura ins Elend rutscht, dass sich schließlich in Bottighofen in der Schweiz befindet. Aus der Enge dieser elenden Provinz entflieht Laura und lässt ihre Kinder zurück. Erneut verdingt sie sich als Verkäuferin und Sängerin, bis der französische Untergrund auf die aufmerksam wird und Lauras Fähigkeiten in der Spionage einsetzt. Ein Hauch von Mata Hari weht durch Lauras Geschichte, doch lässt Capus ihn weitestgehend vorüberstreichen. Momente der Reflexion, über die man hier gern mehr gelesen hätte, sind Lauras Entscheidungen, ihre Kinder bei ihrem Mann zurückzulassen, und sich in den Dienst des Widerstands gegen Nazi-Deutschland zu stellen. Warum tut sie das? Beim dritten Erzählstrang handelt es sich um das Leben von Emile Gilliéron, wobei es davon zwei gab: Vater und Sohn. Der Sohn hatte den Vater an jenem denkwürdigen Tag am Züricher Hauptbahnhof dabei, allerdings als Häuflein Asche in der Urne. Die Gilliérons besaßen großes Zeichentalent und setzten es ein, um die Entdeckungen, Ausgrabungen und Erkenntnisse der damals boomenden Archäologie in Szene zu setzen. Dabei erlaubten sie sich künstlerische Freiheiten in der Schließung der Überlieferungslücken, indem fehlende Stücke in Fresken oder Vasenbildern munter gefüllt wurden. Dabei halfen sie den Ausgrabungsgiganten ihrer Zeit - Heinrich Schliemann (Troja) und Arthur Evans (Knossos) - bei der Konstruktion ihrer Antikelegenden. Letztlich taten die Zeichner das, was Capus mit den Überlieferungssplittern über die drei Leben dieses Romans auch anstellt. Nicht ganz konsistent in der Geschichte Gilliérons ist, dass eigentlich zwei Leben erzählt werden, also der Roman aigentlich „Die Fälscher …“ und nicht „Der Fälscher …“ heißen müsste. Zwar erlaubt sich Capus hier mehr Introspektive in die handelnden Personen, am Ende erscheint es aber symptomatisch für die nur knapp dargestellte Reise Gilliérons, dass er früh un still im Schlaf verstirbt. Capus ist bekannt dafür, dass er historische Quellen akribisch auswertet und daraus seine Romane strickt. im vorliegenden Fall tritt er aus der Rolle des auktorialen Erzählers auch oft heraus und kommentiert die Quellenlage dieses oder jenes Sachverhalts. Dann fällt der Tonfall plötzlich in den Konjunktiv: „Hier könnten sie …“ - „Vielleicht dachte er …“ - „Genaueres ist nicht überliefert, möglicherweise …“ Dabei wird sich Capus etwas gedacht haben, es ist ihm gewiss nicht aus Versehen passiert, dass er die Romanfiktion mit diesen Einlassungen aufbricht - oder an anderen Stellen über die Gegenwart mancher Gegenstände im Jahr 2013 berichtet. es stört aber den Lesefluss, denn der Text scheint sich nicht entscheiden zu wollen, ob er Roman oder Dokumentation sein will. Mal lauscht der Leser den Dialogen der Figuren oder den Gedanken etwa Felix Blochs in einer schlaflosen Nacht, dann wiederum muss der Leser zur Kenntnis nehmen, dass über andere Momente keine Quellen existieren - etwa ob Block und Oppenheimer sich über Los Alamos noch einmal ausgesprochen haben. Oder der Konjunktiv springt ein und muss eine mögliche Erklärung, einen möglichen Handlungsfortgang im Ungefähren ausführen. Warum ist Capus an diesen Stellen nicht Romancier und füllt die Lücken der Überlieferung mit fiktionaler Erzählung? Warum spart er Reflexionen seiner Figuren gerade an den Stellen aus, an denen Brüche und Widersprüche in den Figuren auftauchen? Deshalb nämlich bleiben alle drei unnahbar. Das sind offene Fragen, die in guter Gesellschaft sind mit der Frage: Wieso stehen diese drei Geschichten beieinander? Gemeinsam haben die Lebensläufe lediglich die Anknüpfungen an die Schweiz und den gröblich gezimmerten Moment der Gleichzeitigkeit am Züricher Hauptbahnhof. Gemeinsam ist den Leben von Bloch, Laura und Gilliéron zwar auch, dass große Träume und Lebensentwürfe die Begegnung mit der Wirklichkeit nicht überstehen und dass schließlich immer alles anders kommt als gedacht. Aber das ist zu banal, um als Tertium comparationis ernst genommen werden zu können.Am Ende hat sich Capus‘ Buch nicht entscheiden können, was es sein wollte: Roman oder Dokumentation. Die Geschichten wirken, als hätten sie allein nicht für ein Buch gereicht; zusammen reichen sie aber auch nicht zum Roman. Das wird nicht dadurch gerettet, dass alles schön geschrieben ist und voller eleganter Sätze glänzt.

