Alex Capus Léon und Louise

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Inhaltsangabe zu „Léon und Louise“ von Alex Capus

Der Bestseller jetzt im Großdruck

Zwei junge Menschen verlieben sich, aber der Krieg reißt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste – dann trennt sie ein Fliegerangriff. Lange halten sie einander für tot. Bis sie sich 1928 in der Pariser Métro zufällig wiederbegegnen.

Mag eigentlich keine Liebesgeschichten. Aber diese ist überzeugend unsentimental.

— alasca

Hat mich nicht ganz so sehr von den Socken gehauen, wie ich erwartet hatte, hat mir beim Lesen aber dennoch sehr viel Freude bereitet.

— wortkulisse

Hach, ich mag dieses Buch total.

— lui_1907

Der Roman zeigt auf: Liebe währt ewig! Ein Meisterwerk von Alex Capus, einem meiner Lieblingsautoren aus der Schweiz.

— AnneEstermann

Eine wunderbare Geschichte die sich beschwingt hinwegliest

— Argentumverde

Ein wunderbares Buch über eine nie vergessene Liebe!

— Maeusekind

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  • Léon und Louise - Alex Capus

    Léon und Louise

    wortkulisse

    22. July 2017 um 14:56

    „Léon und Louise“ ist nach „Das Leben ist gut“ das zweite Buch, das ich von dem Schweizer Schriftsteller Alex Capus gelesen habe. Wie ich letzte Woche hier bereits schrieb, bin ich kein großer Liebesroman-Leser. „Léon und Louise“ habe ich dennoch sehr gemocht, nicht nur wegen der bezaubernden Louise, sondern auch aufgrund der Einbettung der Liebesbeziehung in die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts.Léon ist 17 Jahre alt, als er 1918 von Zuhause auszieht und in Saint-Luc-sur-Marne eine Stelle als Morseassistent annimmt. Dort trifft er zum ersten Mal auf Louise, eine junge Frau in gepunkteter Bluse, die ihn mit ihrem quietschenden Fahrrad überholt. Auch wenn sich Louise vorerst den Avancen Léons entzieht, stimmt sie schließlich einem Wochenendausflug ans Meer zu. Viel Zeit ist ihnen jedoch nicht vergönnt: Als sie sich gemeinsam auf den Rückweg machen, geraten sie in einen Bombenangriff. Léon wird schwer verletzt gefunden, aber Louise ist spurlos verschwunden. Jeder glaubt, dass sie bei dem Angriff gestorben ist. Bis Léon und Louise zehn Jahre später in der Pariser Métro erneut aufeinander treffen.„DICH KENNE ICH“, SAGTE SIE, „ABER WOHER?“ IHRE STIMME WAR NOCH BEZAUBERNDER, ALS LÉON SIE IN ERINNERUNG GEHABT HATTE. „VON DER LANDSTRASSE“, SAGTE ER. „SIE HABEN MICH AUF DEM FAHRRAD ÜBERHOLT. ZWEIMAL.“ – S 44Alex Capus hat eine wunderbare Art seine Geschichten zu erzählen und Figuren zum Leben zu erwecken. So einige Textstellen sprühen förmlich vor Humor, ohne die Geschichte albern wirken zu lassen. Das macht das Lesen seiner Bücher zu einem angenehmen Erlebnis. Gefallen hat mir außerdem, dass der Romans in Frankreich spielt und ich als Leserin insbesondere den zweiten Weltkrieg von einer neuen Perspektive aus betrachten konnte. Das Besondere an der Liebesgeschichte zwischen Léon und Louise ist deren Einbettung in die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges. So unterschiedlich wie Léon und Louise sind, ist auch deren Umgang mit dem zweiten Weltkrieg. Während Léon gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern in Paris bleibt und weiterhin seiner Arbeit nachgeht, verlässt Louise Frankreich und kehrt erst nach der Zurückeroberung Paris‘ durch die Forces Françaises Libres zurück. Während der Zeit ihres durch die Arbeit bedingten Exils erfahren die Leser nur durch gelegentliche Briefe an Léon, was in ihrem Leben passiert.ERST JETZT, DA EIN PAAR TAUSEND KILOMETER DISTANZ UNS VOR HEIMLICHKEITEN, LÜGEN UND NIEDERTRACHT BEWAHREN UND WIR EINANDER MIT GROSSER SICHERHEIT LANGE ZEIT NICHT MEHR SEHEN WERDEN, ERST JETZT FÜHLE ICH MICH DIR WIEDER GANZ NAH. – S. 190Louise ist eine außergewöhnliche Frau: Sie ist selbstbewusst, realistisch, schlagfertig und emanzipiert. Sie ist diejenige, die in meinen Augen die Liebesgeschichte zu etwas Besonderem macht, denn sie ermöglicht, dass sich beide Partner auf Augenhöhe begegnen. Neckereien und kleine Spötteleien frischen die Beziehung der beiden auf. So sehr wie ich Louise geliebt habe, so fern blieb mir Léon als Charakter. Er ist besonders als erwachsener Mann recht farblos. Dadurch wird die Geschichte, wenn Louise nicht mehr in Paris ist und der Fokus fast ausschließlich auf Léon liegt langatmiger. In diesem Teil des Romans wird vor allem der Umgang Léons mit dem nationalsozialistischen Regime in Paris dargestellt. Er ist zwar kein großer Aufwiegler, verweigert seine Arbeit nicht und verlässt nicht das Land, aber er sabotiert seine Arbeit durch Unsauberkeiten. Das bleibt natürlich nicht unbemerkt und die schon bald einsetzenden subtilen Drohungen des Vorgesetzten zeigen, wie schwer es gewesen sein muss, sich in dieser Zeit gegen die Nationalsozialisten aufzulehnen.Merkwürdig fand ich unterdessen Yvonne, die Frau Léons. Sie ist ein farbloser Charakter, der zu wenig Tiefe besitzt. Sie war in meinen Augen hauptsächlich ein Mittel zum Zweck, der Sündenbock, um begründen zu können, warum es okay ist, wenn Léon nicht treu ist. Das finde ich sehr schade, denn gerade eine authentischere Spannung in der Ehe hätte den Roman noch besser gemacht.„Léon und Louise“ ist ein süßer und gleichzeitig tiefgründiger Roman, in dem Alex Capus ohne Kitsch, dafür aber mit einer guten Prise Humor die Liebesgeschichte zweier Menschen erzählt. Die Einbettung dieser in den Hintergrund des ersten und zweiten Weltkrieges und Louise machen die Geschichte zu etwas Besonderem. Der Roman hat mich nicht ganz so sehr von den Socken gehauen, wie ich es erwartet hatte, hat mir beim Lesen aber dennoch sehr viel Freude bereitet.Weitere Rezensionen von mir findest du auf Wortkulisse.net

