Fanny und wie sie die Welt sieht

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Ich hätte nicht erwartet,dass mich dieses Buch so sehr begeistert...

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Gut zu lesen, aber historisch nicht die Erwartungen erfüllt

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Inhaltsangabe zu "Fanny und wie sie die Welt sieht"

Ein Roman für Kinder ab 10 Jahren über eine zauberhafte Begegnung in einer Zeit, die bunter und turbulenter nicht sein könnte
Nie ist Fanny so gerne in die Schule gegangen wie an diesem Morgen. Denn sie hat ein richtig gutes Referat in der Tasche und brennt darauf, es vorzutragen. Aber warum blickt sie plötzlich in das Gesicht eines fremden Mädchens mit weißer Perücke? Und genau vor ihr ist ein echtes Schloss! Kein Zweifel, sie ist in einer anderen Zeit gelandet. Nicht nur, dass Fanny auf einmal ein Leben bei Hofe führt, sie lernt auch Amadeus kennen. Den Amadeus, von dem sie ihrer Klasse gerade noch erzählen wollte! Was hat das zu bedeuten? Das hat doch alles gar nichts mit ihr zu tun – oder etwa doch?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783522185073
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:13.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    MaikeSoests avatar
    MaikeSoestvor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ich hätte nicht erwartet,dass mich dieses Buch so sehr begeistert...
    Ich hätte nicht erwartet,dass mich dieses Buch so sehr begeistert...

                                             Inhalt

    Ein Roman für Kinder ab 10 Jahren über eine zauberhafte Begegnung in einer Zeit, die bunter und turbulenter nicht sein könnte

    Nie ist Fanny so gerne in die Schule gegangen wie an diesem Morgen. Denn sie hat ein richtig gutes Referat in der Tasche und brennt darauf, es vorzutragen. Aber warum blickt sie plötzlich in das Gesicht eines fremden Mädchens mit weißer Perücke? Und genau vor ihr ist ein echtes Schloss! Kein Zweifel, sie ist in einer anderen Zeit gelandet. Nicht nur, dass Fanny auf einmal ein Leben bei Hofe führt, sie lernt auch Amadeus kennen. Den Amadeus, von dem sie ihrer Klasse gerade noch erzählen wollte! Was hat das zu bedeuten? Das hat doch alles gar nichts mit ihr zu tun – oder etwa doch?

    (Quelle: thienemann-esslinger.de)

                                      Meine Meinung

    Ich fange wie immer mit den Charakteren an: Fanny und ich haben wirklich einiges gemeinsam,vielleicht mochte ich sie deshalb so gerne, sie denkt und handelt meistens sehr ähnlich wie ich. Theresa und Poldi fand ich absolut süß,wie toll sie Fanny direkt aufgenommen haben und wie nett die beiden sind (naja nicht zu jedem =D). Wolfi fand ich auch richtig toll und kann mir gut vorstellen,dass er genauso gewesen ist,wie es hier im Buch beschrieben wird.

    Der Schreibstil hat mir direkt auf Anhieb gefallen und ich konnte kaum aufhören zu Lesen,weil ich es so spannend fand. Ich fand es schade,dass es nicht mehr Illustrationen gab, zum Beispiel von Fannys Kleid,aber ich konnte es mir durch die Beschreibungen auch sehr gut selbst vorstellen.

    Die Geschichte fand ich richtig toll,es war mal was anderes und es hat mich sehr gut unterhalten. Außerdem musste ich sehr oft lachen und ich fand es auch wirklich sehr spannend,weil ich die ganze Zeit wissen wollte,ob und wie Fanny wieder in ihre eigene Zeit zurückkehrt.

    Das Ende hat mir ebenfalls sehr gut gefallen,ich würde gerne mehr Details dazu schreiben,aber dann würde ich viel zu viel verraten. Ich kann nur sagen, ich war hundertprozentig zufrieden mit diesem Ende.

                                           Fazit

    Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich fand es hatte alles was ein gutes Buch braucht,inklusive einem tollen Ende,deswegen habe ich es mit 5 von 5 Sternen bewertet.

