Tod im Hopfengarten

von Alexander Bálly 
4,7 Sterne bei15 Bewertungen
Tod im Hopfengarten
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tweedledees avatar

Unterhaltsamer Regiokrimi mit viel Humor und Lokalkolorit

S

Insgesamt ein gut gemachter Krimi mit Humor und einem recht spannenden Plot.

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Inhaltsangabe zu "Tod im Hopfengarten"

Ein liebenswerter Kriminalroman mit Humor aus der bayerischen Provinz.

Unweit vom idyllischen Wolnzach wird eine skelettierte Leiche gefunden. Der ganze Marktflecken rätselt: Ist es der junge Peter Gerstecker? Denn der wird seit Monaten vermisst. Nur Wimmer, Metzgermeister im Ruhestand, rätselt ausnahmsweise nicht mit. Stattdessen untersucht er Kunstdiebstähle aus kleinen Kirchen in der Holledau. Doch dann soll er die Unschuld vom Bruder des Vermissten beweisen. Gut, dass seine Enkelin Anna Sommerferien hat und mit Wimmer
auf Mördersuche gehen kann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783740800345
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Emons Verlag
Erscheinungsdatum:25.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 7 Monaten
    Angenehm überrascht

    Angenehm überrascht hat mich dieses Buch, denn im Grunde habe ich mir davon nicht viel versprochen. Oft bestehen solche Krimis aus Regionen ja aus einem mehr als seltsamen Humor und Klamauk. Und wenn nun ein Metzgermeister in Rente mit seiner Enkelin ermittelt…..aber, wie gesagt, das Buch hat mir wirklich gefallen !

    Es ist ein Krimi – aber ein eher ruhiger und es geht auch sehr langsam voran, denn eigentlich soll Metzgermeister Wimmer helfen, Kunstdiebstähle aufzuklären. Aber dann wird er doch noch in den Mordfall involviert.. …

    Die Geschichte ist gut aufgebaut und man kann sogar noch etwas lernen; z.B. fand ich es hochinteressant, was Walburgisöl genau ist….*g*

    Es liest sich einfach herrlich und das Ganze ist amüsant verpackt. Die bildlichen Beschreibungen lassen einen mitten in der Handlung sein. Ich habe auch alles verstanden – für Norddeutsche dagegen könnte das ein bisschen schwierig sein. Genau diese Dialekte aber machen auch den Reiz dieses Buch aus.

    Da bin ich nächstes Mal wieder dabei, wenn Wimmer mit Anna ermittelt…

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    Sabine_Hartmannvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Insgesamt ein gut gemachter Krimi mit Humor und einem recht spannenden Plot.
    Hobbyermittler

    Opa Wimmer und seine Enkelin ermitteln nunmehr in ihrem vierten Fall – diesmal sogar mit offiziellem Auftrag. Schließlich verschwinden seit geraumer Zeit immer wieder Kunstwerke aus Kirchen. Kein finanziell riesiger Verlust, keine Toten, keine Verletzten, aber eben doch eine Straftat. Doch als nun noch eine skelettierte Leiche gefunden wird, hat der Kommissar noch viel weniger Zeit und Lust, sich mit den Kirchenkunstwerken zu beschäftigen. So hofft er auch, Opa und Enkelin aus dem Leichenfundfall herauszuhalten, denn noch weiß niemand, um wen es sich bei dem Toten handelt.

    Der Leser begleitet (mehr oder weniger) abwechselnd die beiden Hobbyermittler und den Profi bei ihrer Arbeit und erfährt so Vieles über die Region, durch die sie streifen, vom Dialekt, übers Essen bis zu den Bräuchen und Vorurteilen.

    Gelegentlich ein bisschen viel des Guten, die Belehrungen tun der Spannung nicht gut, obwohl sich der Plot dreht und windet wie ein Aal und mit einigen Überraschungen aufzuwarten hat. Auch kommt der Humor nicht zu kurz, dafür stehen die launigen Passagen mit Opa Wimmer. Der Text liest sich trotz der vielen Dialektpassagen flüssig und ist sicher für alle verständlich.

    Insgesamt ein gut gemachter Krimi mit Humor und einem recht spannenden Plot.

