Alexander Bálly Der Tote am Kirchturm

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Inhaltsangabe zu „Der Tote am Kirchturm“ von Alexander Bálly

"Ja, verreck! A echte Leich !"§Der sechzehnjährige Robert tritt an einem Herbstabend am Kirchturm von Wolnzach auf die Hand des toten Benedikt Singer.§Die Polizei ist schnell vor Ort, aber Tatortspuren sind Mangelware und natürlich hat niemand etwas gesehen oder gehört. Auch Ludwig Wimmer nicht, der Rentner macht Urlaub. Gut, dass Enkelin Anna daheim Beweismaterial sammelt. Denn gemeinsam werden sie dem Täter doch wohl draufkommen.

Ausgefeilter Krimi mit viel Lokalkollorit!

— mabuerele
mabuerele

Ein Krimi mit zahlreichen Wendungen und einem nicht vorhersehbaren Finale...

— ChrischiD
ChrischiD

Regionalkrimi mit ganz viel echtem Lokalkolorit und sympatischen Ermittlern

— Leserin71
Leserin71

Ein unterhaltsamer und spannender Regionalkrimi mit viel Mundart! Lesenswert :)

— roterrabe
roterrabe

Ein spannender Regionalkrimi

— Lesezeichen16
Lesezeichen16

Leider viel zu schnell vorbei. Ich werde mir also noch den ersten Teil besorgen (müssen) und auf weitere Folgebände hoffen.

— hasirasi2
hasirasi2

Ein wenig Humor, Lokalkolorit und ein Opa-Enkelin-Gespann auf Mördersuche machen diesen Krimi so lesenswert!

— sommerlese
sommerlese

Scherlock Pinkerton & Co. in Höchstform!

— Irve
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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    kubine

    01. September 2015 um 15:54
  • Leserunde zu "Der Tote am Kirchturm" von Alexander Bálly

    Der Tote am Kirchturm
    katja78

    katja78

    »Ja, verreck! A echte Leich’!« Da kommt gleich die richtige Stimmung auf, wenn man das hört! Zusammen mit dem Sutton Verlag laden wir zu einer weiteren, spannenden Leserunde ein. Lest gemeinsam und in gemütlicher Runde den neuen Regional-Krimi von Alexander Bálly. Wir sind schon sehr gespannt auf eure Meinungen zum Buch. Der sechzehnjährige Robert tritt an einem Herbstabend am Kirchturm von Wolnzach auf die Hand des toten Benedikt Singer.  Die Polizei ist schnell vor Ort, aber Tatortspuren sind Mangelware und natürlich hat niemand etwas gesehen oder gehört. Auch Ludwig Wimmer nicht, der Rentner macht Urlaub. Gut, dass Enkelin Anna daheim Beweismaterial sammelt. Denn gemeinsam werden sie dem Täter doch wohl draufkommen. Leseprobe Alexander Bálly, Jahrgang 1964, lebt seit seiner Kindheit in Oberbayern und wohnt schon lange im Hopfenland. Schon immer hängt er am Wort: Er arbeitete als Buchhändler, Druckereigehilfe und Verlagsmitarbeiter. Seit fast 20 Jahren schreibt er Geschichten. Nach mehreren Fantasykrimis hat er nun das Verbrechen vor der Haustür entdeckt und präsentiert seinen ersten Krimi aus der Holledau. Wir suchen nun mindestens 15 interessierte Leser, die gemeinsam das Buch lesen & anschließend rezensieren möchten. Blogger dürfen sich gerne mit Blogadresse bewerben. Als Bewerbung interessiert uns euer Eindruck zur Leseprobe! Nach Möglichkeit sollte das Buch anschließend auch bei Amazon oder einer ähnlichen Verkaufsplattform rezensiert werden. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und wer neugierig ist kann sich gerne auch auf der Sutton Verlagsseite umschauen, was der Sommer an frischen Neuerscheinungen bereit hält. Eure Katja *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewählt

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  • Der Tote am Kirchturm - Ein Holledau-Krimi