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  • Alte Liebe rostet nie

    Léon und Louise

    Maeusekind

    20. November 2016 um 18:46

    Bei "Léon und Louise" handelt es sich nicht nur um Kriegsliteratur, sondern auch davon, die große Liebe des Lebens zu finden, sie wieder zu verlieren und in dem Bewusstsein zu leben, nebeneinander her zu existieren. Klingt total nach Klischee und Schnulze? Ist es grundsätzlich auch. Das Buch redet auch gar nicht groß um den heißen Brei herum, sondern macht von vorn herein deutlich, dass es eine Liebesgeschichte nach allen Möglichkeiten der Kunst werden wird.Dabei ist es gar nicht so klischeehaft wie vermutet, denn es wird nicht großartig rumgeschmachet, wie man es von klassischen Schnulzen kennt, vielmehr wird die Liebe (insofern das überhaupt möglich ist) relativ rational betrachtet und melodramatische Textabschnitte keck unterbrochen. Obwohl das Buch eine Zeitspanne von über 30 jahren behandelt und die Charakteristika des 20. Jahrhunderts sehr gut einfängt, wird der Leser von keiner Informationsflut erschlagen und kommt schnell im Lesen voran. Hauptthema bleibt immer noch die nie versiegende Liebe zwischen Léon und Louise; die Kriege und deren Umstände bilden lediglich die Rahmenbedingungen, die die Geschichte abrunden. Gegen den normkonformen und stillen Léon wirkt die freche Louise, die ständig mit ihren eigenen Vorsätzen bricht wie eine frische Brise, die buchstäblich Schwung in die Bude bringt. Léon ist dagegen ein sehr ernsthafter Charakter, der seine Versprechen ernst nimmt und seine Aufgabe im Leben kennt. Erzählt wird die Geschichte von Léons Urenkel, der nach der Beerdigung seines Großvaters, bei der Louise plötzlich erscheint, die Notwendigkeit sieht, von der großen Liebe seines Urgroßvaters zu erzählen.Die Handung ist nicht sonderlich spannend und die geschichtlichen Rahmenbedingen plätschern im Hintergrund eigentlich nur so vor sich hin. Trotzdem oder gerade deswegen muss ich sagen, dass die Geschichte einfach nur schön ist. Aufgrund dieser "Unaufgeregtheit" strahlt die Geschcihte eine entspannende Ruhe aus. Man kann die Ereignisse nicht ändern, das Leben der Protagonisten ist gelebt und wird uns Lesern nach dessen Ableben weitergegeben. Die Geschichte steht und wirkt für sich und der Leser kann sie so lesen und verstehen, wie er sie zu lesen und zu verstehen gedenkt. Nicht umsonst für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert, erzählt dieses Buch still und leise die wunderschöne Geschichte von der Macht einer nie versiegenden Liebe, die Jahrzente und Kriege überdauert und am Ende doch gewinnt. Wohl möglich ging es so wie Léon und Louise tausenden von Menschen und ist gerade aus diesem Grund so berührend und realistisch.