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    irismarias avatar
    irismariavor 8 Monaten
    verschwundene Heilige und ein mysteriöser Mordfall

    "Tod im Hopfengarten" ist ein spannender und unterhaltsamer Oberbayern Krimi von Alexander Bally. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Fund einer skeletierten Leiche auf einer Wiese im Marktflecken Wolnzach. Das könnte auch den ehemaligen Metzgermeister und jetzigen Hobby Detektiv Wimmer interessieren, doch die Polizei weiß von seinen kriminalistischen Interessen und setzt ihn auf einen anderen Fall an, um ihm von diesem Mordfall fernzuhalten. Wimmer und seine Enkelin sollen sich mit einer Diebstahlserie befassen, in der Heiligenfiguren aus verschiedenen Kapellen in der Holledau gestohlen wurden. Die Polizei versucht inzwischen, die Identität des Toten herauszufinden und tippt auch auf einen vermissten Cafebesitzer. Doch dessen Familie streitet ab, dass er verschwunden ist und bringt seltsame Belege als Lebenszeichen. Auch die Reichsbürger, seltsame religiöse Praktiken und ein wertvolles Gemälde spielen eine wichtige Rolle in diesem Krimi, der von der Originalität der Figuren lebt, vom bayerischen Lokalkolorit und einer interessant und abwechslungsreich aufgebauten Handlung voller Überraschungen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es absolut weiterempfehlen. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für den cleveren Metzgermeister und die Polizei in der Holledau.

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    kruemelmonster798s avatar
    kruemelmonster798vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Friedliche, beschauliche Holledau? Von wegen...
    Friedliche, beschauliche Holledau? Von wegen...

    Mittlerweile gibt es ja eine regelrechte Flut an Regionalkrimis. Die wenigsten davon konnten mich überzeugen, deshalb lasse ich mittlerweile meist die Lesefinger davon.
    Aber hier sah das Cover so einladend aus: ein hübsches Kirchlein und davor grüner Hopfen.
    Und dann noch die vielversprechende Kurzbeschreibung, ich bin schwach geworden. Zum Glück!

    „Tod im Hopfengarten“ ist bereits der vierte Band um das Ermittlerteam Wimmer & Anna, bestehend aus dem Metzgermeister Wimmer, der im Ruhestand ist und sich doch etwas langweilt, obwohl er seine Woche extra strukturiert hat und seiner Enkeltochter Anna.
    Diese ist frisch verliebt und mit den Weiten des Internets bestens vertraut.
    Auch wenn man die Vorgängerbände (so wie ich) nicht kennt, ist der Quereinstieg kein Problem. Alexander Bally führt seine Personen schön ein.

    Um was geht es?
    Seit einiger Zeit schon beschäftigen die Polizei Kirchenkunstdiebstähle in der Region. Sie kommen nicht recht weiter und bitten deshalb Wimmer um Mithilfe. Er soll sich etwas umhören.
    Das macht er natürlich gerne, wobei man schon vermutet, dass ihn das Rätsel um die aufgefundene skelettierte Leiche noch mehr interessiert…

    Die Story nimmt dann rasant an Fahrt auf und neben vielen Dialekten (oberbayrisch, eh klar, aber auch schwäbisch und sogar fränkisch) rätselt man munter vor sich hin und wird dann doch von einer völlig anderen Auflösung überrascht.

    Mein Fazit:
    Ein Regionalkrimi, der durch seine Detaildichte fasziniert (ob Segelflug, Fleischwolf oder „Heiligenzuständigkeit“)  und sowohl durch die nicht vorhersehbare Handlung als auch durch seine liebenswerten und besonderen Charaktere überzeugt.
    Wer also schon immer wissen wollte, was Walburgisöl ist -> lesen (und alle anderen natürlich auch…)


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    dorlis avatar
    dorlivor 8 Monaten
    Rezension zu "Tod im Hopfengarten" von Alexander Bálly

    Wolnzach. Eduard Rummetshofer hat von seinem Schwiegersohn ein originelles Geburtstagsgeschenk bekommen – einen Rundflug mit einem Segelflugzeug. Nach anfänglichen Bedenken genießt der Jubilar den Blick auf seine Heimat aus der ungewohnten Perspektive. Das Abenteuer erhält noch eine Zugabe: mangels Aufwind endet der Flug mit einer Außenlandung auf einer Wiese. Damit nicht genug, als Eddi sich an den Rand der Wiese begibt, um dort zu pinkeln, entdeckt er eine bereits skelettierte Leiche…

