Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst

von Alex Rühle und Axel Scheffler
5,0 Sterne bei7 Bewertungen
Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst
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CorniHolmess avatar

Total schön! Mich konnte das Buch von den ersten Seiten an begeistern, eine tolle Gespenstergeschichte!

danielamariaursulas avatar

Tolle Gespenstergeschichte, die richtig Spaß macht! Für Jungs- und Mädchen von 5 bis 9 Jahren

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Inhaltsangabe zu "Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst"

Zippelzefix - was für ein großartiges Vorlesevergnügen von Alex Rühle und Axel Scheffler!

Zippel ist ein kleines Schlossgespenst. Aber wer hat eigentlich behauptet, dass Schlossgespenster in Burgschlössern leben? Nein, Zippel lebt bei Paul und seinen Eltern – im Türschloss ihrer Altbauwohnung. Am Tag nach den Sommerferien hat Paul ihn dort entdeckt, und damit geht die lustigste Zeit seines Lebens los. Denn Zippel ist noch ein sehr junges Schlossgespenst und hat ständig Quatsch im Kopf. Mit Zippel wird es so aufregend, dass Paul sich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen kann und er seinen neuen kleinen Freund fest ins Herz schließt. Doch dann soll das Türschloss ausgetauscht werden – und Zippels Zuhause ist plötzlich in Gefahr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423762342
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:144 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:31.08.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 31.08.2018 bei Silberfisch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    CorniHolmess avatar
    CorniHolmesvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Total schön! Mich konnte das Buch von den ersten Seiten an begeistern, eine tolle Gespenstergeschichte!
    Witzig, spannend, zauberhaft schön! Ein wundervolles Vorlesebuch!

    Als große Kinderbuchliebhaberin war meine Neugier sofort geweckt, als ich das erste Mal auf „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ gestoßen bin. Gespenstergeschichten fand ich schon immer super und da mich der Klappentext und das Cover hier sofort ansprechen konnten, stand für mich sehr schnell fest, dass ich Zippel unbedingt kennenlernen möchte.


    Schlossgespenster leben in Burgschlössern? Falsch. Wer hat eigentlich dieses Lügenmärchen in die Welt gesetzt? Schlossgespenster leben doch nicht in alten, zugigen Burgen, um dort mit Ketten zu rasseln oder Ritterrüstungen zum Scheppern zu springen. Nein, also bitte. Zippel ist empört, als er das hört. Er ist ein waschechtes kleines Schlossgespenst und fühlt sich wo am wohlsten? Na, natürlich in einem Türschloss, je rostiger, desto besser. Zippel ist in dem Haustürschloss von der Wohnung von Paul und seinen Eltern zu Hause. Dort hat er sich vor kurzem gemütlich gemacht. Mit der Gemütlichkeit soll es aber sehr schnell vorbei sein, als Paul seinen Schlüssel ins Schloss steckt. Autsch, da tut doch weh! So treffen die beiden also das erste Mal aufeinander. Von dem Moment an beginnt für Paul die lustigste Zeit seines Lebens. Zippel hat nur Quatsch im Gespensterkopf und sorgt bei Paul zu Hause für jede Menge Aufregung und Chaos. Paul hat Zippel sofort ganz fest in sein Herz geschlossen und ist froh, so einen tollen Freund bei sich zu Hause wohnen zu haben. Doch dann soll das Schloss in der Haustür ausgetauscht werden. Oh nein, das müssen Paul und Zippel unbedingt verhindern!


    Was für ein tolles Buch! Ich hatte hier mal wieder den richtigen Riecher gehabt, mich konnte „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ von den ersten Seiten an hellauf begeistern. Diese witzige, warmherzige und zauberhaft schöne Geschichte ist definitiv nicht nur etwas für Kinder – auch Erwachsene werden hier jede Menge Freude beim Lesen haben.


    Mit Zippel ist Alex Rühle ein wundervoller Buchheld gelungen, der mich immer wieder sehr an das Sams erinnert hat. Wie dieses, so reimt auch Zippel unheimlich gerne und dichtet die lustigsten Liedchen. Diese lassen sich wunderbar vorlesen und werden für einen besonders schönen Vorlesespaß sorgen.