    Der Tote am Kirchturm
    Nele75

    Nele75

    04. August 2015 um 22:41

    "Der Tote am Kirchturm" ist bereits der zweite Regionalkrimi von Alexander Bálly, welcher sich um den Metzgermeister Wimmer und seine Enkelin Anna als Ermittler drehen. "Der Tote am Maibaum" ist der erste Fall und - obwohl ich diesen noch nicht gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme, hier sofort und mit vollstem Lesevergnügen in die Geschichte einzutauchen. Doch neugierig bin ich jetzt schon, was im ersten Fall geschehen ist und so ist dieser Teil auch sofort auf meine Wunschliste gewandert. Hier wird die Leiche des Hochzeitsladers Benedikt Singer unterhalb des evangelischen Kirchturms in Wolnzach entdeckt, und zwar vom 16jährigen Robert Messerer. Dieser ruft nicht - wie erwartet - als erstes einen Krankenwagen oder die Polizei - sondern macht erst einmal Fotos mit seinem Handy. Doch auch, als die Polizei vor Ort ist, finden sie so gut wie keinerlei Spuren, welche auf die Tatursache schließen lassen könnten. Und so beginnt die 12jährige Anna Wimmer erstmal, ohne ihren Opa zu ermitteln, denn dieser befindet sich momentan im Urlaub. Geschickt gelingt es ihr, an Insiderinformationen zu gelangen und hier und da beim "Dorftratsch" beide Ohren ganz weit offen zu halten. Doch auch die zuständige Polizei ermittelt bereits fleissig und es bleibt abzuwarten, welche Ermittlungen am Ende erfolgreicher sein werden. Wie es sich für einen Regionalkrimi gehört, sind hier die Beschreibungen der Umgebung einfach wunderbar. Sehr bildlich sieht man die Orte der Handlung vor dem inneren Auge und so macht es noch mehr Spass, mitzurätseln und ganz nebenbei noch ein wenig die Umgebung der Holledau besser "kennenzulernen". Auch sind viele Unterhaltungen im Dialekt geschrieben, was hier ein ganz eigenes Flair erzeugt und somit den Regionalkrimi erst richtig "regional" werden lässt. Auch durch die Tatsache, dass man hier als Leser den jeweiligen Ermittlungsstand beider Teams mitbekommt - sowohl von der Polizei als auch von Anna und ihrem Opa - bekommt man viele hilfreiche Informationen zur Aufklärung des Falles, die allerdings trotzdem nicht dazu geführt haben - jedenfalls bei mir nicht - dass ich am Ende über die eigentliche Aufklärung des Falles vollkommen überrascht wurde - hat mir sehr gut gefallen.

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  • Der Tote am Kirchturm

    Der Tote am Kirchturm
    nataliea

    nataliea

    30. July 2015 um 11:20

    "Der Tote am Kirchturm" ist ein wunderbar humorvoller Regionalkrimi. Zum Inhalt: Neben der evangelischen Kirche in Wolnzach wird ein Toter aufgefunden. Rechtschreibung werden die Ermittlungen im näheren Umfeld des Toten aufgenommen. Doch Spuren und Indizien sind am Tatort Mangelware, sodass die Polizei im Funkeln tappt. Gut, dass Rentner Ludwig Wimmer dort Urlaub macht und gemeinsam mit Enkelin Anna die Tat aufklären möchte. Sie beginnen eigenständig zu ermitteln. Das kann doch nicht so schwierig sein... Der Schreibstil des Autors ist wirklich sehr flüssig und leicht verständlich. Sehr interessant ist, dass an dem Fall zwei Ermittlungsteams parallel arbeiten, wodurch die Geschichte bzw. der Fall noch mehr Details erhält und man als Leser immer mehr erfährt. Sehr gut gefallen hat mir, dass durch viel Raffinesse der Täter bis zum Schluss unklar ist und ich wirklich nur einen vagen Verdacht hatte... Wahnsinnig gut haben mir die Dialekt-Passagen und bayerischen Gebräuche gefallen. Ich denke es war so verständlich, dass man auch als Nichtbayer keine Probleme hatte. Ein wirklich gelungener Regionalkrimi mit klarer Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Der Tote am Kirchturm" von Alexander Bálly