    Die Kripo Ingolstadt rückt an. Da Hauptkommissar Karl Konrad sich gerade mit mehreren Fällen von Kirchendiebstahl herumärgert, übernimmt sein Kollege Lukas Stimpfle die Mordermittlungen. Von Ludwig Wimmer und Anna noch keine Spur. Doch Konrad kennt seine Pappenheimer - um die Hobbydetektive von eigenen Nachforschungen im Mordfall abzulenken, bittet der Hauptkommissar die beiden, ihn bei den Diebstahlermittlungen zu unterstützen…

    „Tod im Hopfengarten“ ist bereits der vierte Fall für den Metzgermeister im Ruhestand Ludwig Wimmer und seine clevere, mittlerweile 15-jährige Enkelin Anna, dieser Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.

    Alexander Bálly hat einen angenehm zu lesenden, sehr unterhaltsamen Schreibstil. Der Autor wartet auch in diesem Band wieder mit einer großen Portion Wortwitz und reichlich Situationskomik auf, der Humor ist dabei frisch und natürlich und wirkt zu keiner Zeit aufgesetzt. Schon nach wenigen Seiten ist man mittendrin im Geschehen und kann prima mit den Akteuren mitfiebern und miträtseln.

    Wimmer und Anna sind ein lebhaftes Ermittlerduo – die beiden haben mich mit der Art, wie sie die Dinge anpacken, einmal mehr rundum überzeugt. Sie haben ihre besonderen Methoden und nutzen ihre ganz eigenen Quellen für Informationen, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Es macht einfach Spaß, die beiden zu begleiten und ihnen bei ihren Ermittlungen über die Schultern zu schauen.

    Punkten kann Alexander Bálly auch mit einer großen Portion Lokalkolorit. Dank der detailreichen Beschreibungen konnte ich mir die Schauplätze in und um Wolnzach sehr gut vorstellen. Die Besonderheiten des beschaulichen Landstriches werden hervorgehoben, die lokalen Begebenheiten und auch die Eigenarten der Einheimischen fließen in die Handlung ein. Besonders begeistert haben mich die Dialoge, die zu einem großen Teil in Mundart - bayrisch, schwäbisch und fränkisch - geschrieben sind und dem Regionalkrimi damit nicht nur Authentizität, sondern auch zusätzlichen Schwung verleihen.

    Das Lesen und Mitermitteln hat wieder großen Spaß gemacht - „Tod im Hopfengarten“ ist ein humorvoller, gut durchdachter Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilige, spannende Unterhaltung bietet.

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    sapadivor 8 Monaten
    Wunderbarer Oberbayern Krimi

    Klappentext:
    Unweit vom idyllischen Wolnzach wird eine skelettierte Leiche gefunden. Der ganze Marktflecken rätselt: Ist es der junge Peter Gerstecker? Denn der wird seit Monaten vermisst. Nur Wimmer, Metzgermeister im Ruhestand, rätselt ausnahmsweise nicht mit. Stattdessen untersucht er Kunstdiebstähle aus kleinen Kirchen in der Holledau. Doch dann soll er die Unschuld vom Bruder des Vermissten beweisen. Gut, dass seine Enkelin Anna Sommerferien hat und mit Wimmer
    auf Mördersuche gehen kann.

    Der Autor:
    Alexander Bálly, geboren 1964 in Oberbayern, studierte Kunstgeschichte und Theologie. Es begann bereits in seiner Schulzeit zu schreiben und hat mittlerweile sieben Romane veröffentlicht. Bei dem Roman „Tod im Hopfengarten“ handelt es sich um den vierten oberbayrischen Kriminalroman mit den Protagonisten „Wimmer und Anna“.

    Buchcover:
    Das Cover passt zum Buch und der oberbayrischen Landschaft. Im Vordergrund der angebaute Hopfen und dazwischen ist eine Kirche zu entdecken.

    Handlung:
    Die Handlung hat zwei Handlungsstränge die sich wie ein roter Faden durch den Roman ziehen und am Ende zusammen geführt werden. Es werden viele Themen angeschnitten, die detailliert dargestellt sind und so nicht nur unterhalten, sondern ebenso interessantes Wissen vermitteln.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil ist ein angenehmer mit einem gewissen Anspruch durch die verschiedenen Themen und mit dem Dialekt nicht leicht zu lesen. Nach ein paar Seiten hatte ich mich jedoch an diesen gewöhnt. Weiterhin gibt es noch einen schwäbischen Kriminalbeamten der sozusagen dem Autor als Übersetzer dient.

