Alex Christofi Mr. Glas

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Inhaltsangabe zu „Mr. Glas“ von Alex Christofi

Günter Glas weiß, dass er kein Superhirn ist. Aber er versucht inständig, ein guter Mensch zu sein und möglichst getreu den Ratschlägen seiner verstorbenen Mutter zu leben. Er will sie stolz machen, und deswegen ist seine Vision, der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Der Weg dahin führt über die erste Liebe, die letzte Liebe, einen Todesfall in der Familie, einen verkappten Terroristen und einen unterirdischen Intellektuellen. Am Ende weiß er: Das Glück gehört denen, die sich nicht verbiegen lassen. Eine bezaubernde Komödie über einen ganz und gar ungewöhnlichen Menschen.

Irgendwie mochte ich den merkwürdigen Kauz und konnte über manche Szenen auch herzhaft lachen. Für mich jedoch ganz sicher kein Highlight...

— parden
parden

schnelll zu lesen, Klappentext verspricht mehr

— saskia_heile
saskia_heile

~ humorvoll ~ leichte Kost für zwischendurch ~ Klappentext verspricht mehr als der Inhalt hergibt ~

— Katis-Buecherwelt
Katis-Buecherwelt

Eher eine Tragödie, zum Nachdenken, Schmunzeln, dass einen noch Stunden danach nicht loslässt!

— antis
antis

Wo ist die Moral? Der Spabnungsbogen? Das runde Ende in dem lose Storys zu Ende aufgeklärt werden?

— Yuyun
Yuyun

‚Mr. Glas’ ist heiter und anders​, wird zunehmend schrullig und nicht zuletzt sonderbar.

— Bröselchen
Bröselchen

Günter Glas war seit frühester Kindheit vom Glas fasziniert. Und als er nach dem Tod seiner Mutter zur Ernährung seiner Familie ....

— Splashbooks
Splashbooks

Britische Tragikkomödie, die sich mir nicht so richtig erschlossen hat. Hab den Moment vermisst, an dem es "klick" macht.

— WortGestalt
WortGestalt

Ein Glasputzer mit Höhen und Tiefen und vielen komödiantischen Einlagen...

— Abby90
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  • Die Mission eines Fensterputzers...

    Mr. Glas
    parden

    parden

    29. July 2017 um 14:28

    DIE MISSION EINES FENSTERPUTZERS...Günter Glas weiß, dass er kein Superhirn ist. Aber er versucht inständig, ein guter Mensch zu sein und möglichst getreu den Ratschlägen seiner verstorbenen Mutter zu leben. Er will sie stolz machen, und deswegen ist seine Vision, der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Der Weg dahin führt über die erste Liebe, die letzte Liebe, einen Todesfall in der Familie, einen verkappten Terroristen und einen unterirdischen Intellektuellen. Am Ende weiß er: Das Glück gehört denen, die sich nicht verbiegen lassen.Honigwaffeln zum Frühstück. Jeden Tag. So beginnt jeder einzelne Morgen von Günter Glas, und auch sonst ernährt er sich nicht gerade gesund. Er weiß, wozu er besser greifen sollte, denn das hat ihm seine Mutter beigebracht. Doch die ist vor Kurzem gestorben, und so ist Günter sich selbst überlassen. Übergewichtig ist der 22-Jährige inzwischen schon, läuft etwas naiv durch die Welt, ist aber im Grunde mit wenig zufrieden. Allerdings fühlt sich Günter seit dem Tod seiner Mutter einsam - er lebt zwar noch bei seinem Vater, doch seit der in Frührente geschickt wurde und er seine Frau zu Grabe tragen musste, ist dieser in einer Depression verfangen, die Günter keine Hilfe ist. Günter erkennt ganz richtig, dass er eine Aufgabe im Leben braucht, auch wenn er nichts gelernt hat. Und so wird er Milchmann. Er kommt heim, wenn die anderen aufstehen, doch erfüllt es ihn mit Zufriedenheit, den Leuten in der Stille der Nacht ihre Milch vor die Tür zu stellen. Als Günter plötzlich entlassen wird, stürzt er in eine Krise. Was soll er stattdessen tun? Der Zufall kommt ihm zu Hilfe, und so wird Günter sozusagen über Nacht zum Fensterputzer. Günter, der seit seinerr Kindheit von Glas fasziniert ist (Nomen est Omen), hat sogar das Gefühl, endlich sein Lebensziel zu kennen. Er besorgt sich sein eigenes Equipment, verteilt handgeschriebene Werbezettel und bekommt tatsächlich erste Aufträge. Als er sich nach einem Zwischenfall unverschuldet in der Zeitung wiederfindet, hat der junge Mann keine Mühe mehr, an Aufträge zu kommen. Doch sein Ziel ist höher - Günter hat eine Mission: er will der beste Fensterputzer der Welt werden."Also, ich geh dann mal lieber rein", sagte ich. "Ja, und ich muss zum Gericht", sagte sie und richtete sich ein bisschen gerader auf. "O Gott, was haben Sie denn angestellt?", fragte ich. Sie lachte und berührte mich lässig am Arm, als hätte ich einen Witz gemacht. "Ich muss wirklich los. Bis bald, Günter." Als ich vor der zweiten Eingangstür stand, fiel mir wieder ein, dass sie Anwältin war. In Gesprächen schien ich nie in der Lage zu sein, mich an solche Dinge zu erinnern, erst hinterher. Gelegentlich machte es mir Sorgen, dass ich es nicht schaffte, Ereignisse zu verstehen, bevor sie vorbei waren. Nur wenn ich mich ganz hoch oben befand, fühlte die Welt sich unmittelbar an, so als würde mir all das wirklich passieren, hier und jetzt (...) Hoch oben in der Luft erging es mir wie einem Nilpferd im Wasser. Dort oben konnte ich wirklich atmen. (S. 214 f.)Skurrile Begegnungen pflastern Günters Weg, ihm begegnet aber auch die große Liebe, und immer wieder befällt ihn das Gefül, nur hoch oben in der Luft er selbst zu sein. Dabei ist der Charakter des jungen Fensterputzers kein wirklich greifbarer. Neben seiner Naivität und Schwerfälligkeit denkt Günter auch viel über das Leben und seine Tücken nach, was sich in oftmals tiefsinnigen lebensphilosophischen Überlegungen äußert, und kommt dabei teilweise zu recht scharfsinnigen Schlussfolgerungen. Außerdem verfügt er über ein großes Allgemeinwissen, das daher rührt, dass Günter ein großer Fan von Wikipedia ist und sich täglich mit einigen der Artikel dieser Online-Enzyklopädie beschäftigt. Und Günter, der immer nach der Prämisse lebte: 'Es ist, wie es ist', beginnt seine eigene Meinung zu entwickeln und für das zu kämpfen, was ihm wichtig ist. Irgendwie mochte ich den merkwürdigen Kauz und konnte über manche Szenen auch herzhaft lachen. Aber richtig ans Herz gewachsen ist mir Günter nicht, und das Ende lässt mich eher verblüfft zurück. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive Günters erzählt, und dank des flüssigen Schreibstils ist der Roman auch rasch gelesen. Aber dieses Buch gehört für mich zu denjenigen, die man lesen kann, aber nicht muss. Nicht unangnehm zu lesen aber ganz sicher auch kein Highlight...© Parden