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  • Mehr als nur eine Liebsgeschichte

    Léon und Louise

    Argentumverde

    16. November 2016 um 22:25

    Der Leser begleitet Leon durch sein gesamtes Leben. Den jungen Leon in der beginnenden Kriegszeit lernt er als Träumer kennen der unbekümmert in den Tag lebt. Er begleitet ihn auf seinem recht ungewöhnlichen Werdegang und lernt mit ihm gemeinsam Louise kennen. Den erwachsenen Mann begleitet er durch Paris während der Hauptkriegsjahre und begegnet mit ihm zusammen eben jener Louise wieder, die ihn als Jugendlichen so gefesselt hat. Die Geschichte wird leicht und beschwingt erzählt, trotz vieler widriger Umstände in ihren Leben, sind beide Protagonisten immer wieder positiv und lebensfroh. Capus gelingt eine Leichtigkeit in seinem Schreibstil, die den Leser gar nicht merken lässt wie die Zeit beim Lesen verrinnt. Verpackt in einer Liebesgeschichte über zwei ganze Menschenleben erzählt der Autor gleichzeitig von Frankreich in den Jahren des 2ten Weltkrieges und gibt ein starkes Bild von Menschen wieder, die sich mutig und intelligent ihren Weg suchen. Ein absolut lesenswertes Buch, das viel mehr ist als nur eine einfache Liebesgeschichte, es ist eine ganze Liebeserklärung an das Leben und auch an die Menschen selbst.

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  • leicht zu lesende Kost mit hohem Nährwert

    Léon und Louise

    Rumbuddel

    21. April 2016 um 20:23

    Capus hat einen Stil, den ich als beschwingt bezeichnen möchte. Man kommt mühelos vorwärts, trotzdem darf man sehr gehaltvolle Sätze genießen, die unverkrampft dargeboten werden. Als Liebesgeschichte wahrscheinlich tatsächlich ungewöhnlich, aber man muß es gar nicht als Liebesgeschichte lesen, sondern hat die Freiheit, sich was auszusuchen. Bislang kannte ich Capus eher als Übersetzer von "Die Verschwörung der Idioten", den Schriftsteller möchte ich gerne noch näher kennenlernen.

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  • Alex Capus - Léon und Louise

    Léon und Louise

    Aoibheann

    10. April 2016 um 10:50

    "Léon und Louise" ist mein erstes Buch dieses Autors und da ich nahezu nur Positives dazu gehört habe, war ich natürlich sehr gespannt darauf.Jeder, der es bereits gelesen hatte, schwärmte mir von dieser Liebesgeschichte vor. Da wurde es nun aber wirklich Zeit das Buch aus dem SUB zu fischen!Es wurde den Lobeshymnen teilweise gerecht aus meiner Sicht. Sprachlich und vom Schreibstil gesehen fand ich es einfach wunderbar. Alex Capus hat eine tolle Art (s)eine Geschichte zu erzählen. Und auch während der ersten Kapitel war ich ganz verliebt in das Buch. Die Art, wie beide sich einander annähern, wie sie sich mit Wortgeplänkeln necken und ihre Gegensätzlichkeiten mit kleinen Spötteleien akzeptieren hat mir sehr gut gefallen.Lediglich ab dem Punkt des Wiedersehens nach über 10 Jahren hatte ich dann teilweise den Eindruck, ein anderes Buch zu lesen. Die jeweiligen Zeitsprünge haben mich nicht weiter gestört, aber der erwachsene Lèon, der Mann, zu dem er geworden war - der blieb mir immer distanziert, leider auch sehr farblos. Von Louise erfährt man außer in ihren Briefen so gut wie nichts. Gut, ich weiß, dass dies der Kern der unerreichbaren Liebe zwischen den beiden ist. Dennoch war mir Sprung zwischen beiden als Jugendliche und dann als Erwachsene einfach zu weit."Léon und Louise" konnte mich zwar nicht so aus den Socken hauen, wie mir prophezeit wurde, es hinterlässt aber einen insgesamt sehr positiven Eindruck bei mir und hat mir eine wirklich schöne Lesezeit beschert.