    Protagonisten:
    Die beiden Protagonistinnen Wimmer und Anne sind trotzdem es sich um den vierten Band mit den Beiden handelt gut dargestellt und ich hatte schnell eine Vorstellung von ihnen. Es gibt viele weitere Protagonisten, was mich am Anfang gerade mit dem Dialekt gemeinsam gefordert hat.

    Fazit:
    Ein klassischer Krimi auf knappen dreihundert Seiten der eine Spannung erzeugt, die sich immer mehr zuspitzt, bis sie gegen Ende den Höhepunkt findet. Nachdem ich am Anfang leichte Einstiegsproblem hatte, bin ich dann besser in das Buch herein gekommen und umso mehr ich mich eingelassen habe, konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wie die ganzen Fakten und losen Fäden zusammen passen. Dadurch entsteht ein unterhaltsames Buch mit einem gewissen Anspruch, dafür fünf Sterne von mir.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung der spannenden und humorigen Reihe.
    Band 4 der Ludwig Wimmer Reihe (Aleander Bally)

    Schon zu Beginn macht der Leser Bekanntschaft mit dialektische Sätzen. Ob verständlich oder nicht, entscheidet wohl jede Region bzw. jeder Leser für sich. Ich hatte jedenfalls keine Probleme damit.

    Da ich die Vorgängerbänden (noch) nicht kenne, musste ich mich erstmal mit den Protagonisten vertraut machen. Aber das der Eddi-Opa wohl jedesmal die Toten findet, also bislang in jedem Band, finde ich schon etwas ... na ja ... außergewöhnlich. Ist das schon die Kreativität des Autors? Hm...
    Auf mich wirkt es jedenfalls wenig glaubwürdig.

    Sehr gut haben mich die beiden Handlungsstrang unterhalten. Da wäre zum Einen der Raub der Heiligenstatuen in der Kirche, aber auch der Tote im Feld bzw. Hopfengarten. Schnell wird klar. dass Wimmer lieber im Mordfall ermitteln würde, statt sich mit den Heiligen beschäftigen zu müssen. Ich muss aber dazu sagen, dass ich nun einiges über die Heiligen und ihre "Zuständigkeitsbereich" gelernt habe. Somit ist dieser Krimi nicht nur spannend und unterhaltsam, sondern auch noch lehrreich.
    Auch die Mehlstaub Explosion wurde genau und detailliert beschrieben und findet hoffentlich keine Nachahmer.

    Das Hauptaugenmerk dieses Krimis liegt auf den Themen: Verbohrte Homophobie und religiöser Fanatismus. Und das Ganze in Bayern. Dass es sich hierbei also um eine ganz besondere Mischung von Spannung und Unterhaltung handelt, ist wohl klar. Dazu tragen aber auch die Protagonisten bei. Wimmer, der seinen Ruhestand nicht genießen möchte, ist stets auf Spurensuche. Und zusammen mit seiner Enkelin Anna, gelingen ihm tatsächlich sehr interessante Ermittlungsschritte. Ob die beiden nun eine Detektiv Agentur weiterführen, bleibt zum Schluss noch ungewiss. Ich könnte es mir jedoch gut vorstellen. Wimmer ist auch für den bayrischen Touch im Krimi zuständig. Dagegen steht der Schwabe Stimpfle, der nicht immer ganz so erfreut von Wimmer Nebentätigkeit ist. Dann trifft der bayrische Dialekt auf den Schwäbischen, was nicht immer ganz sauber beschrieben ist. Wer kein Muttersprachler einer der Dialekte ist, wird die Ungenauigkeit darin wahrscheinlich auch nicht erkennen.

    Kurz noch ein paar Worte zu Cover und Klappentext:
    Das Titelbild passt hervorragend zur Story. Der Hopfengarten und im Hintergrund die Kirche. Beides spielt im Krimi eine Rolle, das Eine mehr, das Andere weniger.
    Der Klappentext gibt nicht zu viel und nicht zu wenig preis. Er macht neugierig und signalisiert dem Leser, dass es sich um einen Krimi mit Lokalkolorit handelt.