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    HighlandHeart1982s avatar
    HighlandHeart1982vor 19 Tagen
    Unerwartete Zeitreise

    Gerade noch wurde sie wieder von ihren Mitschülern gehänselt, als Fanny plötzlich einen harten Gegenstand gegen den Kopf geworfen bekommt. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Park eines Barockschlosses in einer völlig anderen Zeit. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

    Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, er ist flüssig und gut verständlich. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin erzählt.

    Die Handlung ist in Ordnung, ich finde, trotz der nur knapp 155 Seiten des Buchs, dass man manches hätte kürzer gestalten hätte können. Mehr als 50 Seiten am Stück zu lesen empfand ich persönlich sehr anstrengend; ich musste immer wieder eine Pause einlegen.

    Es ist aber ein Kinderbuch, und da sind Pausen vermutlich einkalkuliert.

    Nicht desto trotz ist es ein schönes Buch, was einem zeigt, wie wichtig und wertvoll Freundschaft und Zusammenhalt ist, ganz unabhängig davon, in welcher Zeit man sich befindet.

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    R_Mantheys avatar
    R_Mantheyvor 22 Tagen
    Stärke kommt von innen

    Dass Alexa Henning von Lange sehr gut schreiben kann, beweist sie auch bei Kinderbüchern. Hier erzählt sie eine einfache Geschichte mit einer tiefergehenden Botschaft in einer wunderbaren Sprache, die vermutlich auch den Nerv der Zielgruppe trifft.

    Fanny geht heute mit Lust zur Schule, was schon ziemlich außergewöhnlich ist, denn eigentlich interessiert sie sich nicht für die Anhäufung von Wissen, dessen Nutzen ihr nicht ganz klar ist. Sie muss ein Referat über Mozart halten und hat diesmal die Unterstützung ihrer sonst ziemlich hochnäsigen großen Schwester erhalten, die sonst eigentlich das genaue Gegenteil von Fanny ist: zielstrebig, energisch und allwissend. Leider hat jedoch ausgerechnet heute ihre Musiklehrerin einen kleinen Unfall.

    Ähnliches bricht auch gleich über Fanny herein, denn sie kriegt irgendetwas an den Kopf geworfen und fällt in Ohnmacht. Diese Attacke führt sie in das Jahr 1768. Leider beginnen nun nicht nur für Fanny auf ihrer scheinbaren Zeitreise einige Schwierigkeiten, sondern auch für den reiferen Leser. Fanny trifft (offenbar am Wiener Hof) auf einen Prinzen und eine Prinzessin, die eigentlich nur Abkömmlinge der Habsburger Kaiserin sein können. Einen Leopold gab es, eine Theresa nicht, denn alle Mädchen von Maria Theresia hießen bis auf eine Ausnahme (Johanna) auch Maria mit einem zweiten Namen (zum Beispiel Antonia für die spätere französische Königin), bei denen allerdings aus leicht ersichtlichen Gründen keine Theresa vorkam.

    Sieht man einmal davon ab, dann lernt die Leserin (nach meiner Einschätzung ist das ein klassisches Mädchenbuch) viel über die damalige Zeit am Hofe. Darum geht es jedoch eher weniger, sondern mehr um die Botschaft der Autorin, die man im Buch so nachlesen kann. Fanny spricht mit Mozart über dessen Musik und wie er sich in seiner Musik auflöst. Dann bemerkt sie: "Auch wenn ich nicht so richtig weiß, wie ich mich in der Musik auflösen soll. Das geht ja gar nicht. Ich habe doch einen Körper! Aber trotzdem ahne ich, was er meint. Dass die Musik einen so fröhlich macht, dass alles andere irgendwie nicht mehr so wichtig ist. Dass Musik Glück ist. Und dass jeder dieses Glück in sich trägt. Und dass niemand einem dieses Glück nehmen kann. Weil es immer in einem ist. Unerschöpflich. Überall und ewig. Ich glaube, das meint er damit."

