Schwarzer Fluch

von Alex Winter 
4,4 Sterne bei17 Bewertungen
Schwarzer Fluch
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Ein toller Australien-Krimi, tja mehr als ein Krimi! Eine Beschreibung von Land und Aborigines. Großartig!

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Interessante Charakterstudie, aber kein Krimi

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Inhaltsangabe zu "Schwarzer Fluch"

»Die Speerträger hoben die Schleudern zum Angriff, während die anderen ihre Kriegsbumerangs über ihren Köpfen zu schwingen begannen. Langsam gingen die Eingeborenen auf die Forscher zu und zogen den Halbkreis um die Gruppe immer enger ...« Spurlos ist eine Gruppe von Wissenschaftlern verschwunden, unter ihnen der schwerkranke Martyn. Zwei Aborigines, die Detective Daryl Simmons dazu verhört, scheinen etwas zu verheimlichen. Da Martyns Leben auf dem Spiel steht, folgt Daryl den beiden heimlich in die Wüste - ohne entsprechende Ausrüstung, ganz auf sich gestellt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9789963727087
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:328 Seiten
Verlag:bookshouse
Erscheinungsdatum:24.07.2013

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    Aglayas avatar
    Aglayavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante Charakterstudie, aber kein Krimi
    Das Gefühlsleben des Daryl Simmons

    Ein Uniprofessor verschwindet zusammen mit seinen Studenten auf einem Forschungsausflug in der australischen Wüste. Der Polizist Daryl Simmons soll die Verschwundenen suchen und die Geschehnisse aufklären.

     

    „Schwarzer Fluch“ ist der dritte Band der Krimi-Reihe um den australischen Polizisten Daryl Simmons. Wie gewohnt liest sich der Schreibstil des Autors Alex Winter flüssig, durch die bildhafte Sprache fühlt man sich direkt nach „Down Under“ versetzt.

     

    „Schwarzer Fluch“ konzentriert sich in grossen Teilen auf den Protagonisten Daryl Simmons. Im Vergleich zu den anderen Bänden der Reihe bildet dieser dritte Band beinahe einen Ausreisser, mehr Charakterstudie als Krimi. Auch das Leben und die Welt der Aborigine sowie die Flora und Fauna Australiens nehmen hier viel Platz ein, deutlich mehr als in den anderen Bänden. Die Krimihandlung selbst bildet nur einen lockeren Rahmen, der über weite Teile beinahe vergessen geht. So ist „Schwarzer Fluch“ weniger als Krimi, sondern beinahe als Sachbuch über Australien und die Aborigine zu betrachten.

     

    Während sich die anderen Bände der Reihe auch gut als Einzellektüre eignen, sehe ich das bei „Schwarzer Fluch“ anders. Obschon zum Verständnis eigentlich keine Vorkenntnisse nötig sind, wird die Geschichte wohl erst dann spannend, wenn man das „Drumherum“ kennt. Wer Daryl Simmons noch nie begegnet ist, den wird dessen Gefühlslage wohl nicht wirklich interessieren. Für Fans der Reihe ist dieser Band aber äusserst informativ und bringt neue Blickwinkel

     

    Mein Fazit

    „Schwarzer Fluch“ passt gut in die Daryl Simmons Reihe, ist aber fast ein „Sonderband“. Die Krimielemente treten stark in den Hintergrund, im Fokus steht die Charakterentwicklung von Daryl. Als Einzellektüre wohl eher ungeeignet, für Fans der Reihe aber sicher ein Highlight, da man tiefe Einblicke in das Gefühlsleben des Protagonisten nehmen kann. Wer Krimi-Spannung sucht, wird hier jedoch nicht fündig.

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    Anna28s avatar
    Anna28vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Daryl Simmons, ein Großteil des Buches ganz allein durchs Outback unterwegs - und es ist nie langweilig! Das sagt alles!
    Daryl Simmons dritter Fall...