    Der Tote am Kirchturm
    dorli

    dorli

    22. July 2015 um 14:27

    Wolnzach. Benedikt Singer, allseits beliebter Musiker und Hochzeitslader wird tot am Fuße des Kirchturms aufgefunden. Als Todesursache wird Gift vermutet, doch ob es sich um einen Unfall, Selbstmord oder gar Mord handelt, bleibt zunächst unklar. Während die Polizei erste Nachforschungen anstellt, brodelt die Gerüchteküche in Wolnzach. Auch Ludwig Wimmer und seine Enkelin Anna wollen wissen, warum der Singer Bene sterben musste und starten eigene Ermittlungen… „Der Tote am Kirchturm“ ist bereits der zweite Fall für den Metzgermeister im Ruhestand Ludwig Wimmer und seine pfiffige Enkelin Anna, dieser Krimi ist aber auch ohne Kenntnis des ersten Bandes bestens verständlich. Alexander Bálly erzählt den Krimi mit viel Schwung. Es geht in diesem Buch frisch, locker und lebhaft zu, der Autor beschreibt detailreich und mit viel Witz die dörfliche Atmosphäre in Wolnzach und präsentiert zwei muntere Ermittlerteams, die beide intensiv ermitteln, nur eben auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Ludwig und Anna machen sich den Dorfklatsch zu nutze – sie horchen hier und plaudern dort und gelangen so durch die kursierenden Tatsachen, Halbwahrheiten und Gerüchte ganz nebenbei an nützliche Informationen, die sie auf die Spur des Täters bringen. Die polizeilichen Ermittler mit Kommissar Karl Konrad und seinem Assistenten Lukas Stimpfle an der Spitze gehen gewissenhaft und umsichtig mit klassischer Polizeiarbeit zu Werke und untersuchen die am Tatort gefundenen Spuren, halten sich an Fakten und Indizien und durchleuchten das Umfeld des Toten. Die Verknüpfung von Spannung und Humor ist Alexander Bálly hervorragend gelungen – ich konnte prima mitgrübeln und miträtseln und habe mich über die humorvoll dargestellten Eigenarten und Besonderheiten der Akteure und ihr lebhaftes Zusammenspiel köstlich amüsiert. Die Dialoge sind zum Teil in Mundart geschrieben und verleihen der Geschichte damit eine Extraportion Lokalkolorit. „Der Tote am Kirchturm“ hat mich durchweg begeistert – ein Regionalkrimi randvoll mit bester Unterhaltung.

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  • Intelligent, unterhaltsam, informativ und durchweg spannend

    Der Tote am Kirchturm
    irismaria

    irismaria

    21. July 2015 um 09:49

    „Der Tote am Kirchturm“ von Alexander Bálly ist ein Holledau-Krimi und wird als „der zweite Fall für Metzgermeister Ludwig Wimmer im ebenso spannenden wie humorvollen Regionalkrimi aus Bayern“ angekündigt, was nicht untertrieben ist. Denn in der Geschichte um einen Heimatdichter, der an seinem vergifteten Nasenspray stirbt verbinden sich ein fesselnder Kriminalfall mit sehr viel bayrischem Lokalkolorit. Ungewöhnlich ist auch, dass neben der Polizei ein weiteres Ermittlerteam auftritt: der Rentner Wimmer mit seiner cleveren Enkelin Anna. Intelligent, unterhaltsam, informativ und durchweg spannend – so gefallen mir Regionalkrimis!

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  • Zwei erfolgreiche Ermittlerteams

    Der Tote am Kirchturm
    mabuerele

    mabuerele

    14. July 2015 um 17:42

    Karola aus Wolnzach in der Holledau ist mit ihrem Vater Ludwig Wimmer und ihrer Tochter Anna zu einer Hochzeit nach Osseltshausen eingeladen. Sie wird traditionell mit Hochzeitslader gefeiert. Wenige Tage später stirbt der Hochzeitslader nach Gebrauch eines Nasensprays. Der Autor hat einen fesselnden und abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Das Buch ließ sich zügig lesen. Das hat verschiedene Gründe. Erstens sind die Protagonisten sehr gut charakterisiert. Ludwig Wimmer hat die Metzgerei an seinen Schwiegersohn übergeben. Mit dem Tod seiner Frau zerbrach die Planung für einen gemeinsamen Lebensabend. Nun braucht Ludwig unbedingt eine neue Beschäftigung. Anna, seine 15jährige Enkelin, ist ein intelligentes Mädchen. Sie hat schnell eine Idee, wie sich ihr Opa beschäftigen könnte. Zweitens ist es ein kluger Schachzug, die Ermittlungen gleichzeitig durch zwei Teams voranzubringen. Das Polizeiteam aus Konrad und Stimpfl geht traditionelle Wege. Dabei gefällt mir, dass Konrad die Ideen seiner Leute nicht gleich abwürgt, sondern sie geschickt in die richtigen Bahnen lenkt. Das zweite Team besteht aus Ludwig Wimmer und Anna. Während Ludwig als Alteingesessener durch gekonnte Gesprächsführung die Einheimischen zum Reden bringt, unterstützt ihn Anna durch Internetrecherche und anderweitigen Einsatz moderner Technik. Nur Karola ist vom neuen Hobby ihres Vaters nicht begeistert, da sie Gefahr für Leib und Leben für die Tochter fürchtet. Drittens ist es dem Autor gelungen, mich als Leser wiederholt auf Irr- und Umwege zu führen. Während die Ermittlung der Polizei sich auf das persönliche Umfeld des Toten beschränkt und dort eine Menge an Motiven und Verdächtigen aufdeckt, beschäftigen sich Ludwig und Anna mit den Hobbys des Hochzeitsladers. Auch hier finden sich eine Reihe von Motiven. Die komplexen Beziehungen zwischen dem Toten und den Verdächtigen lassen Raum für manche Überraschung. Nicht zuletzt ist es der Schriftstil, der das Lesen des Buches zum Vergnügen macht. Land und Leute werden ausführlich beschrieben. Passende Metapher dienen der Darstellung der Landschaft. Sehenswürdigkeiten, die im Roman eine Rolle spielen, werden ausreichend gewürdigt. Immer wieder werde ich als Leser mit dem Brauchtum der Gegend vertraut gemacht. Dabei werden auch unterschiedliche Ansichten zum Gestern und Heute, zu modern und erhaltenswert diskutiert. Doch das tut der Spannung der Handlung keinem Abbruch. Der gekonnt verwendete lokale Dialekt gibt dem Buch eine zusätzliche Würze. Es bleibt außerdem genug Platz für das Privatleben der Ermittler. Eine leichte Spur Sarkasmus ist an manchen Stellen zu finden. Ich denke dabei unter anderen an die Szene, wo der junge Mann nach dem Fund des Toten erst einmal ein Handyfoto machte, bevor die Polizei gerufen wurde. Das Cover vermittelt den Eindruck vom Irren im Wald. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Eine spannende Handlung wurde mit vielfältigen Informationen, auch über moderne Polizeiarbeit, gewürzt und mit lokalem Flair versehen.