    Überträgt man diesen Gedanken auf die eigenen Lebensumstände, dann hilft er in schwierigen Situationen, beispielsweise in der Schule, wo Fanny eine Sitznachbarin hat, die sie, wo immer es geht, mobbt. Dieser Ausweg ist sicher für Kinder aus der Zielgruppe nicht minder schwer zu verstehen wie für Erwachsene. Und auch schwierig umzusetzen, wenn andere gerade das eigene Selbstwertgefühl zu zerstören versuchen. Fanny ist da allerdings schon etwas weiter und hatte schon vor ihrer merkwürdigen Zeitreise die Idee, sich einfach nicht mehr anstecken zu lassen, nicht mehr zu reagieren. Denn das Erniedrigen anderer zeugt letztlich nur von Unsicherheit und inneren Problemen, gegen die man sich immunisieren muss, wenn man nicht Gefahr laufen will, dass man selbst davon angesteckt wird.

    Dass Fanny natürlich keine Zeitreise gemacht hat, überrascht nicht. Aber immerhin hat sie auf diesem Gedankentrip eine Menge gelernt. Wären nicht die kleinen Ungereimtheiten, dann wären für dieses wunderschöne Buch fünf Sterne mehr als gerechtfertigt gewesen.

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    CorniHolmess avatar
    CorniHolmesvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannendes, witziges Zeitreiseabenteuer für Kids ab 10 Jahren! Auch Erwachsene werden hier sehr viel Spaß beim Lesen haben.
    Ein tolles Zeitreiseabenteuer für Kinder ab 10 Jahren!

    Von Alex Hennig von Lange habe ich nun schon einige Bücher gelesen, sowohl Jugend- als auch Kinderbücher. Besonders ihre Romane für Kinder haben mir sehr gut gefallen, daher war meine Neugier auch sofort geweckt, als ich entdeckte, dass dieses Jahr ein neues Buch von ihr im Thienemann-Esslinger Verlag erscheinen wird. Für mich stand sehr schnell fest, dass ich das Mädchen Fanny unbedingt kennenlernen möchte.


    Die 11-jährige Fanny kann die Schule nicht leiden. Wozu all die Lernerei, das meiste davon wird sie doch eh nie brauchen. Eines Tages aber kann Fanny die Musikstunde gar nicht abwarten. Für den Unterricht hat sie ein Referat über Mozart vorbereitet, welches dank der Hilfe ihrer großen Schwester perfekt geworden ist. Endlich wird Fanny mal eine gute Note nach Hause bringen, da ist sie sich sicher. Leider wird es an diesem Tag nur nicht zu dem Vortrag kommen. Zuerst erhalten die Schüler die Nachricht, dass ihre Musiklehrerin einen Unfall hatte und dann fliegt Fanny auch noch etwas Schweres an den Kopf, sodass sie das Bewusstsein verliert. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, blickt sie in das Gesicht eines fremden Mädchens mit weißer Perücke. Und anstatt im Klassenraum, befindet sich Fanny plötzlich in einem Garten, der zu einem eindrucksvollen Schloss gehört. Was ist passiert? Fanny versteht die Welt nicht mehr. Noch verwirrter ist sie, als sie Wolfgang Amadeus Mozart begegnet. Das kann doch kein Zufall sein, schließlich wollte sie über Mozart doch heute ihr Referat halten. Alles äußerst merkwürdig. Hat sie etwa eine Zeitreise gemacht? Aber ist so etwas nicht unmöglich? Was sich Fanny aber noch viel mehr fragt: Wie kann sie wieder nach Hause, in ihre Zeit, zurückkehren?


    Mit „Fanny und wie sie die Welt sieht“ ist Alexa Hennig von Lange ein richtig schönes Kinderbuch gelungen, welches mir tolle, kurzweilige Lesestunden beschert hat. Die etwa 150 Seiten waren bei mir im Nu gelesen. Wirklich schade, dass das Buch nur so kurz ist, ich hätte gerne noch etwas mehr Zeit mit Fanny verbracht.