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    • 5
  • Lässt mich etwas ratlos zurück ...

    Mr. Glas
    Die-wein

    Die-wein

    05. October 2016 um 06:24

    Lange Zeit war Günter Glas zufrieden mit seinem Job als Milchmann, doch nachdem er von einem Tag auf den anderen gekündigt wurde, da die Menschen kaum noch frische Milch wollten, fällt er in ein tiefes Loch. Auch sein Vater lässt sich nach dem Tod der Mutter mehr und mehr gehen, trinkt zu viel Alkohol und hat schließlich noch ein Schuldenproblem, sodass Günter endlich etwas unternehmen muss, um wenigstens sein Zuhause zu retten. Seine Faszination für Glas kommt ihm wieder in den Sinn und so beschließt er, der beste Fensterputzer der Welt zu werden und erlebt dabei die abenteuerlichsten Sachen, verliebt sich und lernt merkwürdige Menschen kennen. Neugierig geworden durch den amüsanten Klappentext sowie das interessante Cover, wollte ich dieses Buch nur allzu gerne lesen. In einer Kurzmeinung zum Buch wurde der Protagonist ein bisschen mit "Forrest Gump" verglichen, was mich natürlich sehr neugierig machte auf diese Geschichte. Nun habe ich "Mr. Glas" gelesen und bin jedoch etwas ratlos. Einerseits fand ich die komplette Familie Glas unheimlich interessant und habe beim Lesen auch viel gelacht, aber dann wiederum tat ich mich stellenweise eher schwer mit Günter, da er einerseits recht schwerfällig und naiv daherkommt und im nächsten Moment reagierte er dann vollkommen anders als erwartet, wusste mehr als alle anderen und ich konnte mich einfach nur schwer in ihn hineinversetzen beziehungsweise seine Handlungen nachvollziehen. Günter war schon seit seiner Kindheit fasziniert von Glas und erinnert sich immer wieder gerne an seinen kurzen Aufenthalt im Glasmuseum, während sein Vater einen Geschäftstermin hatte. Dank moderner Medien hat er sich jede Menge unnützes Wissen angeeignet, aber im wahren Leben nützt ihm das alles herzlich wenig. Er wuchs in liebevoller Umgebung auf, aber der Fokus der Eltern lag meistens beim taubstummen Bruder, zu dem Günter ohnehin ein schwieriges Verhältnis hatte. Nach dem Tod der Mutter, versucht er krampfhaft das Elternhaus zu retten und beginnt als Fensterputzer in der Nachbarschaft, bis er schließlich einen Anruf von einem der bekanntesten Arbeitgeber der Branche bekommt. Besonders der Anfang der Geschichte gefiel mir richtig gut und ich mochte Günter auch irgendwie, aber die zahlreichen Fußnoten einer gewissen Dekanin Winterbottom begannen mich mehr und mehr zu stören, auch wenn sie teilweise recht aufschlussreich waren. Es lenkte einfach zu sehr ab von der eigentlichen Handlung und vieles hätte man meiner Meinung nach auch einfach in die Geschichte einbauen können oder auch weglassen können, da es schlichtweg uninteressant war. Günter macht nach und nach eine erstaunliche Entwicklung durch, lernt auf eigenen Beinen zu stehen und beißt sich irgendwie durch, was ich faszinierend fand, aber mir fiel es bis zum Ende hin schwer, mir ein richtiges Bild von ihm zu machen. Mal kommt er dümmlich und naiv rüber, aber im nächsten Moment durchschaut er einige Situationen sofort und punktet mit enormem Wissen. Gerade zum Ende hin empfand ich das Ganze doch recht chaotisch sowie verrückt und fragte mich immer wieder, was nun der Sinn der Geschichte sein sollte. Mein Fazit: Ein Buch das man lesen kann, aber man muss es nicht! Ich mochte den Protagonisten und fand es witzig, was er stellenweise erlebte, aber die Handlung insgesamt war mir dann doch etwas zu wenig. Da hätte man einfach mehr draus machen können.

