Alex Wedding

 4.1 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Ede und Unku, Ede und Unku und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alex Wedding

Ede und Unku

Ede und Unku

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Erschienen am 01.02.2005
Das Eismeer Ruft

Das Eismeer Ruft

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Erschienen am 01.01.1986
Ede und Unku & Das Eismeer ruft

Ede und Unku & Das Eismeer ruft

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Erschienen am 06.09.2018
Ede und Unku

Ede und Unku

 (2)
Erschienen am 07.12.2015
Ede und Unku von Alex Wedding

Ede und Unku von Alex Wedding

 (1)
Erschienen am 01.01.1960
Das grosse Abenteuer des Kaspar Schmeck

Das grosse Abenteuer des Kaspar Schmeck

 (0)
Erschienen am 01.01.1951

Neue Rezensionen zu Alex Wedding

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Rezension zu "Ede und Unku" von Alex Wedding

Arbeiterkind Ede & das Sinti-Mädchen Unku
monerlvor 6 Monaten

Meine Meinung
Nachdem ich vor Kurzem “Ede und Unku – Die wahre Geschichte” von Janko Lauenberger gelesen habe, dem Ur-Großcousin von Unku, wollte ich im Nachgang auch die Geschichte von Ede & Unku kennen, in der Unku eine Rolle gespielt hat.

Wir lernen zu Beginn Ede Sperling und seine Familie kennen. Edes Vater ist Arbeiter und wird arbeitslos. Maschinen ersetzen seine Arbeitskraft. Das bedeutet, dass die Familie in naher Zukunft einige Entbehrungen erfahren wird. Ede will helfen und ergattert den Aushilfsjob Zeitungen auszutragen.

Er lernt Unku auf dem Jahrmarkt kennen. Unku ist ganz anders als andere Mädchen und Kinder. Sie ist lustig, frei und auch ein bisschen Vorlaut. Ihr Lachen ist ansteckend und Ede hat viel Spaß mit Unku und bei ihrer Familie. Denn Unku ist ein Sinti-Mädchen, das mit ihrer Familie im Wohnwagen lebt. Dort ist es zwar sehr eng, doch gehen die Familienmitglieder auch irgendwie anders damit und miteinander um, als Ede es gewohnt ist. Unku spricht auch eine andere Sprache, von der Ede sehr begeistert ist. Gerne merkt er sich den einen oder andern Ausdruck, den er mit großer Freude vor seinen Freunden verwendet.

Auch ein neues Fahrrad, darf Ede sein Eigentum nennen und eines Tages ist es weg. Wie soll Ede nun seine Zeitung ohne das Fahrrad, das zudem so teuer war, austragen? Und was hat es mit Max´ Vater auf sich, der zu den Kommunisten gehörte? Und warum versteckt er sich im Schrank bei den Sperlings?

Die Autorin hat ein schönes Kinder- und Jugendbuch geschrieben, in dem es um Freundschaft und Mut geht und über all die Abenteuer, die Ede und Unku dabei erleben.

Die schönen Geschichten basieren auf wahren Erlebnissen, von denen Alex Wedding persönlich erfahren hatte, da sie mit Unku und ihrer Familie befreundet war. Bei vielen Besuchen konnte sie so die Geschichten sammeln und schrieb darüber dann dieses Buch.

Zum Hörbuch
Heike Makatsch trifft genau den richtigen und verschmitzen Ton, um der Geschichte einen besonderen Reiz zu geben. Ein wunderbares Hörbuch, das Spaß macht.

Fazit
Die Abenteuer von Unku und ihrem Freund Ede, als die Welt für Sinti und Roma noch einigermaßen in Ordnung war. Es tut gut zu wissen, dass die im KZ ermordete Erna Lauenburger, die unter ihrem Sinti-Namen Unku bekannt und die Vorlage für die Unku im Buch war, wenigsten eine schöne Kindheit hatte.

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karatekadds avatar

Rezension zu "Ede und Unku" von Alex Wedding

Wiederentdeckt
karatekaddvor einem Jahr

Hörbücher. Manchmal macht man da einen Fund, den man nicht erwartet hätte. Diesmal ist es ein Kinderbuch uns meiner Kinderzeit. EDE UND UNKU, von Alex Wedding, gelesen von Heike Makatsch. Es ist ein schmales Kinderbuch und nch etwas mehr als drei Stunden war das Hörvergnügen schon vorbei.

