Alex Ryber

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen

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Die im Dunkeln warten

Die im Dunkeln warten

 (9)
Erschienen am 01.03.2014

Neue Rezensionen zu Alex Ryber

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Sabrinaslesetraeumes avatar

Rezension zu "Die im Dunkeln warten" von Alex Ryber

Vielschichtige Spannung aus Rostock
Sabrinaslesetraeumevor 4 Jahren

Ein Toter in der Ostsee. Hauptkommissar Jan Adrian übernimmt die Ermittlungen. Doch je weiter er forscht desto verwirrender wird der Fall. Was hat die Prostituierte Jelena mit all dem zu tun und wieso schaltet sich auf einmal die Mafia ein?

Das Buch hat mir wegen seiner Vielschichtigkeit gut gefallen.  Auch wenn es sehr viele Handlungsstränge nebeneinander gab und die Sache zeitweise sehr undurchsichtig wurde, hatte man sehr viel Spaß beim lesen. Es blieb bis zum Schluss spannend und auch das Ende an sich war ganz anders als man es erwartet hätte. Einzig das die Handlung sich so langsam entwickelt hat mich etwas gestört.

Das Cover passt gut zu einem Regionalkrimi aus Rostock, da sofort klar wird, dass die Handlung am Meer spielt. Daher finde ich die Covergestaltung gut. Der Stil des Autors hat mich angesprochen, weil er sich flüssig, einfach und schnell lesen ließ. Der Spannungsbogen an sich war etwas flach und die eigentliche Spannung lag eher in der Herstellung der Zusammenhänge zwischen den Figuren als in der Lösung des Mordfalls. Richtig Spannung kam leider nicht auf, da sich die Handlung zu sehr zog. Dem Protagonisten stand ich neutral gegenüber, eine richtige emotionale Beziehung kam nicht auf. Mitfühlen war daher mit ihm nicht möglich. Ich blieb eher immer der unabhängige Beobachter, was mich aber nicht weiter gestört hat, da ich dies für einen Krimi auch nicht notwendig finde.

Insgesamt hat mir das Buch dennoch ganz gut gefallen und es bekommt von mir

3,5 von 5 Punkten.

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Sicks avatar

Rezension zu "Die im Dunkeln warten" von Alex Ryber

Vor Gericht und auf See ist man in Gottes Hand...
Sickvor 4 Jahren

Augustin Golombek genießt die Ruhe auf seinem Boot. Noch ein letztes Mal vor dem Winter fährt er raus auf die Ostsee und um dort die Nacht zu verbringen. Doch gerade als er die zweite Flasche Wein öffnen will, wird er angegriffen und umgebracht. Seine Leiche geht ein paar Stunden später einem Fischer ins Netz, der die Polizei alarmiert. Jan Adrian und sein Team von der Rostocker Kripo stehen vor einem Rätsel, denn der Tote hat sich mehr Feinde als Freunde gemacht. Angeblich hat er als Anlageberater etliche Kunden um ihr Geld erleichtert und seine Arbeit der Familie stets vorgezogen. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich alles andere als leicht und birgt einige Gefahren…

Im Vordergrund steht der Ermittler Jan Adrian, dessen ungewöhnliche Kindheit ebenfalls eine Rolle in dem Buch spielt. Er ist Anfang dreißig und eher ein Einzelgänger, aber ein fähiger Kriminalpolizist, den ich recht gern mochte. In seinem Team arbeiten ausschließlich Männer, Frauen kommen lediglich als Zeugen vor, was ich eher schade fand. Auch sind mir die anderen Mordermittler bis zum Schluss eher fremd geblieben.
Die Perspektiven wechseln zwischen Jan, dem Opfer, dessen Sohn, dem Killer und einem jungen Mädchen namens Jelena. Auch wenn die einzelnen Handlungsstränge zunächst nichts gemein haben, so ergibt am Schluss doch alles einen Sinn. Leider kann man sich zum Teil den Ausgang schon denken, denn es werden zu wenige Charaktere eingeführt, als dass man zehn Verdächtige auf dem Zettel hätte. Das Buch ist mit ca. 200 Seiten recht knapp gehalten, was einerseits der Spannung zugute kommt, aber andererseits hat man ein bisschen das Gefühl, als würde noch etwas fehlen. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und so hundertprozentig war ich mit dem Ausgang nicht zufrieden.

Trotzdem ist „Die im Dunkeln warten“ ein interessanter Roman, der eher gesellschaftskritisch menschliche Tragödien aufzeigt. Jan Adrian hat mir als Ermittler gut gefallen und sollte er noch einmal einen Fall bekommen, werde ich ihn sicher begleiten.

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dorlis avatar

Rezension zu "Die im Dunkeln warten" von Alex Ryber

Rezension zu "Die im Dunkeln warten" von Alex Ryber
dorlivor 4 Jahren

Rostock. Zwei Angler bemerken auf der Ostsee vor Warnemünde eine führerlos treibende Segelyacht. Etwa zur gleichen Zeit entdeckt ein Fischer die Leiche eines Mannes in seinem Netz. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um den Finanzberater Augustin Golombek handelt, der auf seiner Yacht brutal ermordet wurde. Weil er seine Kunden bei Aktiengeschäften getäuscht hat? Oder hat der Mord etwas mit Golombeks Kontakten ins Rotlichtmilieu zu tun? Jan Adrian von der Rostocker Mordkommission begibt sich auf Spurensuche…

„Die im Dunklen warten“ von Alex Ryber lässt sich sehr zügig lesen, ich war schnell mittendrin im Geschehen. Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt, Spannung wird schnell aufgebaut und bleibt durchgehend hoch.