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  • Eine ganz und gar ungewöhnliche Liebe

    Léon und Louise

    Janine2610

    Worum geht's? Eine erheiternde erste Begegnung zwischen Léon Le Gall und Louise Janvier findet während dem ersten Weltkrieg statt. Es ist Louise, die Frau mit der gepunkteten Bluse auf dem quietschenden Fahrrad, die Léon seit ihrer ersten Begegnung nicht mehr aus dem Kopf geht. Und obwohl Louise erst nicht auf Léons Bitten, sich mit ihm zu treffen, eingeht, entschließt sie sich schlussendlich doch kurzerhand dazu, ihn auf einem Wochenendausflug mit dem Fahrrad zu begleiten. 24 Stunden, in denen sie sich endlich ein wenig näher kommen, sind ihnen dabei vergönnt, dann reißt sie ein Bombenangriff jäh auseinander. Beide in dem Glauben, der jeweils andere wäre tot, treffen sie erst ganze zehn Jahre später in der Pariser Métro zufällig wieder aufeinander ... Meine Meinung: Das Problem dabei ist, dass der gute Léon zehn Jahre später, also 1928, mit Yvonne verheiratet und zusätzlich bereits Vater ist. Und da Léon viel zu loyal und pflichtbewusst ist, käme es für ihn auch gar nicht in Frage, seine Frau für Louise zu verlassen. Überraschenderweise ist Louise genau derselben Ansicht, was ich erst gar nicht erwartet habe, da ich sie als laute, selbstbewusste und vor allem emanzipierte, wie der Schnabel gewachsen redende Frau kennengelernt habe, die klare Vorstellungen von ihrem Leben hat. ~ Für Léon, der sich schon lange daran gewöhnt hatte, zwei Frauen zu haben – eine an seiner Seite und eine im Kopf -, änderte sich damit nicht viel. ~ (S. 229) Ja, für Léon ändert sich nicht viel, als er Louise wiedertrifft, denn für ihn ist klar: er wird seine Frau Yvonne und die Kinder nicht verlassen. So ein Mann ist er nicht. Dennoch denkt er ständig an Louise, was ich ihm auch gar nicht verdenken kann, schließlich war er jahrelang der Ansicht, sie sei 1918 ums Leben gekommen. Auch Louise akzeptiert Léons Entscheidung, sie geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, sie sollen sich gar nicht mehr treffen. Es hat all die Jahre funktioniert, also wird es auch weiterhin funktionieren. Eine Begründung für Louises Denken gab es keine, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es für sie nur schmerzhaft gewesen wäre, weiterhin mit Léon zusammen zu sein, in dem Wissen, dass er seiner Frau versprochen hat, sie und die Kinder niemals zu verlassen. ~ »Ob ich auch Dich vergessen habe? Na, ein wenig schon - es hat ja keinen Sinn, sich hier Tag für Tag vor Sehnsucht zu verzehren. Und doch habe ich Dich, daran ändert sich nichts, immer bei mir.« ~ (S. 276) Eine Liebe, wie sie Léon und Louise ein Leben lang verbindet, und das, obwohl sie mehr oder weniger ein fast vollständig getrenntes Dasein führen, ist meiner Ansicht nach sehr ungewöhnlich und kommt auf dieser Welt wahrscheinlich nicht häufig vor. Vor allem muss man bedenken, dass sie vor ihrer Trennung bei dem Bombenangriff gerade mal, wenn überhaupt, 24 Stunden miteinander verbracht haben. Aber in dieser Zeit dürfte irgendetwas entwachsen sein, was beide für immer aneinander gebunden hat: eine tiefe, prägende Liebe, die nie nachgelassen hat. Ich würde sogar so weit gehen und die beiden als seelenverwandt beschreiben, anders kann ich mir dieses lebenslange Aneinanderfesthalten sonst gar nicht erklären. So wundervoll, aber gleichzeitig ebenso bedauernswert ich diese außergewöhnliche Liebe auch empfunden habe, genauso sehr hat mir der Schreibstil Alex Capus’ zugesagt. Zwar kamen in der Geschichte kaum direkte Reden vor, was ich ein wenig vermisst habe, aber dafür hatte diese Erzählung etwas Lockeres und Leichtes an sich, das mich wunderbar an das Buch fesseln konnte. Auch den ganz eigenen Humor des Autors fand ich erfrischend und hat absolut meinen Geschmack getroffen. Hier versucht Léon zum Beispiel die wechselnden Stimmungen seiner Frau Yvonne ganz nüchtern, aber auch amüsant treffend, zu beschreiben: ~ Er war zu einem Mann von einiger Lebenserfahrung herangewachsen, und nach fünf Jahren Ehe war ihm bekannt, dass die Seele einer Frau auf geheimnisvolle Weise in Verbindung steht mit den Wanderungen der Gestirne, dem Wechselspiel der Gezeiten und den Zyklen ihres weiblichen Körpers, möglicherweise auch mit unterirdischen Vulkanströmen, den Flugbahnen der Zugvögel und dem Fahrplan der französischen Staatsbahnen, eventuell sogar mit den Förderquoten auf den Ölfeldern von Baku, den Herzfrequenzen der Kolibris am Amazonas und den Gesängen der Pottwale unter dem Packeis der Antarktis. ~ (S. 99) Die ganze Geschichte von Léon und Louise startet auf einer Beerdigung, auf der ein Haufen Le Gall - Familienmitglieder anwesend sind: Kinder, Enkel und Urenkel. Man hat also schon die Vermutung, dass Léon es ist, um den hier getrauert wird. Hinzu kommt, dass das Buch von einem von Léons Enkeln erzählt wird. Aber nicht nur die Familie ist anwesend, auch eine alte Frau sitzt in den Reihen, über die munter getuschelt wird. Es ist Louise. Und genau an dieser Stelle startet für uns Leser eine der außergewöhnlichsten Liebesgeschichten zwischen zwei Menschen, die sich einander näher fühlen, je weiter sie voneinander entfernt sind …

