Alex Tannen Im Lada zu Karl Marx: Eine Woche Addis Abeba

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Inhaltsangabe zu „Im Lada zu Karl Marx: Eine Woche Addis Abeba“ von Alex Tannen

Eine Woche Addis Abeba – zugegeben, das ist ungewöhnlich. Während man in anderen Metropolen spielend mehrere Wochen verbringen kann, ist die äthiopische Hauptstadt arm an klassischen Attraktionen. Und schön, gar duftend ist die „Neue Blume“ nicht – doch auch alles andere als verwelkt: Sie sprießt und wechselt nach grauer sozialistischer Zeit langsam ihre Farbe. Als Afrika-Fan reizte es Alex Tannen, in eine Großstadt einzutauchen, die fast alle Gäste nur auf der Durchreise erleben: mit Dornröschen-Bahnhöfen, Zugfriedhöfen und sowjetischen Schrotttaxis mit Ostalgiefaktor - der beim Karl-Marx-Denkmal, eingeweiht von Erich Honecker, rasch wieder verflog. Alex Tannens viertes Afrikabuch. Mit elf Bildern und einer Karte. (Achtung: Es handelt sich um zehn launige Kurzgeschichten über "eine Woche in Addis Abeba". Ich habe nicht "über Äthiopien" geschrieben und erhebe diesen Anspruch ausdrücklich nicht. Sollten Sie dies erwarten, kaufen Sie das Buch bitte nicht.)
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  • ein amüsanter. lehrreicher Kurztrip

    Im Lada zu Karl Marx: Eine Woche Addis Abeba
    Tinkers

    Tinkers

    03. March 2015 um 18:25

    „Im Lada zu Karl Marx: Eine Woche Addis Abeba“ klang für mich auf den ersten Blick irgendwie nicht verlockend. Als Kind traf ich an jeder zweiten Straßenecke auf Marx, das reicht für den Rest des Lebens. Aber Addis Abeba liegt doch in meinem heißgeliebten Afrika. Wie passt das zusammen? Ich selbst durfte von Addis Abeba nur den Flughafen als Umsteiger erleben. Schon dieser war für mein europäisches Verständnis eine einzige Comedyvorstellung, denn von Vorfeldregeln, Baustellenabsperrung oder Sicherheitsrichtlinien scheint der Äthiopier nicht viel zu halten.  Aber ein bezaubernder Jacarandabaum in voller Blüte vor dem Terminal  war mein eigentlicher erster Eindruck vom schwarzen Kontinent. Was bis dahin Schwärmerei war, wurde zu purer Liebe! Was jedoch außerhalb der äthiopischen Flughafentore passiert, kenn ich auch nur von Erzählungen und Medienberichten. Nun klärt Alex Tannen uns Leser in einem seiner unvergleichlichen Reiseberichte auf, was Addis Abeba alles zu bieten hat. In zehn Anekdoten erzählt er von den Eigenheiten der Stadt und seiner Bewohner, der bewegten Geschichte und deren skurrilen Auswirkungen auf die Gegenwart. Ich habe mich wieder gut amüsiert und nie geahnte Einblicke in ein sehr besonderes Fleckchen unserer Erde erhalten. Ich werde bei meinem nächsten Aufenthalt in Addis Abeba eine längere Umsteigezeit einrechnen und mein von den Medien versautes Bild von Äthiopien korrigieren. (und weil ich es mir nicht verkneifen kann: wer für 99 Cent einen Wälzer erwartet, der sollte sich besser nicht an Mindestlohndebatten beteiligen)

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