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  • Was wäre wenn....

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    queenbee_1611

    22. August 2016 um 17:44

    In diesem Buch werden 3 Lebensläufe erzählt, die sich in der Vorstellung des Autors ein einem Punkt gekreuzt haben. Dementsprechend lernen wir 3 Protagonisten kennen, deren Leben und Wirken uns in klangvoller Sprache näher gebracht werden. Einer der Protagonisten ist ein Physiker, hier geraten zwangsläufig Fachbegriffe in die Beschreibung des Wirkens, ebenso wirkt die Sprache bei der Schilderung des Physikers sachlicher und distanzierter als bei den anderen Figuren. Der Lebenslauf einer jungen Frau ist wiederum sehr einfühlsam beschrieben, mit vielen schönen Bildern und man hat den Eindruck, dass der Autor die größte Sympathie für diese Figur hatte. Mit den dritten Protagonisten befinden wir uns in Troja und auf Kreta bei Ausgrabungen in den jeweiligen Orten und erhalten dort einen Einblick in die Ausgrabungsarbeiten und auch davon, dass der Protagonist sehr viel Einfallsreichtum an den Tag legen kann. Ein mit sehr viel Zuneigung für die Figuren geschriebener Roman mit interessanten Einzelschicksalen. Im Endeffekt konnte mich jedoch der Plot um das Zusammentreffen der drei Figuren nicht so recht überzeugen. 

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  • Drei Lebensläufe

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Duffy

    12. May 2016 um 16:55

    Vom November 1924, wo sich zufällig drei Menschen am Züricher Bahnhof hätten begegnen können, bis zu deren Ableben beschreibt Capus drei verschiedene Lebensläufe. Die Frau, die gerne Sängerin geworden wäre aber Spionin wird, der pazifistische Junge, dessen Wunsch es war, Dinge zu erschaffen, die ohne besondere Funktion sind und der Kunststudent, der zum großen Fälscher architektonischer Artefakte wird. Die Drei treffen sich nie und stehen auch sonst in keinerlei Beziehung zueinander.Die Idee ist gut, die Ausführung leider langweilig, denn es passiert so gut wie nichts, was nicht in einen ganz normalen Lebenslauf passen könnte. Natürlich sind die Endpunkte außergewöhnlich, doch keinesfalls drängen sie sich auf. Der Leser wird im Erwartungsmodus gehalten, überspringt im Laufe des Buches ganze Absätze, wenn er nicht gerade ein Physik- oder Chemiefachmann ist. Das Ganze wirkt unter dem Strich zu eintönig, obwohl die Ansätze gut sind. In diesem Fall ist der Kunstgriff der ausbleibenden Interaktion fehl am Platze. Viel eher kann man sich vorstellen, dass die Lebensläufe einzeln als Buch und etwas ausführlicher sicher mehr Freude gemacht hätten. So aber kann man diesen Roman nur eingeschränkt empfehlen.

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  • Protagonisten des 20. Jahrhunderts