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    • 2

    Arietta

    18. December 2015 um 18:39
  • Das Wandeln um die Liebe

    Léon und Louise

    taigala

    20. September 2015 um 14:47

    Zwei Menschen, verlieben sich. Fertig? Nein. So richtig klappt es nicht und so richtig wollen es beide erst nicht und können dann im späteren Verlauf. Sie finden immer wieder zueinander und wir verfolgen sie auf ihrem Lebensweg. Das Leben mit einem anderen Partner als dem Traumpartner? Wie geht das? Wir erfahren es hir und beschreiten mit dem Autor die verschiedenen Wege des 'Was wäre wenn'? Capus Schreibweise gefällt mir sehr gut!

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  • Geschichte eines Jahrhunderts

    Léon und Louise

    Ulenflucht

    18. September 2015 um 22:08

    Was ein Krieg mit Menschen macht, vermag man sich dank zahlreicher Erzählungen und geschulter Vorstellungskraft ausmalen können. Aber was zwei Kriege mit Menschen machen, liegt einem doch ziemlich fern. Es ist aber genau die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zwei Weltkriege, die Menschen mitten aus der Moderne, aus Wohlstand und Fortschritt rissen. Eine solche Geschichte erzählt Alex Capus hier, die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich kennen und lieben lernen als sie Teenager sind. Das vor dem Rahmen des Ersten Weltkriegs, der sie schließlich auch trennt und im Laufe der Zeit nur noch punktuell zusammenführt. Der Autor nimmt den Leser mit auf eine ruhige und anschauliche Reise durch eine Zeit, die noch gar nicht so lange her ist wie man manchmal denken mag. Es könnte die Geschichte unserer Ur-Großeltern sein und sie birgt alles, was auch das Leben bereit hält. Alltag, Konventionen, äußere Umstände. Métro, Boulot, Dodo in Paris. Wie sich Menschen verändern. Und dann immer wieder der Krieg. Ganz zart geht Alex Capus an dieses Projekt heran. Er zeichnet klare Linien und akzentuiert durch liebevolle und überraschende Details aus der Zeit der großen Kriege. Wirft Licht auf Dinge, die man nicht im Geschichtsunterricht lernt. Bei aller Tragik der Umstände lässt der Autor seine Figuren blühen, ohne sie zu enträtseln oder zu viel von ihnen preiszugeben. Er entwirft atemberaubende Szenen und Dialoge, die immer einen Überraschungsmoment parat halten und oft in wenigen Worten entweder eine Persönlichkeit oder die Zeitgeschichte wiederspiegeln. Man hat großen Spaß an den originellen Details: Eine Fahrradklingel im Sarg. Ein Vorschuss für Léons persönlichen Clochard an der Straßenecke. Wie Léon nicht weiß wohin mit dem Geld aus den illegalen Verkäufen von Mokka, den er von der deutschen Besatzung bekommt und nicht will. Eine einzige Enttäuschung hält dieses Buch bereit. Eine. Und es ist der letzte Absatz. Ansonsten: Ein großartiges Buch. Ein großer, kleiner Roman.

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  • Leon und Louise

    Léon und Louise

    RobinBook

    02. September 2015 um 08:27

    Dieses Buch erzählt meiner Meinung nach eine der schönsten überhaupt jemals auf unserer Erde geschriebenen Liebesgeschichten! Leon und Louise, die beiden Liebenden, haben einander nie vergessen, obwohl die große Weltpolitik und das Schicksal sie für viele Jahre ihres Lebens von einander getrennt zu sein zwangen.  Alex Capus versteht es ausgezeichnet, diese ungemein fesselnde  Liebesgeschichte dem Leser nahezubringen, wird dabei aber glücklicherweise niemals kitschig.  

