Alex Capus , Bettina Wunderli Munzinger Pascha

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Inhaltsangabe zu „Munzinger Pascha“ von Alex Capus

Die kunstvoll gewobene Geschichte zweier Reisen die eine führt nach Kairo, die andere in das Innere eines gescheiterten Menschen.Dies ist die wahre Geschichte von Werner Munzinger, der 1852 auszieht, um die Sklaverei in Afrika abzuschaffen, während sein Vater im heimatlichen Olten vom bürgerlichen Revolutionär zum Finanzminister avanciert. Als Händler und Forschungsreisender zieht Werner Munzinger nach Kairo und ans Rote Meer, macht sich auf in die unwegsamen Gebirge Abessiniens, den sagenumwobenen Nilquellen entgegen. Er heiratet und wird Bauer, verwickelt sich in Kriege und Intrigen, und gegen seinen Willen steigt er auf zu Reichtum, Macht und Ehre. Dies ist aber auch die Geschichte des Reporters Max Mohn aus Olten, der, unzufrieden mit seinem Leben in der Provinz, 150 Jahre später aufbricht, um die Spuren des Werner Munzinger Pascha im Wüstensand aufzuspüren.

Kurzweilige Lebensgeschichte des Herrn Munzinger. Einfach zu lesen.

— buchhase
buchhase

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  • Roman mit wahrer Geschichte

    Munzinger Pascha
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    28. February 2014 um 10:00

    Nachdem mir die Lektüre von „Leon und Louise“ so viel Vergnügen bereitet hatte, entschied ich mehr von Alex Capus lesen zu wollen. Meine Wahl fiel auf „Munzinger Pascha“ , seinen 2009 erschienenen Debütroman. Capus erzählt hier gleich zwei Geschichten auf einmal:  Zunächst ist da einmal Max Mohn, ein Regionalreporter aus Olten. Ein sympathischer Typ, der allerdings nicht sehr viel auf die Reihe bekommt. Fasziniert von der historischen Figur Werner Munzingers, einem berühmten Sohn der Stadt Olten, beginnt er dessen Geschichte zu recherchieren und so wird parallel zu Max Erlebnissen Munzingers Biografie aufgerollt.  Der Kontrast zwischen diesen beiden Erzählsträngen, zwischen denen Capus nun hin und her wechselt, ist sehr unterhaltsam. Munzingers Geschichte ist eine echte Abenteuergeschichte, basierend auf wahren Begebenheiten, mit vielen bunten Details, die dem exotischen Schauplatz gerecht werden. Äußerst unterhaltsam vermittelt Capus daneben auch noch ein wenig Historie. Er gewährt dem Leser einen differnzierten Blick auf eine innerlich zerissenen Menschen im Spannungsfeld zwischen Heimweh und der Fremde. Durchaus unterhaltsam, teilweise sogar lustig werden Max‘ Erlebnisse erzählt. Der Leser erfährt von Max gescheiterter Ehe, seinen Motivationsproblemen im Job und seiner Liebelei mit der Bikerin Polja. Wie Munziger reist auch Max nach Afrika/Kairo und seine  - wenn auch eher flüchtigen - Eindrücke runden das Afrika-Bild ab. Aber trotz allem bleibt die Figur von Max recht oberflächig und so nimmt seine Geschichte leider nie mehr als den Wert einer Rahmenhandlung ein. Insgesamt hat mir dieser kleine Roman gut gefallen. Eine lohnenswerte Lektüre, die ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Munzinger Pascha" von Alex Capus

    Munzinger Pascha
    Ulf_Borkowski

    Ulf_Borkowski

    23. February 2011 um 15:05

    Nach der begeisterten Lektüre von Capus’ „Eine Frage der Zeit“, sollte mir „Munzinger Pascha“, das 1997 erschienene Debut des Schweizers, ein ähnliches Lesevergnügen bescheren. Dieser Wunsch wurde allerdings nur zum Teil erfüllt. In zwei Erzählsträngen verwebt der Autor die abenteuerliche Lebensgeschichte von Werner Munzinger mit der des Oltener Lokalreporters Max Mohn. Werner Munzinger, Sohn des schweizerischen Finanzministers Josef Munzinger, zieht es 1852 nach dem erfolgreichem Studium der Naturwissenschaften, Geschichte und Orientalistik aus dem heimatlichen Olten an das Horn von Afrika, in die Gegend des Sudan, Eritreas und Äthiopiens. Neben wissenschaftlichen Expeditionen, betätigt sich Munzinger dort als Leiter von Handelsexpedition und als Konsul. 1865 nimmt er dann als Berater der britischen Militärexpedition gegen den äthiopischenKaiser Theodor II. teil. 1871 ernennt ihn schließlich Ismail Pascha, derKhedive von Ägypten, zum Gouverneur von Massawa und schließlich 1872 zum Pascha und Generalgouverneur des östlichen Sudan. Als solcher fällt Munzinger dann 1875 in einer Schlacht mit den Truppen des Sultan von Awsa. Alex Capus versteht es, das abenteuerliche Leben Munzingers, in einer von Europäern zu dieser Zeit kaum bereisten Gegend, anschaulich und spannend zu schildern. Wohingegen der zweite Erzählstrang, um den mit seinem Leben unzufriedenen Journalisten Max Mohn, der an einer Schreibblockade leidet und zufällig auf den Namen des prominenten Oltener Bürgers Werner Munzinger stößt, erstaunlich oberflächlich bleibt. Mohn gibt sich einem Impuls hin und reist für einige Tage nach Kairo, um Recherchen über den ehemaligenosmanischen Statthalter einzuholen. Während Munzinger allerdings völlig aus seinem bisherigen Leben ausbricht und letztlich auch sein Ende in der afrikanischen Fremde findet, zieht es den Lokalreporter, anscheinend aufgrund der Bekanntschaft mit einer ebenfalls nur oberflächlich beschriebenen Frau schnell wieder in die heimische Schweiz. So eindrucksvoll und detailreich das Leben Munzingers illustriert wird, so wenig liebevoll und obsolet ist der zweite Erzählstrang. Weniger ist halt nicht immer Mehr. Insgesamt kann der zu kleine Rahmen aber nicht das Gesamtbild verderben. Ein lesenswerter Roman.

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