    Allerdings sorgt natürlich auch die Handlung für jede Menge laute Lacher und breite Schmunzler.

    Zippel ist einfach toll. Das kleine Schlossgespenst ist lieb, frech und ein Meister im Buchstabenverdrehen und Schöpfen neuer Wörter. So nennt er zum Beispiel „Erwachsene“ „Awachsana“ und „natürlich“ wird zu „latürnich“. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen. Das Buch sprüht nur so von einfallsreichen, ulkigen Ideen. Super fand ich auch das mit dem Schloss. Wieso sollen Schlossgespenster eigentlich in Schlössern, also Burgen leben? Warum nicht in Türschlössern? Wir Menschen haben einfach von nichts eine Ahnung. Gespenster in Burgen, nee, Humbug ist das. Ein richtiges Gespenst fühlt sich am allerwohlsten in einem schönen rostigen Türschloss.


    Was mich mit am besten unterhalten hat, sind Zippels Versuche die Welt von uns Menschen zu verstehen. Wie funktioniert zum Beispiel ein Klo? Wohin verschwindet das Wasser, wenn man spült? Ein äußerst rätselhaftes Phänomen für Zippel. Noch verwirrender ist die Sache mit dem Schreiben. Wo ist denn nur der Rüssel, wenn man Elefant schreibt? Und warum muss es so viele Buchstaben geben?

    Mit am erstaunlichsten findet Zippel aber die Sache mit dem Essen. Als Paul seinem neuen Freund zeigen möchte, wie das funktioniert, ist das kleine Gespenst zunächst richtig geschockt. Wo ist denn plötzlich die Mandarine abgeblieben? Was, in Pauls Bauch? Und wie kommt sie da wieder raus?


    Ja, ihr merkt vielleicht, Zippel hat noch so einiges zu lernen, wenn er unsere Welt zumindest teilweise verstehen möchte. Ist ja aber auch alles verdammt kompliziert, klar, dass Zippel mit vielem so seine Probleme hat. Paul aber bleibt ganz ruhig und erklärt dem wissbegierigen Gespenst alles so gut er nur kann. Die Dialoge, die dadurch zustande kommen, sind einfach nur köstlich.


    Neben Zippel haben mir auch alle anderen Charaktere richtig gut gefallen, allen voran Paul, der ein ganz lieber Junge ist, den man einfach sofort in sein Herz schließen muss. Mit ihm wird sich die Zielgruppe wunderbar identifizieren können. Vermutlich werden so einige Kinder ein bisschen neidisch auf Paul werden. So ein Schlossgespenst zum Freund zu haben ist schon etwas Feines. Zumindest hätte ich als Kind so einen Gefährten in meinem Zimmer klasse gefunden. :D

    Okay, Chaos ist bei einem Gespenst natürlich vorprogrammiert, vor allem, wenn es nur Flausen im Kopf hat. Es kann einem aber auch in schwierigen Situationen helfen.


    Paul wird leider in der Schule von zwei ziemlich blöden Jungs gemobbt. Als Zippel einmal mit zur Schule kommt, zeigt er diesen Doofis, wo der Hammer hängt. Das Buch kann also nicht nur mit jeder Menge Fantasie und Humor aufwarten, es enthält auch Tiefgang.


    Was dann natürlich auch nicht unerwähnt bleiben darf, sind die großartigen, farbigen Illustrationen von Axel Scheffler. Den meisten wird er vermutlich durch „Das Grüffelo“ bekannt sein. Axel Schefflers Zeichenstil ist unverkennbar. Für dieses Buch ist er in meinen Augen ein richtiger Glücksgriff, seine lustigen, liebenswerten Illustrationen passen einfach nur perfekt zu dieser schönen Geschichte. Da hätte es gerne noch viel mehr von geben können. Das Buch besitzt zwar sehr viele Illustrationen, nur waren es mir für meinen Geschmack dann doch schon fast zu wenige. Gerade im letzten Kapitel ist doch sehr viel Text und kaum Bild. Groß gestört hat es mich aber nicht.

    Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen und ich hoffe sehr, dass wir noch weitere, so tolle Geschichten von Zippel und Paul zu lesen bekommen werden. Und wenn keine Zippel-Abenteuer, so hoffentlich andere Geschichten von Alex Rühle. Mich jedenfalls konnte er mit seinem Kinderbuchdebüt absolut überzeugen.


    Fazit: Witzig, herzerwärmend, zauberhaft schön! Mit „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ ist Alex Rühle ein wundervolles Vorlesebuch für die ganze Familie gelungen. Zum Vorlesen eignet sich diese tolle Geschichte wirklich perfekt, aber auch zum Selberlesen bietet es sich für Grundschulkinder prima an. Mir hat das Buch herrliche Lesestunden beschert und ich würde mich riesig über weitere Zippel-Geschichten freuen. Hier vergebe ich sehr gerne volle 5 von 5 Sternen!

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Tolle Gespenstergeschichte, die richtig Spaß macht! Für Jungs- und Mädchen von 5 bis 9 Jahren
    Zippelzefix - welch ein Spaß!

    Paul ist ein Schlüssselkind. Sein Vater unterrichtet in einer Firma das Programmieren und seine Mutter ist Opernsängerin. Wenn er aus der Schulbetreuung nach Hause kommt, ist die Wohnung noch leer und er ziemlich einsam. In der Schule wird er von den tumben Fieslingen der Klasse geärgert und Freunde hat er dort auch noch keine. Als er am ersten Tag nach den Schulferien seinen Schlüssel in das alte Wohnungstürschloss steckt, stört er den dortigen Bewohner. Im Schloss wohnt ein kleines Gespenst, ein Schlossgespenst! Paul kann es nicht fassen, so etwas aufregendes hat er noch nie erlebt! Er darf ihm sogar noch einen Namen geben! Der ist bald klar, so oft wie der neue Gast „Zippelzefix!“ sagt. Doch scheint auch dieses neue Glück bedroht. Pauls Eltern finden das alte Schloss nicht mehr sicher genug und wollen es austauschen lassen. Doch wohin dann mit Zippel? In einem Sicherheitsschloss ist kein Platz mehr für Bewohner. Gemeinsam stromern sie durch das Haus, auf der Suche nach Türen die noch alte Schlösser haben. Zippel ist noch sehr jung und hat jede Menge Unsinn im Kopf. Da bleiben die Komplikationen nicht aus, aber langweilig ist es nie!

    Ich habe dieses Vorlesebuch meinen Nachbarskindern 5 und fast 8 und meiner jüngsten Tochter vorgelesen. So ganz überzeugt, daß es auch etwas für die Jüngste war, so ganz ohne Prinzessin, Meerjungfrau oder weibliche Heldin, war ich ja nicht. Das war ein ganz großer Irrtum! Die Kinder haben es geliebt und die Jüngste Debbie begrüßte mich nur noch mit „Zippel!“ Man kann diese Geschichte aber auch herrlich mehrstimmig vorlesen, denn so ein junges, freches Gespenst spricht ja schon anders, als ein Schuljunge oder seine merkwürdige Nachbarin mit dem zusammengekniffenen Auge. Den Begriff „Schlüsselkind“ kannten meine Zuhörer noch gar nicht, sie fanden das sehr spannend. Die Vorstellung jeden Tag längere Zeit alleine zu Hause, was man da wohl anstellen könnte? Das hat ihre Fantasie schon sehr beflügelt. Nicht so sehr jedoch, wie die Idee in antiken Türschlössern nach Gespenstern zu suchen. Sehr gut gefiel ihnen der Gedanke, daß Zippel auch tagsüber aktiv war und gar nicht völlig unsichtbar, sondern einfach eine neblige kleine Gestalt. Wenn er nicht gesehen werden will, schwebt er einfach unter die Decke, da ist er prima getarnt, denn Decken sind ja meistens weiß! So kann Zippel Paul dann sogar unauffällig in die Schule begleiten und dort für Paul für Gerechtigkeit sorgen. So ein Zippel, der sich für einen einsetzt, wenn man gerade in arger Bedrängnis ist, ist ein echter Kindertraum!