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  • Viel Lokalkolorit und ein ungewöhnlicher Fall

    Der Tote am Kirchturm
    ChrischiD

    ChrischiD

    Hochzeitslader Benedikt Singer wird tot am Fuße des evangelischen Kirchturms in Wolnzach gefunden. Trotz rascher Spurensicherung fehlen ebenjene. Es scheint als sei keine weitere Person involviert gewesen, bis die Ermittler auf die unnatürliche Hautfarbe der Leiche aufmerksam werden. Die Nachforschungen gestalten sich als schwierig, nicht zuletzt, da im Ort dutzende Spekulationen zur Lebensweise des Opfers laut werden. Gemeinsam mit ihrem Opa Ludwig Wimmer, Metzgermeister im Ruhestand, stellt die junge Anna ihre eigenen Ermittlungen an, die die beiden Detektive doch wohl auf die Spur des Täters lenken werden... „Der Tote am Kirchturm“ ist nach „Der Tote am Maibaum“ der zweite Fall für Ludwig Wimmer und seine Enkelin Anna. Doch auch ohne Vorkenntnisse schafft es der Leser sich recht schnell im Geschehen zurecht zu finden und die Charaktere einzuschätzen. Wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit werden noch einmal kurz erläutert und auch Beschreibungen diverser Charaktereigenschaften fehlen nicht gänzlich. So ergibt sich ein recht umfassendes Bild ohne den Eindruck zu haben wichtige Informationen nicht zu kennen. Neben der Polizei, die den Fall natürlich offiziell untersucht, stellt das Detektivduo seine eigenen Ermittlungen an. Natürlich kommen sie inoffiziell meist besser an die Menschen heran und können ihnen somit Aussprüche entlocken, die die Polizisten zumeist nicht zu hören bekommen. Gleichzeitig sind sie entsprechend gefährdeter, je näher sie dem Täter kommen, weshalb sich der Leser doch so manches Mal wünscht, sie würden nicht alles auf eigene Faust erledigen. Auch wenn man noch keine Ahnung hat wer den Mord begangen hat und worin sich das Motiv begründet, so spürt man doch die Gefahr, die sich unterschwellig immer weiter ausbreitet. Mit Spannung verfolgt man das Geschehen und die Ermittlungstätigkeiten aller Seiten. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die allerdings leider nicht weit mehr sind als das. Nicht nur einmal enden die Nachforschungen in einer Sackgasse, verständlicherweise sind da nicht nur die Ermittler frustriert. Auch der Leser fragt sich langsam aber sicher was er übersehen hat. Doch aufgeben ist keine Option, so beginnt man mit seinen Überlegungen einfach wieder von vorne, irgendeinen Hinweis muss es schließlich geben, man jagt doch kein Phantom. Nach einer Berg- und Talfahrt der Gefühle und zahlreichen Wendungen endet der Krimi in einem Finale, das man wahrlich nicht hätte vorhersehen können. Mit viel Lokalkolorit bringt der Autor dem Leser nicht nur Land und Leute näher, sondern fesselt ihn auch an einen ungewöhnlichen Fall, bei dem zunächst nichts zusammen zu passen scheint.

