Alex Lépic

 4.2 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf von Alex Lépic

Alex Lépic, geboren 1980 in Paris, ist in Deutschland aufgewachsen, setzt sich aber so oft wie nur möglich in den Zug, um in sein heiß geliebtes Paris zurückzukehren. Dort bewohnt er ein kleines Mansardenzimmer, leider nicht im feinen siebten Arrondissement und auch nicht mit Blick auf den Pont Neuf. »Lacroix und die Toten vom Pont Neuf« ist sein Debüt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Lacroix und die Toten vom Pont Neuf: Sein erster Fall

Erscheint am 01.10.2020 als Taschenbuch bei Droemer Taschenbuch.

Lacroix und die stille Nacht von Montmartre

Erscheint am 22.10.2020 als Hardcover bei Kampa Verlag.

Lacroix und die stille Nacht von Montmartre. Sein dritter Fall

Erscheint am 23.10.2020 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

Alle Bücher von Alex Lépic

Neue Rezensionen zu Alex Lépic

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Rezension zu "Lacroix und der Bäcker von Saint-Germain" von Alex Lépic

Spannend und entspannend!
Susanne_Probstvor 22 Tagen

An dem wunderschönen Cover in Blautönen und an der wertigen Aufmachung des Buches mit Farbschnitt bin ich nicht vorbeigekommen. 

Ich musste anhalten, es aufschlagen und reinlesen. 

Und dann war ruckzuck klar: 

Diesen Kriminalroman will ich lesen.


Idee und Plot sind aussergewöhnlich, reizvoll, interessant und spannend:

Nach einem Wettbewerb, in dem es dabei geht, den Bäcker zu küren, der das beste Baguette der Stadt bäckt, wird genau dieser gekürte Bäckermeister, Maurice Lefèvre, tot in seiner Backstube aufgefunden. 

Ein paar Stunden nach der Preisverleihung wurde Maurice Lefèvre, der den Titel zum 2. Mal in Folge gewann - was einer Sensation gleichkommt - mit dem Brotschieber erschlagen!

Liegt es nicht nahe, dass Neid das Mordmotiv ist?


Der scharfsinnige und etwas altmodische Kommissar Lacroix, der gutes Essen liebt und mit Handy und Internet - „diesem modernen Zeug“ - so gar nichts anfangen will und kann, nimmt sich des Falles an. Der Kommissar hat durchaus seine Eigenheiten, die ihn aber nicht zu einem nervigen Zeitgenossen machen, sondern seine kultivierte, gesetzte, gelassene Seite unterstreichen und Sympathie für ihn wecken.
Er lehnt nicht nur so manchen technischen Fortschritt ab, sondern auch die Pariser Metro. Der Grund? Ganz klar: Paris ist einfach zu schön, als dass man seine Zeit im Untergrund der Stadt verbringt. Klingt doch logisch, oder?

Auf seinen Streifzügen durch Paris per pedes oder Bus begleiten wir Lacroix. Wir spüren den Puls und das Flair der französischen Metropole, lernen seine Frau, die Bürgermeisterin, und seinen Bruder, den Priester, kennen und besuchen mit ihm sein Lieblingsbistro, dessen Kellnerin ungefragt seine Telefonistin wird.
Die Handlung schreitet völlig unaufgeregt und dennoch spannend voran.
Das hat letztlich eine entspannende Wirkung und unterstützt den Eindruck, einen geistigen Kurzurlaub in der französischen Hauptstadt zu machen.

Leider habe ich erst während der Lektüre festgestellt, dass es bereits einen ersten Band gibt. 

Aber egal.

Der wird jetzt einfach hinterher gelesen.

Und der dritte ist wohl schon in Planung.


Ich empfehle den Roman allen Liebhabern und Fans der Kriminalromane von Simenon und Agatha Christie gerne weiter.

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Rezension zu "Lacroix und der Bäcker von Saint-Germain" von Alex Lépic

Lacroix und sein zweiter Fall in den Straßen von Paris
detlef_knutvor 2 Monaten

Dies ist erneut ein Krimi in den Fußstapfen von George Simenon und seines Kommissars Maigret. Der Kampa Verlag aus Zürich hat den zweiten Roman mit Commissaire Lacroix und seinem Team herausgebracht.

