Alexa Hennig von Lange

 3,8 Sterne bei 1.068 Bewertungen
Autorin von Ach wie gut, dass niemand weiß, Die Welt ist kein Ozean und weiteren Büchern.
Autorenbild von Alexa Hennig von Lange (©  Marcus Höhn)

Lebenslauf von Alexa Hennig von Lange

Ehemaliges Model, Schriftstellerin und Moderatorin: Alexa Henning von Lange wurde 1973 in Hannover geboren. Sie begann bereits mit acht Jahren zu schreiben und ist dann auch 1986 eine der Preisträgerinnen im NDR-Schreibwettbewerb „Kinder schreiben für Kinder“. Über die Jahre bildet Alexa Henning von Lange einen sehr eigenen, sehr persönlichen Erzählstil, der sich durch all ihre Romane zieht. Sie interessiert sich zunehmend für das Theater und beginnt auch selber Stücke zu schreiben. Ihr Debütroman "Relax" verschaffte ihr einen großen Bekanntheitsgrad, vor allem die Inhalte des Buches, die das Erwachsenwerden, die Sexualität und den Drogenkonsum thematisieren sorgten von Anfang an für eine große Leserschaft und machte sie auf Anhieb zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Die Romane von Alexa Henning von Lange wurden in viele Sprachen übersetzt. 2002 wurde sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Alexa lebt mit ihren beiden Kindern Mia-Louise und Pontus Peter Gabriel in Berlin.

Alle Bücher von Alexa Hennig von Lange

Cover des Buches Die Welt ist kein Ozean (ISBN: 9783570162965)

Die Welt ist kein Ozean

 (140)
Erschienen am 27.07.2015
Cover des Buches Ach wie gut, dass niemand weiß (ISBN: 9783570310656)

Ach wie gut, dass niemand weiß

 (152)
Erschienen am 08.08.2016
Cover des Buches Kampfsterne (ISBN: 9783832165024)

Kampfsterne

 (107)
Erschienen am 16.09.2019
Cover des Buches Die Weihnachtsgeschwister (ISBN: 9783832165543)

Die Weihnachtsgeschwister

 (90)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Die Wahnsinnige (ISBN: 9783832181277)

Die Wahnsinnige

 (51)
Erschienen am 18.08.2020
Cover des Buches Ich habe einfach Glück (ISBN: 9783499229701)

Ich habe einfach Glück

 (51)
Erschienen am 01.12.2003
Cover des Buches Relax (ISBN: 9783832164409)

Relax

 (61)
Erschienen am 18.05.2017
Cover des Buches Der Atem der Angst (ISBN: 9783570309773)

Der Atem der Angst

 (45)
Erschienen am 15.06.2015

Neue Rezensionen zu Alexa Hennig von Lange

Cover des Buches Die Wahnsinnige (ISBN: 9783832181277)Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Die Wahnsinnige" von Alexa Hennig von Lange

Netter Roman, mehr auch nicht.
Gwhynwhyfarvor 2 Monaten

«Doch was ich damals nicht verstand, was ich einfach nicht verstand in dieser verblendeten Glückseligkeit, war, dass es aus dem Traum auch immer ein Erwachen gibt, dass es zur  Zweisamkeit auch die Einsamkeit gibt, dass das Gegenteil von Macht die Unterdrückung ist. Und dass dieses regennasse Flandern und mein mir zugewiesener Mann nicht meine Befreiung, sondern meine Zerstörung sein würden. Juan Rodriguez, die Welt ist von einer schlimmen Epidemie erfasst, die Menschen anderen Menschen aus Selbstsucht und Freude am Triumph furchtbare Dinge antun lässt. Und mein Mann ist einer von ihnen und dafür wird er büßen.»