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    TochterAlice

    ...aber solche der ganz besonderen Art porträtiert Alex Capus in seinem neuen Roman mit dem etwas umständlichen Titel "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" : Alex Capus' neuer Roman ist ein ungewöhnliches Werk - er versucht sich hier quasi in einer Biographie gleich dreier realer Personen, die in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Rolle spielten: allen voran der Atomphysiker, Nobelpreisgewinner und Pazifist Felix Bloch, der gleichwohl an der Entwicklung der Atombombe, eines der größten Schrecken der Menschheit, beteiligt war, die Sängerin Laura d'Oriano, die durch Zufall zu einer ausgesprochen effizienten Spionin der Alliierten im 2. Weltkrieg wurde und ein tragisches Schicksal nahm sowie der Maler Emile Gilliéron, der bei den archäologischen Entdeckungen in Troja und vor allem in Knossos auf Kreta eine Rolle spielte. Biographien von Personen, aus denen Zufallsbekanntschaften hätten entstehen können und zwar im November 1924 in Zürich, wo sie theoretisch zur gleichen Zeit hätten den Hauptbahnhof passieren können - Felix und vor allem Laura damals noch ganz am Anfang des Lebens bzw. ihrer Lebensplanung, Emile ein Mann mitten im Leben, der auch schon etliche Lasten zu tragen hat. Aus diesem fiktiven möglichen Treffpunkt entwickelt Capus die weiteren Entwicklungen. Das Mädchen, das gerne allein in offenen Zügen träumt, der junge Mann, dessen Zukunft noch offen vor ihm liegt und der Kunstmaler, der schon auf Erlebtes zurückblickt, der mit Schliemann in Troja war. Die Geschichten spinnen sich weiter, nehmen ihren Lauf, Realität und Erzählkunst verweben sich zu einer dichten Geschichte. Für mich war Felix Blochs Geschichte das absolute Highlight und gab mir gleich Anlass, über die bahnbrechenden und leider sehr folgenreichen Entwicklungen der Atomphysik der 1940er Jahre zu rechererchieren. Der Part über Emile Gilliéron hingegen passte aus meiner Sicht nicht so ganz hinein und verlor sich im Laufe des Buches ein bisschen. Hier ist ein Meister am Werk und das merkt man gleich auf den ersten Seiten - meisterhaft die Sprache, die gründliche und phantasievolle Recherche, ja die ganze Komposition seiner Erzählung! Historische Häppchen der Extraklasse werden hier serviert, die sich zu einer Geschichte verdichten - man möchte zu gern erfahren, wie es weitergeht! Mir manchmal ein wenig zu dicht, zu konzentriert, ich liebe es, wenn ich beim Lesen zwischendurch etwas abschalten, entspannen, nachsinnen kann - das war hier nicht möglich, da hätte man den Faden verloren.Ein historischer Roman vom Feinsten, aber wirklich vom Allerfeinsten: das versprach Alex Capus' neuer Roman "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" zu werden, aus meiner Sicht sind es eher fiktive Biographien, die hier transportiert werden - sehr, sehr spannend und vielschichtig - vom Autor haben sie sicher jahrelange Recherchen abverlangt, vom Leser wird allerhöchste Konzentration verlangt - sonst versäumt man rasch Wesentliches. Capus' wunderbare Sprache, die ich bereits in früheren Werken, allen voran "Leon und Louise" genossen habe, macht auch dieses Buch zu einem Lesegenuss.

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  • Drei Leben

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    taigala

    20. September 2015 um 14:45

    Drei Leben, die sich zwischenzeitlich berühren oder berühren könnten.
    Drei Leben, die sehr unterschiedlich sind und doch jedes von den Lebensumständen (Krieg) mit beeinflusst sind. Drei Leben und die Weltgeschichte.
    Ich konnte dieses Buch kaum aus den Händen legen, es hat mir sehr gut gefallen!

  • Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Kleine8310

    04. February 2015 um 21:25

    "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" ist ein Roman des Autors Alex Capus. In dem Buch erzählt Alex Capus vom Leben dreier sehr unterschiedlicher Menschen in den Vorkriegs- und Kriegsjahren. Das Einzige, was diese Menschen (vielleicht) verbindet, ist eine mögliche Begegnung am Züricher Bahnhof im November 1924. Und die Tatsache, dass ihre Leben wohl anders verlaufen sind, als sie es sich damals im November 1924 erträumt hatten...    Protagonist Emil übernahm nach dem Tode seines Vaters dessen Geschäfte, er hat von ihm sein künstlerisches Talent geerbt und so übernahm er auch die Arbeit an einem großen archäologischen Werk.Protagonistin Laura, wollte nie in eine typische Rolle übernehmen und hatte nur eins im Sinn, das Singen. Und dann war da noch Felix, der zuerst, weil es sein Vater wollte, Maschinenbau studierte, dann aber zur Atomphysik wechselte. Bei allen drei Protagonisten gestalten sich die Lebenswege allerdings anders als gedacht und sie werden zu Berühmtheiten, obwohl das auf diesem Wege überhaupt nicht geplant war. Alex Capus beschreibt die Charaktere sehr detailliert und überzeugt durch seinen bildhaften und flüssig zu lesenden Schreibstil. Schön fand ich auch, dass auch auf die Familiengeschichten der drei Charaktere eingegangen wird und man ein bisschen was über ihr vorheriges Leben erfährt. Am meisten überzeugt hat mich aber die Beschreibung der historischen Bezüge. Alles in allem war das Buch spannend und interessant zu lesen.    "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" überzeugt durch eine spannende Handlung und sehr besondere Charaktere.

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  • Ein sprachliches Meisterwerk.