Beim jährlichen Bäckereiwettbewerb um das beste Baguette der Stadt Paris hat erneut der Vorjahressieger Maurice Lefevre gewonnen. Ein Sieg bei diesem Wettbewerb ist mit den höchsten Ehren verbunden. Natürlich erhöhen sich die Umsätze der Bäckerei, weil ganz Paris vom Sieger spricht. Aber außerdem wird der Sieger zum Lieferanten für den Élysée-Palast. Welche Ehre! Die ganze Nation isst das Baguette des Siegers. Doch einen Tag nach der Blindverkostung und der Siegerehrung wird Lefevre tot in seiner Backstube aufgefunden. Erschlagen mit dem Brotschieber, mit dem die Brote aus dem Backofen geholt werden. War das die Tat eines Neiders?

Herrlich französisch, Böses unglaublich pariserisch, voller Charme wird der Kriminalfall erzählt.

Die Ähnlichkeit mit Maigret ist gewollt. Nicht zufällig trägt auch Lacroix den Spitznamen Maigret bei seiner Frau und im Präsidium. Mit ihm spaziert man durch die Pariser Straßen, geht in die Bistros und riecht den Duft der Boulangerien. Bedächtig und ohne Action, quasi genießerisch. Aber ebenso bedächtig folgt man auch den falschen Spuren, die der Autor ausgelegt hat. Den Spekulationen im eigenen Kopf sind Tür und Tor geöffnet. Spannend bis zum Schluss.

Neben der Geschichte mit Pariser Flair hat mir aber auch die Gestaltung des Buches gefallen. Ein passendes Cover zur nächtlichen Zeit mit dem Namen des Verlages auf dem Straßenschild, das hat was. Außerdem zeigen die Innenseiten des Covers eine Karte von Paris, dem engeren Zentrum dieser Stadt. Neben einigen Sehenswürdigkeiten, die der Orientierung dienen, sind einige Orte des Geschehens aufgezeichnet, wie das Büro Lacroix‘, das seiner Frau, der Bürgermeisterin, das Polizeipräsidium und so weiter.

Ein spannender und amüsanter Kriminalroman, der den Leser in die französische Metropole führt und damit einen angenehmen Kurztrip bietet.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2020

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Rezension zu "Lacroix und der Bäcker von Saint-Germain. Sein zweiter Fall" von Alex Lépic

Krimi mit Stil
danielamariaursulavor 3 Monaten

Paris, kurz vor dem Ausbruch von Corona: Wie jedes Jahr wird das beste Pariser Baguette ausgezeichnet. Ein Preis der mit viel Prestige verbunden ist, aber auch mit der Belieferung des Elysée Palastes und Einladungen zu Empfängen dort, während der nächsten 365 Tage. Natürlich ist es für die jeweilige Bäckerei die beste Werbung und eine Garantie für steigende Umsätze. Es ist daher eine Sensation, das erstmalig mit Maurice Lefèvre ein Bäcker zwei Jahre in Folge diese Auszeichnung gewinnt! Doch am Morgen nach der Prämierung liegt er von einem Brotschieber erschlagen in der Backstube im 6. Arrondissement. Wer könnte ein Interesse an seinem Tod haben? Commissaire Lacroix ermittelt und staunt nicht schlecht über das Bild, das sich Stück für Stück vor ihm zusammensetzt. Selbst Yvonne, die Inhaberin seines Stammcafés und quasi seine heimliche Telefonzentrale, weiß ihren Teil beizutragen und über Veränderungen des Bäckers seit seinem ersten Sieg zu berichten. Ein Verdacht drängt sich auf, doch wie ist das möglich?