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  • schnell zu lesen, was passendes für zwischendurch

    Mr. Glas
    saskia_heile

    saskia_heile

    14. September 2016 um 10:18

    *INHALT*Günter Glas weiß, dass er kein Superhirn ist. Aber er versucht inständig, ein guter Mensch zu sein und möglichst getreu den Ratschlägen seiner verstorbenen Mutter zu leben. Er will sie stolz machen, und deswegen ist seine Vision, der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Der Weg dahin führt über die erste Liebe, die letzte Liebe, einen Todesfall in der Familie, einen verkappten Terroristen und einen unterirdischen Intellektuellen. Am Ende weiß er: Das Glück gehört denen, die sich nicht verbiegen lassen. Eine bezaubernde Komödie über einen ganz und gar ungewöhnlichen Menschen.*FAZIT*Eine Geschichte die sich schnell lesen lässt, durch den lockeren Schreibstil ist es was für zwischendurch.Günter musste ein Weg finden Geld zu verdienen und überlegt was er tun kann.Er übt zu erst den Beruf Milchmann aus doch hat er in diesem beruf keine Zukunft.Er macht sich auf die suche nach einem neuen Job, sein Traumjob vielleicht?Doch dieser hat ganz schlechte Folgen, er erlebt ein auf und ab zwischen Thema Liebe, Arbeit und Familie.Schicksahaft aufgebaute Geschichte die ein zum nachdenken bringt.

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  • Gute Unterhaltung

    Mr. Glas
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. December 2015 um 08:14

    Dieses Buch hat meine Erwartungen leider etwas enttäuscht.
    Ich hatte mit etwas mehr Tiefe gerechnet.
    Nichts desto trotz hat es mich ganz gut unterhalten.
    Eine locker leicht zu lesende Story über das Leben mit allen
    Hochs und Tiefs des Mr. Glas.

  • Eine Story für zwischendurch, in der mir die Tiefe und eine klare Aussage gefehlt hat.