    ... bringt ihn diesmal an seine Grenzen. Er begibt sich auf eine gefährliche Reise ganz allein ins Outback, zu Fuß, ohne ausreichend Wasser... so wichtig ist es ihm, den Fall eines ermordeten Professors und seiner verschwundenen Frau und Studenten zu lösen.
    Auch diesmal wieder Spannung pur, und zugleich wird auch noch ein altes australisches Geheimnis gelöst.
    Mir hat dieses Buch - wie die anderen Daryl Simmons Romane auch - sehr gut gefallen!
    Alex Winter versteht es einfach, die Spannung von Anfang bis Ende zu halten. Wobei ich diesmal geahnt habe, wer der Täter sein könnte. Aber das hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan.

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    connelingvor 5 Jahren
    Auf den Spuren der Aborigines im Outback

    Eine Gruppe von Forschern verschwindet mitten im Outback. Die Spur der Verschollenen führt zu einem Billabong und verliert sich dann weit entfernt in der Wüste. Die Spurensucher, Aborigines verhalten sich äußerst seltsam, sie verweigern komplett die Hilfe bei der Suche nach der Gruppe, ein Toter wird gefunden. Detective Daryl Simmons, der einige Zeit bei den Aborigines verbracht hat, wird mit dem Fall beauftragt und folgt 2 Eingeborenen ins Outback, nachdem sie sich einfach davon machen. Er verfolgt sie alleine und ohne dringend benötigte Ausrüstung, was lebensgefährlich ist in dieser Umgebung. Daryl stößt an seine Grenzen als er versucht den Mord aufzuklären und die Vermissten zu finden. Schwarzer Fluch von Alex Winter ist faszinierend, gut und flüssig geschrieben und zieht den Leser in seinen Bann. Einmal mit Daryl im Outback angekommen und auf der Verfolgung der Aborigines konnte ich es kaum mehr weglegen, denn die Spannung war groß. Alex Winter gewährt Einblicke in die Landschaft und die Umgebung des Billabongs und vom Outback, auch die Aborigines werden dem Leser nahe gebracht. Mich hat die Geschichte fasziniert, die Balance zwischen Krimi und Beschreibungen stimmte zwar nicht immer, aber ich hatte sehr viel Spass bei der Lektüre. Nun bin ich sehr gespannt auf weitere Abenteuer mit Daryl.

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    LadySamira091062s avatar
    LadySamira091062vor 5 Jahren
    Einblicke in die Welt der Australischen Ureinwohner und Krimi zugleich

    Eine Gruppe Wissenschaftler   sind in der Wüste Australiens verschollen,ihre Autos findet  man  weit entfernt und leer.Die Polizei setzt Tracker der Aborigine ein doch die  finden angeblich nicht.Dieses seltsame verhalten   macht Detectiv Daryl Simmons neugierig und  er beginnt  auf eigene faust  zu suchen.Da er jahrelange bei den Aborigines gelebt hat  findet er schnell Hinweise darauf ,das es  einen Toten gibt Dr. John Hooker, einer der Vermissten.Doch wer ist der Mörder und  wo sind die anderen Vermissten,warum haben die  Aborigines sie alle mit genomen und wohin.Fragen über Fragen .Doch Daryl  macht sich   auf und nimmt die Verfolgung zweier Einheimischer auf  .In der Wüste kommt es zu  einigen Zwischenfällen,denn die Aborigines wollen ihn an der Verfolgung hindern.Doch er gibt nicht auf  und findet die Vermißten,doch   werden sie  unbeschadet aus der Wüste zurück kehren können ?