    Fazit:

    Einen Punkt muss ich leider für die Dialekte abziehen. Klar, es ist ein regionaler Krimi mit viel Lokalkolorit. Wenn man jedoch Personen ins Spiel bringt, die dann  Dialekt sprechen, sollte da schon sehr sorgfältig recherchiert werden. Verständlich ist auch, dass manchen Ausdrücke abgeschwächt oder allgemein verständlich ins Schriftdeutsch übersetzt werden, aber gerade dann sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass die restlichen Worte auch stimmen. Für einen Muttersprachlicher klingt es ansonsten gerne mal lächerlich, und nicht unterhaltsam.

    Da ich die Vorgängerbände nicht kenne, habe ich mich nach dem "Genuss" dieses Buches, entschlossen, die Reihe um den Metzgermeister im Ruhestand von Anfang an kennenzulernen. Band eins ist bereits besorgt und legt schon griffbereit.
    Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung der spannenden und humorigen Reihe.

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    tweedledees avatar
    tweedledeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer Regiokrimi mit viel Humor und Lokalkolorit
    das Dreamteam ermittelt wieder

    Der vierte Fall für "Scherlock, Pinkerton & Co", respektive das Hobbyermittlerduo Ludwig Wimmer & Anna, führt uns wieder ins beschauliche kleine Örtchen Wolnzach. Bayern, grüne Wiesen, Hopfenfelder, eine wunderschöne Landschaft, ein Ort wo das Leben noch in Ordnung ist. Eigentlich. Denn inmitten von Hopfenfelden werden die Überreste einer Leiche gefunden. Viel ist nicht mehr vorhanden das Aufschluss auf die Identität des Toten geben könnte, so dass die Polizei mit ihren Ermittlungen ganz von vorn beginnen muss.

    Damit die Hobbydetektive, die zwar schon bei mehreren Fällen erfolgreiche Tipps geben konnten, diesmal nicht auch noch auf die Idee kommen in einem Mordfall zu ermitteln, kommt Kommissar Karl Konrad auf die glorreiche Idee, die beiden anderweitig abzulenken. Er bittet Wimmer um Mithilfe in einer Serie von Kirchendiebstählen, die bisher nicht aufgeklärt werden konnten. Über mehrere Jahre wurden Heiligenfiguren aus Kirchen im Holledaukreis entwendet, die nie wieder aufgetaucht sind. Da Sommerferien sind kann Anna ihren Großvater tatkräftig unterstützen.

    Und dann überrascht sie der Anwalt des Mordverdächtigen noch mit einem Spezialauftrag. Sein Mandant schweigt beharrlich, doch der Anwalt ist von seiner Unschuld überzeugt. Ludwig und Anna sollen Augen und Ohren offen halten, um die Unschuldsvermutung zu untermauern.

    Im vierten Fall angekommen, fühlt es sich inzwischen an wie lieb gewonnene alte Bekannte zu treffen. Ludwig Wimmer mit seiner Familie, das Ermittlerteam um Kommissar Karl Konrad und seinen schwäbischen Kollegen Stimpfle sowie einige Bewohner aus Wolnzach. Die Krimis aus der Feder von Alexander Bálly stehen für mich inzwischen für Wohlfühlkrimis, die mit ihren liebevoll gezeichneten Figuren, feinem Humor und ganz viel Mundart punkten. Wichtig ist hier die Atmosphäre und das Lokalkolorit, weniger die Spannung. Wobei die natürlich auch nicht zu kurz kommt. Viel bayrische Mundart, durchsetzt mit dem schwäbischen Dialekt von Kommissar Stimpfle, der sich von Wimmer und Anna nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will. Dumm nur, dass die Hobbydetektive ihre eigenen Schlüsse ziehen und der Polizei wieder mal eine Nasenlänge voraus sind. Diesmal lernt man einiges über die diversen Heiligen und ihre Aufgaben, das war für mich echt interessant. Und für mich neue bayrische Begriffe kamen vor,  wie z. B. "Ramadama"

    Ich habe die Ermittlungen in den beiden Fällen ganz gespannt verfolgt, hatte aber nicht wirklich einen Plan. Die Auflösung war zwar überraschend, aber trotzdem stimmig, am Ende gibt es einen super spannenden Showdown. Ich sag nur: Explosionsgefahr!