    Mr. Glas
    Katis-Buecherwelt

    Katis-Buecherwelt

    07. September 2015 um 11:16

    Klappentext: Günter Glas weiß, dass er kein Superhirn ist. Aber er versucht inständig, ein guter Mensch zu sein und möglichst getreu den Ratschlägen seiner verstorbenen Mutter zu leben. Er will sie stolz machen, und deswegen ist seine Vision, der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Der Weg dahin führt über die erste Liebe, die letzte Liebe, einen Todesfall in der Familie, einen verkappten Terroristen und einen unterirdischen Intellektuellen. Am Ende weiß er: Das Glück gehört denen, die sich nicht verbiegen lassen. Eine bezaubernde Komödie über einen ganz und gar ungewöhnlichen Menschen. Zum Buch: Das Buch ist eine broschierte Ausgabe und glänzt in kleinen Details. Der Titel ist hervorgehoben und matt in der Oberfläche, wie das Innere der Glaskugel. Die Leiter ist ebenfalls geprägt und in der Beschaffenheit glänzend dargestellt. Im Inneren der Broschüre wurde die Kugel wiederholt abgebildet. Der hintere Bereich zeigt eine Fensterputzer-Figur und ein weiterer Klappentext, sowie eine Autorenvorstellung. Farblich eine sehr stimmige, sowie interessant und Aufmerksamkeit erregende Buchgestaltung. Erster Satz: "Mir ist sehr wohl bewusst, dass in Ihren Augen Glas wahrscheinlich nicht entscheidend für den erfolgreichen Weg des Menschengeschlechts ist." Meine Meinung: "Mr. Glas" machte mich auf Grund des Covers und des Klappentextes sehr neugierig und so kam ich während einer Wanderbuch-Aktion dazu, dieses Buch lesen zu dürfen. Vorab habe ich mich vage informiert und stieß auf negative Bewertungen, die meine Erwartungen an die Story stark minderten und im Nachhinein gesehen überraschte. Günther Glas, der als Milchmann zum Glasputzer mutierte berichtet hier über sein außergewöhnliches Leben. Er erzählt von seinem Familienleben, wie er zum neuen Job gefunden hat, über seine ersten Erfahrungen in der Liebe und einigen Todesfällen. Der Schreibstil des Autors ist teilweise sehr flüssig zu lesen, doch an einigen Stellen holprig im Lesefluss. Im Text finden sich kleinere Fehler und wirre Sätze. Alex Christofi hat die Geschichte an einigen Stellen durch humorvolle Elemente um einiges aufgelockert und mir hin und wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Im Geschriebenen finden sich einige Markierungen, die am Ende der Seite durch einen anderen Protagonisten, kommentiert wird. Auch hier gab es lustige Aussagen, aber auch religiöse Texte, die mich weniger interessierten. Schade fand ich, dass diese Texte zeitweise über eine andere Seite hinweg geschrieben wurden und man immer wieder vor und zurück blättern musste. In die Charaktere konnte ich mich nicht hineinversetzen. Ich begleitete die Geschichte als ein stummer Außenstehender, der nicht in die Emotionen der Protagonisten eintauchen konnte. Vom Ende der Story war ich ein wenig enttäuscht. Ein Erzählstrang, über Naja und Günter, der mich überwiegend in der gesamten Erzählung interessierte, fand kein Gesprächsthema mehr und verblieb für mich mit einem offenen Ende. Nach dem Zuklappen des Buches war mir nicht klar, was mir der Autor mit seiner Geschichte übermitteln wollte. Eine nette Geschichte für zwischendurch, die ich nicht unbedingt weiterempfehlen oder erneut lesen würde. Fazit: In "Mr. Glas" erzählt Günther Glas über sein verrücktes Leben vom Milchmann zum Glasputzer, über die erste Liebe und zweier Todesfälle. Eine Story für zwischendurch, in der mir die Tiefe und eine klare Aussage gefehlt hat. ~ humorvoll ~ leichte Kost für zwischendurch ~ Klappentext verspricht mehr als der Inhalt hergibt ~ 

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  • Habe etwas anderes erwartet, aber ich weiß nicht ob mir diese Art nicht sogar besser gefällt :)

    Mr. Glas
    antis

    antis

    04. August 2015 um 20:38

    Günter Glas weiß, dass er kein Superhirn ist. Aber er versucht inständig, ein guter Mensch zu sein und möglichst getreu den Ratschlägen seiner verstorbenen Mutter zu leben. Er will sie stolz machen, und deswegen ist seine Vision, der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Der Weg dahin führt über die erste Liebe, die letzte Liebe, einen Todesfall in der Familie, einen verkappten Terroristen und einen unterirdischen Intellektuellen. Am Ende weiß er: Das Glück gehört denen, die sich nicht verbiegen lassen. Eine bezaubernde Komödie über einen ganz und gar ungewöhnlichen Menschen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte des Buches und ist wirklich schön gestaltet. Da es eine Klappbroschur ist sind auch die Innenseiten in dem Stil des Covers gehalten. Der Schreibstil von Alex Christofi ist wirklich bezaubernd, allein wie er in dem Buch das Glas beschreibt ist einfach nur wunderschön. Es lässt sich meist flüssig lesen, jedoch gibt es viele Fußnoten, die den Lesefluss kurz unterbrechen, was ich jedoch nicht als störend empfand, weil die Fußnote die Erzählperspektive der eigentlichen Erzählerin ist, die über Günther erzählt und immer ein paar Kommentare zu der Situation oder dem Erzählten von Günther gibt. Jedoch wird im eigentlich Text alles aus Günthers Perspektive erzählt, was mal eine erfrischend neue Art ist. Günther, war mit eigentlich schon seit dem Anfang des Buches sehr sympatisch und leid tat er mir auch oft, da ihm einfach so viele Dinge passieren und er von vielen nur niedergemacht wird, obwohl er meist ein sehr offener und herzlicher Mensch ist und mehr weiß, als viele zu glauben wissen. Vielmehr möchte ich zu den Charakteren eigentlich nicht sagen, da viele erst später im Buch hinzukommen oder sich ändern oder anders sind als Günther immer geglaubt hat. Meiner Meinung nach fängt das Buch anfangs sehr witzig und humorvoll an, jedoch merkt man schnell, dass sich die Geschichte in eine andere Richtung entwickelt. Denn eigentlich ist es eher eine Tragödie mit ein bischen Witz dazwischen. Ausserdem finde ich, dass Buch auch sehr tiefgründig, denn über vieles worüber Günther nachdenkt habe ich mir zwar auch oft schon Gedanken gemacht, aber auf eine andere Art und Weise, wie es Günther tut, er betrachtet die Dinge genauer und hinterfragt vieles, was mich oft zum Nachdenken gebracht hat und worüber ich immer noch nachdenken muss. Und auch viele andere Figuren in dem Buch haben mich nachdenklich werden lassen. Wer action will und eine spannende Story, wo es Schlag auf Schlag zu geht, der sollte wohl eher nicht zu diesem Buch greifen, auch wer eine richtige Komödie für zwischendurch erwartet, sollte dieses Buch wohl eher nicht lesen oder sich darauf einstellen, das es anders wird. Wer aber eine tiefgründige,witzige, zum Nachdenken anregende Geschichte sucht, wo nicht alles auf dem Ersten Blick erkennbar ist, der sollte dieses Buch lesen, wenn ihn die Fußnoten nicht stören. Denn auch ich habe eine Komödie erwartet, nachdem ich aber damit angefreundet habe, dass es nicht nur eine ist war das Buch echt gut, wobei mir das Ende ein Tick zu offen war, aber das ist ja nur meine Meinung.