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  • Typisch Kriegszeiten

    Léon und Louise

    SimiK

    24. August 2015 um 22:11

    Schöne story die sich gut lesen lässt. Gehört aber zu den Geschichte, die ich mir lieber von Großmutter und ihren Freudnen erzählen lasse.  Die Geschichte zählt meiner Meinung nach also zu den klassischen Liebesgeschichten und Kriegsdramen.

  • Krieg und Liebe

    Léon und Louise

    NiWa

    Léon und Louise verlieben sich während des 1. Weltkriegs ineinander, doch ein Fliegerangriff trennt sie und jeder denkt, der andere sei tot. Doch 1928 in der Métro in Paris sehen sie sich wieder und stellen fest, dass ihre Liebe die Jahre überdauert hat, obwohl Léon mittlerweile Ehemann und Vater ist. Es war mein erstes Buch von Alex Capus und ich war sehr neugierig auf die Geschichte von Léon und Louise, dem Liebespaar, das gegen die Widrigkeiten zweier Weltkriege kämpft. Mit seinem unglaublichen Charme hat mich Capus sofort gefangen, denn er lässt die Geschichte tatsächlich beim Begräbnis von Léon beginnen, während sich Louise mitten in der altehrwürdigen Notre Dame mit einer Fahrradhupe von ihrem Geliebten verabschiedet. Wie es in all den Jahren zu dieser skurrilen, aber liebevollen Geste des Abschieds kam, wird von Léons Enkel erzählt, der sich mit herzerwärmender Liebenswürdigkeit der Lebensgeschichte des Großvaters widmet. Diese Lebensgeschichte erstreckt sich über 2 Weltkriege und natürlich spielt in beiden Kriegen seine große Liebe Louise die Hauptrolle. Und genau wie sich die Dramen des 1. Weltkriegs im 2. Weltkrieg wiederholen, wiederholt sich das Drama dieser Liebe ein weiteres Mal, denn während der Besetzung Paris’ durch die Nationalsozialisten wird das unkonventionelle Paar erneut voneinander getrennt. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine nette Liebesgeschichte, die vom zeitgeschichtlichen Bezug zu den Weltkriegen lebt. Mehr war es für mich allerdings nicht. Anfangs empfand ich Léon und Louise durch ihre charmante Eigenart noch als besondere Protagonisten, aber spätestens nach der ersten flüchtigen Begegnung in der Métro hat sich dieser Zauber in Alltagsbanalitäten verabschiedet. Außerdem hat mir die Rolle der Ehefrau - Yvonne - überhaupt nicht gefallen. Obwohl es damals andere Zeiten waren, kann ich mir nicht vorstellen, dass man sich als Ehefrau auf diese Weise behandeln lässt und damit auch noch zufrieden ist. Teilweise kam es mir vor, als würde Léon als Opfer seiner Ehe dargestellt werden, wobei hier eigentlich er der Täter war. Denn aus Pflichtergebenheit hält er zu Yvonne, und da fragt man sich schon, warum er sie überhaupt geheiratet hat. Ähnlich erging es mir mit der Protagonistin Louise, die zwar als aufregende und selbstbewusste Frau erscheint, aber meiner Meinung nach gar nicht dementsprechend gehandelt hat. Nichtsdestotrotz ist „Léon und Louise“ eine nette Liebesgeschichte und ein interessanter Blick auf die Weltkriege aus französischer Perspektive, die sich durch den ungewöhnlichen Charme des Autors trotz der genannten Kritikpunkte gut lesen lässt.