    Die Geschichte ist in der neuen „Vorlesegeschichten“-Reihe von dtv-Junior erschienen und daher nicht bei Antolin gelistet (zumindest enthält es keinen entsprechenden Hinweis) und entspricht auch sonst nicht den Vorgaben für Bücher für Erstleser, es ist wirklich zum Vorlesen gedacht, was meine Zuhörer prima fanden, obwohl zwei von ihnen es auch hätten lesen können. Kinder im vorgegebenen Alter, die aber schon sehr lesesicher sind, können es natürlich auch alleine lesen. Die Schrift ist recht groß mit großem Zeilenabstand, so daß auch ältere Vorleser es gut und entspannt vorlesen können (also Vorleser, die noch keine Star-OP hinter sich haben, oder Eltern, die noch keine Lesebrille suchen). Die farbigen Illustrationen haben allen drei Kindern und mir sehr gut gefallen. Sie sind lustig und passen sehr gut zum dazugehörigen Text. Bisweilen sind sie sogar ganzseitig. Das empfohlene Alter ist 6 - 9 Jahre. Meine jüngste Zuhörerin mit 5,5 Jahren liebte das Buch. Allerdings fanden sie es so toll, daß ich es in 3 oder 4 Tagen zu Ende gelesen haben, also immer wirklich lange Passagen gelesen habe. Bei dem letzten Abschnitt murrte Debbie dann auch tatsächlich: „Wann kommt denn endlich das nächste Bild?“, denn das vorletzte Kapitel hat tatsächlich kein einziges. Die Geschichte ist wirklich wunderbar, aber die Altersvorgabe ist wirklich zutreffend. Jüngere Kinder hätten Probleme so lange konzentriert die reinen Textpassagen zu verfolgen. Super fand Debbie das Buch aber dennoch und war traurig, als es dann doch zu Ende war. Die Geschichte ist wirklich witzig. Zippels „Zippelzefix“ und seine Buchstabendreher bei unbekannten Wörtern haben die Kinder zum Kichern gebracht, ebenso wie seine Versuche für Ordnung zu sorgen. Die Ideen sind neu und nicht abgedroschen, so daß uns die Geschichte immer wieder überraschen konnte. Mit Spannung haben die Kinder verfolgt, wie Paul verzweifelt mit Zippel nach einem neuen zu Hause gesucht hat, wo doch nun der Ausbau seines Türschlosses bevorstand. Die Vorstellung, daß Zippel dann Paul nicht mehr nach der Schule Gesellschaft leisten könnte, fanden sie schon wirklich traurig und die Handlung dadurch um so spannender.

    Autor Alex Rühle ist nach zahlreichen unterschiedlichen Tätigkeiten inzwischen Kulturredakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Er lebt mit seiner Familie in München in einer Wohnung mit uraltem Türschloss, aber das Schlossgespenst hat sich noch nicht offenbart. Dies ist sein erstes Kinderbuch.

    Axel Scheffler ist als Illustrator der Grüffalo Geschichten von Julia Donaldson schon ein Klassiker unter den Kinderbuch-Illustratoren. In Hamburg geboren zog es ihn zum Studium an der Bath Acacdemy of Art nach England wo er mittlerweile mit seiner Familie in London lebt.

    Eine emotionale, witzige und spannende Vorlesegeschichte, die meine 3 Zuhörer und die Vorleserin geliebt haben.

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    ChrischiDs avatar
    ChrischiDvor 22 Tagen
    Ein zauberhaftes Schlossgespenst

    Paul staunt nicht schlecht, als ihm eines Tages ein wirklich wahres Gespenst aus dem Türschloss entgegen schwebt, just in dem Moment, in dem er die Wohnung betreten wollte. Die beiden werden schnell Freunde, Paul lernt einiges über Geister und Zippel die Welt der Menschen kennen, die ihm doch reichlich fremd und undurchsichtig erscheint. Allerdings wird die Freude schnell getrübt, denn das alte Türschloss soll schnellstmöglich ausgetauscht werden, dann aber hätte Zippel kein Zuhause mehr. Was also tun? Fieberhaft und auch Hochtouren arbeitet Paul an einer Lösung, um seinen neuen und besten Freund nicht gleich wieder zu verlieren.