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  • Mr. Glas

    Mr. Glas
    Kleine8310

    Kleine8310

    12. July 2015 um 14:56

    "Mr. Glas" ist ein Roman des Autors Alex Christofi. In diesem Buch geht es um den Protagonisten Günter Glas. Günter ist ein durchschnittlicher ganz normaler Mann, der aber auch ein bisschen primitiv wirkt, was bei mir zu einigen Schmunzlern führte. Nach dem Tod seiner geliebten Mutter muss Günter früh arbeiten um Geld für die Familie zu verdienen, da sein Vater der Familie gar keine Hilfe ist. Günters Bruder kann aus anderen Gründen nicht soviel Hilfen beisteuern, denn er ist taubstumm. Günter, den Glas immer schon fasziniert hat, beschließt, nach einem Fehlschlag als Milchmann, das er Fensterputzer werden möchte. Aber nicht irgendein Fensterputzer, sondern der beste der Welt. Und tatsächlich wird schon bald ein großes Unternehmen auf ihn aufmerksam...   Ich bin aufgrund des süßen Klappentextes auf dieses Buch aufmerksam geworden und habe mich auf eine Geschichte mit einem besonderen Protagonisten gefreut und die habe ich auch gelesen. Günter ist einfach besonders und er wurde als Charakter, vom Autor, wirklich toll ausgearbeitet. Besonders schön fand ich an Günter, dass er aus wenigem Mehr macht und immer versucht ein guter Mensch zu sein. Die anderen Charaktere wirkten neben ihm schon ein bisschen farblos.    Leider war Günter Glas und ein paar wenige Inhalte der Geschichte auch leider schon das meiste, was mich an diesem Buch überzeugen konnte. Vom Inhalt ansich hatte ich mir nämlich viel mehr erwartet. Im Grunde ist es ein Auschnitt aus dem Alltagsleben von Günter nicht mehr und nicht weniger. Und für mich war das als gesamter Inhalt leider ein bisschen zu wenig. Da hatte ich mir mehr erhofft, wie eine Moral oder ähnliches.    "Mr. Glas" ist eine nette Geschichte über einen etwas skurillen, besonderen Protagonisten, die mich leider vom Inhalt her nicht komplett überzeugen konnte.  

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Und die Moral von der Geschicht’? Entweder du verstehst sie… oder nicht.

    Mr. Glas
    Bröselchen

    Bröselchen

    26. May 2015 um 14:04

    Superhirn sein, einen außergewöhnlichen Namen und ein lustiges Leben haben – diese Dinge treffen auf Günter Glas nicht zu. Als Milchmann gescheitert, entdeckt er einerseits seine Liebe für eine Frau und andererseits für Glas, jedoch nicht nur, weil er zufällig selbst so heißt. Wo andere vor Computerbildschirmen an ihrer Karriere feilen, möchte Günter nur eins: Der beste Fensterputzer der Welt werden. Durch einige Bekanntschaften und Zufälle, landet er auf den größten Wolkenkratzern und erkennt, dass es im Leben nicht nur Höhenängste zu überwinden gibt. Wer nach der Inhaltsangabe meint, dass es sich bei ‚Mr. Glas’ um ein deutsches Buch handelt, der irrt. Autor Alex Christofi hat in Oxford Englisch studiert und lebt heute in London. Als sein Protagonist Günter Glas erzählt, wie er zu seinem Namen kam und zu seiner Berufung als Fensterputzer fand, ist das nicht nur amüsant, sondern die Hausfrauen unter uns hätten ihn am liebsten schon gestern zu sich eingeladen. Günter ist wahrlich primitiv, das ist meist lustig und führt zu einigen Schmunzlern und trotzdem weiß man schnell, dass hinter der komischen Fassade eine gewisse Tragik schlummert. Nach einem Todesfall in der Familie, muss der 23-jährige sein Leben nun absolut selbst in die Hand nehmen und​ ein latenter Terrorist, sowie ein eigenartiger Intellektueller, sind nur der Bruchteil des zwischenmenschlichen Kontakts, dem sich der sonst so introvertierte junge Mann stellen muss. Er ist ein bemerkenswerter Charakter und wirklich toll getroffen. Auch die wundervollen Beschreibungen von und über Glas an sich, haben ihren ganz eigenen Glanz. Eben wie eine frisch geputzte Scheibe. Verwunderlich und deshalb erwähnenswert, sind auch die Fußnoten einer gewissen Dekanin Winterbottom, die häufig auftauchen, teilweise Bibelpassagen beinhalten und oft so geschwollen sind, dass ich den Sinn nicht verstehe. ‚Mr. Glas’ beginnt heiter und anders​, wird zunehmend schrullig und nicht zuletzt sonderbar. Die vollständige Message erkennt man wohl nur im genauen Hinblick zwischen die Zeilen. Eine interessant verpackte Liebeserklärung an einen Stoff, der alltäglich wurde und dennoch essentiell ist. Und die Moral von der Geschicht’? Entweder du verstehst sie… oder nicht.

