Alexander Bedranowsky

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Alexander BedranowskyMeine Kämpfe
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Meine Kämpfe
Meine Kämpfe
 (2)
Erschienen am 09.02.2017
Alexander BedranowskyMeine Kämpfe: Eine Autobiographie
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Meine Kämpfe: Eine Autobiographie
Meine Kämpfe: Eine Autobiographie
 (0)
Erschienen am 24.04.2012

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Rezension zu "Meine Kämpfe" von Alexander Bedranowsky

Einfach nur wow und sehr bewegend
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Monaten

Ich kann nicht dazu viel schrieben, denn es würde den Rahmen absolut sprengen, soviel würde ich schreiben. Ich kann nur sagen, dass es mich SEHR bewegt hat und ich echt manchmal Pipi in den Augen hatte. Gerade wenn man seine Karriere und sein Privatleben intensiv mitverfolgt hat und er einfach aus diesem Teil seines Lebens rausgerissen wurde.


Ich lese es gerne und immer wieder kriege ich trotzdem Gänsehaut! 

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Rezension zu "Meine Kämpfe" von Alexander Bedranowsky

Autobiografie eines Deathmatch-Wrestlers: Wieso man sich so etwas antut
ScreenQueenvor 2 Jahren

Vorneweg: Ich habe mit Wrestling überhaupt gar nichts am Hut. Wenn die männlichen Familienmitglieder sich ein Match im Fernsehen anschauen wollten, verließ ich immer kopfschüttelnd das Wohnzimmer. Als mir somit das Buch in die Hand gedrückt wurde mit den Worten: „Da geht es um Death Matches, das ist viel brutaler als normales Wrestling, die schmeißen sich in Leuchtstoffröhren und so“, dachte ich erstmal: „Och. Nee!“
Vielleicht ist das gar nicht die schlechteste Einstellung, mit der man an das Buch rangehen kann. Ich bin positiv überrascht. Ich bin sogar fasziniert.

Alexander Bedranowsky ist in der Wrestling-Welt besser bekannt als „Thumbtack Jack“ und hat sich fast ausschließlich mit Death Matches einen Namen gemacht. In seinem Buch erzählt er, wie er schon als Kind seine Leidenschaft für das Wrestling entdeckte und als 15-jähriger sich endgültig dem Sport verschrieb. Seine Karriere führte ihn zu den sehr brutalen Death Matches, bei denen Wert auf rohe und vor allem blutige Gewalt gelegt wird. Die Teilnehmer werfen sich in Reißzwecke, Glas, Stacheldraht, Feuer … Thumbtack Jacks Markeninstrument waren Spritzen, in die er sich warf oder die er in verschiedene Körperteile gerammt bekam. Wie zum Teufel muss man drauf sein, um sich so etwas freiwillig anzutun?

Das war einer der interessantesten Punkte am Buch für mich. Alexander Bedranowsky ist nämlich ein toller Autor, und das hatte ich von einem Deathmatch-Wrestler nicht erwartet (ich weiß, Vorurteile und so … sorry). Das Buch liest sich super und vermittelt das Bild von einem ganz normalen, wirklich netten Typen. Er ist so greifbar, dass ich nach nur wenigen Kapiteln mitgelacht und mitgelitten habe. Und damit meine ich nicht die körperlichen Leiden, die werden im Buch nämlich selten genau beschrieben. Ich meine eher die seelischen Leiden, besonders am Ende des Buches, als ein Wirbelsäulenbruch ihn mit 25 Jahren zwingt, seine Karriere zu beenden. Sein Kampf mit dieser neuen Realität und das Loch, in das er fällt, sind so echt geschrieben, dass ich Pipi in den Augen hatte. Und das hatte ich das letzte Mal bei einem Buch vor vielen Jahren, als ich „Beim Leben meiner Schwester“ gelesen hab. Und da war ich ein Teenie, also sehr emotional. Und allein im Zimmer. Und es war spät abends. Beim Lesen von „Meine Kämpfe“ saß ich in einem Raum voller Menschen, die ständig Witze erzählt haben. Nur so nebenbei.

Spannend fand ich auch die Welt des Wrestlings. Vorher waren das für mich Prolls, die zur Unterhaltung des Publikums so tun, als würden sie aufeinander eindreschen. Ich habe nicht verstanden, wie viel Kreativität in diese Shows und die Storylines gesteckt wird. Wenn Alexander Bedranowsky in der Radiosendung „SVETTmet“ sagt, Wrestling sei eine Kunstform, kann ich ihm da jetzt nur zustimmen (wenn er dranhängt, es sei eine Daily Soap für echte Männer, dann auch).
Dazu gehört auch der Blick in den Alltag eines Wrestlers. Die Flüge quer durch die Welt, wie sich das auf das Sozalleben auswirkt, die Krankenhausaufenthalte nach den Matches (bei denen er sich jedes Mal eine Geschichte für seine Verletzungen ausdenken muss, denn wenn er sie als Wrestling-Wunden zu erkennen gibt, zahlt die Krankenkasse die ärztliche Versorgung nicht).

Aber wirklich faszinierend und sogar inspirierend war für mich seine unendliche Leidenschaft für so eine völlig aus der Norm fallende Sportart. Immer wieder stand er auf, was hatte er nicht für Schmerzen und Verletzungen, aber er hat seine ganze Energie da reingesteckt. So abnormal Death Matches auch scheinen mögen, ich kann solche Hingabe nur bewundern.

Fazit: „Meine Kämpfe“ ist definitiv nicht nur etwas für Wrestling-Begeisterte. Ich möchte es jedem ans Herz legen, der seinen Horizont erweitern will. Das Buch hat mich nun nicht in einen Fan dieses Sports verwandelt, aber es hat mich mächtig beeindruckt und meine Sichtweise, nicht nur aufs Wrestling, beeinflusst.

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