Ich hatte eher etwas Biografisches erwartet, mehr Historisches. Alexa Henninig hat einen netten Roman geschrieben, mit historischen Hintergrund, so würde ich es bewerten. Sie versetzt sich in Johanna von Kastilien, die Tochter und die Thronfolgerin von Isabella von Kastilien, und König Ferdinand II von Aragon, eine Thronfolgerin, die nie Regentin werden sollte, dies auch nie wollte. 1503: Der Roman beginnt zirka ein Jahr vor dem Tod von Isabella, der Katholischen, die zu diesem Zeitpunkt schon sehr krank ist. Sie hält ihre Tochter auf der Festung La Mota in Medina del Campo gefangen, damit sie in Spanien bleibt – sie befürchtet einen Anschlag auf Isabella oder Intrigen auf das spanische Königshaus, hält Isabella für indoktrinierbar. Auch will sie die Tochter zum Beten und Beichten zwingen, wie es sich für eine Katholische gehört, als Thronfolgerin. Historisch verbrieft, zeigte sie einen deutlichen Mangel an Glauben, verweigerte die Beichte, teilweise selbst den Besuch der Messe. Ihre Mutter Isabella vertrieb zu dieser Zeit mit der Inquisition alle Juden und Mauren aus dem Land, die Ungläubigen. Cisneros, der Beichtvater von Mutter und Tochter, war gleichzeitig der Primas von Spanien, der Großinquisitor, der sich ein solches gottloses Verhalten nicht gefallen lassen konnte. Eine spanische Königin ohne verfestigten Glauben – nicht denkbar.


«Du wirst sehr bald erkennen, wie gefährlich die Welt für eine Thronfolgerin werden kann.»


Doch Johanna möchte nach Flandern zurückkehren, zu ihrem Mann, König Philipp (der Schöne) und zu ihren Kindern. Die Mutter lässt sie ziehen. Zurück in Brüssel, ignoriert sie ihr Mann, der bekannt dafür ist, einen Haufen Mätressen um sich zu scharren. Sie macht ihm eine öffentliche Eifersuchtsszene, wobei sie ein Messer in der Hand hielt – historisch verbrieft – ein weiteres Dokument für «La Loca». Plötzlich überschüttet Philipp sie mit Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit. Isabella ist wieder schwanger. Als die Nachricht vom Tod ihrer Mutter eintrifft, erfährt sie auch, dass diese verfügt hat, solange Isabella sich nicht in Spanien aufhält, wird das Land von König Ferdinand II regiert, und ebenso verfügt sie, dass Johanna nur den Thron besteigen darf, «wenn sie zu regieren vermag». Fast ein Freibrief, «La Loca» als völlig verrückt darzustellen. Philipp wähnt sich bereits als König von Kastilien, bald von ganz Spanien. Für die Männer geht es um die Frage, wer darf im Namen von «La Loca» regieren? Vater oder Ehemann …  Philipp und Johanna reisen im September 1506 nach Kastilien, zum Casa del Cordón in Burgos. In dem Vertrag, den Philipp und Ferdinand II. schließen, gibt es bereits einen kleinen, fast unmerklichen Passus, der bezeichnet, dass Johanna in ein Klosterexil geschickt werden soll. Doch kurz bevor die Frage um die Regentschaft geklärt ist, verstirbt Philipp plötzlich an hohem Fieber. Es gibt Gerüchte. An dieser Stelle endet der Roman. Schade.


Juana I de Castilla, genannt «Juana la Loca», die Wahnsinnige, 1479 geboren, verstorbenen 1555. Infantin von Aragón, Kastilien und León, von 1504 bis 1506 Königin, von 1506 bis 1555 Titularkönigin von Kastilien und León, von 1516 bis 1555 Titularkönigin von Aragón, womit sich die spanischen Königreiche in ihrem Erbe als Personalunion vereinigten zum Königreich von Spanien. Nach dem Tod ihr Mutter tritt sie mit ihrem Mann als gleichberechtigte Regenten den kastilischen Thron an, was Ferdinand II. verärgert. Er «beerbt» den Schwiegersohn als Regent, heiratet bald, um einen Thronfolger zu zeugen, der, männlich, vor Johanna in der Thronfolge von Aragón stehen würde. Ein Sohn wird geboren – der aber Tage später verstirbt. Nach dem Tod von Ferdinand II. wird Johanna Königin über die Reiche beider Eltern, allerdings nur als Titularkönigin. Ihr Sohn Carlos I., wird mit ihrer Zustimmung 1516 König von Kastilien, León und Aragón und gilt als der erste König von Spanien.