    In diesem Buch wurden sehr schön die Handlung des Krimis mit Informationen über die Kultur der Aborigines verbunden , man erfährt viele  Dinge aus dem Leben und der Traumkultur der Eingeborenen,was mir sehr  gefiel .Auch die Landschaftsbeschreibungen waren sehr realistisch gehalten,was manchmal die eigentliche Handlung sprich die Suche nach dem Mörder zur  Nebensache machte .Eine gelungene Umsetzung von Krimi und Kulturbeschreibung ,die das Lesen des Buches sehr  interessant gestaltet hat und   Lust auf die anderen Werke des Autors geweckt hat

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    Manu2106s avatar
    Manu2106vor 5 Jahren
    Schwarzer Fluch

    Ein Forscherteam ist in der Wüste Australiens verschwunden. Die Polizei kommt nicht nicht weiter, und die Aborigines helfen wollen nicht bei der Suche nach Spuren helfen. Detective Daryl Simmons wird an den Fall rangezogen, der sich kurzerhand selber ins Outback begibt und nach Spuren der Vermissten sucht, er wird tatsächlich fündig, trifft sogar noch auf zwei Aborigine, die aber nicht sehr Gesprächig sind, aus einem Impuls heraus, verfolgt Daryl die beiden Tagelang durch die Wüste... Doch ist das richtig? Daryl hat keinerlei Ausrüstung bei sich. Und wer sagt das die  Aborigines wirklich was mit dem verschwinden zu tun haben?

    Ich finde das Buch richtig toll, es ist kein gewöhnlicher Krimi, man taucht hier in die Welt der Ureinwohner Autraliens ein, lernt ihr Leben kennen, den zusammenhalt der verschiedenen Stämme. Es ist sehr faszinierend was einige der Aborigines für Fähigkeiten haben. Wurde man einmal in ihren Bann gezogen, lässt es sich mit den lesen schwer aufhören. Wenn ich jetzt mehr schreibe verrate ich ja alles drum lass ich es ;)

    Die Beschreibungen der Umgebungen sind sehr schön, ich hatte ein richig schönes Kopfkino während des lesens laufen.

    Dieses war Daryl sein Dritter Fall, ich hatte keine Probleme mich in dem zurecht zu finden, auch wenn ich die Vorgänger nicht kenne, denn man kann sich was hier in der Geschichte schon ein gutes Bild von Daryl machen, dennoch werde ich die anderen Bücher auch lesen.

    Spannend ist die Geschichte auf jedenfall, mal mehr und mal weniger, sie zieht sich nicht durch die ganze Geschichte, ist sie abgeflaut, wurde wieder was in die Geschichte eingebaut, was die Spannung wieder aufbaute.
    Die Auflösung ist einfach klasse, ich hätte nie damit gerechnet wer der Täter ist, ich hab mich richtig in die Irre führen lassen :)

    Der Schreibstil ist toll, die Geschichte lässt sich flüssig lesen, die Kapitelaufteilung gefällt mir auch, es gibt kein Kapitel was zu lang ist.

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    guybrushs avatar
    guybrushvor 5 Jahren
    Spannender Trip durch die australische Wüste

    Eine Gruppe von Forschern verschwindet. Die Spur führt zu einem heiligen Billabong und verliert sich 200 km  entfernt in der Wüste. Die Aborigines verhalten sich merkwürdig und verweigern die Hilfe bei der Suche nach den Verschollenen. Detective Daryl Simmons, selbst ein halber Eingeborener, übernimmt den Fall und folgt 2 Eingeborenen in die endlose Wüste – ohne entsprechende Ausrüstung, ganz auf sich selbst gestellt. Schnell stößt er dabei an die eigenen Grenzen und ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt.

    Der Krimi und die Aufklärung eines Mordes bilden in diesem Roman nur die Rahmenhandlung. Die eigentliche Frage lautet „Welches Geheimnis wollen die Aborigines um jeden Preis schützen“. Der abenteuerliche und lebensgefährliche Versuch, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, trägt den Spannungsbogen so gut, dass es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Dabei gewährt der Roman faszinierende Einblicke in die Lebensweise der australischen Ureinwohner und deren Traumwelten.

