Alexander Bedranowsky Meine Kämpfe

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Meine Kämpfe“ von Alexander Bedranowsky

In MEINE KÄMPFE rekapituliert Alexander Bedranowsky seine einzigartige Wrestling-Kariere, die durch einen Wirbelsäulenbruch ein plötzliches Ende fand. Berühmt-berüchtigt war er als Thumbtack Jack vor allem für seine sogenannten "Death Maches". In diesen extrem brutalen und blutigen Kämpfen bekriegen sich die Gladiatoren der Neuzeit mit Waffen wie Stacheldraht, Leuchtstoffröhren und Feuer. Selbstzerstörerisch und ständig auf der Suche nach neuen Extremen schreckte Bedranowsky nicht einmal davor zurück, sich in hunderte von Spritzen werfen zu lassen. Seine Bereitschaft, die Messlatte immer höher zu stecken, brachte ihm den Ruf des weltbesten "Death-Match"-Wrestlers ein. Doch diesen Ruhm bezahlte er mit einem enormen Preis: Mit seiner Gesundheit – und beinahe sogar mit seinem Leben.

Erste und einzige Autobiografie eines deutschen Wrestlers, die auch, oder vielleicht besonders etwas für Nicht-Interessierte ist.

— ScreenQueen
ScreenQueen

Stöbern in Biografie

Dichterhäuser

Ein großartiges Geschenk an alle, die Literatur & ihre Dichter lieben/besser kennenlernen wollen. Diese Fotos! Ein wahres Fest fürs Auge!

Wedma

Penguin Bloom

Inspiriert einfach...

WriteReadPassion

Und was machst Du so?

Eine interessante Lektüre, die dazu führt, die eigene Biografie und Berufswahl zu hinterfragen.

seschat

Gegen alle Regeln

Sehr persönlicher Bericht, der nahe geht.

miss_mesmerized

Von Beruf Schriftsteller

Ein sehr lesenswerter Einblick in das Leben des berühmten Schriftstellers Haruki Murakami - nicht nur für Bibliophile!

DieBuchkolumnistin

Nachtlichter

Welch kraftvoller, einzigartiger Roman über Schattenseiten und den Kampf zurück ans Licht, über die heilende Wildheit der rauen See ...

DieBuchkolumnistin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Autobiografie eines Deathmatch-Wrestlers: Wieso man sich so etwas antut

    Meine Kämpfe
    ScreenQueen

    ScreenQueen

    23. December 2016 um 01:58

    Vorneweg: Ich habe mit Wrestling überhaupt gar nichts am Hut. Wenn die männlichen Familienmitglieder sich ein Match im Fernsehen anschauen wollten, verließ ich immer kopfschüttelnd das Wohnzimmer. Als mir somit das Buch in die Hand gedrückt wurde mit den Worten: „Da geht es um Death Matches, das ist viel brutaler als normales Wrestling, die schmeißen sich in Leuchtstoffröhren und so“, dachte ich erstmal: „Och. Nee!“ Vielleicht ist das gar nicht die schlechteste Einstellung, mit der man an das Buch rangehen kann. Ich bin positiv überrascht. Ich bin sogar fasziniert. Alexander Bedranowsky ist in der Wrestling-Welt besser bekannt als „Thumbtack Jack“ und hat sich fast ausschließlich mit Death Matches einen Namen gemacht. In seinem Buch erzählt er, wie er schon als Kind seine Leidenschaft für das Wrestling entdeckte und als 15-jähriger sich endgültig dem Sport verschrieb. Seine Karriere führte ihn zu den sehr brutalen Death Matches, bei denen Wert auf rohe und vor allem blutige Gewalt gelegt wird. Die Teilnehmer werfen sich in Reißzwecke, Glas, Stacheldraht, Feuer … Thumbtack Jacks Markeninstrument waren Spritzen, in die er sich warf oder die er in verschiedene Körperteile gerammt bekam. Wie zum Teufel muss man drauf sein, um sich so etwas freiwillig anzutun? Das war einer der interessantesten Punkte am Buch für mich. Alexander Bedranowsky ist nämlich ein toller Autor, und das hatte ich von einem Deathmatch-Wrestler nicht erwartet (ich weiß, Vorurteile und so … sorry). Das Buch liest sich super und vermittelt das Bild von einem ganz normalen, wirklich netten Typen. Er ist so greifbar, dass ich nach nur wenigen Kapiteln mitgelacht und mitgelitten habe. Und damit meine ich nicht die körperlichen Leiden, die werden im Buch nämlich selten genau beschrieben. Ich meine eher die seelischen Leiden, besonders am Ende des Buches, als ein Wirbelsäulenbruch ihn mit 25 Jahren zwingt, seine Karriere zu beenden. Sein Kampf mit dieser neuen Realität und das Loch, in das er fällt, sind so echt geschrieben, dass ich Pipi in den Augen hatte. Und das hatte ich das letzte Mal bei einem Buch vor vielen Jahren, als ich „Beim Leben meiner Schwester“ gelesen hab. Und da war ich ein Teenie, also sehr emotional. Und allein im Zimmer. Und es war spät abends. Beim Lesen von „Meine Kämpfe“ saß ich in einem Raum voller Menschen, die ständig Witze erzählt haben. Nur so nebenbei. Spannend fand ich auch die Welt des Wrestlings. Vorher waren das für mich Prolls, die zur Unterhaltung des Publikums so tun, als würden sie aufeinander eindreschen. Ich habe nicht verstanden, wie viel Kreativität in diese Shows und die Storylines gesteckt wird. Wenn Alexander Bedranowsky in der Radiosendung „SVETTmet“ sagt, Wrestling sei eine Kunstform, kann ich ihm da jetzt nur zustimmen (wenn er dranhängt, es sei eine Daily Soap für echte Männer, dann auch). Dazu gehört auch der Blick in den Alltag eines Wrestlers. Die Flüge quer durch die Welt, wie sich das auf das Sozalleben auswirkt, die Krankenhausaufenthalte nach den Matches (bei denen er sich jedes Mal eine Geschichte für seine Verletzungen ausdenken muss, denn wenn er sie als Wrestling-Wunden zu erkennen gibt, zahlt die Krankenkasse die ärztliche Versorgung nicht). Aber wirklich faszinierend und sogar inspirierend war für mich seine unendliche Leidenschaft für so eine völlig aus der Norm fallende Sportart. Immer wieder stand er auf, was hatte er nicht für Schmerzen und Verletzungen, aber er hat seine ganze Energie da reingesteckt. So abnormal Death Matches auch scheinen mögen, ich kann solche Hingabe nur bewundern. Fazit: „Meine Kämpfe“ ist definitiv nicht nur etwas für Wrestling-Begeisterte. Ich möchte es jedem ans Herz legen, der seinen Horizont erweitern will. Das Buch hat mich nun nicht in einen Fan dieses Sports verwandelt, aber es hat mich mächtig beeindruckt und meine Sichtweise, nicht nur aufs Wrestling, beeinflusst.

    Mehr