    Fazit: Unterhaltsamer Regiokrimi mit viel Humor und Lokalkolorit. Wimmer und Anna sind das neue Dreamteam.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Onerbayern-Krimi mit Humor und spannenden Ermittlungen!
    Klasse Krimi

    „...Ein Körper, stark verwest und teilweise skelettiert, aber sicher nichts für die Archäologen. Den können wir leider nicht dem Denkmalschutz unterschieben. Zu frisch...“


    Norbert Wenzel bringt seinen Schwiegervater Eduard zum Segelflugplatz. Er hat einen Rundflug zum Geburtstag geschenkt bekommen. Während des Fluges ändert sich die Thermik, sodass sie auf einer Wiese notlanden. Eduard hat ein dringendes Bedürfnis – und findet eine Leiche. Der Fall landet zuerst bei Kriminalhauptkommissar Karl Konrad. Der aber hat mit der Aufklärung von Kirchendiebstählen alle Hände voll zu tun, deshalb soll sich der Schwabe Stimpfle des Falles annehmen. Um den Hobbydetektiv und ehemaligen Metzgermeister Wimmer und seine Enkelin Anna von den Ermittlungen im Mordfall fern zu halten, beauftragt Konrad sie, sich wegen der Kirchendiebstählen einmal umzuhören.

    Der Autor hat erneut einen fesselnden Krimi geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.

    Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Sehr gut werden die örtlichen Gegebenheiten wiedergegeben. Das beginnt schon damit, dass die Voraussetzungen des Segelflugs ausführlich beschrieben werden. Auch die einzelnen Etappen des Fluges darf ich genau verfolgen. Dazu gehört auch, das in den Dialogen jeder in seiner eigenen Mundart reden darf. Als Leser konnte ich mich deshalb mit Bayrisch, Fränkisch und Schwäbisch beschäftigen. Das war aber kein Problem.

    Ab und an blitzt ein feiner Humor auf, wie schon das Eingangszitat zeigt.

    Während Wimmer und Anna sich wegen der Diebstähle umhören, haben die Kriminalisten erst einmal damit zu tun, die Identität des Toten zu ermitteln. Beide Fälle stoßen auf Schwierigkeiten. Doch Wimmer ist hartnäckig. Anna nimmt unsinnigen Verdächtigungen sofort die Spitze, wie das folgende Zitat beweist:

    „...Wieso sollen denn an allem immer nur die Ausländer schuld sein? So a Schmarrn. Solche Einbrüche kriegen wir selbst auch noch hin...".

    Stimpfle hat es als Schwabe im katholischen Bayern nicht einfach. Eine älter Dame meint dazu angesichts einer Hausdurchsuchung:

    „..Doch i glaub, der junge Mann ist evangelisch! Da find er eh nix!..."

    Stimpfle geht es wie mir als Leser. Ich konnte eine Menge über die verschiedenen Heiligen lernen. Gleichzeitig kamen mir einige unbekannte Schimpfwörter unter. Wie auf Stimpfle das Ganze wirkt, bringt er in folgenden Worten zum Ausdruck:

    „...Was waren das für Leute, die einem Kirchenmann aus dem 7. Jahrhundert noch heute die Toleranz von Unkeuschheit vorwarfen? Es waren Momente wie diese, in denen er meinte, in Bayern auf einen anderen Planeten gelandet zu sein..."

    Gut gefällt mir, dass der Autor Protagonisten kreiert, die mitten im Leben stehen und ihre Ecken und Kanten haben. Dazu gehört insbesondere Gerda Lederer mit ihren trockenen Humor und Konrads Frau Roswitha, die mit ihren praktischen Ideen für neuen Wind in den Ermittlungen um die Diebstähle sorgt. Erwähne möchte ich außerdem Zeynep, eine Frau mit viel mütterlicher Liebe und einem großen Herzen.

    Die Mordermittlungen führen in die Familie des Toten, in seinen Freundeskreis und zu den Reichsbürgern, denn die Mordwaffe gibt Rätsel auf. Natürlich gehe ich alle Um- und Irrwege mit.

    Am Ende bleibt keine Frage offen.

    Der Krimi hat mir ausgezeichnet gefallen. Er hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern mir neues Wissen vermittelt. Gleichzeitig macht die Geschichte deutlich, dass es Fanatismus mit all seinen Schattenseiten auch unter der einheimischen Bevölkerung gibt.

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 8 Monaten
    Spannender Krimi mit bayrischem Humor

    Klappentext:

    Ein liebenswerter Kriminalroman mit Humor aus der bayerischen Provinz.