    Fanny habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist ein total liebes und sympathisches Mädchen, aus deren wir Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren. Als Leser bekommt man einen wunderbaren Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und kann gar nicht anders, als Fanny gernzuhaben. Leider werden aber oft ausgerechnet die nettesten Menschen gemobbt. So auch Fanny. Sie hat keine Freunde und muss in der Schule ausgerechnet neben Lucy sitzen, die sie richtig zu hassen scheint und ärgert wann und wo sie nur kann. Als Leser fühlt man richtig mit der armen Fanny mit und entwickelt eine große Wut auf die blöde Lucy. Zumindest war es bei mir so. Mir tat Fanny richtig leid, dass sie so wenig Anschluss in ihrer Klasse findet und das ihr einziger Freund Joschi vor kurzem weggezogen ist und sie nun ganz alleine die Mobbingattacken durchstehen muss.


    Auch zu Hause hat es Fanny nicht leicht. Ihre Schwester gilt als hochbegabt, bringt stets Spitzennoten nach Hause, ist in allem die Beste und wird gelobt ohne Ende. Anders als Fanny, die ziemlich schlecht in der Schule ist und bisher noch nichts gefunden hat, in was sie wirklich gut ist.


    Ein weiterer Punkt, der die Situation zu Hause nicht immer einfach macht, ist das Thema Geld. Fannys Familie ist nicht wirklich arm, allerdings kommen sie nur gerade so über die Runden.

    Das Buch befasst sich also mit so einigen ernsteren Themen, die einem zu Nachdenken anregen und die Handlung tiefgründiger gestalten, als ich erwartet hatte.


    Aber keine Sorge, das Buch ist natürlich nicht zu ernst. Nein, ganz im Gegenteil. Mich hat diese schöne Geschichte bestens unterhalten. Zusammen mit Fanny verschlägt es uns recht schnell ins Jahr 1768. Das es dort zu so manchen amüsanten und turbulenten Situationen kommt, kann man sich denken. Fanny reist in eine für sie komplett andere Welt. Die Kleidung ist anders, die Gepflogenheiten, die Art zu sprechen...ja, als Leser hat man hier wirklich eine Menge zum schmunzeln.


    Ich habe mich sehr darüber amüsant, wie Fanny versucht die Welt am Hofe zu verstehen. Auch die Leute, auf die das Mädchen trifft, haben mich bestens unterhalten.


    Sehr gut gefallen hat mir, wie viel man über die Zeit des jungen Mozarts lernt. Auch ihn persönlich dürfen wir kennenlernen. Fanny wird sogar die Gelegenheit bekommen, sich mit ihm über seine Musik zu unterhalten und gemeinsam mit ihm Klavier zu spielen.


    Was die Genauigkeit der Recherche angeht, kann ich leider nicht groß was sagen, da ich mich in diesem Bereich nicht so gut auskenne. Ich denke aber schon, dass vieles hier geschichtlich korrekt ist. Die Zeit am Hofe wird sehr anschaulich und herrlich lebendig beschrieben, sodass man sich von allem ein ganz genaues Bild machen und sich beim Lesen wunderbar ins Jahr 1768 versetzen kann.


    Für Mädchen – und vielleicht auch Jungen – ab 10 Jahren, die gerne Zeitreisegeschichten lesen, ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Der Schreibstil ist locker, leicht und liest sich super angenehm. Die Kapitel sind schön kurz und die Handlung lässt an keiner Stelle Langeweile aufkommen.

    Sehr gut gefallen hat mir auch die Message, die das Buch enthält sowie das Ende, welches mich absolut zufrieden stellen konnte.


    Fazit: Ein tolles Zeitreiseabenteuer für Kinder ab 10 Jahren! Ich kann das Buch sehr empfehlen, mir hat es richtig schöne Lesestunden beschert. Die Handlung ist spannend, witzig, tiefgründig und bietet nicht nur für junge Leser ein tolles Lesevergnügen - ich kann das Buch auch Erwachsenen sehr ans Herz legen. Ich habe Fanny richtig gerne in das Jahr 1768 begleitet und hatte dabei jede Menge Spaß. Für volle 5 Sterne hat mir dann nur doch irgendwie etwas gefehlt, von mir gibt es daher sehr gute 4 von 5 Sternen!

