Alexander Bahar Folter im 21. Jahrhundert

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Inhaltsangabe zu „Folter im 21. Jahrhundert“ von Alexander Bahar

Ist die Würde des Menschen antastbar?»Wir haben die Handschuhe ausgezogen« -, so beschrieb die CIA ihr Vorgehen nach dem 11. September. In Deutschland wird die Folter von einigen populistischen Politikern befürwortet, sogar manch seriöser Jurist oder Politiker hält sie »unter bestimmten Umständen« für anwendbar. »Rettungsfolter«, »verschärfte Vernehmungsmethoden«, »Waterboarding« - solche Euphemismen bemänteln fundamentale Verstöße gegen die Menschenrechte. Warum ist Folter heute wieder denkbar? Welche politischen und gesellschaftlichen Folgen hätte eine Aufweichung des Folterverbots? Bahar betrachtet das brisante Thema historisch, international und bezogen auf die aktuellen Anlässe, und erklärt, warum Folter unter keinen Umständen zu akzeptieren ist.

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  • Rezension zu "Folter im 21. Jahrhundert" von Alexander Bahar

    Folter im 21. Jahrhundert
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    13. June 2009 um 19:33

    Dieses Buch bietet ein breites Wissen über die Folter im 21. Jahrhundert. Der geschichtliche Einstieg ist relativ kurz und bietet daher eine knappe Übersicht für Neulinge. Alexander Bahar schreibt verständlich, sodass auch politische oder juristische Thematiken – z.B. wie das Folterverbot im deutschen Völkerstrafgesetzbuch vertreten ist oder welche völkerrechtlichen Übereinkommen es gegen Folter gibt – gut erläutert werden. Insbesondere die Methoden der CIA lassen den Leser mit offenem Mund zurück, wenn er liest, dass diese an „ahnungslosen Versuchspersonen“ in us-amerikanischen Städten in Gasthäusern und Bordellen medikamentöse Experimente durchgeführt haben. Auch die gewissenlosen Forschungen und Untersuchungen von Experimenten und deren Verifizierung an ausgesuchten Menschen – „passenden Versuchsobjekten“ – sind erschreckend. Auch wenn Bahar einen sachlichen Schreibstil in seinem Buch verwendet, schockiert es dennoch, wenn Menschen wie Versuchskaninchen behandelt werden. Sehr interessant ist auch der Werdegang der CIA und dem „Krieg gegen den Terror“, der so manche Foltermethode und Straflosigkeit bei Folterung, nach den Anschlägen vom 11. September 2001, hat einsetzen lassen. Weiterhin schildert der Autor die Lage in Guantánamo, dem US-Militärgefangenenlager und dessen Entwicklungsstufen unter unterschiedlichen leitenden Persönlichkeiten, darunter z.B. Generalmajor Miller, der das Lager zu einem perfektionierten Modell aus Belohnung und Bestrafung gemacht hat. Aber der Autor geht nicht nur auf die us-amerikanischen Foltermethoden ein, sondern zieht auch einen Teil seines Buches auf die deutsche Diskussion um das Thema Folter bei Verhören. Er bringt den bekannten Fall Murat Kurnaz und den Fall des entführten Bankierssohn Jakob von Metzler ein. Alexander Bahar verwendet viel Faktenwissen, was manchmal etwas trocken sein kann, dennoch ist dieses Thema und das gesamte Buch sehr informativ und interessant.

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