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    WinfriedStanzick

    14. January 2015 um 10:48

      Anfang November 1924: Ein 13jähriges Mädchen sitzt im Orient Express auf dem Treppchen des letzten Waggons und raucht. Ein junger Mann beobachtet die ein- und ausfahrenden Züge auf dem Züricher Hauptbahnhof und sieht sie, und vielleicht fällt der Blick eines Reisenden bei seiner Ausfahrt aus dem Bahnhof auf die beiden. Ein Zufall wäre es gewesen, denn alle drei sind einander in Zürich nie begegnet Die drei Menschen, die der Schriftsteller Alex Capus in seinem neuen Roman nun abwechselnd auf ihrem Lebensweg begleitet, könnten unterschiedlicher nicht sein und sind doch alle drei Kinder des 20. Jahrhunderts. Gut recherchiert und voller Empathie spürt Capus den wechselnden Lebenslinien der drei Menschen nach und den ungewöhnlichen Wendungen, die ihr Leben, verursacht durch die zeitlichen Umstände und die Politik, nimmt. Da ist der jüdische Student der Atomphysik Felix Bloch, der bei Heisenberg in Leipzig studiert, 1933 vor den Nazis flieht, an der Regimetreue seiner Lehrer und Studienkollegen(u.a. Weizsäcker) fast verzweifelt und schließlich zusammen mit Dutzenden von anderen namhaften Wissenschaftlern in Los Alamos beim Atombombenprojekt von Robert Oppenheimer mitarbeitet. Die zweite in der Reihe der Protagonisten ist eben jenes Mädchen, das 1924 im Orient-Express auf dem Treppchen des letzten Waggons saß und sich ins Leben träumte. Laura d`Oriano, selbst Tochter einer Musikerin, versucht sich immer wieder als Sängerin, doch ihr Talent bleibt beschränkt. Sie heiratet einen lieben Mann, bringt zwei Töchter zur Welt und flieht doch bald vor der muffigen Enge des Schweizer Bodenseedorfs Bottighofen wieder nach Südfrankreich, wo sie sich mit wechselnden Engagements über Wasser hält. Bevor sie etwa 1940 vom Geheimdienst als Spionin angeheuert wird, weil sie gelernt hat, mit den Seeleuten aller Nationen schnell in Kontakt zu kommen. Auch mit den deutschen und italienischen Besatzungen, die von Südfrankreich aus in den Seekrieg in den Atlantik auslaufen. Sie wird später die einzige Frau sein, die je in Italien hingerichtet wurde. Und da ist der Kunststudent Emile Gillieron, dessen Vater schon Heinrich Schliemann in Griechenland geholfen hat, mit beeindruckenden Fälschungen und Kopien dessen Weltruhm und Reichtum zu begründen. Er folgt seinem Vater und wird ein Meister der Fälschung, was später die Archäologen vor Probleme stellt. Capus weist darauf hin, dass heutige Restaurateure vor dem Dilemma stehen, sich in ihrer wissenschaftlichen Korrektheit zwischen den wenigen neolithischen Fragmenten und Gillierons Werk entscheiden müssen, das von der Kunst des Art déco der späten 20er Jahre inspiriert und mit Stahlbeton befestigt wurde. Capus folgt, meisterhaft recherchiert, den Lebensläufen seiner drei Helden, die alle drei durch die politischen und gesellschaftliche Umstände gezwungen wurden, von ihren Träumen und Hoffnungen Abschied zu nehmen, etwas ganz Neues zu wagen und jeder für sich selbst in der offensichtlichen Niederlage doch zu gewinnen. Mit literarischer Fantasie, mit einem faszinierenden Spiel mit Fakten und Fiktion setzt Alex Capus mit einer wunderbaren Sprache, der ich bald regelrecht verfallen war, ob ihrer Schönheit und Grazie, die wenigen durch Recherche zu ermittelnden Bruchstücke dreier Leben zusammen. "Des Menschen Wissen ist immer lückenhaft, das ist unser Schicksal. Nur deshalb tragen wir letztlich Glaube, Liebe und Hoffnung in unseren Herzen – damit wir die Bruchstücke unseres Wissens in Beziehung zueinander bringen und daran glauben können, dass das alles hienieden einen Sinn hat." Ein sprachliches Meisterwerk.