Johanna hatte als drittes Kind wenig Aussichten auf die Krone ihrer Eltern. Schon als Kind schockierte sie mit extremen Wutanfällen und Exzentrik. Die politische Heirat mit dem Hause Habsburg, mit Philipp (dem Schönen) von Flandern verlief zunächst harmonisch, die Liebe funkte auf beiden Seiten. Leider gestaltete sich Johanna als schwierig, da sie hin und wieder von heftigen Wutanfällen, bzw. Melancholie geplagt war. Philipp, wie damals üblich, war von Mätressen umgeben, was Johanna nicht zu akzeptieren vermochte. Diverse Todesfälle in der Erbfolge ihrer Eltern sorgten dafür, dass Johanna 1500 die alleinige Erbin von Kastilien, Aragon, Leon und Granada wurde. Es wurden ihr Waschzwang nachgesagt und eine zeitweise starke Melancholie, die mit Nahrungsverweigerung einherging, so wie unbegreifliche Wutausbrüche. Ihre Großmutter war definitiv im Alter psychotisch. Johanna erhielt den Beinamen «die Wahnsinnige» schon sehr früh. Ob sie allerdings nicht in der Lage gewesen wäre, ihr Amt auszuführen, ist fraglich – nicht mehr nachzuvollziehen. Garantiert gab es eine Menge an mächtigen Menschen, die dies verhindern wollten. Kirchlicherseits galt sie als unerwünscht, ihr fehlte der katholische Zug. Vater, Ehemann und Sohn wollten lieber selbst regieren. Der Vater stellte Anspruch auf den Thron, hatte Cisneros im Schlepptau. Johanna stellte sich dem entgegen und regierte eine Weile allein. Als ihr Vater vom Kriegszug aus Neapel zurückkam bat sie im um Hilfe, da sie sich überfordert fühlte, übergab ihm die Regierungsgeschäfte. Erwähnt wird in diesem Buch leider auch nicht, dass Johanna völlig aufgelöst nach dem Tod ihres Mannes in extreme Trauer versank, und nun nach einem Jahr monatelang mit dem Sarg ihres Mannes, der immer noch nicht beerdigt war, durch Kastilien zog, um Philipp in Granada zu begraben, was sein Wunsch war, aber von Ferdinand II. blockiert wurde. Auf Geheiß ihres Vaters wurde Johanna dann 1509 im Kloster von Tordesillas eingesperrt, angeblich geisteskrank, und dort verblieb bis zu ihrem Tode. Nach dem Tod ihres Vaters wurde sie auch offiziell Königin von Aragon und Leon, immer noch eingesperrt, die Regierungsgeschäfte übernahm ihr damals 16-jähriger Sohn, Erzherzog Karl von Österreich, der keinen Finger rührte, sie herauszuholen. Als rechtmäßige Königin war sie 46 Jahre lang eingesperrt im Kloster von Tordesillas. Im Alter von 75 Jahren starb sie an den Folgen einer Verbrühung


