Alex Kershaw Der Befreier

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Inhaltsangabe zu „Der Befreier“ von Alex Kershaw

Felix Sparks (1917–2007) stammte aus einer Bergarbeiterfamilie in Arizona und ließ sich nach der High School von der Armee anwerben, weil er in der Großen Depression keine Arbeit fand. Dann ging er ans College, um Jura zu studieren, und wurde erneut einberufen, als die USA sich für den Kriegseintritt rüsteten. Er nahm teil an der Invasion Siziliens 1943, war der einzige Überlebende seiner Einheit bei der Schlacht von Anzio, überlebte die deutsche Ardennenoffensive, den Häuserkampf in Aschaffenburg, wo der »Volkssturm« die Amerikaner aufzuhalten versuchte, und kommandierte die Einheit, die Dachau befreite. Der Alltag an der Front, der Tod der anderen, die eigene Todesangst, Heimweh, Furcht und Tapferkeit, Hass, das Wunder und das Schuldgefühl des Überlebens, die ganze Psychologie des Krieges, der Versuch, sich die Menschlichkeit zu bewahren, vor allem die Sinnfrage: Warum machen wir das? Sie beantwortete sich für Sparks endgültig, als er nach Dachau kam.

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  • Der Befreier

    Der Befreier

    Wurm200

    26. June 2015 um 19:57

    Alex Kershaw Der Befreier Deutscher Taschenbuch Verlag Autor: Alex Kershaw ist in England geboren, hat in Oxford studiert, Geschichte unterrichtet und dann als Journalist für wichtige englische und internationale Zeitungen und als Produzent für Fernsehdokumentationen gearbeitet. Heute lebt er in Massachusetts. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt, zwei waren New-York-Times-Bestseller (Quelle:dtv.de). Felix Sparks lebt mit seinen Eltern, seinem Bruder und seinen Schwestern in einem Haus in Arizona. Aufgrund der Wirtschaftskrise führten sie kein luxuriöses Leben sodass Sparks (mit seinem Vater) jagen ging um sich und die Familie zu ernähren. Jahre später bewarb er sich für das Citizens Military Training Camp und wurde dort angenommen (als einer von 50 weiteren Bewerbern). Nach seinem Abschluss (als Jahrgangsbester) zog es Ihn in die Welt hinaus. Eines Tages wurde er auf seiner “Tour” von der Armee angworben. Hier beginnt die “Reise” von Felix Sparks, auf der er viel Schrecken erleben wird, aber er auch durch seinen Mut und seine Tapferkeit vielen Menschen das Leben rettet. Außerdem beendet er (und viele andere Soldaten) eines der schlimmsten Kapitel der Weltgeschichte. Alex Kershaw erzählt detailliert, sachlich und mit Hilfe vieler Bilder und Taktikkarten seine Sicht des Krieges (jegliche Informationen werden auch durch Quellenangeben ergänzt). Ein dunkles Kapitel der Menschheit wird so ein klein wenig “Farbe” eingehaucht. Gerade weil das Buch eben nicht nur auf Text, sondern wie eben schon erwähnt auch auf Bilder und (was mir besonders gefallen hat) Taktikkarten. Dabei behandelt das Buch besonders das Thema des “D-Days” bzw. im Falle von Sparks die vielen D-Days, die er mitmachen musste (Operation Husky, Operation Avalanche, Operation Shingle). Jedoch sind einige Fehler beim Übersetzen hineingeraten (z.B. das Kaliber 50, das eigentlich 0.50 sein sollte), darüber kann man aber gerade so noch hinwegsehen. Zum nachschlagen und für genauere Informationen beinhaltet das Buch ein gut sortiertes Quellenverzeichnis, welches sich am Ende befindet. Fazit: Es gibt viele Werke (Filme und auch Bücher), die das Thema “Krieg” behandeln, jedoch hat mich das Buch in den Bann gezogen, sodass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Sollte man aber dem englischen mächtig sein, so lege ich ihm die englische Version nahe (aufgrund einiger Übersetzungen). Allein auf dieses Buch würde ich mich zwar nicht verlassen, was die Geschichte angeht, als Ergänzung zu anderen Werken (oder als kleine, spannend geschriebene Übersicht) empfehle ich dieses Buch trotzdem jedem, der sich für die Geschichte auch nur ansatzweise interessiert. Cover: Das Cover ist in Schwarz-weiß gehalten, was meines Erachtens am besten den Krieg widerspiegelt. Man sieht einen Soldaten von hinten, der anscheinend durch einen Kriegsschauplatz läuft (leeres Feld von dem Rauchschwaden aufsteigen). Ich finde damit greift man das Thema “Krieg” sehr gut auf denn dort war auch nichts bunt (und fröhlich), sondern jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Klappentext: 500 Tage Krieg im fernen Europa Felix Sparks (1917-2007) stammte aus einer bitterarmen Bergarbeiterfamilie in Arizona und ließ sich nach der High School von der Armee anwerben, weil er in der Depression keine Arbeit fand. Danach ging er ans College, um Jura zu studieren, und wurde erneut einberufen, als die USA 1941 in den Krieg eintraten. Ein amerikanischer Soldat auf dem europäischen Kriegsschauplatz Sparks nahm teil an der Invasion Siziliens 1943, war der einzige Überlebende seiner Einheit bei der Schlacht von Anzio, überlebte die deutsche Ardennenoffensive, den Häuserkampf in Aschaffenburg und kommandierte die Einheit, die Dachau befreite. Der Alltag an der Front, der Tod der anderen, die eigene Todesangst, Heimweh, Furcht und Tapferkeit, Hass, das Wunder und das Schuldgefühl des Überlebens - die ganze Psychologie des Krieges. Der Versuch, sich die Menschlichkeit zu bewahren, vor allem die Sinnfrage: Warum machen wir das? Sie beantwortete sich für Sparks endgültig, als er nach Dachau kam. Titel: Der Befreier Autor: Alex Kershaw Seiten: 488 Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag Preis: 24,90 ISBN: 978-3-423-28030-3 wurm200.blogspot.de/