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  • Drei Lebenswege

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    haubentaucher101

    26. December 2014 um 22:13

    In seinem Buch berichtet Alex Capus vom Leben dreier sehr unterschiedlicher Menschen in den Vorkriegs- und Kriegsjahren. Das Einzige, was diese Menschen (vielleicht) verbindet, ist eine mögliche Begegnung am Züricher Bahnhof im November 1924. Und die Tatsache, dass ihre Leben wohl anders verlaufen sind, als sie es sich damals im November 1924 erträumt haben mögen. Zu Beginn des Buches werden ausführlich die drei Personen, deren Leben Gegenstand des Buches ist, vorgestellt. Da ist zum einen die damals 13jährige Laura d’Oriano, die mit ihren Eltern im Orient Express unterwegs war. Sie träumte davon Sängerin zu werden, aber eine bessere als ihre Mutter. Eine, die nicht ihre körperlichen Reize einsetzen muss, um Erfolg zu haben. Die zweite (und für mich interessanteste) Hauptfigur ist der damals 19jährige Felix Bloch, der am Züricher Bahnhof darüber grübelt, was er studieren soll. Sein Vater rät zu Maschinenbau, aber viel lieber würde er etwas „ganz und gar Nutzloses“ studieren. Auch, um nicht Teil dieser kriegerischen Maschinerie zu werden, die über Europa rollt und von der die Zeitungen berichten. Der dritte Protagonist schließlich ist der Maler Emile Gilliereon, der auf den Weg an den Genfer See, der Heimat seines Vater ist, um dort dessen Asche zu bestatten. Er ist, wie sein (gleichnamiger) Vater Zeichner und beide waren für berühmte Archäologen der damaligen Zeit tätig, der Vater für Heinrich Schliemann und der Sohn für Arthur Evans, der die Ausgrabungen in Knossos geleitet hat. Im Laufe des Buches beschreibt der Autor bzw. der Erzähler jeweils wechselnd den Verlauf des Lebens dieser drei oder eigentlich vier Menschen (da auch ausführlich der Vater von Emile Gillieron dargstellt wird). Er erzählt von Felix, der zunächst dem Wunsch des Vaters folgt und Maschinenbau studiert, aber sich schließlich mit großer Begeisterung der Atomphysik zuwendet. Er berichtet von Laura, die ihre Gesangskarriere nach einem kurzen Paris-Aufenthalt zunächst abbricht und erst später wieder zum Broterwerb aufnimmt. Und er folgt den Spuren von Emile, der scheinbar wie selbstverständlich dem Vorbild seines Vaters folgt und eine Karriere als Zeichner für archäologische Funde beginnt, aber es bei seinen Zeichnungen mit der Wirklichkeit nicht so genau nimmt. Ich möchte nicht alle Details und Überraschungen der Lebenswege vorwegnehmen, aber wie bereits der Buchtitel verrät, gibt es im Leben aller drei Menschen schicksalshafte Brüche. Laura wird, nachdem sie wegen einer scheinbaren Trivialität ihre Familie (den Mann und zwei Töchter) in der Schweiz zurücklässt, scheinbar zufällig zur Spionin. Und Felix, der wegen seiner jüdischen Wurzeln in die USA übersiedelt, arbeitet schließlich am Bau der Atombombe in Los Alamos mit. Und Emile? Er wird im Buch als „größter Kunstfälscher“ aller Zeiten beschrieben, aber ist für mich die Figur, die am ehesten dem vorbestimmten Lebensweg folgt. Damit komme ich auch zum einzigen Kritikpunkt an dem insgesamt fabelhaften Buch: für mich „passt“ der Maler nicht so recht zu den anderen beiden Personen. Während ich bei Laura und Felix – trotz aller Unterschiede – gewisse Parallelen sehen kann (beide verändern mehrfach ihr Lebensumfeld und für beide hat der Ausbruch des zweiten Weltkrieges entscheidenden Einfluss auf den Verlauf ihres Lebens), läuft Emile für mich eher „nebenher“. Das mag aber auch daran liegen, dass mein Interesse für Physik deutlich größer ist, als das für Archäologie. In jedem Fall bin ich Alex Capus sehr dankbar dafür, dass er mich mit seinem relativ kurzen (ca. 280 Seiten) Buch mitgenommen hat, in das Leben dieser drei Menschen. Und dass er sehr detailreich die damalige Zeit und verschiedene geschichtliche Ereignisse beschreibt. Dadurch wird das Buch für mich auch zu einer Art „lebendigen Geschichtsbuch“. Mehr als einmal möchte ich nachlesen, was genau die Hintergründe bestimmter Ereignisse, die im Buch angedeutet werden, waren. Die Sprache des Buches ist sehr angenehm zu lesen, ein Erzählton, der den Leser eben mitnimmt in die damalige Zeit. Was mir allerdings aufgefallen ist: das Buch konzentriert sich auf die Beschreibung der äußeren Lebensereignisse, Gedanken und Gefühle der Protagonisten spielen eine relativ geringe Rolle. Und auch die Beziehungen zu anderen Menschen werden nur am Rande erwähnt, so dass ich manchmal den Eindruck habe, die Personen wären relativ „beziehungslos“. Aber dadurch kommt für mich auch ein Hauptgedanke, dass das Leben entscheidend von äußeren Geschehnissen und Zufällen beeinflusst wird, umso deutlicher zum Ausdruck. Nach der Lektüre bin ich mir recht sicher, dass ich auch noch andere Bücher von Capus lesen möchte und noch mehr über die für mich spannendste Person, den Physiker Felix Block, erfahren möchte.