Alexa Hennig von Lange schreibt im Nachwort, für sie steht nicht die Frage, ob jemand wahnsinnig wird, sondern warum. Die Frage nach dem warum in Bezug auf psychische Störungen sind auch heute am Lebenden schwer zu klären. Oft ist eine genetische Anlage vorhanden, der Auslöser ist differenziert zu sehen. 500 Jahre zurückzuforschen, ist meiner Meinung nach nicht möglich. Wir greifen auf Quellen zurück, klar – nur wer hat sie damals geschrieben? Aus wessen Sicht, aus wessen Intension. Was ist unsere Sicht heute – was vermischt sich hier? Was eindeutig ist, Johanna war ein Spielball der Macht. Ihre möglichen emotionalen Ausbrüche haben vielleicht dafür herhalten müssen, sie als verrückt zu erklären. Wäre sie in der Lage gewesen, ein solch großes Reich zu regieren? Das können wir heute nicht mehr beurteilen. Alexa Hennig von Lange nimmt die Perspektive der historischen Figur ein, ebenso im Austausch die dritten Person, distanziert, ein Wechsel zwischen Figur und Erzählerin. Die Autorin nimmt eine heutige feministische Haltung für ihre Figur ein, «Frauen haben in der Ehe keine Eigenständigkeit», die Protagonistin fordert eine Neuordnung der Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern. Das halte ich für zweifelhaft, zumal ihre Mutter eine sehr starke Herrscherin war, die sich bereits in der Jugend den Thron gesichert hatte und ihren Ehemann selbst erwählte, (unziemlich) um seine Hand angehalten hatte, die für sie vorbestimmten Ehemänner ablehnte. Die Autorin beschreibt die Abneigung von Johanna, zur Beichte zu gehen, eine Frau, die nicht unbedingt an einen Gott glaubt; schildert ihre inneren Konflikte, Wutausbrüche, ihre Eifersucht. Nicht glaubhaft erscheint mir, dass sie ihrer Mutter vorwirft, Juden und Muslime aus dem Land zu treiben im Namen der Kirche, letztendlich um sich an den Ländereien zu bereichern – auch hier eine moderne Sicht. Am Anfang des Romans lehnt sie es ab, sich um ihren Sohn in La Motta zu kümmern, fühlt sich nicht als Mutter, berichtet vom Unglück ihrer Ehe. Aber warum will sie nun plötzlich zurück nach Flandern (ohne ihren Sohn)? Dort zeigt sie sich dann als liebevolle Mutter, leidet unter der Zurückweisung ihres Mannes, lässt sich dann doch wieder einlullen von «dem Schönen»; sie verbringen fast zwei Wochen im Bett. Für mich passt das psychologisch nicht alles zusammen. Die Autorin begibt sich in die Rolle einer historischen Figur, kann aber nicht Position in der Figur beziehen, mag sich nicht festlegen. Aber genau das braucht es, um sich ernsthaft auf den Charakter einzulassen, egal in welche Richtung. War sie verrückt oder nur eine hoch emotionale Persönlichkeit? In dieser Perspektive muss man sich entscheiden. Die Autorin schwimmt aber, hält sich nach allen Seiten offen. Sie beantwortet auch die Frage nicht, die sie beantworten wollte: Warum wird einer verrückt? Das Zeitfenster für diesen Roman ist kurz, es handelt sich um zwei bis drei Jahre, die des Machtspiels um die Krone und um eine kurze Rückschau. Um diese Frage zu beantworten, müsste man bis zur Geburt zurückgehen, die gesamte Persönlichkeit aufblättern. Und wie gestaltete sich ihr Leben im Kloster von Tordesillas wirklich?


Ein Roman, der gut zu lesen ist, gut geschrieben, mit Emotion, Sex und Leidenschaft. Mit Juana I de Castilla, genannt «Juana la Loca» hat dieses Buch nicht viel zu tun. Es ist die Innenansicht einer historischen Figur, leider beschrieben aus einer heutigen Sicht und für mich psychologisch nicht ausgeleuchtet. Netter Roman, mehr auch nicht.


https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/die-wahnsinnige-von-alexa-hennig-von.html


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Cover des Buches Kampfsterne (ISBN: 9783832165024)Maza_e_Keqes avatar

Rezension zu "Kampfsterne" von Alexa Hennig von Lange

Zeitverschwendung
Maza_e_Keqevor 4 Monaten

So viel Hass, Missgunst, Wut und Angst in einer Vorstadt-Siedlung. Unerfüllte Sexualität, Fantasien, Träume, Selbstmitleid und Selbstbetrug.


Es wird in unterschiedlich langen Absätzen aus der Perspektive der verschiedenen Menschen erzählt. Davon bildet sich jede*r ein den Kern der Wahrheit zu erkennen und dabei betrügt er sich nur selbst und widerspricht sich gelegentlich.