    Gespenster leben in Schlössern, rasseln mit Ketten und treiben sich in Ritterrüstungen rum – alles Humbug, denn wirklich wahre Gespenster leben auf engstem Raum in alten, rostigen Türschlössern, die noch geölt werden müssen. Als Zippel und Paul aufeinander treffen ist sowohl Protagonisten wie auch Lesern schnell klar, dass sich hier eine ganz besondere Freundschaft entspinnt, die mit Sicherheit außergewöhnlich, aber dennoch nicht gefeit vor Hindernissen ist.

    Kleine wie große Leser schließen vor allem das niedliche Gespenst sofort ins Herz, zeichnet sich dieses doch durch urkomische Aussprüche, aber auch unbedarfte Handlungen aus. Am liebsten hätte man wohl selbst einen solchen Gesellen im Haus, dann wäre es nie wieder langweilig – aber voraussichtlich auch niemals wirklich ruhig. Die Verbundenheit der zwei Hauptfiguren wird mit jeder Zeile deutlicher, obwohl sie durchaus nicht immer einer Meinung sind. Gemeinsame Aktionen schweißen jedoch zusammen und lassen auch negative Ereignisse schnell aus einem anderen Blickwinkel erscheinen.

    Locker-leicht und zielgruppengerecht geschrieben, aufgepeppt durch Zippels Reime, ist die Geschichte schneller gelesen als erhofft. Viel lieber würde man noch einige Zeit bei Paul und seinem Gespenst verweilen, verrückte Dinge tun, Spaß haben, aber auch versuchen Probleme aus dem Weg zu schaffen. Denn all das geschieht auf den gerade einmal 144 Seiten, die inhaltlich einiges zu bieten haben. Und nicht nur das: Axel Schefflers Illustrationen sind ebenfalls ein Augenschmaus, sämtliche Figuren und Erlebnisse werden lebendig, als würden sie in der eigenen Wohnung hausen und stattfinden.

    Eine ganz und gar wundervolle Geschichte, die trotz ihrer Kürze Tiefgründigkeit aufweist und Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen mehr als ein Schmunzeln entlockt. Ob alleine oder gemeinsam, ob früh oder spät, Zippel verzaubert jeden und schafft es die düsteren Gedanken, die selbst Paul und seine Eltern hin und wieder heimsuchen, für eine Weile zu vertreiben.

     

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    Monika58097s avatar
    Monika58097vor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Eine wunderbare Geschichte zum Vorlesen, zum Mitlesen, zum Selbstlesen!
    Eine wunderbare Geschichte zum Vorlesen, zum Mitlesen, zum Selbstlesen!

    Da seine Eltern den ganzen Tag arbeiten, ist Paul ein sogenanntes Schlüsselkind. Oft fühlt er sich sehr einsam. In der Schule wird er von zwei Mitschülern geärgert. Und im Treppenhaus begegnet er oft Frau Wilhelm, die ein Auge immer zu hat und die ihm deshalb sehr unheimlich vorkommt. 

    Nach den Sommerferien entdeckt Paul im Schloss der Wohnungstür ein junges Schlossgespenst. Ein richtiges Schlossgespenst, das in einem Schloss lebt, in einem Wohnungstürschloss. Er nennt den kleinen Schlossgeist Zippel. Der scheint mit dem Namen auf sofort einverstanden zu sein. 

    Vorbei sind die einsamen und oft langweiligen Zeiten Zuhause. Endlich hat Paul jemanden, der ihm Gesellschaft leistet und lustig ist es auch noch  mit dem Schlossgespenst. Ständig ist Zippel am dichten und verdreht irgendwelche Wörter, gerade so, wie es ihm passt. Zippel hat jede Menge Unsinn im  Kopf und bringt Paul so oft zum Lachen. 