    Unweit vom idyllischen Wolnzach wird eine skelettierte Leiche gefunden. Der ganze Marktflecken rätselt: Ist es der junge Peter Gerstecker? Denn der wird seit Monaten vermisst. Nur Wimmer, Metzgermeister im Ruhestand, rätselt ausnahmsweise nicht mit. Stattdessen untersucht er Kunstdiebstähle aus kleinen Kirchen in der Holledau. Doch dann soll er die Unschuld vom Bruder des Vermissten beweisen. Gut, dass seine Enkelin Anna Sommerferien hat und mit Wimmer auf Mördersuche gehen kann.



    Leseeindruck:

    Da ich vor einiger Zeit bereits bei dem Oberbayern-Krimi  "Ein Mord und zwei Leichen" während des Lesens gemeinsam mit Ludwig Wimmer ermitteln durfte, freute ich mich auf diesen Band "Tod im Hopfengarten" bei welchem es dem Autor Alexander Billy wieder perfekt gelungen ist, diesen Krimi außerordentlich spannend zu gestalten, aber zugleich auch mit einer gehörigen Portion Humor und viel bayrischem Lokalkolorit. Wie es der Klappentext ja bereits verrät, wird unweit des idyllischen Marktfleckchen Wolnzach eine skelettierte Leiche gefunden. Gerade  aLs der Eddi-Opa seiner Notdurft verrichten mag, grinst ihm dann der Totenschädel im Gebüsch entgegen und schon hamma di erste Loichn...Und schon nehmen die Ermittlungen ihren Lauf.... Handelt es sich bei dem Opfer um den vermissten Peter Gerstecker? Ludwig Wimmer, Metzgermeister im Ruhestand, dem das Privatermitteln  einfach liegt macht sich gleich an den Fall...urbayrisch und liebenswert und dennoch fesselnd und überraschend.

    Gerade der bayrische Dialekt bei den Dialogen gefällt mir sehr gut und lässt die Geschehnisse lebhaft werden. Ich finde es auch gut, dass der Krimi nicht so bitterernst geschrieben ist, sondern (nicht nur des Dialektes wegen), eben auch zum Schmunzeln...gesund sähe das Skelett nicht aus... u.ä. Insgesamt ein absolut runder und lesenswerter Kriminalroman, von solchen ich gerne mehr lesen würde. Knapp 300 Seiten mit Suchtpotential waren binnen weniger Stunden gelesen und haben mich begeistert!



    @ esposa1969







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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Alexander_Ballys avatar
    Ludwig Wimmer ermittelt wieder. Der bauernschlaue Metzgermeister im „Unruhestand“ und seine Enkelin sind wieder auf Verbrecherjagd – in ihrem vierten Fall.

    Wieder dabei: Wolnzach, der rührige Marktflecken in Bayerns grünem Hopfenherz, das sympathische Duo meiner Hobbydetektive, die tüchtigen Polizisten des Ingolstädter Polizeipräsidiums und ganz viel Holledau. Neu ist der Fall … wobei es ja gleich mehrere Fälle sind, in denen ermittelt wird.

    Es geht um Mord, um Homosexualität auf dem Land, Kirchenraub, Reichsbürger, um eine Mühle und ein Motorrad, erste Liebe und sogar um Polizeibienen.

    Wie das alles zusammenhängt, musst Ihr schon selbst lesen.

    Der Verlag verlost für diese Leserunde 15 druckfrische Bücher. Am Montag, um 9.00 werde ich als Glücksfee im rosa Tutu mit Feenstaub werfen und die Gewinner aus dem Lostopf ziehen.

    Die Bücher kommen zu Euch per Post. Die Leserunde selbst wird am Valentinstag, dem 14.2. mit dem ersten Abschnitt beginnen. Bis dahin könne wir uns in der Plauderecke ein wenig kennenlernen.

    Wenn Ihr ein Buch gewinnen wollt, müsst ihr folgende Frage beantworten:

    Was wäre für Ludwig Wimmer, der ja nur durch Langeweile zum Hobbydetektiv wurde, ein lohnendes Hobby?

    Ich bin schon sehr gespannt auf Euer Ideen.

    Alexander_Ballys avatar
    Letzter Beitrag von  Alexander_Ballyvor 7 Monaten
    Auch Dir sage ich herzlichen Dank für die Rezension.
    Zur Leserunde

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