    Mit Daryl Simmons hat Alex Winter einen glaubwürdigen Protagonisten geschaffen, der den Balanceakt zwischen zwei Welten bravourös meistert. Wunderbare Schilderungen der kargen Landschaft und eine dichte Atmosphäre machen das Buch zu einem Lesegenuss.

    Ich habe einen absolut fesselnden. Abenteuerroman gelesen. Bestimmt nicht mein letztes Buch von Alex Winter.

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    romantic devils avatar
    romantic devilvor 5 Jahren
    Mord in der Wüste

    Eine Gruppe von Forschern verschwindet in der Wüste und Detektiv Daryl Simmons wird hinzugezogen, als die Tracker der Aborigine sich aus fadenscheinigen Gründen weigern, sich an der Suche zu beteiligen. Also macht Daryl, der mit Aborigines aufgewachsen ist, auf die Suche und entdeckt bald die Leiche von Dr. John Hooker, eines der Vermissten. Zwei Aborigine führen ihn zu dessen Grab und als diese plötzlich verschwinden, macht sich Daryl auf die Verfolgung durch die Wüste. Eine Mission, die den Tod bedeuten kann, nicht nur für ihn.

    Das Buch ist sehr informativ, denn man erfährt viel über die Ureinwohner Australiens, dessen Kultur und Lebensweise, aber auch über die Natur und die Tierwelt Australiens. Hinzu kommt eine echt spannende Kriminalgeschichte, wobei mir mehr Krimi und weniger Abenteuer und Überlebenskampf in der Wüste besser gefallen hätten. Teilweise fand ich es etwas langatmig.

    Fazit: Viel Australienkunde, weniger Krimi, aber durchaus spannend und interessant.

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    Kitty411s avatar
    Kitty411vor 5 Jahren
    Krimi und Australienkunde zugleich

    Zum Buch: „Schwarzer Fluch“ von Alex Winter ist ein E-Buch Krimi aus der Reihe Detective Daryl Simmons, der am 15.06.2013 im bookshouse Verlag erschienen ist. Es ist die Neuauflage des 2007 erschienenen Taschenbuchs. Zu beziehen ist das E-Book direkt bei bookshouse (http://www.bookshouse.de/)  oder z.B. hier: http://www.amazon.de/Schwarzer-Fluch-ebook/dp/B00DFPB4IO/ref=sr_1_sc_2?s=books&ie=UTF8&qid=1376756690&sr=1-2-spell&keywords=alex+win+ter


    Klappentext: »Die Speerträger hoben die Schleudern zum Angriff, während die anderen ihre Kriegsbumerangs über ihren Köpfen zu schwingen begannen. Langsam gingen die Eingeborenen auf die Forscher zu und zogen den Halbkreis um die Gruppe immer enger ...« Spurlos ist eine Gruppe von Wissenschaftlern verschwunden, unter ihnen der schwerkranke Martyn. Zwei Aborigines, die Detective Daryl Simmons dazu verhört, scheinen etwas zu verheimlichen. Da Martyns Leben auf dem Spiel steht, folgt Daryl den beiden heimlich in die Wüste - ohne entsprechende Ausrüstung, ganz auf sich gestellt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt ...

    Die Story: Detective Daryl Simmons wird wieder mal zu einem ungewöhnlichen Fall gerufen. Ein Forscherteam ist verschwunden, einer davon schwer krank. Die Ermittlungen der Polizei laufen ins Leere, doch es scheint, dass die Eingeborenen etwas damit zu tun haben. Als Daryl zwei Aborigines verhört, verstärkt sich dieser Eindruck für ihn nur noch, und er beschliesst wider besseren Wissens, ihnen ohne entsprechende Ausrüstung zu folgen. Der Marsch durch die Wüste wird zu einem Kampf ums Überleben, doch es soll noch härter kommen…

    Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Diese Geschichte ist in der dritten Form geschrieben und in 25 Kapitel plus Epilog unterteilt.

