Alex Mann

 3 Sterne bei 1 Bewertungen

Lebenslauf von Alex Mann

Alex Mann lebt und arbeitet in Dresden. Als Kind wuchs er mit den Filmen von Kevin Costner auf, später entdeckte er auch den Italo-Western und die Romane von Elmore Leonard für sich. Er schreibt Western und Thriller.

Quelle: Verlag / vlb

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WESTERN-COLT, Band 37: ICH WILL SEINEN KOPF!

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Neu erschienen am 06.12.2020 als Taschenbuch bei epubli.

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Rezension zu "WESTERN-COLT, Band 37: ICH WILL SEINEN KOPF!" von Alex Mann

Wenn nur nicht der Verlag wäre ...
Serkalowvor 21 Tagen

Vor ab, wie immer bei mir, ein paar Worte zum Cover: Diese an Computerspiele erinnernde künstliche Figur, die das Cover dominiert finde ich irgendwie befremdlich aber im Großen und Ganzen ist es schon ok. Ich bin zwar auch der Meinung, dass man ein Buch nicht nach dem Cover beurteilen soll aber es ist nun mal der erste Eindruck, den ich von dem Werk habe.

Doch widmen wir uns der Geschichte.

Nach dem gefühlt xten Western kennt man sie ja. Die rauen Revolvermänner, die schneller ziehen als ihr eigener Schatten und die durch nichts umzubringen sind. Da geht schnell mal die Spannung flöten, denn als Leser frage ich mich dann irgendwann, was soll dem Typen eigentlich noch passieren, damit die Geschichte für mich unterhaltsam wird.

Vielleicht ist das einer der Punkte, warum der Western als erzählerisches Genre als eher konservativ gilt und man ihm gerne nachsagt, er wäre längst ausgestorben. Hier sind Autoren und ihre Fähigkeiten gefragt. Ich denke ja, dass es beim Geschichtenerzählen nie darum geht (gehen kann) »das Rad neu zu erfinden«, sondern nur darum, die bereits bekannten Geschichten immer wieder so zu erzählen, dass sie auch nach dem xten Male noch spannend sind.

Alex Mann ist so ein Erzähler. Ihm gelingt es mit »Bringt mir seinen Kopf« spielend, aus der altbekannten Grundsituation des allseits bekannten und x-mal wiederholten Western-Sujet eine Geschichte zu schreiben, die verdammt unterhaltsam ist.

Tim Mullen ist Kopfgeldjäger und als solcher zieht er natürlich immer schneller als seine Gegner. Genau das, wird ihm in »Bringt mir seinen Kopf« aber zum Verhängnis. Mullen braucht dringend Geld und eigentlich wäre es für einen wie ihn, doch gar nicht so schwer, sich Dollars zu besorgen. Denn immerhin gibt es da einen Mexikaner, der wird steckbrieflich gesucht. Das Problem ist nur, dass man den »lebend« will und Mullen hat ihn leider, weil er eben so schnell bei der Waffe ist, längst erschossen.

Aus dieser genial absurden Grundsituation entwickelt Alex Mann einen herrlich spaßigen Western, der uns spannend auf erzählerische Art etliche Motive aus den Italo-Western präsentiert. Die Schießereien sind beinahe bis ins märchenhafte übersteigert, die Dialoge voller Ironie und Wortwitz. Beim Lesen von »Bringt mir seinen Kopf« hatte ich mehr als einmal, die zerknitterten, schielenden, dreckigen Typen vor Augen, die uns all die italienischen Regisseure einst auf der Leinwand präsentierten und die Musik eines Ennio Morricone im Kopf.

Insgesamt also ein großer Western-Spaß, an dem es nichts zu kritisieren gibt. Moment mal? Warum dann nur 3 Sterne?

Tja. An Alex Mann liegt es nicht. Der versteht sein Handwerk und ich bin fest entschlossen noch andere Western von ihm zu lesen. Nur hoffe ich, dass sie bei anderen Verlagen in einer lektorierten oder wenigstens korrigierten Fassung erscheinen. Keine Ahnung, was den Mann geritten hat, der sich im Impressum auch noch als Lektorat/Korrektat namentlich nennen lässt. Seitenlang war alles in Ordnung. Und dann auf einmal ... tauchen nach der Hälfte plötzlich immer wieder Seiten auf, die voller Fehler sind. Absurde Fehler, die jedes Programm finden würde. Falsch geschriebene Worte und das teilweise sogar mehrfach in einem Satz.

Auch wenn ich mich wiederhole: Als Leser kann/will ich derartig schlampige Arbeit von Verlagen nicht noch mit positiven Bewertungen belohnen. Da ich schlichtweg den Eindruck habe, dass die mich als Kunden nicht Ernst nehmen. Als ob sie denken, dass sie mir einen großen Gefallen tun, wenn sie mir überhaupt ein Ebook »hinwerfen« und ich noch dankbar dafür sein muss, dass ich dafür »nur« 3,99€ bezahlten musste.

Darum nur 3 Sterne für das Gesamtprodukt, auch wenn die Story 5 Sterne verdient hat.

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