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    Steffi_the_bookworms avatar
    Steffi_the_bookwormvor 2 Monaten
    Interessante Reise in die Vergangenheit

    Von der Autorin Alexa Hennig von Lange habe ich bereits ein Buch gelesen, was mir sehr gut gefallen hat, so dass ich auch direkt auf ihr neuestes Buch aufmerksam geworden bin. Der Klappentext hat mich ebenfalls direkt angesprochen.

    Fanny lebt unter dem Schatten ihrer älteren Schwester, denn die ist ein absoluter Überflieger in der Schule, während Fanny sich eher so durchmogelt. Für eine Schulreferat muss Fanny über das Leben von Wolfgang Amadeus Mozart recherchieren, doch am Tage des Referates kommt plötzlich alles anders und Fanny landet mitten im 18. Jahrhundert.

    Ich fand dies eine spannende und gut gelungene Art und Weise Geschichte Kindern näher zu bringen. Es wird locker und unterhaltsam erzählt wie Fanny sich in der fremden Zeit zurechtfinden muss und der großen Persönlichkeit aus ihrem Referat begegnet. Ich fand es gut gemacht und habe mich ebenfalls unterhalten gefühlt.
    Ich würde gerne noch weitere Geschichten in der Art lesen, in denen Fanny oder eine neue Person Persönlichkeiten oder Ereignisse aus der Vergangenheit kennenlernt.

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    ClaudiasBuecherhoehles avatar
    ClaudiasBuecherhoehlevor 2 Monaten
    Kurzweilige Unterhaltung für junge Zeitreisefans

    Fanny und wie sie die Welt sieht von Alexa Hennig von Lange
    erschienen bei Thienemann

    Zum Inhalt

    Nie ist Fanny so gerne in die Schule gegangen wie an diesem Morgen. Denn sie hat ein richtig gutes Referat in der Tasche und brennt darauf, es vorzutragen. Aber warum blickt sie plötzlich in das Gesicht eines fremden Mädchens mit weißer Perücke? Und genau vor ihr ist ein echtes Schloss! Kein Zweifel, sie ist in einer anderen Zeit gelandet. Nicht nur, dass Fanny auf einmal ein Leben bei Hofe führt, sie lernt auch Amadeus kennen. Den Amadeus, von dem sie ihrer Klasse gerade noch erzählen wollte! Was hat das zu bedeuten? Das hat doch alles gar nichts mit ihr zu tun – oder etwa doch?
    (Quelle: Verlag)

    Zum Buch

    Diese Geschichte wurde in der ersten Person geschrieben, was den jungen Leser hautnah an Fannys Seite ins 18. Jahrhundert reisen lässt.

    Fanny ist elf Jahre alt und hat keine Lust auf Schule und das dazugehörige Lernen. Sie ist der Meinung, dass sie die meisten Dinge sowieso nie wieder gebrauchen wird – womit sie ja nicht so ganz unrecht hat, oder? Aber da muss ja nun jeder einmal durch und auch Fanny fügt sich mehr schlecht als recht. In der Schule ist sie die Außenseiterin, nachdem auch noch ihr bester Freund unbedingt in die dritte Welt ziehen musste… Sie wird abgelehnt, was vielleicht auch daran liegt, dass ihre Familie kein Geld im Überfluss besitzt und Fanny daher die Kleidung ihrer älteren Schwester auftragen muss. Kinder können in der Beziehung ja manchmal ziemlich grausam sein.