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  • Rezension zu "Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer"

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    littleowl

    Dieser Roman erzählt die Geschichte von drei historischen Persönlichkeiten, die sich zu genau einem Zeitpunkt, 1924 am Züricher Bahnhof, treffen können hätten. Zum einen Laura d'Oriano, die eine große Sängerin werden möchte, aber nie über Auftritte in Nachtcafes hinauskommt. Als Hausfrau und Mutter ist sie später so unglücklich, dass sie ihre Familie verlässt und schließlich als Spionin in Italien endet. Emilie Gillieron dagegen macht sein größtes Talent, das Malen, erfolgreich zu Geld und wird Kunstfälscher. Mit Schliemann reist er nach Griechenland und hübscht die Ausgrabungsergebnisse nach dessen Wünschen auf. Sein ebenso begabter Sohn tritt in seine Fußstapfen, aber eine neue Generation von Archäologen verdirbt ihm das Geschäft. Felix Bloch strebt eigentlich nicht nach Höherem, als Jugendlicher schwört er sich, einer ganz und gar friedlichen Tätigkeit nachzugehen. Doch ehe er sich versieht ist er ein gefeierter Physiker und hilft mit beim Bau der Atombombe. Aus zwei Gründen habe ich mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Erstens war ich absolut begeistert von "Leon und Louise", einem anderen Roman von Capus. Daher war ich mir sicher, dass mich der Autor auch diesmal nicht enttäuschen würde. Zweitens hat mich die Inhaltsangabe sofort angesprochen. Es ist doch ein faszinierendes Gedankenspiel, dass ganz unterschiedliche historische Figuren sich zufällig getroffen haben könnten. Wie schon bei "Leon und Louise" ist mir auch hier wieder der Schreibstil positiv aufgefallen. Alex Capus hat einfach eine ganz wunderbare, unverwechselbare Art zu Schreiben. Ich glaube, das Wort "leichtfüßig" beschreibt es am besten. Alles ist irgendwie poetisch, ohne blumig zu sein. Außerdem schafft er es, komplexe Empfindungen mit ganz wenigen Worten so gut zusammenzufassen, dass man sie perfekt nachvollziehen kann. Langweile kommt dabei nie auf, der Roman ist ganz leicht und flüssig zu lesen. Die historischen Tatsachen sind bis ins allerkleinste Detail sehr genau recherchiert. Beim Lesen kann man nur erahnen, mit welchem Eifer der Autor sich in die Nachforschungen gestürzt hat. Große historische Ereignisse wie der aufkommende Nationalsozialismus werden elegant und meistens eher nebenbei eingebaut. Hier zeichnet Capus wieder mit wenigen Sätzen ein sehr anschauliches Bild. Die drei Protagonisten Laura, Emile und Felix schließt man schnell ins Herz. Wir verfolgen ihren gesamten Lebensweg von der Geburt bis zum Tod, lernen sie also sehr gut kennen. Dank diesem umfangreichen Hintergundwissen werden auch die Lebensentscheidungen verständlich, die auf den ersten Blick absurd wirken. Ein toller Roman über jugendliche Vorsätze und darüber, wie weit wir uns mitunter von ihnen entfernen.

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    • 2
  • Historische Figuren, ganz privat!

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    RubyKairo

    Drei historische Figuren, die sich 1924 am züricher Bahnhof hätten treffen können sind im Mittelpunkt des neuen Romans von Capus. Felix Bloch, Pazifist, wird Bombenbauer, Laura D´Oriano, träumt von einer Sängerkarriere und wird Spionin und Emile Gillieron, genialer Maler wird Begleiter von Schliemann und einer der größten Kopisten und Fälscher der Kunstgeschichte. Capus ist wie immer ein großartiger Erzähler. Er ist zweifellos einer der begnadetesten Erzähler unserer Zeit. Seine Sprache zieht den Leser in seine Geschichten hinein, wie es wenige andere Autoren vermögen. Die Charakterstudien, die er sich diesmal vorgenommen hat, basieren auf wahren Persönlichkeiten. Das macht auch den Reiz dieses Buchs aus, denn man greift zwangsläufig zum Lexikon, um mehr über diese Personen zu erfahren. Die Geschichte an sich bleibt dabei leider etwas dürftig, aber das macht fast gar nichts. Es ist einfach ein solches Vergnügen, Capus zu lesen, dass der Plot beinah zur Nebensache wird. Er schafft es wunderbar uns für seine Figuren einzunehmen. Man lebt mit ihnen und teilt Freud und Leid. Wunderbar! Eine Biographie ist eine Biographie. Hier sind es gleich drei, was für mich auch den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Ein toller Roman und gleichzeitig gut recherchierte, wahre Lebensgeschichten. Alle Bücher von Herrn Capus sind lesenswert !