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    • 2
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    13. July 2015 um 06:53
  • Begeisterte 5 Sterne für den Senioren-Kalle-Blomquist Familienbetrieb.

    Der Tote am Kirchturm
    Antek

    Antek

    Alexander Bálly hat mich bereits mit „Der Tote am Maibaum“ hervorragend unterhalten und mein Herz hat einen Hüpfer getan, als ich entdeckt habe, dass es eine Fortsetzung für Scherlock Pinkerton & Co gibt. Der Wimmeropa und seine Anna ermitteln wieder besser als die Polizei erlaubt und unterhalten einen dabei ganz wunderprächtig. In Holznach gibt´s a neue Leich und ausg´rechnet jetzt weilt Ludwig Wimmer im Urlaub. Aber alles kein Problem, den toten Bene Singer hat nämlich der 16-jährige Robert entdeckt und gleich mal fleißig ein paar Tatortfotos per Smartphone verschickt, macht man heut` ja so. Klar dass die überall die Runde machen und wenig später auch auf Annas Handy landen. Die weiß natürlich um das Freizeitproblems ihres Opas und denkt gleich mit. Aufheben bis der Opa kommt und sofort einmal alle Lauscher aufhalten, was man sonst noch in Erfahrung bringen kann, der Dorftratsch macht ja auch in der eigenen Metzgerei sicher die Runde. Als der Opa endlich heimkehrt, hat sie schon eine Menge gesammelt und die anfängliche Bedenken die G´schicht zum neuen Fall vom Pinkerton & Co Fall zu machen, sind schnell beiseite gewischt. Wenig später steht zweifelsfrei fest, dass der Singer vergiftet wurde. Wer kommt als Täter in Betracht, die Fastexehefrau, die neue Flamme, oder deren Exmann? Vielleicht gibt es ja auch noch ganz andere die infrage kämen. Spannende Ermittlungen beginnen, sowohl auf Seiten der Polizei als auch beim Dreamteam. Die Charaktere sind einfach spitze. Wimmer und seine Anna sind mir ja eh schon längst ans Herz gewachsen. Ludwig Wimmer ist ein wahres Unikat. Mit seiner vergeblichen Suche nach einem richtigen Hobby, habe ich wieder Tränen gelacht. Er liebt seine 12-jährige Enkelin Anna über alles und sie weiß genau, wie sie ihren Opa geschickt um den Finger wickelt. Beide sind ein unschlagbares Team. Der Opa mit seinem Ermittlerinstinkt und dem fahrbaren Untersatz und sie als Fachmann für die neue Technik. Es ist einfach urgelungen, wenn der Wimmer nach einem Plattenladen googln will oder zum Kauf einer „Äkschenkäm“ mit in den Elektronikriesen muss. Aber auch die Kriminaler sind nicht von schlechten Eltern. Chef Konrad, der Kaffeejunkie, ist mir sehr sympathisch. Der weiß schon, was er an den Hobbyermittlern hat und drückt schon mal ein Auge zu, zumindest nach dem offiziellen Anpfiff. Aber mein allerliebster Ermittler ist klar der Stimpfle, der urgelungene Schwabe, der sich so richtig mit Herzblut in die Ermittlungen stürzt, da kann ihm schon mal ein „Heilandsack, der Wimmer hat Recht“ entfahren. Der Holledaukrimi hat die Bezeichnung wirklich richtig verdient. Hier bekommt man einiges an bayrischen Traditionen und urigem Dorfklatsch mit. Besonders gut gefällt mir, dass wirklich auch einmal viel in bayrischem Dialekt gehalten ist, ein Zusatzschmankerl bekommt man mit Stimpfle, dem Urschwaben, der natürlich seinem Dialekt auch in der Fremde treu bleibt. Man darf wieder spannende zweigleisige Ermittlungen verfolgen. Die Kriminaler sind am Ermitteln und fördern Puzzleteilchen für Puzzleteilchen zutage, aber eben auch Wimmer und seine Anna. Beide Teams ermitteln auf unterschiedlichen Fährten, ganz klar, sonst würden sie sich auch auf die Füße treten. Dadurch dass man als Leser beide Ergebnisse präsentiert bekommt, kann man viel kombinieren und rätseln, was die Spannung durchweg hoch hält. Außerdem muss man schon wirklich ein ganz findiger Fuchs sein, um den Täter vorzeitig zu entlarven, mir ist es nicht gelungen. Allerdings gibt es auch ein bisserl Privates, was mich aber gar nicht gestört hat und der Spannung auch kein Abbruch tut. Alles in allem Daumen hoch für den tollen Regionalkrimi.