    Eines Tages kommt Zippel mit in die Schule. Als Tim und Tom wieder Ärger machen wollen, legt Zippel so richtig los. Was für ein Spaß! Und was für Folgen für die beiden Jungs. Ärger machen die so schnell nicht wieder. 

    Dann erfährt Paul, dass das Türschloss der Wohnung ausgetauscht werden soll, aber das geht doch nicht, da wohnt doch Zippel! Eine schnelle Lösung muss her. Wie ihm ausgerechnet die unheimliche Frau Wilhelm dabei helfen wird, tja, das erfahrt Ihr, wenn Ihr das Buch lest.

    "Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst" - das ist eine so tolle Geschichte, da werden auch Erwachsene beim Vor- und Mitlesen ihren Spaß haben! 

    Alex Rühle hat hier eine ganz wunderbare Geschichte für Kinder geschrieben. Diese Geschichte macht Spaß. Sie ist lustig, sie ist warmherzig und sie zeigt auch, dass nicht immer alles so ist, wie es vielleicht erst einmal scheint. Einfach richtig schön sind auch die wundervollen Zeichnungen des Kinderbuchillustratoren Axel Scheffler.

    "Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst" - eine Geschichte zum Vorlesen, zum Mitlesen, zum Selbstlesen. Wunderbar geeignet für Grundschulkinder.

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    Tine_1980s avatar
    Tine_1980vor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Witzig, originell und unbedingt zu empfehlen!
    Unbedingt lesen! Tolles Familienkinderbuch!

    Zippel ist ein kleines Schlossgespenst, doch er wohnt nicht, wie man glauben könnte, in einem Burgschloss! Nein, Zippel lebt bei Paul und seinen Eltern im Türschloss der Altbauwohnung. Am Tag nach den Sommerferien entdeckt Paul ihn dort und damit geht die lustigste Zeit seines Lebens los. Zippel hat ganz viel Quatsch im Kopf und Langeweile kommt mit ihm garantiert nicht auf. Paul schließt seinen kleinen neuen Freund fest ins Herz, doch dann soll das Türschloss ausgetauscht werden, nur wo soll Zippel dann wohnen?

     

    Hier wurde eine wirklich schöne Geschichte von Zippel dem Schlossgespenst und Paul erzählt. Paul der es in der Schule nicht immer einfach hat, da er immer wieder geärgert wird und Zippel, der einfach mit seinen lustigen Ausdrücken wie „Awachsana“, seinen Verständnisproblemen und seinen witzigen Abenteuern, die er mit Paul erlebt, einfach ein zuckersüßes Gespenst.

    Es gibt so viele Stellen, an denen man selbst als Erwachsener grinsen muss und den Kindern macht es viel Spaß dem Buch zu lauschen oder es selbst zu lesen.

    Die neuen Wortschöpfungen fand ich klasse und hier sind die Lacher garantiert. Aber auch die Naivität, die Zippel begleitet, schafft es der Geschichte viel Komik zu geben.

    Ich fand die Idee um das Schloss einfach klasse, denn wer sagt denn, dass es das Schloss in einer Burg sein muss, wenn es auch ein Türschloss sein kann?

    Die Geschichte eignet sich für Leser/Zuhörer ab 6 Jahren, je nachdem wie gut ein Kind lesen kann. Es macht aber nicht nur den Kindern Spaß an der Geschichte dran zu bleiben, auch ich hatte meine Freude beim Vorlesen.

    Die Illustrationen untermalen die Geschichte und laden zum Betrachten ein.

    Vielleicht kann man Themen wie Arbeitslosigkeit oder Ärger durch Mitschüler mit dem einen oder anderen Kind besprechen, wobei diese Themen eher am Rande vorkommen, es steht schon die lustigen Geschehnisse im Vordergrund.

     

    Mein Sohn hat die Geschichte selbst gelesen, die Tochter hat sie vorgelesen bekommen und beide mochten das Buch sehr. Beide fanden die Wortschöpfungen und Missverständnisse von Zippel klasse und meine Tochter hat schon gefragt, ob es noch ein zweites Buch davon gibt. Das spricht doch sehr für das Buch!