    Covergestaltung: Das Cover zeigt zwei Aborigines vor den Weiten des australischen Outbacks, im Hintergrund sind Berge zu sehen. Der Autorenname steht im gelb wirkenden Himmel während der Titel des Buches mittig zu finden ist. Den linken Rand ziert ein graublauer Streifen mit dem Genrehinweis Australienkrimi und dem Verlagslogo.

    Zum Autor: Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Ab 1980 unternahm er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führten. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland.

    Meine Meinung: Wie schon die beiden vorangegangenen Bände mit Detective Daryl Simmons, so habe ich auch diesen Krimi regelrecht verschlungen und ihn innerhalb eines Tages gelesen, da ich einfach nicht aufhören konnte. Dem Autor ist es gelungen, mich gleich in die Story hineinzuziehen, und durch den flüssigen Schreibstil konnte ich den Text sehr gut lesen. Die Story ist einfach nur fesselnd, die Spannung, welche den Leser gleich zu Beginn in ihren Bann zieht, steigert sich über das Buch hinweg immer mehr, bis es zu einem Ende kommt, das so nicht vorhersehbar war. Viele Wendungen innerhalb der Geschichte lassen einen zwar überlegen, wer wohl der Täter war – rausbekommen habe ich es zumindest nicht, daher war ich bis zur Auflösung absolut gespannt.
    Weiterhin gefallen hat mir, dass man als Leser Hintergrundinformationen zu Australien und den Aborigines bekommt, eingebettet in die gesamte Story, so dass man dadurch nicht gelangweilt wird.
    Ich gebe diesem Krimi 5 Sterne.


     

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    Irves avatar
    Irvevor 5 Jahren
    *+*+* Faszinierende Einblicke in die Welt der Aborigines *+*+*

     *+ Faszinierende Einblicke in die Welt der Aborigines +*

    Inhaltsangabe:
    Spurlos ist eine Gruppe von Forschern verschwunden. Unter ihnen der schwerkranke Martyn. Ohne medizinische Versorgung hat er so gut wie keine Überlebenschance … Zwei Aborigines, die Detective Daryl Simmons verhört, verhalten sich seltsam. Wissen sie um das Schicksal der Forschergruppe? Da Martyns Leben auf dem Spiel steht, folgt Daryl den beiden in die Wüste ohne entsprechende Ausrüstung, ganz auf sich selbst gestellt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt …

    Das Cover:
    Man sieht zwei Aborigines in traditioneller Bemalung vor den Weiten des australischen Outbacks. Nachdem ich den Krimi gelesen habe empfinde ich das Cover als die ideale Einstimmung auf das Buch.

    Meine Zusammenfassung:
    Eine Forschergruppe verschwindet mitten in der Wüste. An einer weit entfernten Stelle werden ihre Autos entdeckt, von den Forschern fehlt jedoch jede Spur. Die um Hilfe gebetenen Aborigines verhalten sich sehr merkwürdig, sodass Daryl Simmons beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Er untersucht die Stelle, an der die Forscher zuletzt vermutet wurden. Er findet einige Spuren. Bevor er seine Untersuchungen jedoch abschließen kann, trifft er auf 2 Aborigines, die ihm eindrücklich nahe legen, diesen Ort zu verlassen. Anstatt zurückzukehren, beschließt Daryl die Verfolgung der Beiden und begibt sich dabei leichtsinnig ganz alleine auf den Weg in die Wüste….Die Aussicht, die verschwundenen Forscher zu finden, ist sehr gering…..ebenso zu überleben….