Dies ist der zweite Fall für den Genießer und Fortschrittsmuffel Lacroix. Er liebt es zu Fuß durch seine geliebte Stadt unterwegs zu sein und nachdenkend ihre Schönheit zu genießen, statt in der muffigen Metro zu sitzen. Sollte er es mal ganz eilig haben, bittet er jemanden seine Mitarbeiterin Rio anzurufen, die ihn mit ihrem riskanten Fahrstil in Windeseile überall hinbringt. Ja, er mag keine Handys und verweigert sich ihnen, weshalb in seinem Lieblingscafé bei Yvonne immer wieder Nachrichten für ihn hinterlassen werden oder eben im Kommissariat. Diese Schrulle ist sehr liebenswert und entschleunigend, wenn es auch seine Mitmenschen bisweilen an den Rand des Wahnsinns treibt. Seine Frau als Stadtteilbürgermeisterin hat es da mit ihrer zuverlässigen Assistentin Véronique deutlich einfacher. Auch wenn Lacroix Schrullen hat, ist er dennoch nicht schrullig oder skurril wie Monk, sondern einfach eigen und weiß genau, was er will. Man dringt tief ein in die Welt der Hauptstadtbäcker und ihre Sorgen. Es wird die Frage aufgeworfen, wie denn solch eine Wahl manipuliert werden kann, denn eigentlich ist es ja unmöglich, dass der gleiche Bäcker zweimal hintereinander gewinnt. Das gab es immerhin noch nie!


Da Reisen zur Zeit nicht möglich sind, ist es umso schöner mit Lacroix zu Fuß oder dem Bus die Stadt der Liebe zu erkunden. Seine Ermittlungen beschränken sich dabei auch nicht nur auf sein Quartier, sondern führen ihn kreuz und quer durch die Stadt, wobei man auch an die Ruinen von Notre-Dame kommt. Es ist also wirklich ziemlich aktuell und spielt eigentlich diesen März, aber die Ausgangssperren hatte der Autor nicht vorhersehen können. Es werden aber auch kritische Themen angesprochen. So dass die Franzosen zwar super stolz auf ihre franzöischen Gebäckspezialitäten sind, aber dennoch immer häufiger ihre Backwaren im Supermarkt statt in der Boulangerie um die Ecke kaufen, wodurch es zu einem Bäckereisterben kommt. Dabei gibt es sogar ein Gesetz, dass festlegt, wieviele Bäckereien je Viertel selbst in den Sommermonaten, wenn die Stadt ziemlich verwaist ist, offen bleiben müssen. Dies zu erfüllen, dürfte dem Handwerk von Jahr zu Jahr schwerer fallen. Solche kleinen Details finde ich wirklich interessant und zeichnen diese Reihe auch aus. Hinzu kommen all die Personen rund um Lacroix, die man nun wohl von Band zu Band wieder erwarten und immer besser kennenlernen darf. Das macht die Reihe persönlicher. Lacroix wird immer wieder von den Zeitungen und seinen Mitarbeitern mit Maigret verglichen, auch weil er etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Er ist ein bon-vivant, ein Freund guten Essens und auch geistiger Genüsse, seiner Frau Dominique jedoch in Treue verbunden. Daher eignet sich diese Krimiserie wirklich gut, als Unterhaltung in der Küche. Es wird soviel gegessen und getrunken, dass man gleich Lust bekommt etwas auszuprobieren. Da immer wieder kleine Hinweise versteckt sind, muss man gut zuhören und auch wenn es sich um einen klassischen Krimi handelt, ohne blutrünstige Szenen oder nervenaufreibenden Verfolgungsjagden eignet sich das Hörbuch wenig als Gute-Nacht-Geschichte. Es würden einem zu viele Details entgehen, die man zum Mitknobeln benötigt. Es ist also einerseits entschleunigt, andererseits feinsinnig und gespickt mit nicht zu vernachlässigenden Details, rund um den Fall und die Stadt. 


Man merkt der Geschichte an, daß der Autor Paris wirklich kennt, immerhin wurde er dort geboren und unterhält dort immer noch ein kleines Mansardenzimmer, in das es ihn so oft wie möglich zieht. Dass er seine Lacroix Krimis in den Pariser Bistros schreibt, spürt man deutlich an der Atmosphäre. 


Felix von Manteuffel ist eine sehr treffende Wahl. Er klingt wie Lacroix: gesetzt, in sich ruhend und kultiviert. Dennoch gelingt es ihm spielerisch auch die Charaktere der übrigen Rollen einzufangen und lebendig wiederzugeben. Seine tiefe Stimme ist sehr angenehm und gut verständlich. 


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