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  • Mr. Glas, rezensiert von Götz Piesbergen

    Mr. Glas
    Splashbooks

    Splashbooks

    20. May 2015 um 08:56

    Glass ist ein durchaus faszinierendes Material. Es ist einerseits durchlässig für Licht, aber andererseits auch fest und ein Magnet für Schmutz. Alex Christofi hat dieses Material als Gegenstand seines Debütromans "Mr. Glas" genommen. Alex Christofi ist Brite und wurde 1987. Er arbeitet als Literaturagent und hat neben seiner Arbeit viele Stücke fürs Theater geschrieben. Gleichzeitig hat er auch Gedichte und Novellen zu Papier gebracht. Günter Glas ist nicht der hellste unter der Sonne. Und das weiß er auch. Trotzdem ist er mit sich und seinem Leben zufrieden. Zumindest solange, bis seine Mutter stirbt. Das ist der Moment, in dem sein Leben eine Wendung nimmt. Denn damit ist auch der Zusammenhalt in der Familie verstorben. Sein Vater verfällt dem Alkohol und sein taubstummer Bruder ist auch keine große Hilfe. Und so beschließt Günter, seinen großen Plan in die Tat umzusetzen. Der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Und damit beginnt für ihn eine aufregende Zeit, in der sich sein Leben radikal verändert. Mr. Glas ist eine Art "Coming of Age"-Geschichte. Man hat es hier mit einem Protagonisten zu tun, der im Laufe des Romans sich verändert, dessen Geist einen mentalen Reifungsprozess durchmacht. Denn zu Beginn ist Günter Glas geradezu der Prototyp eines unbedarften Helden. Er wirkt nun nicht tollpatschig, aber man merkt ihm an, dass er geistig anders tickt, als seine Verwandtschaft.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21856/mr_glas

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  • Britische Tragikkomödie, irgendwie ohne Clou