    Meine Meinung:
    In diesem 3. Krimi der Daryl-Simmons-Reihe liegt das Hauptaugenmerk des Autors eindeutig nicht auf dem Fall rund um die verschwundenen Forscher. Vielmehr bietet die Suche nach diesen eine gute Grundlage für Alex Winter, um den Leser ausgiebig über die australische Wüste zu informieren und sehr viel über die australischen Aborigines sowie Flora und Fauna mitzuteilen. Wer sich für die Ureinwohner des Landes nicht interessiert und einen vor Spannung nicht zu überbietenden Krimi erwartet, wird von diesem Buch nicht so begeistert sein wie ich es während und nach der Lektüre war bzw. noch immer bin.
    Fasziniert las ich über die heiligen Stätten der Aborigines, ihre Rituale, ihre Art zu leben. Ich bin sehr beeindruckt davon wie sie im Einklang mit der Natur leben, sie achten und zu schätzen wissen. Innerlich schüttelte ich während des Lesens einige Male den Kopf, wenn ich mir vor Augen führte, wie wir „zivilisierten“ Menschen mit dieser einmaligen Erde und auch miteinander umgehen. Auch die Beschreibungen der Fähigkeiten dieser wenigen verbliebenen Ureinwohner zogen mich in ihren Bann. Dass wir Menschen ursprünglich telepathische Kräfte hatten, davon hatte ich schon gelesen, konnte es aber nicht so recht glauben. Jedoch scheint diese Information zu stimmen, denn bei den Aborigines funktioniert diese Gabe noch. Ohne Uhren oder Landkarten zu haben, schaffen es diese unglaublichen Menschen, sich zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort zu verabreden, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch können sie den meisten Menschen in die Seele sehen und erkennen die Wahrheit und das Wesen der entsprechenden Person. Besonders fasziniert hat mich ihre Überzeugung, immer für die Gemeinschaft zu handeln und zu entscheiden, niemals treten egoistische Gründe in den Vordergrund. Schade, dass dieses Volk nie so gewürdigt wurde wie es verdient gewesen wäre und dies wohl auch nie mehr passieren wird bzw. passieren kann, denn auch bei den verbliebenen Stämmen hat leider eine beginnende Zivilisierung eingesetzt. Sehr schade finde ich, dass dadurch nicht nur diese Kultur an sich sondern auch ihr medizinisches Wissen, welches auch einige Male beeindruckend im Buch geschildert wurde, unwiderbringlich verloren gehen werden.
    Der Autor hat all diese Dinge nicht nur einfach beschrieben, sondern daraus einen Krimi im Krimi gemacht. Ich fieberte mit Daryl Simmons mit. Ich hoffte, dass er seine Wüstentour lebend und bei guter Gesundheit übersteht. Wünschte ihm, dass er den Fall der Forscher lösen konnte ohne die Gesetze der heiligen Orte der Aborigines zu verletzen. Dadurch, dass Daryl ein weißer Aborigine ist, hatte er von allen Polizisten Australiens die besten Voraussetzungen, um diesen Ritt auf der Rasierklinge zu meistern. Er war als Kind mehr oder weniger mit den Kindern der Ureinwohner zusammen aufgewachsen und wurde dadurch, dass er in  viele Riten der Pintubi-Stammes eingeweiht wurde, selbst zu einem von ihnen. Seine Stammesnarben bewiesen den Aborigines seine Zugehörigkeit. Trotzdem wurde ihm noch die eine andere Prüfung auferlegt bis die Stammesmitglieder ihm vertrauten. Ob er dennoch den Fall lösen konnte und ob er und die Forschergruppe gesund und munter zurück in die Zivilisation kamen, werde ich nicht verraten.

    Mein Fazit:
    Alex Winter ist mit „Schwarzer“ Fluch“ eine interessante und spannende Symbiose aus Krimi und Aborigine-Wissen gelungen und für mich ein Muss für jeden Australien-Fan.
    Ich vergebe sehr gerne die maximale Sternenzahl und freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall, wenn es wieder heißt „Daryl Simmons ermittelt…“

    Bisher sind in der Daryl-Simmons-Reihe von Alex Winter erschienen:

    Teil 1: “Ein Gespür für Mord

    Teil 2: “Die Toten von Moonlight Bay

    Teil 3: “Schwarzer Fluch

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    BerniGunthervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller Australien-Krimi, tja mehr als ein Krimi! Eine Beschreibung von Land und Aborigines. Großartig!
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Detective Daryl Simmons  wartet auf eure Spürnasen!