Die Geschichte ist schon ziemlich alt, sie wurde 1931 geschrieben: Der Arbeiterjunge Ede Sperling lebt mit Vater, Mutter und Schwester Lisa in Berlin. Sein bester Kumpel ist Max Klabunde. Edes Vater allerdings hat mit Kommunisten nichts am Hut und so will er, plötzlich arbeitslos geworden, die Freundschaft der Jungs beenden. Herr Sperling hat Verbesserungsvorschläge in der Metallbude gemacht, in filge dessen er nun wegrationalisiert wurde. Da kann auch der Herr Posthauptsekretär nichts ändern, der Herrn Sperling Arbeit bei der AEG verschaffen will, dass er als Streikbrecher in den Betrieb gelangen soll, sagt er ihm nicht. Vor den Toren der Fabrik steht als Streikposten auch Herr Klabunde.

Ede will nun Zeitungsausträger werden, um der Familie zu helfen und außerdem tritt ihm Unku in den Weg, ein Zigeunermädchen, deren Familie am Stadtrand lebt. In einem Pferdewohnwagen. Mit Zigarre rauchender Großmutter, was Ede nebenbei Ohrfeigen vom Vater einbringt. Unku wird ihm helfen, beim Fahrradkauf, beim Suchen nach einem Fahrraddieb, sie steht sogar Schmiere, als Ede Maxens Vater hilft...

Noch geht alles gut aus und Herr Sperling mag lieber Streikbrecher als Streikposten sein. Noch, aber in drei Jahren wird das Buch auf Scheiterhaufen landen wie andere Bücher der Autorin Grete Weißkopf auch. Und Unku´s Familie der Sinti und Roma wird ebenfalls der kommenden zwölf Jahre dauernden Verfolgung ausgesetzt sein. Bücher vollumfänglich zu vernichten ist letztlich unmöglich gewesen und so finden sich der Arbeiterjunge Ede und das Zigeunermädchen Unku in vielen Ausgaben im Kinderbuchverlag der DDR wieder.

Die Politik zu Beginn der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts spielt im Buch keine große Rolle, sie beschränkt sich auf Arm und Reich und den Streik der Arbeiter um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Max´ Vater erzählt den Jungs allerdings in einer Geschichte vom Fischen, dass es nicht das Netz ist, was zur Armut führt sondern der, der das Netz nur für seine eigene Fischerei einsetzt.

Grete Weißkopf (geb. 1905) lebte ab 1925 in Berlin. Sie war in der KPD aktiv und arbeitete als Sekretärin der sowjetischen Handelsvertretung. Verständlich, dass sie der arbeitenden Bevölkerung, den Proletariern zugeneigt war, was ihr erstes Kinderbuch, Ede und Unku, deutlich zeigt. Schon ihr Pseudonym weist darauf hin: Alex steht für den Alexanderplatz, Wedding für das Arbeiterviertel im Westen Berlins. In einer Szene spielen die Zeitungsjungen einmal Demonstration und singen dazu: „Links! Links! Links! – der rote Wedding marschiert...“ Zudem beruht das Buch auf persönlichen Erlebnussen: Ede wie Unku haben ein reales Vorbild.

Heike Makatsch scheint mir eine für solche Bücher besonders geeignete Vorleserin zu sein. Zwar arbeitet sie nicht so sehr mit der Modulation der Stimme für die einzelnen Figuren aber die einzelnen Spannungsbögen trifft sie sehr gut.

Ich glaube ja nicht, dass dieses Buch mal wieder in den Schulunterricht einzieht, aber gut ist, dass es wieder gelesen, gehört werden kann.

© KaratekaDD

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Rezension zu "Das Eismeer Ruft" von Alex Wedding

Rezension zu "Das Eismeer Ruft" von Alex Wedding
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit. Das sowjetische Schiff „Tscheljuskin“ bleibt bei der Erkundung der Beringstraße im Eis stecken und kann sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Nachdem es drei Monate lang mit dem Eis immer weiter Richtung Norden abgetrieben wird, sinkt das Schiff am 13. Februar 1934 in der südlichen Tschuktschensee. Die Besatzung strandet auf einer Eisscholle und erwartet dort ihre Rettung.

Auch die Expedition der Prager Arbeiterkinder soll auf wahren Ereignissen beruhen. Durch ihren Leitspruch „Einer für alle. Alle für einen!“ angespornt beschließen sie, die gestrandeten Forscher zu retten. Drei von ihnen machen sich schließlich auf den Weg nach Norden. Doch die Reise ist weiter und schwieriger als gedacht.

Der Abenteuerroman ist für Kinder ab zehn Jahren geschrieben und humorvoll und spannend erzählt. In acht Kapiteln wird abwechselnd von den Erlebnissen der „kleinen Mannschaft“ aus der Prager Harrantgasse und der „großen Mannschaft“ auf der Eisscholle berichtet. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt in einer schwierigen Situation und sich dabei weiterzuentwickeln, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

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