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    • 3
  • Regionalkrimi vom Feinsten!

    Der Tote am Kirchturm
    Leserin71

    Leserin71

    09. July 2015 um 21:40

    Als ein Mann tot neben der evangelischen Kirche in Wolzach aufgefunden wird, ermittelt die Polizei sehr schnell im privaten Umfeld bei Noch-Ehefrau und Lebensgefährtin. Der ehemalige Metzgermeister Ludwig Wimmer ist auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung und will - wie schon in seiner Jugend - als Hobbydetektiv auf eigene Faust den Mörder entlarven. Seine Enkelin Anna unterstützt ihn nicht nur mit den Methoden der modernen Kommunikation und so entdecken sie manches, was der Polizei entgangen ist.... Meine Meinung: Ganz besonders gut hat mir die Beschreibung des bayerischen Lebensstils gefallen. Selten habe ich in einem Buch die bayerischen Gebräuche wie Hoagartn, Hochzeit mit Hochzeitslader, Hochzeitsbaum, Volksmusik treffender beschrieben bekommen. Die Personen und Orte konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die Dialekt-Passagen sind gut transkribiert worden und sind recht gut verständlich auch für Nicht-Bayern. Die Handlung besteht aus den beiden Erzählsträngen um das Ermittlerteam um die Polizisten Karl Konrad und dem Schwaben Stimpfle, der ruhig mehr Raum hätte bekommen können, und Wimmer und Anna als ruhige, zurückhaltende Privatermittler. Als Leser weiß man somit immer mehr als die einzelnen Parteien und kann gut mitfiebern. Geschickt legt Alexander Bally auch Finten, so dass der Mörder mir bis zum Schluss nicht klar war. Von mir gibt es für Bayern-Liebhaber und Krimi-Fans eine unbedingte Leseempfehlung mit 5 von 5 Hopfenstangen!

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  • Gelungener bayerischer Regionalkrimi mit ungewöhnlichem Ermittlerteam aus Opa und Enkelin

    Der Tote am Kirchturm
    Talitha

    Talitha

    09. July 2015 um 18:11

    Im kleinen Ort Wolnzach wird der "Singer Bene", ein Musiker, der sich vor allem um das traditionelle bayerische Liedgut bemüht, vor der Kirche tot aufgefunden. Bald steht fest: er wurde ermordet. Der in Rente lebende Metzger Ludwig Wimmer langweilt sich unterdessen sehr. Seine Familie will ihm unbedingt ein Hobby verschaffen, dabei hat er längst eines, nämlich als Privatdetektiv Fälle aufzuklären, wie sich seine Enkelin Anna erinnert, als Fotos von der Leiche unter den Jugendlichen rumgeschickt werden. Nun muss sie nur noch ihren Opa überzeugen, dass er ihre gemeinsame Detektei erneut aktiviert... Obwohl ich den ersten Band ("Der Tote am Maibaum") noch nicht gelesen habe, bin ich schnell und gut in die Geschichte hineingekommen. Die beiden Hauptfiguren, Opa und Enkelin, waren mir sehr sympathisch. Ihre Ermittlungen waren sehr kreativ, gewitzt und interessant, so dass ich ihnen gerne in der Geschichte folgte, vor allem im Kontrast zur offiziell ermittelnden Polizei, die währenddessen ziemlich im Dunklen tappte. Bislang kannte ich noch kein Buch mit solch einem Ermittlerteam, was das Buch für mich zu etwas Besonderem macht. Auch die typischen Merkmale eines Regionalkrimis sind natürlich vertreten, z. B. eine bayerische Hochzeit, ein kleines Dorf voller Getratsche und Gerüchten, ein Verein zur Pflege der bayerischen Mundart und des Liedguts und Dialoge in Dialekt. Mein Fazit: Super gelungen! Für Fans von Regionalkrimis kann ich das Buch sehr empfehlen. Mir hat es als solchem jedenfalls sehr gefallen.

