Alex Cousseau Der kleine Drache Theodor

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Inhaltsangabe zu „Der kleine Drache Theodor“ von Alex Cousseau

Wie alle Drachen seines Alters soll Theodor lernen, wie man fliegt und Feuer speit. Aber Theodor ist nicht wie all die anderen: Statt zu fliegen, stapft er zu Fuß zur Schule. Statt Feuer zu speien und seine Schulhefte zu verbrennen, füllt er sie lieber mit Gedichten. Ständig wird Theodor wegen seiner riesigen Flügel und seiner übergroßen Füße von den anderen Drachenschülern gehänselt. Was soll er bloß tun? Es scheint niemanden zu geben, der ihm helfen könnte und ihn so akzeptiert, wie er ist. Doch als er schon fast jede Hoffnung aufgegeben hat, lernt er, dass eine vermeintliche Schwäche zur größten Stärke werden kann!

Dieses Bilderbuch hat ein großes Format, durch das die Farbenpracht noch besser zur Geltung kommt. Sehr gut für Kinder geeignet.

— KaJuKo
KaJuKo

Ein illustratorisches Meisterwerk, welches eine gefühlvolle Geschichte zwischen seinen Seiten birgt! Ein ganz besonderer Eyecatcher ♥

— Büchernische
Büchernische

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  • Rezension zu "Der kleine Drache Theodor" von Alex Cousseau