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    • 11

    dicketilla

    16. July 2015 um 09:02
    parden schreibt Das ging mir auch so... :)

    Und mir auch!

  • Eine Liebe und Lebensgeschichte die berührt

    Léon und Louise

    gorgeous

    12. July 2015 um 19:39

    Die Erzählung beginnt mit einer Beerdigung im Notre Dame. Schnell wird klar, dass es Leons Beerdigung ist, der, was man ja aus dem Titel schließen kann, einer der Hauptfiguren dieses Buches ist. Es ist aber nicht wirklich traurig, denn Leon hat sein Leben nicht bei einem tragischen Unfall verloren sondern hat sein Leben gelebt und stirbt als alter Mann  und hinterlässt vier Söhne, eine Tochter, zwölf Enkel und dreiundzwanzig Urenkel. Es ist also alles gut. Dann geht es ganz weit in die Vergangenheit zurück, als Leon erst 17 Jahre alt war und wie er Louise trifft. Er verliebt sich auf den ersten Blick und es entsteht eine Liebe, die zwei Weltkriege und zwar einiges an Rückschlägen einzustecken hat, aber dennoch bis an das Lebensende der Beiden hält. Das ganze wird von einem der Enkel Leons erzählt. Der ich Erzähler lässt allerdings nur ganz selten durchblicken, dass er eine im Buch reale Person ist. Man hat viel mehr meistens das Gefühl, dass es sich um einen allwissenden Erzähler handelt. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen. Die Erzählung schweift sehr selten bis gar nicht ab. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Am Anfang gab es einige etwas verwirrende Zeitsprünge, aber entweder gewöhnt man sich im Laufe der Geschichte dran oder die legen sich einfach. Da bin ich mir im Nachhinein jetzt nicht mehr ganz sicher. Man lernt Leon sehr gut kennen und kann die ganze Zeit sehr gut seine Taten und Gedanken nachvollziehen. Wie es ihm zum Beispiel ging, als er als 17 Jährigen von Zuhause weggegangen ist. Oder als er seine eigene kleine Resistance gegen die Nazis vollführte. Leider erfährt über Loise nicht all zu viel. Wo kommt sie her? Wie landet sie in dem kleinen Dorf, wo Leon seine erste Stelle im Bahnhof antritt? Insgesamt ein sehr gelungenes Buch. Empfehlenswert für alle die Liebesgeschichten mögen und auch etwas historischen, wenn auch etwas oberflächlichen, Hintergrund mögen.

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  • Eine Liebe, zwei Weltkriege