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  • Unterhaltsamer und spannender Regionalkrimi

    Der Tote am Kirchturm
    roterrabe

    roterrabe

    09. July 2015 um 13:22

    An einem kalten Adventsabend wird neben der evangelischen Kirche eine Leiche gefunden. Benedikt Singer, von allen Singer Bene genannt, wurde mit Zyankali vergiftet. Die Kriminaler Konrad und Stimpfle knöpfen sich die Lebensgefährtin des Toten sowie dessen Noch-Ehefrau vor. Während der alte Metzgermeister Ludwig Wimmer im Urlaub weilt, geht in Annas Schule das Foto der Leiche um. Der Jugendliche, Robert Messerer, hatte nach Auffinden der Leiche nichts besseres zu tun, als mit seinem Smartphone Fotos der waschechten Leiche des Musikers und Hochzeitsladers zu machen. Deutlich zu sehen auf dem Bild ist die rosafarbene Haut des Toten. Als Wimmer aus dem Urlaub kommt, schlägt seine Enkelin vor, wieder ein bisschen zu ermitteln, andere Hobbies hat ihr Opa ja zur Zeit eh nicht. Unter Zuhilfenahme eines Krimis und mit einem Lexikon bewaffnet kommt dann auch Wimmer drauf, dass es sich bei dem Gift um Zyankali gehandelt haben muss. Ludwig Wimmer und  Anna beginnen auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen, wobei sie aber gänzlich andere Fährten verfolgen, als die Polizei. Und so kommen sich die beiden Ermittlerteams erst in die Quere, als eine weitere Leiche gefunden wird... Mir sind die Figuren aus diesem schönen Regionalkrimi ans Herz gewachsen. Der Wimmer und seine schlaue Enkelin Anna sind einzigartig. Und auch der alte Kriminaler Konrad mit seinem schwäbischen Kollegen Stimpfle sind mir sehr sympathisch. Dafür sorgt wohl auch die gehörige Portion Lokalkolorit. Die Figuren sprechen in ihren Dialogen sehr viel bayrische Mundart und auch der Schwabe Stimpfle, der so gar nichts für seine neue Heimat Bayern übrig hat, darf seinen schwäbischen Dialekt behalten. „Der Tote am Kirchturm“ hat wirklich alles, was einen guten Regionalkrimi ausmacht: Spannung, humorige Dialoge, einzigarte Protagonisten und jede Menge Lokalkolorit. Besonders schön finde ich auch, wie der Autor die besondere Landschaft der Holledau und der Umgebung mit wunderschönen Bildern zum Leben erweckt hat. Unterhaltsam und spannend mit einer gesunden Prise Humor. Lesenswert!

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  • ein sympathisches Dreamteam ermittelt

    Der Tote am Kirchturm
    tweedledee

    tweedledee

    08. July 2015 um 09:51

    Es ist Winter in Bayern, das Wetter in Wolnzach ist grau und ungemütlich. Bei diesem Wetter sind nicht viele Menschen unterwegs, so ist es nicht verwunderlich dass der tote Mann beim Kirchturm lange Zeit unbemerkt bleibt. Passanten laufen vorbei, bemerken ihn nicht oder halten ihn für einen betrunkenen Penner. Als ein Jugendlicher mehr oder weniger über ihn drüberstolpert wird erst mal das Handy gezückt und Fotos geschossen, denn eine echte Leich ist die Sensation für den Jugendlichen. Die Identität des Toten ist schnell festgestellt, es ist der Singer Bene, ein lokaler vermögender Musiker, der auch einige Gedichtbändchen veröffentlicht hat. Die Polizei fängt mit Befragungen und der Ermittlung der genauen Todesursache an, nichts ahnend dass das Dreamteam Ludwig Wimmer und seine Enkelin Anna auch schon längst an dem Fall ermitteln. Ludwig Wimmer ist, seitdem er die Metzgerei an seinen Schwiegersohn abgegeben hat, nicht ausgelastet, schon als kleiner Bub hat er mit seinen Freunden am liebsten Detektiv gespielt. Da kommt ihm so ein Mord gerade recht. Anna ist mit ihren 13 Jahren ein helles Köpfchen, macht ihre Hausaufgaben in der Metzgerei um den neuesten Tratsch über den Mord mitzubekommen. Als Anna ihrem Opa die Handyfotos zeigt, die in der Schule inzwischen die Runde gemacht haben, fällt Ludwig Wimmer gleich die rosarote Hautfarbe des Toten auf. Für ihn steht fest, der Bene wurde vergiftet. Alexander Bálly zaubert hier einen Krimi mit viel bayrischer Atmosphäre und Mundart. Das Leben in dem kleinen Ort Holznach mit Tratsch und Klatsch ist toll beschrieben. Am besten haben mir die eigenwilligen Figuren gefallen, allen voran Wimmer und Anna. Wimmer ist ein älterer Herr, der noch nicht zum alten Eisen gehört. Er ist gewitzt und hat eine tolle Beobachtungsgabe, zieht seine Schlüsse, ganz wie ein richtiger Detektiv. Er und Anna ergänzen sich hervorragend, denn Anna kennt sich mit den modernen Medien wie Handy und Internet aus, was Wimmer leider abgeht. Zusammen sind Opa und Enkelin ein Spitzenteam. Fast genauso gut hat mir aber auch das offizielle Ermittlerteam gefallen, Kommissar Konrad und sein schwäbischer Kollege Stimpfle sind auch genial. Der eine redet in bayrischer Mundart, der andere breit schwäbisch. Ihre Dialoge sind herrlich und sorgten bei mir für einige Lacher. Während Dimpfle sich in seine Theorie verbeißt ist Konrad den Hobbyermittlern gar nicht so abgeneigt. Der Fall ist nicht so gradlinig, wie die Polizei erst mal vermutet. Erschwerend kommt ein weiterer Mord dazu, der die Zusammenhänge noch komplizierter macht. Ging es ums Geld? Dann Bene hinterlässt ein nicht unbeträchtliches Vermögen. Oder war es eine Eifersuchtstat? Alles ist offen und bei diesem Fall kann man als Leser wunderbar spekulieren und eigene Theorien aufstellen. Bis fast zum Schluss tappte ich vollkommen im dunklen, was den Täter anbelangt. Fazit: Absolut gelungener atmosphärischer Holledaukrimi mit sympathischen Charakteren und Mundart.