    Plötzlich und ohne Vorwarnung findet sich Fanny im Jahr 1768 wieder – was ist hier nur passiert? Hat sie unbeabsichtigt eine Zeitreise unternommen? Aber wie soll das möglich sein? Wie kommt sie wieder nach Hause? Gerade eben hat sie noch im Klassenzimmer gesessen und jetzt wacht sie in einer Welt des Rokoko auf. Noch dazu läuft ihr Wolfgang Amadeus Mozart über den Weg – der Inhalt ihres Referats, das sie heute eigentlich halten sollte. Merkwürdig, wirklich sehr merkwürdig…

    Alexa Hennig von Lange hat mit Fanny eine sympathische Protagonistin erschaffen, mit der sich sicherlich viele Mädchen identifizieren können. Sie ist das typische Mädchen von nebenan, was mir gut gefiel. Was hinter der Zeitreise steckt, werde ich natürlich nicht verraten. Das Buch besitzt auf jeden Fall eine Message und ein schönes Ende, mit dem ich das Buch wieder zufrieden ins Regal stellen konnte. Die Autorin hat die damalige Zeit lebendig werden lassen und diese wirkte auf mich auch authentisch. Ihre Beschreibungen sind nicht zu ausschweifend, was ich für das angegebene Alter auch nicht richtig gefunden hätte. Doch so sollte sich jeder die Kleidung und die Umgebung gut vorstellen können. Durch den lockeren und flüssigen Schreibstil flog ich nur so durch die Seiten und mein Zeitreiseabenteuer war viel zu schnell wieder vorbei. Kann ich euch und euren Kindern nur empfehlen!


    Zum Autor

    Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie für Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.
    www.alexahennigvonlange.de



    WERBUNG
    Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:


    ab 10 Jahren
    160 Seiten
    ISBN 978-3-522-18507-3
    Preis: 12,99 Euro
    erschienen bei https://www.thienemann-esslinger.de
    https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/fanny-und-wie-sie-die-welt-sieht-isbn-978-3-522-18507-3/

    © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

    An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

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    mary_stuarts avatar
    mary_stuartvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Lesefutter für Zehnjährige, historisch gesehen verbesserbar
    Mozart hautnah

    Ausgewählt hatte ich das Buch des Titels wegen. Da spiele ich manchmal so ein Spiel mit mir selbst und zwar frage ich mich, was für eine Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt. Für mich war es ganz klar eine Geschichte eines Mädchens, das die Welt mit ganz anderen Augen betrachtet als andere. Interessant. Meine Erwartungen wurden aber enttäuscht.

    Das bedeutet aber nicht, dass sich die jungen Leser (meiner Meinung nach eher 9-10jährige als 12jährige, wie vom Verlag angegeben) mit dieser Geschichte nicht gut unterhalten können. Alexa Hennig von Lange schreibt gut, flüssig und schafft es, ihre Figuren zum Leben zu erwecken. Ein wenig fehlt mir der Tiefgang, denn die Geschichte hätte es ansatzweise drauf, sehr wohl auf Problematiken einzugehen, die für Kinder in diesem Alter eine Rolle spielen: eine hochbegabte Schwester zu haben, während man selbst bloß mittelmäßige Leistungen erbringt etwa. In „Fanny und wie sie die Welt sieht“ werden diese Konflikte nur angedeutet und dann eher unbefriedigend aufgelöst.

    Wo es für die Autorin ebenfalls Entwicklungspotential gibt, ist die Recherche. Fanny unternimmt eine Zeitreise und landet in der Zeit von Wolfgang Amadeus Mozart, der plötzlich gleichaltrig mit (Maria) Theresia ist, deren Mutter bloß eine Königin ist usw. Das sind grobe Recherchefehler, denen sogar die jungen Leser/innen auf die Spur kommen, denn zum Beispiel die Geschichte mit dem jungen Wolferl, der der Kaiserin auf den Schoß springt dürften viele Grundschüler/innen kennen. Fanny wird in der Zeit der Wiener Klassik zum ersten Mal in ihrem Leben gesiezt – auch das ist ein Fauxpas. Ein Kinderbuch muss kein Geschichtebuch sein, selbst wenn es um eine Zeitreise geht, aber es sollte auch keine Fehler vermitteln.

    FAZIT:
    „Fanny und wie sie die Welt sieht“ ist Lesefutter für Zehnjährige, die gern auf Zeitreise gehen. Historisch gesehen besteht jedoch Korrekturbedarf.

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    Anakinvor einem Monat
    Kurzmeinung: Gut zu lesen, aber historisch nicht die Erwartungen erfüllt
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