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Das Buch begrüßt den geneigten Leser, auf seinem Hardcover, mit dem Untertitel „Eine fantastische Reise durch die Welt des deutschen Steampunks“. Also bin ich mal gespannt ob das Panoptikum wirklich eine solche Ausstellung hinbekommt oder ob am Ende nicht doch mehr Fragen als
Antworten übrig sind. Also ab ins
steamige Vergnügen.

Klappentext:
Die Facetten des Steampunks sind so bunt und so vielfältig wie eine Reise in 80 Tagen um die Welt. Clara Lina Wirz und Alex Jahnke stellen in Steampanoptikum die vielen Variationen des deutschsprachigen Steampunks und die Künstler dahinter vor.

Von literarischen Reisen, durchwoben von Aether und Dampf, zu einer Gesellschaft mit guten Manieren; von wahnsinnigen Erfindungen bis zu musikalischen Ausflügen in eine viktorianische Zukunft.

Mit Steampanoptikum wird dem Genre erstmals der visuelle Raum gegeben, den es verdient. Gekonnt werden Sachtexte mit Prosa, Poetik und Bildern vereint, welche dieses Werk zu einem kurzweiligen Lesevergnügen werden lassen.

Zum Inhalt:
Nachdem öffnen des Buchdeckels stößt man auf das Inhaltsverzeichnis, welches einen schön zeigt wohin die Reise in den einzelnen Kapitel gehen wird. So finden wir uns zuerst in einem geschichtlichen Abriss des Genres wieder, welcher in einigen Fragmenten auch sehr detailliert ist und man erfährt einiges an Fakten.

Weiter geht es mit einem Besuch bei den bekannten Machern/Gesichtern des Genres (Maker). Auch hier haut das Panoptikum mit Daten und Fakten um sich.

Anschließend gibt es etwas auf die Ohren! Es wird sich mit dem Soundtrack des Genres beschäftigt. So finden Kapellen wie Aeronautica und Drachenflug den Weg zwischen die Deckel.

Wer sich dann Gedanken über das richtige Erscheinungsbild machen möchte, ist beim Abschnitt „Die Mode“ richtig aufgehoben. Hier finden sich Tipps, Tricks und viele Stoffträume mehr wieder.

Den Abschluss bildet der Einblick in „Filme & Gruppen“. Hier kann man sein Wissensdurst über das Amt für Ætherkunde oder aber Airlords of Airia stillen.

Die einzelnen Abschnitte werden jeweils mit einer Kurzgeschichte garniert und beendet.

Mein Fazit:
„Das Grosse Steampanoptikum“ ist im ersten Augenblick ein unscheinbares Hardcover, welches in allererster Linie durch sein Format auffällt. Wenn man sich dann aber zum Kauf entschlossen hat und somit dem Innenleben einen Schritt näher gekommen ist, sollten man sich gemütlich zurücklehnen und das gebotenen genießen.

Allerdings ist das Steampanoptikum kein Werk welches an einem Tag durchgeackert werden will, sondern eher eines welches in 80 Tagen erlebt werden möchte.

Bei den Kurzgeschichten hoben sich „Erlkönig und „Prudences Regiment“ etwas hervor, aber insgeamt wurden alle ihrer Aufgabe gerecht und unterhielten sehr gut.

So schön das Buch auch mit seinen grafischen und Typo-details ist, mir persönlich erscheint es nicht zuende gedacht, so sollte die Papierwahl überdacht und ein Lesebändchen hinzugefügt werden. Allerdings das wesentliche, der Text, sorgt für etliche Stunden gemütliches Lesevergnügen, auch wenn die enthaltenen Kurzgeschichten nicht alle überzeugten.

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ralf_boldts avatar

Rezension zu "Neues aus Neuschwabenland" von Alex Jahnke

Wenn das der Führer wüßte
ralf_boldtvor 4 Jahren

Im Untertitel „Aus den Tagebüchern des Führers(Adjutanten) wird deutlich, dass dieses Buch wirklich im legendären Rückzugsgebiet der Nazis spielt. Man schreibt das Jahr 80 n.d.ZW (Nach dem Zweiten Weltkrieg). Die Nazis haben sich vor dem Ende ihres Reiches in die Antarktis zurückgezogen. Dort waren schon Aliens vom Aldebaran gelandet, die sich aber in der Hohlwelt verbarrikadiert haben, weil sie mit den Nazis nichts zu schaffen haben wollten. Hitler war durch ein kommunikatives Mißverständnis an die Macht gekommen, in Wirklichkeit hatten die Aldebaraner vor ihm gewarnt.
Die Nazis nutzen dort zur Energiegewinnung, zur Kommunikation und zur Fortbewegung die geheimnisvolle Vril-Kraft. Das Buch ist in Form von Tagebuchaufzeichnungen des Führeradjutanten verfasst. Dieser muss sich um einen mysteriösen Todesfall in der Nazi-Kolonie kümmern, bei der Vril eine Rolle spielen könnte. Doch das ist nicht die Hauptsache. Das tägliche Leben in der Kolonie ist schon schlimm genug. Schlechtes Essen, Pinguine, Nachschubprobleme und Langeweile bestimmen den Alltag. Der Führer und auch seine SS-Schergen sind senil, werden geduldet, aber von keinem mehr richtig Ernst genommen. Die Ziele des dritten Reiches sind schon längst vergessen oder verwässert und man macht sich einen Spaß daraus, mit den Reichsflugscheiben für UFO-Sichtungen zu sorgen. Das entführte Menschenmaterial entspricht nicht mehr den Voraussetzungen und die Neo-Nazis wissen auch nicht mehr, was überhaupt Sache ist.
Das Buch hat außer dem aufzuklärenden Tod nur den roten Faden der Satire über die Nazis. Die Tagebucheintragungen sind kurze Anekdoten und Weisheiten, wie wir sie von Alex Jahnke kennen und schätzen. Bisweilen gerinnt dem Leser das Schmunzeln im Gesicht und das Lachen bleibt im Hals stecken, denn was hier so lockerflockig erzählt wird, ist satirisch und manchmal reiner Sarkasmus. Die Nazis könnten normale Menschen in der Nachbarschaft sein, denn sie Probleme dort in der Antarktis haben andere überall auf der Welt.
Es bleibt die immer gestellte Frage, ob diese Art von Humor über solche Themen legitim ist. Dies gilt für „Er ist wieder da“ wie für „Neues aus Neuschwabenland“, wobei das Buch von Alex Jahnke besser ist. „Lustiger“ sollte man nicht schreiben. Aber es ist so.

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