     

    Eine wirklich witzige Idee, die mit einem sympathischen Gespenst punktet und ganz viele Lacher garantiert. Zippelzefix war das toll! Unbedingt lesen!

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Monat
    Kurzmeinung: EIn wunderschön illustriertes lustiges Buch zum Vorlesen mit einer tollen Gespenstergeschichte.
    EIn wunderschön illustriertes lustiges Buch zum Vorlesen mit einer tollen Gespenstergeschichte.

    Kindermeinung

    Das Buch ist süß, auch für die Kleinen zum Vorlesen. Lustig war, als der Geist denkt, die Toilette sei ein Wasserfall in der Wohnung. Man kann auch viel lachen beim Buch. Das ist nett geschrieben, vor allem für die Kleineren. Das ist schon so für Kinder, die so 5/6 Jahre sind und die sollten Gespenster mögen. Die Bilder sind auch schön, auch für kleine Kinder. Ich habe nichts auszusetzen an dem Buch. 5 von 5 Sternen.

    Meine Meinung

    Ein Schloss- ein Gespenst- natürlich, oder? Denkt ihr nicht auch, die beiden gehören zusammen? Lustig wird es aber, wenn man das Wort Schloss, für das es ja auch 2 verschiedenen Bedeutungen gibt, wörtlich nimmt und das Gespenst in einem Schloss für eine Tür einzieht.

    Dann spukt es auch in dem Schloss. Die Geschichte ist wirklich originell und wirklich kindgerecht und lustig erzählt. Es geht um einen Jungen, der eines Tages ein Gespenst in seiner Wohnungstür entdeckt und der nun einige Abenteuer mit diesem erlebt. Lustig zu lesen waren auch vor allem die Unwissenheit des Gespenstes und seine Fragen zu unserer Welt. Aber auch seine Wortneuschöpfungen haben mir gefallen und sorgen beim Vorlesen auch bei den zuhörenden Kindern für viele Lacher.

    Ich kann mir dieses Buch auch super als Hörbuch vorstellen, aber auch jeder Vorleser kann versuchen seine Stimme passend zu verstellen und auch Dramatik und Emotionen in die Geschichte zu bringen, indem man seine Stimme verändert. Die kleine Zuhörer werden gebannt lauschen.

    Sehr gut gefallen haben mir auch die Illustrationen im Buch, unverkennbarer Zeichenstil des Illustrators Axel Scheffler ( vielleicht kennt ihn jemand von „ Der Grüffelo“).

    Das Betrachten der Bilder bietet für den Vorlesen die Chance einer kleinen Verschnaufspause.

    Die Art des Gespenstes „Zippel“ in Reimen zu sprechen, hat mich ein wenig an eine andere Kinderbuchfigur erinnert, ist aber dennoch lustig.

    Lachen mussten wir immer wieder bei den witzigen Nachfragen von „Zippel“, wie z.B. bei dem Wort Einbrecher fragt er nach was wäre wenn „Zweibrecher“ S. 29 kämen.

    Witzig zu lesen war auch eine Szene, als Paul ihm beibringen will schreiben zu lernen. Vielleicht ist es auch gleich eine Art Anregung für die Kleinen Zuhörer ein wenig mit zu üben.

    Das „Pipi Kacka“ (S. 58) Lied im Buch, hat evtl. Ohrwurmcharakter, als kleiner Hinweis für die erwachsen Leser.

    Was mir aber auffiel, es wird im Buch von „Brotzeit“ gesprochen, das Wort kennen nicht alle hörenden Kinder.

    Einige Szenen bieten auch Stoff zum Erzählen, wie als Paul in der Schule von anderen Kindern geärgert wird.

    Einen Tipp haben wir noch, vielleicht solltet ihr alle nach dem Lesen des Buches euren Schlüssel ganz vorsichtig ins Schloss stecken, oder noch besser, ihr schaut lieber mal nach, ob da nicht jemand in eurem Schloss einzogen ist.

    Eine originelle Idee, witzig und auch spannend erzählt. EIn wunderschön illustriertes lustiges Buch zum Vorlesen mit einer tollen Gespenstergeschichte.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor 3 Monaten

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