    Mr. Glas
    WortGestalt

    WortGestalt

    10. May 2015 um 11:53

    Vom Fensterputzer zum Millionär, das wäre es doch! Nur nicht für Günter, der möchte es vom Milchmann zum weltbesten Fensterputzer bringen. Die ganz hohen Wolkenkratzer, die sind sein Ziel. Denn seit er einmal an der Turmspitze der Kathedrale von Salisbury hing, weiß er, da gehört er hin, in die luftigen Höhen. Doch warum, verflixt noch eins, grübele ich seitdem, warum mir der Ort Salisbury etwas sagt? Rund 140 km südwestlich von London gelegen, ist das beschauliche Städtchen nicht unbedingt täglich auf meiner „Orte, über die ich heute nachdenken muss“-Liste zu finden. Und doch klingelt da was in meinem Hinterstübchen. Ha, natürlich, die Kathedrale! Die Kathedrale von Salisbury, oder auch ganz offiziell „The Cathedral Church Of St. Mary“. Dass mir dieses Bauwerk etwas sagt, liegt zum einen an meiner optischen Zuneigung für die gotische Architektur, aber auch an meiner Passion, mir unnützes Wissen rund um Bücher anzueignen, die ich nicht mal gelesen habe. Ken Follets opulentem Werk „Die Säulen der Erde“ (1990), das unter gleichnamigen Titel verfilmt wurde (2010), diente die Geschichte der Kathedrale von Salisbury nämlich als Vorlage für seinen Roman. Deshalb sagte mir der Ort etwas! Übrigens war eine der Hauptrollen in der Verfilmung mit Eddie Redmayne besetzt, der in diesem Jahr (2015) mit dem Oscar für seine Rolle als Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ (2014) ausgezeichnet wurde. So, damit ist mein Bedarf für triviale Informationen für heute gedeckt. Mit dem hier vorliegenden Buch „Mr. Glas“ hat das alles nur in soweit etwas zu tun, als dass sein Protagonist Günter Glas in Salisbury aufgewachsen ist und die Kathedrale als Schauplatz für einen markanten Wendepunkt in seinem Leben und in der Handlung des Romans dient. Mehr kann ich dazu auch gar nicht verraten, denn sonst erwartet diejenigen, die das Buch noch lesen möchte, kaum noch etwas neues. Denn Überraschungen sind in „Mr. Glas“ leider ohnehin rar gesät, besonders nachdem man das Vorwort gelesen hat. Da wird dem geneigten Leser nämlich mal ganz locker-flockig das Ende kundgetan. Jedwede Spannung, die dem Roman durchaus gut getan hätte, ist damit von Tisch. Dabei hätte der Roman den Leser ohne Kenntnis vom Ausgang der Ereignisse mit seinem Ende wirklich berühren und eine tragische, emotionale Geschichte abliefern können. So ist es zwar auch ein nettes Buch, aber irgendwie ist nett hier wirklich unbefriedigend. Zumindest für mich. Mir hat der Clou gefehlt. Die Handlung plätschert vor sich hin wie die Themse an besonders schlechten Tagen, trotz Humor und liebevoller Figurenzeichnung fühlte ich mich von „Mr. Glas“ mit zunehmender Seitenzahl immer weniger gepackt. Gerade zu Beginn hatte die Geschichte noch Anleihen, sich irgendwo zwischen „Forrest Gump“ und „Das Labyrinth der Wörter“ einzureihen (beides Geschichten, die beweisen, dass ein großes Herz oft mehr bringt als ein großer Verstand), aber ich fand letztlich weder den Witz vom Erstgenannten noch den Zauber vom Zweitgenannten. Es könnte sein, dass für mich der vielzitierte Hase im Pfeffer bei der gewählten Erzählperspektive lag. Denn dieses, Entschuldigung, unsägliche Vorwort nimmt ja nicht nur das Ende der Geschichte vorweg, es klärt auch erst einmal, wer einem die Geschichte überhaupt vorträgt. Das ist nämlich die Dekanin Angela Winterbottom, eine, das muss man wirklich sagen, bezaubernde, lebenskluge ältere Dame, deren Wirkungsstätte die besagte Kathedrale von Salisbury ist. Sie schreibt für uns Günter Glas Lebensgeschichte auf, erzählt sie dabei aber aus der Ich-Perspektive, also aus Günters Sicht. Das heißt, sie denkt sich das meiste aus, denn sie war schließlich bei rund 95 % der Ereignisse in Günters Leben überhaupt nicht anwesend. Da habe ich mich zunächst gefragt, warum der Autor nicht gleich einen Roman aus der Ich-Perspektive Günters schreibt. Wozu eine separate Erzählerin dazwischen schieben? Das macht spätestens dann Sinn, wenn man im Vorwort gelesen hat, wie das Ende der Geschichte lautet. So weit, so gut. Aber durch diese verschobene Erzählperspektive bleibt Günter genau so blass, wie eine Figur eben sein muss, wenn eine dritte Person über sie berichtet, die die meisten Dinge auch nur aus zweiter Hand erfahren hat. Wobei diese Person ja auch nur fiktiv und vom Autor erfunden ist und somit ein wenig mehr Kreativität im Füllen der Lücken hätte an den Tag legen können. Diese Art zu erzählen, empfand ich als umständlich. Ein Ich-Erzähler, der eigentlich keiner ist, das war nicht mein Fall. Das hätte man auch anders lösen können, auf diesem Umweg ist irgendwie eine Menge verlorenen gegangen von einer Geschichte, die eigentlich und ganz bestimmt ganz süß gemeint war. Fazit: Eine britische Tragik-Komödie, ganz wunderbar gedacht, aber irgendwie ohne Clou. Muss ja auch nicht immer zwingend einen geben. Wäre hier aber doch irgendwie schön gewesen. Bewertung: Stil: 3/5 | Idee: 3/5 | Umsetzung: 2/5 | Figuren: 3/5 | Plot-Entwicklung: 2/5 | Tempo: 2/5 | Tiefe: 3/5 | Komplexität: 1/5 | Lesespaß: 2/5 Rezension von WortGestalt http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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  • Alex Christofi - "Mr. Glas"