    Der kleine Drache Theodor
    Büchernische

    Büchernische

    28. February 2013 um 10:55

    Alex Cousseaus »Der kleine Drache Theodor« ist mir sofort aufgefallen, als ich vor einiger Zeit das Verlagsprogramm des Knesebeck Verlages genauer unter die Lupe nahm. Dieses Buch ist ein Schmuckstück, das mich schon bei seiner Ankunft hier völlig überrascht hat. Wer hätte gedacht, dass der erste Band der zauberhaften Geschichte Theodors in wahrhaft drachenstarker, schier (bild)gewaltiger Größe in unsere Büchernische einzieht? Wenn aus Schwäche Stärke wächst... Als der kleine Drache Theodor aus seinem Ei schlüpft, sind seine Eltern überglücklich. Theodors Flügel sind ein wenig länger und größer als die der anderen Drachen in seinem Alter, und auch seine Füße sind wahre Prachtexemplare. Eines Tages ist es dann soweit: Theodor muss die Schule besuchen, um fliegen und Feuer speien zu lernen. Doch darauf hat er so gar keine Lust, Theodor fliegt nicht, er geht zu Fuß zur Schule. Theodor speit kein Feuer und zerstört dabei Bücher wie all die anderen Drachen, nein - er schreibt lieber Gedichte in sein Schulbuch. Es kommt wie es kommen musste: Theodor wird gehänselt, nicht nur weil er sich nicht so recht an den Schulstunden beteiligen möchte, auch seine übergroßen Füße und seine riesigen Flügel machen ihn zur Zielscheibe von Hänseleien der gehässigen Mitschüler. Warum akzeptiert man ihn nicht einfach so, wie er ist? Theodor gibt es schon beinahe auf, daran zu glauben, dass ihm jemand helfen und ihn unterstützen könnte, da geschieht etwas Unerwartetes... Ein Feuerwerk der Illustrationskunst! Alex Cousseau hat gemeinsam mit Philippe-Henri Turin etwas Einzigartiges kreiert. Ein kleiner Drache, der anders ist, eine Außenseiterrolle verkörpert und mit der Zeit lernt, dass aus Schwäche seine größte Stärke gedeihen kann, ist keine ungewöhnliche Thematik für ein Bilderbuch beziehungsweise ein Kinderbuch ab vier Jahren. Doch diese beiden Herren haben ein Kunstwerk geschaffen, ein Feuerwerk brillianter Farben. Ich könnte Stunden allein damit verbringen, mir die unglaublich fein gezeichneten, bis ins kleinste Detail liebevoll gestalteten Illustrationen in diesem Buchschatz anzusehen. Das passierte mir auch noch nicht so oft, dass ich wirklich staunend mit großen Augen vor einem Buch für das Kleinkinderalter sitze und ganz langsam Zentimeter für Zentimeter jeden künstlerischen Aspekt zu erkennen versuche. Faszinierend! Ich saß also da, meinen Zweijährigen auf dem Schoß, das wirklich gigantische Buch vor mir und ließ diesen prächtigen Anblick auf mich wirken. Bereits auf dem Vorsatzpapier leuchtete uns eine riesiges Knäuel bunter Drachenköpfe und schuppiger Körper entgegen. Da verknotete sich ein Drachenschwanz um den anderen, blinzelte dem Leser ein großes Auge neugierig entgegen und trampelten Drachentatzen auf den Köpfen ihrer Gefährten herum. Mitten in all dem Gewusel der in allen Regenbogenfarben schillernden Drachenbande breitet der "kleine" Drache Theodor seine unglaublich großen, gelb-petrolfarbenen Flügel aus. 14. September 1817. Stille. Es riecht nach Weltuntergang. Der Himmel ist wie tot. Nichts bewegt sich. Nebel. In schwindelerregender Höhe, auf einem Gipfel, in einem Nest aus Stein und Geröll, kommt ein Kind zur Welt. - Seite 6 Die Geschichte formuliert sich mit kindgerechten, sehr einfühlsamen Worten, beschränkt sich dabei auf das Wesentliche und vermittelt klar verständlich die emotionalen Zustände des kleinen Protagonisten. Ausgrenzungen ob seiner Andersartigkeit, bezogen auf sein Aussehen, auf seine Sicht der Dinge und seinem Verhalten gegenüber der innerhalb der Drachengesellschaft geltenden Norm. Er wird gehänselt, belächelt - das ist kein schönes Gefühl. Auch das Thema Mobbing wird kindgerecht angeschnitten, denn nichts anderes verbirgt sich hinter den Hänseleien und der Ignoranz seiner Drachenkameraden. Die Lehren, welche man aus diesem Buch ziehen kann, sind nicht neu und man stellt vielleicht die Frage, ob es noch immer derartig moralische Geschichten braucht. Doch schaut man sich in der heutigen Welt ein wenig genauer um, kann man diese nur mit einem mehr als deutlichen "Ja" beantworten. Man kann gar nicht früh genug damit anfangen, seinen Kindern beizubringen, dass es völlig egal ist, ob wir klein, groß, dick, dünn, dunkelhäutig oder hellhäutig sind, krauses oder glattes Haar tragen. Jeder hat ein Recht darauf, individuell akzeptiert und respektiert zu werden. Diese Werte dürfen nicht (wieder) verloren gehen und gerade in der heutigen Zeit, im Brennpunkt sozialer Unterschiede, welche immer weiter und weiter auseinander klaffen. Es wird immer wichtiger, Kindern diese Werte zu vermitteln. Dies gelingt Alex Cousseau in seiner fantasievollen Drachenstory außergewöhnlich gut und führt auch schon die kleinsten Lesefreunde an die Thematik des gegenseitigen Respekts heran. Wir haben hier definitiv ein Buch in der Hand, das man hervorragend in einem Kindergarten als Vorlesebuch verwenden kann und auch zuhause im heimischen Wohn- und Kinderzimmer immer und immer wieder gerne hervor holen wird. Besonders schön finde ich auch die Idee des Autors, den kleinen Drachen dichten zu lassen. Das peppt die Story auf und prägt sich gut in das kindliche Gedächtnis ein, mag es noch so unaufmerksam und aufgeregt sein. Gerade dieser Aspekt, verbunden mit dem einfühlsamen Plot, bietet großes Identifikationspotential sowohl für die Zielgruppe als auch ihre abendlich vorlesenden Eltern. *Ich bin zart wie ein Reh und bin trotzdem ein Drache, Seht meine Flügel und hört meine Sprache. Mit meinen Füßen, so groß wie Melonen, werd' ich gewiss keinen Zeh hier verschonen. - Seite 14* So farbenfroh & lebendig! Ich mag mich wiederholen, doch in diesem Fall tue ich das gern. Denn die Illustration von »Der kleine Drache Theodor« ist unheimlich intensiv und farbenfroh. Jedes Blümchen, jedes Blatt, jede Schuppe, ja jedes schelmische Blitzen in den Pupillen der Drachenkinder, selbst eine noch so winzige kleine Fliege im Verhältnis zur Größe eines Drachen ist mit viel Liebe und Detailgenauigkeit gezeichnet und koloriert worden. Ich konnte mich gar nicht satt sehen. Das muss man wirklich selbst gesehen haben und in diese bunt schillernde Farbenpracht eintauchen. Diese Zeichnungen wirken so lebendig, als würden sich die Wesen jeden Moment vom Papier erheben und aus dem Buch herausklettern. Ob man wohl die Drachen blinzeln sieht, wenn man sie lange genug betrachtet? Die außergewöhnliche Größe des Buches, welches im Din A3-Format gedruckt wurde, unterstreicht die Einzigartigkeit. Es ist nicht nur ein Buch, es ist eine Leinwand! Und der Künstler hat diese - Seite um Seite - bis in die kleinste Ecke mit Leben gefüllt. Im Bücherregal sichert sich das Bilderbuch aus der wohl ausgesuchten Kollektion des Knesebeck Verlages allein schon aufgrund seines Formates ein Plätzchen ganz oben auf dem Thron der Buchschätze. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band namens »Der kleine Drache Theodor in der Höhle des Zyklopen« bewundern zu dürfen! ♥ Mein Fazit: Ein illustratorisches Meisterwerk, welches eine gefühlvolle Geschichte zwischen seinen Seiten birgt und in jedem Bücherregal ein Eyecatcher sein wird! Dieses Buch ist in mehrfacher Hinsicht ein ganz besonderes Abenteuer, das man immer wieder bestaunen kann und doch wieder Neues entdecken wird! Grandios meine Herren Cousseau & Turin, danke für diesen fantastischen drachenstarken Ausflug mit Theodor!