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  • Zwei Spürnasen in der Holledau

    Der Tote am Kirchturm
    Maddinliest

    Maddinliest

    07. July 2015 um 16:01

    Der Tote am Kirchturm ist ein toller Regionalkrimi mit Spannung und Humor!! Die Detektei Sherlock Pinkerton Wolnzach, bestehend aus Opa Ludwig Wimmer und seiner Enkelin Anna, verbringen ihre Freizeit mit der Aufklärung von Kriminalfällen in ihrer Umgebung. Als ein toter Mann vergiftet an der Kirche entdeckt wird, machen sich die beiden an die Arbeit. Gleichzeitig ermittelt ein sympatisches und offizielles Ermittlerteam der hiesigen Polizei in dem Fall. Der Leser erhält nun laufend neue Informationen der beiden Teams und kann so immer wieder Gedanken anstellen, wer denn jetzt wohl der Täter gewesen sein könnte. Die Geschichte wird von Alexander Bálly wunderbar erzählt, so daß der Leser immer auf der Höhe ist und stets gut unterhalten wird. Gewüzt wird das ganze mit vielen Dialogen in der bayrischen und teilweise schwäbischen Mundart. Die Charaktere werden gut beschrieben und sind dem Leser sofort sympatisch. Wer gerne Regional-Krimis liest ist mit "Der Tote am Kirchturm" bestens bedient. Einziger Wehrmutstropfen, das Buch ist leider zu schnell vorbei. Hilft nur, auf den nächsten Fall der beiden Spürnasen zu warten.

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  • Ein spannender Regionalkrimi

    Der Tote am Kirchturm
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    07. July 2015 um 01:55

    Der bekannte Musiker und Gedichteschreiber Benedikt Singer bricht auf offener Straße tot zusammen, nur keiner der Passanten bemerkt etwas. Erst als der 16jährige Robert Messerer auf etwas tritt und als er feststellt, auf was er getreten ist, wird der Tote gefunden. Bevor er allerdinga die Polizei benachrichtigt, schießt er erst einmal mit seinem Handy Fotos, um diese dann unter seinen Freunden zu verbreiten. Als die Polizei eintrifft, steht diese vor einem Rätsel und beginnt mit ihren Ermittlungen, aber nicht nur sie… Metzgermeister a.D. Ludwig Wimmer, der Hobby-Detektiv, kann es wieder einmal nicht lassen und begibt sich ebenfalls mit seiner Enkelin Anna auf die Suche… denn es war Mord!! Der Tote am Kirchturm ist ein Regionalkrimi, der in dem Bayrischen Ort Wolznach in Holledau spielt. Der Erzählstil, der eingestreute Dialekt, den selbst ein Nicht-Bayer versteht und lesen kann und die typische Umgebung runden das Ganze ab und machen das Lesen zum puren Vergnügen. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und mit Ecken und Kanten versehen, so dass sie menschlich und vor allem sehr sympathisch wirken. Die Geschichte ist sehr spannend und logisch gut durchdacht und dank der zwei unterschiedlichen, aber parallel laufenden Ermittlungen von der Polizei und der von Wimmer & Enkelin Anna, bleibt bis zum Schluss offen, wer der Täter ist. Hier kann der Leser nach Lust und Laune gerne miträtseln, was ich sehr gut finde. Ich vergebe diesem Krimiroman 5 von 5 Sternen, weil ich von der ersten bis zur letzten Seite spannend unterhalten worden bin und sehr gerne mitgerätselt habe.

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