    Mr. Glas
    jess020

    jess020

    15. April 2015 um 12:12

    “Mr. Glas” ist das Debüt des englischen Autors Alex Christofi und machte mich vor allem mit der Inhaltsbeschreibung neugierig. Günter Glas ist sehr durchschnittlich. Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter, zu welcher er eine sehr gute Beziehung hatte, scheint er dafür zuständig zu sein, Geld für die Familie zu verdienen. Sein Vater, der tagtäglich über die vielen Schulden der Familie Glas lamentiert, tut nichts anderes, als sich zu betrinken und von Günter Geld zu verlangen. Günters Bruder hingegen ist taubstumm und ist genauso wenig eine Hilfe für Günter. Also beschließt Günter, den Glas schon immer fasziniert hat, eines Tages der beste Fensterputzer der Welt zu werden. Er besorgt sich die benötigte Ausrüstung und geht in der Nachbarschaft Fenster putzen. Schon bald wird ein großes Putzunternehmen auf ihn aufmerksam. Ein bisschen erinnerte mich der Inhalt ja gerade vom Protagonisten her an die Romane von Matthew Quick, die ich bisher sehr gerne gelesen habe. Und auch in “Mr. Glas” haben wir es mit einem eher bemitleidenswerten Protagonisten zu tun. Günter ist nicht besonders intelligent, hat bisher nicht viel aus seinem Leben gemacht und sieht die Welt oftmals ein wenig anders als es der durchschnittliche Mann tun würde. Während diese Eigenschaften einen Protagonisten erst Recht interessant machen könnten, blieb mir persönlich Günter leider die gesamte Handlung über durchgehend eher unsympathisch. Auch wenn es durchaus Momente gab, in denen ich dachte, ich könnte mich mit ihm anfreunden, so blieb er mir letztendlich doch zu unnahbar und befremdlich. Auch von der Handlung an sich habe ich mir sehr viel mehr versprochen. Im Großen und Ganzen ist sie zwar durchaus lesenswert, gerade wenn man die Geschichte interpretiert und zwischen den Zeilen liest. Das machte für mich aber leider auch nicht die langatmigen Phasen währenddessen wett, die meiner Meinung nach dann doch eher dominierten. Diese überschatteten schließlich auch die wenigen unterhaltsamen Szenen. Sehr gelungen finde ich dafür die Gestaltung des Covers. Die glänzende Oberfläche erinnert selbst an Glas und das eher schlichte Motiv passt perfekt zur Handlung. Mich konnte “Mr. Glas” leider so gar nicht begeistern. Potenzial für eine interessante Geschichte war zwar durchaus vorhanden, allerdings konnte ich mich mit dem Protagonisten absolut nicht anfreunden und die Handlung hatte neben einigen wenigen unterhaltsamen Szenen viel mehr Längen zu bieten, so dass ich mich öfter gelangweilt als unterhaltet gefühlt habe. 

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  • Mr. Glas oder wie Günter lernte das Leben zu leben

    Mr. Glas
    Abby90

    Abby90

    09. April 2015 um 15:03

    Meine Meinung: Ich bin sehr beeindruckt von diesem Buch, auch wenn es mich letzten Endes nicht vollkommen hat überzeugen können. Allerdings muss ich auch anmerken, dass der Klappentext einen hier komplett in die Irre führt. Der Protagonist, Günter Glas, ist eigentlich nicht dümmer oder klüger als die breite Masse der Bevölkerung. Er ist eben einfach nur Günter, deutsch-walisischer Bürger mit britischem Pass. In der Schule war er mäßig und hat so nur einen Job als Milchmann ergattern können und wie ich finde, hat er diesen Job auch geliebt, daher brach für ihn eine Welt zusammen als er diesen Job verlor. Dann gab es auch noch diesen Todesfall, von dem er sich nie wirklich erholen kann und dadurch ein sehr zurückgezogenes Leben voller belgischer Waffeln und seinem PC und Wikipedia zu leben beginnt. Jedenfalls solange bis er beschließt Glasputzer zu werden. Genau da setzt Christofi die eigentliche Komödie an, die satirisch anmutet, denn hier wird durch die Figuren die Günter in seinem Leben treffen wird England oft und gern mal durch den Kakao gezogen. Ich hab hier wirklich des Öfteren Lachen müssen, weil einige Situationen so absurd waren, dass sie recht skurril wirkten aber dennoch dem Buch seinen eigenen Charme gegeben haben. Ich persönlich empfinde Günter nicht als dumm oder schlau, sondern als Nerd auf dem Gebiet „Glas“ und dabei ist es purer Zufall, das sein Nachname auch Glas ist. Mit ihm identifizieren konnte ich mich jedoch nicht, da ich ihn zum Teil eher merkwürdig fand. Dabei hat er es wirklich nicht einfach im Leben, schafft es dennoch immer irgendwie sich durchzumogeln und vor allem lehrt er einen: Gibt niemals auf, egal wie hart das Leben doch ist. Genau das soll uns das Buch wohl auch vermitteln, wenn man denn in der Lage ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Vom Schreibstil her finde ich es okay, auch wenn hier sicherlich noch der ein oder anderen Feinschliff möglich gewesen wäre, denn einige Stellen fand ich doch recht lang gezogen. Außer Acht lassen, dass es sich hier um einen Erstling des Autors handelt, darf man dennoch nicht, denn so ist nachvollziehbar, dass der Autor noch nicht mit den ‚Bestseller-Autoren‘ auf eine Stufe gestellt werden kann. Dennoch kann ich es besonders denjenigen empfehlen, die nicht wissen, was sie auf einer anstehenden Bahnfahrt lesen sollen. Daher vergebe ich hier gute 7 Stöberkisten für dieses Buch. Es hat mich doch sehr überrascht. Macht euch selbst ein Bild davon und erzählt mir im Nachhinein wie ihr es fandet, eventuell hab ich ja doch was tolles überlesen.

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