Häufig ist die zeitliche Reihenfolge der Abläufe unübersichtlich.


223 Seiten lang habe ich gelesen und erwartet, dass die verwirrten Handlungsstränge entflochten werden, Probleme gelöst, Fragen geklärt. SPOILER: Auf Seite 224 wurde ich endlich erlöst und enttäuscht.


Und der Titel passt kein bisschen zum Inhalt.


Im Nachhinein fällt mir auf, dass das Buch eine gute Schullektüre abgeben würde. Lehrende könnten zu ihrem sadistischen Vergnügen die Schülerschaft das Buch interpretieren lassen.


Wer mit seiner Zeit nichts besseres anzufangen weiß, kann das Buch lesen. Aber könnte auch etwas Sinnvolleres tun, Knubbel an der Raufasertapete zählen beispielsweise.

Kommentare: 18
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Cover des Buches Die Wahnsinnige (ISBN: 9783832181277)Claris avatar

Rezension zu "Die Wahnsinnige" von Alexa Hennig von Lange

Dynastische Gepflogenheiten
Clarivor 4 Monaten

Alexa Hennig von Lange hat die Geschichte der Johanna, Königin von Kastilien, nachgezeichnet.

Spanien ist zu dieser Zeit um 1500 ein durch und durch katholisch geprägtes Land.

 

Der Autorin ging es dabei u.a. um die historischen Dimensionen einer Zeit, in der Unglaube mit Folter und Scheiterhaufen geahndet wurde. Es ging ihr aber auch um eine Frau, die in alle dem, was da in gläubigen Unsinn verpackt wurde, klarer sieht. Johanna, die als die Wahnsinnige in die Geschichte einging, versucht mit klarem Verstand Durchblicke zu finden. Sie ist gebildet, emotional, gefühlvoll

und voller Temperament. Um in der Welt der Herrschenden zu bestehen, musste man diese Eigenschaften verleugnen.

 

Die mittelalterlichen Strukturen ließen Individualität nicht zu. Daran konnte man schier verzweifeln.

Und das ist es, was Johanna umtreibt.

 

Als junges Mädchen mit 16 Jahren wird sie mit Philipp dem Schönen von Flandern verheiratet.

 

Dynastische Planungen haben sie zur Frau dieses Mannes gemacht. Durch den frühen Tod anderer Erben wurde sie zur Thronfolgerin ihrer Mutter, Isabella „der Katholischen“, bestimmt. Ein Los, das sie sich nicht ausgesucht hat.

 

Fast selber ein Kind noch, hat sie bald drei kleine Kinder, an denen ihr Herz hängt.

Ihre Mutter ist Königin von Spanien und regiert mit harten Hand. Aberglaube und Unglaube führen zu härtesten Strafen, Folter, Verbannung und Verbrennung auf dem Scheiterhaufen.

 

Wir lernen Johanna auf einer Festung in Spanien kennen, wo sie, eingesperrt von ihrer Mutter, gefügig gemacht werden soll. Ihre Mutter will sie zum rechten Glauben zwingen. Da sie ständig mit Zorn und Trotz auf alle Versuche der Bändigung reagiert, erklärt man sie schon früh für wahnsinnig. Ein Schicksal, das sie lebenslang verfolgen wird.

 

Durch den ganzen Roman führt uns der aufrechte und gradlinige Charakter dieser Frau. Sie wacht immer mehr auf und sieht die Missstände von Intrige, Kuppelei und Verrat.

 

Hennig von Lange weiß die historische Seite der Geschichte einzubetten in die Wahrnehmung heutiger Kämpfe um Frauenrechte. Diese Johanna versucht um ihre Freiheit zu kämpfen. Nebenbei bekommt man einen Eindruck von den äußeren Bedingungen damaligen Lebens: Reisen unter für uns kaum vorstellbaren Unbequemlichkeiten. Es geht Tage lang bei jedem Wetter über lange Strecken in schwerer Kleidung auf dem Rücken von Pferden, Übernachtungen in Zelten und wochenlange Reisen in offenen Schiffen bei rauer See usw.