Der Krimi spielt zur Zeit der Talfahrt des Neuen Marktes und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Meist begleitet man Kommissar Jan Adrian bei seinen Nachforschungen, aber auch andere Ermittler, Verdächtige und der Mörder selbst kommen zu Wort.

Augustin Golombek hat seine Kunden trotz rasch sinkender Aktienkurse beschwichtigt, abzuwarten und weiterhin auf seine Tipps zu vertrauen. Viele Anleger, darunter auch Jans Kollege Tammo Jaeger, brachte der Finanzberater damit an den Rand des Ruins – der unbändige Hass auf Golombek ist verständlich und nachvollziehbar.

In einem zweiten Handlungsstrang lernt man Jelena kennen. Obwohl sich schnell abzeichnet, was der jungen Frau aus Osteuropa im Verlauf der Geschichte blüht, bleibt es spannend, da man ständig hofft, dass ihr Weg eine andere Richtung nehmen wird. Ihre Rolle in dem Mordfall Golombek kommt erst nach und nach zum Vorschein.

Alex Ryber schickt ein Ermittlerteam ins Rennen, dessen Zusammenarbeit nicht gerade reibungslos verläuft, besonders zwischen Jan Adrian und seinem Kollegen Rudi Schlorke kommt es immer wieder zu Querelen.

In kleinen Rückblicken erfährt man etwas über Jan Adrians nicht ganz einfache Kindheit – ein Hintergrund, der ihn für das Leid anderer empfänglich gemacht hat und der ihn schnell einen guten Draht zu Golombeks Tochter Melanie haben lässt. Melanie und ihr Bruder Marc haben sehr unter ihren Vater gelitten und sich gänzlich von ihm abgewandt.

Die Schlussphase des Krimis ist mit einigen Actionszenen gespickt – eine Verfolgungsjagd, die Alex Ryber anders als enden lässt, als ich vermutet habe.

Ich bin ein großer Freund von detaillierten Beschreibungen des Drumherums – obwohl ich diese hier nicht bekommen habe, konnte ich mich dennoch prima in Charaktere und Handlung hineinversetzen, habe mich gut informiert gefühlt und die Schauplätze vor mir gesehen.

„Die im Dunklen warten“ ist ein spannender Krimi, in dem Menschen in den Fokus gerückt werden, deren Leben einen tragischen Verlauf nimmt, weil sie von anderen skrupellos hintergangen und ausgenutzt werden.

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Gespräche aus der Community

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KBV_Verlags avatar
Liebe Krimifreunde,

wusstet Ihr es schon? Die Ostsee ist ein kaltes Grab! Falls nicht, „Die im Dunkeln warten“ gibt garantiert Aufschluss darüber. Ihr seid herzlich eingeladen, gemeinsam mit dem Autor Axel S. Meyer, der diesen spannenden Krimi unter dem Pseudonym Alex Ryber geschrieben hat, über sein Buch zu diskutieren und sein Werk zu rezensieren. Wir starten eine neue Leserunde!

Der Ausflug mit seiner Segelyacht endet für Augustin Golombek anders als geplant. Doch der grausame Tod des Finanzberaters scheint niemanden wirklich zu erschüttern. Selbst bei Golembeks Ehefrau Gertrud und seinen Kindern Marc und Melanie hält sich die Trauer in Grenzen. Jan Adrian, als Kommissar eher als Einzelgänger unterwegs, wird bei seinen Ermittlungen schnell klar, warum der Tote sich nicht besonderer Beliebtheit erfreute. Die Tragödie, die er ans Tageslicht holt, führt Jan Adrian dabei immer wieder zu den Schatten seiner eigenen Vergangenheit zurück.

Die spekulativen Börsengeschäfte skrupelloser Finanzhaie sind nicht die einzigen Machenschaften, die Alex Ryber seinem Mordopfer auf den Leib geschrieben hat. Inspiriert von seiner Arbeit als Reporter und Redakteur hat der Autor weitere Themen seiner journalistischen Arbeit in seinen Kriminalroman „Die im Dunkeln warten“ einfließen lassen. So machen Menschenhandel und Zwangsprostitution in dem gierigen Kampf um Macht und Geld deutlich, dass auch Golombek bei seinen windigen Geschäften auf Kosten anderer vor nichts zurückschreckte.

Alex Ryber ist ein Pseudonym des Autors Axel S. Meyer, der unter diesem Namen mehrere historische Romane beim Rowohlt Verlag veröffentlicht hat. Er wurde 1968 in Braunschweig geboren und lebt und arbeitet seit Ende der 90er Jahre in Rostock, wo er als Reporter und Redakteur der Ostsee-Zeitung tätig ist. Der Krimi „Die im Dunkeln warten“ ist sein bislang unveröffentlichtes Erstlingswerk.

Für die Leserunde verlosen wir 10 Exemplare „Die im Dunkeln warten“. Die Bewerbungsfrist läuft bis Dienstag, 20. Mai 2014, um Mitternacht. Beantwortet einfach folgende Frage: Warum interessiert Ihr Euch für ein Buch, das in Rostock bzw. an der Ostsee spielt?

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!
Alex Ryber alias Axel S. Meyer und das KBV-Team!

KBV-Verlag
Sabrinaslesetraeumes avatar
Letzter Beitrag von  Sabrinaslesetraeumevor 4 Jahren
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