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    • 2

    BrittaRoeder

    04. October 2014 um 20:45
  • Drei Lebenswege - poetisch und elegant erzählt

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Magalie

    Leichtfüßig, poetisch und sehr elegant – so schildert Alex Capus, Autor des Bestsellers Léon und Louise, in seinem neuen Roman Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer die Lebensläufe dreier Menschen. Während doch in vielen Geschichten die verschiedenen Erzählstränge zum Ende hin zusammenführen, so ist es in diesem Fall genau umgekehrt: Alles beginnt im Jahr 1924 am Hauptbahnhof Zürich. Hier hätten sich die Wege von Felix, Laura und Emile kreuzen können, so wie die Schienen aus allen Teilen des Landes an dieser Stelle zusammenlaufen. Und obwohl der Leser davon träumen mag, was wohl geschehen wäre, wenn… die drei Protagonisten schlagen doch ganz unterschiedliche Richtungen ein und werden sich nie wieder begegnen. Der friedliebende Felix Bloch, der sich doch nie in den Dienst des Krieges stellen wollte, bricht sein Maschinenbaustudium ab und wechselt zur Atomphysik. Nach vielen Forschungsjahren steht er vor der schwierigen Entscheidung, ob er sich am Bau der Atombombe beteiligen soll. Die durch das Nomadenleben ihrer Künstlerfamilie weltgewandte Laura d` Oriano möchte sich als Sängerin ausdrücken. Da ihre Stimmbegabung für die erträumte Karriere nicht ausreicht, endet sie über Umwege als Spionin. Emile Gilliéron, der das Zeichentalent seines Vaters geerbt hat, tritt in dessen Fußstapfen: Bei der Restaurierung archäologischer Funde überschreitet er die Grenzen zwischen Archäologie und Kunst, Original und Fälschung. Felix, Laura und Emile sind keine fiktiven Helden: Genau recherchierte Fakten vermischen sich in diesem Roman mit der Erzählpoesie des Autors. Es sind drei hinreißend erzählte Geschichten über Lebenswege vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des 20. Jahrhunderts. Über drei Menschen, von denen viele von uns ohne Capus sicher nie erfahren hätten. Und das wäre sehr schade gewesen. Wie schön, dass ich Euch kennenlernen durfte, Felix, Laura, Emile.

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    • 2
  • An einem Novembertag 1924

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. September 2014 um 16:09

    November 1924 Ein kleines 13-jähriges Mädchen sitzt mit ihrer Familie in einem Wagen des Orient-Expresses .In ihrer Hand eine Zigarette und in ihrem Kopf ein Traum , der Traum Sängerin zuwerden ! Zur gleichen Zeit ein Junge sitzt zwischen den Gleisen auf auf der Laderampe eines Güterschuppens und macht sich Gedanken über seine Zukunft . Sein Vater möchte , dass er Maschinenbau studiert , doch er möchte keinen Maschinen dienen die Menschen töten , wird er sich seinem Vater widersetzten ? Zwischen ihm und dem Mädchen liegt nur ein kleines Winken und doch scheinen die beiden irgendetwas ineinander zusehen ,. Werden sie sich jemals wiederfinden?? Genf in einem Abteil erster Klasse sitzt der Maler Emile Gilliéron , er muss in seine alte Heimat am Genfersee , dort wird sein Vater bestattet , dieser war ebenfalls ein begnadeter Kunstmaler . Er ist ein schöner Mann im besten Alter ..., hat er das Mädchen und den Jungen bei der Ausfahrt aus dem Zürcher Hauptbahnhof gesehen ? Alle sind durch einen kurzen Moment miteinander verbunden . Wie wird die Geschichte um die Drei weiter gehen und ist ihre Zukunft miteinander verbunden ?? Die Geschichte , wird aus der Sicht eines "allwissenden" Ich-Erzählers beschrieben , der dem Leser die Gefühle und Ängste der Protagonisten näher bringt . Eine einfühlsame Geschichte , über 3 junge Leute , die alle einen Traum haben .... Toller flüssiger Schreibstil und eine Geschichte die Lust auf mehr macht !!!!

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  • Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Thesan

    Klappentext: Felix, Laura und Emile: Ein Jüngling träumt vom Weltfrieden und wird zum Bombenbauer. Ein Mädchen will Sängerin werden und endet als Spionin. Ein Kunststudent geht nach Troja und wird zum größten Fälscher aller Zeiten. Drei Helden wider Willen, die in ihren Niederlagen triumphieren und auf Abwegen das Glück finden. Meine Meinung: Alex Capus beschreibt diese drei Personen so überaus gut, dass man sie fast vor sich sieht. Man erlebt, wie die drei sich entwickeln, wie sie langsam aber sicher zu ihrer vorbestimmten Geschichte kommen. Ich konnte mich kaum von dem Buch losreißen und finde es wirklich fabelhaft.