 

Insgesamt macht einen die Geschichte mit den mittelalterlichen Strukturen bekannt, die   

lange vor dem Zeitalter der Aufklärung das Leben der Regierenden und des Volkes beherrschten.

 

Der Roman ist in seiner Erzählkunst hervorragend und regt zu weiteren Nachforschungen an.

 

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Gespräche aus der Community

Von einer entschlossenen Frau, die es wagte, in einer Zeit der Unterdrückung vorauszudenken, und sich dem Kampf um Selbstbestimmung zu widmen. Autorin Alexa Hennig von Lange stellt vor dem historischen Hintergrund von Johanna der Wahnsinnigen eine immer noch relevante Frage: Wie können wir die werden, die wir sind, wenn das nicht für uns vorgesehen ist?

Wir suchen 35 Leser*innen, die den Roman schon vor offiziellem Erscheinungstermin lesen und auf LovelyBooks sowie drei
weiteren Seiten rezensieren.

Herzlich Willkommen zu unserer LovelyBooks Premiere zum neuen Roman von Alexa Hennig von Lange!

Gemeinsam mit dem DuMont Buchverlag vergeben wir, noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin, 35 Rezensionsexemplare von "Die Wahnsinnige".

Wir möchten alle Gewinner*innen bitten, ihre Rezensionen bis zum 02.09.2020 sowohl hier auf LovelyBooks zu teilen, als auch auf drei anderen Plattformen (Buchshops, Blogs und Co.).

Hier können die Rezensionen geteilt werden:

- Amazon

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- Weltbild

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Bitte beantwortet folgende Frage, um teilzunehmen:
Hast du vorher schon von Johanna der Wahnsinnigen gehört? Bitte gebt außerdem mit an, auf welchen 3 Seiten - zusätzlich zu LovelyBooks - ihr eure Rezension teilen werdet!

285 BeiträgeVerlosung beendet
SusanneUlrikeMariaAlbrechts avatar
SusanneUlrikeMariaAlbrecht

Die Welt ist kein Ozean
Alexa Hennig von Lange
CBT Verlag
Jugendbuch - Ab 14 Jahren
Format: 13,5 x 21,5 cm
Klappenbroschur
ca. 400 Seiten
ISBN 978-3-570-16296-5
EURO 14,99


Ich freue mich, dass mein Gedicht "Wie sprichst du zu einem Engel?" in dem neuen Buch "Die Welt ist kein Ozean" von Alexa Hennig von Lange dabei ist!

Susanne Ulrike Maria Albrecht
http://susanneulrikemariaalbrecht.wordpress.com
 
2 Beiträge
Kunst_ists avatar
Letzter Beitrag von  Kunst_istvor 6 Jahren
Ein sehr schönes Buch und ein sehr schönes Gedicht!
Zum Thema

Zart, tief und voller Gefühl - eine Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft!

Wir laden euch herzlich zur Leserunde mit unserer Autorin Alexa Hennig von Lange ein, die gespannt ist auf die ersten Leserstimmen zu ihrem neuem Jugendroman „Die Welt ist kein Ozean“, der am 27. Juli bei cbt erscheint. Sie freut sich darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen und in die Liebesgeschichte von Franzi und Tucker einzutauchen.

Zum Inhalt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor –muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Unverständlich für Franzi, die panische Angst vor Wasser hat und nicht schwimmen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?

Hier geht´s zur Leseprobe.

Zur Autorin:
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.

Wenn ihr eines der 15 Bücher gewinnen und mitmachen wollt, schreibt uns bis zum 21. Juli, welche Bedeutung Wasser für euch persönlich hat.

498 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Alexa Hennig von Lange wurde am 22. März 1973 in Hannover (Deutschland) geboren.

Alexa Hennig von Lange im Netz:

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von 273 Lesern aktuell gelesen

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