    Unsere Neuerscheinung von Alex Winter "Schwarzer Fluch" ist nun schon Detective Daryl Simmons 3. Fall!


    Und wir wollen wieder zu einer Leserunde einladen und nach Australien reisen.
    Ein wenig Sommerferien haben wir ja noch, das ist somit richtig passend für einen Abstecher in die Wüste.


    ###YOUTUBE-ID=wnVgvTGYNVs###

    »Die Speerträger hoben die Schleudern zum Angriff, während die anderen ihre Kriegsbumerangs über ihren Köpfen zu schwingen begannen. Langsam gingen die Eingeborenen auf die Forscher zu und zogen den Halbkreis um die Gruppe immer enger ...«

    Spurlos ist eine Gruppe von Wissenschaftlern verschwunden, unter ihnen der schwerkranke Martyn. Zwei Aborigines, die Detective Daryl Simmons dazu verhört, scheinen etwas zu verheimlichen. Da Martyns Leben auf dem Spiel steht, folgt Daryl den beiden heimlich in die Wüste - ohne entsprechende Ausrüstung, ganz auf sich gestellt. Ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt ...

    Leseprobe

    Zum Autor



    © Alex Winter @bookshouse


    Alex Winter, geboren 1960 in Zürich/Schweiz, absolvierte die Kunstgewerbeschule in Zürich. Er arbeitete zunächst als Dekorationsgestalter, später in verschiedenen Berufen im In- und Ausland. Seit 1980 unternimmt er immer wieder mehrjährige Reisen, die ihn vor allem nach Australien, Neuseeland und in die Südsee führen. Alex Winter lebt heute mit seiner Frau im Zürcher Oberland. 2005-2007 erschienen von Alex Winter im Knaur Verlag die ersten drei Bände einer Australienkrimi-Reihe, die ab Frühjahr 2013 bei Bookshouse neu aufgelegt und weitergeführt wird. Außerdem arbeitet Alex Winter an mehreren Thrillern, von denen der erste, „Blinder Hass“, im Herbst 2013 bei Bookshouse erscheint.

    Wir suchen nun mindestens 5 Spürnasen für mindestens 5x Ebook im Wunschformat.
    Ausserdem vergibt der Autor noch 2 Preise
    Bewerbt euch bis zum 16.8.2013 für eines der Rezensionsexemplare zur Leserunde

    1. Hauptpreis

    ein signiertes Buch mit Postkarte und einer kleinen Auswahl an von Aborigines gesammelten australischen Buschfood-Gewürzen

    2. Preis

    ein signiertes Buch mit Postkarte

    Wir steuern bei jeder bookshouse-Leserunde 5 Leseexemplare (.pdf, .mobi oder .epub) bei. Ab 30 Interessenten wird ab weiteren 10 Teilnehmern ein weiteres Freiexemplar verlost. Also bei 40 Anfragen 6 E-Books, bei 50 Interessierten 7 E-Books …

    Uns würden auch eure Eindrücke zur Leseprobe sehr interessieren.


    Der Autor wird die Leserunde begleiten.



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    Eure Katja vom
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    Letzter Beitrag von  Alex_Wintervor 5 Jahren
    Das wurde ich schon ein paar Mal gefragt - nein. Nicht, dass es nicht viele Geschichten zu erzählen und versteckte Orte zu beschreiben gäbe. Aber für mich ist Reisen etwas sehr persönliches. Im Interview mit Beate auf http://beatelovelybooks.blogspot.de/2013/03/interviewalex-winter-bookshouse.html hat sie mir die gleiche Frage gestellt, wenn du magst, kannst du da die Antwort nachlesen. ;-) Übrigens habe ich gerade eben erfahren, dass es doch eine Leserunde zum 4. Band "Mörderische Gier" gibt! Freue mich - hoffe, ihr seid alle auch wieder dabei.
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