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  • Sachlich und umfassend informativ

    Der Befreier

    michael_lehmann-pape

    22. April 2014 um 15:31

    Sachlich und umfassend informativ Natürlich sind im Lauf der Jahre alle Hintergründe, Bewegungen, militärische Schritte, Optionen, historische Betrachtungen zu und über den zweiten Weltkrieg in vielfacher Form bereits beleuchtet worden. Dennoch, gerade was die populäre Literatur angeht, die Filme und die Darstellung in anderen Medien, der „D-Day“, die Invasion in der Normandie besitzt hier doch einen deutlich höheren Stellenwert vor anderen militärischen Ereignissen. Die doch letztlich alle gleichwertig von allen Seiten her stattfanden. Vom Osten wie vom Westen wie vom Süden her. In dieser Weise gesehen bietet das neue Buch von Alex Kershaw nun eine ausführliche, intensive, persönlich gehaltene Darstellung der „anderen Invasion“, der von Sizilien im Süden aus durch Italien und Teile der Balkanstaaten hindurch. Minutiös und detailliert folgt Kerschaw hier in seinem sehr sachlichen, nüchternen Stil den „Fußspuren“ des Amerikaners Felix Sparks. Offizier mit Verantwortung, der vom ersten Schritt auf den Boden Siziliens an den kompletten Krieg miterlebte, dem das Grauen „auf die Haut“ rückte in vielfacher Form. Ungeschminkt und sehr klar in der Sprache führt Kershaw den Leser durch die einzelnen, blutigen, Verlustreichen, von Entsetzen und Trauer genauso gekennzeichneten Etappen, wie Umsicht und auch Stolz über Erfolge erkennbar werden. In seiner Beschreibung bleibt Kershaw durchweg sachlich distanziert, lässt keine „Action-Orgien“ a la Hollywood Kriegsfilmen entstehen, auch wenn Blut, Fleisch, Körperteile und Tod den Weg gepflastert haben (und Kershaw dies nicht verschweigt). Sein „roter Faden“, sein Augenmerk, neben der umfassenden Darstellung dieser Seite des Kampfes gegen den Feind gilt vor allem der „inneren Bewahrung“ des Offiziers Felix Sparks. Eine durchgehende Haltung, die beim „letzten Bild“ ihren Anfang für dieses Buch nahem. Einer, der unter großen Opfern gekämpft hat, der viele seiner Leute zu betrauern hatte, der Leid und Tod gesehen hat, der die Brutalität und den Fanatismus der SS sowohl im Feld erlebt wie auch in ihren zivilen Folgen im Konzentrationslager hautnah mit angesehen hat. Und der dennoch in einem entscheidenden Moment weder den Kopf noch sein Herz verliert noch seine Überzeugungen, die Erschießung einer Gruppe gefangener SS Männer beherzt verhindert. Was auch der Leser nach der Lektüre dieses Buches nicht unbedingt von ihm erwartet hätte. Wo auch nach der Lektüre vom Gefühl her die Entladung all dessen an Wut und Entsetzen in gezielten Gewehrschüssen mehr als verständlich (und entschuldbar ) gewesen wäre. So erhält der Leser in sehr fundierter und sorgfältig recherchierter Weise einen minutiösen Einblick in die Kämpfe des zweiten Weltkrieges, die von Sizilien ausgingen, die „Konkurrenz“ der Alliierten untereinander, die „Hölle des Krieges“ in den Schlachten und ebenfalls das Portrait eines „Mannes der Tat“ mit klarer und fester Haltung (und wie diese sich über die Kämpfe und das Grauen des Anblicks des KZ hin sich bewahrte). Eine wichtige Lektüre über ein immer noch wichtiges, in seinen Grundzügen zeitloses Thema der „Bewahrung des Menschlichen“ im Krieg.

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