    Léon und Louise

    buchjunkie

    Leon und Louise lernen sich zum Ende des ersten Weltkrieges in Frankreich kennen und lieben. Nach einem Luftangriff halten sie sich gegenseitig für tot. Jeder lebt sein Leben, Leon heiratet, Louise arbeitet bei einer Bank. Sie leben beide in Paris, hören aber nichts voneinander bis sie sich 1928 zufällig wieder begegnen. Nach einem Tag sind sie sich einig, dass sie keinen Kontakt zueinander mehr aufnehmen werden. Leon steht treu zu seiner Familie und lebt sein Leben weiter. Während des zweiten Weltkrieges erreicht ihn ein langer Brief von Louise, die überstürzt beruflich nach Afrika reisen musste. Weitere Briefe folgten. Doch wiedergesehen haben sie sich erst nach Ende des Krieges wieder. Ein wunderbar bezauberndes Buch mit einer großartigen Geschichte! Über achtundsechzig Jahre im Leben zweier Menschen, die nie wirklich zusammenkamen und doch schlussendlich ein hinreißendes Liebespaar geworden sind! Von Anfang an war ich begeistert über die charmante Schreibweise von Alex Capus. Bewegend, humorvoll , und sprachlich zum Teil fast poetisch erzählt er Leons Leben, in das eines Tages Louise hineinradelt. Die Worte sind immer wunderbar passend gewählt und laden zum geniesserischen Lesen ein. Auch wenn die Liebesgeschichte im Vordegrund steht, wird das Buch an keiner Stelle kitschig. Gefühlvoll schafft Capus es, dass man mit Leon lächelt und mit Louise lacht. Der Roman hat mich einfach bezaubert! Mit leichtem Bedauern habe ich das Buch beendet. Doch ich musste auch noch einmal den Anfang lesen, der nun eine andere Wirkung auf mich hatte. Ein großartiger Roman und wirklich sehr empfehlenswert!

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    • 12
  • Eine Liebe zwischen zwei Weltkriegen

    Léon und Louise

    ChristineJaeggi

    18. May 2015 um 16:04

    Léon und Louise begegnen sich an der Atlantikküste im Ersten Weltkrieg und verlieben sich ineinander. Doch ein Fliegerangriff trennt die beiden, und sie halten sich für tot. 1928 begegnen sie sich zufällig wieder - Léon ist inzwischen verheiratet und hat Kinder, empfindet aber immer noch viel für Louise. Eine interessante Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund und ein paar sehr spannenden Szenen. Die beiden Protagonisten waren mir leider nicht besonders sympathisch, was wohl einfach am Thema lag. Die Ehefrau Yvonne tat mir sehr leid. Ihr galt meine ganze Bewunderung während der Geschichte. Die teils sehr langen Sätze fand ich manchmal etwas störend.

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  • "Léon und Louise" von Alex Capus

    Léon und Louise

    Jacynthe

    27. October 2014 um 18:24

    Inhalt Léon und Louise - eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art, denn als sie sich die beiden nach einem Luftangriff gegenseitig für tot halten, lebt jeder sein eigenes Leben. Das überraschende Wiedersehen in Paris 10 Jahre später ist süß und bitter zugleich, denn sie erlauben es sich selbst nicht, so zusammen zu sein, wie sie es möchten. Zudem überschattet der Krieg die Stadt. Werden sie doch noch eines Tages zusammenfinden? Meine Meinung Ich habe dieses Buch fast in einem Rutsch gelesen und war positiv überrascht, denn zunächst konnte ich mir nicht recht vorstellen, was ich von diesem Buch zu erwarten hatte. Leider bin ich nach der Lektüre nicht zum Bloggen gekommen und dementsprechend fällt es mir jetzt schwer, eine Rezension zusammenzuschustern. Ich sollte definitiv wieder zu meiner alten Gewohnheit übergehen und sofort nach dem Lesen rezensieren. Erzählt wird die Geschichte rückblickend von Léons Enkel, der jedoch, zumindest in Hinblick auf Léon, als auktorialer Erzähler auftritt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ließt sich flüssig, trotzdem ist das Buch sehr tiefgründig und man hat schnell das Gefühl, die Charaktere schon ewig zu kennen. Vor allem Léon, auf dem erzähltechnisch der Schwerpunkt liegt. Er ist genügsam und in jungen Jahren ein Lausbub, später jedoch ein pflichtbewusster Familienvater. Dennoch umgibt ihn immer eine interessante humoristische Aura, die mich immer wieder zum Grinsen brachte. Louise hingegen verkörpert eine unkonventionelle und emanzipierte Frau, die sich nicht von den Erwartungen der Gesellschaft einengen lässt. Ein großer Teils es Romans widmet sich dem Krieg, vor allem dem Zweiten Weltkrieg, und dessen Auswirkungen auf Paris. Die Nüchternheit, mit der die Situation beschrieben wird, unterstreicht noch deren Grausamkeit und die Gefahr, die überall lauert. Doch trotz allem - trotz der Liebe, die auf Distanz gehalten werden muss und trotz der Gefahren des Krieges - ist das Buch hoffnungsvoll und erfrischend humorvoll. Ein ganz einzigartiger Roman. Ich vergebe 5 von 5 Wolken.

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