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    • 2

    Arun

    17. May 2014 um 11:44
  • Bleibt hinter meinen Erwartungen zurück

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    suse9

    Gefällt einem ein Buch eines Autoren, dann erwartet man natürlich von dem Nachfolgeroman ein ebensolches Lesevergnügen. Deshalb waren meine Ansprüche an „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ auch hoch, konnte ich mich doch noch gut an das wohlige Gefühl erinnern, welches der umarmende Schreibstil des Autors von „Leon und Louise“ in mir auslöste. Die ersten Seiten versprachen dann auch eine interessante Handlung, verpackt in Worte, die mir gefielen und sich angenehm lesen ließen. Laura d`Oriano, die angehende Sängerin, Emile Gilliéron, der Kunststudent und der friedliche Felix Bloch haben nichts miteinander gemeinsam. Sie alle jedoch könnten sich an einem Tag im November 1924 auf dem Hauptbahnhof in Zürich getroffen haben. Dies zumindestens stellt der Autor in den Raum und spinnt den Faden weiter. Er lässt uns träumen, dass sich die Lebenswege der drei Protagonisten kurz gekreuzt haben könnten. Ein kurzer Blick, ein schneller Gruß, ein flüchtiger Gedanke und schon geht jeder wieder seiner Wege. Ob und wann sich die Drei wiedersehen werden, bleibt abzuwarten und Alex Capus versteht es hervorragend, den Leser neugierig zu machen. Gerne ließ ich mich auf die Geschichte ein und folgte Laura, Felix und Emile auf ihren Lebenswegen. Da ich im Vorfeld nie die Inhaltsangabe eines Buches lese, weil immer schon viel zu viel verraten wird, war ich dann im Weiteren auch überrascht, dass der Roman eine ganz andere Richtung einschlug, als ich erwartete. Weder hatte ich von einem der Protagonisten schon gehört noch war mir klar, dass sich Capus daran gemacht hatte, deren Biografien aufzuschreiben. Nun liegt der Fall allerdings so, dass ich nicht sehr gerne Biografien lese, sondern die Romanform bevorzuge. Man kann zwar nicht davon sprechen, dass „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ ein Sachbuch an sich ist und Capus versteht es auch geschickt, fiktives mit historisch Belegtem zu verbinden, aber dennoch langweilten mich die technischen Probleme, die Bloch zu lösen hatte, zunehmend. Auch konnte ich mich nicht völlig in das Leben von Gilliéron hineindenken, obwohl es schon interessant war zu lesen, wie leicht sich die Welt blenden lässt. Auch Lauras Welt war nicht so ganz für mich nachvollziehbar. Sicher ist es nicht dem Autor anzulasten, dass ich mit Biografien nichts anzufangen weiß und lieber mit einer richtigen Handlung, die wörtliche Rede enthält, Spannung aufbaut, Bilder vor meinen Augen entstehen lässt, in das Leben eines Protagonisten eintauche. Aber dies ist ja meine Rezension und ich war nun einmal enttäuscht von dem Buch. Sei es nun, weil ich mit falschen Vorstellungen herangegangen bin oder der Spannungsbogen nicht bis zum Schluss gehalten werden konnte, mir gefiel das Buch nicht. Die Themen interessierten mich nicht und ob sie alle drei Helden waren? Nun, da gäbe es sicher noch viel Diskussionsstoff. Allerdings ist die Aufmachung des Buches sehr schön. Sowohl der Schutzumschlag als auch der Buchrücken sind von sehr guter Qualität. Auch der Schreibstil von Alex Capus kann verzaubern und jeder, der Biografien mag, wird sicher Freude beim Lesen haben. Nur leider gehöre ich nicht dazu.

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    • 3

    Arun

    04. May 2014 um 12:21
  • Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

    Solengelen

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer  Als ich das Buchcover und den Titel entdeckt habe, war meine Neugier geweckt. Drei ganz unterschiedliche Menschen begegnen sich fast, kurz, beinah, auf dem Hauptbahnhof Zürich. Jeder geht von da aus seinen Weg. Einen Weg mit Höhen und Tiefen. Ein Jüngling der zum Bombenbauer wird, eine Sängerin wird zur Spionin und ein Kunststudent wird zum Fälscher. Die so unterschiedlichen Charaktere sind so bildlich dargestellt, dass man glauben könnte, dass eine wahre Geschichte erzählt wird. Man taucht völlig in die Geschichte ein. Ich will hier nicht mehr von der Handlung erzählen, man muss es einfach selbst "erleben".  Dem Autor ist ein wunderbares Werk gelungen, das man noch lange in Erinnerung behält, ja sicher nach einiger Zeit erneut liest. Dieses Buch kann ich nur wärmsten weiterempfehlen.   

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    • 2

    Arun

    25. March 2014 um 08:21
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