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  • Rezension zu "Der kleine Drache Theodor" von Alex Cousseau

    Der kleine Drache Theodor
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    30. April 2012 um 09:46

    Theodor ist ein kleiner Drache. Deren Lebensaufgabe und Ziel ist es zu lernen, wie man fliegt und vor allen Dingen, wie man Feuer speit. Doch Theodor ist nicht wie die anderen Drachenkinder. Er geht zur Schule, während die anderen fliegen. Und statt mit Feuer zu spucken und damit seine Schulhefte anzusengen, schreibt er sie lieber voll mit wunderschönen Gedichten. Achtzehn Gedichte hat Theodor bis zum Ende des Schuljahres schon verfasst, eines schöner als das andere, doch die anderen Drachenkinder hören nicht auf ihn zu hänseln, auszulachen und zu verspotten wegen seiner riesigen Flügel und seiner großen Füße. Theodor ist unglücklich und weiß nicht, was er tun soll. Niemand scheint da zu sein, der ihn so akzeptiert, wie er ist. Er läuft zum Rande des großen Vulkans, und dichtet frei: „O Berg, der mächtig Feuer speit, o riesiger Schlund, mit Glut übersät, halt ein und nimmt dir etwas Zeit und sieh dir an, wie schlecht`s mir geht!“ Der Berg antwortet auf seine Weise und schleudert Theodor mit einer mächtigen Explosion in die Luft. Theodor ist völlig hilflos in der Luft und dichtet noch schnell einen letzten Abschiedsvers: „Ade, Papa! Mama, ade! Adieu, du Welt von Ach und Weh Ich weiß, dass ich verloren bin, an einem Mittwoch scheid` ich hin!“ Heute sei aber Sonntag, sagt da eine zarte Stimme neben ihm. Eine Fliege ist es, die Theodor zeigt, wie man seine Flügel ausbreitet um zu schweben. „Er lässt sein Heft los und breitet seinen riesigen Flügel aus. Alles Übrige erledigt die Luft.“ Mit einem riesigen Feuerwerk wird der heimkehrende Theodor von den anderen Drachen gefeiert. „Da fliegt Theodor, der Dichter!“ Sie haben endlich gelernt zu akzeptieren, dass er anders ist als sie. Ein wunderschönes farbenprächtig und beeindruckend illustriertes Bilderbuch über das Anderssein, das mich in vielem erinnert hat an Helga Banschs Bilderbuch „Ein schräger Vogel“ (Beltz 2008).

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